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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen59
4,3 von 5 Sternen
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am 14. September 2009
Dieses Album wird mir in ewiger Erinnerung bleiben. Es lief auf meinem alten Vinylplattenspieler die ganze Nacht (mit Repetitions-Mechanismus), als ich zum ersten Mal im Leben mit einem Mädchen in einem Zimmer alleine war. Verklärt man dann diese Musik? Vielleicht. Aber nach so vielen Jahrzehnten hört man doch noch mal genau hin.

Schon das Cover in seiner romantischen Schlichtheit (keine Farben, nur grau) zeigt den Weg: Romantik. "One for the vine": hier zeigt Tony Banks, was es bedeutet, klassische Musik verstanden, aber Rock im Blut zu haben. In wunderschöner, zarter Manier singt Phil Collins diese textlich etwas verwirrende Geschichte um einen Feldzug in den Bergen. Es geht um Ehre, Mannhaftigkeit usw. Banks und seine Mannen konzertieren spannend und ergreifend. Dieses Stück Musik hat soviele Motive, wie andere Leute sonst für eine ganze LP benutzen. Es ist die typische Song-Struktur von GENESIS, man hat das Gefühl von endlosen Melodien, die aneinander gekettet werden. Weite Spannungsbögen führen uns in eine Phantasiewelt, wie sie kaum eine Rockgruppe zu schaffen vermag. Bei aller Wucht - ein zartes Stück Musik.

"Your own special way": ein elegischer Walzer auf akustischer Gitarrenbasis von Bassist und Gitarrist Mike Rutherford. Collins intoniert das Liebeslied mit weicher, zärtlicher Stimme. Und im Hintergrund schmücken Banks und Hackett an ihren Geräten die Melodie herrlich aus. Im Mittelteil wird es dann fast sakral ruhig. Ein schönes Lied, auf das man sogar tanzen kann.

"Wot Gorilla": Synth 'n Drums. Eines der ganz seltenen Instrumentals, treibend und rhythmisch. Sehr kurz. Eine Art Interludum.

"All in a mouses night": wieder ein großartiges Stück Rock aus der Feder von Banks, dass Collins mit abgefeimten Drum-Mustern versieht. Ungerade Taktzahlen tänzeln. Collins ist einfach ein feinfühliger Drummer. Was der kann! Aber immer unaufdringlich. Ein Genuss. Und dann das Gitarren-Solo von Steve Hackett, majestätisch.

"Blood on the rooftops": hier hat Hackett mitkomponiert. Ein wunderschönes Intro auf der klassischen Gitarre. Hier merkt man, dass Hacket Spanien liebt. Collins singt seinen Part so gefühlvoll, dass man fast gelähmt ist vor Rührung. Und dann setzt die Band gewaltig ein zu einem fließenden Strom, der später zu einem Rinnsal wird. Banks sorgt für die atmosphärischen Hintergrundflächen. Sein Mellotron verleiht diesem Stück den nötigen Schmelz. Wuchtig.

"Unquiet slumbers for the sleepers": fast wie Impressionen aus "der Moldau" perlen Gitarren zu einer Flöten ähnlichen Synthie-Stimme, die wie verloren umherirrt und dann sich dann aufschwingt zu einem Instrumental. Romantik pur. Und dann geht es zur Sache in ...

"in that quiet earth": wieder im 3/4 Takt tritt die Band einen Höllenritt an, der sich immer weiter steigert, fast bis ins Delirium, ein Bandwurm aus archaischen Rhythmen, die sich wie eine Maschine voran arbeitet. Und immer wieder schwingt sich das Stück in hohe Sphären auf, bis dann der würdige und versöhnliche Abschluss kommt ...

"Afterglow": eine schöne, schreitende, sehr elegische Liebesbalade, die oft die Genesis-Konzerte beschließen durfte. "I would search everywhere, to hear your call". Ein wunderschöner Abgang, der immer wieder ergreift und Schauer über den Rücken jagt "In this world of none, I miss you more". Mein Gott, da wird man zur Heulsuse.

Ein tolles Album.
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am 5. April 2007
Zunächst Folgendes: ich besitze keinen SACD-Player und kann mich somit zum SACD-Layer der CD nicht äußern.

Im Hinblick auf die (Stereo-)CD kann ich jedoch guten Gewissens bestätigen, was auch schon meine Vor-Rezensenten angaben. Dieses neue Remaster unterscheidet sich spürbar positiv vom bisherigen 1994er Remaster. Klar, die Musik ist selbstverständlich die Gleiche geblieben, aber es macht - vielleicht auch gerade bei Altbekanntem - immer wieder Freude neue Nuancen zu entdecken. Und dazu gibt dieses 2007er Remaster durchaus genug Gelegenheit (z.B. die Synthis, die Gitarren oder auch die Drums).

Die DVD ist gleichwohl extrem gut gelungen, zumindest was den Dolby 5.1 Sound betrifft (dts habe ich ebenfalls nicht). Der Surround-Klang indes hat mich "umgeworfen"! Ich hatte zwar den Eindruck, dass im vorletzten Lied des Albums (in that quiet earth) auf der DVD die Lautstärke aller Instrumente abrupt ein Stück leiser wird - dies kommt mir ulkigerweise wie ein Mischfehler vor - ich kann mich aber auch irren. Prüft das doch bitte alle mal selbst.

Das Menü der DVD ist sehr angenehm gelungen, denn es ist gut übersichtlich und außerdem ist es mit Details des Album-Covers versehen. Sehr passend und stimmig.

Die sog. Bootleg Videos auf der DVD sind tatsächlich solche; die entsprechende Bildqualität spricht für sich. Damit es für den Betrachter jedoch keine allzu große Zumutung wird, hat man die Musik der Bootleg Videos gegen die Album Musik ausgetauscht. D.h. obwohl man z.B. Chester Thompson spielen sieht hört man Phil Collins... Die Interviews in den Bootleg Videos sind aber mit dem Originalsound vorhanden. Ganz nett. nicht unbedingt notwendig, aber als Bonus ganz nett.

Das Booklet beinhaltet alle Texte der Lieder.

Fazit: Ich kann jedem der vor allem auf die "alten" Genesis steht nur den Kauf dieses Albums empfehlen. Wenn damit zudem das auf-den-Markt-werfen von neuen Remaster-Versionen endlich mal ein Ende gefunden hat... umso besser!
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am 10. Oktober 2008
Was ich damit meine? Jede x-beliebige 0815-Platte aus den Charts bekommt hier dutzendfache Rezensionen, und hier wurden bisher drei lächerliche Bewertungen abgegeben ??????? Leute was ist los mit Euch??

Hier wird Mukke gemacht - konsequent, zeitlos, dramatisch, genial!!
Die Qualität und die Klangbreite dieser Musik zermalmt JEDE Musik, die in den letzten Jahren die Charts verschmutzt hat.

Das ist handgemacht, Ihr Casting-Witzfiguren, das ist ECHT, das hat STIL, doch vor allem hat das noch SEELE, HERZBLUT & TIEFGANG.

Von mir aus denkt ich übertreibe, aber hier ist mit "One For The Vine" einer der wohl BESTEN SONGS ever drauf. Der Song ist nicht zu beschreiben; das ist Progressiver Rock as its best. Kennen (können)Bands heute noch so Worte wie Rhytmuswechsel, Klangteppiche oder Melodie???
Warum schreibt hier keine Menschenseele was über diesen Übersong??

Der Rest:
"Eleventh earl of mar" ist stark und hat tolle progressive Melodien; "Your own special way" ist eine schöne Progressive-Ballade mit Tiefang - ich weiß nicht, warum manche immer auf solchen Songs rumhacken - schreibt erst einmal solch einen Song, bevor ihr zum Motzen anfangt - andere Bands wären froh, wenn sie nur annähernd solche Melodien kreiren könnten!! "All in a mouses night" ist auch eine tolle Prog-Nummer mit einem super Finale gefolgt von von meinem 2. liebsten Song nach "OFTV", nämlich "Blood on the rooftops", einer grandiosen Rockballade mit einem fantastischen Text!!! Nach "...In that quiet earth",was ein tolles Instumental ist, endet das Album mit "Afterglow", einem Klassiker der Band - textlich und musikalisch allererste Sahne!!!

JA - ich hasse die Musiklandschaft von heute!!! Nur noch Musik von der Stange; belanglos, langweilig, billig und unkreativ - Hauptsache die Zehnjährigen kaufen ihre "Schnuffel-Songs"!!! Zum Kotzen!!!
Und alles nur noch Download - man kauft Euch die CD - man kann doch die Qualität eines MP3 doch niemals mit einer CD vergleichen, die auf einer anständigen Anlage rotiert - oder seh ich da etwas falsch?
Tut mir leid - das musste mal gesagt werden (auch wenns niemand liest).

Aber solange man auf solche Alben zurückgreifen kann, ist für mich die Musik(-Welt) noch in Ordnung!!

Over & out
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am 21. Juni 2006
Ich denk schon 5 Sterne.

Und das abdriften Richtung Komerzialität betreffs zitierte Schnulzen, nun gut ein Aussetzer wohl.

Doch was mich am meisten ärgert, ist die Qualität dieser Definitive Edition Remaster.

So was darf heutzutage einfach nicht mehr über den Ladentisch.

Die Höhen hochgeschraubt und, das war's dann auch.

Herausgekommen ist ein grausig - zischlicher Sound, total flach im Mittenbereich, so das einem wirklich die Lust am weiterhören vergeht.

Doch vielleicht gibt es ja noch eine Nachbesserung; ich greife momentan jedenfalls wieder zur ersten Pressung.
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am 8. April 2007
Das zweite Album nach dem Abgang von Übersänger Peter Gabriel wurde erstmals 1977 veröffentlicht und liegt nun mal wieder als Remasterversion vor. Und die Mühe hat sich tatsächlich gelohnt, wie meine Vorrezensenten schon hinreichend beschrieben haben. Nick Davis, der Produzent selber, ist der Ansicht, dass W&W vom Remix am meisten profitiert habe. Dem kann man ohne Zweifel zustimmen, besonders das erste Stück '11th Earl Of Mar' gefällt mir als Remix sehr viel besser. Die Songs selber sind natürlich die gleichen, überwiegend melancholisch gestimmten Stücke, die aber nun endlich deutlich den Klanganstrich bekommen haben, den sie schon lange verdienen, so dass insbesondere Songs wie 'One For The Vine', das leider etwas untergegangene, wundervolle 'Blood On The Rooftops' und natürlich Banks' Meisterwerk 'Afterglow' dazu beitragen, dass es sich bei Wind & Wuthering ohne jeden Zweifel um das schönste Album von Genesis handelt. Es gestaltet sich nicht ganz so abwechslungsreich wie 'A Trick Of The Tail', wirkt dafür mehr aus 'einem Guss', ausdrücklich ohne langweilig zu werden. Die Extras auf der DVD können sich ebenfalls sehen lassen, allerdings ist die Bildqualität der Bootleg-Videos unterdurchschnittlich, was man Genesis jedoch nicht anlasten kann, wenigstens gibt es einige optische Zeugnisse aus der Zeit von W&W zu sehen, an der Akustik gibt es jedoch nichts auszusetzen. Die gespielten Stücke im einzelnen:

US-Television Bootleg Video 1977:

1. Your Own Special Way

2. Afterglow

Japanese Television Bootleg Video 1977

1. Eleventh Earl Of Mar

2. One For The Vine

3. Your Own Special Way

Des weiteren ist ein interessantes Reissue-Interview mit den Künstlern enthalten, allerdings ohne deutsche Untertitel, ferner das 'World Tour Programme 1977'. Das Package ist gegenüber der 1994er-Remaster-Serie sehr verbessert worden, die Cover aller Alben sind auf der Rückseite wieder individualisiert worden, die hässliche EinheitsTracklist-Infobox ist entfallen und für jede CD hat man sich wieder eine individuelle Gestaltung der Trackliste einfallen lassen. Besitzer der 1994er-Remaster-Serie sollten also beruhigt zugreifen, dies ist ein Remaster, das seinem Namen alle Ehre macht und Maßstäbe für künftige Wiederveröffentlichungen setzt.
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am 13. Mai 2005
Nach Gabriels Ausstieg ging ein groooßes Raunen durch die Reihen. Eine Ewigkeit her... Hier haben wir die zweite Scheibe mit Collins als Sänger. Nun, Herr Collins verstand es recht gut, sich als Sänger und Showman zu etablieren, auch wenn sein Stimmchen, im Vergleich zum "Großmeister" Gabriel, eher dünn daher kam. Dieser Effekt wird hier auch noch durch die eher kühl wirkende Produktion verstärkt.
Es wird noch mal Ideenreichtum geliefert, in Form der sich im klassisch-epischen Stil entfaltenden Melodien, filigran-lyrischen Collins-Drummings und schließlich der genial-schrägen Gitarrensounds des Herrn Hackett, der nach diesem Album LEIDER die Band verließ. Hier finden wir also noch progressive Elemente.
Diese Attribute treffen allerdings nur auf die beiden Höhepunkte des Albums voll zu: 'Eleventh Earl Of Mar' und 'One For The Vine'. Im Ansatz versuchen es die Herren noch mal, hier die "alten Zeiten" aufleben zu lassen und es gelingt ihnen bei diesen ersten beiden Stücken noch mal weitgehend, auch wenn die Melodien insgesamt leichtfüßiger und etwas eingängiger daherkommen.
'Blood On The Rooftops' ist in seiner Struktur schon viel song-orientierter und simpler gehalten (Strophe-Bridge-Refrain), allerdings ist hier die Athmosphäre ach so wunderbar englisch, verregnet und der Text ist köstlich-satirisch.
Die selbe englische, verregnete Athmosphäre wird auch in den drei Instrumentals aufgenommen, welche aber melodisch auch eher simpel wirken. Jedoch kommt ganz schön viel Power rüber und an den Instrumenten wird sich schön ausgetobt.
'All in a Mouses Night' ist eine herrliche Katz-und-Maus-Geschichte im 6/4-Rhythmus, in der ständig die Erzähler-Perspektive gewechselt wird.
Was jetzt übrig bleibt sind die Aussetzer, quasi die Boten des bevorstehenden Abdriftens in den kommerziellen Pop- und Chart-Quark. Dies sind: die Schnulze 'Your Own Spezcial Way' und das selbstmitleidige 'Afterglow', welches zum Feuerzeug-Schunkeln einlädt.
Schließlich verleiht die durchgehend-herbstliche Stimmung dem Album eine Geschlossenheit, die zum Durchhören anregt. Hier noch mal die volle Punktzahl im Sinne eines Fans der "alten" Genesis!
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am 11. März 2013
Die Qualität der Musik an sich steht außer Frage und ist nicht Gegenstand dieser Rezension. Hier geht es nur um die Frage, lohnt sich der Kauf dieses Remasters?

Nein, lohnt sich ebensowenig wie die Archiv-Boxes aus gleichem Grund! Loudness-War!!

Die Stereo-Mischung auf CD ist leider wirklich eine Katastrophe! Keinerlei Dynamik - einfach nur laut! Details, die manche Rezensenten hier endlich hören, hört man mit einer guten Anlage auch auf den "Urversionen" (Vinyl oder erste CD (Vergin/Charisma)). Der Dynamic Range-Wert liegt dort allerdings bei phantastischen 14 und allein das ist schon ein "Gänsehaut"-Garant!
Hier (und auf den Box-Remaster) haben wir knapp die Hälfte (DR 7-8).

Schön Druck und viel Bass? So ein Quatsch! Brüllt nur alles gleich laut. Wenn Genesis in der Urversion mehr Bass gewollt hätte - wäre das auch 1976 aufnahmetechnisch kein Problem gewesen (da gibt es genügend Beispiele).

Da nützt mir auch die SACD oder auch DVDA-Technik nichts, wenn ich theoretisch eine größere Dynamik hören könnte, es aber aus Marketinggründen nicht kann/darf.

Für Fans ganz nett sind das Reissue-Interview und die beiden Bootlegs von Konzernten ist schrecklich unscharfer VHS-Qualität (wie leider fast alle Videos von Genensis aus jenen Zeiten).

Ansonsten sind die ganzen Remasters - leider nicht nur von Genesis - reine Geldmacherei ohne musikalischen Nährwert...
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am 24. Dezember 2014
Ende der 1980er bzw. Anfang der 1990er Jahre hörte ich vorwiegend Hard- und Heavyrock. Wenn ich über meinen damaligen musikalischen Tellerrand blickte, dann zumeist in Richtung Jazz, da ich als kleiner Junge mit den Jazzscheiben meines Vaters, einem Jazzkenner im Berlin der 1950er und 1960er Jahre, großgeworden bin und mir Namen wie Count Basie, Duke Ellington, Charlie Parker und Charlie Christian (letztgenannter einer der wichtigsten und einflußreichsten Gitarristen des 20. Jahrhunderts) in ewiger Erinnerung bleiben werden. Eines Tages, es muß irgendwann 1992 oder 1993 gewesen sein, war ich der Meinung, meinen Musikhorizont zu erweitern, und zwar am besten in Richtung Pop/Charts, um auch mal bei den aktuellen hitparadenverdächtigen Sachen mitreden zu können. Was war damals u.a. in dieser Hinsicht angesagt? Klar, Genesis, mit solchen Sachen wie "Land Of Confusion" oder "Tonight Tonight Tonight" (dem Autor dieser Zeilen ist dabei durchaus klar, daß "We Can't Dance" bereits erhältlich war, was aber nur zeigt, daß er damals wie heute nur wenig Ahnung von aktuellen Musikcharts hatte/hat). Also rein in den Plattenladen und im Genesis-Fach gestöbert. "Invisible Touch" befand sich nicht im Selbigen und so schaute ich mir die anderen verfügbaren Alben von Genesis an, ob der Titelnamen mehr oder weniger ratlos, und entschied mich dann für den Kauf von "Wind & Wuthering", in der fälschlichen Annahme, es werden wohl auch darauf eingängige Hits der schon erwähnten Marke dabei sein. Was für eine Enttäuschung nach dem ersten Hören der CD! Pop/Hits? Vielleicht "Afterglow" und evtl. noch "Your Own Special Way", ansonsten Musik, mit der ich damals wenig anfangen konnte. So verschwand dieses Album für ziemlich lange Zeit unbeachtet in meinem Archiv. Viele Jahre später, Progrock und "anspruchsvolle" Rockmusik standen längst auf meinem musikalischen "Speiseplan", landete dieses Teil wieder mal in meinem CD-Player. Abgearbeitet von irgendeinem langen Arbeitstag wollte ich nur irgendetwas hören. Und was ich dort akustisch wahrnehmen durfte war märchenhaft, großartig, voller Gefühl und musikalischer Genialität! Ich wurde auf einem Klangteppich in eine Fantasiewelt entführt und es offenbarten sich mir Songs mit mehr als nur einem "Hauch" Romantik. Höhepunkte aus meiner Sicht: Der rockige Einsteiger "Eleventh Earl Of Mar", "Blood On The Rooftops", die 3 ineinander übergehenden Abschlußtitel, sowie das alles überstrahlende, unbeschreiblich schöne "One For The Vine". Heute zählt dieses Album, das schon meine Schwester zu entzücken vermochte, zu meinen Favoriten und im Nachhinein bin ich froh, daß die "Invisible Touch" damals nicht erhältlich war, denn so lernte ich nach und nach eine der besten Progrockbands aller Zeiten kennen und schätzen und Genesis wären sonst womöglich bei mir in musikalische Mainstreamvergessenheit geraten. So kann ich ruhigen Gewissens diese großartige Band als einen der wichtigsten Vorläufer solch famoser Progmetal-Bands wie Psychotic Waltz, Fates Warning oder Dream Theater, die in den neueren Zeiten in diesem Genre federführend waren oder noch immer sind, betrachten und wertschätzen. Zum Cover wäre noch anzumerken, daß mit der abgebildeten Herbstszene ein zur Musik wahrlich passendes Motiv verwendet wurde, welches die gesamte Atmosphäre dieses Albums bestens widerspiegelt. Wie für den Vorgänger "A Trick Of The Tail" 5 Sterne! Christian Schauer, Berlin. Weitere von mir verfaßte Rezensionen: Thunder "Backstreet Symphony/Laughing On Judgement Day", The Rods "Wild Dogs"
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Februar 2013
Meine 5 Sterne-Bewertung bezieht sich ausschließlich auf die wunderbare Musik und die äußerst gelungene "Definitive Remaster Edition" von 1994.Auf die Vinyl-Version sowieso.Die 2007er Remaster-Version,die eigentlich ein Remix ist,kriegt 0 Sterne.
Genesis hatten nach dem Weggang Peter Gabriels in der Besetzung Banks/Rutherford/Collins/Hackett schon bewiesen,daß sie es auch allein auf höchstem Niveau hinkriegen,atmosphärisch dichte,kunstvolle Musik mit viel Gefühl abzuliefern("A Trick Of The Tail").Mit "Wind&Wuthering" machen sie genau da weiter;ein Klasse-Album.Wiederum bei weitem nicht so experimentell und progressiv,wie zu Gabriel-Zeiten,aber dennoch unglaublich interessant und einnehmend.Dennoch ist es das erste Genesis-Album mit einem Totalausfall (ich meine ab "Trespass"). "Wot Gorilla" paßt überhaupt nicht ins Album und "Your Own Special Way"gehört, ebenso,wie "All In A Mouse Night", nicht gerade zu den Glanzlichtern bis zu diesem Zeitpunkt.
Die hohe Qualität der anderen Songs macht das aber wett.Mit "Afterglow" hat Tony Banks einen der gefühlvollsten,schönsten Genesis-Songs aller Zeiten beigesteuert;dieser Song und das traumhafte "Blood On The Rooftops" laden ein,zum "Baden" in schönen Gefühlen.Für Steve Hackett sollte es die letzte gemeinsame Arbeit mit Genesis werden.Frustriert,weil die anderen viele seiner Ideen und Songs ablehnten,stieg er nach "Wind&Wuthering" aus,um eine Solo-Karriere zu starten.
Die Aufnahmequalität des Albums ist verhältnismäßig gut;wie schlecht allerdings die erste CD-Serie war,bemerkten vor allem Leute,die den Klang der Vinyl-Platte gewohnt waren.1994 wurde der Backkatalog von "Trespass" bis "Abacab" von Chris Blair,Geoff Cunningham und Nick Davis gefühlvoll und richtig gut remastered.Ein Glücksfall.Kein Loudness War,kein Clipping.
Die jetzt erhältlichen 2007-Remasters sind auch noch remixed.Tony Cousins hat es nicht nur geschafft,den Aufnahmen jede Dynamik zu rauben(totkomprimiert,selbst die SACDs),Gesamtlautstärke und Peaklevel extrem hochzufahren,Frequenzbereiche stark zu verändern...nein,man hat es nicht beim grottenschlechten Remastering belassen.Ein grausamer Remix wurde von Nick Davis auch noch durchgeführt.
Dabei hat er einzelne Instrumente,Stimme,Effekte usw einfach in ihrem (Lautstärke-) Verhältnis zueinander verändert,Teile der Musik nach vorne geholt,manches fast verschwinden lassen...es ist mir ein Gräuel.
Hätte man das alles auf irgendeiner Jubiläumsausgabe als Bonusmaterial ("Alternativabmischung")dazugegeben,als Gag,wäre es vielleicht ganz ok gewesen.
Aber die authentische Originalabmischung wurde durch dieses Desaster ersetzt.
Ein Tip: Die großartige "Definitive Remaster Edition" wird nicht mehr ewig erhältlich sein....
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am 10. April 2008
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'Wind And Wuthering' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die bereits erschienene neue SACD-Abmischung von Nick Davis.
Bei der Japan-Ausgabe des Werkes ist die Hülle aus Karton und mit Inlay, Klappentext / Lyrics auf der Innenseite, und Charisma-Label auf dem Tonträger exakt dem Artwork des Vinyl-Albums nachempfunden ist. Also tatsächlich das Schallplatten-Album im Kleinformat. Das Remastering ist gegenüber der 'Definitive Edition' etwas weicher und runder ausgefallen, weniger schrill in den Höhen, daher näher am Original-Klang. Auch diese Ausgabe wird nicht mehr produziert.
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde dabei verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage der Lieder wurde somit verändert und neu definiert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet, Instrumente in den Hintergrund gemischt, klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein, es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen. (Solltet ihr über ausreichend Geld verfügen und ihrer habhaft werden, gebt der Japan-Edition den Vorrang.)
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