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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwere Zeit gut gemeistert
1978 hatte Genesis - nach den schweren Verlusten Gabriel und Hackett - schwere Zeiten vor sich. Erstens mussten Sie jetzt als Trio klarkommen und zweitens war das, was sie am besten konnten - nämlich Prog-Rock - mittlerweile unverkaufbar - hier hat man ja auch in den 70ern alles bewiesen, was zu beweisen war. Dieses Album mit dem bezeichnenden Titel "...and then...
Veröffentlicht am 19. August 2007 von Axel Tapper

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Meilenstein
Diese Album war im Frühjahr 1978 eine große Enttäuschung, die sich durch die ungewohnt poppige (und dadurch erfolgreiche) Vorab-Single "Follow you follow me" jedoch bereits angekündigt hatte. Steve Hacketts Abgang war ein schwerer Verlust, der kaum zu kompensieren war. Dabei war das Songmaterial noch halbwegs akzeptabel zu nennen, wenngleich...
Vor 6 Monaten von TM Productions veröffentlicht


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwere Zeit gut gemeistert, 19. August 2007
Rezension bezieht sich auf: ...And then there were three (Audio CD)
1978 hatte Genesis - nach den schweren Verlusten Gabriel und Hackett - schwere Zeiten vor sich. Erstens mussten Sie jetzt als Trio klarkommen und zweitens war das, was sie am besten konnten - nämlich Prog-Rock - mittlerweile unverkaufbar - hier hat man ja auch in den 70ern alles bewiesen, was zu beweisen war. Dieses Album mit dem bezeichnenden Titel "...and then there were three.." stellt den Wandel zu einer neuen Band dar - konsequenterweise hätte man sich umtaufen müssen. Aber wer gibt schon gerne so einen Namen auf :-) Auf dieser Platte hat man - gezwungenermaßen - zu kürzeren und etwas poppigeren Formen gefunden (man war damals gezwungen, radiotauglichen Hits zu produzieren oder man ging unter). Aber auch hier ist noch der schwere, episch-verträumte keyboardlastige Einfluß von Tony Banks zu hören, während man den kommerziellen Collins- Einfluß auch schon ein wenig spürt. Diese Platte findet sich also weder bei 70er Prog, noch bei 80er Kommerz, aber auch irgendwie bei beidem wieder - die Stimmung und Atmosphäre dieses Albums gab's vorher nicht - und danach auch nie wieder - und das macht sie einzigartig! Ganz klar 5 Sterne für ein einzigartiges Album, Gratulation an eine nicht totzukriegende Band !!!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gutes Album, 31. März 2007
Vor der Veröffentlichung von ,...And Then There Were Three' mussten Genesis wieder einen personellen und kreativen Verlust hinnehmen, da der Gitarrist Steve Hackett die Band verließ, um sich aufgrund künstlerischer Differenzen speziell mit Tony Banks seinen Soloprojekten zu widmen. Mike Rutherford übernahm also die Gitarrenparts, allerdings konnte er nie die Genialität des Spiels von Steve erreichen, insbesondere auf ATTWT ist er ehehr unauffällig. Dennoch ist das Album durchaus gelungen, ich selber habe es mit der Veröffentlichung der CD/SACD/DVD wieder- und speziell einige Songs neu entdeckt, so die fantastische und live wahrscheinlich gigantische Ballade ,Many Too Many', und ,Scenes From A Night's Dream'. Fantastisch sind auch ,Burning Rope', Snowbound' und ganz besonders ,Deep In The Motherlode', alle drei und speziell der letztgenannte Track bauen eine tolle Atmosphäre auf und sind eigentlich auch dafür prädestiniert, live performt zu werden. Insgesamt gibt es keinen Totalausfall auf der Platte, auch der kraftvolle Opener ,Down And Out', das Banks-Stück ,Undertow', Say It's Alright Joe' und ,The Lady Lies' sind gute Tracks.
Es muss jedoch auch kritisch bemerkt werden, dass die Raffinesse früherer Alben, derer mit Gabriel sowieso, aber auch ,Trick Of The Tail' und ,Wind And Wuthering' etwas verloren gegangen ist. Es gibt deutlich weniger musikalische Überraschungsmomente, was auf der einen Seite im Weggang von Hackett begründet sein mag, was zu einer starken Dominanz der Keyboards auf diesem Album führt, die Rutherford durch sein Gitarrenspiel nicht aufzulockern vermag, aber auch durch die beginnende Fokussierung auf den Massengeschmack. Letzteres zeigt sich ganz besonders am Schlusssong ,Follow You, Follow Me', dem ersten großen Hit der Band. Das Stück ist sogar gut, seine Genialität liegt in seiner simplen Struktur, aber es weist den Weg der künftigen Genesis, so dass ,...And Then There Were Three' auch den Abschied Genesis' vom ProgRock markieren, wenn auch auf späteren Alben hier und da noch Spuren dieser musikalischen Vergangenheit hörbar waren, wie ,Home By The Sea', ,Driving The Last Spike' etc., um abschweifend vom eigentlichen Gegenstand dieser Rezension zwei beispielhafte Songs zu nennen.

Schlussendlich muss man der Band bescheinigen, mit ,And Then There Were Three' schon ein sehr gutes, schönes, atmosphärisch sehr ansprechendes Album abgeliefert zu haben, das Prädikat ,Exzellent' jedoch kann man hier meiner Ansicht nach nicht vergeben. Der verbesserte Sound kann jedoch durchaus dazu beitragen, dass bei Fans, die das Album bisher grenzwertig fanden, nun endlich der sprichwörtliche Funke überspringt.

Folgende visuelle Boni sind auf der DVD vorhanden:

Videos
1. Many Too Many
2. Follow You Follow Me

Three Dates With Genesis
Ein sehr informativer Dokumentarfilm über einige Stationen der 78er Tour von Genesis, darunter auch die deutschen Festivals mit Infos über das Tourleben, Ausschnitten der Reisen, Bühnenaufbauarbeiten, Proben, Konzerte etc. mit eine Länge von etwa 48 Minuten und guter Bild-, sowie Tonqualität.

Galerien
1. Japanese Tour Programme 1978
2. Knebworth Programme 1978
3. German Festival Programme 1978

Qualitativ sind die Aufnahmen in optischer Hinsicht für ihr Alter sehr gut, klanglich gibt es nichts zu bemängeln. Schade ist allerdings die Tatsache, dass keine Konzertausschnitte vorhanden sind, obwohl offensichtlich Material voeliegt, welches aber vielleicht aufgrund seiner Länge für eine spätere, separate DVD-Veröffentlichung vorgesehen sein mag. Des weiteren ist ein interessantes Reissue-Interview mit den Künstlern enthalten, allerdings ohne deutsche Untertitel. Das Package ist gegenüber der 1994er-Remaster-Serie sehr verbessert worden, die Cover aller Alben sind auf der Rückseite wieder individualisiert worden, die hässliche EinheitsTracklist-Infobox ist entfallen und für jede CD hat man sich wieder eine individuelle Gestaltung der Trackliste einfallen lassen. Besitzer der 1994er-Remaster-Serie sollten also beruhigt zugreifen, dies ist ein Remaster, das seinem Namen alle Ehre macht und Maßstäbe für künftige Wiederveröffentlichungen setzt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Meilenstein, 7. Juni 2014
Diese Album war im Frühjahr 1978 eine große Enttäuschung, die sich durch die ungewohnt poppige (und dadurch erfolgreiche) Vorab-Single "Follow you follow me" jedoch bereits angekündigt hatte. Steve Hacketts Abgang war ein schwerer Verlust, der kaum zu kompensieren war. Dabei war das Songmaterial noch halbwegs akzeptabel zu nennen, wenngleich es auch keinerlei Höhepunkte gab wie auf früheren Alben (Cinema Show, Afterglow, Dance On A Volcano, Ripples, um nur wenige zu nennen). Die Abwesenheit eines gelernten Gitarristen hinterließ ein Vakuum, das Bassist Mike Rutherford nicht annähernd füllen konnte, obwohl das Bemühen erkennbar ist, die E-Gitarre hin- und wieder zu betonen, als ob man sagen wollte: "hört her, hat gar nicht weh getan". Leider wurden darüber jedoch vor allem die akustischen Gitarrenparts nahezu vollständig geopfert - was sehr überraschend war, da Mike an diesen doch bislang einen großen Anteil hatte. Da seine E-Gitarre jedoch nicht annähernd Steves Kompetenz hatte, war das Gleichgewicht deutlich zu Tony Banks Gunsten verschoben. Jeder Song ist daher stark Keyboard-lastig, ständig wabern käsige Klangteppiche - zum ersten Mal fehlte hier das Mellotron - die Drums sind pappig und selten im Vordergrund und die Gitarren gehen im Klangbrei weitgehend unter. Das Konzept - wenn es denn überhaupt eins gab - ging nur an wenigen Stellen auf.

David Hentschel war als Produzent der Herausforderung entweder nicht gewachsen, oder er hatte nicht erkannt, dass die neuen Strukturen auch einen neuen Sound erforderlich gemacht hätten. Dies kann man vor allem daran erkennen, dass die erhältlichen Remixe, sowohl der frühe US-Remix der "Follow You Follow Me"-Single als auch der 2007er Nick-Davis-Remix des ganzen Albums, aber auch die Live-Versionen plötzlich um ganze Klassen frischer, dynamischer und lebendiger klangen als das von ihm verantwortete Original.

Dies und die Abkehr von den proggigen Instrumentalpassagen war das, was die bis-dahin-Genesis-Fans so enttäuschend fanden. Nur sehr wenige, die vor ATTW3 bereits Fans der Band waren, konnten dieses Album ebenfalls gut finden. Und: Wäre ATTW3 bereits von Hugh Padgham produziert worden und hätte es den Sound von "Abacab" vorweggenommen, wäre es sicher völlig anders rezipiert worden. Möglicherweise wäre es sogar zu dem Meilenstein der Bandgeschichte geworden, für den "Abacab" (1981) ein paar Jahre zu spät gekommen war.

Den dritten Stern gibt es hier nur für den Nick-Davis-Remix von 2007, der aus den Mehrspurtapes das Maximum herausgeholt hat - was das Album letztlich doch noch halbwegs erträglich macht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sträflich unterschätzt, 13. Februar 2013
Es war mir immer ein Rätsel,warum gerade dieses Album von Fans und sogar der Band selbst so zwiespältig beurteilt wird.
Bei einem Interview wurden die drei mal gefragt,mit welchem Album sie sich aus heutiger Sicht am wenigsten identifizieren können....man war sich schnell einig.Und ich völlig ratlos.Ich höre es noch heute leidenschaftlich gern.
Nach dem Weggang des Gitarrenvirtuosen Hackett übernahm Rutherford sämtliche Gitarrenarbeit,was man schon hört.
Eine echte Lücke bei der Kompositionsarbeit hinterließ er jedoch nicht,da auch schon auf den Vorgängeralben die meisten seiner Vorschläge von der Mehrheit der anderen Bandmitglieder abgelehnt wurden.Aus diesem Dauerfrust heraus verließ er dann die Band.
Auf keinem anderen Genesis-Album wurde so wenig zusammen ausgearbeitet,gejammt,wie hier.Banks,Rutherford und auch Collins brachten eigene Songs mit und man nahm sie nur noch auf,was viele Kritiker auf den Plan ruft.
"Follow You, Follow Me" und "Deep In The Motherlode" fallen für mich deutlich ab,aber schon der Opener "Down And Out" ist ein Hammer.
Schon beim ersten Ton kriege ich eine Gänsehaut vor Wonne und mit Einsatz des Rhythmus schießt auch nach so vielen Jahren noch das Adrenalin ein.Ist "Many Too Many",die wunderschöne Anleitung zum Träumen, schlechter,weil Banks sie allein geschrieben hat?
Daß "And Then There Were Three" trotz allem eine Gemeinschaftsarbeit ist,merkt man besonders an dem bombastischen "The Lady Lies".Von Banks allein geschrieben,wird es durch die unglaubliche Rhytmusarbeit des Phil Collins perfekt "veredelt".
Am Schluß des Stückes hat man das Gefühl,das Schlagzeug "überholt sich selbst" vor lauter Spielfreude.Ein Hochgenuß!
Dann noch das wunderbare "Burning Rope"....ein Klasse-Album.
Die erste CD-Serie war fürchterlich,die "Definitive Remaster Edition" (94er Remaster von Geoff Cullingham,Nick Davis und Chris Blair)sind auch heute noch klanglich das Maß aller Dinge.Gefühlvolles,sensibles Mastering,dicht am Vinyl.Kein Loudness-War,kein Clipping,besser geht`s nicht.
Die 2007 von Nick Davis und Tony Cousins "verbrochenen" und jetzt leider nur noch produzierten "Remasters",die in Wirklichkeit vor allem Remixes sind,empfinde ich als unerträglich.Keine Dynamik mehr(totkomprimiert),Gesamtpegel und Spitzen zu hoch,Frequenzen angehoben ohne Ende,rumgespielt an all den schönen Reglern,wo es nur ging.Das Schlimmste:Beim Remix tief in die Zusammensetzung der Musik eingegriffen,einzelne Instrumente hervorgehoben/nach hinten verschoben...vielleicht interessant als "Alternativmix"auf irgendeiner Jubiläumsausgabe(als Bonusmaterial!).Aber als Ersatz für die authentische,die Originalabmischung?
Ein Tip: Die 94er "Definitive Remaster Edition" wird irgendwann vergriffen sein.....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... und dann wurde der Musikstil anders...!!!, 14. Mai 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1978 war es als ich mir die LP "...And Then There Were Three..." von Genesis gekauft habe. Die Sorge war damals, ob der Rest der Band ohne Peter Gabriel und Steve Hackett überhaupt etwas Passables zustande bekommen würde. Als sich die LP auf dem Plattenteller drehte, wurden meine Bedenken zunichte gemacht. Die Musik war richtig gut. Allerdings war das Album wesentlich poppiger und radiotauglicher als die Vorgängeralben. Hier wurde wieder einmal eine Wende in der Stilrichtung vogenommen. Ohne Peter Gabriel, der bereits 1975 seinen Ausstand gab, und nunmehr ohne Steve Hackett, verabschiedete sich Genesis meinem Erachten nach endgültig vom Progressive-Rock. Enttäuscht war ich nicht, denn wenn man die nötige Toleranz mitbringt und offen für Veränderungen ist, dann ist ein vorurteilsfreierer Zugang möglich. Phil Collins, Tany Banks und Mike Rutherford hatten den Verlust ihrer kreativen Mitstreiter gut weggesteckt. Das Album habe ich damals rauf und runter gehört. Zu den einzelnen Titeln möchte ich nicht näher eingehen, da jeder Genesis Freund die Songs ohnehin alle kennt. Dennoch möchte ich es nicht unterlassen auf ein paar herausragende Songs des Albums hinzuweisen. Meine Highlights sind: Platz 1: Burning Rope; Platz 2: Snowbound und Platz 3: Undertow. Follow You Follow Me ist halt schon der obengenannte radiotaugliche Hit (Ohrwurm) gewesen. Der Song ist ja auch wirklich gut, nur habe ich ihn schon viel zu oft gehört. Als "...And Then There Were Three..." erstmals als CD zu erhalten war, habe ich sofort zugeschlagen und mir das Teil gekauft. Von Zeit zu Zeit hole ich das Album wieder hervor und kann bei der, im positiven Sinne, seichten Musik wunderbar entspannen. "...And Then There Were Three..." ist ein Album, dass ich nicht missen möchte und das mir sehr gefällt. Deshalb gebe ich den Dreien von Genesis auch gerne 5 Sterne hierfür.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Richtungsweisend - aber in welche?, 23. Januar 2011
Das Album zeigt eine verunsicherte Band, die sich noch nicht darauf geeinigt hat, wo die Reise hingehen soll. Symptomatisch dafür ist, dass beinahe jeder Titel einen anderen Autor oder eine Kombination von Autoren trägt. Und das rächt sich. Banks weiß einmal mehr nicht wohin mit seinen harmonischen und melodischen Einfällen - ein Problem, dass die meisten Rockbands erst gar nicht haben - und entsprechend überladen sind seine eigenen Songs; ihm fehlt hier das Gespür für Proportion. Ein Korrektiv sollte später in Gestalt von Collins auftreten, der sich hier aber noch zurückhält. Rutherford - das war auch in anderen Rezensionen zu lesen - kommt hier in der Tat zu kurz. Seine Rolle als Gitarrist hat er noch nicht gefunden, gleichwohl das Riff von "Follow You..." wirklich großartig ist. Das befreite Bassspiel der früheren Alben, in dem er eigenständige melodische Akzente setzen konnte, vermisst man hier fast durchgängig.

Die Verunsicherung wird noch größer, wenn man sich den popmusikalischen Kontext der Zeit ansieht. Hinter Progrock stand der Wunsch, sich von den harmonischen Klischees der Rockmusik und der oft schlichten Melodik zu lösen. Die Ausschweifungen des Progrock in ungeraden Taktarten und oft ziellosen harmonischen Modulationen waren mittlerweile aber selbst zum Klischee geworden, und Vereinfachung tat not. Disco und Punk kamen auf als glitzernder und schmutziger Gegenpol zur Kopfmusik. Wer sich darin nicht wiederfand, konnte im Hard Rock sein Heil suchen. So unterscheidlich diese Genres sein mochten: gemein war ihnen eine Kompaktheit, eine Übersichtlichkeit. Es ist zwar kein Makel, nicht mit dem Trend der Zeit zu schwimmen, aber für eine Band wie Genesis, die in den Vorjahren Trends gesetzt hatte ungewöhnlich. Mir fehlt bei diesem Album der Finger am Puls der Zeit.

Was lässt sich Gutes über das Album sagen? Es enthält eine Reihe von schönen musikalischen Momenten, die für Vieles entschädigen und ein paar komplett gelungene Songs. Der Opener "Down And Out" rockt ordentlich, verschenkt den guten Eindruck aber etwas mit seinem süßlichen Schluss. "Scenes from a Night's Dream" mag vielen zu poppig sein, ist aber mal ein Song, der von Anfang bis Ende abgeht. Es dürfte der erste typische Phil Collins Song überhaupt sein (Co-Autor Banks); man höre sich nur die Backing Vocals in der Strophe an! "Many too Many" ist zwar Keyboardschwulst, aber einer, der sich nicht verzettelt. Naja, und mit "Follow you..." ist der Hit definiert. Schöne Idee, die Gesangslinie mit dem Synthesizer zu doppeln; wer macht das schon?

Dementsprechend eine Drei-Sterne-Wertung. Maßstab ist dabei nicht der Rest der Rockmusik, sondern Genesis selber.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön, 25. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: And Then There Were Three (Audio CD)
Das auch unter den Fans wohl umstrittenste Album. Für die einen nach Steve Hacketts Ausstieg der Abgesang auf die alten epischen Zeiten, für die anderen einfach nur eine tolle Scheibe. Alles in allem hat die Gruppe bis zu der sehr poporientierten Scheibe "Invisible Touch" nie vergessen, dass Prog-Rock Ihr zuhause ist. Natürlich gingen viele epische Momente mit Hackett verloren, Mike Rutherford hatte auch große Probleme diese Lücke zu füllen. Diese Lücke wurde durch Tony Banks gefüllt, dessen Keyboards die Stücke bestimmen. Selbst das Gitarrensolo bei "Burning Rope" geht sehr unter. Das Ergebnis allerdings ist eine sehr melodiöse, ausgeglichene Scheibe geworden, die wunderschön anzuhören ist. Was Rutherford an der Gitarre nicht ganz hinbekommt, bringt er in seine Kompositionen ein, er ist ein sehr guter Songschreiber. Das Gleiche gilt natürlich auch für Tony Banks, dessen Sound schon immer Genesis prägte. Allein Phil Collins gelang es aus persönlichen Gründen ( seine erste Scheidung ) noch nicht, sich als Songschreiber hervorzutun. Erst auf "Duke" feierte er einen grandiosen Einstieg mit "Misunderstanding". Auf ATTWT beteiligte er sich nur an den gemeinsam komponierten Liedern. Leider leider begann bei Ihm nun auch die Abneigung, die Solokompositionen der anderen zu singen, was vor allem live zum Ausdruck kam. Die wunderschöne Ballade "Many too many" wurde beispielsweise nie live gespielt.
Alles in allem ist ATTWT die Vorstufe auf dem Weg in die 80 - iger, der mit "Duke" vervollständigt wurde. Interesant auch, dass die Plattenfirma die Band "gebeten" hat, kürzere Stücke zu schreiben, der Weg in das kommerzielle Dasein hatte begonnen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traumhaft, 15. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: And Then There Were Three (Audio CD)
Das neunte Album And Then There Were Three" erschien 1978. Es waren nur noch drei der ehemaligen Mitglieder als Stammbesetzung bei. Phil Collins, Mike Rutherford und Tony Banks.
Wir hören hier eine gelungene Mischung feinster Prog- Rock/Pop. Es hört sich jeder Song leicht und flockig an. Am besten, man legt sich dazu hin und geniest.
Für mich gilt das Album als das Gelungenste mit dieser Dreierbesetzung. Sehr schöne Melodien mit einem gefühlvollen Gesang von Phil C. prägen 11 sehr gute Songs. Wo bei für mich der Welthit Follow you - Follow me" der schwächste Song ist.
Deep in the Motherlade" halte ich wieder für das Stärkste. Die restlichen Songs konnten mich auch positiv überzeugen.

Überzeugt euch selbst, hört mal rein.
4 Sterne vergebe ich hier. 5 wäre doch zuviel weil, es sind halt nicht mehr die alten Genesis.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen And Then There Were Three: SACD - die Mogelpackung, 10. April 2008
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die von Nick Davis neu remasterte Fassung von 'And Then There Were Three' vor.
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde dabei verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage der Lieder wurde somit verändert und neu definiert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet, Instrumente in den Hintergrund gemischt, andere zu weit nach vorne geholt, klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein, es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen. (Solltet ihr über ausreichend Geld verfügen und ihrer habhaft werden, gebt der Japan-Edition den Vorrang.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen `It's good to be here! How have you been?`, 10. Mai 2014
Im Frühjahr 1978 erschien das neunte Studioalbum der Gruppe Genesis in der Besetzung: Tony Banks (Piano), Phil Collins (Vocals, Drums) und Mike Rutherford (Guitars, Bass).

Nach dem Ausstieg von Steve Hackett war die Gruppe ab 1977 auf sich alleine gestellt und das Progressive-Flagschiff wusste nicht so recht, wo es eigentlich hin wollte. "....And then there were three...." stellt einen gelungenen Spagat zwischen Prog, Pop und Kommerz dar. Hier wurden großteils progressive Elemente verwendet, es blitzt hin und wieder schon der poppige Aspekt der Band durch, aber nicht alle Songs überzeugen.

Mit `Down and out` (stark progressiv), `Undertow`, `Snowbound`, `Burning Rope`, `Many too many`, `Scenes from a Night's dream`, `The Lady lies` und `Follow you follow me` sind dann aber doch einige gute bis sehr gute Songs vorhanden. Nur `Say it's alright Joe`, `Deep in the Motherlode`und `Ballad of Big` wissen nicht so recht zum Album zu passen. Der Schwerpunkt des Werkes liegt nun auch großteils bei Tony Banks' Klavierspiel, wohingegen Gitarrenriffs leider immer wieder in den Hintergrund gerückt werden. Man hat bei einzelnen Passagen öfters Probleme, die Instrumente zuzuordnen und zu orten. Ich glaube, hier hätte man sich mehr auf die Gitarren verlagern sollen und es wird hin und wieder der Eindruck erweckt, dass Steve als Songwriter bzw. Unterstützer innerhalb der Stücke schon fehlt.

Somit 5 sehr gute Sterne für "....And then there were three...." da die von der nunmehr dreiköpfigen Truppe verfassten Songs großteils stark ausgefallen , und Klassiker vertreten sind, die es auch in das Live-Set auf Konzerten der Gruppe ab `78 geschafft haben. Von allen bis einschließlich 1991 veröffentlichten *Pop-Alben* ist "....And then there were three...." das Progressivste geworden, und daher sind 5 fette Sterne für diesen Bandklassiker zu gerechtfertigen.

Fazit: Trotz Drei-Mann-Besetzung ein weiterer Klassiker von Genesis. 5 Sterne!
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