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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mastodon auf dem Weg nach ganz oben!
Nach ihrem Majoreinstand "Blood mountain" meldet sich die US-Band Mastodon mit "Crack the syke" zurück und kratzt nicht nur vom Titel her am (Progmetal-)Firmament. Der Vorgänger war bereits ein interessantes und abgefahrenes Werk um das ein regelrechter Hype inszeniert wurde. Und auch dieses Mal hält man sich (labelseitig) nicht gerade zurück. Doch...
Veröffentlicht am 19. März 2009 von Mario Karl

versus
2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eingängiger und softer als die vorgänger
leider ist diese platte etwas eingängiger (aber nicht unbedingt einfallsloser) und auch langsamer/softer geraten als die vorangegangenen werke. die stimme ist weniger hart und räudig, mehr anheimelnde melodien und psychedelische einlagen. im allgemeinen muss ich sagen die platte ist technisch gut, der stil hat was aber sie ist mir zu langweilig um sie auch nur...
Veröffentlicht am 9. September 2010 von Hans St. Lorain De Baptiste de...


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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mastodon auf dem Weg nach ganz oben!, 19. März 2009
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Nach ihrem Majoreinstand "Blood mountain" meldet sich die US-Band Mastodon mit "Crack the syke" zurück und kratzt nicht nur vom Titel her am (Progmetal-)Firmament. Der Vorgänger war bereits ein interessantes und abgefahrenes Werk um das ein regelrechter Hype inszeniert wurde. Und auch dieses Mal hält man sich (labelseitig) nicht gerade zurück. Doch 2009 ist dieser Overkill wirklich gerechtfertigt, denn das Quartett hat es geschafft, seine zweifellose musikalische Klasse zu bündeln und ganz den sieben einzelnen Songs zu unterstellen. Denn wo der blutende Berg an vielen Stellen nur zur Selbstdarstellung kraftmeierisch wirkte und den Hörer immer wieder vor den Kopf stieß, wirkt "Crack the skye" zugänglicher und überhaupt von Beginn an auch mitreißender. Selbst wenn auf den ersten Blick keine alles niederwalzende Tracks wie der letzte Albumopener "The wolf is loose" vertreten ist. Auf der anderen Seite wirken die Songs auf dem neuen Langdreher aber auch ausgefeilter und filigraner. Noch nie schimmerte die Vorliebe Mastodons für Classic Rock und 70er Jahre Progbands der Sorte King Crimson und Rush so deutlich durch wie heute.

Crack the skye beginnt mit den ersten Augenblicken des Eröffnungstitels "Oblivion" noch leicht zäh, nimmt aber alsbald Fahrt auf und erstaunt mit dem heuer sehr klaren und leicht an einen gewissen John Osbourne erinnernden Gesang und einem ziemlich griffigen Refrain. Ein starker Metalsong mit einem rockigen Feeling, sowie mitreißendem instrumentalen Breaks und Soli. Ein lässiger Einstieg, dem mit "Divinations" eine progressive Abfahrt per Excelance folgt. 70s-Feeling und wüste Ausbrüche inklusive. Ähnliches setzt sich mit dem nachvollziehbaren "Quintessence" fort, das mit einem traditionellen Rockriff startet, leicht psychedelisches Flair ausstrahlt und wie die perfekte Verknüpfung von schwerem Sludge Metal und viel Rush wirkt. Eine starke Darbietung und ein gutes Beispiel des neuen Selbstverständnisses von Mastodon, die anno 2009 auf eingängig erscheinende Songstrukturen setzen, unter denen es allerdings brodelt und vibriert. Hier passiert einiges das entdeckt werden will.

Das überlange Herzstück des Albums folgt in Form von "The Czar", welches träge und mit Keyboardunterstützung psychedelisch anmutend dahin gleitet, bevor es sich mit laufender Spielzeit in einen satten und treibenden Stoner-Metalsong verwandelt. Auch hier stehen wieder der klare Gesang Troy Sanders und groß angelegte, aber nicht anbiedernde Melodiebögen im Vordergrund. Das sich anschließende "Ghost of Karelia" ähnelt wieder etwas dem dritten Titel, allerdings noch ein Stück verspielter und im weiteren Verlauf mit kratzigeren Vocals und schweren Powerchords. Diese werden allerdings sehr akzentuiert eingesetzt und täuschen nicht darüber hinweg, dass das Album insgesamt eine ziemlich entspannte Grundstimmung verbreitet, allerdings ohne dass die Band verweichlicht wirkt. Der Titelsongs ändert anfangs daran auch nichts, reißt den Hörer mit Neurosis' Scott Kelly und seinem kehligen Gesangsauftritt aber aus den bunten Bildern, welche sich beim Hören des Albums vor dem geistigen Augs bilden.

Der Abschluss "The last baron" nimmt noch einmal alle bis hierher gesponnen Fäden auf, fügt sie zusammen und startet eine kontrastreiche Achterbahnfahrt, die "Crack the syke" würdig abschließt. Mastodon haben es nun endgültig geschafft und ein wahrhaftig großes Stück Musik geschaffen, das nur so von Abwechslung und starken Emotionen lebt. Die Band überrascht mit ihrer Entwicklung, die sich mehr als je zuvor ins Progressive Metal-Genre packen lässt. Progressiv allerdings im ursprünglichen Wortsinne. Gerade diejenigen, welche die Radikalität des Urzeitsäugers bisher geliebt haben, wird das Ganze vielleicht nicht von Beginn an schmecken, aber alle anderen erhalten eine Genre überschreitende CD voller Überraschungen, die mit Sicherheit nicht so schnell langweilig wird.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Album bislang, 16. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Mastodon sind auf "Crack The Skye" deutlich ruhiger und zugänglicher geworden. Das geht zwar zu Lasten der Härte, die ja viele an den Vorgänger-Alben schätzen. Mir gefällt es aber sehr gut, denn während ich die anderen Mastodon-Alben anstrengend, fahrig und "zu viel gewollt" fand, ist "Crack The Skye" einfach eine runde Sache. Die verschiedenen Stimmen, die wahnwitzigen Rhythmus-Ideen und die generelle Stimmung von Mastodon kommen endlich voll zur Geltung, ohne im Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Härte und Komplexität auf der Strecke zu bleiben. Vor allem "The Last Baron" und "The Czar", die beiden längsten Songs, sind Stücke, in denen man immer wieder schwelgen und Neues entdecken kann. Auch ich mag gern harte Musik, doch wenn mir danach ist, hab ich schon immer was anderes als Mastodon gehört. In sofern: Fünf Punkte!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echter Brocken, 15. April 2009
Von 
Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Auf ihrem neuen Werk gehen Mastodon weniger brachial zugange und schielen mehr in Richtung 70er-Jahre-Progressive-Rock. Das bedeutet auch, dass die Growls großteils durch Cleangesänge ersetzt wurden und deutlich mehr Gitarrensoli auftauchen. Auch Songs mit beinahe viertelstündiger Spielzeit sind vertreten. Mir persönlich sagt das mehr zu als die Vorgängeralben, die mir zu viele Post-Core-Elemente enthielten; wer's mag, aber meine Richtung ist das einfach nicht. Das soll nicht heißen, dass "Crack The Skye" lasch oder massenkompatibel geworden ist, ganz im Gegenteil. Die Musik ist sehr komplex und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit beim Zuhören. Aber das lohnt sich!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorläufiger Höhepunkt der Band, 28. März 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Einige Hörer werden von "Crack the Skye" überrascht sein. Die Death Metal-Elemente und im Speziellen die Growls wurden auf dieser Scheibe deutlich heruntergeschraubt. Dennoch gibt es wieder einige Momente mit Scott Kelly von Neurosis auf dem Titeltrack, die an Blood Mountain/Leviathan erinnern.

Das Ganze geht dieses Mal deutlich eingängiger über die Bühne, was aber nicht heißen soll, dass die Songs einfacher gestrickt sind. Im Gegenteil, die Band geht wieder sehr vielschichtig zu Werke jedoch ohne , wie andere Bands ihres Genres, aufgesetzt zu wirken.

Für mich ist dies das erste Mastodon-Album, dass man, ohne dabei verrückt zu werden, in einem Durchlauf hören kann.
Jedes Lied ein Volltreffer, herauszuheben sind aber The Czar, Crack the Skye und The last Baron.

Wenn die Jungs so weitermachen, werden Sie definitv bald auf dem Metal-Olymp sein. Hut ab !
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5.0 von 5 Sternen Black Sabbath in Prog, 8. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Der einst so untote Progrock blüht: Auf ihrem besten Album bisher schlagen Mastodon eine Pontonbrücke von der charmanten kompositorischen Leichtfüßigkeit von Rush zur eleganten Ang'speistheit von Tool.

Manche Fans werfen ihnen vor, mit diesem Album den Weg in den Mainstream beschritten zu haben. Nun, abgesehen davon, dass es von schmalem Denken zeugt, Künstlern die Weiterentwicklung gerichtlich verbieten zu wollen - die Behauptung, die versponnenen, überlangen, musikalisch wie literarisch überaus anspruchsvollen Epen der Gruppe seien Mainstream, ist eine kühne Idee.

Es stimmt, dass der Sound auf diesem Album zugänglicher ist - aber diese Entwicklung war schon beim Vorgängeralbum "Blood Mountain" erkennbar. Außerdem passt der luftigere, leichtere Klang zum Konzept: Nach Feuer, Wasser, Erde steht das vierte Album unter der Überschrift Luft.

Mastodon klingen hier als seien sie Black Sabbath und diese wiederum wären eine Progband: Die Gitarren mahlen schwer vor sich hin - um dann plötzlich abzuheben und zu schweben. Troy Sanders klingt jetzt endgültig wie Ozzy Osbourne ohne die Verhaltensauffälligkeiten. Die Songs sind komplex und wuchern breit durch die Gegend, hauen dem Hörer aber nie die Tür auf die Nase, sondern bitten ihn herein.

Ein ganz starkes Album. Leider erlebte ich die Gruppe live nicht annähernd so packend.
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5.0 von 5 Sternen Who the f*ck is Mastodon?, 17. Dezember 2009
Von 
Mark DeLonge - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Mastodon? Nie gehört. Aber "Crack the skye" wurde von einer Zeitschrift, der ich monatelang blind vertraut habe und nie enttäuscht wurde, zur Platte des Monats gewählt und man sprach dort sogar vom besten Metal-Album der letzten 20 Jahre.
Mein Vertrauen zu der Zeitschrift wurde auch durch den Kauf von "Crack the skye" nicht getrübt, im Gegenteil:
Ich war erst kurz zuvor zum Freund von Metal mit all seinen Sub-Kategorien geworden und war bereits von einigen Alben aufgrund ihrer Komplexität und Virtuosität begeistert gewesen, doch dieses Album schlägt alles:
Allein schon das Konzept hinter den 7 Songs aufzuschreiben würde einige Zeilen brauchen und bestimmt am Ende doch nur Verwirrung stiften. Ich hab die Story bis heute nicht in der Gänze erfasst. Ist ja auch egal, solange die Musik stimmt. Und das tut sie: Während man bei anderen Metal-Bands trotz einer Song-Länge von 7-8 Minuten noch erkennen kann, dass es sich um EINEN Song handelt, hat jedes einzelne Lied von Mastodon das Potenzial für vier bis fünf weitere. Man spürt förmlich den Drang der Band, einen Song zu schreiben, der wie kein anderer von ihnen zuvor klingt. Und so definierte sich mein Verständnis von Komplexität und Virtuosität komplett neu. Mastodon langweilen an keiner Stelle, selbst wenn sie es mal ruhiger angehen lassen, denn spätestens nach den ersten zwei Liedern ist klar, dass sich das schlagartig ändern kann. Man hört zwar die tiefe Verbeugung vor etlichen musikalischen Vorbildern heraus, die den Rahmen des Heavy-Metal sprengen, aber nie wird die Band zur Kopie, sondern kreieren stets etwas Eigenständiges. Die Messlatte für die anderen Progressive-Metal Bands ist in der Tat ziemlich hoch angelegt.
Ob es nun das beste Metal-Album der letzten zwanzig Jahre ist, darüber mag und kann ich mich nicht äußern, dazu fehlt mir das Wissen um die Alben von vor zwanzig Jahren, bedingt durch eine ebenfalls fehlende Lebenszeit. Aber musikalisch ist es auf jeden Fall das beste Album dieses Jahres, denn besser kann man eine solche Anzahl von verschiedenen und oftmals sogar entgegen gesetzten Ideen nicht kombinieren.
Das ist schon fast kein Album mehr, es ist eher ein Kunstwerk.
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5.0 von 5 Sternen Der vorläufige Höhepunkt der Band, 28. März 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Einige Hörer werden von "Crack the Skye" überrascht sein. Die Death Metal-Elemente und im Speziellen die Growls wurden auf dieser Scheibe deutlich heruntergeschraubt. Dennoch gibt es wieder einige Momente mit Scott Kelly von Neurosis auf dem Titeltrack, die an Blood Mountain/Leviathan erinnern.

Das Ganze geht dieses Mal deutliche eingängiger über die Bühne, was aber nicht heißen soll, dass die Songs einfacher gestrickt sind. Im Gegenteil, die Band geht wieder sehr vielschichtig zu Werke, jedoch ohne , wie andere Bands ihres Genres, aufgesetzt zu wirken.

Für mich ist dies das erste Mastodon-Album, dass man, ohne verrückt zu werden, in einem Durchlauf hören kann.
Jedes Lied ein Volltreffer, herauszuheben sind aber The Czar, Crack the Skye und The last Baron.

Wenn die Jungs so weitermachen, werden Sie definitv bald auf dem Metal-Olymp sein. Hut ab !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berauschend-ergreifend-himmlisch, 6. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Mastodon sind seit jeher für eines bekannt, nämlich als sich stets wandelnder, unkonventioneller Klangkosmos immer gerade das zu vollbringen, was keiner erwartet. Zugegeben, ich tat mir mit den früheren Kreationen des Atlanta Vierers anfangs schwer, schwer, in jene Welten einzutauchen, in denen es vor tonalen Mikroorganismen und schallenden, von Meteoren gezeugten Eruptionen nur so wimmelt. Doch muss man ihnen vor allem eines attestieren: sie schreiben ihre Songs wirklich frei Schnauz, pfeifen auf das, was just trendy sein mag oder was bewusst suggeriert werden soll. Auf die Gefahr hin, dem Hörer den roten Faden eventuell gar nicht greif-, sicht-, oder hörbar zu machen, wird selbiger andersrum regelrecht konfrontiert, ja teils beträchtlich gefordert. Was durfte man schon anderes erwarten?

Und siehe da: Auf "Crack The Skye" nehmen die von außergewöhnlichem Talent gesegneten Herrschaften zum bekannten, ohnehin Schubladesprengenden Stilmix noch sämtliche Seventies-Einsprengsel der damaligen Progrock Bewegung gleich mit, als gäbe es nichts einfacheres. Sorge durften ein paar Fanscharen sicherlich vor der schleichenden Kommerzialisierung des Sounds gehabt haben, mit ein wenig Bauchgefühl konnte man sich jedoch sicher sein, dass der Atlanta Vierer niemals den bequemen Weg nehmen würde. "Crack The Skye" ist der beste Beweis dafür. Die Platte ist zwar mit Abstand das melodischste Werk der Band, im selben Atemzug aber auch das komplexeste.

Dabei hat sich das Quartett den offenkundigen Wahnsinn für das Abschlussmanifest "The Last Baron" (eine dreizehminütige Achterbahnfahrt in einer anderen Galaxie) aufgehoben, davor regiert die, sagen wir mal hinterfotzige Sperrigkeit. Das komplette Werk entspricht einer Verbeugung vor dem psychedelischen Prog der Siebziger, der Teufel steckt im Detail. Sowohl Troy Sanders als auch Brent Hinds haben sich als Sänger massiv weiter entwickelt und das altbekannte Gebrülle fast schon auf Eis gelegt. Zarte Reminiszenzen an Kansas und Neurosis (der Titeltrack ' mit Gastauftritt von Sänger/Gitarrist Scott Kelly der letztgenannten Industrial-Legende) schleichen sich wiederum an, und dieses Mal kommen sogar Alternative-Influences a la Jane's Addiction (bei "Quintessence") hinzu. Beeindruckend ist die Musikalität und songschreiberische Selbstsicherheit die Mastodon seit dem letzten Album "Blood Mountain" hinzu gewonnen haben. Und dazu gehört eben auch, mal einfach straight zu agieren, wie die erste Single "Divinations" eindrucksvoll beweist, was ebenso für den hochmelodischen, via Sahne Chorus geschmückten Opener "Oblivion" gilt. Dennoch: ambitionierter als bei den beiden grandiosen Epen "The Czar" und "The Last Baron" klangen Mastodon zuvor wahrscheinlich noch nie. Drummer Brann Dailor hält sich dieses Mal etwas im Hintergrund und strickt seine wahnwitzigen Breaks und Fills höchst raffiniert in den Gesamtsound ein, für den man übrigens Brendan O'Brien statt Matt Bayles engagierte.

Alles könnte man Mastodon vorwerfen, nur nicht, dass sie aus Kalkül gehandelt hätten. Neider und Hasser werden dies natürlich anders sehen und verurteilen. Aber ganz egal, denn wer sich mit "Crack The Skye" ausgiebig beschäftigt, wird innerhalb von 50 Minuten Details wie sagenhaft schön blühende Knospen entdecken und so schnell das Ding nicht mehr weg legen können. Eine ganz große Lehstunde einer der innovativsten Bands der Gegenwart, die sich hiermit selbst ein Denkmal setzt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer Schritt vorwärts., 31. August 2009
Von 
Sascha "metalnews.de" (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Mastodon gehen wieder einmal einen Schritt vorwärts.
Die Entwicklung ging von Noise bis hin zu progressiven Strukturen, letztere nehmen auf dem neuesten Werk überhand.

Das Album erzählt auch diesmal wieder eine Geschichte, verwurzelt in der Quinässenz Äther. Die Vorgänger beschäftigten sich mit Feuer, Wasser, Erde. In Wikipedia wird die Geschichte so so beschrieben:

"Der Protagonist der Geschichte ist ein querschnittsgelähmtes Kind, das auf eine außerkörperliche Reise geht und in die Vergangenheit reist. Seine Nabelschnur wird von der Sonne verbrannt. Das Kind wird in ein Wurmloch gesaugt und reist in das Russland des 17. Jahrhundert und gerät an die Chlysten, einer Sekte, dessen Mitglieder versucht haben, durch Selbstkasteiung Jesus Christus in sich zu finden. Das Kind wird von den Chlysten als eine Weissagung angesehen. Die Sektenmitglieder erkennen dadurch das Problem des Kindes und platzieren seine Seele in den Körper Rasputins. Nachdem Rasputin ermordet wurde verlassen die Seelen des Kindes und Rasputins den Körper der Leiche durch einen Riss im Himmel. Rasputins Seele versucht die Seele des Kindes so schnell wie möglich wieder zu seinem Körper zu bringen"

Klingt nicht nur abgefahren, ist es auch. Die Geschichte steht metaphorisch für persönliche Verarbeitungen, Hauptsächlich geht es dabei um Brann Dailors Schwester, die mit 14 jahren Selbstmord begang. Ihr name war Skye, daher "Crack The Skye".

Musikalisch hingegen bleiben wider erwarten großartige Experimente aus, was sich allerdings positiv auf das Gesamtergebnis auswirkt. So sind die Songs einerseits eingängiger denn je, andererseits wird bei der Instrumentierung technisch nicht heruntergeschalten. Außerdem scheinen auf diesem Album die Hard-Rock Einflüsse und Sounds der 70er mehr durch denn je.

Oblivion beginnt "mysteriös" und steigert sich in ein Metalriff. Überraschend ist die Stimme, die zuerst singt: Der Schlagzeuger hat einerseits nicht die beste Singsang-Stimme, klingt aber dennoch markant. Der Refrain zeigt, worin sich Mastodon maßgeblich verbessert haben: Melodie. Der Song beinhaltet zwei grandiose Soli.
Zweite Singleauskopplung.

Divinations ähnelt ein wenig Crystal Skull vom Vorgänger, ist aber eingängiger und harmloser. Zudem die erste Singleauskopplung.

Quintessence hypnotisiert und bietet sich regelrecht als Live-Hymne an. Der Song ist spitze. Brent Hinds klingt dabei fast wie Ozzy Osbourne.

Worin sich Mastadon schon immer von anderen progressiven Bands unterscheiden: Eher viele kürzere Songs und sehr wenige richtig lange Songs. So folgt nur The Czar, der gleich mal in vier Teile unterteilt ist und drei mal die Stimmung wechselt.

Ghost Of Karelia geht wieder ein wenig mehr in Richtung der alten Songs: Ein wenig vertrackter ist dieser und zeitgleich ein wenig hypnotisierend.

Crack The Skye bietet ein Wechselbad der Gefühle aus Geschrei und den Clean-Gesängen, durchweg langsam.

Der siebte, längste und letzte Song The Last Baron steht wieder für das, was Mastodon auf den letzten zwei Alben gemacht haben, nur auf 13 Minuten ausgedehnt. Zuerst etwas eingängig, dann wird das Tempo hochgeschraubt und sehr anspruchsvolle Riffs/Fills/Drums/ALLES gespielt. Das reicht bis in den Jazz hinein. Ein anstrengender, aber mehr als würdiger Abschluss.

Mastodon haben auf dem Album vieles richtig gemacht und vor allem verbessert: Konnte ich dem Vorgänger noch eine deutlich schwächere Zweite Hälfte nachsagen, bieet sich mit der doch recht kurzen tracklist hier sowieso keinerlei Vergleich an. Außerdem wirken die Songs entschlossener und vollkommener denn je.

Schade hingegen finde ich, dass die Härte, die auf den Vorgängern herrschte, größtenteils Verschwunden ist.

Im Gesamten hat man hier ein Album, dass man einerseits als Mastodon erkennt, Aber auch viel Toleranz abverlangt. Einerseits metallischer und weniger hardcorelastig, andererseits aber auch sehr viel melodischer und Clean-Gesanglastiger.

Meines Erachtens das bisher beste Album der Band. Jedes Album war bis hier hin ein Schritt vorwärts. Punkteabzug erfolgt nur durch die etwas zugenommene Eingängigkeit. Wenn mastodon das nächste Mal noch mehr urtypische Trademarks einbaut, steht ein echer Knaller vor der Tür.

4,5 Sterne
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heftiger Freestyle, 13. Mai 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crack the Skye (Audio CD)
Ganz schön heftige Kost , die Mastodon hier anbieten : Eine wilde Mischung aus Death- und Progressive-Metal mit einem Schuß Psychedelic .
Der Querweis zu Progressive-Rock Legenden wie v.a. King Crimson ist mehr als nur gerechtfertigt .
Darüber muss sich aber jeder klar sein , der diese CD kaufen möchte : Die Musik von Mastodon ist sperrig und es gibt auf den 50 Minuten dieses Albums nur 2 ruhige Minuten , ansonsten gibt es mächtig was auf die Ohren !
Es ist nicht möglich , diese CD einfach nur zu konsumieren , es braucht schon ein paar Durchläufe , damit der Funke richtig überspringt .
Der einzige , kleine Schwachpunkt ist (ganz subjektiv!) der Gesang . Im Gegensatz zur Musik ist dieser manchmal etwas eintönig oder anders ausgedrückt : Er wird der überragenden Musik nicht ganz gerecht .

Fazit : Diese CD ist geeignet für Fans vertrackter Musik mit vielen Tempiwechseln und Breaks und recht hohem Tempo . Fans von Bands wie Neurosis , Dream Theater , King Crimson und (alte !) Rush sollten dieses Werk zu schätzen wissen .
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Crack the Skye
Crack the Skye von Mastodon (Audio CD - 2009)
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