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5.0 von 5 Sternen Klassiker mit ungebrochener Aktualität und Nostalgiepotentia
Dieses Grönemeyeralbum ist sicher etwas angestaubt. Es hat ja auch ein paar Jahre auf dem Buckel. Wenn man den Play-Button drückt zwingt sich ein Lächeln ins Gesicht ob der selbst für Grönemeyer schräg klingenden Stimme, den antiquierten Sounds. Doch gerade das macht dieses Album speziell für zeitgenössische Hörer so...
Am 12. Dezember 1999 veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Platte mit den meisten geheimen Hits
Ich behaupte, dass dies die Platte mit den meisten geheimen Hits von Herbert Grönemeyer ist. Dies gilt natürlich nicht für den Eröffnungssong "Musik nur wenn sie laut ist", der hoffentlich in jeder Top 10-Liste des Künstlers auftaucht. Vielleicht hat auch einfach das grässliche Cover viele Käufer abgeschreckt. In dem Song "Kaufen" wird...
Veröffentlicht am 26. April 2009 von Jens Luckow


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Platte mit den meisten geheimen Hits, 26. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (1983) (Audio CD)
Ich behaupte, dass dies die Platte mit den meisten geheimen Hits von Herbert Grönemeyer ist. Dies gilt natürlich nicht für den Eröffnungssong "Musik nur wenn sie laut ist", der hoffentlich in jeder Top 10-Liste des Künstlers auftaucht. Vielleicht hat auch einfach das grässliche Cover viele Käufer abgeschreckt. In dem Song "Kaufen" wird die entsprechende Sucht beschrieben, die bei der aktuellen Wirtschaftslage wohl nur noch unter sehr betuchten Herrschaften bekannt ist. Tja, wenn die Liebe nicht so schrecklich wäre, könnte man denken, allerdings würden wir dann auch so einen bittersüße Refrain verpassen, wie "Komm zurück, ich liebe Dich / bleib doch weg, ist mir auch egal / Du bist mir zu nah / Liebe, dieses klebrige Wort" in "Komm zurück". Die in "Kadett" beschriebene männliche Liebe zu einem fahrbaren Untersatz ist für mich nicht nachvollziehbar und den rock'n'rolligen Refrain hab ich übrigens jahrelang falsch verstanden. Auch wenn ich dadurch etwas vorwegnehme: Der Abschiedssong "Moccaaugen" beschreibt die Situation eines Selbstmörders, der sich wegen einer Frau umbringt. Das Ganze wird mit sehr harten Worten umschrieben, die zum Nachdenken anregen. Jeder Stricher auf dem Bahnhofsklo könnte den Text von "Etwas Warmes" vielleicht auch falsch verstehen. Die Ballade "Onur" ist der damals aufkommenden Gewalt gegen Asylanten und Ausländern gewidmet und geht mit seinem Text ziemlich ans Herz. Viele Liebesumschreibungen liefert Herbert Grönemeyer in "Diamant", besonders der Refrain "Du reißt mich hin, Du reißt mich her / ohne Dich läuft gar nichts mehr / in Dir kann ich mich verlieren, explodieren, kapitulieren / Du Diamant bringst mich um den Verstand / komm her und küß' mich". Zum Abschluss gibt es dann noch den Song "Hallo, was macht'n Ihr" unterstützt durch seine Band als Männerchor in bester Black Fööss-Manier.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker mit ungebrochener Aktualität und Nostalgiepotentia, 12. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (Audio CD)
Dieses Grönemeyeralbum ist sicher etwas angestaubt. Es hat ja auch ein paar Jahre auf dem Buckel. Wenn man den Play-Button drückt zwingt sich ein Lächeln ins Gesicht ob der selbst für Grönemeyer schräg klingenden Stimme, den antiquierten Sounds. Doch gerade das macht dieses Album speziell für zeitgenössische Hörer so interessant. Die Texte und die Musik sind eigentlich einfach nur Grönemeyer, wie man ihn kennt und liebt: hintergründig, mitreißend, gut. Nur daß er hier anders klingt als heute.
"Musik nur wenn sie laut ist" ist bei Konzerten immer noch der Hit, Songs wie "Kadett" oder "Kaufen" klingen nicht nur einfach geil, sie lassen den Hörer in alte Zeiten schweben und schmunzeln. Und daß Grönemeyer schon immer zeitlos war merkt man spätestens bei "Etwas Warmes" oder "Onur". (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Muss für "frische" Fans, 17. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (Audio CD)
Ich selber habe eigentlich erst durch "Bleibt alles anders" zu Grönemeyer gefunden und meinte alle Klassiker von ihm zu kennen (aus dem Radio z. B.). Aber dann wurde ich bei einem Konzert eines besseren belehrt: Ich kannte Moccaaugen nicht. Peinlich! Also machte ich mich auf die Suche nach dem dazugehörigen Album und war überrascht: Das album ist wirklich klasse!
Auch wenn der Sound nicht sooo modern ist, so ist es perfekt zum Mitsingen beim Autofahren oder einfach so.
Ich kann das Album wirklich jedem "neuen" Fan empfehlen. Es schliesst Wissenlücken und zeigt eine völlig andere Seite von Herbert, wie z. B. bei Etwas Warmes oder eben Moccaaugen. Das hat mit "Der Weg" so gut wie nichts zu tun, aber gehört genauso in jede Sammelung.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch vor Bochum: Grönemeyer mit Kultstatus, 22. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (Audio CD)
Würde Grönemeyer noch heute solche Musik machen wie zu Zeiten von "Gemischte Gefühle" - er wäre nicht nur peinlich, sondern genauso langweilig wie Status Quo. Gut, dass er nicht so ist und auch gut, dass es dieses Album hir gibt. Völlig lässig, fast schon unfassbare Melodien und Instrumentierungen machen dieses Album zu einem Kultalbum. "Moccaaugen" etwa, immernoch ein Live-Klassiker, mit "Etwas Warmes" wagte er sich anno 1983 sogar an das Thema Homosexualität heran - einen veritables Liebeslied gibt es auch (Ich hab dich bloß geliebt) und schrill klingt der letzte Song "Hallo, was macht denn ihr?". Ein weiterer Song sagt euch, was ihr mit dieser CD zu tun habt: "Kaufen"!
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolute Spitzenklasse, 2. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (Audio CD)
Das 4. Album Grönemeyers war endlich sein erster Achtungserfolg, im Rückblick ist es sicher eines seiner besten überhaupt! Das Album ist witzig wie in "Hallo, was macht'n ihr" oder "Etwas Warmes", sozialkritisch wie in "Onur" oder "Kaufen".
Aber auch das unglückliche oder genervte Liebesgefühl besingt Grönemeyer meisterhaft, vor allem in dem Stephan Sulke- Cover "Ich hab Dich bloß geliebt".
"Gemischte Gefühle" gehört nicht nur in Grönemeyers Discographie sondern auch in der deutschen Musikgeschichte zur absoluten Spitzenklasse!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Platte mit den meisten geheimen Hits, 26. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (Audio CD)
Ich behaupte, dass dies die Platte mit den meisten geheimen Hits von Herbert Grönemeyer ist. Dies gilt natürlich nicht für den Eröffnungssong "Musik nur wenn sie laut ist", der hoffentlich in jeder Top 10-Liste des Künstlers auftaucht. Vielleicht hat auch einfach das grässliche Cover viele Käufer abgeschreckt. In dem Song "Kaufen" wird die entsprechende Sucht beschrieben, die bei der aktuellen Wirtschaftslage wohl nur noch unter sehr betuchten Herrschaften bekannt ist. Tja, wenn die Liebe nicht so schrecklich wäre, könnte man denken, allerdings würden wir dann auch so einen bittersüße Refrain verpassen, wie "Komm zurück, ich liebe Dich / bleib doch weg, ist mir auch egal / Du bist mir zu nah / Liebe, dieses klebrige Wort" in "Komm zurück". Die in "Kadett" beschriebene männliche Liebe zu einem fahrbaren Untersatz ist für mich nicht nachvollziehbar und den rock'n'rolligen Refrain hab ich übrigens jahrelang falsch verstanden. Auch wenn ich dadurch etwas vorwegnehme: Der Abschiedssong "Moccaaugen" beschreibt die Situation eines Selbstmörders, der sich wegen einer Frau umbringt. Das Ganze wird mit sehr harten Worten umschrieben, die zum Nachdenken anregen. Jeder Stricher auf dem Bahnhofsklo könnte den Text von "Etwas Warmes" vielleicht auch falsch verstehen. Die Ballade "Onur" ist der damals aufkommenden Gewalt gegen Asylanten und Ausländern gewidmet und geht mit seinem Text ziemlich ans Herz. Viele Liebesumschreibungen liefert Herbert Grönemeyer in "Diamant", besonders der Refrain "Du reißt mich hin, Du reißt mich her / ohne Dich läuft gar nichts mehr / in Dir kann ich mich verlieren, explodieren, kapitulieren / Du Diamant bringst mich um den Verstand / komm her und küß' mich". Zum Abschluss gibt es dann noch den Song "Hallo, was macht'n Ihr" unterstützt durch seine Band als Männerchor in bester Black Fööss-Manier.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das letzte Album der erfolglosen Phase, 10. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (Audio CD)
Mit seinem vierten Album aus dem Jahre 1983 begann Herbert Grönemeyer, sich endlich vom schwerverdaulichen Jazzrock seiner frühen Jahre zu lösen. Zwar bot schon auch die ein Jahr zuvor veröffentlichte LP "Total egal" den einen oder anderen vielversprechenden Ansatz, jedoch wirkte das alles noch viel zu sprunghaft und unausgegoren. Hier jedoch schaltete der Mann mit der Knödelstimme weitestgehend auf den schnörkellosen Deutschrock um, der ihn letztendlich berühmt machen sollte.

Symptomatisch steht dafür vielleicht das einleitende "Musik nur, wenn sie laut ist", soweit ich mich erinnern kann, der erste TV-Auftritt, den ich von Grönemeyer je sah. Der eingängige Song über ein taubes Mädchen wird zwar vom damals noch mit verwegenem Scheitel ausstaffierten Barden mit äußerst gepresster Stimme - seinem Markenzeichen über lange Jahre - vorgetragen, die Melodie haut aber gut ins Kontor. Allgemein wird sich in textlicher Hinsicht einer ganzen Palette von Problematiken gewidmet, seien es das Schicksal von damals noch "Gastarbeiter" genannten Migranten ("Onur"), Konsumterror ("Kaufen"), Homophobie ("Etwas Warmes") oder des Mannes liebstes Spielzeug ("Kadett"). Das Thema Liebe wird eher aus pessimistischer Sicht behandelt. Gerade das sehr schöne "Moccaaugen" geht schwer ans Gemüt und auch "Ich hab' Dich bloß geliebt" versprüht alles andere als Lebensfreude. Dann schon das schräge und voller Dissonanzen steckende "Hallo, was macht'n Ihr?" als Ausklang mitsingen...

Zwar ist hier noch nicht alles Gold, was glänzt, denn Schwachpunkte wie das furchtbar kitschige "Komm zurück", das völlig gegen den Baum gefahrene "Kadett" oder "Diamant" finden sich durchaus noch, auch "Kaufen" sagt mir wenig zu. Aber: insgesamt sehr hörenswert und ausbaufähig!

Half letztendlich alles nix - nach dieser kommerziell einmal mehr nicht erfolgreichen Platte kündigte Grönemeyers Plattenfirma Intercord den Vertrag. Ob das nun angesichts des mit dem nächsten Album folgenden Durchbruchs eine hilfreiche oder grenzenlos dumme Entscheidung darstellte, wird wohl nie mehr geklärt werden können...
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Richtig gut und richtig schlecht, tatsächlich gemischte Gefühle, 25. Januar 2013
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (Audio CD)
Passender hätte der Albumtitel für die vierte Herbert Grönemeyer Platte kaum gewählt werden können. Worauf auch immer sich der Titel bezieht, was immer Grönemeyer damals 1983 dazu bewog das Album so zu nennen, ein Lied gleichen Namens existiert jedenfalls nicht, nicht einmal eine Liedzeile. War das seine eigene Einschätzung über die Qualität der Platte? Damals wohl kaum, heute sicherlich.

Nach drei reichlich erfolglosen Alben im Liedermacher-Stil, von denen zumindest das dritte "Total egal" mehr Beachtung verdient hätte, läutete Grönemeyer mit diesem Album vor inzwischen genau 30 Jahren eine stilistische Wende ein. Keine Drehung um 180 Grad, aber doch ein gewaltiger Schritt in Richtung (damals) modernen Pop-Sounds. Und wenn auch der ganz große Erfolg erst noch ein Jahr und noch ein Album später mit "4630 Bochum" einsetzte, kam mit "Gemischte Gefühle" doch langsam etwas Dynamik in seine Karriere als Musiker. Erwähnenswerte Airplay im Radio und der erste Einstieg in die Album-Charts gelang. Zögerlich zwar und weit hinten, aber immerhin, drin. "Musik nur wenn sie laut ist", die Single aus dem Album, wurde über die Jahre zu einem amtlichen Hit, zu einem ewigen Grönemeyer-Klassiker, der bis heute regelmäßig in seinen Konzert-Sets auftaucht und vom Publikum gefeiert wird.

Doch da war durchaus noch mehr, was schon in Richtung des gigantisch erfolgreichen Nachfolge-Albums deutete. "Etwas warmes" oder die Cover-Version von Stephan Sulkes "Bloß geliebt" (der einzige Cover-Song den Grönemeyer überhaupt je für ein eigenes Album einspielte) lassen "4630 Bochum" schon deutlich ahnen. Ebenso die Ballade "Komm zurück", die klingt wie "Flugzeuge im Bauch - erster Versuch". Nicht nur stilistisch, sondern auch inhaltlich ganz deutlich der gleiche Gen-Pool, dieselben Zutaten wie die Über-Ballade ein Jahr später.

"Moccaaugen" und "Onur" sind nochmal ein Blick zurück, strukturell klassische Songwriter-Balladen. Wobei Grönemeyer diese Facette ja erfreulicherweise nie völlig ad acta legte, sie verbarg sich nur in späteren Jahren oft unter seinen Sound-Tüfteleien und tritt erst jetzt in jüngerer Vergangenheit wieder häufiger klar erkennbar zutage.

Zusammengezählt sind das bisher sechs von zehn Liedern des Albums, die man so stehen lassen kann, die genug Substanz hatten, daß sie auch 30 Jahre später noch bestehen, aus Fan-Sicht irgendwo zwischen gut und sehr gut.

Bleiben aber noch vier. Verfügt man über den nötigen Humor, dann kann man "Kadett" ja vielleicht noch ganz witzig finden."Ich träum vom Opel Kadett, nur schlicht als Coupé, den ich dann selbst ausstatten darf, nach meiner eigenen Idee..." eröffnet er die musikalische Erzählung, um dann Strophe für Strophe die erträumten Ausstattungs-Details aufzuzählen. Als da wären: bunte Bommeln um die Scheiben, geflochtene Rückenstützen, ein Kissen mit der Autonummer von der Oma in handwerklicher Heimarbeit hergestellt, der obligatorische Wackeldackel, ein Propeller am Cockpit als Aircondition, Lenkradfell, ein beleuchteter Miniatur-Weihnachtsbaum u.s.w., ich kürze das Grauen hier mal ab. Im Grunde ist die Nummer nicht witzig, sondern nur komisch, skurril, schräg.

Dann "Diamant", der gescheiterte Versuch eines rhythmischen Liebesliedes. Die Nummer überhört man schlicht, sie ist einigermaßen überflüssig, prägt sich aber nicht als besondere Gewalttat ein.
Die verbleibenden zwei jedoch schon! "Kaufen" und "Hallo, was macht'n Ihr?" sind schlicht Totalausfälle, foltertaugliches Liedgut. Dem Duden wäre glatt die Ergänzung der Vokabel "Liedschlecht" als Pendant zu "Liedgut" für Lieder wie diese anzuraten. Könnte man "Kaufen" noch einen satirischen Vorsatz unterstellen, der mittels Ironie und stumpfem Groove versucht die Shopping-Kultur bloßzustellen, fällt "Hallo..." einfach nur noch in die Schublade schlimmer Schlager für Gehirnlose. Zu schlimmster Klaus und Klaus Schunkel-Melodik singt Grönemeyer von schauderhafter Fröhlichkeit total übermannt: "Hallo, was macht'n ihr, geht's euch genau wie mir, ich spendier mir noch'n Bier, hallo was macht denn ihr?"
Ähm, also ich mach aus, jedes mal. Es ist eh das letzte Lied des Albums, im doppelten Wortsinn wohlgemerkt!

"Gemischte Gefühle" ist innerhalb von vierzig Minuten mal richtig gut und mal richtig schlecht, aber irgendwie ist es auch sympathisch den oft (völlig zu unrecht) als verkopft bezeichneten Musiker sich mal so richtig im kopflosen Unernst verlieren zu hören. Das Album hinterlässt auf jeden Fall sehr gemischte Gefühle.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute alte Musik, 8. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (MP3-Download)
Das Album hatte ich bereits in den 1980ern als Musikkassette. Es ist immer wieder schön zu hören! Da werden Erinnerungen wach!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen alles super, 11. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gemischte Gefühle (Audio CD)
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