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am 8. September 2005
In letzter Zeit wurde dem klassischen Prog-Rock durch den so genannten New-ArtRock zunehmend der Rang abgelaufen. Selbst etablierte Prog-Größen wie Porcupine Tree haben ihren Sound teilweise derart radikal verändert, dass man ihn kaum noch dem ursprünglichen Prog zuordnen kann.
Die Finnen Overhead widersetzen sich diesem Trend. Auf ihrem zweiten Studioalben finden sich zwar auch neuartige Prog-Elemente wieder, aber im Kern spielt die Band einen Stil, der sich irgendwo zwischen Rush und Pink Floyd verorten lässt. Dabei gelingt Overhead das Kunststück, nicht wie eine dreiste Kopie oder ein lauwarmer Aufguss zu klingen, sondern traditionelle Elemente mit Spielfreude und Geist zeitgemäß zu präsentieren. Die wahre Faszination aber entfaltet das Album durch sein intensives Flair, das fast schon New-Age-Charakter hat, den Hörer augenblicklich packt und nicht mehr entkommen lässt.
Bereits der Opener und Titeltrack schöpft aus dem Vollen. Das 20-minütige Epos baut eine subtile Fantasyathmosphäre und wartet ebenso mit traumhaft-elegischen Passagen, wie mit himmlischen Refrains, tollen Melodien und treibendem Gitarrenrock auf. Der Sänger stellt unter Beweis, dass er über ein ausgeprägtes, sehr variables Organ verfügt. Zwischendurch finden sich immer mal wieder eingestreute Zitate von Pink Floyd bis Saga. Einen dermaßen in sich geschlossenen, ausgeglichenen und dynamischen Longtrack habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört. Ein absoluter Suchttitel. Und so geht es weiter. "Warning: Ending (without warning)" wuchtet sich zwischenzeitlich zu einem Bombastrocktrack allererster Kajüte ein, wird aber jäh von sanften Pianoklägen und wundervollem Gesang in nüchternere Bahnen gelenkt, bevor das Ganze wieder von vorne loslegt. Der krachende Chorus hätte ruhig noch öfter wiederholt werden dürfen.
Spätestens bei "Point of view" ist klar, vor viel Ideenreichtum und kreativem Potenzial diese Band sprüht. Hat man anfangs noch den Eindruck, einen lupenreinen Retro-Hit vor sich zu haben, folgen alsbald himmlische Gitarrensoli, die von einem an den Vorgängertitel erinnernden Refrain abglöst werden. So viel Abwechslung in einem nur fünfminütigen Lied zu verarbeiten, das muss man erstmal schaffen. Gestreckt hätte man aus "Point of view" ein Epos machen können, das dem Titeltrack in Nichts nachstünde.
"Butterfly's Cry" ist jenes Lied, das gekonnt wie nie die Brücke zwischen Retro-Prog und New-ArtRock schlägt. Moderne Gitarren paaren sich mit altmodischen Keyboardklängen. Stakkatoähnlicher Gesang kulminiert in eingängigen Refrains. Als wären die neuen Porcupine Tree in ihre eigene Vergangenheit gereist und hätten unterwegs Spock's Beard mitgenommen. Schlichtweg grandios.
Das große Finale "Dawn" zieht zum Schluss nochmal alle Register. 16 Minuten Prog-Rock vom Feinsten. Das Fundament bilden psychedelische Klänge, die entfernt an Pink Floyd erinnern. Der Gesang hat etwas mystisches. Man meint der Zeremonie eines Eingeborenenstammes, das seinen Gott huldigt, beizuwohnen. Und der Refrain ist einmal mehr zum Dahinschmelzen schön. Vielleicht ist der Song zum Ende etwas zu lang geraten, aber besser zu lang als zu kurz, nicht wahr?
Ist der letzte Ton verklungen, wird man sich nicht dem Drang entziehen können, die Repeat-Taste zu betätigen. Schon lange gab es kein Album mehr, in das man so tief eintauchen konnte wie in "Metaepitome". Wem es nach ständigen Innovationen und schwer durchzuschauenden Songstrukturen düstert, der sollte vielleicht Abstand nehmen, wer aber Interesse am traditionellen Prog-Rock im modernenen Gewand hat, sich auf eine spirituelle Reise durch faszinierende Klanglandschaften entführen lassen möchte und sein Gehör dabei nicht überanstrengen will, für den dürfte an diesem Album nur schwer ein Vorbeikommen sein. Abseits aller Trends vermögen Overhead die Begeisterung für den klassichen Prog-Rock neu zu entfachen. Ein Meisterwerk!
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am 10. Februar 2007
Wahnsinn, was für ein Album! Durch ein einschlägiges Musikmagazin auf die Formation aufmerksam geworden, suchte ich erst einmal im Internet ein paar Hörproben. Die, die ich fand, schlugen mich sofort in ihren Bann und zwangen mich zum umgehenden Kauf des Albums.

Voll von neuen Ideen und unerwarteten Wendungen und immer wieder gespickt mit musikalischen Anspielungen auf die Vorbilder der Band (angefangen bei Jethro Tull oder Pink Floyd bis hin zu Marillion, um nur ganz Wenige zu nennen), minuten- oder nur sekundenlang, allerdings immer ohne den Eindruck zu hinterlassen, ein Plagiat zu sein. Man nimmt immer wieder etwas wahr, was einem irgendwie bekannt vorkommt und was positiv in Erinnerung geblieben ist, ohne wirklich zu erkennen was es ist, und das ist auch nicht nötig, Overhead bindet es in etwas neues, fazinierendes, spannendes, mitreissendes und unerwartetes ein und transformiert es in einen konstanten Fluß aus beeindruckender Musik. Geballte Spielfreude, Beherrschung der Instrumente, intime Kenntnisse über die "progressive" Musik der letzten 40 Jahre (wann haben die Jungs das alles angehört?) sowie eine enorme Sorgfalt und durchdachte Kompositionen kommen hier zusammen. Es macht Spaß das Album zu hören und daran hat nach der dem Kauf folgenden Anfangsphase des ständig rauf-und-runterspielens bis Heute nichts geändert.

Das Album wird auch in Zukunft einen festen Platz in meinen Abspielgeräten haben und ich hoffe, daß man noch viel von dieser Band hört.
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am 6. Juni 2009
Wissenswertes

Stil
Progressive Rock, Art Rock

Tendenzen
Einflüsse von Manfred Mann (Keyboard), Dire Straits (Gitarre), Pink Floyd

Label
Musea

Anspiel-Tipps
Metaepitome, Point of view

Besetzung
Alex Keskitalo Gesang, Gitarre
Jaakko Kettunen Gitarre
Tarmo Simonen Piano, Keyboards
Janne Pylkkönen Bass
Ville Sjöblom Drums

Gastmusiker
Paavo Seppälä Gitarre bei Song 1

Eindruck
Dies ist bereits die zweite Veröffentlichung der Band aus Finnland. Die Mitglieder sind allesamt noch keine 30 und doch wird hier ein Sammelsurium an Prog-Ideen verwurschtelt.

Angelehnt an eine Retro-Prog Schiene der 70er und 80er Jahre, werden doch immer wieder auch modernere Sounds mit ins Klangbild verwoben.
Namen wie: Pink Floyd, RPWL, Marillion, Manfred Mann, Rush oder Dire Straits treten einem unweigerlich immer wieder vors geistige Auge.

Bereits der Eröffnungs-Song "Metaepitome", mit gut 20 Minuten bietet er auch genügend Freiraum, wird immer wieder von Remineszensen - gerade im Gitarrenbereich, aufgelockert.

Sanft beginnt der Song, rein akustisch gehalten, mit der warmen Stimme von Alex - und erst nach

3 min. folgt der Break, es wird komplexer, elektrischer und dann wieder fast träumerisch.
Ist das Grundgerüst wohl eher einer Band wie Pink Floyd zuzuordnen, werden im Verlauf des Songs Gitarrenriffs der "The Wall" Schule eingestreut, aber auch einmal Dire Straits-mäßig soliert (dazu gesellt sich witzigerweise der Rhythmus des DEEP PURPLE Klassikers "Child In Time"), die Keyboards im Stile von Manfred Mann gespielt, Marillion Farbtupfer zu Hogarths Zeiten im Gesang eingestreut, hier und da meint man sich sogar an selige Arena "The Visitors" Zeiten zu erinnern, und wenn nach ca. 13 min gar Dream Theater durchschimmern, dann lässt sich die Klasse der Band erstmals richtig einordnen.

Und was so nicht zu vermuten ist - dies funktioniert ganz großartig. Immer wieder findet ein Wechsel in Dynamik und Ausprägung des Songs statt. Das alles wirkt fast wie eine Erzählung, die Beschreibung von Landschaften - einer Geschichte oder eines Gemäldes.

Es ist wendungsreich, verschachtelt - mit ruhigen Passagen, genauso wie aggressiveren Parts.
Dazu die oben bereits erwähnte variantenreich vorgetragene Gitarrenarbeit. Ein augenzwinkernder Monolith, welcher immer wieder nach großen Momenten der Prog Schule sucht, um dort kurz zu verweilen, bevor er weiter dem langsamen Fluss der Musik folgt.

Bei "Point Of View" wird es noch gitarrenlastiger und rockiger - hört nur einmal das Talent des Gitarristen im abschließenden Gitarren Solo des Songs. Hier treffen wunderbare Seelen-Schmeichler-Melodien auf eine gepflegte Rock-Attitude.

In "Butterfly's Cry" liegt das Augenmerk dann verstärkt auf den druckvollen Keyboard-Passagen von Tarmo Simonen.

Das abschließende "Dawn", auch wieder mit mehr als 16 min ein Monster-Track, präsentiert sich dann sehr atmosphärisch und elegisch.

Dies ist äußerst kurzweilig, pendelt immer wieder von Retro auf leicht Modern, ohne sich anzubiedern. Alles klingt in der Entwicklung homogen, kompakt und organisch - KOMPLIMENT.

Und immer dann, wenn man den Einfluss klar zuordnen möchte, gelingt es den Finnen, dies mit eigener Komponierkunst und Klang aufzubrechen, so erreichen Sie eine sehr eigenständige Note, ohne ihre Vorbilder zu leugnen.

Durch den durchaus dominanten Bass zusammengehalten, entwickelt sich der Sound - auf unauffälligem Schlagzeug aufbauend, welches jedoch absolut zwingend dazugehören muss, um die Komplexität des Materials zusammenzuhalten.

Gitarre und Keyboards variieren ständig, sind stets präsent und dominieren den Sound, ohne zu unterdrücken.

Der Sänger flüstert und singt oft melancholische Spuren in dieses Erzählkino, bringt so manche Peter Gabriel'sche Flöten-Passage mit ins Spiel.

Dazu gesellt sich eine Leichtigkeit in den Arrangements, eine leicht folkige Attitude, als wären stellenweise auch die Beatles Pate gestanden.
Und dennoch ist dies alles sehr sorgfältig arrangiert, mit einer Leichtigkeit und einem Selbstverständnis, wie es bei der zweiten CD einer Band, wohl nur sehr selten vorkommt.

Ihr merkt schon, wie mitreißend dieses Album sein kann.
Man sollte trotzdem nicht vorschnell einen Klassiker erwarten - denn die Finnen gehen das Ganze so locker an, daß sich einem manches erst nach und nach als große Kunst zu erkennen gibt.
Aber dann hat man ihn wirklich am fernen Horizont sichtbar- den Semi-Klassiker, der dieses Album wirklich für Einen sein kann.
FAZIT
INNOVATION DURCH ZUSAMMENWIRKEN VIELER RETRO PROG ELEMENTE IN DEN EIGENEN SOUND - EINE WUNDERTÜTE VOLLER ZITATE UND EIGENEM STEMPEL
LEICHTFÜSSIG UND ELEGANT
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am 25. Januar 2012
Schon beim ersten Hören merkt man, dass diese Scheibe etwas ganz besonderes ist, die man nicht so einfach wieder im CD-Regal verschwinden lässt. Über die Musik wurde ja bereits alles soweit geschrieben, aber ich möchte noch hinzufügen, dass ich inzwischen Metaepitome als eine Art "Referenz-CD" benutze, d.h. ich rufe sie auf der Suche nach weiteren Prog-Rock-CDs bei Amazon auf und lasse mir dann ähnliche CDs anzeigen. Mit dieser Methode bin ich bisher sehr gut gefahren und es zeigt mir, wie sehr dieses Werk meinem Geschmack entspricht.

Also mein Tipp: absolute und uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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