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65 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wird mal ein Klassiker
Porcupine Tree machen Alben, die eine Weile brauchen bis sie so richtig zünden. Zumindest geht es mir so. Ich habe seit 1994 alle Stilwechsel dieser Band überlebt und gestehe ihr die Freiheit zur Weiterentwicklung zu.
Jedes Album klingt ein wenig anders, manchmal auch total anders.
Und genau DAS ist es was diese Band nach all' den Jahren noch...
Veröffentlicht am 31. Juli 2007 von Der Bertel

versus
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwiespältiges Teil
Als Fan der ersten Stunde war es für mich gar keine Frage, mir dieses Album zuzulegen; selbst in ihren schlechtesten Momenten sind PT immer noch besser als die meisten neuen 'Progressiven'.

Allerdings setzt sich hier auf 'Fear of...' ein Trend fort, der bereits auf 'In Absentia' begonnen hat: weg von den Pink Floyd-ähnlichen, sphärischen...
Veröffentlicht am 25. April 2007 von Contraphet


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65 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wird mal ein Klassiker, 31. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Porcupine Tree machen Alben, die eine Weile brauchen bis sie so richtig zünden. Zumindest geht es mir so. Ich habe seit 1994 alle Stilwechsel dieser Band überlebt und gestehe ihr die Freiheit zur Weiterentwicklung zu.
Jedes Album klingt ein wenig anders, manchmal auch total anders.
Und genau DAS ist es was diese Band nach all' den Jahren noch großartig macht. Einige Fans sind zwischenzeitlich abgesprungen, viele neue sind hinzugekommen. Ich bin wie viele andere auch geblieben und wurde bisher auch noch nicht enttäuscht.
Über die Musik und den thematischen Inhalt ist hier schon viel geschrieben worden, daher erspare ich mir weitere Einzelheiten.
Auffallend ist jedoch, daß auf diesem Album wieder mehr Wert auf Atmosphäre gelegt wird und so erinnert mich das Album oft an Signify, das mit Sicherheit schwermütigste Album der Band.
Wer PT kennt, weiß daß dies nicht unbedingt Schlechtes bedeutet. Schöne Melodien, wie My Ashes und Sentimental werden dann in melancholische Arrangements verpackt, die das Herz bluten lassen. Die härtere Gangart, die man schon von In Absentia und Deadwing kennt wird hier selbstverständlich auch zelebriert, jedoch verhaltener als bei den Vorgängern. Vom Riff-Gewitter des Titelsongs bis hin zur Industial-Hymne Sleep Together bieten PT hier hohe, wenn auch für sie vertrackte musikalische Kunst. Für mich ist Fear Of A Blank Planet das bisher rundeste Album der Band. Und das auch, weil sie hier den schwereren Weg gehen und bekannte Stärken wie betonte Eingängigkeit der Songs, dem Konzept zuliebe opfern und komplexer und düsterer musizieren. Ein Wagnis, daß sich aber ausgezahlt hat.

Fans der eingängigeren Seite von PT, die mit Songs wie Lazarus, Tains oder Blackest Eyes ihren bisherigen Höhepunkt gefunden hat, werden wahrscheinlich enttäuscht sein.
Dies macht das Album aber keineswegs schlechter, nur eben anders. Dies sollten Kritiker des Albums aber auch beherzigen. Aussagen wie 'Mangel an Kreativität' oder 'Einfallslosigkeit' sind meines Erachtens hohle Floskeln, die schnell geäußert sind ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben. Alben sind die musikalische Vision eines Künstlers, die aus einem kreativen Prozess entstanden ist. Letztlich liegt es an einem selbst, ob man mit einem Album etwas anfangen kann oder nicht und NICHT an dem Künstler. Das ist eine Geschmacksfrage und da sollte man schon mal sachlich bleiben.

Aber: Ich glaube nicht, daß Steven Wilson nach diesem Album, dessen Stilrichtung mit In Absentia begann, dieser noch viel Neues abgewinnen kann. Es wird dann Zeit für einen weiteren Richtungswechsel.
Letztlich wird Wilson aber wohl das Album machen, daß ihm vorschwebt - wie auch hier. Und auch diese Freiheit gestehe ich ihm zu.

Großes, stimmungsvolles Album, daß auch Fans von Tool und NIN zusagen könnte. Wird mit Sicherheit ein Klassiker in der Band-Geschichte.
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47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärischer Abgesang auf die Zivilisation, 25. März 2007
Von 
Andre Schuder (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Entfremdung in der Famile. Vernachlässigung Heranwachsender. Mediale Verwahrlosung. Selbstaufgabe. Pure, das Dasein bestimmende Dekadenz. Porcupine Trees neuntes Studioalbum ist eine thematische Auseinandersetzung mit den Abgründen modernen Lebens. Eine bittere Gesellschaftsanalyse voller Hoffnungslosigkeit, Tragik und Düsternis. Der Soundtrack der Unterschicht - in rein thematischem Sinne, versteht sich.
Steven Wilson scheint den Glauben an die Menschheit endgültig verloren zu haben. Die Abrechnung mit den Fehlentwicklungen der Gesellschaft ist in textlicher Hinsicht die mit Abstand ambitionierteste und interessanteste Veröffentlichung der britischen Prog-Koryphäe und seiner Mitstreiter, denen Alex Lifeson von Rush und Robert Fripp von King Crimson unterstützend zur Seite stehen.
Bei "Fear of a blank planet" handelt es sich um ein klassisches Konzeptalbum. Wie gesehen, setzt sich das Werk intensiv mit einer bestimmten Problematik auseinander. In musikalischer Hinsicht sind die Übergänge mal mehr, mal weniger fließend und alles ordnet sich der deprimierenden Grundstimmung unter. Es dominiert eine bedrohungsschwangere Atmosphäre, die nach intensiver Beschäftigung geradezu schreit. Statt der vergleichsweise sanften Melancholie in Moll früherer Alben wird "Fear of a blank planet" durch ein bitterkaltes, fast schon schroffes und beängstigendes Flair beherrscht. Man beginnt phasenweise unweigerlich zu frösteln. Inhalt und Atmosphäre gehen damit eine nahezu perfekte Symbiose ein. Wer bei einem Album gerne in die Tiefe geht, wird die ausgiebigen Kopfhörersessions mit Booklet in der Hand kaum noch erwarten können. Das Coverartwork transportiert die Stimmung übrigens sehr gut.
Anders als noch bei "Deadwing" fügen sich die härteren Passagen diesmal nahtlos ins Klangbild ein. Statt zum reinen Selbszweck existierend, wie das beispielsweise noch bei "Arriving somewhere but not here" der Fall war, wirken sie hier zur jeder Zeit songdienlich und sorgen nicht selten dafür, dass man von der nervenzerrenden Spannung erlöst wird, wie etwa im pulsierenden 18-minütigen Schwergewicht "Anesthetize, wo sie teilweise mit eine Urgewalt röhren, dass einem angst und bange werden kann. Besagtes Lied ist thematisch und musikalisch das Kernstück des Albums und zugleich eine Reminiszenz an die eigene Musik. Eine die Grenze des Erträglichen austestende Spannung, die immer wieder in grandiosen Refrains kulminiert, welche durch Wilsons weltentrückten Gesang der ohnehin eindringlichen Atmosphäre das I-Tüpfelchen aufsetzen. In "Anesthetize" finden alle Markenzeichen der Band ihren Niederschlag, so dass die anderen Songs fast schon wie Beiwerk wirken. Doch wer einmal "Sentimental" gehört hat, will vorläufig keine andere Ballade mehr hören. Ähnlich verhält es sich mit dem übrigen Material. Jedes Lied hat seine Existenzberechtigung. Nichts wirkt deplatziert oder wie ein Lückenfüller. Alle Songs strotzen vor Selbstbewusstsein. So war es schon immer bei Porcupine Tree. Man merkt einfach: diese Band hat trotz inzwischen über 20jährigen Bestehens noch viel zu sagen.
Leider fehlt "Fear of a blank planet" ein einprägsames Grundthema, das man sofort im Gedächtnis behält und ständig mit dem Album assoziiert, worunter der Wiedererkennungswert ein wenig leidet. Dennoch vergeht die Zeit wie im Fluge. Die Repeattaste leiert aus. Man kann sich einfach nicht satthören.
"Fear of a blank planet" ist die logische Fortsetzung der Entwicklungsgeschichte dieser Band, doch zugleich eine Rückbesinnung auf alte Traditionen. Es ist einerseits so psychedelisch und floydig wie einst "Up the downstair" (1993), andererseits frisch, unverbraucht und modern, wie man das von den Tools, Nine Inch Nails, Radioheads und Porcupine Trees dieser Welt eben erwartet.
Mit "Fear of the blank planet" können Porcupine Tree souverän ihre Ausnahmestellung als unangefochtene Speerspitze des New Art-Rock untermauern. Inhaltlich ambitioniert, atmosphärisch und musikalisch auf allerhöchstem Niveau.
"Fear of a blank planet" ist ein starkes, reifes, kontroverses und nachwirkendes Album geworden. An die genreübergreifende Genialität eines "In Absentia" reicht es jedoch nicht herran, was mangels Vergleichbarkeit aber nicht weiter tragisch ist. Spätestens mit diesem Album wird auch der letzte anerkennen müssen, dass Porcupine Tree die derzeit innovativste und einfach beste Band des gesamten Prog-Genres und darüber hinaus sind.
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach wie vor lauert hinter jedem Takt eine Überraschung, 26. April 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Ich verstehe, was meine Vorredner meinen und stimme dem meisten zu. Eine Band, die seit geraumer Zeit in ihrer eigenen Liga spielt, weckt ein Erwartungsniveau beim Hörer, von dem andere Musiker nur träumen können -- und das lese ich letztlich auch aus den hier geschriebenen Kritiken heraus.

Ja, es ist wahr. PT haben ihren Sound und Stil offenbar zunächst gefunden und dieses Album ist eher ein wunderschönes Schaustück ihrer handwerklichen Professionalität als ein weiteres Kreativunikat früherer Tage. Aber das machen andere Bands auch und wandern Song für Song den schwierigen Grad zwischen gewolltem wiedererkennbarem Soundprofil und geschmähter Kopie alter Erfolge.

Ich stimme vor allem zu, dass man dieses Album komplett durch hören sollte - denn eigentlich ist es ein einziger Song. Wer nicht auf das CD Display schaut, der wird Anfang und Ende eines Stückes kaum identifizieren können. Und erst dann merkt man doch wieder, dass auch auf diesem PT Album noch immer ein akkustisches Erlebnis hinter jedem Takt lauert.

Das Besondere an PT ist für mich immer gewesen, dass ihre Musik neugierig bis zur Suchtgrenze macht. Kein Song hört auf wie er beginnt, Tempo-, Sound-, Lautstärkewechsel und Gesangsarrangement halten das Ohr gefesselt in dem Wunsch, es möge nie aufhören und dann stellt man plötzlich fest, dass man tatsächlich für kurze Zeit die Welt um sich vergessen hat. Auch dieses Album hat mich solchermassen letztlich wieder gebannt und lässt die 50 Minuten Spielzeit vergehen wie im Fluge. Bezeichnend ist die letzte laute Snaredrum am Ende. Man zuckt zusammen und ist zurück auf Erde. Daher doch 5 Punkte, auch wenn ich nach dem ersten Anspielen wie auch meine Vorredner skeptisch war.

Nein, ein musikalisches Wunderwerk wie "In Absentia" ist es nicht, aber verdammt gute Unterhaltung auf höchstem Niveau. Thank You, Mr Wilson !
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwieriger Klassiker, 16. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Ich habe das Album seit seinem Erscheinungstag und habe mir bewusst lange Zeit gelassen, um eine Bewertung zu schreiben. Warum? Weil es verschiedene Phasen bei mir durchlief (was an sich ja schon ein Qualitätsmerkmal ist). Von anfänglicher totaler Begeisterung über leichte Ernüchterung und zeitweise Nichtachtung bis hin zu tiefer Verehrung für ein vielschichtiges, mutiges, sperriges und vor allem mit fantastischen Songs ausgestattetes Meisterwerk.

In der weiß Gott langen Liste an Bandklassikern stellt "Fear of a Blank Planet" heute für mich den Höhepunkt im Schaffen von PT dar, der übrigens in der DVD-A Version in 5.1 DTS noch einmal gewaltig wächst. Ich kann verstehen, wenn einige Rezensenten das Album nicht mögen, allerdings ist es ein Widerspruch in sich, wenn man einer Band wie Porcupine Tree vorwirft, nicht mehr wie früher zu klingen, da genau dieser progressive Anspruch ein wesentliches Merkmal der Band ist. Wer die alten Songs will, soll die alten Alben hören! Für alle anderen ist "Fear of a Blank Planet" eine absolute Wundertüte an Innovation und Klasse.

Das Songwriting ist komplex aber jederzeit songdienlich und von einer Qualität, für die sich 99,9 % aller sogenannten "Prog-Bands" den Arm abhacken würden. Es reicht von balladesk (göttlich hier "Sentimental"), bis ultra-heavy (z.B. im Mittelteil des 18 Minuten Epos "Anesthetize"). Die Grundstimmung ist durchgehend sehr düster, was vor allem am Textkonzept liegt, das sich mit dem Leben von Jugendlichen in unserer heutigen Gesellschaft auseinander setzt.

Meine Anspieltipps sind das von vielen Rezensenten schon erwähnte "Anesthetize", das Groovemonster "Sleep Together" und "Sentimental". Ausfälle oder nur Qualiätsabfälle gibt es keine, das Album ist total homogen, der Sound ist wie immer Weltklasse und es lohnt sich es am Stück durchzuhören. Anhänger von Bands wie Tool, NIN, King Crimson, Radiohead, etc. können hier blind zuschlagen.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Werk!, 22. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Wie soll ich jemandem, der noch nix von PORCUPINE TREE gehört hat, diese Musik beschreiben? Natürlich gehört PT musikalisch in die Rock-Sparte, und die Länge der Titel lässt zu Recht auf die progressive Rock-Schiene schließen. Ja. Aber dann sind da noch diese Ausflüge in den Metal-Bereich; manche Passagen (s. ANESTHETIZE) sind so hart und aggressiv, dass es fast weh tut.

Aber es ist nicht nur Metal. Da sind auch diese schönen Melodien, der Pop, die mehrstimmigen Gesangssätze, die Gänsehaut verursachen. Aber es ist auch kein Pop; dafür ist manches wieder zu schräg, zu ungewohnt (s. SLEEPING TOGETHER). Und dann immer wieder Ausflüge in den Ambient-Bereich, irre Klanglandschaften. Manches erinnert an Pink-Floyd. Hier taucht eine Hammond-Orgel auf, dort sägen beatleske Streicher über einem brachialen Gitarrenriff.

Ach ja, ein Streichorchester ist auch da und dort beteiligt. Dann wieder ein Metal-Gewitter. Als nächstes zerbrechliche Piano-Klänge. Und immer wieder diese Melodien, die sich dem Ohr zunächst verweigern und sich erst nach dem dritten, vierten Hören unwiderstehlich einschmeicheln und den Kopf nicht mehr verlassen wollen.

Das ganze Werk ist sehr gefühlvoll (obwohl es gerade Gefühllosigkeit thematisiert). Und was es besonders auszeichnet ist, dass es etwas Ganzes, in sich Geschlossenes ist. Die vielseitigen musikalischen Mittel fügen sich perfekt zusammen. Die Musik ist da sensibel, wo sie es sein soll, und die wütende Härte wird nur da eingesetzt, wo sie dem Gesamtkonzept dient. Anders als beim DEADWING-Album, wo laute und leise Passagen mehr dem Selbstzweck dienten.

Dieses Album entzieht sich jeder Schublade. Es ist melancholisch und verweigert ein abschließendes Aufatmen, ein Happy-End, eine Hoffnung. Aber das ist künstlerisch erlaubt. In dieser Form ist es perfekt. Nach 50 Minuten ist es rund; weiteres musikalisches Füllmaterial ist nicht erforderlich.

Ich habe lange überlegt, ob es neben dem Magnum Opus IN ABSENTIA bestehen kann; anders als dessen Folgealbum DEADWING muss ich sagen: JA, es kann! Und es ist sogar besser! - PORCUPINE TREE haben nach allen Spielereien und Experimenten endlich ihren Ton und Stil gefunden. Beeindruckend!
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen düstere utopie oder bittere realität?, 13. April 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
nachtrag vom 25.04.2007:
okay, dieses ewige genörgle über die härteren gitarrenparts auf den neueren pt-alben ist ja nichts neues. vllt sollten sich die leute, die absolut nichts mit metal(l)haltigen riffs anfangen können, einmal klar machen, dass die band sich dazu entschieden hat, diese musikalische richtung einzuschlagen, bevor in unzähligen rezensionen steven wilson immer wieder ans herz gelegt wird, doch bitte auf alles harte in der musik zu verzichten. musik ist kunst - und über seine eigene kunst entscheidet nun immer noch der künstler selber. und wenn pt auf der stufe von "stupid dream" oder "in absentia" stehen geblieben wäre, wäre die band mittlerweile vllt tot. pt steht für veränderung und eigenständige musik auf hohem niveau - dafür liebe ich diese band. und was mir bei den letzten drei veröffentlichungen den größten kick gegeben hat, waren ohne zweifel die "knüppelharten metalelemente" - gerade die kombination aus zerbrechlicher melancholie und wilder aggression stellt für mich einen besonderen reiz dieser musik dar.
mir ist klar, dass die geschmäcker verschieden sind und bei weitem nicht jedem FoaBP gefällt. aber mich verärgert es dann doch, wenn persönliche meinungen im hinblick auf musikalische qualität oder kompositorische kreativität des albums als allgemeingültige paradigmen dargestellt werden (Jeder kann solche dinge nur subjektiv beurteilen, oder etwas nicht?). wem die musikalische marschrichtung von pt nicht gefällt, der soll sich doch bitte anderen bands zuwenden oder die alten pink floyd-platten aus dem schrank holen.
schließlich will und muss ich noch eine lanze für gavin harrison brechen, der hier als "mr. drumcomputer" oder "metronomhacker" verteufelt wird. wer ihm monotone, uninspirierte spielweise vorwirft, hat sich meiner meinung nach keine 30 sekunden mit seinem bisheringen lebenswerk beschäftigt. der mann ist vollblutschlagzeuger und -musiker durch und durch. davon kann man sich auf seiner homepage (www.drumset.demon.co.uk) mehr als genug überzeugen. mir ist jedenfalls angesichts der langen liste von studioaufnahmen, touren und sonstigen musikalischen projekten, in denen gavin involviert war und ist, die kinnlade runtergeklappt. technisch so versierte schlagzeuger mit einer vergleichbaren bandbreite an beherrschten stilistiken findet man selten - und im studio ist sowieso jeder schlagzeuger (ausgenommen vllt bei live-aufnahmen) ein "metronomhacker".

zum konzept des albums wurde hier ja bereits viel geschrieben. ich denke nicht, dass der größte teil der jugendlichen heutzutage tabletten gegen psychische störungen nimmt, so viele hardcore pornos gesehen hat, dass diese mittlerweile langweilig geworden sind, und zugedröhnt mit einer knarre durchs einkaufszentrum marschiert. für mich stellt dieser teil des konzepts eher eine düstere utopie in naher zukunft dar.
jedoch ist die hofnungslosigkeit aufgrund fehlernder perspektiven durchaus ein aktuelles problem in unserer gesellschaft. man denke nur an die vielen jugendlichen ohne schulabschluss, den mangel an lehrstellen, die teilweise rauhe und kalte atmosphere an schulen, außenseiter, die ausgegrenzt werden und keine freundschaften aufbauen können,... hier stimme ich herrn wilson voll und ganz zu, und ich sehe es auch als eine aufgabe der gesellschaft, diese dinge besser in den griff zu bekommen.
aber zurück zur musik. durch seine kompakte länge vermittelt das album eine ungeahnte komplexität, ich habe jedenfalls nicht das gefühl, dass irgendeine passage überflüssig oder überdehnt ausgefallen wäre. die musik vermittelt hoffnungslosigkeit in ihren verschiedenen ausprägungen: wut, aggression, depression, trauer, lethargie. das ganze album hindurch begleiten wir einen jugendlichen, der ohne perspektiven ein ziel- und sinnloses leben führt, sich diesem sachverhalt aber voll bewusst ist. die lyrics gehen eine perfekte symbiose mit der musikalischen aussage des albums ein.
der titeltrack stellt inhaltlich eine zusammenfassung des albums dar. zu anfang erklingt nur eine akustische gitarre. nach und nach steigen die anderen instrumente ein, bis das lied volle fahrt aufnimmt. ein gelungener, rockiger opener.
my ashes ist eine ruhige ballade, die mit gitarre, klavier und gesang beginnt und sich im verlauf des lieds langsam steigert. der jugendliche wird sich bewusst, dass er sein leben in den sand gesetzt hat und innerlich vereinsamt. im refrain kommen erinnerungen an glücklichere kindertage auf.
anesthetize bildet das herzstück von fear of a blank planet. das lied lässt sich in drei teile untergliedern. zu anfang ist das lied sehr sphärisch, das schlagzeug begleitet überwiegend auf den toms. dann nimmt das lied langsam fahrt auf, der rhythmus wird straight. es folgt ein längerer instrumentalteil, bis ein heftiges riff einsetzt und den zweiten teil des lieds einläutet, für mich einer der grandiosesten momente, die ich von porcupine tree kenne. besser kann man durch tabletten bedingte lethargie und aggression nicht in musik und text umsetzen. einerseits sieht man den jugendlichen zugedröhnt vor dem fernseher, zu tode gelangweilt, aber zu unmotiviert, um den sender zu wechseln. andererseits läuft der jugendliche mit einer pistole ziellos durch ein einkaufszentrum und kämpft mit sich, seinen aggressionen nicht zu erliegen. wütende riffs voller aggression brechen über den hörer hinein. nach der härtesten passage, die ich von pt kenne, erklingt nocheinmal der mächtige refrain, bevor das lied im letzten teil langsam und irgendwie tröstend ausklingt.
mit sentimental wird man nach diesem ritt der emotionen wieder sanft aufgefangen, ein ruhiger song, der thematisch die angst vor dem erwachsenwerden behandelt.
way out of here beginnt wieder sehr sphärisch, bevor schlagzeug und bass einsetzen und der emotionale refrain erklingt. es wird das bild eines sehr introviertierten menschen gezeichnet, der probleme hat mit anderen in kontakt zu treten, wahrscheinlich weil er von einer geliebten person einmal sehr verletzt wurde. es zeigen sich deutliche eskapistische tendenzen. gegen ende des liedes setzt ein heftiges riff ein, gavin harrison darf in ausgedehnter form seine künste am schlagzeug zeigen, bevor der song langsam ausklingt.
plötzlich setzt eine mächtige synthiewand ein und wir befinden uns bereits mitten im letzten lied "sleep together". es dominieren industrial- und synthieklänge. spätestens wenn bass und schlagzeug einsetzen, sollte man seine stereoanlage lauter gedreht haben, denn den treibende rhythmus kombiniert mit den teilweise fies-schiefen synthiestreichern gab es bei porcupine tree in dieser form noch nicht. im mittelteil dominiert eine ruhigere passage, die sich langsam zum großen finale auftürmt. der liebesakt wird hierbei mit der flucht aus dem eigenen verkorksten leben gleichgesetzt. es bleibt offen, ob die geschichte unseres jugendlichen mit suizid endet oder "let's leave forever" einfach nur den endgültigen ausbruch aus dem eigenen tristen alltag darstellt.

so intensiv gab es porcupine tree jedenfalls noch nicht zu hören!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gesellschaftskritisches, melancholisches Meisterwerk, 16. April 2007
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Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Ich war schon beim zweiten Durchlauf dieses von mir sehnsüchtig erwarteten neuen Outputs von Porcupine Tree vollkommen gefesselt. Besonders die Sektion mit den Zeilen ~Water so warm that day, I counted out the waves [...]~ in ~Anesthetize~ geht mir nichtmehr aus dem Kopf bzw. der Seele, einer von vielen Momenten unendlicher Schönheit.

Generell erahne ich, dass mit ~Fear of a Blank Planet~ schon allein lyrisch ein Meisterwerk das Licht der Welt erblickt hat. Gesellschaftskritisch und mit viel Nähe, Emotionen und auch ein wenig Abrechnungs-Charakter (so wirkt auf mich jedenfalls der Text zum Titelsong) geht Steven Wilson an die Problematik: Die regelrechte Verblödung durch Medienwahnsinn und der seelischen Entmutigung durch soziale Kälte, besonders bei Kindern und Teenagern in der heutigen Zeit. Ich kann mich mit vielen Zeilen sehr identifizieren (als 17-jähriger Schüler), ja es spricht mir beinahe aus der Seele, wobei man sagen muss, dass über dem gesamten Konzept gewiss ein etwas hyperbolisch-melancholischer Schleier liegt. Aber ich persönlich liebe ja sowieso diese Art von Lyrik und war schon immer begeistert von Steven Wilson's schon fast minimalistischem Schreib-Stil in dem soviel Tiefe und Intelligenz steckt.

Musikalisch wird der Weg von ~Deadwing~ weiter geführt, wobei diesmal deutlich hörbar ist wie sehr sich Gavin Harrison mit seinem stilistischen Schlagzeug-Spiel einbringen konnte, welches bekanntlich ja unheimlich vertrackt und Double Bass lastig ausfallen kann, was in schon fast - wenn auch nur kurzen - brachialen Metal-Ausbrüchen (für Porcupine Tree-Verhältnisse) auf dem Album gut hörbar ist.

Man kann sich jedoch - um jetzt mal nicht genauer in epischer Breite auf die Musik einzugehen, die man einfach nur selbst erleben muss - beim Kauf des Werkes auf hundert Prozent Porcupine Tree - und der damit verbundenen Genialität, Schönheit, Sensibiltät, Intelligenz, Dynamik, Spannung und Detailverliebtheit - freuen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wilson is king, 30. April 2007
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Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Auf der Suche nach neuer Musik bin ich in der Vergangenheit immer wieder über PT gestolpert, aber kurze Soundfiles wie z. B. auf amazon, noch dazu oft in kläglicher Qualität, haben mich nie überzeugen können. Erst nachdem mir ein Freund eine CD mit Material von Deadwing und In Absentia zugesteckt hatte ("Hab ich von meinem Sohn, hör da mal rein...") ist mir allmählich aufgegangen, mit was für einem musikalischen Kaliber ich es zu tun hatte. Jetzt weiß ich: Ein PT-Album braucht Zeit. Wilson macht keine Zugeständnisse an Hörgewohnheiten, obwohl paradoxerweise die einzelnen Zutaten mitunter vertraut klingen.
"Blank Planet" ist bei mir inzwischen vier- oder fünf Mal gelaufen, und jetzt "komme ich langsam rein", wie man so schön sagt. In Zeiten, wo man an jeder Ecke für 'nen Appel und 'n Ei Musik abgreifen, auf seinen iPod quetschen und bei Nichtgefallen in den digitalen Mülleimer werfen kann, ist das ein Luxus, den ich mir gerne gönne. PT ist eben das Gegenteil von "the sound of muzak".
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5.0 von 5 Sternen Düsterer als je zuvor, 13. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Erneut haben uns Steven Wilson und seine Mitstreiter ein Meisterwerk vorgelegt, das seinesgleichen sucht. Noch nie haben Porcupine Tree ein Album veröffentlicht, das in irgendeiner Weise Selbstkopie wäre oder bei dem nicht eine klare Weiterentwicklung zu erkennen wäre.

"Deadwing" haute bereits ordentlich in die harte Kerbe; kompromissloses Riffing war schon bei Stücken wie "Arriving Somewhere But Not Here", "Shallow" oder dem Titelsong erkennbar - auf vorliegender Scheibe jedoch wirkt dies noch extremer, noch härter und kompromissloser und vor allem noch nachvollziehbarer in den Albumkontext eingearbeitet.

Das mag auch daran liegen, dass die Band noch nie so düster und hoffnungslos klang wie anno 2007.

Davon allerdings konnte man sich bei der Tour im letzten Jahr bereits ein Bild von machen: Porcupine Tree spielten eine Stunde lang ausschließlich neues Material, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde (so jedenfalls in Hamburg geschehen, aber in anderen Städten war es offensichtlich nicht anders). Ein cleverer Schachzug von Mastermind Steven Wilson, wie ich denke, denn erstens ist es doch immer eine Ehre fürs Publikum, neue Stücke, die noch nicht auf CD gepresst wurden, zu Ohren zu kriegen und zweitens: Die Band hat noch nie etwas wirklich Schwaches veröffentlicht, wie also sollte man enttäuscht werden?

Zur Musik: Der Opener und Titelsong "Fear Of A Blank Planet" nahm mich schon bei besagtem Konzert im September total ein, die Gesangslinien sind unglaublich mitreißend und fordern auf, mitzusingen, wenngleich der Text, der repräsentativ für die Gleichgültig- und Perspektivlosigkeit der heutigen Jugend steht, alles andere als fröhlich stimmt. Wilson beweist einmal mehr, dass er den Nerv der Zeit trifft; in einer Epoche, wo man ständig von sinnlosen Besäufnissen und Drogenmissbrauch Minderjähriger hört und liest.

Ein großartiger Song, der Gänsehaut verleiht und den man unzählige Male hintereinander hören kann, ohne dass er irgendwie langweilig werden würde.

Das anschließende "My Ashes" ist dann etwas ruhiger und sehr melancholisch, besticht durch einfühlsame Streicher und einen herrlichen Refrain, wunderbar emotional vorgetragen von Wilson.

Das über 17 Minuten lange "Anesthetize" schließlich bietet alles, was man von Porcupine Tree erwartet: Es startet verhältnismäßig ruhig mit Glockenspielklängen und steigert sich von Minute zu Minute; psychedelische Keyboardsounds wechseln sich ab mit harten Gitarrenriffs, der Chorus ist erneut von allererster Güte, das Gitarrensolo von Alex Lifeson fügt sich glänzend ein und auch die Drumcomputer-mäßigen Sounds wirken nicht im mindesten deplatziert. Wirklich der absolute Hammer! - Bei Porcupine Tree kann man sich bei den langen Stücken tatsächlich jedesmal schon im Voraus freuen, weil man weiß, dass man sich auf eine Entdeckungsreise begeben wird. Da wird nicht ein Part an den anderen gereiht, sondern alles ist bestens durchdacht - und dennoch erlebt der Hörer immer wieder Überraschungen. So muss es sein!

Nach diesem grandiosen Mammutstück folgt das von sphärischen Pianosounds dominierte "Sentimental", das irgendwie ein typisches Porcupine-Tree-Stück ist, aber selbstverständlich trotzdem weit entfernt ist von Selbstkopie. Wahrscheinlich, weil Steven Wilson einfach immer wieder etwas neues einfällt; wie in diesem Fall zum Beispiel der interessant produzierte Schlagzeug-Sound zu Beginn. Und außerdem ist es immer wieder phänomenal, wie die Songs aufgebaut und arrangiert sind - so auch hier. Diese Logik, dieser Einfallsreichtum - man kommt mit den Superlativen einfach nicht hinterher!

"Way Out Of Here" klingt zu Beginn wieder verloren und sehnsüchtig. Herrlich sind die Gitarren, die Keyboards und - wieder einmal - der großartige Chorus. Das harte Riffing, das schließlich einsetzt, macht das Stück nur noch spannender und dramatischer - ein gutes Beispiel dafür, dass man sich im Songwriting im Gegensatz zu "Deadwing" noch einmal gesteigert hat. Für mich war "Deadwing" ein hervorragendes Album, keine Frage, aber gerade die harten Passagen sind auf "Fear Of A Blank Planet" einfach noch effektiver und gezielter eingesetzt worden.

Das abschließende "Sleep Together" ist dann ein völlig ungewöhnliches Stück: Wuchtige Drums, orientalisch angehauchte Streicher-Arrangements und Synthesizersounds - und trotz dieser ungewöhnlichen Zusammenstellung passt es irgendwie - Porcupine Tree eben!

Man muss dieses Album immer und immer wieder hören. Steven Wilson ist einfach ein Genie, alles was er anfasst, wird zu Gold. Es sei dahingestellt, ob die Scheibe besser ist als "In Absentia" oder "Stupid Dream", da sie eben völlig anders ist; großartig jedoch ist sie ohne Zweifel.

Das Jahr dürfte ein interessantes Jahr für den Progressive Rock/Metal sein, da nach Threshold und eben Porcupine Tree Dream Theater, Rush und (hoffentlich endlich mal) Symphony X und vielleicht sogar noch Opeth neue Alben herauszubringen planen, aber selbst für diese ebenfalls göttlichen Combos dürfte es schwer werden, vorliegendes Meisterwerk zu überbieten oder zumindest damit gleich zu ziehen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin schwer beeindruckt!!!, 15. April 2007
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Was hier geboten wird ist ganz ganz grosses Kino. Blind vorbestellt habe ich dieses Album aufgrund diverser Renzensionen, ja dieses Album kündigte schon vor Erscheinen seine Grösse an. Doch was mich beim Einlegen dieser CD erwartete klappte mir schier die Kinnlade runter (und sie ist immer noch unten). Ein WOW Effekt den ich schon lange nicht mehr hatte, was für ein Rockprogpopalbum der besonderen Sorte. Hier grüsst mal eben Pink Floyd zu ihren besten Zeiten und verschluckt die letzten Tool Outputs mal eben im Vorbeilaufen. Ein düsteres Konzeptalbum, über die heutige Jugend vertont in schönster Weise. Ich kannte PT nur von einem früheren Album und jetzt haben sie einen Fan mehr, danke Mr. Wilson für diese CD. Nun zur Musik, das ist Progrock wunderschön poppig gespielt, ja auch für die breite Masse und deswegen wird diese CD ganz weit oben in den Charts zu finden sein und das völlig zurecht. Die ganzen grossen Alternativerockbands ob das Incubus, Muse usw. sind, können mit dieser CD hier nicht mal im entferntesten mithalten. Ein Hurricane der unerwartet kam, absolut schön und zeitlos. In my ashes huldigt Mr. Wilson auch mal eben Led Zeppelin (no quarter) um dann mit anesthetize das beste Tool Stück ever zu spielen, welches aber nicht von Tool stammt. Was dort schon allein in 17,42 Minuten aus den Boxen kommt, ist die CD allein schon wert. Ich hoffe PT werden mit diesen Album ihren verdienten kommerziellen Erfolg einfahren, den andere schon seit Jahren teilweise unverdient inne haben. Wie schrieb doch Herr Rensen, besseren Progrock spielt zur Zeit niemand und auf plattentest.de stand es gibt keine perfekten Album, aber dieses ist ganz nah dran. Dem pflichte ich bei und betone noch mal ganz gross, jeder der auch nur ansatzweise sich für Gitarrenmusik begeistern kann, ob es Alternativerock, Punk, Emo oder Metal ist, der sollte sich dieses Album zulegen. Meiner Meinung nach ein ganz heißer Kandidat für das Album des Jahres 2007.
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Fear Of A Blank Planet
Fear Of A Blank Planet von Porcupine Tree
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