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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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4,3 von 5 Sternen
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am 10. August 2004
Gespannt und mit anfänglicher Skepsis habe ich mir diese Charles Dickens Verfilmung angesehen, und ich muss sagen, dass dieser Film zu meinen Favourites geworden ist. Es stimmt hier einfach alles zusammen: Darsteller, Kostüme, Locations, Dialoge oder Musik (übrigens ganz toll von Rachel Portman). Manchmal wünscht man sich noch eine ausführlichere Darstellung einzelner Szenen, welche doch abrupt beendet werden, wahrscheinlich ist dies aber auf die Länge eines "normalen" Kinofilms zurückzuführen. Die schauspielerische Leistung der einzelnen Charaktere finde ich äußerst gelungen, besonders Hauptdarsteller Charlie Hunnam (bekannt durch die UK-Serie Queer as Folk) zeigt ein breites Spektrum seines Könnens. Alles in Allem ein toller und zeitloser Film, den man sich öfters anschauen kann.Einziger Schwachpunkt sind die fehlenden Extras, was im DVD-Zeitalter eigentlich nicht passieren dürfte.
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am 14. Juni 2004
Eine wirklich gute Verfilmung von Dickens' Roman. Natürlich kann man in 2 Stunden nicht die komplette Handlung eines 800-Seiten-Romans unterbringen, aber was hier herausgefiltert wurde, überzeugt. Die Handlung ist geradlinig erzählt, auch viele der Nebenstränge werden zumindest angerissen. Lediglich die Charakterisierung von Nicholas'Mutter kommt zu kurz. Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank vorzüglich. Schade, dass dieser Film im Kino auf so gut wie keine Resonanz stieß.
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Wer eine schwungvoll erzählte Geschichte sucht, die mit großen Gefühlen und dramatischen Verwicklungen aufwarten kann, der kann bedenkenlos zu dieser DVD greifen und sich von den Abenteuern des jungen Nicholas Nickleby unterhalten lassen. Dabei handelt es sich um eine gelungene Adaption des Klassikers von Charles Dickens, welche die wichtigsten Elemente der Buchvorlage aufgreift und besondere Akzente der Lebens- und Liebesgeschichte des Helden mit dem gerechtigkeitsliebenden Herzen betont.

Nicholas Nickleby hat noch die Worte seines geliebten Papas im Ohr, der ihm einst versprach, dass er eines Tages die Person finden würde, die sein Herz mit noch größerer Liebe füllen würde als die Zuneigung zwischen Kind und Vater begründet. Diese Hoffnung schenkt ihm nach dem plötzlichen Verlust des geliebten Familienoberhauptes Kraft. Von anderer Stelle erhalten er und seine Schwester und Mutter leider keinen Trost, denn sie werden mit den Schurkereien des kauzigen Onkels, Ralph Nickleby, konfrontiert, der seine Verwandten in tiefe Not stürzt, anstatt die gewünschte Hilfe zu leisten. Nicholas Nickleby wird als Hilfslehrer an eine schreckliche Jungenschule in Yorkshire geschickt, damit er dort am Leben verzweifeln und scheitern solle und seine hübsche Nichte Kate sucht er an seine Geschäftsfreunde zu verschachern. Der gerissene Schurke hat jedoch nicht mit dem Mut der Jugend gerechnet. Nicholas lehnt sich gegen die unmenschlichen Methoden des Schuldirektors Sqeers und seiner Frau auf und befreit den Knecht Smike von dem Joch der Sklaverei. Durch ein Engagement bei einer originellen Theatertruppe verdient Nicholas etwas Geld um sodann zur Rettung seiner Schwester nach London zu eilen und einen vollkommenen Bruch des reichen Herrn Nickleby mit seiner kleinen Familie herbeizuführen. Obwohl Onkel Ralph nach Kräften versucht den verhassten Neffen zu Fall zu bringen, erlangt der Idealist Nicholas das Vertrauen guter neuer Freunde und kann die Versorgung von Mutter und Schwester übernehmen. Als er jedoch endlich die Dame seines Herzens gefunden hat, muss er entsetzt feststellen, das gegen seine Liebste ein neues Komplott seines Onkels geschmiedet wurde. Wird es dem blonden Helden auch diesmal gelingen, den miesen Plan zu vereiteln?

Mit dem unbekannten Gesicht von Charlie Hunnam hat man die Rolle des jungen Helden, Nicholas Nickleby, gutbesetzt. Unfähig seine Gefühle zu verbergen und mit seiner aufdringlichen jugendlichen Schönheit, erregt er von Anfang an den tiefen Hass seines verbitterten Onkels. Ebenso blond und beinahe engelsgleich tritt Romola Garai ("Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit") als Kate Nickleby auf, welche den unerschütterlichen und zugleich sanften Charakter ihrer Figur ganz zauberhaft wiederzugeben versteht. Einen guten Kontrast gibt da die grausame Madame Sqeers ab, die von Juliet Stevenson ("Emma") dargestellt wird. Wie sie unbarmherzig den Jungs Schwefelpampe in den Mund schiebt oder triumphierend blickt, als sie den Ausreißer Smike zurück bringt, hat wirklich Klasse.
Wie immer hat Charles Dickens ein Geheimnis in seine Geschichte verpackt, die sich auf die Herkunft einer seiner Hauptfiguren bezieht. Diesmal ist es der arme Tropf Smike, der zunächst als kleiner Junge auf einem Dachboden fast zugrunde ging und dann auf eine berüchtigte Schule geschafft wurde, wo er viele Jahre als Knecht arbeiten musste, da das Schulgeld ausblieb. Nicholas wählt sich den armen und vernachlässigten Tropf zu einem treuen Freund und wie in der berühmten Buchvorlage wird das Geheimnis des armen Geschöpfes auch im Film schließlich gelüftet, auch wenn Smike dann leider schon nicht mehr unter den Lebenden weilt.
Ja, es ist schade, dass einige sehr originelle Figuren des Buches unberücksichtigt oder nicht in der Art dargestellt werden, wie es eigentlich der Fall sein sollte wie zum Beispiel Nicholas Mutter. Dafür hat man als Nicholas Verehrte eine ganz zauberhafte Wahl getroffen und die Schauspielerin Anne Hathaway als kleines Sahnehäubchen eine kleine, aber feine Nebenrolle gegeben, die sie ganz charmant ausfüllt.
Wer darüber hinaus gerne noch etwas mehr über die Abenteuer des Nicholas Nickleby erfahren möchte, findet unter dem Stichwort Nikolaus Nicklebydie etwa 1000seitige literarische Vorlage!
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am 11. September 2005
Dieser Film ist einfach wunderbar.
Nicholas Vater stirbt und er, seine Schwester und die Mutter sind auf sich allein gestellt. Nicholas erhält durch seinen bösen Onkel eine Anstellung in einem Internat welches eher einem Foltergefängnis gleicht. Nicholas rettet einen Jungen und flieht mit ihm, doch er bleibt nicht lange sicher.
Es ist die gute Art von Nicholas, die einem immer während des Filmes ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Die Bilder sind sehr schön und Jamie Bell (aus "Billy Elliot - I will dance) spielt einen verkrüppelt ebenfalls großartig.
Nur durch Zufall bin ich auf dieses Filmjuwel aufmerksam geworden und er zählt auf jeden Fall zu meinen 5 Lieblingsfilmen mittlerweile.
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am 1. Februar 2006
Diese Adaption des gleichnamigen Romans von Charles Dickens ist ein Juwel von einem Film. Darsteller, Ausstattung und die entzückend-liebliche Musik von Rachel Portman ziehen den Zuschauer in eine Welt, in die man immer wieder eintauchen möchte. An der Kinokasse leider gefloppt, findet der Film als DVD allmählich den Zuspruch, den er verdient.
Technisch gibt es an der Scheibe nicht viel auszusetzen. Das Bild ist sauber und scharf, der Ton dem Geschehen angemessen. Lediglich das Fehlen filmbezogener Extras bleibt unverständlich.
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am 17. Januar 2009
Es ist eine kongeniale Verfilmung eines Romans von Charles Dickens. Eine Spitzenbesetzung bis in kleine Nebenrollen liefert bestes englisches Kino. Mit viel Liebe zum Detail ' wobei eine Theaterbühne eine zentrale Stellung einnimmt und dem Film etwas Märchenhaftes verleiht ' und mit oskarwürdiger Musik unterlegt, wird einem die Mühe erspart, sich durch über vierhundert Seiten zu schmökern. Konsequent ist die Bildgestaltung meistens in schwarz gehalten und kreiert eine eindrucksvolle Stimmung. Fast alle skurrilen Archetypen von Dickens sind versammelt: der hinkende Krüppel, der einäugige Schurke, die dicken drolligen Zwillinge, der geldgierige Bösewicht und der sympathische Trinker. In dieser bösen Welt muss sich der Held, der blonde Charlie Hunnam behaupten. Es kommt zu Entführung, versuchter Zwangsverheiratung, Verleumdung und Liebesleid. Selbst für gelegentliche Komik ist Platz neben etwas Gesellschaftskritik bis zu einem echten Ende à la Dickens.
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am 17. März 2014
Die Handlung
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Als Mr. Nickleby stirbt, hinterlässt er neben seiner Ehefrau auch den 19-jährigen Nicholas Nickleby und dessen jüngere Schwester Kate. Das idyllisch gelegene Häuschen auf dem Lande muss aufgegeben werden, denn Nickleby hatte Zeit seines Lebens das Pech gehabt, durch ungeschickte Börsenspekulation Schulden angehäuft zu haben. Nach dem Tod des Vaters und Ehemanns sucht die Familie Nickleby ihr Glück in London, wo Ralph Nickleby, ein reicher Bruder des Verstorbenen, mit der Bitte um finanzielle Hilfe aufgesucht werden soll.

Im Gewühle der schmutzigen, lauten Großstadt angekommen, müssen die Nicklebys jedoch feststellen, dass sie nicht ganz so herzlich von Ralph Nickleby aufgenommen werden, wie sie es sich erhofft hatten. Trotzdem jedoch vermittelt er dem jungen Nicholas eine Lehrstelle in einem Jungeninternat in Yorkshire und Kate kommt als Näherin in einer Bekleidungsschneiderei unter. Vor allem Nicholas neuer Arbeitsplatz stellt sich schnell nicht nur als herbe Enttäuschung, sondern als gänzlich unzumutbare Umgebung dar.

Entsetzt muss der empfindsame junge Mann feststellen, dass "Dotheboys Hall" keine ehrbare Bildungsinstitution, sondern eine heruntergekommene Baracke ist und die Jungen von Schulmeister Squeers und dessen Ehefrau in einem fort schikaniert werden. Schmutzig und frierend sitzen die verängstigten Kinder in Squeers Unterrichtsstunden, werden bei kleinsten Vergehen verprügelt und das ihnen von ihren nichtsahnenden Eltern geschickte Taschengeld behält Mrs. Squeers gleich für sich ein. Besonders schlimm getroffen hat es Smike. Seit seine Verwandten, die er nie kennengelernt hat, vor einigen Jahren das Schulgeld nicht mehr bezahlen konnten wird der gehbehinderte und auch geistig etwas unterentwickelte Jugendliche von den Squeers als kostenlose Arbeitskraft benutzt und bekommt Mr. Squeers Jähzorn und Mrs. Squeers Boshaftigkeit immer als Erster zu spüren.

Während Nicholas in den ersten Tagen noch versucht über die Missstände hinwegzusehen, wächst in ihm die Wut über die schlimmen Zustände. Er freundet sich mit dem verschüchterten Smike an und erkennt schnell wie seelisch gebrochen dieser durch die Schikanen der Squeers schon ist. Der wiederum hat in Nicholas einen wahren Freund gefunden und fasst bald neuen Mut, um von Dothebys Hall wegzukommen. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch Smikes kommt es zwischen Nicholas und Mr. Squeers zum Eklat...

Der Film
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Die ländliche Idylle wird sehr gut dem Moloch der britischen Hauptstadt gegenübergestellt. Das Gewusel in Londons schmutzigen Gassen ist so gut dargestellt, dass man sich fast wie mittendrin fühlt. Auch Ralph Nicklebys Haus ist mit viel Liebe zum (morbiden) Detail eingerichtet und vermittelt so den kalten, verschlossenen Charakter seines Bewohners. Als Nicholas und Smike nach ihrer Zeit bei Squeers bei einer fahrenden Theatertruppe landen, hat die Kamera Gelegenheit in herrlich bunten, teils surrealen Bühnenbildern und fantasievollen Kostümen zu schwelgen. Insgesamt ist die Cinematographie sehr gelungen.

Was sofort auffällt ist die tolle Filmmusik mit Ohrwurmgarantie, komponiert von Rachel Portman, welche auch schon die wundervollen Soundtracks für die ebenfalls ganz wunderbaren Kinofilme Emma (1996) und Oliver Twist (2005) aufs Notenpapier zauberte. Spätestens diese Filmmusik von Rachel Portman hat mich davon überzeugt, dass sie neben ihrem Kollegen John Lunn (verantwortlich für den exquisiten Soundtrack in Downton Abbey - Staffel Eins [3 DVDs]) zum Besten zählt, was die Szene britischer Film und TV-Komponisten hergibt. Absolut bezaubernd!

In Charlie Hunnams darstellerische Fähigkeiten als Hauptperson Nicholas Nickleby hatte ich nach der Lektüre einiger anderer Rezensionen erstmal nicht allzuviel Vertrauen, aber die Sorgen waren glücklicherweise unbegründet. Hunnam spielt zwar nicht umwerfend gut, aber akzeptabel und unaufgeregt. Mehr als seine von vielen monierte sehr hellblonde Haarfarbe hat mich allerdings sein wirklich seltsamer amerikanisch-(nord)englischer Akzent gestört, an den ich mich auch mit Fortschreiten des Films einfach nicht gewöhnen konnte. Das stellt für mich auch den größten Schwachpunkt des Films dar und ist der Grund, warum es in der Bewertung letztendlich "nur" vier Sterne geworden sind. Vielleicht war ich auch einfach zu verwöhnt von James D'Arcys nahezu perfekter Darstellung des Nicholas Nickleby in der ein Jahr vorher produzierten TV-Serie The Life and Adventures of Nicholas Nickleby von 2001.

Der eigentlich Star des Films ist aber sicherlich der damals erst 16-jährige Jamie Bell als Smike. Wie er Smike umsetzt, mit seinem hinkenden Gang, dem Stottern und der verkrümmten Körperhaltung, das hat der damals so junge Schauspieler wirklich sehr gut gemacht - und genau das nötigt mir einigen Respekt ab. Ebenfalls meisterlich dargestellt ist das Gespann der Eheleute Squeers, mit Jim Broadbent als einäugigen Mr. Squeers und Juliet Stevenson als seine maliziöse Ehefrau. Es ist schwer, sich danach andere Schauspieler in eben diesen Rollen vorzustellen, denn beide füllen ihre Rollen mit großer Intensität und Hingabe aus.

Neben Charlie Hunnams sprachlichem Mischmasch ist Christopher Plummer als Ralph Nickleby die (zum Glück) einzige weitere Schwäche des Films. Auch wenn Plummer sich redlich müht, die gefühllose Seite seiner Figur herauszukehren: Ganz gelingt es ihm meiner Meinung nicht. Sicher, er ist selbstbezogen, ignorant, arrogant - aber seinen Ralph Nickleby als manipulativ, grausam und berechnend zu bezeichnen, das ginge mir - mit Plummers Darstellung vor Augen - jedoch etwas zu weit. Auch hier habe ich mit Charles Dance in der Rolle des Ralph Nickleby die meiner Ansicht nach perfekte Darstellung dieser Figur schon in der 2001er TV-Serie gefunden. Dafür schafft es Plummer am Ende aber sehr gut, Ralph Nicklebys Gefühlskonflikt greifbar zu machen.

Die Besetzung aller Nebenfiguren wiederum versammelt zahlreiche bekannte Gesichter aus allen möglichen Period Dramas. Sie gibt Anlass zu heller Freude und ist an sich schon ein guter Grund, diesen Film zu schauen: Da wäre einmal Nathan Lane als verschrobener Leiter der Theatercompagnie, Tom Courtenay (Charles Dickens' Little Dorrit [4 DVDs]) als immer leicht angetrunkener Büroangestellter von Ralph Nickleby und die einzig gute Seele in dessen mit Tierpräparaten zugestelltem großen Haus, sowie Romola Garai (die für Literaturverfilmungen immer eine gute Wahl ist, beispielsweise in Daniel Deronda) als schöne, aber in große Bedrängnis gebrachte Kate Nickleby. Außerdem gibt es noch Alan Cumming (Emma) als aufstrebenden Theaterschauspieler und Tänzer in der Theatertruppe, der sich aber ständig zurückgesetzt fühlt und dadurch für einen weiteren Schuss Komik sorgt, weiterhin Anne Hathaway (Geliebte Jane) als Madeline Bray, Kevin McKidd als gewitzter, gutherziger John Browdie und nicht zuletzt den eher unbekannten, aber nicht minder guten Schauspieler Nicholas Rowe als Lord Verisopht, der als einziger unter den Gentlemen in Ralph Nicklebys Freundeskreis letztendlich sowas wie ein Gewissen zu haben scheint. Ein weiterer Pluspunkt ist die Interpretation der Fanny Squeers, die von Heather Goldenhersh (Der Kaufmann von Venedig) zwar mit komödiantischem Talent, aber insgesamt zum Glück nicht ganz so penetrant und nervig gespielt wurde wie in der Fassung von 2001.

Ausgiebige Extras (der Audiokommentar, ein dokumentarfilmisches Kurzportrait über Charles Dickens, zwei Bildergalerien, ein ausführliches halbstündiges Making Of und eine Interviewzusammenstellung, in der sich die Schauspieler über einige ihrer Kollegen in diesem Film äußern) runden den positiven Gesamteindruck ab. Die Extras sind jedoch nur in dieser englischen Originalfassung mit enthalten, auf Nicholas Nickleby, der im deutschen Handel verkauften DVD, fehlen sie leider unverständlicherweise.

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FAZIT

Insgesamt ist dieser Kinofilm unter der Regie von Douglas McGrath, der auch schon 1996 mit Emma eine überzeugende Kinofassung vorgelegt hatte, trotz der oben genannten zwei Schwächen eine schön gemachte, teils spannende, teils witzige und tragische Adaption von Charles Dickens "The Life and Adventures of Nicholas Nickleby", die immer unterhaltsam ist. Wer nicht den Atem für die längere TV-Serie hat, macht mit diesem Kinofilm sicher nichts falsch.
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am 21. Dezember 2013
Bei diesem Film war ich echt überrascht. Am Anfang dachte ich die Personen wären falsch ausgewählt worden, aber ich musste mich schnell eines besseren belehren lassen. Erstklassige Schauspieler bei einem erstklassigen Film mit einer erstklassigen Regie, von einem erstklassigen Buch.
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am 28. April 2009
Nach dem Tod des Vaters zieht Nicholas (Charlie Hunnam) mit seiner Mutter und seiner Schwester Kate Nickleby (Romola Garai), durch finanzielle Not getrieben, nach London, um dort bei ihrem Onkel Ralph Nickleby (Christopher Plummer) zu wohnen. Doch der vermeindlich nette Onkel entpuppt sich als herzloser Tyrann, der ebenfalls Geldsorgen hat. So plant er, seine Nichte Kate an einen Geschäftsfreund zu verkuppeln. Einziges Hindernis und potentieller Störenfried ist dabei Kates Bruder Nicholas. So zwingt der Onkel Nicholas eine Lehrstelle an einer Provinzschule anzunehmen, damit er seinen hinterhältigen Plan in die Tat umsetzen kann.

In schönen Bildern und einem angenehmen Erzählstil, erzählt Regisseur Douglas McGrath die Geschichte von "Nicholas Nickleby", die auf der gleichnamigen Romanvorlage von Charles Dickens beruht. Dank der gelungenen Darsteller-Auswahl und des guten Drehbuches ist eine umfangreiche Charakterstudie, wie in Dickens Roman seitenlang beschrieben nicht nötig gewesen. Die Rollen der Romanfiguren sind allesamt gut und vor allem prominent besetzt (u. a. Anne Hathaway, Jamie Bell, Nathan Lane).

Die Umsetzung der Vorlage ist ingesamt gelungen, die stellenweise sehr langen Elemente in Dickens Roman (Umfang immerhin rund 900 Seiten) wurde gekonnt umgangen, so dass die Handlung die ganze Zeit spannend und interessant bleibt. Die Kulissen des 19. Jahrhunderts sind treffend gewählt und versprühen einen Hauch von Theateratmospähre. Was sich aber auch etwas nachteilig auswirkt, denn manche Szenen wirken im Film dann doch zu sehr gestellt.

Unterm Strich gelingt "Nicholas Nickleby" nicht der ganz große Wurf. Für einen unterhaltsamen Abend und für Freunde der guten, alten englischen Literatur ist er aber vorbehaltlos zu empfehlen - 4 Sterne.
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am 9. Mai 2004
Ein sehr sehr gut gemachter Film! Die Schauspieler, die Locations die Kameraführung alles stimmt und gibt diesen Film eine schöne Atmosphäre. Die Adaption von Charles Dickens Roman Nicholas Nickleby ist vollends gelungen. Es ist schade, dass diesem Film nicht soviel Aufmerksamkeit gewidmet wurde wie Filmen die dieses Niveau nie erreichen können (z.B.: Natürlich Blond II, Tomb Raider) die vielleicht ganz lustig oder auch Actionmäßig sind, aber nie jemanden so berühren können wie dieser Film es kann.
Die Lage nach dem Tod des Familienoberhauptes ist erbarmungswürdig. Und der einzige, an den sich der junge Nicholas Nickleby (Charlie Hunnam) in seiner finanziellen Not zu wenden weiß, ist Onkel Ralph (Christopher Plummer), der in London lebende Bruder seines verstorbenen Vaters. Von ihm hat es immer geheißen, er sei äußerst wohlhabend - und durchaus wohltätig gesinnt. Also machen sich Nicholas, seine Mutter und seine Schwester Kate vom ländlichen Devon auf den Weg in die große Hauptstadt. Doch der vermeintliche Retter entpuppt sich als herzloser Tyrann. Denn der alte Herr hat sofort einen Plan: Seine unschuldige Nichte Kate will er, gegen entsprechende, dringend benötigte Geldzuwendungen, an einen widerwärtigen Geschäftsfreund verkuppeln. Und Neffe Nicholas wird im Eiltempo zurück aufs Land geschickt und damit als potentieller Störenfried aus dem Weg geräumt. Als Hilfslehrer soll er in dem düsteren Internat Dotheboys Hall arbeiten und mit dem mageren Gehalt seine Familie im fernen London unterstützen. In Dotheboys Hall führen Wackford Squeers (Jim Broadbent) und seine Gattin (Juliet Stevenson) ein schreckliches Regiment: Ihre kleinen Schutzbefohlenen, die eigentlich sorgenfrei lernen sollten, führen in den trostlosen Hallen ein entbehrungsreiches Leben. Am schlimmsten hat es allerdings den jungen Smike (Jamie Bell) getroffen: Ihn behandelt das böse Ehepaar Squeers so gnadenlos ungerecht wie einen Sklaven. Nicholas und Smike freunden sich an und fliehen, bei Nacht und Nebel vor ihren Peinigern. Das Abenteuer ihres Lebens kann beginnen zurück in London, was nicht ohne einen Zwischenstop in einem Wandertheater ging, gibt es nur noch größere Probleme mit Nicholas' Onkel und die Familie erleidet ein schlimmes Schicksal bei der auch die Vergangenheit durchwühlt wird. Jedoch findet Nicholas auch seine große Liebe wenn auch mit Verlusten...
In weiteren Rollen ist auch Anne Hathaway zusehen die ihrem Namen alle Ehre macht und zeigt, dass sie nicht nur eine gute Prinzessin (Plötzlich Prinzessin) oder Jugendliche Rebellin (Get Real) sein kann. Ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Unbedingt zu empfehlen.
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