Kundenrezensionen


9 Rezensionen
5 Sterne:
 (8)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Handel at his best - Christie at his best
Veröffentlichungen von "Giulio Cesare" gibt es ja des öfteren - mehrere CD- und einige DVD-Produktionen sind auf den Markt zu haben, haben aber neben vielen positiven auch immer negative Aspekte.
Die DVD-Einspielung unter William Christie hingegen ist rundrum perfekt. Musikalisch gibt es eigentlich nichts zu bemängeln - Orchester und Sänger sind...
Veröffentlicht am 12. April 2007 von Thorsten Müller

versus
5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Regiiiie
Meine Empfehlung: Glyndebourne unbedingt ausleihen und schauen, aber Copenhagen kaufen. Das hier ist überregissiert, zwar sehr kompetent und witzig, aber keine Sekunde ohne Gag -- beim ersten Schauen ist das sehr amüsant, am spätestens beim dritten schon langweilig. Und jemand muss dabei den "Gesang" von Miss De Niese ertragen -- schon beim ersten Versuch...
Veröffentlicht am 21. September 2009 von IP


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Handel at his best - Christie at his best, 12. April 2007
Veröffentlichungen von "Giulio Cesare" gibt es ja des öfteren - mehrere CD- und einige DVD-Produktionen sind auf den Markt zu haben, haben aber neben vielen positiven auch immer negative Aspekte.
Die DVD-Einspielung unter William Christie hingegen ist rundrum perfekt. Musikalisch gibt es eigentlich nichts zu bemängeln - Orchester und Sänger sind in Topform. Besonders aber sticht Danielle de Niese als Cleopatra heraus. Sie gibt endlich das orientalische Mädchen, das dem Imperator den Kopf verdreht hat. Dabei zieht sie alle Register eines Teenagers: Schmollen, Weinen, Zetern, Schimpfen...und alles verbunden mit dem nicht ganz einfachen Gesang (die Partie der Cleopatra ist durchweg eine sängerisch sehr anspruchsvolle!) - vielleicht mitunter eine winzige Spur zu viel Vibrato. Wenn de Niese aber auch noch während der gesamten Arie "Da tempesta..." mit zwei Bediensteten tanzt !!! ... ist auch das minimale stimmliche Defizit zu verschmerzen.
Und da wären wir auch schon bei der Inzenierung: Nicht wirklich modern (zum Glück!), nicht barockisierend, nicht abgedreht (man denke an Rameaus "Paladins" unter Christie) sondern im locker umgesetzten Stil der englischen Kolonialzeit agieren die Figuren in einem sehr schlüssigen und vor allem rundrum stimmigen Bühnenbild. Es macht Spaß, zuzusehen - ist doch das Set sehr liebevoll und detaillreich ausgestattet. Wunderbar!
Die Oper präsentiert sich auf 3 DVD's und gibt in Extrafeatures sehr interessante Einblicke in die Produktion - präsentiert von "Cleopatra" (Danielle de Niese).
Für mich der beste "Cesare" und glücklicherweise kann man das ganze auch noch sehen! So spielt man Händel heute!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung ist kein Schimpfwort..., 15. Juni 2008
...sagt Regisseur David McVicar im Interview zu dieser Produktion. Der Erfolg gibt ihm Recht. Dieser "Julius Cäsar" scheint durchweg mit lockerer Hand inszeniert - wieviel Arbeit wahrscheinlich gerade die Choreographie erfordert hat, sei dahingestellt.

Vom Anfang bis zum Ende wird deutlich, dass sich hier ein Team gefunden hat, das Händel liebt. Peppige Showeinlagen wechseln sich mit ernsten Szenen ab, die anrühren und anregen. Dabei wirkt nichts willkürlich, unpassend oder gar vulgär. McVicar versetzt die Handlung in die britische Kolonialzeit. Im Gegensatz zu auf modern gequälten Produktionen, die Cäsar beim Einmarsch in Kuweit oder Bagdad zeigen, schwingen aktuelle Bezüge im Hintergrund zwar immer mit, drängen sich aber nicht mit dem Holzhammer auf.

Fulminant ist die musikalische Seite. William Christie liefert mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment die ganze Bandbreite barock-musikalischer Farben - von zartester Solobegleitung bis zum satten Schlachtgetümmel. Die Sänger sind handverlesen und geben bis in die Nebenrollen vollen Einsatz. Star des Abends ist die zum Zeitpunkt der Aufnahme erst 25jährige Danielle de Niese, die Cleopatra nicht nur wundervoll singt, sondern auch tanzt, und ihren Julius darüber hinaus mit einer gehörigen Portion Exotik verführt. Sarah Conolly als hoher Mezzo ist für die Titelrolle, die auf einen echten Alt zugeschnitten wurde, etwas hell timbriert - trotzdem überzeugt sie vollkommen durch eine sehr konzentrierte Leistung und frappierend männliches Spiel. Patricia Bardon und Angelika Kirchschlager reiben sich in ihren Leidenspartien als Cornelia und Sesto regelrecht auf. Daumen hoch auch für Christophe Dumaux als Tolomeo, Christopher Maltman als Achilla und Rachid Ben Abdeslam als Nireno. Dessen einzige Arie - sogar bei René Jacobs in den Anhang verbannt - wird hier durch ein swingendes Tänzchen à la Bollywood zum "Hingucker".

Die vierstündige Aufführung vergeht im Flug. Wer Appetithäppchen möchte, schaue bei Youtube nach.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißender, temperamentvoller Händel, 2. Januar 2013
Als leidenschaftlicher Fan der Münchener Händel-Produktionen von Alden, Jones etc. war ich lange Zeit auf der Suche nach einer wirklich adäquaten Version auf DVD / Blu-ray.
Endlich hatte meine Suche ein Ende: Dieser Giulio aus Glyndebourne bietet einen spritzigen und leicht selbstironischen Cesare, wie ihn momentan vielleicht nur Great Old Britain aufführen kann.

Das gesamte Ensemble, aber auch Orchester und W. Christie wirken beseelt von Spielfreude, agieren lebendig und zupackend. Kritik an Frau de Niese kann ich - in dieser Produktion - nicht nachvollziehen, da ihre Kleopatra zwar keck und sinnlich, aber nie als Abziehbild angelegt ist, zudem eine gut dargestellte charakterliche Entwicklung durchmacht und auch der Gesang vollkommen zufrieden stellt. Überragend sind für mich aber Guilio Cesare (Sarah Connolly) und Sesto (Angelika Kirchschlager).

Auch die bunte, originelle Inszenierung, die sich nicht auf das alte Rom, sondern auf Ägypten während der englischen Kolonialzeit bezieht, ist ein Augenschmaus und erfreut durch witzige, nie zu verspielt oder gar albern wirkende Details.

Mein Fazit: Allerbeste Unterhaltung, die den süffigen Barockgeist zwar atmet, Händel aber dennoch ernst nimmt und optisch wie akustisch einen Genuß bietet. Gerade den Freunden des eher menschelnden Händelansatzes sehr zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach genial, 24. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Händel - Giulio Cesare [Blu-ray] (Blu-ray)
Diese Produktion gehört meiner Meinung nach zu den besten Aufnahmen von Händels Opern. Sehr schöne Musik, ausgezeichnete Säger, sehr gute Ton- und Bildaufnahme, besonders auf dieser Blu-ray Version. Danielle de Niese ist wunderbar als Kleopatra, Sarah Connolly spielt einen ausgezeichneten Caesar. Die Inszenierung ist eher zeitgenössisch, es werden auf witzige Weise Kostüme aus verschiedenen Epochen gemischt, aber das Ganze ist nicht provokant und sehr gelungen. Unbedingt zu empfehlen, auch und gerade für Anfänger in Händel Opern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opernaufführung mit interessanten Gender-Aspekten, 12. Februar 2011
Dass diese Oper musikalisch, stimmlich und szenisch einfach wunderbar ist, haben zwei der vorhergegangenen Rezensionen besser deutlich gemacht als ich es selbst könnte, deswegen von mir hier nur noch ein Hinweis, dass diese Aufführung nicht nur von einem Unterhaltungsaspekt her unglaublich interessant ist.

Betrachtet man sie nämlich unter einem Gender-Aspekt ("Geschlechterforschung" in Deutsch, allerdings ist dieser Ausdruck hier manchmal etwas negativ konnotiert, daher mein Gebrauch des englischen Ausdrucks), wird erst deutlich, wie viel Gedanken hinter der ganzen Aufführung stecken. Da wäre beispielsweise Kleopatra: Eine starke und emanzipierte junge Frau, als Herrscherin über Ägypten erzogen, die ihren Bruder vom Thron zu stoßen sucht und die, um ihr Ziel zu erreichen, Cäsar verführt und den Hinterbliebenen des Mannes, den ihr Bruder verraten hat, die Möglichkeit gibt, ihren Bruder umzubringen. Während eines Großteils der Oper ist sie die Agierende, Planende, Angreifende, nicht aus einer Rachsucht heraus (wie es in Opern/Theaterstücken zu Händels Zeit durchaus üblich war), sondern um ihres eigenen Vorteils wegen. Ungewöhnlich für eine weibliche Figur in Händels Zeit spricht sie von der "Konstanz ihres Herzens" (man vergleiche dazu Lieder aus der gleichen, oder auch etwas früherer Zeit, etwa von John Dowland, in der eine "Konstanz des Herzens" nur den Männern und vielleicht noch Königin Elisabeth I. zugesprochen wird) und hat nicht etwa weibliche Gefolgschaften als engste Vertraute, sondern einen männlichen Diener, der ihr vollkommen ergeben ist. Bereits im Text der Oper hat sie also Eigenschaften, die traditionell "männlich" geprägt sind, und diese Aufführung macht dies umso deutlicher. Kleopatra benutzt alle Reize einer Frau, um ihr Ziel zu erreichen, doch gleichzeitig deutet sie in der Choreografie eines ihrer Tänze traditionell männliche Sportarten wie Bogenschießen und Golf an, sie trägt - im wahrsten Sinne des Wortes - während ihrer ersten Szene die Hosen und wenn sie tanzt, dann Tänze aus den 1920er Jahren, der Zeit, als junge Frauen in Europa und Amerika zum ersten Mal laut und auffällig für ihre Rechte eintraten, sich androgyn kleideten und in Firmen und Fabriken für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiteten.

Nireno, ihr Diener, auf der anderen Seite, hat eindeutig traditionell weiblich konnotierte Charaktereigenschaften: Er ist zögerlich, nicht eben mutig, er sucht während der siebten und achten Szene (die Trauerfeier und Kleopatras Bündnis mit Sextus und Cornelia, in denen sein Gesichtsausdruck deutlich sagt, dass ihm nicht eben wohl bei dem Versteckspiel ist) den Körperkontakt zu seiner (starken) Herrin (wie ein Kind oder eben auch wie eine Frau in den Filmen/Aufführungen früherer Jahrzehnte und Jahrhunderte, die sich an den "starken Helden" klammert) und seine Arie handelt von der Liebe - aber nicht seiner eigenen, sondern der seiner Herrin. Konsequenterweise tanzt er bei dieser Arie dann auch den weiblichen Part eines Bollywood-Tanzes.

Die gleichen Beobachtungen kann man für viele weitere Charaktere aufstellen, aber ich denke, diese beiden genügen als Beispiele. Dass Opern ein Gender-Subtext unterlegt wird ist nicht unbedingt ungewöhnlich - ungewöhnlich ist aber (und deswegen erwähne ich es hier letztendlich überhaupt) die Leichtigkeit, mit der dieser Aspekt der Oper nicht nur "aufgepropft" wurde, sondern aus dem Libretto und der Zeit, in die die Inszenierung gesetzt ist, heraus entwickelt und durch die Choreografie meisterhaft unterstrichen wurde.

Ich habe Kritiken gelesen, in denen dieser Inszenierung mangelnde Tiefe und Ernsthaftigkeit vorgeworfen wurde. Ich kann nur vermuten, dass diese Kritiker, abgestumpft von zu vielen Aufführungen mit aufgepropfter Holz-Hammer-Methode Botschaften, die subtileren Töne nicht mehr wahrnehmen können.

Ich habe diese Inszenierung jetzt bestimmt schon zum fünften Mal gesehen (seit Anfang Dezember, als ich die DVD kaufte), genieße die Musik jedes Mal von Neuem und entdecke immer noch Dinge, die ich vorher nicht bemerkt hatte - und gleichzeitig können Freunde, die mit Opern nicht eben viel am Hut haben, diese Inszenierung anschauen und sich einfach an der Musik, dem Humor, der Choreografie und dem schönen Bühnenbild erfreuen. Wenn eine Opernaufführung so etwas leisten kann - was will man mehr?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Die Beste!, 17. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Glyndebourne Produktion hat in jeder Hinsicht einen unüberbietbaren Schwung. Mitreißend, intelligent, sehr komisch, erotisch und stilsicher. Haargenaue Besetzung in Stimmen und Typologie. Seit Jahren die überzeugendste Aufnahme.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung pur - auf hoechstem Niveau, 14. November 2011
Von 
Michael Schade "Michael Schade" (Jeddah, Saudi Arabien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Händel - Giulio Cesare [Blu-ray] (Blu-ray)
Dies ist sicherlich meine absolut meistgesehene Oper auf Blue Ray. Fast 4 Stunden Unterhaltung pur. Gesang, Tanz & Schauspielerei auf allerhoechstem Niveau. Da gibt es nicht einen einzigen langweiligen Moment.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Händel, Cäsar,, 1. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine super Aufführung mit hervorragenden Sängern! Tolles Musikerlebnis, fesselnd bis zum Schluss! Eine herausragende Danielle de Niese!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Regiiiie, 21. September 2009
Meine Empfehlung: Glyndebourne unbedingt ausleihen und schauen, aber Copenhagen kaufen. Das hier ist überregissiert, zwar sehr kompetent und witzig, aber keine Sekunde ohne Gag -- beim ersten Schauen ist das sehr amüsant, am spätestens beim dritten schon langweilig. Und jemand muss dabei den "Gesang" von Miss De Niese ertragen -- schon beim ersten Versuch eine echte Herausforderung. Connolly ist ohne Zweifel ausgezeichnet als Giulio.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Händel - Giulio Cesare [Blu-ray]
Händel - Giulio Cesare [Blu-ray] von Robin Lough (Blu-ray - 2009)
EUR 40,98
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen