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5.0 von 5 Sternen Überraschend gut!
Ich hatte eher einen stumpfen Action-B-Movie, oder einen schwachen Horror- / Gorefilm erwartet und wurde sehr positiv überrascht!

Wer Platoon, Apokalypse Now, Full Metal Jacket usw. schon kennt, kann hier den Vietnamkrieg dennoch aus einer neuen Perspektive sehen. Geschildert wird erstmals der sinnlose und brutale Kampf in und um die von den...
Veröffentlicht am 29. Januar 2010 von N. I. Body

versus
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3.0 von 5 Sternen Sterben, wie es nicht einmal Ratten verdient haben
Tja, dies ist ein Uwe Boll Film. Einer der wohl meistgehassten Regisseure der Welt macht einen Film, der nicht auf einem Computerspiel basiert (ok, das kommt auch bei ihm manchmal vor) ? Er schreibt das Drehbuch selbst, produziert und führt Regie und möchte auch noch etwas aussagen mit dem Gesamtwerk? Geht das denn? Kann der das?

Also meiner Meinung...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2011 von Daniel Fischer


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sterben, wie es nicht einmal Ratten verdient haben, 15. Dezember 2011
Von 
Daniel Fischer "Spideragent" (Linz, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
Tja, dies ist ein Uwe Boll Film. Einer der wohl meistgehassten Regisseure der Welt macht einen Film, der nicht auf einem Computerspiel basiert (ok, das kommt auch bei ihm manchmal vor) ? Er schreibt das Drehbuch selbst, produziert und führt Regie und möchte auch noch etwas aussagen mit dem Gesamtwerk? Geht das denn? Kann der das?

Also meiner Meinung nach kann der das sehr wohl, man merkt beim Betrachten des Filmes nie, dass Herr Boll Regie geführt hat. Dies könnte man bei manchen Regisseuren auch wegen dem mangelnden Wiedererkennungswert bzw. fehlendem eigenen Stil als negativ auslegen, im Falle von Mister Boll ist dies aber auf jeden Fall ein Bonuspunkt. Natürlich könnte man auch sagen, dass Boll sowieso besser wäre würde er nur Storys verfilmen, die ihm auch am Herzen liegen, er geht aber lieber den einfachern Weg der Auftragsarbeit, indem er sämtliche Videospiele verfilmt und dabei meistens Trash abliefert, dafür bei den Dreharbeiten mächtig Spass hat. Hm, wer weiß schon genau (bzw. will es überhaupt wissen) wie Mister Boll wirklich tickt?

So genug über den Macher dieses Werkes, auf zur Filmbeschreibung. Tunnel Rats nimmt Bezug auf die Realität in den Zeiten des Vietnamkrieges und erzählt dabei die speziell auswegslose Situation der sogenannten Tunnel Rats. In einen feindlichen engen Schacht kriechen in dem es dunkel ist, die Luft stickig, überall Fallen lauern und der Gegner sich viel besser auskennt als man selber. Das ist die Ausgangsposition für den bunten Haufen amerikanischer Jungsoldaten, die bereits im Verlauf des Filmes an ihrem ersten Auftrag scheitern.

Sehr schön finde ich hier, dass Mister Boll darauf verzichtet hat, eine der beiden Seiten als gut und die andere als böse darzustellen. Auch wenn die Geschichte aus amerikanischer Sicht erzählt wird, gibt es auch Einblicke in die Gefühlswelt des "Feindes" und die Sympathien zu verteilen, ist für den Zuseher keine leichte Aufgabe. Zu wem helfe ich? Wer soll gewinnen? Abgesehen davon, dass man das Ende dieses Krieges ja bereits kennt, kommt hier die zweite Message des Filmes sehr gut herüber. Gewinnen wird hier niemand, im Krieg gibt es nur Verlierer.

Die Actionszenen wirken wie in einem grimmigen 80er Jahre Actionfilm, passen daher perfekt in die schmutzige Grundstimmung des Filmes. Die Schauspieler sind allesamt unbekannt bis auf den ebenfalls in den 80er Jahren erfolgreichen Actionhelden Michael Pare (der schon in mehreren Boll Filmen dabei war). Keiner der Darsteller fällt negativ auf und es scheint wirklich so, als würde jeder sein Bestes geben (auch untypisch für Boll's frühere Werke). Als Antikriegsfilm funktioniert Tunnel Rats also ganz gut, mit Werken wie Apocalypse Now oder Platoon braucht man ihn aber nicht vergleichen, aber welcher Film dieses Genres würde so einem Vergleich schon wirklich standhalten?

Eine weiterer Stärke des Filmes sind die zahlreichen Tunnelszenen. Eindeutig nichts für Menschen mit Klaustrophobie, überträgt sich die drückende Stimmung auf engstem Raum schnell auf den Zuseher. Dabei erleuchtet nur das Licht der Taschenlampen das Geschehen, gerade aber durch die schlechtere Sicht wird zusätzlich Spannung erzeugt.

Eine Szene bleibt hier besonders im Gedächtnis, als ein Soldat nach gewonnenem Kampf, vor und hinter sich im Tunnel zwei Leichen liegen hat. Es folgt eine minutenlange Szene, in der sich der Soldat mit seinem Messer durch einen der Körper durchschneidet, damit weiterkommt und nicht steckenbleibt. Die Musik brodelt dabei unruhig im Hintergrund, während man zwar nicht viel sieht, aber die Geräusche des schneidenden Messers und das verzweifelte Schnaufen des Soldaten noch länger in Erinnerung bleiben.

Insgesamt also sicherlich einer der besten Boll Filme, der den Zuseher zwar mit keinem guten Gefühl entlässt (soll er auch nicht), doch auch nicht das Gefühl vermittelt, seine Zeit sinnlos vertan zu haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut!, 29. Januar 2010
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
Ich hatte eher einen stumpfen Action-B-Movie, oder einen schwachen Horror- / Gorefilm erwartet und wurde sehr positiv überrascht!

Wer Platoon, Apokalypse Now, Full Metal Jacket usw. schon kennt, kann hier den Vietnamkrieg dennoch aus einer neuen Perspektive sehen. Geschildert wird erstmals der sinnlose und brutale Kampf in und um die von den Nordvietnamesen angelegten Tunnel im Dschungel. Weder die Story noch die Art der Darbietung muss sich vor den zuvor genannten Werken verstecken. Uwe Boll hat hier seine Arbeit sehr gut gemacht. Man kann sich in die gezeigten Umstände, insbesondere in die beengenden, finsteren Verhälnisse in den Tunneln, tatsächlich hineinversetzen. Auch sind - und das ist ein großer Pluspunkt - die Grenzen zwischen Gut und Böse nicht eindeutig definiert, die Story wird zum Teil aus der Perspektive der Gegenseite gezeigt. Es geht für alle Beteiligten nicht um Ideologie, sondern im Endeffekt nur ums nackte Überleben. Die weitgehend unbekannten, aber sehr ambitionierten, Schauspieler durften Ihre Texte künstlerisch frei gestalten und das hat dem Film sichtlich gut getan. Die Schilderung von Kampf und Sterben wirkt (wider Erwarten!) weder zu actionlastig noch billig oder nur um der Effekte willen.

Bild und Ton sind mehr als OK, die (ungeschnittenen) Bluteffekte sind sogar exzellent gemacht! Wer - so wie ich - ein Fan von Vietnam-Antikriegsfilmen ist, wird mit dieser DVD seine Freude haben und kann seine Sammlung um einen guten Film erweitern.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überdurchschnittlich guter Boll-Film, 13. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
1968 Tunnel Rats ist das neuste Machwerk von dem umstrittenen Regisseur Dr. Uwe Boll, der allem voran mit Verfilmungen von Videospielen von sich reden machte. Diesmal basiert der Film nicht auf einem Spiel, sondern auf wahren Begebenheiten des Vietnamkriegs. Hiermit begiebt sich Boll auf Neuland, da er einen (Anti-)Kriegsfilm noch nie zuvor drehte. Und ich muss sagen: Er hat nicht enttäuscht.

Der Einstieg in den Film ist stimmungsvoll, angenehme Musik und schöne Kamerafahrten wechseln sich ab, die Charaktere werden in den ersten 30 Minuten vorgestellt - dann geht es ab in die Tunnels und das Grauen beginnt, der Spannungsbogen steigt an. Soldaten werden getötet, Tunnel gesprengt, Fallen entschärft und bis aufs Blut gekämpft.

Natürlich kann man Boll - wie fast immer - wieder Vorwürfe machen: Die Charaktere sind eindimensional, die Dialoge oberflächlich. Aber der FIlm ist packend inszeniert und weiß an diversen Stellen zu überzeugen.

1.) Die Filmmusik von Jessica De Rooij ist wie immer grandios komponiert.
2.) Die Goreeffekte von dem Meister seines Faches Olaf Ittenbach sind einwandfrei.
3.) Das Set (der Film wurde in Afrika gedreht) ist realistisch.
4.) Beide Seiten (Vietkong und US-Marines) werden dem Zuschauer gezeigt; die Vietnamesen werden nicht als "die Bösen" dargestellt.
5.) Die schauspielerische Leistung mancher junger Akteure kann überzeugen.

Zudem ist das Bonusmaterial - insbesondere natürlich Uwe Bolls berüchtigter Directors-Kommentar - gelungen.

Ich kann diesem Film guten Gewissens 4 von 5 Sterne geben und verweise darauf, dass er in der Fachpresse sicher deutlich besser bewertet worden wäre, wenn er nicht von Uwe Boll stammen würde. Denn man hat mittlerweile das Gefühl, dass Boll-Filme IMMER runtergemacht werden - ob sie nun gut sind oder nicht.

4/5 Sternen für einen gelungenen Vietnamfilm!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unterirdisch - in mehrfacher Hinsicht, 22. Juli 2012
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats [DVD] (DVD)
Nach meiner Reise durch die Sozialistische Republik Vietnam im Juni 2012 habe ich mir zunächst den 1987 in Paris uraufgeführten Film "Hanoi Hilton" angeschaut. In timediver®'s Rezension kam ich zu dem Ergebnis, dass das dieser aus der Golan-Globus-Produktion stammende Streifen ein reflexionsloses Heldenpathos, typisch us-amerikanischer Machart ist....

....daher versprach ich mir mehr umso mehr von der deutsch-kanadischen Coproduktion aus dem Jahre 2008. Da timediver® auch die Tunnel von Cu Chi besucht hat, ließ ich mich nicht vom Ruf Uwe Bolls, wonach er einer der schlechtesten Regisseure der Gegenwart sei, abschrecken. Auch seine Nominierungen für die "Goldene Himbeere", die er schließlich im Jahre 2009 als "Schlechtester Regisseur" u. a. auch für "1968 Tunnel Rats" erhalten hat, konnte mich nicht davon abhalten, mir den Film anzusehen.....

....der nach einer kurzen Tunnelszene mit der Aufnahme eines über Dschungel und Fluss fliegenden Hubschraubers, begleitet von Zager & Evans' 1969er Welthit "In The Year 2525 (Exordium & Terminus)", beginnt. Ein Anachronismus, weil die Filmhandlung laut Titel ein Jahr zuvor spielt. Nachdem die letzten Takte des futuristische Folkrock-Songs verklungen sind, werden eine Schlange und zwei Vietcong sowie der tödliche Irrtum eines GI gezeigt, der sich alleine im Tunnel wähnte....

...die nächste Szene des Vorspanns zeigt, wie der getötete Soldat mit einem Hubschrauber abtransportiert wird, während gerade neue Wehrpflichtige, die alle von wenig bekannten, jungen Schauspielern verkörpert werden, im Camp eintreffen. Prominentester Darsteller ist Michal Paré, in den 1980er Jahren durch "Das Philadelphia Experiment" und die Musikfilme "Straßen in Flammen" und "Eddie and the Cruisers [VHS]" sowie "Eddie lebt [VHS]". Ein weiterer Fauxpas ist seine Vorstellung als Lieutenant Vic Hollowborn. Nicht nur dass dieser Rang für einen 53jährigen recht unwahrscheinlich ist, im Nachspann des Films wird Paré durchaus realistisch als Sergeant ausgewiesen.

Nach mehreren Szenen im Camp mit schlechtem Essen, banalen Konversationen, Zocken, dem Lynchen eines Vietnamesen, einem Boxcamp und Feldpritschen kommt auch schon der erste Tunneleinsatz der unbedarften Neulinge. Danach beginnt in den Tunneln und an der Oberfläche ein sinnloses gegenseitiges Abschlachten, das sich Schlag auf Schlag bis zum Ende des Films fortsetzt. Einzig zwei Szenen hinterlassen einen besonderen Eindruck. Als ein GI meldet, dass der Tunnel verlassen sei, die Kamera dann jedoch eine Etage tiefer in einen Kommandoraum des Vietcong schwenkt und der gemeinsame Tunneltod eines Amerikaners und einer Vietnamesin, die beide verschüttet wurden und zusammen ersticken müssen.

Dem Umstand, dass für die Tunnelspezialeinheit nur kleinwüchsige Soldaten, vornehmlich Asiaten in Frage kamen, trugen Boll und sein Filmstab bei der Auswahl ihrer Akteure keinerlei Rechnung. Auch deren schauspielerische Leistungen sind eher Fehlanzeige. Für den Boxkampf zwischen Private Dean Garraty und Vic Hollowborn diente wohl eine Episode aus Bolls realem Leben. Der im Faustkampf erfahrene Regisseur hatte im Spätsommer 2006 seine fünf größten Kritiker nach Vancouver zu Boxkämpfen eingeladen, die er alle gewinnen konnte.

Der äußerst beklemmende Film, der reißerisch in eine finale Gewaltorgie ausartet, ist in mehrfacher Hinsicht unterirdisch und muss aufgrund seiner wenigen positiven Momente und Aspekte mit nur einem Amazonstern bewertet werden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kann positive Bewertungen nicht teilen..., 7. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
....der Film erinnert an alte Actionfilme aus den 90ern und wirkt billig zusammen geschustert ! Die Darsteller sterben wie die Fliegen und die Handlung ist ohne jede Logik und Spannung. Da wird ein riesiges Basislager anscheinend mitten im Urwald aufgeschlagen ohne irgendwelche Befestigungen und Sicherung ?!?!?!?! Die Vietcongs können vom Wald direkt ins Lager "hüpfen" und schiessen auch gleich wild um sich....auch die Effekte sind unterste Schublade....ich kann positive Wertungen über diesen Film echt nicht verstehen gebe allerdings trotzdem zwei Sterne weil es halt noch miesere Filme gibt. Fazit: Nur für Hardcore-Vietnam-Fans zu empfehlen...und das auch nur bedingt !
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beklemmend, 26. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
Dieser Film zeigt wieder einmal den schonungslosen Krieg in Vietnam.
Uwe Boll schafft es mit teilweise minimalistischen Bildern (in den Tunneln)
eine beklemmende Wirkung zu erzielen.

Besonders das Spiel mit dem Geschehen an der Oberfläche (Angriff der Vietcong)
und den gleichzeitigen Geschehnissen im Tunnelsystem darunter........

Dabei kommt aber auch nicht zukurz, dass auf beiden Seiten Menschen gekämpft haben. Der Vietcong
ist nicht das übliche "Kanonenfutter" und der fiese Feind, sondern hat seine Gründe.....

Wer sich mit dem Thema "Tunnel Ratten" im Vietnamkrieg beschäftigt, der kommt an diesem
Film nicht dran vorbei.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spätestens jetzt sollten die Boll-Feinde schweigen..., 20. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
Dr. Uwe Boll gelingt hier ein wirklich spannender und intensiver Vietnam-Kriegsfilm, der bei weitem gut genug ist, um sich von dem riesigen Haufen Schrott dieses Genres deutlich abzuheben: GIs buddeln und robben sich durch unterirdische Tunnel-Labyrinthe des Vietcong; und vom Jäger zum Gejagten geworden beginnt für sie alsbald ein blutiger Kampf auf Leben und Tod.
Für eine FSK 16 erstaunlich blutig und brutal, die britische DVD ist immerhin BBFC 18, die holländische Ausgabe hat eine Niederländische 16.
Nur kurz war der Film jedoch in Gefahr, unglaubwürdig und qualitativ fragwürdig zu werden, als Boll eine Vietcongkämpferin mit gezupften Augenbrauen (wunderlich, in einem lehmigen Rattenloch unter der Erde...) ins Spiel brachte, die auch noch mit ihren beiden Kindern dort ihr "Wohnzimmer" hatte. ;O)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen guter Film aber schlampige Recherche von Herrn Boll, 5. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
Ich finde diesen Film wirklich gut gemacht und sehr bedrückend in den Sequenzen welche im Tunnelsystem spielen. Herausragend gemacht und wirklich Klasse Arbeit. Speziell die Asiatischen Schauspieler verdienen ein Extra Lob, da Sie exellent Spielen und gut gecastet wurden. Die relativ unbekannten Schauspieler auf US Seite gehören sind angenehm unverbraucht und zeigen vor allem Glaubwürdig die Ängste der Soldaten auf. Dies ist auch mein erster Film von Herr Boll somit bin ich völlig neutral an diesen Film herangegangen .Was aber gar nicht geht und das hat mir ein wenig den Film versaut, ist die Tatsache wie schlampig die Recherche gelaufen ist in Sachen Ausrüstung, Equipment und teilweise der Handlung. Es gibt so viele Bilder, Bücher andere Filme die Zeigen wie man es richtig machen kann. Als kleines Beispiel wäre da die Verwendung des M16-A2 Sturmgewehrs. Was Bitte hat ein M-16 A2 Sturmgewehr welches erst 1986 Produziert wurde in diesem Fim verloren? Ebenso sind Teile des Koppelgestells aus viel späterer Zeit als dem Vietnamkrieg. Außerdem wie kann man Bitte Glaubwürdig ein Lager mitten im Djungel darstellen ohne jegliche Art von Verteidigungsstellung. Die haben die Zelte mitten im Djungel an den Bäumen aufgestellt. Warum nicht gleich ein Schlid für den Feind "Herzlich Willkommen". Das sind Dinge die in einer solchen Produktion nicht vorkommen dürften und einfache Schlamperei und Stümperei sind. Wenn ich eine Film Sehen will aus der Zeit des Vietnamkrieges dann sollten wenigstens solch einfache Dinge stimmen sonst geht der ganze Genuss am Film verloren. Einen Michael Paré auszubuddeln der seine einigermaßen Erfolgreiche Zeit lange Zeit hinter sich hat und dem man sein Alter trotz aufgepumpter Muskeln und anscheinender Schönheits OP ansieht zeugt wohl von der Klasse eines Regisseurs wie Herrn Boll. Ein abgehalfteter Altstar als Werbeträger dieses eigentlich guten Films der aber leider etliche logische Fehler hat und schlechte Recherche aufzeigt. Ich will den Film nicht schlecht Reden denn das hat er eigentlich nicht verdient aber wer ein wenig auf Details achtet und sich mit dieser Epoche gut auskennt und auf Realismus ein wenig mehr Wert legt als auf reine Hirnlose Ballerei, könnte leider enttäuscht sein von diesem Film.

Die Bildqualität ist sehr gut und die Effekte sind wirklich gut gemacht, ebenso wie die meisten Handlungen. Spannung und Beklemmung kommt auf jeden Fall auf bei diesem Film, speziell in den dunklen Passagen im Tunnelsystem. Volle Punktzahl für die Schauspieler und die Szenen "in" den Tunnelanlagen. Klassicher Knockout für die Wahl von Michael Paré und den Regisseur.

Daher leider nur 3 Sterne
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider Vietnamstreifen mit einem gewissen Etwas., 25. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
Also, Uwe Boll war mir ehrlich gesagt bis vor kurzem gar kein Begriff. Scheinbar ist er sowas wie der John Carpenter der 2000er Jahre - jedenfalls kann ich aus Tunnel Rats schließen, daß es Boll ebenfalls gelingt, mit wenig Budget und ohne namhafte Schauspieler passable bis gute Filme zu machen, die relativ stark polarisieren.

Vom Look her kann der Film absolut mit dem Gros der Produktionen mithalten. Von der Farbgebung erinntert er lustigerweise an die Computerspiele Crysis bzw. Call Of Duty 4 - etwas ausgewaschener grün-grau Look und befindet sich damit rein ästhetisch durchaus auf der Höhe der Zeit.

Daß der Film keine Story habe stimmt so nicht - schließlich bietet das Setting genug Spannung aus sich heraus: das Lager der amerikanischen Streitkräfte im Jungel, die Tunnel, die überall Ausgänge und Schiessscharten haben könnten, der unsichtbare Gegner, der sich im Terrain lautlos bewegen kann. Gerade dieser Aspekt wurde hier m.E. sogar besser rübergebracht als in Platoon.

Am Anfang des Filmes sehen wir einen Hubschrauber über einen sich durch Urwald schlängelnden Fluss fliegen - dazu epische, an Hans Zimmer feat. Lisa Gerrard erinnernde Musik. Dann harter Schnitt, und wir hören "In The Year 2525" und dann wieder Schnitt und wir sind zurück bei Zimmer. An diesem Punkt dachte ich: Oh Gott, wenn das schon so losgeht.

Aber das war auch der einzige logische bzw. geschmackliche Fehltritt des Films bzw. der Kontinuität. Nach den etwas zähen ersten 30 Minuten kommt der Film dann ganz gut in Fahrt, namentlich mit der ersten Begehung eines Tunnelsystems in der Nähe des Lagers. Erwartungsgemäß kommt es auch gleich zu Feindkontakt, der durchgehend in sehr expliziten Bildern, aber noch jenseits des bloßen Voyeurismus dargestellt wird.

Gerade die Einstellungen in den Tunneln, wo man die stickige, erdige Luft auf der Zunge zu schmecken meint, entfaltet der Film seine volle Wucht und punktet durch klaustrophobische Momente, die sogar die von Descent deutlich übertreffen. Während die Enge der Tunnel sogar für Beklemmungen ausreicht, ist die Tatsache, daß die Soldaten permanent von phantomartigen Vietcong verfolgt werden, ein amtlicher Thrill.

Stichwort: der Feind. Während "Charlie" in vielen Filmen als dämlich, grausam und oder schlichtes Kanonenfutter dargestellt wird, beschränkt sich die Darstellung - wie bei den US Soldaten - auf einige wenige Figuren, die dadurch aber umso intensiver wirken. Auch gelingt es Boll, relativ unprätentiös die Motivation der Vietnamesen darzustellen, die im Kontext daruch durchaus nachvollziehbar wird. Jeder, der sich etwas näher mit der Indochina Thematik befasst hat wird wissen, daß es im Grunde nicht per se gegen die Amerikaner ging, sondern "nur" das Land nach einer fast 100jährigen Fremdbestimmtheit endlich zu befreien. Ob die Wahl der Mittel nach beiderseitigen Verzweifelungsgrad angemessen war, sein einmal dahingestellt.

Wie immer kommt es zum amtlichen Showdon - sowohl auf der Oberfläche als auch im Tunnel - die Props, die Boll hier verheizt sind für eine LowBudget Produktion beachtlich und abgesehen von ein paar unfreiwillig komischen "Rumzappeln nach von Kugel getroffen worden sein" Einlagen durchaus überdurchschnittlich.

Durch das sehr ruhig gewählte Ende schließt Boll den Film auch eigenwillig und fernab vom Heldengedöns ab, daß er auch hier punktet.

Besonders interessant auch sein Ansatz, daß die Schauspieler keine Texte bekommen haben. Sie sollten auf Grundlage des Storyboards und des Treatments ihre Rollen und Charaktere eigenwillig entwerfen. Auch wenn hier teilweise Stereotype wiederzuerkennen waren - dieser Ansatz kam m.E. in den ruhigeren, emotionaleren Szenen sehr gut zur Geltung.

Insgesamt ein solider Film, der sich durch Setting und Approach noch einen vierten Stern dazuverdienthat.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen also....schlecht ist er nicht, 31. Mai 2009
Von 
Martin Schmidl (trossingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tunnel Rats - Abstieg in die Hölle [Special Edition] (DVD)
....ganz im gegenteil.

uwe boll`s "tunnel rats" ist ein solide gemachter anti kriegsfilm der einige szenen zu bieten hat welche länger im gedächtnis haften bleiben und die greul und den unsinn des krieges verdeutlichen.
boll`s frühere fehler werden bei diesem streifen weitgehend vermieden - er vermag spannung aufzubauen und kann sie auch halten - die abschnitte unter der erde im weit verzweigten tunnelsystem der vietnamesen rufen ein starkes gefühl der beklemmung hervor und sind realistisch in szene gesetzt.
positiv zu werten ist die tatsache das "tunnel rats" beide seiten - vietnamesen und amerikaner - auf gleichberechtigter ebene zeigt , für niemanden partei ergreift und die bilder ohne moralischen zeigefinger für sich selbst sprechen lässt . sehr löblich auch das nihilistisch gestaltete ende welches doch ein stück weit zu berühren vermag ohne jedoch kitschig zu wirken.

ein gelungener mix aus mainstream und independence kino den man sich guten gewissens anschauen kann .
in meinen augen ist uwe boll weit davon entfernt der schlechteste regisseur aller zeiten zu sein - obwohl es sich anscheinend mittlerweile zum sport entwickelt hat ihn als solchen zu bezeichnen.
der mann sagt einfach nur was er denkt - ist geraderaus und wirkt authentisch - und das mag ich.
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