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am 7. Mai 2009
...und Du warst betrunken." Diese Äußerung von Juan Antonio(Javier Bardem) zeichnet ein ungefähres Bild von der geschiedenen Ehe zwischen ihm und Maria Elena(Penelope Cruz), aber dazu später.

Vicky(Rebecca Hall) und Cristina(Scarlett Johansson), zwei amerikanische Touristinnen, verbringen ihren Urlaub in Barcelona. Vicky steht kurz vor der Heirat mit Doug(Chris Messina), fühlt sich gebunden und sicher; Cristina will etwas erleben, ist flippig und nach allen Seiten offen. Als die beiden Frauen vom exzentrischen Maler Juan Antonio angesprochen werden, sind sie sprachlos. Juan Antonio will beide für ein Wochenende nach Oviedo einladen. Dort will er sie bewirten und lieben. Was für Cristina äußerst reizvoll erscheint, ist Vicky ein absoluter Graus. Aber plötzlich sind die drei dann doch unterwegs ins Wochenende. Vicky ahnt nichts Gutes, Cristina träumt von einer heißen Affäre und Juan Antonio erwartet eine "Menage trois" nach seinem Geschmack. In Oviedo kommt aber alles ganz anders. Daran ist vor allem Juan Antonios Ex-Frau Maria Elena Schuld. Aber lassen sie sich einfach überraschen, wie so ein "idiotisches Wochenende(O-Ton Vicky)" verlaufen kann...

Vicky Cristina Barcelona ist auf den ersten Blick nicht unbedingt als Woody Allen Film erkennbar. Natürlich ist der Plot ein wenig dialoglastig, aber das nicht übermäßig. Allen ist diese Geschichte äußerst locker und beschwingt angegangen, das merkt man dem Streifen wohltuend an. Egal, ob Cristina sich für die "Wahl der richtigen Unterhose" interessiert oder Maria Elena alle Konventionen sprengt. Dabei hat auch Allen erkannt, dass eine gute Geschichte immer einen Kreis beschreibt und kreative Intellektualität nicht allein ausreicht, um einen unterhaltenden Spielfilm für einen großen Zuschauerkreis zu produzieren. Es gibt wunderbar heikle Momente, tolle Aufnahmen und einen, über den gesamten Film, begleitenden Erzähler. Unterlegt werden die Bilder mit spanischer Gitarrenmusik, die so passend wie bezaubernd ist.

Was die Schauspieler angeht: Scarlett Johansson und Rebecca Hall spielen ihre Parts solide und sauber herunter. Javier Bardem verkörpert den Juan Antonio mit Herz und Schmerz, und Penelope Cruz ist, ohne wenn und aber, der Star in der Rolle der temperamentvollen, unberechenbaren Maria Elena. So ist Vicky Cristina Barcelona ein Woody Allen Film geworden, der auch für eine breite Fangemeinde höchst taugliche Unterhaltung bietet. Steigen sie einfach ein und fahren sie mit. Erst nach Barcelona, dann nach Oviedo und zum Schluss mitten in den Irrsinn hinein...
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am 26. Mai 2009
Die Freundinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) verbringen einen Sommer bei entfernten Verwandten in Barcelona. Vicky ist verlobt und steht kurz vor der Hochzeit. Cristina will die Zeit nutzen, um sich von einem weiteren kürzlich erst verflossenen Liebhaber abzulenken. Das Beziehungsverhalten beider könnte nicht unterschiedlicher sein: Vicky ist sehr rational denkend, während Cristina sehr leidenschaftlich das Abenteuer sucht. In einem Restaurant tritt plötzlich Juan Antonio (Javier Bardem) an den Tisch der beiden Damen und lädt sie ganz unverfroren zu einem Ausflug nach Oviedo ein, um die Stadt zu besichtigen, Kultur zu studieren und so ganz nebenbei auch ein bisschen Liebe zu machen. Nachdem der erste Schock ob des ungewöhnlichen Angebots überwunden ist, schließt sich auch die vernünftige Vicky etwas widerwillig dem Kurztrip an. Juan Antonio gibt fortan den beiden Damen nicht nur einen Crashkurs in Sachen Liebe, mit der zentralen Frage, ob denn nur die unerfüllte Liebe romantisch sein könne. Nein, etwas unfreiwillig bringt er ihnen auch seine durchgedrehte Ex-Frau Maria Elena (Penelope Cruz) erst verbal und dann in Persona mit ihrem ganz eigenen und unverwechselbaren Charakter näher.

Woody Allen wollte den Film hauptsächlich als Hommage an die Stadt Barcelona verstanden wissen, was ihm aufgrund der opulenten und warmen Bilder des städtischen Ambientes auch gelungen ist. Das Tempo des Films ist recht hoch, die Szenen sind wie auch schon bei "Scoop" perfekt getaktet und werden von einem stimmigen Soundtrack untermalt. Allen driftet nicht in Klischees ab, sondern baut absichtlich mit Hilfe der Klischees und ganz subtilem Humor geschickt eine teilweise ins Groteske abdriftende Komödie auf, mit derer die Grenzen der gegensätzlichen Habiten ausgelotet werden. So sind alle auftauchenden Spanier Künstler, die aus dem Bauch heraus leben und entscheiden. Die Amerikaner (im Allenschen Kontext sollte man wohl eher von New Yorkern sprechen) sind dagegen sehr auf Sicherheit bedacht, in gängigen konservativen Verhaltensweisen gefangen, materialistisch und sehr kopflastig. Alles, was mit einem Urlaubsflirt in der katalanischen Metropole träumerisch aus der sicheren Entfernung gemäßigter Klimazonen in Verbindung gebracht werden kann, wird von Allen absichtlich platt aufgetischt: Leckere Tapas, mundiger Rotwein, nächtliche Gitarrenmusik, Straßenfeste, das mediterrane Klima in einem warmen Ambiente einer Metropole am Mittelmeer und schließlich der Spanier, der die Frauen versteht und sich philosophisch in der Liebe auskennt. Allen schmeißt absichtlich seine Figuren in diese Sommernachtsfantasie herein und lässt sie mittels hintersinniger Dialoge in peinlichen Situationen über die üblichen Klischees stolpern. Da scheitert der erste Verführungsversuch schon mal an einer Magenverstimmung und beim flirtenden Füßeln an einem Vierertisch wird aus Versehen das falsche Bein erwischt. Er macht da in Barcelona weiter, wo er in London bei "Scoop" aufgehört hat. Schön zeichnet er die Veränderung aller Figuren und deren Einstellungen. Keine lässt er aus seinem Film so heraus wie sie am Anfang hereinkam. Er schafft so eine leicht beschwingte Komödie im alten Stil, die sehr kurzweilig und hintersinnig zum Schmunzeln anregt.
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am 13. Dezember 2010
Dass "Vicky Cristina Barcelona" einiges fürs Auge bietet, lässt sich kaum bestreiten. Schließlich spielt der Film in Barcelona und Oviedo, und schließlich sind es u.a. Penelope Cruz, Scarlett Johansson und Javier Bardem, die sich beim Beziehungs- und Liebesspiel in unterschiedlichen Konstellationen zeigen. Wer als Zuschauer darüber hinwegsehen kann, dass die Rahmengeschichte für die schönen Bilder und leidenschaftlichen Szenen eher einfallslos und klischeehaft daherkommt, ist mit "Vicky Cristina Barcelona" gut bedient. Denn in Bezug auf "Herz und Verstand" muss man schon einige Abstriche machen. Jedenfalls wirkt das heraufbeschworene Dilemma von Cristinas Freundin Vicky zwischen "folge ich meinem Herzen und gebe mich dem glutäugigen spanischen Maler hin" oder "folge ich meinem Verstand und heirate den soliden, aber langweiligen Amerikaner" auf mich reichlich aufgesetzt und ziemlich antiquiert. So was kann doch nicht wirklich jemanden interessieren oder berühren und witzig ist es schon lange nicht (mehr). Der (eher nervige) Erzähler im Hintergrund tut sein Übriges, um möglichst viel Distanz zum Geschehen zu schaffen und Spannung zu nehmen. Falls dahinter die "große Ironie" stecken sollte (schließlich ist es ein Film von Woody Allen), so hat sie sich zu gut verborgen.
Fazit: sehenswerte Schauspieler, sehenswerte Kulisse, aber inhaltlich nicht besonders originell.
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Komplizierte Beziehungsgeflechte, wunderschöne Bilder aus Barcelona,prima Musik und feurige Charaktere mit viel Sexappeal verleihen Vicky Cristina Barcelona den Woody-Allen-typischen Charme.Wunderschön gefilmte Locations, großartige Darsteller und ein hervorragendes Drehbuch inklusive starker Dialoge kann man ja vorraussetzen bei Altmeister Woody Allen. Und all dies bekommt man auch, eingebettet in eine sehr sinnliche Inszenierung, die in ihrer lockeren Verspieltheit ganz und gar zum mediteranen Set passt. Unter der heiteren Oberfläche lauert aber ein kaum zu übersehender Pessimismus, den Allen schon lange nicht mehr so melancholisch eingeflochten hatte, sodass der Film nicht völlig dem milden Stil der letzten Jahre zugehörig ist. Vom Zynismus alter Tage ist allerdings auch nichts mehr zu spüren, an diese Stelle ist eine tiefe Traurigkeit getreten - mit Altherrenromantik hat das aber nicht viel zu tun. Vielmehr spricht aus dem Film eine tiefe Sehnsucht nach leidenschaftlicher Liebe und die Unmöglichkeit an diesem Idealbild festzuhalten.

Fazit: Sex ohne Liebe ist ein hohles Erlebnis - aber von den hohlen Erlebnissen ist es eines der Schönsten. Ein Zitat vom Altmeister des Kinos - Woody Allen.
Absolut Empfehlenswert!!!
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am 13. Juni 2016
Positiv an diesem Film sind die schönen Bilder aus Barcelona. Das kann dem Tourismus helfen. Der ganze Plott ist eine Altherrenphantasie: 3 scharfe Schnitten verfallen einem feurigen Spanier. Naja, Freixenet kommt auch aus Katalonien und hat bei seiner Werbung auch die gleiche penetrante Flamenco-Guitarrenmusik. Die eine Protagonistin forscht über katalanische Kultur, aber die kommt wirklich nicht vor. Penelope Cruz ist großartig, wenn sie mit Bardem auf Spanisch flucht. Alle drei Frauen sind wunderschön und sexy. Die Story ist konstuiert, wie ein schlechter Tatort und weitgehend humorfrei. Bei der Synchronisation nervt auch der Pseudo-Türkenakzent von Bardem. Fazit: Für die Tonne.
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am 15. September 2010
Die Freundinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson), US-Amerikanerinnen, reisen nach Barcelona, um dort den Sommer zu verbringen. Während Vicky, die demnächst heiratet, den Aufenthalt auch für Ihr Studium Katalanische Geschichte nutzen will, befindet sich Cristina in einer Schaffenskrise und will daher eher das Leben und die Liebe "studieren". In Barcelona lernen sie den Maler Juan Antonio (Javier Bardem) kennen, der sich kürzlich von seiner Frau Maria Elena (Penelope Cruz) getrennt hat, weil die ihn, trotzt der angeblich leibhaftig existierenden Großen Liebe, mehr oder weniger umbringen wollte. Er lädt die beiden Touristinnen zu einem Wochenende nach Oviedo ein und die Dinge nehmen ihren Lauf.

Die Handlung thematisiert viele Fragen zur Liebe. Z. B., ob nur unerfüllte Liebe romantisch ist, ob Liebe nur wirklich ist, wenn sie auch leidenschaftlich ist und auch Leid bringt, wie viel Offenheit und Vertrauen Freiheit und Verletzung bringen oder wann und warum man sich für eine Beziehung entscheiden soll. Diese und verwandte Themen werden vor einer beeindruckend inszenierten Kulisse Spaniens behandelt. Hierbei wird, trotz der romantischen Voraussetzungen, vielmehr der philosophische Aspekt ausgespielt und die Dialoge inspirieren mehr als die Szene. Es sei denn, für romantische Gefühle reichen drei hübsche Frauen, ein mit spanischem Akzent sprechender, interessanter Mann, viel Wein und das Lebensgefühl Spaniens. Denn letztlich wird eine Frage zumindest beantwortet: Die unerfüllte Liebe bleibt doch eher traurig und später ernüchternd, als das sie mehr als kurze romantische Momente liefert.

Bemerkenswert ist, dass die Rollen-Charaktere nach der Auseinandersetzung mit ihren Gedanken und Gefühlen regelmäßig mit tiefer Erkenntnis Ihre Gefühle artikulieren können bzw. diese zum Ausdruck bringen. Dies oft so, dass man denkt, jetzt kommt noch was, irgendeine Wendung, ein anderer Hintergrund, eine Überraschung, weil, es kann doch nicht so einfach sein. Und das macht den Film sogar lehrreich, denn er zeigt auf, dass das Gefühl in der Frage der Liebe doch manchmal recht einfach und klar sein kann, aber das Leben damit und das Verhalten danach der schwierige Teil ist, denn - auch das wird gut veranschaulicht - es sind letztlich Gefühle und keine in Stein gemeißelten Gesetze und somit ist eine Flüchtigkeit und Vergänglichkeit als Feind der Klarheit immer zugegen.

Hinsichtlich der schauspielerischen Darbietungen gibt es sicher nichts zu bemängeln, denn gerade die drei Hauptdarsteller Bardem, Johansson und Cruz dürften prädestiniert für solche Parts sein. Nicht nur deswegen ist meines Erachtens Rebecca Hall die positiv auffälligste, weil sie die emotionale Rolle aus einer realistischen Haltung heraus entwickeln muss, was ihr lebensnah gelingt.

Für diesen Film muss man sicher kein Woody-Allen-Fan sein. Er ist nicht zu abstrakt, nicht zu künstlerisch oder intellektuell, sondern nah an den Menschen, die mehr über das Leben und die Liebe erfahren haben oder wollen. Und die sich den Dingen öffnen, auch wenn das Ende keine Offenbarung oder Erleuchtung bringt, sondern mehr ein sachliches Verständnis und auch einen kalten Schubs in die Realität.
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am 19. Juli 2009
Woody Allen auf gewohntem Terrain, Dreiecksgeschichten sind schliesslich seine Lieblingsstorys, die er wíe kein Anderer beherscht. "Vicky Cristina Barcelona" kommt leider nicht endgültig in Fahrt. Allens berühmter Wortwitz fällt hier sehr moderat aus auch alles was seine Filme sonst so liebenswert macht, ist hier nur in Ansätzen zu sehen.
Sehr Schade weil die sehr guten Schauspieler mit aller Freude bei der Arbeit sind.
Dennoch ist "Vicky Cristina Barcelony" durchaus sehenswert, die perfekt arrangierte Musik träge die etwas Ziellose Story fast schon alleine.

So reicht es für immerhin fast 4 Sterne.
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am 25. Juni 2009
Der Film ist wirklich gelungen. Wunderschöne Bilder aus Spanien. Tolle Schauspieler und Woody Allen-typisch keine 08/15 Liebesgeschichte.

Das Bild der Blu-ray ist einwandfrei. Akustisch hat die Scheibe allerdings wenig zu bieten. Kaum Raumeffekte. Aber es handelt sich dabei ja auch nicht um einen Actionkracher.

Die größte Enttäuschung ist für mich allerdings das nicht vorhandene Bonusmaterial. Zumindest etwas Behind the Scenes und Infos zu den Drehorten wären schon schön gewesen. Woody Allen hält, laut einem Statement, jedoch nichts von Bonusmaterial.

Daher nur 4 von 5 Sterne.
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am 21. August 2014
Es lohnt sich sehr, die stark negative Filmkritik von Volker Blum hier bei Amazon zu lesen. Ich stimme ihm durchaus zu, aber.....

Ich finde, daß es Stimmungen gibt, zu denen man einen dahin plätschernden Film als Hintergrundgedudel gut brauchen kann, ab und zu mal einen Blick auf die Mimik der Schauspielerinnen wirft und sich ganz beiläufig fragt, was den Frauen wohl durch die Seele geht, wenn sie sich zu solchen Vieleck-Abenteuern hingezogen fühlen. Man bekommt hier keine Antworten, aber das ist auch gut so und ich schätze, ist beabsichtigt von Allen.

Wankelmut, Selbstzweifel und nur allzu menschliche Larmoyanz - die in diesem Film reichlich geboten werden - kann man sich auch mit Nachsicht anschauen. Wer vom Film/Leben erwartet, daß klare Konturen geboten werden, der wird sich vielleicht fragen lassen müssen, ob es ihm an Einfühlungsbereitschaft mangelt. Sich auf Gefühliges einfach mal mit dem verbundenen Risiko einlassen?

Wer aus dem Film die Frage mitnimmt, wie er mit es der mangelnden Entschlußfestigkeit mancher Frauen/Menschen hält, ob sie eben so sind wie dargestellt, der gewinnt zumindest in der persönlichen Beantwortung einen kleinen Gewinn an Einsicht durch diesen Film.

Geht es nicht immer wieder im Leben darum, wie mit Verführung umgegangen wird? Wer könnte da ernsthaft eine klare Line erwarten.

Der Film läßt einem Raum zu träumen und eigene Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Und natürlich: zu vergleichen. Er ist leicht, manchem vielleicht zu leicht. Heute kam er mir grade recht in seiner Unverbindlichkeit und gar nicht bemühten Art.

So ein paar Klischees. Na und? Die stecken wir doch locker weg.
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am 12. August 2014
Es ist ein Stimmungsfilm, der von seinen Dialogen und dem Lebensgefühl der Künstler lebt. Sowohl die Villa von Vickys Verwandter als auch das Künstlerhaus von Cristinas Lover lassen einen in Fantasien über ein alternatives Leben schwelgen, denn trotz aller persönlichen Schwierigkeiten der darstellenden Personen unterscheidet sich ein solches Dasein erheblich vom langweiligen Alltagstrott, den viele Menschen hierzulande ertragen.
Offene Liebe wird hier als etwas Selbstverständliches thematisiert ohne einen damit bekehren zu wollen, denn wie sagt Cristina so passend: "erlaubt ist, was gefällt" und so schläft sie mit Juan Antonio ebenso wie mit seiner früheren Geliebten und das aus einer spontanen Laune heraus ohne sich dabei als lesbisch oder bi-sexuell etikettieren zu lassen. Darüber ist Vickys prüder Verlobter äußerst schockiert, auch wenn ihm ihre inzwischen leidenschaftlichere Art (denn sie hat ohne sein Wissen auch mit Juan Antonio geschlafen) spürbar gefällt. Letzteres ist wohl der Zwiespalt, in dem sich viele Männer befinden, denn sie wünschen sich eine freizügige Frau fürs Bett, aber eine "anständige" Mutter für Ihre Kinder und besonders in den USA scheinen Ehemänner diese beiden Charaktere für sich nicht vereinen zu können, was Cristina wohl auch dazu bewogen hat, sich mit einem spanischen Maler einzulassen. Seine Lebensweise spricht sie an, denn sie ist ein Freigeist, der sich nicht durch "Amerikas puritanische und materialistische Art" einengen lässt. Durch Juan Antonio lernt sie Künstler kennen, die ihre eigene künstlerische Ader fördern, denn sie selbst schreibt Gedichte und fotografiert und gewinnt gerade durch die Ermutigungen von Maria Elena, Juan Antonios Ex-Geliebten, zunehmend an Selbstbewusstsein. Das Anschauen dieses Films ist eine wunderschöne und stimmungsvolle Sommerbeschäftigung und ein Muss für jeden künstlerischen Freigeist.
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