Kundenrezensionen


81 Rezensionen
5 Sterne:
 (61)
4 Sterne:
 (11)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (4)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


72 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gabriel In Wonderland
Genesis waren zu ihren Gabriel-Zeiten immer Erzähler skurriler Geschichten, doch was die Story des Innenwelt-Reisenden Rael angeht, stellten sie alles Dagewesene in den Schatten. Da liegt einfach ein Lamm mitten auf dem Broadway, was an sich schon eigenartig genug ist. Dann wird die Hauptfigur in eine Wolke eingehüllt, um kurz drauf in einer Art Kokon zu...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2005 von sevenmileboots

versus
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht mein Fall
So, nun möchte ich auch einmal meine Stellungnahme zu diesem hochgelobten Werk zum Besten geben. Erstmal zu mir: Ich bin 22 Jahre jung und habe Progrock vor ca. 2 Jahren für mich entdeckt. Damit zähle ich mich zu der jungen Hörerschaft der "alten" Genesis. Damit meine ich die Alben bis 1976 (A Trick of the Tail - mein Lieblingsalbum von Genesis und...
Vor 5 Monaten von Ein Kunde veröffentlicht


‹ Zurück | 1 29 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

72 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gabriel In Wonderland, 12. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down On Broadway (Audio CD)
Genesis waren zu ihren Gabriel-Zeiten immer Erzähler skurriler Geschichten, doch was die Story des Innenwelt-Reisenden Rael angeht, stellten sie alles Dagewesene in den Schatten. Da liegt einfach ein Lamm mitten auf dem Broadway, was an sich schon eigenartig genug ist. Dann wird die Hauptfigur in eine Wolke eingehüllt, um kurz drauf in einer Art Kokon zu erwachen. Selbst Collins verwies darauf, dass die Geschichte allein auf Gabriels Konto ging und außer ihm niemand genauer darüber Bescheid wisse. Noch heute hat die Doppel-LP nichts von ihrem kafkaesken Alice-in-Wonderland-Charme verloren. Die Stücke gehen fließend und logisch ineinander über, so dass der Hörer den Eindruck gewinnt, selbst dem unerhörten Geschehen zwischen Traum und Wirklichkeit beizuwohnen.
Musikalisch verließen Genesis mit dieser Platte ein Stück weit die Prog-Rock Gefilde und wurden eine Ecke poppiger, was ihnen aber sehr gut stand. Was sie mit ihrer Musik bieten, sind auch für sich betrachtet starke, eingängige Songs - manche länger geraten, andere straffer. Doch keinem davon haftet der collagehafte Charakter der Frühsiebziger-Rocksuiten an, die auf Bildung-komm-raus mit den Erzeugnissen der E-Musik konkurrieren wollten. Vielleicht waren Genesis nie so konsequent sie selbst wie auf ,The Lamb'. Danach konnte eigentlich nichts mehr Größeres folgen, und Gabriel stieg aus. Mit diesem Werk hat er sich und seiner Band mit Sicherheit ein zeitloses Denkmal gesetzt, das die Jüngeren unter uns gerne wieder für sich entdecken dürfen: Genesis waren wirklich mal gut und interessant, musikalisch niveauvoll und spannend!
Da es sich um einen Song-Zyklus handelt, gibt es auch echte Treffer, richtige Hits: ,Carpet Crawl' kennt jeder, aber auch der Titelsong am Anfang ist erste Sahne, und nicht zu vergessen: ,Counting Out Time'. Der Rest ist erstklassig gespielte und gesungene Musik mit ausgeklügelter Dramatik für Hörer mit langem Atem. Denn es macht keinen Sinn, nur einzelne Tracks herauszupicken. Die eigentliche Qualität entfaltet das Lamm auf dem Broadway, wenn es in einem Stück genossen wird.
Für mich einer der unangefochtenen Klassiker der Rockgeschichte!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


82 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Lebensmusik, 20. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down on Broadway (Remastered) (Audio CD)
Als ich diese LP zum ersten Mal gehört habe, da war ich in einem Internat im Taunus für Körperbehinderte. Damals wurde ich gerade Mal Erwachsen und ich musste mich mit meiner Behinderung auseinandersetzen, besonders mit meiner Sprachbehinderung und diese Musik hat mir Kraft gegeben mit ihrer melodiösen Art, aber auch durch ihre Power, das kann man gleich am Anfang hören. Diese Musik begleitet mich auch noch heute durch meine Tiefs und durch meine Hochs. Leider ist die Gruppe Genesis nicht mehr so kreativ. Ich finde die "The Lamb lies down on Broadway" anspruchsvoll, sie ist was für Träumer und Menschen mit einer grossen Seele, oder anders gesagt: Für Menschen, die sich noch Zeit nehmen für andere. Aber, um
das auszudrücken oder mitzubekommen, hört Euch die Musik an.
Manchmal kommt es mir vor, als würde ich einen alten,guten Wein vor mir haben, oder ein paar Seiten meines Tagebuchs hören.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht mein Fall, 12. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down on Broadway (Remastered) (Audio CD)
So, nun möchte ich auch einmal meine Stellungnahme zu diesem hochgelobten Werk zum Besten geben. Erstmal zu mir: Ich bin 22 Jahre jung und habe Progrock vor ca. 2 Jahren für mich entdeckt. Damit zähle ich mich zu der jungen Hörerschaft der "alten" Genesis. Damit meine ich die Alben bis 1976 (A Trick of the Tail - mein Lieblingsalbum von Genesis und Wind and Wuthering), danach wandelte sich der Stil für mich zu sehr Richtung Foreigner und (AOR)-Konsorten. Das muss nicht schlecht sein, aber ist für mich auch kein Progrock mehr. Speziell Genesis kenne ich erst seit ein paar Monaten (bisher waren Yes, Camel, Focus, PF, Caravan usw. mein Thema) und habe bisher alle Platten verschlungen. Tatsächlich ist dies größtenteils Musik die man eben nicht "mal nebenbei" hören kann. Mit den meisten muss man sich eingehend beschäftigen um sie komplett zu verstehen. Genau das führt dazu, dass die Musik eigentlich nie "überhört" werden kann und immer frisch klingt. Bei dieser Scheibe ist es leider nicht der Fall - zumindest für mich. Die 5-Sterne-Rezensionen kann ich leider nicht ganz nachvollziehen.
Ich bin also nun völlig unvoreingenommen an die Sache rangegangen und hab mir die DO-LP (alte Pressung) und das remasterte MP3-Album gekauft.

Unterschiede zwischen Remaster und der Originalfassung (LP)

Das neu abgeschmischte Album klingt stellenweise bombastischer, die Betonung der einzelnen Instrumente (insbesondere des Schlagzeugs) wurde deutlich in der Lautstärke verändert, sodass die die einzelnen Musiker durch unterschiedliche Aussteuerung anders in Szene gesetzt werden. Das lässt das Album zwar voller klingen andererseits aber auch aufdringlicher als es ohnehin schon ist, dazu später mehr. Insgesamt fand ich die alte LP-Version besser und vor allem angenehmer zu hören. Deswegen rate ich jedem der einen guten Plattenspieler besitzt, sich eher diese zuzulegen. Allein das Cover und das viel umfangreichere Booklet komplettieren hier das Gesamtwerk sinnvoll.

Warum nur 3 von 5 Sternen?
Würde ich nach Genesismaßstäben bewerten würde es wohl sogar nur 1-2 Sterne bekommen. Da es für mich aber DAS Bollwerk gegen die immer oberflächlicher werdene Musik von heute und ich den sehr hohen künstlerischen Schaffenswert berücksichtige gibt es doch noch 3 Sterne. Das Problem ist aber (wie bei vielen Konzeptalben): Um den Inhalt in seiner Gänze zu verstehen sollte man das gesamte Album am Stück hören. Und das fiel mir bei auch nach x-maligem Durchören sehr schwer. Insgesamt ist dieses Werk, meiner Meinung nach, zu aufgebläht. Problematisch ist hier vor allem der folgende Umstand: Es handelt sich um die Erzählung einer sehr interessanten und komplexen Geschichte die salopp gesagt durch die Musiker untermalt wurde - und das nicht besonders gut. Musikalisch zwar durchaus hochwertig aber eher auf einem nervigen bis anstrengendem Level. Wenn ich auf einigen Prog-Rockwebsites richtig gelesen habe, sind Texte und Musik verhältnismäßig unabhängig voneinander entstanden. Und genau das hört man dieser Scheibe an!
Die Story ist einfach einzigartig und gleichermaßen genial wie komplex. Wer nicht perfekt Englisch kann, wird hier seine Probleme haben- allein diese zu akkustisch zu verstehen, sinngemäß zu verstehen und zu interpretieren. Für mich und meinem Schulenglisch war ohne eine ordentlich deutsche Übersetzung nichts zu machen. Zudem musste ich bestimmte auftauchende (mythische) Figuren und Parallelen u.A. zur Bibel erstmal "ergoogeln" um diese als Ganzes zu verstehen. Mittlerweile gibt es Internetseiten, die sich mit der Auslegung dieser Story beschäftigen und das spricht schon für sich! Obwohl ich über ein gutes Allgemeinwissen verfüge musste ich bezüglich des Songtexts doch recherchieren. DAS ist Musik die bildet bzw. eine hohe Bildung vorraussetzt. Gleichzeitig ist sie provokativ, spielt mit den Gefühlen des Hörers und bietet eine Ladung des typisch englischen Humors. Viele Wortspiele, Analogien, Metaphern, Verwirrung. Das Teil rattert die ganze Palette menschlichen Empfindens runter und das scheinbar aus einer fast unerschöpflichen Quelle. Es verletzt auch teilweise die Grenzen des guten Geschmacks ist aber zu keinem Zeitpunkt dem "Trash" zuzuordnen. Genau das schätze ich daran.

So toll die Story aber auch ist: In Kombination mit der musikalischen Darbietung ist es doch ein eher nerviges Werk. Das liegt einfach daran, dass das Instrumentelle für Genesis-Verhältnise zu monoton ist. Zwar finden sich immer wieder tolle Ansätze und wirklich geniale Passagen darunter, trotzdem wird der Gesamteindruck doch sehr getrübt, da es durchaus nervige und vor allem lange Abschnitte gibt. Ein Beispiel: Ich frage mich wo Collins mit seinem sehr abwechslungsreichen Schlagzeug geblieben ist! Der Mann war sicherlich über lange Strecken mehr als unterfordert. Rythmisch gibt es kaum Abwechslung, anders als auf anderen Platten von Genesis. Musikalisch für mich Prorock mit starken Pop-Einflüssen gepaart mit einer sehr schrillen Aufmachung.
Am Ende einer Plattenseite war ich froh als sich der Tonarmlift hob und ich ein kleines Päuschen einlegen konnte.
Was ich auch wirklich schade finde, das gut beginnende Soli im Keim erstickt werden. Gerade die Gitarre wird hier viel zu selten eingesetzt. Zwar kann man 1/3 - bis 1/2 der Tracks gut eigenständig hören, aber ein Konzeptalbum sollte einfach in einem Stück bewältigt werden, sonst macht es wenig Sinn.
Kurz: Von den Texten her mit das beste was ich je gehört habe aber musikalisch eine Bewältigung von langen Durststrecken von einer Oase zur anderen. Genau das hat dieses Album als ganzes für mich so schwierig gemacht, auch wenn ich diesem wirklich viele Chancen gegeben habe. Dazu kommt noch der Umstand, das ich die Texte nicht 1:1 verstehe, anders als wenn sie in Deutsch wären, da ich eben kein englischer Muttersprachler bin. Aber selbst in einer guten Deutschen Übersetzung braucht es einige Zeit bis man da anähernd durchsteigt. Es gibt Musik die muss eingelaufen werden wie ein guter Wanderschuh (gutes Beispiel: Yes - Close to the Edge), aber das ist hier für mich persönlich leider noch nicht eingetroffen.

Kurz: Alles in Allem eine Platte die man gehört haben muss. Das Urteil darüber muss sich jeder selbst bilden. Eine Kaufempfehlung gibts auf jeden Fall (besonders für die originale Fassung) eine abschließende Meinung kann man sich aber erst bilden wenn man das Album mehrere Male am Stück durchgehört hat. Ein anderer Rezensent hat es sehr treffend beschrieben: "Musik auf Bildung komm raus" - die Musik ist allerdings etwas zu kurz gekommen. Im Einzelnen zwar sehr gut, als Ganzes aber sehr anstrengend.
Auf jeden Fall verbleibt sie in meiner Plattensammlung und ich hoffe das ich mit zunehmenden Alter doch mal vollen Zugang zu dieser Scheibe erhalte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Lamb Lies Down On Broadway - Die letzte Möglichkeit, 10. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Lamb Lies Down on Broadway (Audio CD)
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'The Lamb Lies Down On Broadway' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'The Lamb Lies Down On Broadway' voraussichtlich ab September 2008.) Bei der Japan-Ausgabe des Werkes ist die Hülle aus Karton und mit Inlay, Klappentext / Lyrics auf der Innenseite, und Charisma-Label auf dem Tonträger exakt dem Artwork des Vinyl-Albums nachempfunden ist. Also tatsächlich das Schallplatten-Album im Kleinformat. Das Remastering ist gegenüber der 'Definitive Edition' etwas weicher und runder ausgefallen, weniger schrill in den Höhen, daher näher am Original-Klang. Auch diese Ausgabe wird nicht mehr produziert.
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Versionen von 'Carpet Crawlers', 'Counting Out Time' und 'The Lamb Lies Down On Broadway' anhören. Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage der Lieder wurde somit verändert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled' von 'A Trick Of The Tail'), Instrumente in den Hintergrund gemischt ('Duchess' von 'Duke'), klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein (dies ist eines der besten!!!), es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen. (Solltet ihr über ausreichend Geld verfügen, gebt der Japan-Edition den Vorrang.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Art - Rock Platte des Jahrtausends - Is This RAEL, 2. April 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down On Broadway (Audio CD)
Ich war 12 Jahre als ich diese damals noch Doppel Vinylplatte das erste mal hörte. Schon damals faszinierten mich diese Lieder und Klangexperimente (so klang es damals für meine noch nicht ganz so musikalischen OhrenUnd auch heute nach fast 22 Jahren hat diese Musik für mich kein Stück ihrer Faszination verloren. Im Gegenteil sie wird von mal zu mal besser. Da ich heute selber semiprofessioneller Musiker bin und ich Musik mit anderen Ohren betrachte als früher sagt dies so denke ich einiges aus. Allein diese wunderschöne Atmosphäre dieser Platte, die sich vom ersten Klavierton von "The lamb lies down ..." bis zum letzten bombastischen Akkord von "It" wie ein regenbogenfarbener Faden durch das gesamte Werk zieht, treibt mir noch heute Gänsehautschauer über den ganzen Körper. Alle Musik wird nur noch getoppt, von der grandiosen, geheimnisvollen, sanften und zugleich emotionsvollen Gesangsdarbietung von Peter Gabriel. Aber auch die Backing Parts von Phil Collins sind einsame Klasse (Sorry, Phil besser hast Du nie wieder gesungen). Diese Scheibe ist und bleibt auch in diesem Jahrtausend die beste Art Rock Platte aller Zeiten. Für alle die jetzt denken, der Kerl spinnt ja total, hört Euch "The Lamia", "Carpet Crawlers", "In the cage", "In the Rapids" und "It" an. Ihr werdet die Platte lieben und mich verstehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Höhepunkt mit dem Doppelalbum, 9. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down On Broadway (Audio CD)
Nach wie vor bin ich der festen Überzeugung, daß sog. Progressive Rock nur auf (mindestens) Doppelalben am besten zur Geltung kommt. Und (fast) alle haben diesem Klischee entsprochen: Yes mit den Tales und natürlich den Yessongs, ELP mit dem Live-"Welcome back" und natürlich Genesis mit The Lamb.
Es war eine im Umbruch befindliche Band - Gabriel war kurz davor, Genesis zu verlassen, aber er tat es mit Pauken und Trompeten. Der "Konzeptalbum"-Gedanken, nicht nur einfach Songs aneinanderzureihen, sondern eine ganze Geschichte zu erzählen, wurde nie zuvor (und auch nie danach) so konsequent und gelungen durchgezogen wie hier.
Die inhaltlichen Zusammenhänge werden durch musikalische Zitate und Querverweise überall untermauert, und so spannt das Songwriting einen langen musikalischen Bogen über fünf oder sechs musikalische Ideen, die in Anlehnung an das Verwechslungsspiel der Geschichte von Rael immer neu kombiniert werden.
Neben dem umwerfenden programmusikalischen Konzept liefert uns Genesis (das Quintett) natürlich auch wie gewohnt hervorragendes Instrumentalspiel. Daß Collins einer der kreativsten Rockdrummer war, ist in den 80er und 90er Jahren ganz in Vergessenheit geraten, und auch dafür dient dieses Album als Erinnerung. Gabriel glänzt als äußerst flexibler Sänger, der sich jedoch unegozentrisch in den Bandsound integrieren kann. Und schließlich tut das Processing von Brian Eno sein übriges, den surrealen Eindruck des Albums perfekt zu machen.
Sicherlich einer der großen Meilensteine der Rockgeschichte, und damals ein brillantes Abschiedsgeschenk von Peter Gabriel. Anspieltipps mag ich keine geben - das Album ist nicht dazu gedacht, daß man einzelne Hits anhört, sondern daß man das gesamte Kunstwerk auf sich wirken lässt. Sicher keine gewohnte Vorgehensweise für Pop- und Rock-Hörer, aber dafür eine, die ihre Wirkung nicht verfehlt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirre story - brilliantes Album, 13. August 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down on Broadway (Remastered) (Audio CD)
Natürlich kann man versuchen die wirre story um den Hauptprotagonisten Rael, der im New Yorker Untergrund versucht seinen Bruder (oder sich selbst) entgegen aller Kreaturen und Gefahren die dort auf in warten, zu retten, und sich danach aus einer anderen Perspektive diese Platte anhören, aber bringt das wirklich einen nennenswerten Mehrwert? Ich behaupte Nein.

In Wirklichkeit ist das die kurzweiligste, eingängigste und poppigste Platte die Genesis mit Gabriel je aufgenommen haben, und Sie glänzt vor allem durch den Melodienreichtum, die transparenten Arrangements und durch die Tatsache, dass es bei 23 songs nur 3 die gibt die die 6 Minuten-Grenze überschreiten (darunter auch ,In The Cage', dass eh schon ein greatest hit der Engländer ist).

Die erste Platte geht runter wie Öl und man staunt über das konzise und poppige Songwriting zu dem Sie - nach den ausufernden und durchgängig komponierten Stücken der vorangegangen Alben - plötzlich fähig waren. ,The Lamb', ,In The Cage' und vor allem das spät-beatleske ,Counting Out Time' haben zum ersten mal Mitsing-Refrains und erheben musikalisch einen weit weniger intellektuellen Anspruch als alles davor.

Seite 3 beginnt ähnlich und zitiert in ,Lillywhite Lillith', ,Broadway Meldody' wieder, so wie überhaupt das Wiederauftauchen von bestimmten Themen auf dieser Platte als Stilmittel eingesetzt wird. Danach wird es dann doch wieder proggig und die Musiker ergeben sich in ausgiebigen Instrumentalpassagen - hätte man kürzer machen können.

Auf Seite 4 aber ist man wieder im Pop-Kontext und die (eigentlich einzigen) von Gitarren getragenen songs ,In The Rapids' und ,It' bilden eine schönen Abschluss zum wohl am leichtest zu hörenden Progrock Album, das je aufgenommen wurde.

Das Gabriel selbst wohl nicht so genau wusste, wo er mit der story hinwollte, und es dann wohl auch irgendwann aufgab, und versuchte das ganze ein wenig humoristisch zu gestalten, davon zeugen auch einzelne Textpassagen. Wenn er z.Bsp. so Dinge wie

'Groucho, with his movies trailing, stands alone with his punchline failing.
Klu Klux Klan serve hot soul food and the band plays `In the Mood'',

oder etwas später
`Theres Howard Hughes in blue suede shoes, smiling at the majorettes smoking Winston Cigarettes.
and as the song and dance begins, the children play at home with needles; needles and pins...'

vom Stapel lässt, dann waren das wohl eher assoziative und dadaistische Ulkereien, als für die story Essentielles.

Wie auch immer - mit ein wenig Humor betrachtet, gewinnt diese Platte meiner Meinung nach noch mehr, als wenn man Sie - wie das unter Prog-Hörern ja leider oft der Fall ist - bierernst nimmt, oder anders gesagt: Genesis schulden hier Zappa wohl mehr, als King Crimson.

Sollte je irgendjemand auf die schwachsinnige Idee kommen aus diesem Album einen Film, eine Rockoper, oder - Gott behüte - ein Musical zu machen, dann sollte man dies genau mit viel Dadaismus und anarchistischem Humor versehen, tun, um diesem großartigen Album im Nachhinein keinen Schaden zuzufügen.

Ein Wort noch zum Klang dieses Remasters: es ist die wohl dynamischste Version aller drei bisher auf CD erschienenen, die bisher schlüssigste aber bleibt die Original Vinyl Ausgabe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Lamb Lies Down On Broadway - Die letzte Möglichkeit, 10. April 2008
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down On Broadway (Audio CD)
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'The Lamb Lies Down On Broadway' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'The Lamb Lies Down On Broadway' voraussichtlich ab September 2008.) Bei der Japan-Ausgabe des Werkes ist die Hülle aus Karton und mit Inlay, Klappentext / Lyrics auf der Innenseite, und Charisma-Label auf dem Tonträger exakt dem Artwork des Vinyl-Albums nachempfunden ist. Also tatsächlich das Schallplatten-Album im Kleinformat. Das Remastering ist gegenüber der 'Definitive Edition' etwas weicher und runder ausgefallen, weniger schrill in den Höhen, daher näher am Original-Klang. Auch diese Ausgabe wird nicht mehr produziert.
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Versionen von 'Carpet Crawlers', 'Counting Out Time' und 'The Lamb Lies Down On Broadway' anhören. Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage der Lieder wurde somit verändert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled' von 'A Trick Of The Tail'), Instrumente in den Hintergrund gemischt ('Duchess' von 'Duke'), klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein (dies ist eines der besten!!!), es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen. (Solltet ihr über ausreichend Geld verfügen, gebt der Japan-Edition den Vorrang.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komplex, aber genial, 12. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down On Broadway (Audio CD)
Daß dieses Meisterwerk von Genesis nicht nur Freunde findet, ist klar und garnicht schlimm. Wer bereit ist, sich in diese Musik, die weit ab vom heute gängigen Durchschnitts-Sample-Tralala ist, hineinzuhören, wird mit genialen Klangstrukturen und toller, einfallsreicher Musik belohnt. Bei jedem weiteren anhören dieser Platte eröffnen sich neue Eindrücke. Wo andere Platten von mal zu mal langweiliger werden, wird "The lamb" immer interessanter, melodiöser. Nichts für nebenbei, sondern ein intensiver Musikgenuß mit großem Einfallsreichtum - und nach meinem Eindruck auch aus einem Guß mit etlichen Highlights. Traut Euch! Ist es Zufallfall, daß die größten Meisterwerke der Rockmusik als "Weißes (Doppel-)Album" erschienen sind (Beatles, Pink Floyd's Wall, Genesis...)?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was waren Genesis mal genial, 24. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: The Lamb Lies Down on Broadway (Remastered) (Audio CD)
Die "Lamb Lies Down On Broadway" von 1974 ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der frühen Genesis. Leider sollte es das letzte Album mit Peter Gabriel bleiben, der nach der Worldtour 1975 die Band verließ. Wie man heute weiß, ist der Band die Produktion des Albums sehr schwer gefallen. Die Musik war schon früh fertig, nur Peter kam mit den Texten und der Story nicht recht voran. Er hatte zu der Zeit wohl private Probleme. Das Album ist wirklich ein Meisterwerk, man merkt die Probleme aber hin und wieder. Manchmal wirkt das Werk sehr bemüht.

Aus einem Doppel-Konzept-Album einzelne Songs hervorzuheben ist naturgemäß recht schwer. Mir gefallen aber folgende Songs sehr gut: `The lamb lies down...`, `In the cage`, `Counting out time`, `Carpet crawlers`, `Silent sorrows in empty boats` und `Colony of slippermen`. Es gibt aber auch Songs, die mir bis heute `versperrt` blieben (z.B. `The waiting room` und das Ende von `The grand parade of of lifeless packaging`). Manchmal wollten die 5 wohl einfach zu viel.

Nochmal, das Album ist genial! Aber es gibt auch Hänger oder/und nicht so gelungene Stücke. Wie bereits oben geschrieben, war es eine schwere Arbeit für die Gruppe, das Werk zusammenzuschustern und das merkt man dann und wann. Auf jeden Fall kann man die Musik nicht nur so eben zwischendurch hören, man sollte sich besser viel Zeit nehmen. Erst dann kann man sich dem Werk, den Texten und der Story langsam nähern. Vorsicht, allen denen "Invisible Touch" sehr gut gefällt, könnten sich hier verschlucken. Das ist kein Pop, sondern Prog/Art Rock der besonderen Art.
Trotzdem oder gerade deshalb gibt es 5 Sterne für "The Lamb...".

Tony Banks - Keyboards
Phil Collins - Drums, Vocals
Peter Gabriel - Lead Vocals
Steve Hackett - Guitars
Mike Rutherford - Bass, Guitars
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 29 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen