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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nonplusultra progressiver Rockmusik, 25. Juli 2005
Von 
Peter Eisenburger (Merenberg, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
Thema dieser Besprechung ist die remasterte Version von "Pawn Hearts".

Mit "Pawn Hearts" erreichte die progressive Rockmusik ihren Höhepunkt. Und Peter Hammill mit Van der Graaf Generator erstmals die Spitze ihrer Innovationskraft und Kreativität.

Die remasterte Ausgabe von "Pawn Hearts" zeigt einmal mehr, welches Meisterwerk hier im Sommer 1971 entstanden ist. Das Remastering hat zwar nicht zur selben Klarheit und Isolierung aller einzelnen Instrumente und Stimmen geführt wie z.B. bei "H to He". Der Grund dafür liegt wohl im heftigen Mixen und Overdubben auf den Originalbändern. So liegt der Sound näher an der Original Vinyl-LP als bei den anderen Remasters dieses ersten Pakets der VDGG Katalogs. Dennoch kann man einen deutlich verbesserten Sound genießen.

Herzstück des Albums ist das epische "A Plague of Lighthouse Keepers". Musikalisch und technisch war das damals "Cutting Edge" und an der Grenze dessen, was in diesen Jahren von einer Rockband im Studio aufgenommen werden konnte. Peter Hammills Stimme ist unglaublich kraftvoll und verwandlungsfähig.
Die Texte haben hohe literarische Qualität wie später so oft in Peter Hammills Soloalben. Einige Passagen von "Lighthouse Keepers" sind unvergeßlich. Wer sonst in der Rock Musik wäre fähig, Sätze zu texten und singen wie:
"'Alone, alone', the ghosts all call / pinpoint me in the night" oder
"The seal of death / lingers in the molten wax / that is my head".
Peters Schrei am Ende von "Locked in silent monologue / in silent scream" läßt einen erschauern.

Aber die Musik von Van der Graaf war so komplex und teilweise experimentell geworden, daß es in dieser Richtung nicht mehr weiter ging. "Lighthouse Keepers" war live bereits unaufführbar. Weiterhin war die Band durch fast zweijährige extensive und fast pausenlose Tourneen ausgelaugt und erschöpft. Ihr letzter Kontrakt für Italien sah gar bis zu 3 Auftritte am Tag vor.

Geringer finanzieller Geldfluß und wachsende Spannungen zwischen Gruppenmitgliedern trugen ebenfalls ihren Teil zum Entschluß bei, sich aufzulösen. Die faszinierendste und ungewöhnlichste progressive Rockband war am Ende ihres Weges angelangt. Aber ihre Mitglieder bewahrten ihre Integrität und ihre körperliche und psychische Gesundheit, die auf dem Spiel gestanden hatte.

Alles in allem war kein anderes Album der Rock Geschichte so innovative und, ja, progressiv. "Pawn Hearts" klingt immer noch so frisch und aufregend wie zur Erstveröffentlichung. Die remasterte Ausgabe macht den Sound noch mächtiger.

Die CD kommt in Begleitung eines ausführlichen und schönen Booklets. Die Bonus Tracks bringen zum einen zwei Stücke, die mehr aus historischen Gründen von Interesse sind.

Die anderen drei Aufnahmen gehörten ursprünglich zur nie veröffentlichten zweiten LP von "Pawn Hearts". Die drei "Solostücke" zeigen, in welche Richtung Van der Graaf sich damals hätte bewegen können: geradewegs in eine Fusion-Richtung ähnlich wie Soft Machine. Sie verloren aber nicht ihre Verwurzelung im Rock und den für den Gruppe wesentlichen Anteil, den Peter Hammills Texte und Gesang ausmachte. Und so kamen sie zwei Jahre später mit Musik zurück, die immer noch elaboriert und anspruchsvoll war, aber so instrumentiert und aufgenommen, daß sie zugänglicher war als "Pawn Hearts".
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Alben der Band, 18. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
Wer Progressive Rock mag, sollte sich einer der besten, weil intelligentesten und zugleich sperrigsten Gruppen dieser Stilrichtung nicht verschließen. Van der Graaf Generator waren in der ersten Hälfte der 70er Jahre in England eine große Nummer. Auf einer Tournee waren Genesis ihre Vorgruppe. VdGG spielen auf "Pawn Hearts" (fast) ohne Bassisten, sondern mit Hugh Banton an der Orgel und Basspedalen und David Jackson an Saxophon und Flöte. Zusammen mit Peter Hammills außergewöhnlicher Stimme ergibt das einen Gesamtsound, der in der Rockmusik einzigartig ist. Das Album weist nur drei, dafür aber bärenstarke und ellenlange Stücke auf. Der Opener "Lemmings" ist m.E. gleich das Highlight des Albums: Unglaublich, wie hier der düstere Text mit der Musik eine untrennbare Einheit eingeht und fantastisch, wie sich die Band am Schluss des Stückes beinahe freejazzartig im Nichts verliert... In "Man-Erg" singt Hammill von den verschiedenen Persönlichkeiten, deren Stimmen er in seinem Kopf hört (ein Killer, ein Engel...). Und "A Plague Of Lighthouse Keepers" mit seinen insgesamt 10 (!) Teilstücken ist absolut vergleichbar mit allen 20 Minuten-Stücken, die Yes und Genesis herausgebracht haben. "Pawn Hearts" ist eines der ganz großen und frühen Meisterwerke der Band. Wie man hört, soll sich die Band 2005 in Orginalbesetzung wieder zusammenfinden und ein Album herausbringen. Auf keinen Fall verpassen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prog?, 18. Mai 2011
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
Sie gelten allgemein als die anspruchsvollste und für viele - beste - progressive Rock Band und das obwohl (um jetzt den Kontext Rock anzusprechen) die Gitarre auf ihren Platten meist eine - wenn überhaupt vorhanden - sehr untergeordnete Rolle gespielt hat.

Band Mastermind Peter Hammill's Kompositionen aber entspringen sehr oft eigentlich dem sing-a-songwriter Genre, allerdings orientieren sich diese Epen meist an moderner Klassik und sind von ungewöhnlicher Harmonik und oftmals repetitiven kleinen Melodien geprägt. Im Grunde ist das aber dennoch etwas völlig Eigentändiges und unerhört Ungehörtes. Es gibt wohl kaum eine andere Band die von Folk, Blues oder Rock'N'Roll so weit weg ist wie VdGG - vom Funk und Soul sowieso und der Jazz spielt auch nur ab und zu eine Rolle wie auf dem hier als Bonustrack angehängten ,Ponker's Theme'.

Pawn Hearts war 1971 das 4te Album der Gruppe und ist vom urspr. psychedelischen Nährboden der späten 60er Jahre schon weit entfernt. Zwar enthielt die Original LP nur 3 Stücke, aber in diesen 3 Stücken sind so viele unterschiedliche Parts enthalten - die dann doch wieder schlüssig miteinander verbunden sind - das andere Gruppen damals daraus wahrscheinlich problemlos ein Doppelalbum hätten basteln können.

Der opener ,Lemmings' beschreibt über Hammills kryptische Lyrics eine ausweglose Situation die musikalisch ebenso düster wie passend untermalt wird. David Jackson's Saxophon klingt oft wie eine zusätzliche Stimme und setzt die Effekte die notwendig sind um die bedrückende Stimmung dieser Komposition noch zu verstärken. Das chaotisch anmutende ,incorporated' ,Cogs' dürfte dann John Zorn gut gefallen haben. Fast anarchisch werden hier Kakophonien eingestreut und man meint die Band zerstöre diesen track nun absichtlich. Aber genau das setzt beim Hörer, der sich darauf einläßt, auch unerhörte Emotionen frei (ungezügelte Wut wird hier bspw. großartig musikalisch umgesetzt) und schließlich mündet das Ganze wieder in das Anfangsthema und wenn der song dann mit den Worten ,What choice is there but to live? to save the little ones? What choice is there left but to try? und dem fast wehklagenden instrumentalen outro endet, dann hat man eine emotionale tour de force hinter sich, die man vorher wohl noch nie erlebt hat.

,Man-Erg' ist dann vielleicht eine der großartigsten Kompositionen Hammill's mit einer wundervollen zarten Melodie, die allerdings nach 3 Minuten wieder in einem punkigen, instrumentalen Wutausbruch mündet. Die Schizophrenie, die gleichzeitige Anwesenheit von Gut und Böse wird hier eben auch musikalisch perfekt umgesetzt. Das erste Thema ist eindeutig klassisch inspiriert, das zweite erinnert stark an die frühen King Crimson und verebbt quasi nach weiteren eineinhalb Minuten. Danach geht es dann fast entspannt weiter, bevor wieder das zarte Anfangsthema aufgegriffen wird; das allerdings wird am Ende immer mehr vom zweiten Thema überlagert (hat das ,Böse' gesiegt?).

Die zweite LP Seite wurde vollständig von ,A Plague Of lighthouse Keepers' eingenommen. Die 23minütige Mini-Oper über Isolation beginnt mit ,Eyewitness' großartig, das sich innerhalb von 2einhalb Minuten enorm steigert und vom klangmalerischen ,Pictures/Lighthouse' in dem David Jackson u.a. großartig Nebelhörner imitiert, gefolgt wird. Allerdings muß man zugeben, daß dieser track - gerade hier - auch seine Längen hat, und daß die spannungsteigernde Orgelpassage sich ein wenig in die Länge zieht. Die zweite ,Strophe' geht in die Bridge ,S.H.M.' über - emotional sehr packend, aber fast ein wenig zu kurz. ,The Presence Of The Night' hat dann wieder ein schräges aber sehr eingängiges Thema das nach den Zeilen ,I know no more ways, I am so afraid, myself won't let me just be myself and so I am completely alone' im Chaos mündet. Anschliessend wird's mit `Custard's Last Stand' fast melancholisch, bevor es in `The Clot Thickens' erst punkig wird und dann zunehmend atonaler und - auch durchaus anstrengend. Aufgelöst wird dieses Opus dann mit dem wieder sehr melodischen ,Land's End/We Go Now'. Instrumental und fast hymnisch endet diese Scheibe.

Trotz einiger Längen auf der 2ten LP Seite ist ,Pawn Hearts' ein großartiges und packendes, aber auch ein sehr sperriges Album, das man sich wohl am besten zuerst über die tollen Gesang-Motive Hammill's und die Texte erschließt, denn erst dann wird man erkennen wie großartig Musik und Text sich hier gegenseitig unterstützen. Allerdings - diese Musik ist nichts für schwache Nerven, denn einem emotionalen Hörer verlangt Sie sehr viel ab und eigentlich ist das keine U-Musik mehr, denn man muß Sie hören wie Klassik - konzentriert, denn diese Musik ist sehr konzentriert und emotional.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Opium" für die Ohren, 13. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
Wahrscheinlich gehört "A plague of lighthouse keepers" zu den Besten Sachen, die Van der Graaf je gemacht haben. Bei diesem Song fällt einem ein sehr schönes "Chill out" Feeling zu, das sich so kühl und verwirrend einem Höhepunkt steigert, wie sich Rockmusik überhaupt nicht mehr steigern ließe. Genial... Dabei ist "Man Erg" mit knapp zwölf Minuten ebenso einfallsreich und "Lemmings" artet schon fast in Punk aus. Drei Superzünder, wie sie sich für Van der Graaf gehören. Als Fan ein MUSS - - -
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prog-Monolith, der Jahrzehnte überdauert, 15. Juni 2012
Von 
M. Robert Ganser "robertissimo" (Apetlon, Burgenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
Das insgesamt vierte und von der musikalischen Meisterklasse her dritte Album von Peter Hammill, David Jackson, Hugh Banton und Guy Evans kam Ende 1971 in die Läden, und die Kritikerherzen schlugen wieder einmal hoch. Die progressive Rockmusik hatte es mittlerweile normal werden lassen, dass eine LP nur noch aus drei Tracks bestand, in diesem Fall zwei zu je rund 11 Minuten, und auf der zweiten Seite eine 23-Minuten-Nummer.

"Lemmings" eröffnet die Platte. Die Musik scheint wie aus der Ferne zu kommen, und Hammill entführt uns in eine Gedankenwelt, die von einem Selbstmordtrieb zeugt, immer wieder zugespitzt auf die Frage im Refrain: "What course is there left but to die?", und die Band holt aus ihren Instrumenten alles heraus, was möglich ist, vor allem dann, wenn Jackson mit seinen Saxofonen und Banton mit seinen Keyboards unisono spielen. Ein dynamisches, schnelles, zeitweise stürmisches Stück, in dem es textlich freilich nicht um die als selbstmörderisch definierten Tiere geht, sondern um die Menschheit und deren Eigendefinition. Ein Lied, das der Sinnfrage auch nicht ausweicht, und in seinen letzten beiden Minuten immer ruhiger wird.

Mit "Man-Erg" folgt dann der Höhepunkt des Albums, und einer meiner absoluten VDGG-Lieblingstracks überhaupt: Eine wunderschöne, lyrische Ballade, die durch einen aggressiven, wenn auch kurzen Mittelteil einen besonderen Akzent erhält, und von Hammills Gesang getragen wird. Textlich ist dem Mastermind dabei eines seiner stärksten Werke gelungen, große Lebensphilophie in kurze Strophen und Reimverse gepackt. "I'm just a man, and killers, angels all are these, dictators, saviours, refugees, in war and peace, als long as man lives" - schlichtweg genial. Am Schluss zieht die Band das Tempo nochmals an und führt den Song in ein furioses Finale. Eine wahre Wahnsinnsnummer.

Mit 20-Minuten-Nummern ganze Albumseiten zu füllen, war ab den späten Sechzigern modern geworden, und bald glaubte eine neue Band gar nicht mehr ohne eine solche Langnummer auskommen zu können. Das ging öfter daneben als man wahrhaben wollte, und viele dieser Longtracks sind heute berechtigterweise vergessen. VDGG wagten es mit "A Plague Of Lighthouse Keepers" und gewannen damit, es war eine der besten Langnummern, die eine britische Band in der ersten Hälfte der Siebziger machte: Spannender Aufbau, vielschichtige Rhythmik, und alles präzise durchkomponiert, anstatt sich in Improvisationen zu verlieren. Und auch wieder düstere Lyrics, besonders die Zeile "I prophecy disaster" bleibt hier hängen. Dieses Stück zeigt auch, wie überhaupt das ganze Album, wie wunderbar die Gruppe aufeinander eingespielt war, und wie die Holzblasinstrumente einerseits und die Keyboards andererseits das Fehlen einer Gitarre gar nicht merken ließen, so wie man auch das Fehlen der Bassgitarre nicht merkte, Bantons Orgelbasspedale und Evans Drumming füllten alles aus. Wobei Hammills Stimme meistens auch wie ein Instrument integriert war. Was für eine außergewöhnliche, einzigartige Band!

In Verkaufszahlen drückte sich das leider nur bescheiden aus, und Anfang 1972 drohte Charisma Records der Konkurs, weil die Produktion dieses Albums die Firma finanziell an den Rand des Abgrunds geführt hatte. Letzte Rettung schien ein kommerziell gemachte Single zu sein, die dann auch gleich erschien: "Theme One" war VDGGs Version der Kennmelodie des BBC-Kanals "Radio One". Hit wurde es keiner, aber Charisma Records überlebten dank Lindisfarne, und hatten ein Jahr später mit Genesis eine weitere Top-Selling-Band. Wobei nicht verschwiegen werden soll, dass der Verkauf von "Pawn Hearts" so übel wieder auch nicht war - in Italien (!) schaffte die Scheibe Platz 1 (!) der Albumcharts. Was nichts daran änderte, dass Ende 1972 die Auflösung von VDGG bekannt gegeben werden musste. Hammill machte solo weiter, und 1975 kehrte die Gruppe mit dem fantastischen "Godbluff"-Album wieder in die Szene zurück.

Bliebe noch zu erwähnen, dass die vorliegende CD-Edition, wie schon bei den beiden Vorgängeralben, ein exzellentes Mastering aufweist, und die Bonustracks durchaus interessant sind, vor allem die oben erwähnte Nicht-Hit-Single. So oder so ist "Pawn Hearts" eines der ganz großen Alben dieser wahrhaft großen Band, und eines der wenigen, das dem damaligen Schlagwort "progressiv" spielend gerecht werden konnte.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kleiner Hinweis zu dieser "Remastering Edition".., 7. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
Da ich das offizielle Release dieses Album leider nicht miterleben durfte, hab ich mir diese "Remastering Edition" gekauft.

Die Musik ist klasse und genießt zu Recht ihren hohen Status in der Prog-Szene, aber es dürfte viele potentielle Käufer interessieren, dass diese CD offensichtlich mit Dynamikkompressoren bearbeitet wurde ("Loudness Race").

Zwar gibt es weitaus extremere Beispiele, aber gerade bei einer Musik, die derart von ihrer Dynamik lebt und eigentlich ohnehin nicht gerade mit dem "Mainstream" liebäugelt, ist mir dieser Schritt absolut unverständlich.

Wie gesagt, an der Musik selbst gibt es nichts auszusetzen und das Cover und die CD sind auch sehr hübsch designt, aber ich dachte, dass das vlt so manchen interessieren könnte.

Ich bereue den Kauf trotzdem nicht, wie man auch ja auch an der Wertung erkennen kann - aber eventuell sollten "audiophile" Käufer besser eine andere Version antesten - oder gleich beim Vinyl-Original bleiben (was ich, wie gesagt, allerdings nicht kenne).
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bauernherzen..., 10. Juni 2010
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
"wow, was für ein trip" schrieb einer der anderen rezensenten - so ist es, das beschreibt genau das gefühl nach dem hören dieser scheibe!

nachdem mich vdgg nach mittlerweile rd 35 jahren genauso fasziniert wie am ersten tag, sehe ich die "ausnahmestellung" dieses albums etwas gelassener. ich halte "godbluff" und "still live" für anders, aber sie sind genauso starke monumente des art- oder progrock (oder in welche schublade man vdgg sicher vergeblich auch stopfen mag), ebenso sind die vorangehenden alben nicht zu verachten - hey, da gibts so starke songs wie "refugees", "house with no door" und das grenzgeniale "lost" zu finden!

der düstere beginn mit "lemmings" ist gar ein ungewohnt zäher einstieg. aber bereits die nächste nummer "man-erg" ist ein all-time klassiker mit einem genialen psychotext (the killer lives inside me/ yes i can feel him move/ mostly he's lightly sleeping/ in the quiet of his room/ but then his eyes/ will rise and stare through mine...) der refrain erinnert ein wenig an beethovens "ode an die freude" aus der 9. symphonie (ist aber absolut nix geklaut hier!) der wirr beginnende mittelteil fliesst nach einsetzender beruhigung in elegischer schönheit dahin um auf unnachahmliche hammill-art wieder in die letzte strophe zu münden, an deren ende eine geniale vermischung der beiden tragenden themen dieses songs steht.

ja und dann: "plague of lighthousekeepers", ein programmatisches werk, dass dem damaligen trend zu langen, konzeptstücken ala "thick as a brick", "passion play", "suppers ready", "tarkus" und wie sie noch alle heißen, offenbar rechnung tragen sollte. hier jedoch mit einem text, der voller allegorien steckt, der die einsamkeit und isolation des einzelnen zum ausdruck bringt, begleitet von einer musik, die den ultimativen soundtrack dazu liefert, wie die von jacksons saxofon imitierten nebelhörner oder die transformierte aufruhr des bewegten wassers - wahnsinn!!! dazwischen die getragene schönheit der pianoparts mit hammills klagendem und inbrünstigen vortrag und das sich - auch dank tatkräftiger mithilfe von robert fripp's (king krimson) gitarre - immer höher schraubende finale...

ein meilenstein der musik im allgemeinen und ein ganz großes, leider unterbewertetes werk aus der besten zeit der rockmusik. auch der sound ist im vergleich zu anderen produktionen aus dieser zeit völlig akzeptabel und unterstützt die wirkung der musik - ein ganz starkes stück!!!
so gesehen muß das teuere remaster nicht unbedingt sein, wenn auch ein wenig mehr geht als auf den bisherigen CD-umschnitten.
die bonustracks sind meiner ansicht nach unnötig und stören das konzept dieses albums...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Highlight der 70er..., 31. Januar 2008
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
"wow, was für ein trip" schrieb einer der anderen rezensenten - so ist es, das beschreibt genau das gefühl nach dem hören dieser scheibe!

nachdem mich vdgg nach mittlerweile rd 35 jahren genauso fasziniert wie am ersten tag, sehe ich die "ausnahmestellung" dieses albums etwas gelassener. ich halte "godbluff" und "still live" für anders, aber sie sind genauso starke monumente des art- oder progrock (oder in welche schublade man vdgg sicher vergeblich auch stopfen mag), ebenso sind die vorangehenden alben nicht zu verachten - hey, da gibts so starke songs wie "refugees", "house with no door" und das grenzgeniale "lost" zu finden!

der düstere beginn mit "lemmings" ist gar ein ungewohnt zäher einstieg. aber bereits die nächste nummer "man-erg" ist ein all-time klassiker mit einem genialen psychotext (the killer lives inside me/ yes i can feel him move/ mostly he's lightly sleeping/ in the quiet of his room/ but then his eyes/ will rise and stare through mine...) der refrain erinnert ein wenig an beethovens "ode an die freude" aus der 9. symphonie (ist aber absolut nix geklaut hier!) der wirr beginnende mittelteil fliesst nach einsetzender beruhigung in elegischer schönheit dahin um auf unnachahmliche hammill-art wieder in die letzte strophe zu münden, an deren ende eine geniale vermischung der beiden tragenden themen dieses songs steht.

ja und dann: "plague of lighthousekeepers", ein programmatisches werk, dass dem damaligen trend zu langen, konzeptstücken ala "thick as a brick", "passion play", "suppers ready", "tarkus" und wie sie noch alle heißen, offenbar rechnung tragen sollte. hier jedoch mit einem text, der voller allegorien steckt, der die einsamkeit und isolation des einzelnen zum ausdruck bringt, begleitet von einer musik, die den ultimativen soundtrack dazu liefert, wie die von jacksons saxofon imitierten nebelhörner oder die transformierte aufruhr des bewegten wassers - wahnsinn!!! dazwischen die getragene schönheit der pianoparts mit hammills klagendem und inbrünstigen vortrag und das sich - auch dank tatkräftiger mithilfe von robert fripp's (king krimson) gitarre - immer höher schraubende finale...

ein meilenstein der musik im allgemeinen und ein ganz großes, leider unterbewertetes werk aus der besten zeit der rockmusik. auch der sound ist im vergleich zu anderen produktionen aus dieser zeit völlig akzeptabel und unterstützt die wirkung der musik - ein ganz starkes stück!!!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Galaktischer Musiktrip, 27. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
Wow.., was für ein Trip. Allen Freunden von Aufnahmen wie "Supper 's ready" oder den älteren Werken von King Crimson sei diese CD wärmstens empfohlen. Die 55 Minuten von "Pawn heart" bersten vor musikalischen Ideen und erzeugen ein Gänsehautfeeling, dass seines gleichen sucht. Der exzentrische Gesang von Peter Hammill frisst sich einem förmlich ins Gehirn und macht einen süchtig nach immer mehr von seiner Musik.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Progressive Rockmusik, 8. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pawn Hearts (Audio CD)
Der eigenständige Sound ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Orgel und Saxophon, dem weitgehenden Verzicht auf elektrische Gitarren und dem expressiven Gesang Peter Hammills. Ein weiteres Charakteristikum sind die düsteren, existenzialistischen Liedtexte Hammills, die ihm den Beinamen „King of fear“ (König der Angst) einbrachten. Die Musik pendelt zwischen lyrischen Passagen und heftigen, teilweise Free-Jazz-artigen Ausbrüchen
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