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5.0 von 5 Sternen Allein das Klarinettenkonzert würde den Kauf rechtfertigen, die anderen beiden Konzerte ebenfalls exquisit, 20. Mai 2011
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Mozarts Klarinettenkonzert bedarf wohl keiner eingehenderen Beschreibung mehr. Es ist eines der großen Monumente der klassischen Musik. Die Interpretin Sabine Meyer muss wohl seit Jahren, mittlerweile bald Jahrzehnten zur Weltspitze gezählt werden. Auch auf dieser Aufnahme gibt es kaum etwas zu beanstanden. Die Intonation ist perfekt, Frau Meyer spielt feinfühlig, vermag die Möglichkeiten ihrer Bassett-Klarinette formidabel auszuspielen. Bei aller Qualität ist es auch sympathisch, dass Frau Meyer keine Solistin ist, der die Selbstdarstellung am Herz zu liegen scheint. Sie ist Mannschaftsspielerin und deswegen auch auf ein Orchester angewiesen, das feinfühlig mit ihr zusammenarbeitet. In der (meines Wissens) älteren Aufnahme mit Hans Vonk und der Staatskapelle Dresden hat sie das nicht in vollem Maße. Das Orchester spielt einen im Orchesterklang sehr vollmundigen Mozart und lässt die Solistin manchmal sehr leise erscheinen oder übertönt sie vollkommen. Mit Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern hat sie ein besseres Los gezogen. Abbado geht sehr feinfühlig auf die Solistin ein und dirigiert auch unabhängig vom Zusammenspiel richtig schön Mozart. Sehr wohlklingend, aber nicht zu süßlich. Ich muss zwar gestehen, dass mir der Orchesterpart des Klarinettenkonzerts von Klangkörpern, die sich der historischen Aufführungspraxis verpflichtet fühlen noch etwas besser gefällt, dafür arbeiten sowohl das Freiburger Barockorchester als auch Hogwood als auch Brüggen mit Solisten zusammen, die sehr gut sind, aber bei weitem nicht an Frau Meyer heranreichen.

Wenn die berühmte gute Fee mit den 3 Wünschen käme und einschränken würde, dass einer der Wünsche die Diskographie von Mozarts Klarinettenkonzert zu betreffen hätte, so würde ich sie darum bitten, dass Sabine Meyer mit einem der genannten Dirigenten/Orchester oder z.B. auch mit dem Basler Kammerorchester oder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ins Studio gehen würde. Solange bleibt diese Aufnahme für mich Referenz.

Das Flötenkonzert KV 313 wird vom Orchester noch eine Spur süßlicher interpretiert. So jedenfalls mein Höreindruck, wobei ich glaube, es liegt hier tatsächlich an der Instrumentenwahl. Höre ich Konrad Hünteler mit Brüggen mit alten Instrumenten, so finde ich den Solopart reiner und klangschöner und den Orchesterpart spannender als auf dieser Aufnahme, die einfach nur auf Schönspiel setzt. Dies allerdings gelingt formidabel. Sowohl vom Orchester als auch von Emmanuel Pahud, der seine Sache glänzend macht.

Verzeihen Sie mir die eventuelle Widersprüchlichkeit, aber beim Konzert für Flöte und Harfe KV 299 geht es mir ganz anders. Hier habe ich nichts dagegen, wenn das Konzert süßlich und vielleicht ein wenig kitschig dargeboten wird. Dies finden Sie am konsequentesten bei Karl Böhm mit den Solisten Wolfgang Schulz und Nicanor Zabaleta. Aber viel ist unter der genannten Voraussetzung, dass es ruhig ein wenig klischeemozarthaft sein darf nicht gegen diese Aufnahme einzuwenden.

Bleibt als Fazit: im Grunde ist dieses Album traumhaft. So viel schöne Musik für so wenig Geld. Darunter für meinen Geschmack sogar die Referenzaufnahme für eines der bedeutendsten Werke der klassischen Musik. Ein Muss? Sagt sich so schnell dahin, aber wer das Klarinettenkonzert liebt, meine Verehrung für Sabine Meyer teilt muss fast wirklich zugreifen. Über die anderen beiden Concerti könnte man im Details streiten. Insgesamt sind die Aufnahmen aber exzellent. Wer mehr von Sabine Meyer haben will und findet, dass sich Mozart gut mit Debussy und Takemitsu ergänzt (mit denen ich persönlich noch nicht so viel anfangen kann), den möchte ich auch auf diese CD als Alternative hinweisen.
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Mozart:Flute/Flute & Harp & Clarinet Concerti
Mozart:Flute/Flute & Harp & Clarinet Concerti von Emmanuel Pahud/Sabine Meyer/Berliner Philharmoniker
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