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am 15. Dezember 2009
"Wenn du dir dieses Jahr nur eine Platte kaufen willst, dann kaufe diese", schrieb eine der führenden deutschen Fernsehzeitschriften Ende 1970 auf der Seite für Jugendliche über das zweite Album dieser damals gänzlich unbekannten Gruppe. Ich war damals 15 und folgte dem weisen Rat. Ich würde es immer wieder tun, denn das Album ist für mich eines der besten überhaupt. Das sagt sich so leicht, aber ich mache es daran fest, dass ich die Platte seit Jahrzehnten immer wieder höre und immer noch begeisternd finde. Und niemals eine Gruppe kennengelernt habe, die "so ähnlich" klingt: VdGG ist unverwechselbar, und diese Platte macht süchtig.

Schon dieser etwas mystische Anfang mit der altmodischen Windmaschine, dem trockenen Bass und dem beschwörenden Rhythmus fesselt mich für das, was folgt. Peter Hammill, Sänger und Kopf der Gruppe, besitzt sicher eine der prägnantesten Stimmen, ihrer Wirkung kann ich mich einfach nicht entziehen, speziell, wenn Hammill Falsett singt (nicht immer so ganz sauber, naja...). Saxofon in einer so kleinen Besetzung (5 Musiker), aber teilweise ohne E-Gitarre war damals etwas absolut Ungewöhnliches, und so klingt es auch: das Album bleibt bis zum letzten Ton spannend, der Gruppenklang hat höchsten Wiedererkennungswert. Appetithappen: 'Refugees', ein ruhiges, sehr melodisches Stück mit subtilem, leisem Drive. Oder 'White Hammer', recht schwere Kost über den Hexenhammer.

Der Klangzuwachs durch das Remastering gegenüber der 1988er CD und besonders der alten Vinylfassung ist hörbar. Früher eher dumpf und von geringen Dynamikumfang, klingt es nun transparenter. Der Zauber des Albums erschließt sich mir jedoch nicht durch die bessere Technik: man muss schon ein Faible für Peter Hammills verstiegene Lyrik haben, damit der Genuss in vollem Umfang möglich ist. - Muss (trotz oder gerade wegen des Nischencharakters) jeder Rock- und Avantgardefan haben.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2011
Wohl der dollste Anfang für ein Album!!!! Mit den beiden meiner Meinung nach besten Songs ihrer wirklich unglaublichen Karriere beginnen Van der Graaf Generator dieses Album. Lyriker Peter Hammill legt in "Darkness" unglaubliches vor! Seine Kollegen akzentuieren die Essenz seiner Botschaften letztendlich in einem arabisch angehauchten fast ewig- aber doch nie langweilig, fast nervtötend- aber doch grazilwirkenden Outro. Dieser Opener kommt absolut unerwartet, denn bis dato haben die VDGG lediglich das "Aerosyl Grey Machine"-ALbum rausgebracht und obwohl dies einiges erahnen ließ, konnte niemand erwarten, dass sie es dann so krachen lassen! Denn im Anschluss an dieses Meisterwerk wurden noch zwei andere hochkarätige Alben von ihnen im selben Jahr fertiggestellt in ihrer scheinbaren Blütephase ihrer Schaffenskraft. Der zweite Song "Refugees" ist eine Hymne an die Hoffnung, die wie in Stein gemeißelt ist. Danach wird es zunehmend experimenteller und auch konzeptioneller, was die nächsten ALben auch erahnen lässt.(pawn of hearts) Ähnlich wie die biblische Story über die Arche Noah, wird hier schließlich eine Story aufgebaut in der das Eis schmilzt und die Welt überflutet, begleitet mit bombastischen Basslines und dieses Saxophon weiß ja sowieso immer intuitiv wie es sich einfügen muss!
Fazit: Dieses Album ist zweifelsohne das beste in der glorreichen VDGG-Karriere, wobei natürlich viele, die im prog-rock festgefahren sind und ellenlange Episoden von Songs, in etwa wie Storys mit Kapiteln, sich an meinen Worten jetzt aufreiben dürften. Selbstverständlich weiß ich das und versuch hier trotzdem mit meiner Polemik zu überzeugen. Was hier nämlich an Textur, Melodien, Harmonie, Überleitungen und insbesondere in Refugees geschieht ist kaum mehr in musikalische Begriffe unterzuordnen. Es fällt mir daher schwer, in Erinnerung an dieses Album, hier irgendwie anders als in solcher Ekstase und lebendigen subjektiven Sprache zu schreiben.
Im Progbereich neben "Close to the edge" und "In the court of the crimson king" das hochkarätigste Werk, wobei es von den dreien den kleinsten kommerziellen Status genießt. Fast unglaublich, denn es ist ja schon soooo offensichtlich wie gut Refugees ist! Andernfalls muss ich noch sagen, dass es auch zum Teil leicht poppig bzw. rockig ist und da halt auch die absolute Extraklasse genießt. Denn das einzige was Refugees als Prog kategorisieren würde, wäre diese Wiederholung in der Bridge. Noch mal so ganz nebenbei gesagt: Wenn der Leser dieser Rezension dieses Album nicht hat und was auf sein Musikgeschmack gibt oder zum Beispiel nur normale Radiomusik hört, dann kauf dir das hier... musik ist sowie so nur in musik zu unterteilen oder sagen wir Energie, das triffts vielleicht noch eher... und hier ist einiges davon! Es scheint mir auch einfach viel zugänglicher. Zum Beispiel denke ich wenn ich jemand Yes zeigen würde, dass der Anderson_gesang vielleicht nicht jeden gefällt (mir aber ganz besonders ;)), aber dass dieser Hammill-Gesang auf diesen Album überzeugt, ist mir so klar wie es Musik auf der Welt gibt- Viel Spaß ;)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Mai 2008
Dieses Kultalbum der Kultband ist ein echter (White) Hammer" - ein dunkler Meilenstein, der die Schleusen für den 70er Prog weit geöffnet hat.

Die Musik ist geradezu sperrangelweit offen" - die begnadete Stimme Hammills winselt und schreit, dem Saxophon werden bis ins Mark gehende Töne eingeblasen, der Orgel werden alle Register aus dem Leib gerissen und der Baß wummert und grollt.

Der Pathos der teils ruhigen, teils apokalyptisch-bedrohlichen Kompositionen zieht den Hörer tief in die Abgründe menschlicher Empfindungen. Intensivst und ungebremst werden magisch-mythische Bilder aus Religion, Astrologie und der menschlichen Katastrophe heraufbeschworen, in dessen textlichen und musikalischen Strudel man schier ertrinkt.

Dieser Zweitlig der Graafen ist der Aufbruch in eine neue Ära ist eine der herausragendsten und erregensten "therapeutischen" Musikperlen!

Line Up:
- Peter Hammill: Gesang, Gitarre; Klavier auf Refugees
- Hugh Banton: Hammond-Orgel, Klavier
- David Jackson: Saxophon, Flöte
- Nic Potter: E-Bass, E-Gitarre
- Guy Evans: Schlagzeug
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Keine, aber auch wirklich keine britische Band der Siebziger, die mit Etikettierungen wie "progressiv" (heute "Prog") und "Art-Rock" versehen wurde und wird, hat die Zeit so überdauert wie diese. Mag es ein später Lohn für den seinerzeit bescheidenen kommerziellen Erfolg der Gruppe sein oder was auch immer, aber wer's nicht glaubt, kann ja den Vergleich wagen und sich durch diverse Tracks damals angesagter bis echt erfolgreicher "Progressive"-Bands durchhören. Vieles davon wird anachronistisch klingen, so manches schön anzuhören sein, aber doch mit dem "Schön war's damals, aber vorbei ist's"-Beigeschmack, und es wird natürlich auch etwas zwischen 1969 und 1976 Veröffentlichtes geben, das die Zeit schön überstanden hat, Caravan, Soft Machine unter Robert Wyatt oder die Peter Gabriel-Genesis etwa. Aber wetten, dass Van der Graaf dann am frischesten von allen klingen werden?

Im Dezember 1969 waren die Fünf in einem Londoner Studio gewesen, im Frühjahr 1970 stand die Platte mit einem der allerstärksten Fold-Out-Cover jenes Jahres (und das will was heißen, damals gab es nicht wenige erstklassige Hüllen, die nicht selten wesentlich besser waren als die Platten drin) in den Läden, ohne dass sich viel tat. Vielleicht war es wirklich die depressive Grundstimmung der Musik, was zur Erfolgslosigkeit beitrug, Peter Hammill's berühmt-berüchtigte Notiz auf der Hülle, dass man diese Platte besser nicht hören sollte, wenn man in schlechtem Gemütszustand wäre, weil sich das dadurch verschlechtern würde, könnte schon gewirkt haben. An den musikalischen Qualitäten der Gruppe lag es keinesfalls - ein guter Drummer, ein solider Bassist, ein Keyboarder sowie ein Saxofonist/Flötist, die beide erfrischend klischeefrei spielten und perfekt harmonierten. Und als Krönung ein Sänger und Texter mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, für den es kaum Vergleiche gab. Als Ganzes waren Van der Graaf Generator eine Kategorie für sich und sind es heute noch.

"The Least We Can Do Is Wave To Each Other" war die zweite LP der Gruppe (dass sie oft als Debüt bezeichnet wird liegt daran, dass die erste Platte "The Aerosol Grey Machine" entweder nicht bekannt ist oder ignoriert wird, weil sie diese Klasse noch lange nicht hatte), und die erste in einer Reihe exzellenter Alben. Besonders die erste Seite war gewaltig, drei Songs wie "Darkness", "Refugees" und "White Hammer" auf einer Plattenseite komprimiert bot an musikalischer Substanz mehr als die meisten Doppelalben jener Zeit: "Darkness" mit seinen ungemeinen Steigerungen, das traumhaft schöne, von edler Melancholie durchtränkte Flüchtlings- und zugleich Liebeslied "Refugees", und das ultimative Stück der gesamten Rockgeschichte zum Thema Hexenwahn (oder kennen Sie ein besseres? Dann schreiben Sie es mir bitte unten im Kommentar!), "White Hammer", mit einem Schlussteil, den man nicht vergisst, wenn man ihn mal gehört hat. Die drei Songs auf der zweiten Seite reichten da nicht ganz heran, sind aber immer noch hervorragend - "Whatever Would Robert Have Said?" mit dem Gastgitarristen Robert Fripp (King Crimson), das schöne und ruhige "Out Of My Book" und das 13-Minuten-Abenteuer "After The Flood", wo Albert Einstein munter zitiert wird. Und während fast alle Bands damals einen klischeedurchwucherten Mischmasch aus Klassik, Jazz und Rock fabrizierten, spielten VDGG eine erfrischend originelle Synthese aus Klassik, Jazz und britischem Folk, verpackt in fantasievollen und intelligenten Songs.

Hätte sich die Gruppe nach diesem Album aufgelöst und es nie eine Reunion gegeben, so wäre ihr allein durch dieses Album ein Platz in der Rockgeschichte sicher. Aber es kam Gott sei Dank noch mehr ...
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2005
"Least We Can Do" ist das erste remasterte Album von drei schon veröffentlichten und drei weiteren in Kürze (Juni 2005) erscheinenden VDGG- bzw. PH-Alben.

"Least We Can Do" ist nur von Interesse für Van der Graaf - Fans. Die anderen sollten beim nächsten Album "H to He" einsteigen. Wer dieses erste "richtige" Van der Graaf-Album von früher her kennt, wird es hören wie zum ersten Mal in seinem Leben.

Das Remastering ist so gut gelungen, daß man hören kann, was VDGG _wirklich_ damals im Studio spielten. Man hört _alle_ Instrumente klar und deutlich und alle Instrumente separiert. Auf "Refugees", dem bekanntesten und besten Stück der Platte, hört man Peter Hammills Stimme als würde er im selben Raum stehen. Vor allem auch wurde bei diesem Remastering kein "emphasizing" betrieben, um die Songs an irgendeinen modernen neuen Geschmack anzupassen. Nein, diese Remasterings zeigen, wie toll Van der Graaf _wirklich_ waren und sind.

Danke an alle, die an diesem Remastering-Projekt beteiligt waren, speziell Mark Powell und Peter Hammill selbst. Ein besonderes Lob verdient auch das liebevoll und mit großer Sorgfalt und Umsicht gestaltete Booklet, das einen mit ausführlichen Texten und vielen bisher unveröffentlichten Fotos in die Entstehungszeit dieses Albums (1970) zurückversetzt.

Peter
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. März 2008
Dies war meine erste Platte, meine erste Erfahrung mit Van Der Graaf Generator. Ich bin ueber ein Rockmusiklexikon auf diese Band gestossen und war aufgrund der Besetzung mit dem Saxophon gespannt auf die Musik. Das Cover jener Platte hier sprach mich zudem an, sodass ich mir diese Scheibe zulegte. Anfangs war ich schwer enttauescht, da ich den Gesang einfach scheusslich fand. Ich fand, Hammill koennte ueberhaupt nicht singen. Spaeter sollte ich feststellen, dass es sich um einen der besten Saenger der Rockmusik handelt. Doch ist sein Gesang anfangs extrem gewoehnungsbeduerftig. Mal quaelend, mal aggresiv, mal beabsichtigt disharmonisch, mal sehr sanft und balladesk, mal fluesternd. Eine facettenreiche Stimme hat der Mann.

Wie allzuviele Progplatten beginnt dieses Album mit windgeraeuschen. Dazu duestere Klaenge, ein spannendes Schlagzeug und spannender Bass. Toll wie der chronoligische Einsatz der Instrumente aufgebaut ist. Erst Schlagzeug, dazu Bass, dazu das Klavier, welches teilweise das Bass-"Thema" mitspielt, dann die Orgel. Der ungerade Takt macht vor allem die grosse Spannung aus. Dann setzt auch schon der klagende Gesang ein. Alles von David Jacksons(er feierte hier seinen Einstieg) einzigartigem Saxophon umspielt. Im Gegensatz zu saemtlichen anderen Bands nutzen Van Der Graaf Generator das Saxophon nicht nur zum Solospiel, sondern als fuehrendes, staendig begleitendes Instrument ein. In der Mitte gibt es ein duesteren Instrumentalpart mit einer seltsam gespielten E-Gitarre, bei der ich anfangs dachte, es wuerde sich um Keyboards handeln. Dann kehrt das Stueck mit fast fluesterndem Gesang wieder zu seinem spannungsgeladenen Teil zurueck. Am Ende reizt Peter Hammill seine Stimme vollends aus, ehe wir uns in wilden, an den Nerven zerrenden Saxophoneinlagen befinden, die aber trotzdem sehr strukturiert und durchdacht aufgebaut sind. Am Ende wirds richtig quietschig-disharmonisch, bis alles in einem donnerartigen Drummgewitter untergeht. 'Darkness(11/11)', einer meiner Lieblingsstuecke der fruehen Van Der Graaf Generator.

'Refugees' stellt dann mit sanfter Floete und ruhigem, balladesken Gesang den Gegenpart dar. Allerdings hab ich mit Balladen der fruehen Van Der Graaf Generator so meine Probleme. Irgendwie gefaellt mir die Stimme da nicht so richtig. Auch wenn der Song schon eine Hymne ist, kann ich ihm doch nicht so viel abgewinnen. Irgendwie kommt er einfach nicht auf den Punkt. Mir gefallen jedoch die Melodieboegen der spaerlich eingesetzten E-Gitarre, sowie der mehrstimmige Gesang zum Ende. 'White Hammer' hat musikalisch etwas pastorales. Textlich geht es um Hexenverfolgung im Mittelalter. Genau genommen um den Hexenhammer, ein Buch, dass 1486 zum ersten mal erschien und bis ins 17. Jahrhundert 29 Auflagen ereichte. Darin wird u.a. die Inquisition gerechtfertigt. Die Band setzt das Thema gut um. Die letzten eineinhalb Minuten sind dann richtig schraeg.

Dann kommt auch schon mein 2. Lieblingssong der Platte. 'Whatever Would Robert Have Said?' ist vom Aufbau her richtig gut gemacht. Toll wie Orgeln, und Akkustikgitarre den Song - unterstuetzt von Saxophon - aufbauen, umspielt von hervorragenden Drums. Dazu etwas E-Gitarre und Hammils einzigartiger, klagender Gesang. Immer wieder werden mal krummtaktige Parts eingestreut, sowie leiste Parts - ledeglich mit Akkustikgitarre und Gesang. Die Gitarre uebernimmt sowgar teilweise eine fuehrende Rolle, was bei Van Der Graaf Generator eine Seltenheit ist, verzichteten sie spaeter doch quasi vollstaendig auf die E-Gitarre. Mir gefaellt der leicht traeumerische Saxophonpart bei Minute 3:10, ehe das Tempo zuugenommen wird und richtig geproggt wird. In einer Klimax meint man eigentlich, der Song waere gleich zu Ende, doch setzt noch ein Part mit sehr leisem, irgendwie ungewoehnlich hallendem Gesang ein. Ehe die E-Gitarre unterstuetzt von Drummgepollter das Thema wieder aufnimmt und den Song abschliesst.

Mit 'Out Of My Book' folgt die zweite "Ballade". Wieder mit Floete und lebendiger Orgel. Vor allem schoen der Gesang bei ca. 2:30 Minuten. Gefaellt mir insgesamt etwas besser als 'Refugees'. 'After The Flood' ist dann mit ueber 11 Minuten der Longtrack der Platte. Im Prinzip einige unterschiedliche Themen, die immer wiieder aufgegriffen werden. Im Prinzip sind es drei Stueck. Ein zuerueckhaltender Part mit Akkustikgitarre, ein Part mit pumpender Orgel und ein Part mit hymnischen Gesang. Zudem gibts einen Instrumentalpart, bei dem die Floete King Crimsons '21st Century Schizoid Man' zitiert. Abgekupfert oder eine gewollte Anspielung? Ein anderer Instrumentalpart wird von schraegen Orgel- und Saxophoneinlagen dominiert, bevor eine Akkustikgitarre einsetzt und das Stueck wieder beruhigt. Es folgt noch einmal der hymnische Part - spaetestens hier nervt mich dieses staendig wiederholte 'And When The Water Falls Again' - der in instrumentaler Version das Stueck beendet. Kein grosser Wurf, aber stellenweise schon interessant.

Die fruehen Van Der Graaf Generator sind noch duesterer, unstrukturierter. Und fuer mich einfach noch nicht ganz gereift. Das erste Album, was mich komplett ueberzeugt war, ist das nach der zwischenzeitlichen Wiedervereinigung 1975 erschienene Godbluff. 'The Least We Can Do Is Wave To Each Other' ist jedoch der beste Einstieg. um die freuhen Van Der Graaf Generator kennenzulernen. Der Nachfolger 'H To He...' und vor allem 'Pawn Hearts' sind da schon schwieriger.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
der hier eingeforderte obulus ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, vor allem wenn man sich ansieht, wie günstig diverse remasterte perlen der vergangenheit ebenhier angeboten werden.

das preis/leistungsverhältnis geht aber trotzdem in ordnung, handelt es sich hier doch um ein wegweisendes album der vielleicht besten prog/rockband der damaligen zeit.

auf dem ersten album von VdGG tapste peter hammill noch weniger selbstbewußt in seinen finsteren klangschöpfungen umher und so stellt dieses album eine nachvollziehbare weiterentwicklung dar und ich finde es persönlich stärker als "h to he.."

schon beim opener "darkness" flüstert hammill's stimme durch unheimliche kavernen um dann emotional aufzubrausen, mitzureissen und sich schliesslich wieder zu beruhigen. das kann schon gänsehaut erzeugen!

bei "refugees" zeigt sich bereits hammill's genie als songwriter, eine großartige melodie, ein elegischer text, ein lied wie eine an- und abschwellende woge, die von dem beinahe lieblichen kopfgesang durch die zeit geschaukelt wird.

auch die restlichen songs halten spielend das vorgegebene niveau, es sind düstere klanggemälde, in denen bei genauerer betrachtung viele geniale miniaturen zu entdecken sind. es herrscht nicht nur finsternis und schon gar keine kühle, immer wieder gibt es herzerwärmende und spannende momente auf der akkustischen entdeckungsreise durch dieses album.

zudem ist das remaster sehr gelungen. gegenüber der originalplatte klingt das zwar ein wenig härter und weniger hineinhörbar, dafür kommt das schlagzeug wuchtiger, das klangbild wirkt entstaubt, wie ein dünner vorhang der weggezogen wurde. und hammill's stimme hat man hier noch näher am ohr und im hirn, das ist schon sehr intensiv!

ein meisterwerk...

eine nette beigabe ist noch die single-version von "refugees" - netter versuch, aber selbst für diese zeit der aufkeimenden musikalischen großtaten ist dieser song wohl zu anspruchsvoll gewesen um in die hitparade zu stürmen - er hätte sich dort auch gar nicht wohlgefühlt, da bin ich mir sicher.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2006
Erregender, innovativer und ungewöhnlicher kann ein Debut wohl kaum sein. Was Peter Hammill mit seiner Band da geleistet hat, wird ihm wohl niemals wieder jemand nachmachen. Nach dieser Scheibe mußte die Geschichte der Rockmusik (zumindest der progressiven) umgeschrieben werden. Songs voller Leidenschaft, Sehnsucht und Experimentierfreudigkeit. Insbesondere wegen des zeitlos schönen "Refugees" lohnt sich schon der Kauf - auch wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, daß jemandem die anderen Lieder nicht gefallen sollten. Weiterer Anspieltipp: "White Hammer" - ein Aufschrei des Protestes gegen Hexenverfolgungen jeder Art! Ich höre diese Platte seit gut 20 Jahren und entdecke immer noch Neues an dieser genialen Musik. So ist es nur folgerichtig, wenn in heutiger Zeit, da Kunst zur Unterhaltungsindustrie und Musik zur In-Vitro-Erzeugung irgendwelcher Plastik-Boy oder -Girl-Groups verkommen ist, der Name Van der Graaf Generator keine Rolle mehr spielt!!!
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am 26. Januar 2006
Dieses Album ist allein schon wegen "Darkness (11/11)" und "After The Flood" sein Geld wert. Was Van der Graaf Generator hier auf höchstem Niveau vollbrachten, ist schlichtweg sensationell. Bei "After The Flood" z.B. gibt es eine Stelle mit total schrägen Tonfolgen, die sowas von schrecklich bedrohlich wirkt, daß man denkt, man steht mitten im Weltuntergang (eben "After The Flood"). Und so geht es bei zig Stellen auf dem Album. Ein wahrer Ohrenschmaus - allerdings nur für Leute, die eben auf solche Musik stehen. Aber das ergibt sich ja alles von selbst, da der 08/15-Hörer sowieso niemals VDGG-Alben kaufen wird.
VDGG haben hier einen Meilenstein in der Geschichte der Musik geschrieben! Alle, die VDGG zum ersten mal kaufen möchten, sollten bei diesem Album auf jeden Fall zuschlagen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. September 2003
Erregender, innovativer und ungewöhnlicher kann ein Debut wohl kaum sein. Was Peter Hammill mit seiner Band da geleistet hat, wird ihm wohl niemals wieder jemand nachmachen. Nach dieser Scheibe mußte die Geschichte der Rockmusik (zumindest der progressiven) umgeschrieben werden. Songs voller Leidenschaft, Sehnsucht und Experimentierfreudigkeit. Insbesondere wegen des zeitlos schönen "Refugees" lohnt sich schon der Kauf - auch wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, daß jemandem die anderen Lieder nicht gefallen sollten. Weiterer Anspieltipp: "White Hammer" - ein Aufschrei des Protestes gegen Hexenverfolgungen jeder Art! Ich höre diese Platte seit gut 20 Jahren und entdecke immer noch Neues an dieser genialen Musik. So ist es nur folgerichtig, wenn in heutiger Zeit, da Kunst zur Unterhaltungsindustrie und Musik zur In-Vitro-Erzeugung irgendwelcher Plastik-Boy oder -Girl-Groups verkommen ist, der Name Van der Graaf Generator keine Rolle mehr spielt!!!
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