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5.0 von 5 Sternen Trespass - die letzte Möglichkeit
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'Trespass' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'Trespass' voraussichtlich ab...
Veröffentlicht am 10. April 2008 von Dietmar K.

versus
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3.0 von 5 Sternen Introvertiert und innovativ
"Trespass" ist das erste richtige Genesis-Album (der Vorgänger war wohl für den Single-Markt und auf kurzfristigen Erfolg programmiert). Diese ätherische Aufnahme spiegelt ein wenig den Zeitgeist an der Schwelle der 70er Jahre.
Hervorzuheben ist Peter Gabriels expressiver Gesang, er entlockt seiner Stimme große Emotionen. Die Musik enthält...
Vor 6 Monaten von Günther Schmidt veröffentlicht


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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trespass - die letzte Möglichkeit, 10. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Audio CD)
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'Trespass' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'Trespass' voraussichtlich ab September 2008.)
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Version von 'The Knife' anhören. Die Vokalpassage wurde verändert. Ebenso das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen des Liedes 'Pigeons' von der EP 'Spot the Pigeon'. Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled'), Instrumente aus dem Hintergrund nach vorn gemischt, andere weggelassen, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein, es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen.
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Exzellentes Frühwerk des ProgRock !, 8. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Audio CD)
Tresspass ist das erste ProgRock-Album von Genesis und einer der ersten ProgRock-Alben überhaupt. Es gibt hier vier hervorragende und sehr dramatische, epische und gänsehauterregende Kompositionen und zwei, die leider etwas träge und belanglos, (deswegen aber keineswegs schlecht) am Ohr des Hörers vorbeiziehen.
Zur ersten Kategorie gehören:
LOOKING FOR SOMEONE:
Beginnend mit Gabriels Gesang, leicht mysteriös und beklemmend, dann äusserst rockig und abwechslungsreich mit einem tollen Flötensolo am Ende. Auch die E-Gitarre kommt hier nicht zu kurz.
WHITE MOUNTAIN:
Äusserst düster und dramatische, sehr leise und zurückhaltende Einleitung. Dann artet der Song ebenfalls aus und rockt düster und flott zugleich.

STAGNATION:
Nach dem eher zurückhaltenden und belanglosen Intro wollte ich erst die Skiptaste betätigen, doch dann nahm mich dieser Song gefangen. Diese Geschichte vom letzten Menschen der Welt und die wundervollen Melodiebögen von Orgel und Flöte und die akustischen Passagen (dieses tolle Stück kommt fast ganz ohne E-Gitarre aus!) erinnern stark an IN THE COURT OF THE CRIMSON KING der Prog-Dinos King Crimson, bzw. an Jethro Tull. Einen rührseligeren Song von Genesis kenne ich kaum, ausser The Cinema Show vielleicht.
THE KNIFE:
Deep Purplesche Hammondorgelstakkato am Anfang, dann Bass und Schlagzeug in einem sehr ungewohnten Rhythmus. Dies ist der wohl aggressisvste und "bösartigste" Song von Genesis. Das liegt weniger an der Härte des Songs, als am sehr gehässigen Text. Kann es härtemässig schon mit Deep Purple aufnehmen, inspieriert ist das flotte Orgelriff von der Klassikbearbeitung RONDO von ELP.
Diese vier Songs sind es, die das Album zu einem Pflichtkauf machen. Die anderen Songs sind aber auch keinesfalls schlecht, leider fallen sie zu diesen überwältigenden Nummern ab.
Dennoch besser als Alles, was die Band uns ohne Peter Gabriel und Steve Hacket zumuten wollte.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik aus einer anderen Welt, 26. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Audio CD)
Dieses Album ist ein Rohdiamant von einer Intensität, die Genesis nach dem Weggang von Peter Gabriel bald abhanden gekommen ist. Bereits das erste Stück "Looking for someone" nimmt den Hörer gefangen, und es ist praktisch unmöglich, die CD nicht zu Ende zu hören. Man denkt wehmütig an eine Zeit zurück, in der solche Musik noch möglich war...
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trotz offensichtlicher Mängel 5 Sterne, 4. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Audio CD)
Natürlich war die Aufnahmetechnik etwas amateurhaft, detto die Kompositionstechnik und das noch nicht hundertprozentig ausgereifte Instrumentalspiel. Wer aber die Bio der Band kennt und weiß, daß sie zu diesem Zeitpunkt noch eine Schulband ohne finanziellen Background beim Erwachsenwerden und allesamt noch Teenager waren, der kann nicht anders als staunen, staunen und noch einmal staunen: Die Youngsters vermittelten auf dieser Platte bereits die völlig einzigartige Atmosphäre der frühen Genesisjahre und eine neuartige musikalische Ausdrucksweise ohne wirkliches Vorbild. Die beklemmend verklemmte, düster makabre und bizarr originelle Stimmung der frühen Alben von Genesis ist hier erstmals zu bewundern.
Übrigens: Über das Vorgängeralbum (F.G.T.R.)der Schulbuben sollte man nur urteilen, wenn man weiß, daß der damalige Produzent sie als neue BeeGees sah und mit Geigenschmalz und Kitschorgien überrumpel hat.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungehobeltes Meisterwerk, 1. Oktober 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Remastered) (Audio CD)
Mit Genesis kann ich zwar nichts anfangen, aber als ich das Album "Trespass" hörte, war ich hellauf begeistert! Märchenhafte Klänge durchziehen das Album und geben diesem brillianten Werk eine ganz besondere Note! Der Hörer wird in eine mittelalterliche Traumlandschaft gezogen und verfällt den zerbrechlich, feinen Klängen und Melodien! Einige Passagen klingen sehr ungeschliffen, aber auch das macht den Reiz des Albums aus! Zur Entspannung oder einfach nur zum Träumen ist "Trespass" ein geniales Werk! "Looking for someone", "White mountain" und "The Knife" gehen sofort ins Ohr und bleiben hängen! Die restlichen 3 Songs sind ebenfalls schöne Kompositionen, jedoch nicht sofort eingängig und der Hörer braucht einige Durchläufe um die Songs voll zu erfassen, aber dann....!!! Mir gefallen die meist überlangen Kompositionen unglaublich gut! Auch das Cover passt perfekt zu den Songs, wie es treffender nicht sein könnte! Diese CD gehört zu meinen wenigen, ganz großen Lieblingen in meiner Prog-Rock CD-Sammlung! Unglaublich das mir dieses Album solange verborgen blieb, da es ja schon seit 1970 existiert! Ein wunderschönes, ruhiges Album mit dramatische Momente! Wirklich etwas vergleichbares gibt es nicht! Ein sehr interessantes und komplexes Werk! Unter den Fans von Genesis gilt "Trespass" als das "verlorene Album" und es hatte wohl niemals einen großen Bekanntheitsgrad!
Wer mehr interesse an diese Art Alben hat, sollte sich auch von Uriah Heep das Meisterwerk "Demons and Wizards" von 1972 zulegen, oder zumindest mal ernsthaft reinhören!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hausfriedensbruch, 7. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Remastered) (Audio CD)
1970 lösten Genesis sich mit ihrem ersten Progressive Rock Album "Trespass" (dt. Hausfriedensbruch) von ihren Pop-Wurzeln und schüttelten die ersten sechs sperrigen Songs ihrer umstrittenen Karriere schon mal so aus dem Ärmel, wobei sie sich nicht an ihre geheimsnisvoller klingenden Epigonen "King Crimson" oder "Emerson, Lake and Palmer" anlehnen, sondern den Songs eingenes Leben einhauchen, die sich hinter eben diesen Prog-Größen nicht verstecken müssen.

LOOKING FOR SOMEONE: Der Einstand der Prog-Genesis mit malerischem und wunderschönem Gesang von Peter Gabriel, mit dezenten Keyboardteppichen unterstrichen bis sich Schlagzeug und Bass dazugesellen. Ein sperriger, aber starker Opener.
WHITE MOUNTAIN: Ein äußertest rockiger Monumentalbrecher, ungewöhnlich brachial und leichter zugänglich als LOOKING FOR SOMEONE mit gefühlvollem und ausdruckstarkem Gesang von Peter Gabriel. Anthony Philips liefert hier seine vielleicht beste Riffführung neben THE KNIFE ab.
VISIONS OF ANGELS: Ein guter Song, etwas abwechslungsreicher als WHITE MOUNTAIN, nur ruhiger, bedächtiger mit verspielten Gitarren und Keyboardpassagen im Hintergrund.
STAGNATION: Ein fast epischer Kracher mit kraftvollen Drums von Peter Mayhew die sich zu einem gewalten Riffgewitter zusammenschließen. Nach dem eher schwächeren Intro entwickelt sich hier eine unglaublich abwechslungsreiche Minisinfonie im Stile von THE MUSICAL BOX (Nursery Cryme) oder FIRTH OF FIFTH (Selling England by the Pound) nur wesentlich stringenter und nicht so zerfahren wie die unter Prog-Fans bekanntesten Songs der Progressive-Ära.
DUSK: Schlägt wieder in eine ähnliche Richtung wie WHITE MOUNTAIN, was die Länge und musikalischen Ausmaße des Songs anbelangt. Leider wird trotz eines tollen anklangenden Refrains die Klasse der ersten Stücke nicht erreicht.
THE KNIFE: Nach der Verschnaufpause mit DUSK werden bei diesem Track verschwenderisch eingesetzte Hammond-Orgel-Strukturen aufgegriffen die das Stück auf abstrakte Weise durchziehen. Epische und bisher unbekannte Härte wird an den Tag gelegt und Peter Gabriel singt unglaublich gefühlvoll und im störenden Kontrast zum eher ruhigeren, akustischen aber doch rockigeren Klanggewand der restlichen Songs stehend, geht auf den Hörer ein stimmiges Riffgewitter nieder, das ähnliche epische Ausmaße wie zuvor das fesselnde Prog-Kleinod STAGNATION erreichte.

Fazit: Fünf hochkarätige Kracher in transparentem Remasterklang und ein nur guter Song die sich zu einem interessanten und pflichstoffwürdigen Gesamtwerk ergänzen. Kaufen!

Peter Gabriel - Vocals/Flute
Tony Banks - Piano
Anthony Philips - Guitar
Mike Rutherford - Bass
John Mayhew - Drums
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3.0 von 5 Sternen Introvertiert und innovativ, 9. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Audio CD)
"Trespass" ist das erste richtige Genesis-Album (der Vorgänger war wohl für den Single-Markt und auf kurzfristigen Erfolg programmiert). Diese ätherische Aufnahme spiegelt ein wenig den Zeitgeist an der Schwelle der 70er Jahre.
Hervorzuheben ist Peter Gabriels expressiver Gesang, er entlockt seiner Stimme große Emotionen. Die Musik enthält Elemente des Folk-Rock (wurderbares Akkordgestrüpp von Mike Rutherford und Anthony Phillips) und ist insgesamt nicht so bombastisch wie spätere Alben, z.B. "Foxtrot", obwohl natürlich die typischen Keyboard-Crescendos von Tony Banks schon wahrnehmbar sind.
Nach eher ruhigen, introvertierten Nummern wird es beim Finale "The Knife" richtig hart. Das musikalische Niveau ist schon recht hoch, etwas abfallend das Drumming von John Mayhew (Phil Collins kam erst danach zur Band).
Insgesamt ein frühes Prog-Rock-Album einer aufstrebenden Band. Die großen Werke sollten noch kommen!
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5.0 von 5 Sternen Zeitreise, 2. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Trespass (MP3-Download)
Eine meiner allerersten LP,s vor fast 40 Jahren darum ganz
besonders schön sie mal wieder in guter Qualität zu hören
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erstes ernsthaftes Genesis-Album, 23. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Audio CD)
nach dem eher naiv-poppigen "From Genesis to Revelation"-Album ist der noch jungen Band ein guter Einstieg in die Prog-Richtung gelungen. Verschachtelte Musik-Stile, schöne 12saitige Gitarren und eine eindrucksvolle Arbeit an den Tasteninstrumenten von Tony Banks (einer der besten Keyboarder, die die Welt je gesehen hat). Was den Eindruck dieses Album ein wenig trübt, ist der lustlos-matschige Schlagzeug-Sound von John Mayhew, der gottlob beim nächsten Album durch Phil Collins ersetzt wurde. Aber auch ohne Phil Collins und Steve Hackett ist dieses Album empfehlenswert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen überraschend ausgereift, 8. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Trespass (Remastered) (Audio CD)
Wer weiß,daß "From Genesis To Revelation" 1968 entstanden ist,mag beim Hören von "Trespass" seinen Ohren kaum trauen;wurde dieses Album doch nur zwei Jahre später veröffentlicht.Die Musiker hatten hier endlich die Möglichkeit erhalten,das einzuspielen,was sie wirklich wollten.Beim doch arg schnulzigen Vorgänger war der Gruppe von Seiten der Produzenten extrem hereingeredet worden,was zu heftiger Unzufriedenheit führte.
Für mich ist "Trespass" daher das erste "echte" Genesis-Album.Ein echtes Artrock-Juwel.Ein Befreiungsschlag einer äußerst kreativen Band mit symphonischen Strukturen und Anspruch.
Die häufig geäußerte Ansicht,daß "Trespass" nur ein Vorläufer zu größeren Dingen,die da kommen sollten sei,kann ich nicht teilen.Das Songwriting kann sich mit dem in späteren Alben durchaus messen,auch halte ich "The Knife" nicht für das ultimative Stück des Albums,auch,wenn es durch Länge und Dramatik das auffälligste ist.Das ist aber sicher Geschmackssache.
Die Folgealben profitierten allerdings von besserer Aufnahmetechnik und einem variantenreicheren,druckvolleren Schlagzeugspiel des neuen Drummers P.Collins.Dennoch ist es beeindruckend,welche Qualität Genesis hier (1970!)auf ihrem eigentlichen Debut schon abzuliefern im Stande waren.
Aufgrund der limitierten Aufnahmequalität konnte auch die LP damals nur entsprechend klingen,die CD-Erstauflage war jedoch eine Katastrophe;ein Paradebeispiel für schlechte Digitalisierung.Die 94er Remasterserie (Definitive Edition)ist jedoch wirklich gelungen,da auf Sünden wie Loudness-Race,Clipping uä verzichtet wurde.Man blieb dicht beim Vinylklang und arbeitete sehr behutsam.Die erste Serie gehörte daraufhin in den Müll(eigentlich sowieso).
Die heute erhältliche Version wurde nicht nur durch Tony Cousins neu remastered,sondern von Nick Davis auch noch remixed.Er hat also die Musik in ihrer Zusammensetzung verändert;Instrumente wurden in ihrer Lautstärke im Verhältnis zu den anderen deutlich verändert,beim Remastering jede Dynamik totkomprimiert,Frequenzberiche massiv verändert....grauenhaft.
Als Bonusmaterial("Alternativabmischung") für Fans vielleicht interessant,aber als Ersatz für die echte,die authentische Abmischung eine Katastrophe.
Daher mein Tip: Die "Definitive Remaster Edition" wird nicht mehr ewig erhältlich sein...
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Trespass (Remastered)
Trespass (Remastered) von Genesis (Audio CD - 2009)
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