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Kundenrezensionen

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4,2 von 5 Sternen
Mensch
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2002
Ich kann nicht verstehen , wie manche Leute hier eine "1 Stern Wertung" abgeben können , denn "Mensch" ist sicher eines der besten Alben die Grönemeyer je veröffentlicht hat. Dass es sich wohl eher an Grönemeyerfans richtet und dass die Lieder eine melancholische Stimmung verbreiten war ja nun eigentlich schon vor Erscheinen des Albums klar , also sollte man daran nun auch nicht herumnörgeln. In Metaphern zu singen und so bestimmte Stimmungen zu erzeugen ist halt der Stil von Herbert Grönemeyer geworden und macht gerade die emotionale und bewegende Wirkung seiner Musik aus. Es ist halt keine Simpelmusik sondern wirkliche Kunst.
Nun aber zum Album selbst. Wie wohl bei keinem Grönemeyer Album zuvor sind hier massig melancholische , traurige aber dabei auch stärkende Songs enthalten , was natürlich auf die Verarbeitung des Todes seiner Frau und seines Bruders zurückzuführen ist. Allerdings gehen(fast) alle Songs nicht direkt auf diesen Zusammenhang ein sondern stellen oft einfach den Mensch selbst , mit seinen Problemen , Leiden und Schmerzen die das Leben für jeden birgt , in den Mittelpunkt und bewegen dazu über sich und sein Leben nachzudenken und neuen Mut zu schöpfen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Jeder der gerade eine schwere Zeit hat oder die letzte noch im Kopf hat wird sich in Songs wie "Lache , wenn es nicht zum weinen reicht" wiederfinden und politisch ist mit "Neuland" wieder ein sehr aussagestarkes , kritisches Lied enthalten.
Um den Tod seiner Frau direkt handelt das Lied "Der Weg", welches zu den Highlights der CD gehört. Mit Zeilen wie "Nichts war zu spät , nur vieles zu früh" und die ruhige , sanfte Art mit der Grönemeyer den Song singt wird so viel Trauer und Melancholie hervorgerufen , dass man selbst kurz vor den Tränen steht und doch endet auch dieser Song in neuer Hoffnung und dem Willen nie auzugeben und zeigt somit auch am deutlichsten wie Grönemeyer wieder zum "normalen" Leben und der Musik zurückgefunden hat.
Fazit : Wahrscheinlich das traurigste Grönemeyeralbum , aber zugleich ein wahrer Schatz an Emotionen , Hoffnung und Stärke. Keine Partymusik sonden etwas fürs Herz und die Seele. Wer Höhen und Tiefen des Lebens kennt wird sich hier sicher wiederfinden.
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Oktober 2002
Ich bin hier wohl einer der neueren Herbert Fans und kenne ausser seinen Hits ("Männer", "Bochum", etc.) nur noch das "Bleibt alles anders"-Album. Damals wie heute ist die Musik immer noch nicht mein eigentliches Ding, aber in Kombination mit den Texten habe ich doch sehr viel Freude an der CD.
Ich verstehe viele Rezensoren nicht, die nach mehr "Hits" verlangen. Nicht jedes Lied ist ausnahmslos gut, aber die CD wird getragen von einer melancholischen, fast schon depressiven Stimmung, gepaart mit einer unbeugsamen Hoffnung. Über die musikalische Entwicklung HGs kann man natürlich streiten, die Texte jedoch sind tiefsinnig, eindrucksvoll und universell wie auf "Bleibt alles anders".
Vergleiche mit anderen deutschen Künstlern sind für mich ein Unding, da das einzige, was HG mit anderen deutschen Künstlern verbindet, wohl die gemeinsame Sangessprache ist.
Für mich ist und bleibt Herbert Grönemeyer ein Meister seiner Kunst, der durch seine Musik viel von dem ausdrückt, was mich beschäftigt und den Druck des Lebens leichter macht. Etwas was so viele Menschen erreicht und glücklicher macht, kann nicht schlecht sein. Und dem Vergleich mit der sonstigen Einheitskost auf dem Mainstream-Markt (Naidoo, gecasteten Hupfdohlen und mehrfach aufgewärmten "Oldies") hält Grönemeyer definitiv stand.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2002
Grönemeyer hat in einem aktuellen Interview gesagt, er musste diese Platte machen. Er wollte wissen, ob er es noch kann.... Und ob er es noch kann! Geradezu meisterlich. Die Texte sind äußerst gelungen, regen zum Nachdenken an und gehen unter die Haut. In einer Zeitungskritik stand zu lesen: "Grönemeyers Texte bewegen sich oft sehr nah am Rande des Pathetischen - doch wer Grönemeyers Hintergrund bzw. seine Geschichte kennt, weiß, dass das kein Pathos ist ..." Und genauso ist es! Viele ruhige Nummern wechseln sich auf der CD mit rockigem ab. Elektronische Einflüsse fehlen ebenso wenig (auch wenn sie wieder weniger geworden sind) wie guter Deutsch-Rock a la Grönemeyer. Besonders unter die Haut gehen die Nummern "Der Weg" und der Bonus-Track "Letzter Tag" ... Eine CD wie ich sie schon lange nicht mehr in Händen hielt ... Gratulation!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. August 2003
Es ist mit Sicherheit dass traurigste Album von Herbert, wenn ich da nur an "Gemischte Gefühle" denke, aber der Mensch nimmt sich endlich so richtig dass Thema Verlust ("Der Weg") und Depressionen ("Unbewohnt") vor, tragischerweise nach dem Verlust von Frau und Bruder, aber dafür umso intesiver. Dass blöde Gerede, er vermarkte seine verstorbene Frau, kann ich nicht nachvollziehen. Er hat es immer schon sehr verstanden, verschiedenste Lebensituationen zu verstehen und in wunderbaren Texten unterzubringen. Allein schon aus diesem Grund sind alle seine Alben wertvolle Schätze, die man achten sollte!
Und mit "Demo (letzter Tag)" liefert er abschliessend wohl eines seiner schönsten Liebeslieder ab.
Respekt, Herbert! Es lebe die wahre Musikkultur!!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2003
Ich habe vor 4 Monaten, genau in der Woche als "Mensch" erschien, meinen besten Freund verloren. Er war über Jahre der wichtigeste Mensch meines Lebens! Das Lied "Der Weg" beschreibt in einer besonderen Dichte, die Gefühle, welche man nach so einem Ereignis durchlebt!
Mir hat dieses Lied bei meiner Trauerarbeit sehr geholfen.
Schlimm ist jedoch, dass ich dieses Lied nun überall - Hintergrundmusik allerorten - hören muss. Dazu ist dieser Text eigentlich doch viel zu intim?!
Dennoch, diese CD ist - auch sicher ohne Trauerfall - ein Hörerlebnis der besonderen Art!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. November 2002
Die persönlichen Tragödien, die er in den letzten Jahren erlebt hat, haben Spuren in Grönemeyers Musik hinterlassen. Aus der egoistischen Sicht des Musikkonsumenten allerdings durchaus positive, ja unglaubliche Spuren. Schon mit seinem "Bleibt alles anders"-Album hatte Grönemeyer musikalisch einen großen Schritt vorwärts gemacht. Zur Vollendung bringt er diese Entwicklung auf "Mensch", einer CD, die man unmöglich treffender betiteln hätte können.
Denn zutiefst menschlich sind alle Nummern auf dieser CD. Bei manchen Titeln läuft es einem kalt über den Rücken und bei "Der Weg" muss ich am Ende immer noch weinen, auch beim zwanzigsten Mal. Die tiefen Gefühle des Verlustes und der Orientierungslosigkeit wurden noch nie so überzeugend in Lieder umgesetzt. Manche Textpassagen ("Wir haben den Regen gebogen", "Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht") zeigen seinen meisterhaften Umgang mit Worten und bei der Passage "Es ist OK, es tut gleichmäßig weh" möchte man am liebsten mitheulen.
Kurz gesagt: Grönemeyers absolutes Meisterwerk!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2002
...und damit meine ich nicht die SWR3-Hudelei der Singleauskopplung "Mensch", über deren musikalische Tiefe sich durchaus streiten läßt. Allerdings habe ich so gut wie noch nie eine so großartige Ergriffenheit und Berührtheit bei einem Grönemeyer-Lied empfunden wie bei dem Titel "Zum Meer". Hier setzt Grönemeyer auf das Perfekteste eine (recht junge) Tradition fort, die er bei seinem bislang intimsten Album "Bleibt alles anders" begonnen hat. Mut zu großartigen, dramatischen Melodiebögen, gepaart mit wirklich ergreifenden Metaphern, nicht zu verwechseln mit nur eingängigen und brav dudelnden Hit-Refrains a la "Vollmond" o.ä. Insofern ist "Zum Meer" meines Erachtens ein echtes Juwel, das alleine den Kauf der CD rechtfertigt. Klar, dass längst nicht alle Titel der neuen CD an dieses Juwel herankommen, einige sogar nur "guter Durchschnitt" sind, doch wer einen Titel wie "Zum Meer" schreiben kann, hat meiner Meinung nach die Höchstwertung verdient.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 2002
Dieses Album knüpft meiner Meinung nach perfekt an die vorhergehenden an. Für mich ist es erstaunlich wie man sich noch derartig steigern kann. Wer Songs wie "Angst" (Sprünge), "Halt mich" (Ö), "Flugzeuge im Bauch" (Bochum) oder "Ich dreh mich um Dich" (Bleibt alles anders) zu seinen liebsten Songs zählt - der sollte sich dieses Album kaufen.
Sowohl musikalisch als auch seine bekannte Art zu Texten ist der reine Genuss. - Ein Album, dass man sich nur schwer überhören kann.
An dieser Stelle vielen Dank für die Leistung an den Interpret! Sie genießen meine höchsten Respekt!
Vielen Dank!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2003
Das Album Mensch ist musikalisch eine große Platte. Ich bin 14, somit kannte ich Grönemeyer vor 'Mensch' noch nicht; dieses Album gefiel mir so gut wie wohl kein anderes, so dachte ich mir: kauf dir auch seine alten Alben. Die waren dann (z.B. Bleibt alles anders!), wie eine weit verbreite Meinung ja darstellt, sogar noch besser als Mensch, wasich eigentlich gar nicht für möglich hielt.
Die Leute aber, die 'Mensch' verurteilen und sagen, es sei eine schlechte Platte, nehme ich wirklich nicht für voll, denn gerade musikalisch gesehen ist sie mit ihren vielfältigen Harmonien eine geradezu geniale Komposition.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2006
Ich muss gestehen, hab mir dieses album nur wegen den beiden Liedern "Der Weg" sowie "Demo" gekauft.

Das Lied "der Weg" ist meiner Meinung nach das beste deutschsprachige Liebeslied.

Was ich aber nicht verstehe ist, wie kommt ein Metal-Fan auf den Gedanken sich so ein Album zu kaufen (Seitensprung) und eine kastastrophale Bewertung abzugeben? Da sollte man doch lieber beim eigenen Musikstil bleiben.

JEDOCH 1 STERN DEM ALBUM ZU GEBEN IST FREVEL UND DEM HERRN GRÖNEMEYER UNWÜRDIG!!!!!
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