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am 24. März 2012
Natürlich, ich habe mich hier bei Amazon schon als Freund des Harnoncourt - Stils bekannt, und bin in dieser Hinsicht sicher leicht voreingenommen. Hier haben wir es mit einer von Harnoncourts Neu- oder Zweitbetrachtungen der großen oratorischen Werke Bachs zu tun; wie Matthäuspassion, Weihnachtsoratorium und h-moll Messe hat er ja diese Werke allesamt nochmals mit gemischtem Chor, einer neuen Solistengeneration und unter Verzicht auf Knabenstimmen bei den Soli und im Chor erneut eingespielt. Hier mit einem für mich wirklich nach wie vor umwerfenden Ergebnis.
Als Chorsänger habe ich die Johannespassion von der ersten Einstudierung an als das mich persönlich am direktesten ansprechende, bewegende und ergreifendste Werk Bachs empfunden. Rein subjektiv natürlich und sicherlich in Hinblick auf die ungleich monumetalere Matthäuspassion nicht für jeden gleich verständlich. Für mich hat das viel mit der zugrunde liegendenden Theologie zu tun, mit der einerseits sehr barocken formalen Anlage einerseits, mit der andererseits sehr modernen, dramatisch und subjektiv geprägten Ausdruckskraft andererseits.
Unter diesem Kontext habe ich viele Aufnahmen gehört, Aufführungen besucht und selber mitgesungen. Dann der Tip eines Mitsängers vor jetzt bald 16 Jahren, mir doch einmal die "neue Harnoncourt - Aufnahme" anzuhören.
Es traf mich schon im Eingangschor wirklich in Mark. Die fast verzweifelt klingenden Rufe "Herr unser Herscher", das gleichzeitige Crescendo mit einem leichten Accelerando verbunden, im weiteren Verlauf absolut beweglich und ungemein suggestiv gestaltete Details der Stimmführung: Man höre zudem auf Details der instrumentalen Ausgestaltung, da hört man Dinge gleichwie zum ersten Mal.Die Choräle werden in einer Form gestaltet, die zugleich subjektive Interpretation beinhaltet wie den Wortsinn trifft. Ein weiteres Beispiel: Der Chor "Bist Du nicht seiner Jünger einer": das zögerliche, dann immer lauter und bedrohlichere Fragen.... Der Chor dabei über alle Kritik erhaben. (Ich kann mir den Seitenhieb nicht ersparen: Wenn J.E. Gardiner in seinem Chor das gleiche Niveau halten könnte wie Erwin Ortner dies seit Jahrzehnten vermag, dann könnte dieser wirklich froh sein....)
Bei den Solisten steht Anthony Rolfe Johnson für eine der wirklichen Überraschungen; vom ersten Takt an fesselnd, mit einem wirklich interessanten Timbre, die Geschichte packend, mitleidend und doch letztlich auch neutral erzählend, mit akzentfreiem Deutsch: Das ist eine grandiose Leistung dieses leider viel zu früh verstorbenen britischen Sängers. Berührend Angela Maria Blasi und natürlich Marjane Lipovsek, Anton Scharinger ebenfalls auf der Höhe seines Könnens.
Dabei wirkt die Aufnahme alles andere als aufdringlich, bedeutungsvoll, belehrend, "auf Teufel komm' raus alles anders machen wollend".... nein, Harnoncourt besinnt sich auf den Text, auf die Musik, horcht hinein, kehrt das Gehörte und gefühlte nach aussen und lässt uns daran teilhaben. Seine lange Erfahrung mit der Interpretation und Aufführung der Werke Bachs, verbunden mit einem unverstellten Blick auch neue Erkenntnisse in die Interpretation einfliessen zu lassen: Das ist keine Musik die kalt lässt, keine Aufnahme um daraus eine "Höhepunkte" CD zu kompilieren. Eine musikalische Andacht, eine Art Gottesdienst, und dann doch noch so viel mehr. Sozusagen eine wunderbare, aufwühlende, nachdenklich stimmende Präsentation eines doch so bekannten Werkes. Ich kann nur raten sich diese Aufnahme anzuhören. Sie wühlt auf, sie mag stellenweise auch zum Wiederspruch reizen: Kalt lässt sie uns nicht.
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am 7. April 2013
Harnoncourt hat mit dieser wunderbaren Aufnahme etwas nicht nur Ergreifendes, sondern auch ganz Wunderbares geschaffen. Die Johannes-Passion, die ja viel dramatischer ist als die vier Jahre später entstandene Matthäus-Passion, interpretiert er so packend und mitreißend, dass einem besonders bei den "Turbae"-Chören eine Gänsehaut über den Rücken läuft. Wer Bach gern auch mal von der dramatischen Seite kennen lernen wil, dem sei diese Aufnahme beisten empfohlen.
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am 5. April 2016
Habe mir die Aufnahme gekauft, weil ich bei Nikolaus Harnoncourt eigentlich von einer brauchbaren historisch informierten Aufführung auszugehen hoffte. Quasi als Beispiel für das eigene Einstudieren als Chorsänger.
Insbesondere die Art, die Choräle zu phrasieren finde ich ziemlich einfallslos und z.T. echt gegen den Strich des Textes gebürstet. Das hätte ich bei den Interpreten anders erhofft. Auch mangelte mir manchmal die klare Aussprache / Verständlichkeit der Solisten. Auf der Suche nach der für mich "besten" muss ich wohl noch weitersuchen.
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