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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Masse mit Klasse
Controlling Crowds, die Kontrolle der Massen, lautet das Thema des 2009er Konzeptalbums von Archive, der vielköpfigen Band um Darius Keeler und Danny Griffiths.

Keeler und Griffiths hatten sich offenbar viel vorgenommen und haben viel abgeliefert - 13 Songs mit 78 Minuten regulärer Laufzeit plus 4 Songs mit 16 Minuten auf der BonusDisc der Ltd...
Veröffentlicht am 25. Mai 2009 von Thomas Fuss

versus
2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser geht es nicht......
....in dieser Besetzung. Was Archive mit der neuen CD abliefern ist musikalisch wirklich sehr gut. Abwechslung, tolle Sounds und Klangteppiche, große Emotionen, tolles Songwriting. Ich bin begeistert. Aber dann ...der Gesang von Pollard verhindert an dieser Stelle leider die 5 Punkte Wertung. Er mag ja vielleicht singen können, aber die großen Emotionen...
Veröffentlicht am 28. Mai 2009 von Nervous-Shakedown


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Masse mit Klasse, 25. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
Controlling Crowds, die Kontrolle der Massen, lautet das Thema des 2009er Konzeptalbums von Archive, der vielköpfigen Band um Darius Keeler und Danny Griffiths.

Keeler und Griffiths hatten sich offenbar viel vorgenommen und haben viel abgeliefert - 13 Songs mit 78 Minuten regulärer Laufzeit plus 4 Songs mit 16 Minuten auf der BonusDisc der Ltd. Edition. Aber nicht nur vom Umfang her ist Controlling Crowds ein dicker Brocken. Auch musikalisch wird einem hier einiges abverlangt, denn das auf drei Parts verteilte Opus untermauert seinen Konzeptalbumsanspruch mit (super umgesetzten) nahtlosen Übergängen und ist insgesamt schwerer und kompakter, als die drei Vorgängeralben (Lights, Noise, You All Look The Same To Me).

Streckenweise ist der (Prog-)Rockanteil gegenüber den Vorgängern (vor Allem gegenüber Noise) zugunsten von Elektronik, Orchester- und Chorbombast (von vereinzelt Wagnerhafter Schwere wie in Words On Signs) zurückgefahren worden und auch das Songwriting an sich ist teils verändert.

Archivetypische, sich auftürmende und zum Ende hin explodierende Titel gibt es, wie auch ohrwurmhafte Balladen, etwas seltener als zuvor. Die Elemente sind zwar da, aber nicht immer eindeutig songgebunden (als Refrain oder Leitmotiv). Dafür wird ab und an auch mal wieder gerappt (Quiet Time, Bastardised Ink, Razed To The Ground), wobei die Sounduntermalung mal elektronisch / futuristisch, mal orchestral / hymnisch ist. TripHop ist das - m.E. gottseidank - nicht wirklich, stattdessen wirklich gut gemacht.

94 Minuten Musik sind kein Pappenstiel. Die muss man erstmal schreiben und das ist Archive ohne nennenswerte Durchhänger gelungen. Controlling Crowds ist trotz aller Veränderungen und einiger Längen ein außergewöhnliches Album geworden, dass man aufgrund seiner Fülle von Musikstilen und Song-/Soundvariationen einfach öfter hören muss, bis es sich erschließt.

Bullets, die erste Singleauskoppplung (Video auf der DoppelCD) ist einfach mitreißend und würde auch Porcupine Tree gut zu Gesicht stehen - Gesang, Gitarren, Drums, Piano, Elektronik, Orchester... hier stimmt einfach alles, was für ein Song! Words On Signs, eine schleppend-hymnische, von Piano und Gesang dominierte Ballade, weckt teils Erinnerungen an Pink Floyds The Wall. Dangervisit macht zuerst Anleihen bei Supertramp und steigert sich dann spannungsgeladen über donnernde Drums in ein recht ekstatisches Finale - super. Chaos, eine erneut klaviergetragene Ballade überzeugt durch hervorragenden Gesang und großartige, orchestrale Steigerung. Funeral hat alte Qualitäten, ist erdig, mitreißend und zum Schluß auch laut.

Das von Maria Q gesungene Collapse/Collide beginnt düster atmosphärisch (im Stil von AIR) und steigert sich zu orchestraler Schwere auf Midtempo-Drums - gut gemacht. Bonustrack 1, Killing All Movements, ist gitarrenlastig, rockig und könnte - nur um der Orientierung willen - auch von U2 stammen. Bonustrack 2, Children They Feed, ist in bestem Sinne roh, straight und von trockenen Drums dominiert.

Controlling Crowds hat noch viele weitere Highlights, wenige Schwachstellen und ist eines der Alben, die nicht alle Tage erscheinen. Eine außergewöhnliche Band, ein erstklassiges Album (DoppelCD lohnt auf jeden Fall).
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düstere Gesellschaftskritik, 17. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
Das Vorgängeralbum heißt zwar "Lights", doch Archive verbreiten mit ihrer Musik eine eher düstere Atmosphäre. Diese findet ihren Höhepunkt im neuen Konzeptalbum, das sich auf die Kontrolle der Massen in der modernen Gesellschaft bezieht. In drei Teilen analysieren Archive Kontrollmechanismen, denen wir unterworfen sind. Doch nicht nur Kritik, sondern auch die Forderung nach Veränderung bestimmt das Album. So lauten die letzten Worten in FUNERAL: "YOU COULD END EVERYTHING RIGHT HERE!"
Die Anschaffung der Limited Ed. lohnt allemal, denn die vier auf der Bonus-CD versammelten Tracks halten das Niveau der regulären Veröffentlichung. Wer eine Synthese von Trip Hop und Pink Floyd mag, greife bedenkenlos zu! Spielzeit: über 78 Min. - mit der Bonus-CD sind's über 95 Min.!
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So gut wie alles richtig gemacht!, 9. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
Archive haben ein Problem: sie müssen von ihren Zuhörern erarbeitet werden. In den wenigsten Fällen wird ihr Stil der musikalischen Sozialisation potentieller Fans punktgenau entsprechen. Zu divers ist die Spannbreite der verarbeiteten Einflüsse und der assimilierten Spannungsfelder (Prog-Rock versus TripHop, Elektronik versus Rock, Rap versus Kraut-Rock, eine Prise Industrial und Postpop dort). Zudem sucht man Refrains, die man im ersten Anlauf mitpfeifen kann vergebens; genau wie ähnliche klingende Bands. Es ist kennzeichnend, dass bei dem im besten Sinne als kreatives Kollektiv funktionierenden Archive nunmehr inzwischen 4 Leute sich das Mikrofon teilen: neben zwei an sich schon recht gegensätzlichen männlichen Gesangsstimmen, eine ausgesprochen feminin rüberkommende Sängerin und ein bereits vom ersten Album Londinum bekannter, recht fähiger Rapper. Rechnet man hier die beiden Masterminds des Archive-Kerns und den ein oder anderen beitragenden Musiker hinzu, verwundert es nicht dass die Band eine eigene komplette musikalische Welt vor einem aufspannt und das Wunder vollbringt, extreme Diversität mit hohem Wiedererkennungswert zu verbinden. Alles verschmilzt zu einem mächtigen musikalischen Monolithen, der letztlich nicht viel neben sich duldet und volle Aufmerksamkeit im Austausch gegen Einblicke in ein Universum fordert.
Nach den kreativen Höhepunkten der Band auf 'You all look the same to me' und 'Noise', dem Weggang des auf diesen Alben tätigen Sängers und der dem Beinahe-Kollaps der Band folgenden Selbstsuche auf 'Lights' machen Archive auf 'Controlling Crowds' offensichtlich weder Kompromisse noch Zugeständnisse an wen auch immer. Neben eher vertrauten Klängen wie in 'Bullets' findet sich teilweise eine Rückkehr in frühe TripHop/Rap-geprägte 'Londinium'-Zeiten und vorwärtsgewandte Neulandsuche. Einige Songs leben von einer komplexen Struktur ('Dangervisit'), andere von einer sich beständig aufbauenden Dynamik und Intensität ('Controlling Crowds', 'Collapse/Collide', 'Clones'). Andere Songs verschneiden gekonnt Rap-Vocals mit sich hypnotisch aufbauenden Klanggebilden ('Quiet Time') oder Stakkato-Synthies ('Bastardised Ink'). Anlass zum Durchatmen geben die meist von Maria Q gesungenen ruhigeren Stücke des Albums, deren perfekt ausgebildete Stimme vielleicht den Sound teilweise zu glatt bügelt. Auf der der limited edition beiliegenden Bonus-CD finden sich zudem 4 weitere Songs, von denen zumindest 'Killing all movements' und 'Children they feed' den Höhepunkten auf dem regulären Album in nichts nachstehen.
Wer auf der Suche nach gleichzeitig zeitgemäßer und zeitloser Musik ist und Alben sucht, die einen Jahre hindurch begleiten können, macht mit Archive und speziell mit 'Controlling Crowds' definitiv nichts verkehrt. Live sind Archive im übrigen nochmal ein Extra-Kapitel. Wer schon mal erlebt hat, wie die Band mit 'Numb', 'Pulse' oder 'Finding it so hard' ihr Publikum unangespitzt in den Konzertsaalboden rammt und selbst Crowbar-T-Shirt-tragende Ordner mit offenen Mund staunend zurücklässt, weiß von hier die Rede ist'
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder im Aufwind: Archive mit neuem Konzept(album)., 15. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
Archives neues Opus, vorliegend in Standard- oder erweiterter Edition (13 bzw. 17 Songs), ist eine deutliche Verbesserung zum letzten, etwas leichtgewichtigen Album Lights, das den vorhergehenden exzellenten CDs You All Look The Same To Me und Noise nicht gerecht wurde, weil es hauptsächlich von dort bekannte Muster - lange Pink Floyd meets Trip-Hop-artige Nummern, unterbrochen von kurzen, melodiösen Songs - kompetent aber nicht inspiriert wiederholte. Controlling Crowds hingegen, ein Konzeptalbum über die Massen und ihre Kontrollierbarkeit, punktet mit geschickt ineinander verwobenen Melodien und Leitmotiven und klingt auch durch den Einsatz fast aller früherer Archive Vokalisten - Pollard Berrier, Dave Pen, Rosko John, Maria Q - (nur Craig Walker, dem sie alle nicht das Wasser reichen können, glänzt leider einmal mehr durch Abwesenheit) erstaunlich abenteuerlustig. Abwechselnd elektronisch und orchestral, rockig und getragen, gesungen und gerappt, lang aber kompakt, nicht unprätentiös aber spannend, bietet Controlling Crowds etwas für Fans aller Phasen des ständig mutierenden, sympathisch uncoolen und stets interessanten Kollektivs um die Masterminds Danny Griffith und Darius Keeler, von Londinium (Trip-Hop) über Take My Head (Pop) bis zu Lights (siehe oben) und legt zumindest mit "Bullets", "Children They Feed" und "Day That You Go" einige Songs vor, die zu Archives besten zu rechnen sind.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen verstörend, 20. Juni 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
die archive-gemeinde wird aufschreien wenn ich behaupte, daß dies das beste album ist, was diese ausnahmeband je veröffentlicht hat, aber ich stehe dazu: ich höre es in diesem moment das x-te mal und bin begeistert davon, wie abwechslungsreich und verstörend dieses werk auf mich wirkt. normalerweise steht und fällt eine band mit dem sänger, aber griffiths und keeler beweisen mit ihrem kompositorischen talent, daß dies nicht immer der fall ist - "controlling crowds" ist ein gutes beispiel dafür.

das vorliegende album ist eine der seltenen perlen für leute wie mich, die auf ausschweifende, melancholische und melodramatische musik stehen. wem diese musikrichtung ebenso zusagt: kaufen!

anspieltip: collapse collide. hammerstück!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rien Ne Vas Plus..., 18. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
... nichts geht mehr(hier allerdings im Sinne von besser geht nicht mehr )! Es sei denn man wechselt wieder die Sänger. Come back Craig Walker! Da muß ich leider anderen Rezensenten zustimmen- Pollard Berrier`s erster Einsatz auf "Lights" hat mir nicht gefallen- die Umgewöhnung von Walker`s perfekt arrangierter, brüchiger, aber kraftvoll-wütender Stimme wollte nie so recht gelingen. "Again", "Finding it so hart", "Waste" oder "Sleep"- sind alles Songs, so hoch das Sie problemlos bis in den Himmel reichen,und Sie alle hätten mit Berriers Stimme nicht funktioniert.
Beim aktuellen Album passt er allerdings wunderbar ins Konzept und überzeugt stellenweise mit einer Brüchigkeit die ich nie erwartet hätte. Rosko John macht seine Sache zwar gut, wurde aber seit "Londinium" von mir nicht wirklich vermisst. Im Gegenteil, irgendwie stören seine Passagen die Stimmung der Platte, anders als damals bei "Londinium". Und wenn schon vokale Unterstützung für Berrier und Pen, warum dann nicht Walker? Oder besser sogar Walker wieder für die Leadvocals und der Rest zu seiner Unterstützung.
Ansonsten ist der Rest wieder völlig ohne Beanstandung. Die wohl dosierten Chöre sind himmlisch und erwecken den Eindruck "Archive" hätten ein Requiem für die moderne Gesellschaft geschrieben. Die Songs sind wie immer gewaltig, fragil, bombastisch, treibend, wütend, hymnisch - manchmal alles gleichzeitig und trotzdem wird die schneidende Kritik an einem global pervertierten Gesellschaftssystem nicht unter klanglichem Bombast begraben sondern bestenfalls untermauert. Bei Archive muss man nach wie vor in erster Linie zuhören, das ist lyrischer Sprengstoff ohne Plattitüden À la Kindergartenpunktexterei oder Weltverbesserer-Deutschrock, verpackt in akkustischer Stimmungsmache zur jeweiligen gezeichneten Situation. Die Briten konnten das schon immer um einige Längen besser!
Wenn die musikalische Entwicklung der Band so weiter geht wie seit ihrem ersten Album und sich alle Beteiligten bei der nächsten Platte entschließen würden Craig Walker wieder on Bord zu holen, könnte das Ergebnis wohl entgültig das Beste Album der Band werden. Ich freu mich schon mal.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Masse mit Klasse, 25. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
Controlling Crowds, die Kontrolle der Massen, lautet das Thema des 2009er Konzeptalbums von Archive, der vielköpfigen Band um Darius Keeler und Danny Griffiths.

Keeler und Griffiths hatten sich offenbar viel vorgenommen und haben viel abgeliefert - 13 Songs mit 78 Minuten regulärer Laufzeit plus 4 Songs mit 16 Minuten auf der BonusDisc der Ltd. Edition. Aber nicht nur vom Umfang her ist Controlling Crowds ein dicker Brocken. Auch musikalisch wird einem hier einiges abverlangt, denn das auf drei Parts verteilte Opus untermauert seinen Konzeptalbumsanspruch mit (super umgesetzten) nahtlosen Übergängen und ist insgesamt schwerer und kompakter, als die drei Vorgängeralben (Lights, Noise, You All Look The Same To Me).

Streckenweise ist der (Prog-)Rockanteil gegenüber den Vorgängern (vor Allem gegenüber Noise) zugunsten von Elektronik, Orchester- und Chorbombast (von vereinzelt Wagnerhafter Schwere wie in Words On Signs) zurückgefahren worden und auch das Songwriting an sich ist teils verändert.

Archivetypische, sich auftürmende und zum Ende hin explodierende Titel gibt es, wie auch ohrwurmhafte Balladen, etwas seltener als zuvor. Die Elemente sind zwar da, aber nicht immer eindeutig songgebunden (als Refrain oder Leitmotiv). Dafür wird ab und an auch mal wieder gerappt (Quiet Time, Bastardised Ink, Razed To The Ground), wobei die Sounduntermalung mal elektronisch / futuristisch, mal orchestral / hymnisch ist. TripHop ist das - m.E. gottseidank - nicht wirklich, stattdessen wirklich gut gemacht.

94 Minuten Musik sind kein Pappenstiel. Die muss man erstmal schreiben und das ist Archive ohne nennenswerte Durchhänger gelungen. Controlling Crowds ist trotz aller Veränderungen und einiger Längen ein außergewöhnliches Album geworden, dass man aufgrund seiner Fülle von Musikstilen und Song-/Soundvariationen einfach öfter hören muss, bis es sich erschließt.

Bullets, die erste Singleauskoppplung (Video auf der DoppelCD) ist einfach mitreißend und würde auch Porcupine Tree gut zu Gesicht stehen - Gesang, Gitarren, Drums, Piano, Elektronik, Orchester... hier stimmt einfach alles, was für ein Song! Words On Signs, eine schleppend-hymnische, von Piano und Gesang dominierte Ballade, weckt teils Erinnerungen an Pink Floyds The Wall. Dangervisit macht zuerst Anleihen bei Supertramp und steigert sich dann spannungsgeladen über donnernde Drums in ein recht ekstatisches Finale - super. Chaos, eine erneut klaviergetragene Ballade überzeugt durch hervorragenden Gesang und großartige, orchestrale Steigerung. Funeral hat alte Qualitäten, ist erdig, mitreißend und zum Schluß auch laut.

Das von Maria Q gesungene Collapse/Collide beginnt düster atmosphärisch (im Stil von AIR) und steigert sich zu orchestraler Schwere auf Midtempo-Drums - gut gemacht. Bonustrack 1, Killing All Movements, ist gitarrenlastig, rockig und könnte - nur um der Orientierung willen - auch von U2 stammen. Bonustrack 2, Children They Feed, ist in bestem Sinne roh, straight und von trockenen Drums dominiert.

Controlling Crowds hat noch viele weitere Highlights, wenige Schwachstellen und ist eines der Alben, die nicht alle Tage erscheinen. Eine außergewöhnliche Band, ein erstklassiges Album (DoppelCD lohnt auf jeden Fall).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikerkollektiv, 30. April 2009
Von 
Marc Colling "luxkling" (Dalheim Luxemburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
Nachdem das Vorgängeralbum "Lights" die Hoffnungen der Fans nicht ganz erfüllen konnte, schoben Archive schnell eine Live CD hinterher, um sich dann über 18 Monate komplett zurück zu ziehen.

Und diese Zeit hat das Musikerkollektiv um Danny Keeler phantastisch genutzt. Ich gehörte auch zu denen, die nach der letzten CD gedacht haben "Das war's", fast 15 Jahre nach Londinium fällt denen nichts mehr ein. Was für eine Fehleinschätzung von mir!!! Alleine schon der gleichnamige Opener der CD entführt den Hörer wieder dorthin, wo er 1995 bei Londinium schon mal war. Diese Sounds, aus denen irgendwie Musik entsteht, dieser lethargische Rhythmus, abwechselnde Stimmen, die mantraähnlichen Gesänge, das sich-aufbäumen der Musik und wieder in sich zusammenfallen, einfach grandios. Und es geht auch mit den weiteren Songs nur in eine Richtung: nach oben. "Bullets", wunderschön eingespielt mit flirrendem Keyboard, "Words on signs", sehr elegisch, traurig, morbide, dann der nächste absolute Höhepunkt "Collapse/Collide" und irgendwann hört man Maria Q singen, verfremdet, wie von einem anderen Stern und sie singt das deprimierende "Whore". Und auf 2 Songs wird wieder gerappt, ach was, das ist kein Rap wie man ihn kennt. Das ist eine neue Form des Rapsingens, irgendwo zwischen allen Stilen.

Der harte Kern der Band Keeler/Pollard hat es geschafft! Auf Grund ihres über Jahre erarbeiteten Status als DIE Band im Elektroniikbereich, wird diese CD ihnen den ganz grossen Durchbruch bringen. Hier zeigen sie, dass sie die Pink Floyd und gleichzeitig Kraftwerk der neuen Generation sind. Sie bedienen sich gnadenlos bei den 70ern und 80ern, schiessen das Ganze durch die Synthies und Keyboards und Mellotrons der 2000er und heraus kommt etwas völlig Neues, ja eigentlich schon absolut Irrationales.

Doch nicht die Technik hat gesiegt, sondern das Songwriting. Egal wie gut Archive ihre Sounds umsetzen, die Songs müssen wie richtige Songs klingen. Nur dann funktioniert das Kollektiv!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zufallsfund, Glück gehabt!, 19. Februar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie viele bin ich über einen Game Trailer zu diesem Album gekommen.

Dabei steht immer die Befürchtung, ob man wegen dem einen "anders artigen" Song ein falsches Album kauft.

Hier habe ich jedoch nicht daneben gegriffen, perfekte Musik um sich in ne Ecke zu verziehen und mit einem Buch etc. abzudriften.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die wohl derzeit innovativste Band des Planeten, 15. September 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Controlling Crowds (Audio CD)
Ok, "You all look..." und "Noise" sind für immer und ewig nicht zu übertreffende Klassiker.
Doch mit diesem Album haben sich Archive noch einmal neu erfunden. Die Bandbreite der Songs erschließt sich einem erst nach dem zigsten Hören. Komplex, genial und mit derartigen Widerhakenmelodien ausgestattet, dass man sie einfach nicht mehr aus dem Kopf kriegt. Auch beim 100sten Durchlauf entdecke ich hier noch Neues. Die Scheibe hat keinerlei Verschleißfaktor. Und genau das unterscheidet sie vom Gros der Veröffentlichungen.
Pollard hat sich als wirklich charismatischer Sänger etabliert und der Musik seinen eigenen Stempel aufgedrückt. So kann es weitergehen. Einziger Wermutstropfen: Der Rapper. Der passt zu Archive wie Boy George zu Motörhead. Hoffentlich ist dieser Kopfsockenträger mit seinem unerträglichen Geleier auf den nächsten Outputs nicht mehr dabei...
Ansonsten, perfekt!!!
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Controlling Crowds
Controlling Crowds von Archive (Audio CD - 2009)
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