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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einstand für Collins und Hacket! Und was für einer.....
...denn dieses wundervolle Album, beginnt mir einem Song, der an sich schon Kaufanreiz genug sein sollte, selbst wenn die anderen Stücke schlecht wären, was sie aber beileibe nicht sind.
THE MUSICAL BOX ist wohl das beste Stück auf dem Album, mit einem wundervollen, cleanem Gitarrenintro, und Melodien, dass es einem kalt dem Rücken...
Veröffentlicht am 29. Januar 2004 von Thomas K-Bär

versus
1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat mich nicht wirklich überzeugt ...
Nach all den vielen guten Rezensionen, habe ich mich dazu durchgerungen auch diese CD zu erstehen aber bin dann enttäuscht worden. Erst einmal ist sie nicht sehr lang und zum anderen kommt sie für mich bei weitem nicht an die Energie der Vorherigen und der Nachfolgenden heran ... ist halt alles eine Geschmacksfrage ...
Vor 11 Monaten von Osiris veröffentlicht


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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einstand für Collins und Hacket! Und was für einer....., 29. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
...denn dieses wundervolle Album, beginnt mir einem Song, der an sich schon Kaufanreiz genug sein sollte, selbst wenn die anderen Stücke schlecht wären, was sie aber beileibe nicht sind.
THE MUSICAL BOX ist wohl das beste Stück auf dem Album, mit einem wundervollen, cleanem Gitarrenintro, und Melodien, dass es einem kalt dem Rücken runterläuft. Schon beim ersten Hören nahm mich dieses herrliche Prog-Kleinod gefangen und erregte eine wohlige Gänsehaut, und das obwohl der Begriff Ballade für diese kleine Minisinfonie keineswegs zutrifft. Anfangs noch zart, dann aber sehr hart und rockig. Härtemäßig wird sogar THE KNIFE vom Vorgängeralbum übertroffen. Neuzugang Steve Hacket zeigt hier an der Gitarre, sowohl an der akustischen, als auch an der elektrischen, was er draufhat und das ist wirklich beachtlich. Wahrscheinlich neben BAKER STREET MUSE von Jethro Tull und HÈART OF THE SUNRISE von Yes der beste und tiefgründigste Progsong überhaupt. GÖTTLICH.
FOR ABSENT FRIENDS ist dann auch der gesangliche Einstand für Collins, eine herrlich melancholische Ballade, seicht und keinem wehtuend. Leider wirkt dieser Song hier recht deplaziert, errinnert er doch an die seichteren Songs von Genesis aus dem Radio, als eben dieser Phil Collins Gabriel am Mikro ablößte.
THE RETURN OF THE GIANT HOGWEED dann schlägt in eine ähnliche kerbe, wie zuvor THE MUSICAL BOX, sehr aggressiv, allerdings ohne ein dermaßen göttliches Intro. Wahrscheinlich der verrückteste, zerfahrenste und kurioseste Song von Genesis und nicht nur musiklisch makaber (an dieser Stelle verweise ich auf andere Rezensionen). Einfach nur wild und crazy....
SEVEN STONES ist ebenfalls sehr tiefgründig und atmosphärisch dicht geflochten, eingeleitet durch eine wundervoll warm vor sich her röhrende Hammondorgel. Sehr melodisch, allerdings etwas lahmarschig, aber nach THE MUSICAL BOX und dem Auswuchs GIANT HOGWEED braucht das Album eine kleine Atempause. Hätte auf TRESSPASS eine etwas bessere Figur gemacht.
HAROLD THE BARREL ist noch so eine Kuriosität, eher ein Scherz, denn ein ernstes Musikstück. Dennoch sehr unterhaltsam und witzig.
HARLEQUIN ist ähnlich wie FOR ABSENT FRIENDS. Nett, schön, mehr aber auch nicht, bestenfalls Rührselig.
Dann aber:
THE FOUNTAIN OF SALMACIS: Zu diesem Song kann ich nicht viel sagen, ausser dass er vom Intro, welches von einer wundervollen Mellotron und Gitarrenmelodie getragen wird, ein klein wenig an King Crimson erinnert. Dieses wundervolle Kleinod ist dem eigentlich schon nicht mehr überragbaren Eröffnungssong ebenbürtig. Hier lassen sich leichte Remineszenzen von YES heraushören. Besonders rhythmisch ist dieser Song interessant arrangiert, denn ich finde, dass Collins und Rutherford in diesem geheimnisvollem Progwunderwerk ihre wohl beste Leistung der gesamten Bandgeschichte hinlegen. Das Keybord/Orgelsolo könnte von Daft Punk sein, zumindest weiß man jetzt wo die geklaut haben. Das Bass/Schlagzeug-Intermezzo direkt danach ist einfach unglaublich.
Der erste und der letzte Song alleine rechtfertigen also schon einen Kauf des Albums, die anderen Songs als Füller zu bezeichnen wäree allerdings Ketzerei, denn ein ProgRockalbum kennt keine Füller.
Das Booklet trägt dann noch mit seinen tollen Zeichnungen zum überragenden Gesamteindruck bei.
CHEERS!
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mörderisches Meisterwerk!, 1. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
Kopf ab! So wie den enthaupteten Jünglingen auf dem Cover der ,,Nursery Crime" erging es Genesis zum Glück erst 1975. Da beschloß der bisherige Sänger und Texter Peter Gabriel, die Gruppe nach der ,,The lamb lies down on broadway"-Tour endgültig zu verlassen.
Was das für die Band bedeutete, merkt man spätestens heutzutage: Im Radio läuft von den einstigen Meistern poetischer Klänge nur noch unerträglich belangloses Gedudel. Lieder wie ,,Invisible Touch" oder gar das unsägliche ,,Congo" befinden sich kompositorisch wirklich hart an der Dieter-Bohlen-Schallgrenze.
Von welch unerreichbarer, ja fast weltfremder Schönheit sind hingegen die Klänge auf dieser Platte von 1971. Schon der verhalten geheimnisvolle Einstieg zu ,,The Musical Box" entführen auf einen anderen (Musik-)Planeten. Die dann einsetzenden Bassimpulse erzeugen eine Spannung, die jeden gänsehauterzeugenden Psychoschocker veredeln könnten. Die danach einsetzenden Gitarren schicken die Mannen von AC/DC endgültig ins Altenheim. Über allem schwebt die ebenso poetische wie beschwörende Stimme von Peter Gabriel und läßt den Hörer fassungslos und mit offenem Mund vor dem CD-Spieler zurück.
Geht es so weiter? Keineswegs, es kommt ganz anders: Die zweite Nummer ,,For absent friends" könnte ich durchaus auch sonntags neben meiner Omi in der Kirche trällern, so naiv und bescheiden kommen Gitarre und Gesang daher. Und bei ,,Harlequin" tanzen die Blumenkinder barfüßig mit Fußkettchen über die blühende Wiese. Diese Erholung ist auch bitter nötig, denn zuvor hatte Peter ,,Harold the Barrel" vom Fensterbrett springen lassen, und die Musik war mit stakkatohaften Klavierklängen atemlos hinterher gehetzt.
Also Leute, nehmt Vernunft an und kauft diese CD. Ihr werdet mit einem ganzen Kosmos von Klängen und Ideen belohnt. Die japanischen Ausgaben (bei amzon.de ist ,,Nursery Crime" leider nicht aufgelistet) der frühen Werke gibts mit verkleinertem Original-Pappcover.
Schade, daß man Köpfe nicht wieder annähen kann. Aber vielleicht macht die Gentechnik das ja bald möglich...
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen von kriminellen Kindergärten und Riesenbärenklaupflanzen, 22. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
Nursery Cryme ist immerhin schon die 3. Genesis-Platte, aber für viele ging es da erst richtig los wegen Collins und Hackett. Die Tonqualität ist besser als auf der Trespass und es fällt auch ganz deutlich auf, warum Mayhew gehen mußte; die Art wie der damals erst 20 jährige Phil bei "Musical Box" auf dem Drumkit losgeht, könnte so manchem Speedmetal-Drummer gelb vor Neid werden lassen! Besagter Titel ist ohnehin einer der Besten der alten Genesis, eine Achterbahnfahrt zwischen hauchzarter akustischer Gitarre und flüsterndem Gesang, und im nächsten Moment ein E-Gitarre-Keyboard-Duell Gewichtsklasse Deep Purple und am Ende ein Gesang, der eigentlich schon "Gebrüll" ist, wenn auch etwas zu leise abgemischt. Besonders bei frühen Live-Versionen (wie dem kultigen Auftritt im Belgischen Fernsehen 1972) steigerte sich Gabriel am Schluß oft so in das Lied hinein, daß ihm fast die Stimme versagte vor Wildheit!
Der "Rest" der Platte entwickelt seinen Reiz eigentlich erst nach mehrmaligem Hören, einerseits sehr kurze zarte Lieder wie "For Absent Friends" oder "Harlequin" und andererseits der wohl härteste Genesis-Titel überhaupt: The Return of the Giant Hogweed, eine Moritat über ein Unkraut was hierzulande auf den Namen "Riesen-Bärenklau" hört und unangenehme Erscheinungen wie Sonnenallergie und Verbrennungen verursacht! (also kein Riesenbrombeerstrauch, wie ein anderer Rezensent meinte)
Leider fehlt bei der Studioversion der "Schlachtruf" "GIANT HOGWEED LIVES!!" obwohl er auf dem Booklet erwähnt ist...
Der letzte Titel "Fountain of Salmacis" erinnert in seiner verträumt-kompliziert-verschachtelten Art eher einwenig an YES und ist eigentlich ein sehr schöner Abschluß eines genialen Frühwerkes, wenn auch die CD mit 37 Minuten ziemlich kurz ist und durchaus für das damals bereits existierende, aber erst 73 auf einer B-Seite erschienene "Twilight Alehouse" Platz gewesen wäre...
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumwelten, 8. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Remastered) (Audio CD)
Nursery Cryme, eine Verballhornung von nursery rhyme (Kinderlieder, Wiegenlieder) zielt mit seinem Blockbuster "The musical box" auf Peter Gabriels eigene Erziehung, die recht verklemmt ablief, wie es sich damals so gehörte. Sein Aufschrei am Ende des Songs "Toch me, Touch me" braucht keinen Kommentar.

Ich saß damals, als das Album herauskam und in SWF3 gegen Nachmittag lief, in einem VW Käfer und wartete auf meine Mutter, die in einer Gärtnerei einkaufte. Ich war gefesselt. Ich spürte, dass diese Musik etwas Neues war, etwas Fremdes, und etwas Gewaltiges. Und so etwas konnte nur aus England kommen. Genesis, die würdigen Nachfolger der Beatles, haben damit eine Art von Musik geschaffen, die in die Annalen der Rockmusik eingehen wird. Abwechslungsreicher, wuchtiger, zum Teil orchestraler Rock, der immer Kontakt zu Folk, Militärmusik, Jazz, Kirchenmusik und Rock'n'Roll hält. Eine Mischung, die meine Wahrnehmung damals überforderte. - Noch heute ein großes Album.

Im Titel "Absent friends" hört man den Leadsänger Nachfolger Phil Collins gekonnt eine kleine Ballade singen. Dass Gabriel das zugelassen hat? Erstaunlich. Dort wurde m.E. schon die Weiche für später gestellt.

"Seven stones" ein kryptischer Text zu einer herrlichen Melodie. Dramatisch und ergreifend. Der Schauer läuft einem den Rücken runter.

"Harold the barrel", witzig, flott, zynisch. Am Ende sogar Lautmalerei, wenn er vom Gesimms runterspringt. Herrlicher Spaß mit Tiefgang.

"The fountain of salmacis". Mellotron und Hammondorgel. Man ahnt den Komponisten Tony Banks. Ein großartiges Stück Musik. Große Mystik.

Und das Cover von Hipgnosis ist auch Geschichte. Was will man mehr. Zeitgenössische Musik, die unsere Fantasie beflügeln kann - auch nach 40 Jahren.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Imperium schlägt zurück!, 23. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
Wenn mich jemand fragt, was denn richtiger ProgRock sei und wie der denn klänge, dann würde ich ihm auch heute noch die 'Musical Box' oder 'The return of the Giant Hogweed' auf's Ohr drücken, denn besser lässt sich Prog Rock auch heute nicht interpretieren oder auf den Punkt bringen.

1971 war ein außergewöhnliches Jahr, in dem sich die britischen Progger gegenseitig die Ränge abjagten. Yes hatten mit dem 'Yes Album' mächtig vorgelegt und sollten Ende 1971 mit 'Fragile' noch einen draufsetzen. Caravan hatten das fantastische Album 'In the Land of Grey and Pink' herausgebracht, Pink Floyd war mit 'Meddle' ihr bis dato größter Wurf gelungen und Van der Graaf legten mit 'Pawn Hearts' ihr bis heute bestes Werk vor. Jede der Scheiben auch heute noch ein absolutes -must have- in jeder Rockmusiksammlung!
Da standen Genesis (wie die anderen Prog Bands natürlich auch) in einem gewissen Zugzwang. Ihr 1970er Album 'Trespass' war zwar sehr beachtlich (ich finde die Scheibe übrigens immer noch fantastisch und bin auch nach wie vor davon überzeugt, dass dieses Album insbesondere auf Yes sehr inspirierend wirkte!), ging aber in der Masse der Veröffentlichungen ein wenig unter. Ihr typisch englischer und exzentrischer Musikstil (wie der Melody Maker damals schrieb) bescherte der Band erst ab den Alben 'Nursery Cryme' und 'Foxtrot' die längst verdienten Erfolge.

Auf 'Nursery Cryme' breitet sich die beinahe gleiche, düstere Grundstimmung auf, wie auf dem Vorgängeralbum 'Trespass'. Die Scheibe eröffnet mit dem wohl besten Genesis Longtrack überhaupt: 'The Musical Box'! Ein Song von schier unglaublicher, atmosphärischer Dichte, von einer einmaligen Virtuosität und Dynamik.
-Und und einem Peter Gabriel, der sich regelrecht die Stimmbänder aus dem Leib singt.
Nach dieser schwarzhumorigen Orgel-Orgie folgt ein kurzes, einfaches Intermezzo Namens 'For absent Friends'. Ihm ist keine andere Rolle beschieden, als zwei Monumentalnummern zu trennen bzw. von der einen zur anderen überzuleiten. Deshalb darf man diesen zarten Songtupfer nicht an den großen Genesis-Werken messen, sondern nimmt ihn besser als das, was er ist: Eine kleine Nummer zum durchatmen, um zu realisieren, was da gerade über einen herein gebrochen ist und natürlich auch als kleinen Spannungsbogen zu dem Monstertrack, der danach über einen herein bricht:
'The return of the Giant Hogweed' ist ein regelrechter Triumphzug, eine mellotron-gewordene Offenbarung, eine Nummer, die mitunter auch an den Urängsten der Menschheit nagt, die leise und nachdenkliche Passagen mit furiosen Orgelriffs und Gabriels aggressiv-beängstigenden Gesang zu einer einmaligen Melange vereint. Eine ganz große Komposition mit perfektem Arrangement!

Was kann danach noch kommen, wird sich mancher, nicht zu Unrecht fragen, denn weitere Nummern in diesem Stil hätten die Scheibe vermutlich zu einem 'Killer' werden lassen (denk' bloß mal einer dran, wenn die zweite Seite der damaligen LP aus 'Suppers Ready' bestanden hätte...)!
Mit 'Seven Stones' bugsieren sich Genesis dann auch erstmal in ruhigere Fahrwasser. Diese vermeintlich eher gemütliche Seemannsnummer überrascht aber bei konzentriertem Zuhören mit schönen barocken Flöteneinlagen, einer weiteren überragenden Gesangsleistung und einem wunderschön melancholischen, vom Mellotron getragenen, Ausklang.
'Harold the Barrel' schafft durch seine beinah ungestüme Art einen schönen Kontrast, ist in seiner ganzen Art aber eindeutig der einfachste Song auf diesem Album.
Das folgende 'Harlequin' ist von einer, von Genesis bis dato nicht gekannten Leichtigkeit. Zart wie chinesisches Porzellan und genausowenig progressiv wie 'Harold the Barrel' oder 'For absent Friends'; dafür aber von luftiger, melodiöser Schönheit. Eine versteckte Perle - viel zu wenig beachtet!
Das beinah schon symphonische 'The Fountain of Salmacis' ist wohl das komplexeste Stück dieser Scheibe und steht, auch wenn es Anfangs vermeintlich nicht die Klasse von 'The Musical Box' oder 'The return...' zu halten vermag, diesen in nichts nach! 'The Fountain...' baut auf einem herrlich trägen Groove (wenn man dies bei frühen Genesis Takes überhaupt so nennen darf), seine Stimmung ist enorm vielseitig, wechselt von leisen, fast zarten Tönen über feine Gitarrensoli bis hin zu regelrechtem Bombast. Allerdings gehört der Track zu den Nummern, die nicht gleich beim ersten Mal zünden. Wer ihn sich aber 'erhört', wird, wie an den beiden anderen Longtracks, ein Leben lang seine Freude daran haben.

Aus meiner, rein subjektiven, Betrachtungsweise haben Genesis mit 'Nursery Cryme' (und zusammen mit 'Foxtrot') ihr bestes Werk vorgelegt und der Konkurrenz gezeigt wo der Prog-Hammer hängt. Vielleicht ist 'Nursery Cryme' nicht das homogenste Genesis Album, von seinen sensationellen Longtracks her ist es aber sicherlich nicht zu überbieten.
-Auch nicht von 'Suppers Ready'!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die neue Crew, 24. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
Nursery Cryme, 1971 veröffentlicht, ist das erste Album mit Collins am Schlagzeug und Hackett an der Gitarre. Gründungsmitglied Anthony Phillips, dessen Songschreiber-Qualitäten bestens durch die vorangegangene Trespass-LP unter Beweis gestellt worden sind, ist leider nicht mehr dabei. Die neue Besetzung legt sich jedoch mächtig ins Zeug und führt uns in der Musical Box in Ihre eigene Sound-Welt ein. Großartige Wechsel zwischen ganz ruhigen Gesangs- und harten Riff Passagen ist das Markenzeichen dieses langen Stückes. Hier führen Genesis ihren eigenen Prog-Rock im fulminanten Stil durchgängig durch das ganze Album. Diese LP war besonders in Italien sehr erfolgreich und die Band stand damals kurz vor Ihrem endgültigem Durchbruch. Das Nachfolgealbum Foxtrot festigte Ihren Status...
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Progressivrock vom Allerfeinsten, 14. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Remastered) (Audio CD)
Dieses Album kenne ich schon, seit es auf den Markt gekommen ist. Hundertfach angehört als LP. Diese remastered Version setzt noch ein Sahnehäubchen obendrauf. Mit der entsprechenden Stereoanlage erhält man hier eine deutlich höhere Transparenz, Ortbarkeit und hat das Gefühl, das jemand den Staub auf dieser alten Aufnahme weggeblasen hätte.
Nursery Cryme gehört sicherlich sowieso zu den besten Alben, die Genesis jemals aufgenommen hat, sogar zu den besten überhaupt. Extrem phantasievolle Kompositionen, wie sie heute kaum noch (oder gar nicht mehr) erschaffen werden. Mal kraftvoll, mal leise taucht man hier in eine musikalische Welt und erkennt, dass hier noch mit Liebe zum Detail gearbeitet wurde und der mögliche Profit und die Verkaufszahlen nicht der Vater des Kreativität war.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prog-Klassiker von 1971 mit dem "Genesis" anfing zur, 20. Juni 2011
Von 
Uwe Smala "Uwe Smala" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Remastered) (Audio CD)
Legende zu werden. Die Kompositionen waren so was von komplex und
vertrackt, dass so mancher es nicht leicht hatte, das Werk so
einfach zu schlucken. Dazu kamen noch ziemlich wirre Texte, die auch
zu allerlei Irritationen führten.
Aber hatte man sich erst einmal damit abgefunden, wurde die ganze Chose
nach mehrmaligem Hören zur Lieblingsmucke der sogenannten "Progis".
Ich habe damals in den 70-ern nicht nur einmal auf Parties erlebt wie alle zusammen "Musical Box" mitsangen.
Aber das ist nicht das einzige Highlight auf dieser Spitzenscheibe.
Tony Banks hatte sich zum ersten Mal ein Mellotron verordnet und setzte
dieses bei "The Fountain of Salmacis" derart meisterhaft ein, dass es
einem die Sprache verschlug.
Ein weiterer Klassiker ist "The Return of the Giant Hogweed" aber auch
die anderen Stücke sind unsterblich.

Michael Rutherford - Bass, 6-12-String
Tony Banks - Keyboards, 12-String
Steve Hackett - Guitars
Phil Collins - Drums, Vocals
Peter Gabriel - Vocals, Flute
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rezension einer tonalen Rezession . . ., 19. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Remastered) (Audio CD)
Nursery Cryme · Genesis

[Diese Besprechung bezieht sich allein auf die »klangtechnische« Komponente der Neuauflage 2009]

Muss man Aufnahmen wie die alten Genesis-Klassiker auf ihren musikalischen Gehalt hin überhaupt noch rezensieren? Sicher nicht. Sie haben die musikalische Entwicklung, dem vertonten Erzählen von Geschichten und Gedichten seit Erscheinen in den frühen 70ern einen neuen Maßstab gesetzt. Deshalb: Like it - or not ....

Der besondere Umstand dieser ReMaster-Arbeiten sind aber dann doch die eine oder andere Erwähnung wert.
Denn wer wünscht sich nicht, gerade die alten Schätze in möglichst ungetrübter Brillianz über den Hörsinn wieder auferstehen zu lassen?

Und eines vorweg: Nick Davis ist für den Job gerade dieser Aufnahmen grundlegend allererste Wahl. Wer möchte, darf gern in den Genesis-Annalen nachlesen, in welchem »Zustand« sich diese ersten drei Alben (nach 'Genesis to revelation') befanden. Nur mit Elan, viel Idealismus und ausgiebiger Tüftelei lassen sich solche Ergebnisse wie hier vollbringen. Nie hat jemand je Gabriel's Stimme und Flötenparts, Mike's Bassmuster, Hackett's einfühlsame Slide's wie Akustik-Tapp's oder Tony's Effekte und Piano-Anschläge _so_ detailliert vernommen wie bei dieser Edition. Man versteht Textzeilen nun auf Anhieb fein aufgelöst, auch ohne jede Kenntnis der Stücke.

Nur: Warum, ja warum lieber Nick Davis, separiert man Instrument für Instrument, legt neue Spuren an, entrauscht, verfeinert, macht einen neuen Abgleich usw., und beachtet bei so viel Aufwand am Ende dennoch die Grundtoncharakteristik der einzelnen Werke nur noch am Rande !? »Selling England by the pound« ist soundcharakteristisch ein Klavieralbum, wirkt aber hier bei etwa 1000/2000 Hz angehoben, als wolle man mit Ach und Krach eine Gitarrenlastigkeit hervorpressen. Das führt dazu, dass man »Selling '« als völlig verfremdet empfinden muss. Collins' Hi-Hat und Becken scheppern hier sehr nervtötend, von dessen Absicht die Originale und vorherigen Auflagen nichts kundtun. Schlimmstes und für den Ausführenden schmerzhaftester tontechnischer Eklat: »Trespass« (ein Beispiel voller Spieltrieb des Tonmeisters und deshalb besser _ohne Worte_). Gefolgt von (ebenso schmerzhaft) »Lamb lies down on Broadway«. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass der Titel sich erfüllen könnte, wo es doch die ausgeglichene tonale Weide nicht mehr gibt, sprich die Verkennung der Instrumentengruppen in ihrer neu definierten Lastigkeit an vielen Stellen keine wirkliche Grundharmonie mehr _zueinander_ finden wollen . Begleitet zudem von Effekten aus der digitalen Spieldose, die bestenfalls in die Puppenstube eines Spaß-Audio-Fricklers gehören; aber doch bitte nicht in die ernsthafte Veröffentlichungsliste renommierter Plattenfirmen [!]. Es sei denn, um die _Zumutbarkeit_ von Hörgewohnheiten direkt am Klientel zu erforschen.

Ausnahmen? Ja! : Die hier vorliegende »Nursery Crime«. Dieses grottenschlechte Ur-Master leuchtet mit kleinen Abstrichen wie ein unbeabsichtigter Stern aus dem Rudel der neuaufgelegten Verfehlungen noch sehr basistreu hervor. Eine echte Pionierarbeit! Auch »Foxtrott« ist in groben Zügen sehr gelungen. Wenn da nicht die Verfremdungen (um nicht das Wort 'Entstellungen' zu verwenden) von Gabriel's Stimme und zwei, drei andere EQ-Effekte auftauchten. Unverschont auch: 'Supper's ready'. (PS: Lieber Nick, jeder Zuhörer bekommt mit, dass Peter in vielen Stücken mehrere Figuren darstellt. Sicher ist die Verdummung heute weit fortgeschritten. Doch Zuhörer solcher Genres werden von dieser Welle aufgrund ihrer Aufmerksamkeit schlicht so schnell nicht erfasst, dass ihnen das Gen zur Unterscheidung abhanden käme ... ! )

Phil Collins, der Titel nach der Gabriel-Ära wie »Invisible touch« für seine größte Errungenschaft hält, wird man nach solchen Kriterien nicht befragen. Dass Peter Gabriel verständlicherweise mit nahezu 40jährigem Abstand diese Arbeiten heute ohnehin für »etwas bessere Ausflüge einer Schulband« wertet, wird ebenfalls kaum dazu beitragen können, ernsthafte Grundlagen in der Sache zu schaffen. Der einzig bleibende Wert ist also jener der Zuhörerschaft.

Was also tun? Man wagt ja nicht zu hoffen, dass Virgin sich bei Amazon umschaut und ausgerechnet Auslobungen wie diese ernsthaft zur Kenntnis nimmt.
Der Appell von jemanden, dem diese Aufnahmen ein Anliegen und Inbegriff musikalischer Grundlagen sind, lautet dennoch: Die neu erworbene Substanz beibehalten, Effekte bitte wieder zurückfahren - sprich _entfremden_ und charaktergetreu neu mischen. Auch von Vorteil: Ein qualifizierter Beirat, der diesen Aufnahmen mit Herzblut nahesteht.

Bis zum Erscheinen der neuen ReMaster begnügen wir uns gern mit dem Vorhandenen - bevorzugt die ReMaster Edition vom gleichen Tonmann aus dem Jahre 1994.

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01 The musical box · 02 For absent friends · 03 The return of the giant hogweed · 04 Seven stones · 05 Harold the barrel · 06 Halrequin · 07 The fountain of salmacis

Mike Rutherford [bass, cello, 12str acguit, bvoc]; Phil Collins [dr, perc, bvoc]; Steve Hackett [eguit, 12str acguit]; Peter Gabriel [voc, fl, perc, accordion, bass dr, tambourine]; Tony Banks [org, mellotron, piano, guit, bvoc] ... John Anthony/David Hentschel [prod/engineer];

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Andere Alben, auf welche diese Rezension ebenfalls Bezug nimmt:

' Trespass (1970/DRM 2009)
' Foxtrott (1972/DRM 2009)
' Selling England by the pound (1973/DRM 2009)
' Lamb lies down on Broadway (1974/DRM 2009)

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Klangqualität: 4-5 Sterne
Eigenständigkeit: 5 Sterne
Interpretation: 5 Sterne
ReMaster: 1-5 Sterne
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© apostrophé 2012

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!, 10. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
Nach "Selling England by the Pound" meine absolute Lieblings-CD. Genesis in der Phil Collins Ära ist überhaupt kein Vergleich zu dem, was diese Gruppe mit Peter Gabriel als Kopf zustande gebracht hat. Mein Lieblingsstück ist gleich das erste: "the Musical Box" - einfach unglaublich mitreißend. Dahinter folgt in meiner Rangliste gleich "The Fountain of Salmacis". Lieder, die einfach Spaß machen, vor allem wegen des Textes, sind "Harold the Barrel" und "The Return of the Giant Hogweed". Was ich bei allen Genesis-Alben dieser Zeit festgestellt habe, ist, daß die Lieder zum Reinhören sind - je öfter ich sie höre, desto besser gefallen sie mir. Es ist schade, daß es nur eine Handvoll Alben von Genesis mit Peter Gabriel gibt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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