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62 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Mutter aller Konzeptalben
Wenn es ein Album gibt, das den Status der absoluten Perfektion erreicht hat, dann ist es das geniale Thick as a Brick. Hier stimmt einfach alles, es gibt nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. Die Tempiwechsel, die fliessenden Übergänge, die clever arrangierten Breaks und Solis, der inbrünstige Gesang, das akzentuierte Spiel der Querflöte, die...
Veröffentlicht am 12. Februar 2003 von Thomas K-Bär

versus
2 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein großer Wurf.
Ich habe das Album gekauft, weil es mir von mehreren Seiten empfohlen wurde. Ich bin aber doch sehr erstaunt, diese Art Musik von Ian Anderson vorgesetzt zu bekommen. Irgendwie paßt für mich nichts richtig zusammen. Keine flüssigen Übergänge. Es klingt alles abgehackt. Ich kann nur sagen, eine Enttäuschung.
Das ist natürlich meine...
Veröffentlicht am 9. Juni 2012 von Harro Marcour


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62 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Mutter aller Konzeptalben, 12. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
Wenn es ein Album gibt, das den Status der absoluten Perfektion erreicht hat, dann ist es das geniale Thick as a Brick. Hier stimmt einfach alles, es gibt nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. Die Tempiwechsel, die fliessenden Übergänge, die clever arrangierten Breaks und Solis, der inbrünstige Gesang, das akzentuierte Spiel der Querflöte, die kreativ-verspielten Drums, die klassischen Klavier-, Orgel- und Cembalosoli, sowie die mal fetzige, mal melodische E-Gitarre, alles stimmt perfekt in diesem aus einem einzigen Song bestehenden Album, alles geht perfekt ineinander über, das Konzept ist wohl durchdacht, sowohl textlich als auch musikalisch, und die Atmosphäre ist stimmig. So muss Musik klingen, auch wenn sie im Falle von Thick as a Brick anstrengend hochgradig kompliziert und in sich selbst verschlüsselt ist. Eingeleitet wird dieses musikalische Kabinettstückchen durch ein moderates und dezentes, folkloristisches und unbekümmertes dreiminütiges Intro aus Akustikgitarre, Klavier und Flöte, welche noch nicht im Geringsten erahnen lässt, welcher Parforceritt und Artrock-Overkill einen dann erwartet: Bombastisch und ergreifend. Flötenderwisch Anderson scheint einen an die Hand zu nehmen und einen wie auf einer Reise zu begleiten, welche abenteuerlich ist und wie im Fluge vergeht. Mal sehr schnell und rasant, dann getragen und hypnotisierend träge, mal ruhig, mal agressiv.
Wer bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen, wird sehr schnell entlohnt mit genialen Melodien, die einem, trotz des hohen Komplexitätsgrades nicht mehr aus dem Kopf gehen. Wenn man Zeit investiert und durch nichts abgelenkt ist, geht man beim Hören völlig im Album unter; es lohnt sich übrigens dabei den Text des Liedes mitzulesen und vollkommen in dieser genialen Geschichte abzutauchen. Text, Booklet und Musik verschmelzen zu einem homogenen, aber niemals monotonen Ganzen. Die Fertigstellung des Coveratrworks und des Booklets, in welchem es viele versteckte und durchdachte Querverweise auf den Inhalt des Textes gibt, die es erst zu finden gilt, dauerte laut Anderson länger, als die Aufnahme des Songs an sich. Das verleiht dem Album als Ganzes eine enorme Hintergründigkeit und Tiefe, denn nicht nur die an sich schon geniale Musik macht die Faszination dieses Albums aus, sondern auch das künstlerische Drumherum und der Humor, den die Band an den Tag legt. Ein Pflichtkauf für jeden, der von der in den Massenmedien verbreiteten Vorstellung von Musik genug hat und nun endlich etwas Substanzvolles hören will. GÖTTLICH und sehr STILVOLL !
Ich wage es, mir anzumassen zu behaupten, dass Ian Anderson, wenn es einen MUSIKNOBELPREIS gäbe, diesen für diese geniale Komposition verdient hat. Perfekter und vollkommener kann Musik nicht sein. KAUFEN !
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergesslich, unverzichtbar, 30. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
Nie werde ich vergessen, wie ich als seinerzeit 15-jähriger Schüler in den GOVI-Plattenladen stürmte, um diese in ein seltsames Zeitungscover eingewickelte Platte zu erstehen. Die famosen Vorgängeralben wie Benefit, Stand Up und Aqualung hatten Jethro Tull in den frühen 70er Jahren zu einer Band reifen lassen, deren Alben man quasi "blind" kaufen konnte.
Dennoch mutete THICK AS A BRICK auf den ersten Blick und auf das erste Hörerlebnis seltsam an. Ein Ohrwurm war der 44-minütige Song mit seinen vielen Wendungen nicht gerade. Der Inhalt der Zeitung konnte - wie auch der Songtext - zunächst nur sehr rudimentär erfasst werden; ich war wie erwähnt 15.
Eine Enttäuschung, also.
Wie bei allen wahren Meisterwerken kam das Aha-Erlebnis erst beim dritten oder vierten Hören. THICK AS A BRICK ist wie ein Garten Eden der Musik. Rock-, Folk-, Jazz- und Klassik-Elemente verwoben zu einem größeren Ganzen. Dazu visionäre Lyrics, mit der gewohnten ironischen Ian Anderson-Distanz vorgetragen. Musik, zu der andere Bands Mitte der 70er nicht annähernd in der Lage waren.
Eine Scheibe, über die andere Rezensenten längst alles gesagt haben. Kaum zu glauben, diese unglaublich tolle Musik begleitet mich und alle anderen nun schon seit 35 Jahren...
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der erste grosse Wurf - Act One !, 17. April 2006
Von 
Bernd Lange (Kiel, Schleswig-Holstein Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
Die ersten Alben sind schon überdurchschnittlich gut, und das Vorgängeralbum "Aqualung" (1971) ist ein Meilenstein - gar keine Frage, aber mit „Thick as a brick" wird hier das erste Mal der charakteristische, über Jahre sich weiter entwickelnde Gruppensound der britischen Band „Jethro Tull" um den damals 25-jährigen Ian Anderson vorgelegt, ein auch noch nach über dreißig Jahren hochgradig ambitioniertes und frisches Stück Musikgeschichte, frei von jeglicher intellektueller Art-Rock Mentalität diverser anderer Bands zu dieser Zeit. Das Ganze gut bis sehr gut remastered mit einigen Problemen hinsichtlich des Lautstärkeabgleichs zu Beginn der CD im Verhältnis zum Rest.
„Thick as a brick" ist ein zweigeteiltes, ca. 44-minütiges Konzeptalbum, was zu Beginn der Siebziger an sich nichts ungewöhnliches ist. Ungewöhnlich allerdings ist der Stil, genauer gesagt der Mix aus unterschiedlichen Stilrichtungen mit einer Querflöte im Zentrum.
Eine derartig organische, mitunter etwas sperrige Verbindung aus Folk, Rock und Klassik, garniert mit etwas Blues und noch seltener Jazz, hatte es bis dato noch nicht gegeben und ist bis zum heutigen Tage noch von keiner anderen Band kopiert worden. Vermutlich würde dieser Versuch schon wegen der unverwechselbaren und variantenreichen Stimme von Bandleader Ian Anderson im Ansatz scheitern. Denn diese vokale Bandbreite - von folkloristisch-mittelalterlich-zuckersüßem Minnegesang mit theatralisch anmutendem Stimmbänder-Fitness-Gebaren bis hin zur ätzenden, aggressiven Meckerziegen-Rockröhre, die dringend einer Nebenhöhlenspülung bedarf - habe ich seither nie wieder gehört.
Viele „Heeheeheeheeheels" und Hahahahaahaars" und / oder ein einfaches „Mhm" - diese Stimme fasziniert und überträgt eine schier unglaubliche Fröhlichkeit, obgleich man, wenn man „Jethro Tull" und vor allem die Bühnenpräsenz von Anderson erlebt hat, schon merkt, dass man als Fan ab und an reichlich verspottet wird. Aber das macht nichts, da Anderson bei vielen Gelegenheiten seiner Performance sich auch gern selbst auf den Arm, also beileibe nicht zu ernst nimmt.
Den Song „Like a tall thin girl" von einem späteren Album während eines Konzerts wie folgt anzumoderieren: „This is a song about two „dolphins" during a sexual act", sagt eigentlich alles. Wie schon einer der Vorrezensenten richtig bemerkte: Very British, very Tull.
Dem kann ich nur hinzufügen, dass es viel Spaß machen kann, einem musikalischen Rattenfänger zu erliegen - ersaufen auf verdammt hohem Niveau !!
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 14. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
Ich habe lange überlegt, was ich in einer Rezension zu Thick as a Brick so alles schreiben würde. Nun denn alles ansprechen kann man nicht, die Album ist so vielfältig, wie es kein zweites gibt. Leider ermöglich es Amazon nicht, die Sternezahl zu erhöhen. Selbst 6 Sterne sind noch zu wenig. Musikalisch festlegen lässt sich die Scheibe zu keiner Zeit. Sie hat starke Progelemente, Rock und Acoustic wechseln oft, ebenso Tempi und Rythmus. Wie die meisten Rezensenten auch schon dargestellt haben, besteht Thick as a Brick aus einem einzigen durchgängigen Stück Musik, welches wegen der begrenzten LP-Kapazität im Jahre 1972 in der Mitte geteilt werden musste. Eröffnet wird die Scheibe mit dem akustischen Riff, welches als Thema bis zum Ende immer wieder auftaucht. Diese Eröffnung ist dem geneigten Konzertgast von Jethro Tull wohlbekannt und geht nach drei Minuten ziemlich knackig in eine Rocksequenz über, die auf der Platte auch noch zwei oder drei Mal auftaucht. Diese Rocksequenz mündet schließlich in eine der schönsten Melodien, die ich kenne. Wenn man den Song herausschneiden würde, müsste man in Poet and Painter nennen. Ende der 70er war dieser Teil auch noch Gegenstand der Livedarbietung, fiel später aber wohl und bedauerlicherweise dem Zeitmanagement eines Konzerts zum Opfer. Nach Poet and Painter kommt der Keyboardlauf, der auch heute noch die Fans mit der Zunge schnalzen lässt, die Strophe mit "I come down from the Upper Class". Anschließend wird wieder in ein akustisches Segment geführt, das das bekannte Eröffnungsthema hat, aber nur kurz, da der dann folgende Part ein eigenständiges musikalisches Thema hat. Die ursprüngliche Seite 1 der LP wird dann mit bekannter Rocksequenz abgeschlossen, wohl ist es hier deutlich anders arrangiert. Die Seite 2 beginnt, wie die erste aufgehört hat und mündet dann wieder in die bekannte Rocksequenz, hier aber nicht umarrangiert. Dieser Part gerät dann wohl etwas länger mit einem Drumsolo als Höhepunkt. Anschließend gibt es als roten Faden wieder das Thick as a Brick Akustikriff, welches aber wieder "nur" eines jener Jethro Tull Stücke auf akustischer Basis einleitet, das eine dieser begnadeten Melodien hat. "Do you believe in the Day" sei hier als Stichwort für den Fan genannt. Danach kommt dann ein wieder stärker rockangehauchtes Stück mit ganz starkem Rythmus und deutlicher Keyboarddominanz. In der Mitte dann ein Flötensolo vom Feinsten. Dieser Part ist auch wieder etwas länger geraten, aber sehr abwechslungsreich. Danach mündet er in den Schluss, und wen wundert´s, das Ende ist wie der Anfang mit dem Schlusssatz "And you wise men don´t know, how it feels to be thick as a brick". Wörtlich übersetzen kann "Tick as a Brick" jeder, sinngemäß heißt es "dumm wie Bohnenstroh". Ian Anderson schrieb damals den Text ganz humorvoll aus der Sicht eines Achtjährigen. Um die Verwirrung komplett zu machen, taucht dieser Junge auch in den Credits als Texter auf. Das Album war eine humorvolle Umsetzung eines sogenannten Konzeptalbums und ein kleiner Seitenhieb für alle, die Aqualung schon für ein solches gehalten haben. Aber egal, "dumm wie Bohnenstroh" ist "Thick as a Brick" nicht, es ist Jethro Tull`s Meisterwerk und trotz späterer Spitzenalben nie wieder erreicht. Und abschließend ein kleines Lob an diese Remasteredversion, die Ausstattung und das Cover entsprechen der 1972er Veröffentlichung, was die beigefügte Zeitung betrifft. Die Zugaben wie die Livedarbietung aus dem Madison Square Garden von 1978 und das Interview mit Ian, Martin und Jeffrey aus dem Jahre 1997 (?) sind sehr schön. Die Original-LP ist heute wohl kaum bezahlbar, wenn sie in einem entsprechenden Zustand ist.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Andersons bestes Album!, 26. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
Sehr lang ist die Discografie von Jethro Tull und Ian Andersons Soloalben geworden. Aber ein Album sticht einfach heraus: "Thick As A Brick". Umrahmt vom Vorgänger "Aqualung" und Nachfolger "Living in The Past", die schon für sich Meilensteine der Rockmusik darstellen ist "Thick As A Brick" wenig beachtet geblieben. Freilich, ein über 20 min-Song läßt sich schwerlich im Radio spielen und die zugegeben eigenwillige Instrumentierung mit zahlreichen Tempiwechsel, dazu fehlenden Refrains müssen sich erst erschließen! Aber wenn man sich darauf eingelassen hat, dann wird man gefangengenommen von einem Werk, einem Konzeptabum, das seinesgleichen sucht! Eine gelungene Symbiose aus Folk, modernenem Rock (auch noch nach über dreißig Jahren!) und einer unverwechselbaren Stimme!

Übrigens, digital remastert sind nur Teil 1 und 2, die Liveversion ist "original", zeigt aber die Spielfreude von "Tull" und auch ein Stück Selbstironie.

Glatte 5 Sterne für eins der besten Konzeptalben der Rockgeschichte!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bis heute unerreichtes Meisterwerk, 15. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Thick as a Brick (Audio CD)
Diese Platte ist vom lyrischen wie dem musikalischen bis heute unerreicht. Ich denke man sollte "Thick as a brick" nicht nur als eine Platte einer Rockband sehen, sondern als eines der größten Kunstwerke der modernen Musikgeschichte.Schade das Musik heut zu Tage nicht mehr so gelebt wird wie damals
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Mutter aller Konzeptalben, 17. Juli 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
"Thick as a brick", der 1972 erschienene Nachfolger des berühmten "Aqualung"-Albums, wird von vielen als die "Mutter" aller Konzeptalben sowie als das beste Jethro-Tull-Album überhaupt angesehen. Die Scheibe gehört definitiv zu dem Stärksten, was die Rock-Musik bis heute hervorgebracht hat.
Dabei hat es zunächst den Anschein, dass die Struktur des aus zwei Teilen von über 20 Minuten Länge bestehenden Albums auf "schwere Kost" schließen lässt. Rein musikalisch bietet "Thick as a brick" jedoch zwar anspruchsvolle, aber dennoch sehr gefällige, eingängige Rock-Kompositionen, die sich zu einem wahren Gesamtkunstwerk verbinden.
Neben der musikalischen Ebene überzeugt dabei auch das "Drumherum": Die Idee, den Text des Werkes als den literarischen Erguss eines 12-jährigen Genies auszugeben und die Geschichte um diesen Knaben als Titelstory einer Lokalzeitung auszugeben, die das Booklet füllt und viele absurd-humoristische Geschichten sowie den gesamten Text und die fakten rund um das Album enthält, ist Teil eines genialen Gesamtkonzepts.
Doch natürlich liegt das Hauptaugenmerk auf der Musik. Dass es sich bei "Thick as a brick" um ein Rock-Album mit folkigen Elementen handelt, ist bei Anderson's Alben der 70er selbstverständlich. Neben den vielen Gitarren und den seltener vertretenen Piano- und Querflötenelementen spielt sich vor allem die Rock-Orgel auf diesem Werk in den Vordergrund.
In der Folge möchte ich den Ablauf des Gesamtkunstwerkes skizzieren, um eine genauere Vorstellung dessen, was den Hörer hier erwartet, möglich zu machen.
Das Album beginnt mit einem Akustikgitarrenpicking, das eine melodische Passage einleitet, die man als Leitmotiv bezeichnen könnte, da sie auch textlich den Albumtitel aufgreift und in teilweise abgeänderter Form wiederholt im Albumzusammenhang auftaucht. Ein leicht unheimlicher Übergang führt hin zu einer ebenfalls mehrfach auftauchenden, rockigen, lauten und hektischen Passage, das ein erstes Orgelsolo enthält und in eine der wichtigsten Passagen des Albums mündet. Dieser majestätische und sehr eingängige Teil wäre sicherlich als Einzelsong eine potentielle Hitsingle gewesen, denn sie enthält Dynamikwechsel und hat die Charakteristik einer Endlosschleifenmelodie- und Akkordfolge, die einem einfach nicht mehr aus dem Kopf geht.
Es folgt eine kurze Mid-Tempo-Rock-Passage sowie ein düsteres, ruhiges Orgelsolo, welches in ein wiederum sehr eingängiges Lied mit Shuffle-Feeling übergeht, welches sehr schwungvoll daherkommt. Daraufhin fühlt man sich durch das akustische Gitarrenspiel Andersons an den Anfang des Albums zurückversetzt, jedoch zeigen die sehr verträumte Gesangsmelodie sowie die Sphärenklänge und Glockenspieleinwürfe schnell auf, dass es sich um einen weiteren Part mit ganz eigener Charakteristik handelt. Nach diesem verträumten Part geht es wieder etwas bodenstädiger zu, und zwar in Form einer zentralen und ausführlichen Folk-Rock-Passage, die recht leicht verdauliche und eingängige Melodien enthält. Ein auf diesen Part folgendes, verstörendes Akzentgewitter beendet schließlich den Part 1.
Diese Akzente tauchen in einem unheimlichen Klangwirrwarr zu Beginn von Part 2 erneut auf, und zwar in langsam abgespielter Form. Diese Klangexperimtente münden in dem bereits im ertsen Drittel von Part 1 vorgekommenen, hektischen und akzentuierten Teil, woraufhin ein schon fast psychopatisch anmutendes Getrommel und Geflöte ein extrem verstörendes und dissonantes, weiteres Klangexperiment einleitet, während dem Bassist Jeffrey Hammond-Hammond sich im Hintergrund etwas in den Bart murmelt.
Das erste Drittel von Part 2 ist also von experimentellen, verrückten Klängen geprägt. Es folgt jedoch ein weiterer, an das "Leitmotiv" erinnernder Teil, erneut mit völlig veränderter, diesmal anheimelnd warm wirkender Gesangsmelodie. Eine kurze verträumte Überleitung führt daraufhin zu dem vielleicht stärksten Teilabschnitt des Albums, der "Do you believe in the day"-Passage. Dieser Song zeichnet sich durch eine sehr elegante Instrumentierung mit Akustikgitarren und Cembaloklängen sowie vor allem durch die hochdramatische, klagende Charakteristik der Melodie, die Ian Anderson überzeugend über die leicht düstere musikalische Begleitung singt.
Der nächste Teil überzeugt erneut; es handelt sich um eine ruhelose, stark akzentuierte und hektische Passage mit einer sehr eingängigen Gesangsmelodie und sehr prägnanten Dynamikwechseln. Danach wird der letzte echte Teilabschnitt von Part 1 wieder aufgegriffen, woraufhin eine relativ chaotische Abfolge kurzer Zitate aus dem gesamten Albumzusammenhang zu der Passage, mit der alles begann, zurückführt, welche das Album ruhig, aber majestätisch abschließt.
"Thick as a brick" ist ein großartiges Rock-Album voller hervorragender Teilsongs. Die Platte zeichnet sich nicht nur durch die heruasragenden Melodien und Arrangements sowie durch das höchst kreative Artwork aus, sondern auch durch die anheimelnde Atmosphäre - very british, very Tull.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tull - immer zu empfehlen, 17. Januar 2012
Von 
loni50 "lonibergt" (Bockenem, Niedersachsen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
Seit langem habe ich die LP "Thick as a brick". Die CD habe ich gekauft, um keine Unterbrechungen beim Hören zu haben. Deshalb musste die CD gekauft werden.
Ein phantastisches Stück, dass ich dem Hörer gepflegter Rockmusik ans Herz legen möchte. Es erschliesst sich einem nicht sofort, deshalb kann ich nur empfehlen, die Flinte beim ersten Mal Hören nicht ins Korn zu werfen. - Aber dann ist's gewaltig! Und mit dieser Meinung stehe ich nicht allein.

Also: Ein absolutes Muss! Dieses Album sollte jeder Musikkenner besitzen. Ich kann es nicht oft genug hören, bin immer wieder begeistert. Ian Anderson ist ein Geniestreich gelungen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk der U-Musik, 23. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
egal, ob nun "saublöd", das Album ist ein Meilenstein der Rock/Pop-Musik. Den Text kann man sich auch noch sparen, die Musik allerdings keineswegs. Ich bin eigentlich seit 40 jahren eingefleischter Klassik-Fan, und dies Album ist eines der wenigen in dem Genre auf das ich immer wieder gerne zurückkomme. Ich habe es damals als 16 Jähriger gehört und bin immer wieder beeindruckt von der musikalischen Vielfältigkeit, die dem Hörer präsentiert wird. Eigentlich ist es ja eine grosse Suite über verschiednen musikalische Themen, also kein wirklich durchkomponiertes Werk, aber die Faszination und Eingängigkeit der verschiedenen Themen macht es wirklich zu einem Meisterwerk. Vor dem Komponisten, der so etwas Zustande bringt ziehe ich genauso den Hut wie vor einem grossen klassischen Meister. Gerade für Grenzgänger zwischen U- und E-Musik unverzichtbares Werk.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Progrock at its best, 17. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick (Audio CD)
Zur Platte selbst möchte ich gar nicht mehr viele Worte verlieren, dies wurde von meinen Vorgängern ausreichend getan. Fünf Sterne sind absolut berechtigt, es handelt sich hier meiner Meinung nach um eines der größten Progrock-Epen der Musikgeschichte.

Ich möchte an dieser Stelle nur noch einmal eine klare Kaufempfehlung in Richtung der "jüngeren" progressiven Hörerschaft aussprechen, die wie ich nicht selbst mit Genesis, Yes oder eben Jethro Tull, sondern mit Spock's Beard und Co. aufgewachsen sind und sich dementsprechend mit dem 70er-Jahre-Prog etwas schwer tun. Wenn man wissen will, wo die musikalischen Wurzeln unserer Götter der Gegenwart liegen, kommt man nicht umhin, sich auch mit älteren Meisterwerken wie "Thick as a brick" zu beschäftigen. Hat man erst einmal einen Zugang dazu gefunden, eröffnen sich Welten, die einem die Freudentränen in die Augen treiben. So in meinem Fall geschehen bei diesem Album, also: Kaufen und staunen!
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Thick As A Brick
Thick As A Brick von Jethro Tull
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