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Kundenrezensionen

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am 18. Januar 2000
Thematisch bewegt sich Band auf diesem Album zwischen dem Zweiten Weltkrieg ("Aces High" und "2 Minutes To Midnight") und dem alten Ägypten, wie der Titel "Powerslave" und vor allem das geniale Coverartwork erahnen lässt. Ebenso vielseitig ist auch die Musik auf diesem Album. Die beiden ersten, schon genannten Songs, sind einfach erste Sahne und haben als Single-Auskopplungen seinerzeit (1984) das ihrige für den großen Erfolg der Band getan. Aber auch der Rest der Songs ist nicht ohne. Einfach traumhaft ist die Gitarrenarbeit von Dave Murray und Adrian Smith, die sowohl präzise Rhythmusarbeit verrichten, als auch mit eingängigen Melodien zweistimmig den Ton angeben um sich dann wieder die Soloparts zuzuwerfen, die der eine besser als der andere spielt. Drummer Nicko McBrain und Mainman Steve Harris am Bass werden es nicht müde, durch ihr perfektes rhythmisches und melodiöses (!) Zusammenspiel auch nur jede kleine Lücke zu füllen, die die Guitarreros noch übrig lassen. Nahezu perfekt steht über all dem Bruce Dickinsons Gesang, der ja noch oder auch gerade heute zu den besten seiner Garde zählt. Um diese Beschreibung nachvollziehen zu können, solltest Du Dir nur mal den (überlangen) Song "Rime Of The Ancient Mariner" anhören - Du wirst verstehen, was ich meine. Einfach erstklassig!
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Mithilfe der beiden "Zugpferde" dieses Albums, nämlich den beiden ersten Tracks ("Aces High" und "2 Minutes To Midnight") mutierte das unter Maiden-Fans auch heute noch hochgehandelte POWERSLAVE recht schnell zum Klassiker des Heavy Metal. Tatsächlich geht es mir bei vorliegender Scheibe wie offenbar auch einigen anderen Rezensenten: einzelne Stücke begeistern, Teile des Albums sind einfach genial, während allerdings gleichzeitig aber auch einiges an Durchschnittskost vorzufinden ist.
Freilich steht außer Frage, dass Iron Maiden eine klasse Band sind - gespickt mit virtuosen Könnern ihres Fachs. Sei es der Chefbasser Steve Harris mit seinem markanten scheppernden Fingerspiel, sei es der nimmermüde Nicko McBrain auf seinem Schlagzeughocker oder sei es Bruce Dickinsons eindringlicher Gesang...

Ich sag's mal so: Für meinen Geschmack zünden nur wenige Nummern wirklich. Das legendäre, auch heute noch regelmäßig live dargebotene "2 Minutes To Midnight" dürfte wohl über jeden Zweifel erhaben sein - tolle Komposition, toller Sound!
Mit dem Opener "Aces High" habe ich in hiesiger Form schon so ein bisschen meine Probleme - ich finde, er klingt verhältnismäßig verhalten und mitunter sogar ein wenig schlampig heruntergenudelt (Produktion-Aufwand-Absicht??). Vergleicht man die beiden ersten Stücke miteinander so fallen auch erhebliche klangliche Unterschiede bez. Produktion, Mischung, Mastering auf, wie ich meine.
Sehr gut finde ich noch das vieldiskutierte Instrumentalstück "Losfer Wors (Big 'Orra)", bei dem sich Harris (Zeitdruck hin oder her) mal so richtig austoben konnte sowie den schon monumental anmutenden Abschlusstrack "Rime Of The Ancient Mariner", der mit über 13 Minuten Spielzeit (!) sogar für Maiden-Verhältnisse überdurchschnittlich lange geworden ist. Interessant sind hierbei die unterschiedlichen Strukturen des Stücks, die auf ihre Weise aber wunderbar zusammenpassen (der Anfang der vetrtackten, verspielten, später eigentlich typischen Maiden-Songs). Zwischendurch greift man sogar einmal auf das furiose Number-Of-The-Beats-Gitarrenriff zurück, das sich sehr gut bekömmlich in dieses kleine Songmonster einfügt!
Gut geworden (im Ganzen gesehen) ist meines Erachtens dann noch der Titeltrack "Powerslave", der ebenfalls gut strukturiert ist und gefällig und dynamisch dargeboten wurde (mit einem schönen, ruhigen Zwischenteil).
Alles andere ist mehr oder minder (Fans bitte nicht böse sein) Durchschnittskost, hier und da mit einem schönen Gitarrenriff (z.B. das Hauptthema vom insgesamt nicht gänzlich runden "Flash Of The Blade", das von Dickinson stammt und vom Fechten handelt) oder auch Solo ausgeschmückt.

Für einen wahrhaftigen Klassiker ist mir das in Summe ganz einfach zu wenig, weshalb ich POWERSLAVE mit 4 Sternen auch für durchwegs gerecht bewertet halte.

Mir ist schon klar, dass das Album zu seinem Veröffentlichungstermin (anno 1984 war's) für Aufregung gesorgt haben wird - aber aus heutiger Sicht (und IM gibt's ja Gott sei Dank immer noch) ist es wie schon gesagt nicht unbedingt ein makelloses Meisterstück.

Sehr positiv tritt POWERSLAVE nicht zuletzt auch wegen des tollen Artworks in Erscheinung. Das Booklet macht wirklich etwas her und ist eine Augenweide (im positivsten Sinne freilich). Überhaupt sind die neuaufgelegten Maiden-CDs sehr liebevoll gestaltet worden - mitsamt aller abrufbarer Extras (Videos, Bandbiographien, Fotogalerien etc.). Für den angebotenen Kaufpreis (schlappe 10 €) ist diese Extras-Draufgabe fast schon Luxus... Aber man wird als Sammler ja auch mal gerne dahingehend verwöhnt (ist ja eh nicht allzu oft der Fall)!

Resümee: Tolle Aufmachung, tolles Booklet, tolle Extras, gute Musik mit einigen (wennauch wenigen) Durchhängern (wobei das schon fast ein zu hartes Wort hierfür ist) zwischendurch. Für Maiden-Kennenlerner könnte POWERSLAVE dennoch eine sinnvolle Anschaffung sein, vorausgesetzt man besitzt THE NUMBER OF THE BEAST und BRAVE NEW WORLD schon! Eine Live-Aufzeichnung würde ich mir darüber hinaus auch unbedingt zulegen - IM sind in erster Linie nämlich vor allem eine hervorragende Live-Band (ich empfehle da z.B. EN VIVO!, das eine ausgezeichnete Setlist in bester Soundqualität wiedergibt)!

Nicht ganz so eingesessene Metal- und/oder IM-Fans (zu denen ich mich im Übrigen auch nicht unbedingt zählen würde) sollten den Erwerb dieser Scheibe trotz allem Für und Wider in Betracht ziehen.

Hört öfter mal rein, liebe Musikfreunde und entscheidet selbst!
33 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. März 2005
Mit dieser Platte verbindet mich eine sehr persönliche geschichte: Es war die erste CD, die ich mir damals aus dem Bereich des Heavy Metal gekauft habe. Als Zwölfjähriger stand ich, mein Vater hinter mir, vor dem CD Regal und durfte mir "in Gottes Namen" eine CD der Band aussuchen, deren Schriftzug mich seit dem Osterfeuer mit den Kuttenträgern unseres Dorfes nicht mehr losgelassen hatte. Ich griff zum Album mit dem harmlosesten Cover, das war der einzige Grund dafür, dass ich nicht "Piece Of Mind" oder gar "Killers" gekauft hatte. Als ich dann den Beginn von "Aces High" hörte, spürte ich: Meine "Masters Of The Universe"- Hörspielzeiten waren Vergangenheit! Ich würde "Metaller" werden!
Genug gelabert. Ich bin heute 15 Jahre älter und habe mir natürlich im Laufe der Zeit sämtliche weiteren Platten von Maiden zugelegt. Und immer noch zählt "Powerslave" zu meinen Favoriten. Der Grund: Auf diesem Album stimmt die Harmonie im Songwriting. Gitarren, Bass, Drums und Gesang bilden eine perfekte Symbiose und wirken wie EIN Organismus, der sich nun verschiedenen Inhalten widmet. Der zweite Weltkrieg, die Zeit der Pharaonen, ein altes Seemannsgedicht, mittelalterliche Duelle- auch thematisch ist für Abwechslung gesorgt. Maiden klingen zudem sehr schnell, gut "geölt", sprich: aufeinander eingespielt und heavy. Also: für Maiden Neulinge (und die gibt es auch heute noch) ein guter Einstieg, auch wenn die Platte im Mittelteil kleine Schwachpunkte hat.
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am 27. Januar 2015
Über die Musik muss ich wohl nichts mehr schreiben. Daher bezieht sich meine Bewertung nur auf die Scheibe.

Das Album kommt in wertigem 180g-Vinyl daher und klingt absolut klasse. Im Gegensatz zu den Picture-Disks, die vor ein paar Jahren veröffentlicht worden, gibt es hier nichts zu meckern. Manch einer beklagt sich über das vergleichsweise etwas schlechtere Erscheinungsbild des Covers. Ich habe hier aber keinen Grund gesehen, einen Stern abzuziehen.

Schlagt zu, solange es die Alben noch gibt, denn der Wert wird wohl bald in die Höhe schnellen, wenn sie ausverkauft sind. Kleiner Tip: In der Bucht werden die Orginale aus den 89er gerade haufenweise verkauft, da die meisten auf die 180g aufrüsten. Da gibt es derzeit einige Schnäppchen. Was man von allen andern Maiden-Alben leider nicht sagen kann. :)
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am 5. Mai 2006
Was die Heavy Metal-Götter 1984 abgeliefert haben, gehört zweifellos zu den besten Alben der Rock- und Metalgeschichte. Angefangen mit dem schnellen Headbang-Opener "Aces High" mit seinen schrammenden Melodien und den unglaublichen Solos von Adrian Smith und Dave Murray (abgesehen von "The Trooper" gehts gar nicht mehr geiler!), weiter zur Mid/Uptempo-Nummer "2 Minutes to Midnight", die auch zugleich die erste Single ist, und natürlich die beiden letzten Titel, der Titeltrack mit seinen mystischen Melodien und das 14 Minuten lange Stück "The Rime of the ancient Mariner". Die anderen vier Songs sind zwar nicht unbedingt Klassiker, aber auch gut. Also, unbedingt kaufen und die bereits genannten Stücke, oder auch die ganze Platte genießen!
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am 28. September 2015
Wer dieses Werk nicht kennt ist kein Metalfan oder man braucht es einfach in der Sammlung. Neben der Somewhere in Time die wohl beste Iron Maiden LP :-) Allein das coole Coverartwork dann die Songs Wahnsinn. 2 Minutes to Midnight, Aces High, Rime of the Ancient Mariner. Aber auch eher unbekannte Sachen wie der Speedster Flash of the Blade oder Back in the Village. Hammer sag ich euch. Ein Klassiker ob Maiden da nochmals hinkommen wage ich zu bezweifeln. Und ob das neue Album Book of Souls da anknüpfen kann ? Jedenfalls sind sie wieder in Ägypten angekommen zumindest was das Cover angeht. Aber ich schweife ab, das Album kann nur 5 Sterne bekommen was sonst. Kult auch 2015 noch es geht einfach nicht tot Freunde. Es klingt ebenso geil wie 1984 auch 31 Jahre später.
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am 26. September 2006
Powerslave ist ein etwas zwiespältiges Album, besitzt es doch neben einigen Übernummern doch einige Füller. Als Füller würde ich zB Losfer Words und das ziemlich poppige Flash of the blade nennen. Dem stehen wieder ausgezeichnete Songs wie Aces High, 2 Minutes to Midnight und Powerslave gegenüber. Vor allem Powerslave ist für mich der Song, der die längste Langzeitwirkung hat. Schöne Rythmuswechsel, geniale Gitarrenarbeit und sehr emotionalen Gesang - wobei die Live-Version auf der Live After Death fast noch besser ist ("Long Beach Arena, scream for me - ahhh").

Rime of the Ancient Mariner sehe ich etwas ambivalent. Sehr ambitionierte Nummer, die eine gute Geschichte erzählt. Allerdings aus meiner Sicht etwas überbewertet. Ich habe stets das Gefühl, dass die Nummer etwas gestreckt ist (vor allem der gemütliche und eintönige Mittelteil). Außerdem gibt es in den flotten Passagen zu wenig Abwechslung, es wiederholen sich immer die 2 gleichen Motive. Ab und zu höre ich es mir an (und finde es eh nicht schlecht), meistens aber skippe ich eher noch einmal auf Powerslave zurück. Der Sound ist tadellos, sehr differenziert und recht druckvoll.

Man muss bei der Bewertung auch die Zeit berücksichtigen, wann dieses Album entstand - mittlerweile gibt es ja unzählige Bands, die in die selbe Richtung gehen und ihre Sache auch nicht schlecht machen - Mitte der 80er waren Iron Maiden aber einzigartig. Daher 5 Punkte trotz leichter Schwachstellen.
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am 12. März 2001
Wow, mit Powerslave ist den Jungs ja mal wieder ein echter Kracher gelungen. Die Scheibe bietet alles wofür Iron Maiden steht. Schnelle Songs, die richtig reinkrachen, erstklassige Gitarrenarbeit von Murray und Smith, die vorantreibende Rhythmusmaschine aus Bassist Steve Harris und Drummer Nico McBrain und der über allem thronende Gesang von Bruce Dickinson. Der beste Song des Albums ist ohne Zweifel Rime Of The Ancient Mariner. Hier hat sich Steve Harris beim Songschreiben selbst übertroffen. Auf 13 ½ Minuten nimmt sich der Song Zeit, das Thema und die gelungenen Lyrics in tollen Melodien und harten Riffs rüberzubringen. Meine weiteren Lieblingstracks sind Powerslave mit seiner düsteren Atmosphäre und das Instrumentalstück Losfer Words, das mit erstklassiger Arbeit an den Gitarren aufwartet, aber auch die beiden Singles Aces High und 2 Minutes To Midnight gehen sehr gut ab, wenngleich man letzteren Song inzwischen über die diversen Live-Alben einfach zu häufig gehört hat. The Duellists und Back In The Village fallen zwar leicht ab, sind aber im Vergleich zum sonstigen Metal-Einerlei trotzdem Songs von hohem Niveau. Bruce Dickinson zeigt sich auf diesem Album sehr kreativ. Flash Of The Blade, das mit seinem sägenden Riff ebenfalls ein Highlight ist und Powerslave hat er alleine geschrieben und Two Minutes To Midnight und Back In The Village zusammen mit Adrian Smith. Die anderen Songs stammen sämtlichst aus der Feder von Steve Harris. Der CD-Rom Teil ist dann das Sahnehäubchen für diese geile Scheibe. Es gibt die Videos zu Aces High und 2 Minutes To Midnight, Informationen zur Entstehungsgeschichte des Albums sowie Daten und Fotos der Tour. Fazit: Ein Klassealbum, das nur wenig hinter mit den Meisterwerken The Number Of The Beast und Somewhere In Time zurückbleibt.
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am 31. März 2014
Powerslave ist das Iron Maiden Album mit dem bombastischsten Einstieg von Allen. Die ersten drei Songs "Aces High", "Two Minutes to Midnight" und "Losfer Words" gehen durch Mark und Bein. In Schulnoten dreimal ein 1+ . Danach folgen zwei gute, schnelle Songs über das Fechten, sie sind fein aufeinander abgestimmt und stark instrumental geprägt. "Back in the Village" sticht mit aufpeitschendem Gesang und wahnsinnig schnellen Gitarren heraus. Zum großen Finale folgen die zwei epischen und stärker progressiven Meisterwerke "Powerslave" und "Rime of the Ancient Mariner". Somit bietet das Album Abwechslung und für jeden Metal-Liebhaber etwas. Durchgängig fehlerlos auf allerhöchstem Niveau. Absolut nachvollziehbar warum Powerslave von vielen Fans als der Höhepunkt angesehen wird.
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am 5. Januar 2013
Yoo .. ich glaube, ich mach' mich hier jetzt mal unbeliebt. "Powerslave" gilt unter Kritikern und Fans gleichermaßen als unbestreitbarer Klassiker im Arsenal von Iron Maiden. Einerseits trägt das Album seinen Klassikerstatus durchaus zurecht, aber andererseits möchte ich jetzt ein bißchen daran rütteln, ohne die Klasse von Iron Maiden in Frage zu stellen.

Zu den allerersten Liedern, die ich von Iron Maiden hören durfte, gehörten die beiden Singles "2 Minutes To Midnight" und "Aces High", die 1990 im Rahmen einer "The First Ten Years"-Reihe von Iron Maiden auf einer CD zusammengefasst, und mit ihren B-Seiten veröffentlicht wurde. Unter den angebotenen Titeln habe ich mir als Pimpf diese Ausgabe gekauft, weil mir das "2 Minutes To Midnight"-Cover so gut gefallen hatte. Ich kannte zwar schon etwas von Iron Maiden, aber auf diese beiden Singles sollte ich so sehr abfahren, dass ich unwiderruflich zum Maiden-Anhänger mutierte. Irgendwann, nachdem ich immer nur das Beste von "Powerslave" gelesen hatte, beschaffte ich mir bei nächster Gelegenheit das vollständige Album. Angesichts "2 Minutes To Midnight" und "Aces High", die rocken, melodisch, mit packenden Riffs ausgestattet, und Maiden in Top-Form und Reinkultur sind, konnte ich die Kritiken sehr gut nachvollziehen, und war regelrecht hippelig auf "Powerslave". Doch als sich die Platte dann endlich auf dem Plattenteller drehte, war ich etwas enttäuscht.

Das Album wird von den furiosen Singles zu Beginn, und dem machtvollen Titelsong, sowie dem herausragenden, fast 14-minütigen "Rime Of The Ancient Mariner" flankiert und überragt, die Songs dazwischen scheinen etwas in einer Talsohle zu liegen. Sie sind alles andere als schlecht, haben meiner Ansicht nach aber weder die Magie noch die Kraft der 4 besten Songs von "Powerslave" inne. Damit ist das Album in einen hervorragenden Teil, der Maiden in absoluter Bestform zeigt, und einem für diese Band eher durchschnittlichen Teil, "aufgeteilt", wie ich finde. Der Talboden bei Maiden liegt allerdings immer noch weit höher als die Ebenen vieler Metal-Bands.

Betrachtet man vielleicht den Hintergrund, in dem "Powerslave" entstand, könnte man eventuell zu einer Erklärung kommen: unmittelbar im Anschluss an die "World Piece"-Tour legten Maiden im Januar 1984 eine dreiwöchige Pause ein, in der sie schnell alle Lieder für "Powerslave" schrieben. Die Songs entstanden in einem recht kurzen Zeitraum zwischen Tour und Albumaufnahme. Im August desselben Jahres waren Maiden schon wieder auf ihrer "World Slavery"-Tour. Natürlich muss das jetzt kein Kriterium für die etwas durchnittlicheren Songs des Albums sein, viel gute Musik ist in kurzer und kürzester Zeit entstanden, darunter natürlich auch "Rime Of The Ancient Mariner", das laut Steve Harris unter enormen Zeitdruck entstand. Dabei kann eben gutes, aber auch weniger gutes herauskommen. Das mag hier jetzt etwas gemein klingen, weil riff-betonte Lieder wie "The Duellists", "Flash Of The Blade" & "Back In The Village" alles andere als schlecht sind, sie wirken nur nicht ganz so inspiriert wie die herausragensten Songs des Albums. Im Speziellen kann ich keinen Gefallen an den etwas überzogenen Refrains finden, die meinen Eindruck trüben. Ein Song wie "Powerslave" besticht bsp. mit orientalisch angehauchten Riffs und Melodien, man merkt, dass dieser Song fein ausgearbeitet wurde, und dass man sich dabei einiges gedacht hat. Ich hätte mich da sicherlich gefreut, wenn Maiden das Konzept des alten Ägypten musikalisch etwas weiter vertieft hätten.

Die astreine Produktion von Martin Birch, die "Powerslave" zu keinem Zeitpunkt altbacken klingen lässt, sorgt nichtsdestotrotz für ein homogenes Album, das von einem tollen Coverartwork veredelt wird. Vielleicht rührt der besondere Status von "Powerslave" nicht nur aus seiner Musik, sondern auch aus der gigantischen "World Slavery"-Tour her, die mit dem faszinierenden Livealbum "Live After Death" gekrönt wurde. Aber - keine Diskussion, "Powerslave" sollte natürlich in keiner Sammlung fehlen, denn als Heavy Metal-Album ist es zweifelsohne immer noch exzellent, selbst wenn sich meiner Ansicht nach geringfügige Schwächen im Songwriting eingeschlichen hatten.
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