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5.0 von 5 Sternen Art and Genesis - das (vor-)letzte Mal mit meisterhaftem Tiefgang!
A TRICK OF THE TAIL - erschienen nur kurz nach dem (langüberlegten !) Abschied Peter Gabriels als Lead-Sänger & Frontman des wohl tiefgründigsten, psychologisch versiertesten & musikalisch reifsten Art-Rock-Projekts der 70er Jahre - entstand unter beinahe unglaublichem Druck: Der charismatisch-intelligente Frontman weg - und kein geeigneter Ersatzmann in...
Veröffentlicht am 13. Juni 2009 von A. Winzen

versus
31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Meisterwerk, keine Steigerung des Originals
Gewarnt durch die Vorrezensoren, auch auf amazon.com, ging ich ohne hochgesteckte Hörerwartungen heran. Nach positiven
Remastererfahrung (Please dont touch, Spectral mornings, Defector, auch der Remasters von Gentle Giant) haben mich die durchaus nachvollziehbaren Kritikpunkte nicht vom Kauf abgehalten. Doch es handelt sich hier um einen Remix. Wie weit schaden...
Veröffentlicht am 4. September 2007 von Peter Michael Notemann


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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Art and Genesis - das (vor-)letzte Mal mit meisterhaftem Tiefgang!, 13. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: A Trick of the Tail (Remastered) (Audio CD)
A TRICK OF THE TAIL - erschienen nur kurz nach dem (langüberlegten !) Abschied Peter Gabriels als Lead-Sänger & Frontman des wohl tiefgründigsten, psychologisch versiertesten & musikalisch reifsten Art-Rock-Projekts der 70er Jahre - entstand unter beinahe unglaublichem Druck: Der charismatisch-intelligente Frontman weg - und kein geeigneter Ersatzmann in Sicht! - Hohe Schulden aus der vorangegangenen, künstlerisch grandiosen,aber finanziell katastrophalen "The Lamb lies down..." - Welttournee & Zweifel, ob die hochkomplex-en,thematischen Handlungsabläufe, die die eingefleischten Genesis-Fans so liebten, noch dem Zeitgeist entsprächen....
Die verbliebenen 4 Musiker verzweifelten nicht, sondern betrauten, nachdem sie Dutzende von Frontman-Kandidaten, (darunter auch (damals...) reputierte Namen!)ohne rechte Begeisterung ausprobiert hatten, kurzerhand Phil Collins nicht nur die Drums, sondern auch die Vocals zu übernehmen- womit ihm ab sofort auch eine Schlüsselposition bei der Neukonzeptuierung der Band zukam - in Zukunft sollte sich das (kommerziell!) auszahlen: Genesis avancierte unter Collins' pop-orientierterem Szepter zu einer der berühmtesten Bands der Achtiger & Neunziger ("Mama" / "Invisible Touch" /"Land of Confusion" usw.) ... "A Trick of the Tail" ist davon (Gottlob !) aber noch weit entfernt ! - Ausgefeilte, orchestrale Zusammenarbeit der typischen 12-string-Gitarren, massiven Mellotron- und Orgel-Klängen, komplexe Texte, eine Stimme, die (noch) sehr an Gabriel erinnert, aber auch schon eigene, eher Collins-typische und trocken englisch-humoristische Züge trägt ("Squonk")- sich beißend-ironisch mit Psychoanalyse beschäftigt ("Entangled") - und Fremdenangst sogar auf liebevoll-mahnende Weise kritisiert ("A trick of the Tail")- musikalisch absolut perfekt - abwechslungsreich-schön - Musik...ein (vor-)letztes Mal in bester (alter) Genesis-Tradition -aber (für den aufmerksamen Hinhörer!) schon mit klaren Zeichen, wo's denn bald hingehen wird ! - Für mich das (vor-)letzte Meisterwerk einer der größten Art-Rockbands aller Zeiten- 5 STERNE m. PLUS ! -
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genesis ohne Peter Gabriel!, 15. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: A Trick Of The Tail (Audio CD)
"A Trick Of The Tail" ist eine meiner Lieblingsplatten von Genesis. Nie wieder erreichte Genesis einen solchen warmen Sound, wie auf der ersten Platte ohne Peter Gabriel. Phil Collins übernimmt die Gesangsparts, ohne das man Gabriel wirklich vermisst. Vielmehr schlägt die Gruppe wiedermal einen neuen Weg ein. Auf diesem Album macht sich besonders der enorme und oft unterschätzte Einfluss von Gitarrist Steve Hackett auf die Musik von Genesis deutlich. Sein Weggang hinterließ später größere Lücken, als der von Peter Gabriel (Zum Vergleich: "...And Then There Were Three"). "A Trick Of The Tail" ist gleichzeitig auch das geschlossenste und songorientierteste Album von Genesis und enthält keine Durchhänger und Lückenfüller. Die einzelnen Songs glänzten besonders bei den legendären Genesis-Konzerten. Dies kann man auch auf dem grandiosen Live-Album "Seconds Out" nachhören.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollkommene Klangkunst. Völlig verkanntes Meisterstück!, 2. April 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Trick Of The Tail (Audio CD)
Bevor die einstigen Trendsetter und Revolluzzer anspruchsvoller und progressiver Rockmusik mit AND THEN THERE WERE THREE (nach Steve Hackets Ausstieg) endgültig in seichte und kommerzielle Popgefilde abdrifteten, verabschiedete sich Hacket von der Band mit ihrem wohl besten Werk der Post Gabriel Ära, vielleicht sogar ihr vollkommenstes und schönsttes Werk nach SELLING ENGLAND BY THE POUND. A TRICK OF A TAIL ist tatsächlich der Schwanengesang für Genesis, danach sollten sie nie wieder so himmlisch klingen. Auch wenn hier Phil Collins alleine singt, soll dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dennoch waschechter Progressive Rock ist. Folgende, allesamt gelungene Songs sollen meine Zeugen sein:
DANCE ON A VOLCANO: Es ist erstaunlich, wieviel ProgRock voller Tiefgang und Komplexität auf höchstem Niveau in nur fünf Minuten reinpassen, früher brauchten sie für einen solchen Ideenoverkill über zehn Minuten, jetzt ist man überrascht, dass es schon nach so kurzer Zeit vorbei ist, erwartete man doch angesichts so komplex entrückter Rhythmen und tempiwechsel eine Zehnminutensinfonie. Dies ist eine Fünfminutensinfonie mit sehr ungewöhnlichen Rhythmen, vertrackten Melodiebögen, geheimnissvollem Gesang und einem tollen Riff.
ENTANGLED: Wundervolle, getragene Akustikgitarren, die sich gegenseitig zu einem feinen Klangteppich verweben, wundervolle, schaurige Mellotron-Melodien am Ende, dass einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Virtuosität, Emotionen, Atmosphäre, hier heißt es: Schweigen, genießen und staunen. Hat etwas von King Crimson....
SQUONK: Dieser Song ist etwas stringenter, es mangelt ihm aber keineswegs an Tiefgang, Atmosphäre und tollen Melodien, in die man sich hineinlegen will.
MAD MAN MOON: Klavierpassagen, die nur von Beethoven oder Schubert besser gemacht hätten werden könne. Leichte Remineszenzen an FIRTH OF FIFTH werden wach, nur sind die Melodien hier noch komplexer und vertrackter und nicht so markant wie auf dem Referanzstück vom SELLING ENGLAND BY THE POUND Album.
ROBBERY ASSAULT AND BATTERY: Ähnlich Skurril und vertrackt, wie DANCE ON A VOLCANO, nur etwas fröhlicher, oder besser gesagt lustiger, die Instrumentalpassage in der Mitte hätte auch aus CINEMA SHOW stammen können...
RIPPLES: Hier gilt es ebenfalls zu geniessen, ähnlich wie MAD MAN MOON, nur etwas seichter und träge vor sich hinplätschernd, die Instrumentalarbeit aber entschädigt für dieses winzige Manko.
Der Titelsong ist nichtz ganz sooo bewegend, aber ebenfallss sehr humorvoll und skurril, hat etwas von HAROLD THE BARREL, locker flockig, angenehm aber ein wenig unspektakulär. Dennoch daumen hoch.
LOS ENDOS: Was für ein Finale! Hier wird bei Genesis zum allerletztem Male auf Ewig ProgRock zelebriert, am Ende rezitiert man nochmals Sequenzen aus DANCE ON A VOLCANO. DIeses Stück beendet das Album, knüpft aber gleichzeitig noch lose Fäden aus dem Eröffnungssong auf, daher wird man auch hier an SELLING ENGLAND BY THE POUND erinnert, wo der Abschlusssong ebenfalls dem Eröffnungslied entspringt.
Niemals klangen Genesis musikalisch so perfekt aufeinander eingespielt und sie bewiesen hier, dass sie auch ohne Gabriel noch zu glanzvollen Taten fähig waren. Phil Collins Stimme klingt souverän und wunderbar, Steve Hackket an der Giatarre zeigt nochmal, was er alles kann, sowohl an der zwölfseitigen akustischen, als auch an der elektrischen. Das Drumming Phil Collins klingt spritzig und kreativ. Das Basspiel Mike Rutherfords ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, Tony Banks am Klavier, an der Orgel und am Mellotron leistet Großartiges und so rundet dies den perfekten Gesamteindruck ab.
KAUFEN, HÖREN UND STAUNEN!!!!
CHEERS!
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Meisterwerk, keine Steigerung des Originals, 4. September 2007
Von 
Gewarnt durch die Vorrezensoren, auch auf amazon.com, ging ich ohne hochgesteckte Hörerwartungen heran. Nach positiven
Remastererfahrung (Please dont touch, Spectral mornings, Defector, auch der Remasters von Gentle Giant) haben mich die durchaus nachvollziehbaren Kritikpunkte nicht vom Kauf abgehalten. Doch es handelt sich hier um einen Remix. Wie weit schaden Veränderungen dem Genuss?
''Man mad moon'' erhält neugesetzte mehrstimmigen Gesänge. Anscheinend verwendete man alternative Gesangsspuren auch in anderen Stücken. Ein analytischeres Klangbild lässt mehr Details erkennen, aber verändert auch die Musik. Die Klangvorstellung der 70ger war wohl eine andere, nicht nur wegen der damaligen technischen Möglichkeiten, sondern vielleicht auch wegen eines etwas anderen Musikverständnisses. Während damals aus verschiedenen Gründen eine Klangverschmelzung Teil des Produktionsziels war und unsere Hörerwartung davon geprägt wurde, hört man hier z.T. sehr genau, wo Signale enden, so auch Absetzter des Chormelotrons! Beispiele anhand meines Lieblingsstücks ''Entangled'':
''Stop me from dreaming-don't be absurd!'' Das d von absurd ist deutlich zu hören, das Wort sticht heraus. Der echoierende Chor ist als Signal davon losgelöst. In der 76ger Fassung verschmilzt beides sehr sämig - sicherlich eine Gewohnheitssache.
''Madrigal music is playing' ' das Chormelotron panned von links nach rechts. Im Remaster hört man das Panning überdeutlich, es beeinflusst schon fast das Gleichgewichtsorgan, hingegen vollzieht sich dies in der 76ger Fassung wesentlich harmonischer, das Signal erklingt breiter, die Illusion vom Entangledsein wird musikalisch stimmiger umgesetzt. Der Gesangshall, siehe Vorrezensionen, tut der Produktion nicht gut. In der 76ger Fassung passt die Direktheit der Chorstimmen im Refrain besser zum Stück. Phil ist näher am Ohr. Im Remaster setzt er sich bisweilen zu sehr von der Musik ab.
Doch nun ein echter Schnitzer: Während der letzte Akkord des Chormelotrons im 'Original' zum Schluss mit vollem Pegel in den kurzen Nachhall übergeht und so den Knalleffekt von 'Sqonk' perfekt vorbereitet, wird im Remaster das Chormelotron stümperhaft ausgefadet. Da hat der Toningenieur etwas nicht verstanden und daran gewöhne ich mich nicht! Der Schlussteil ist doch eindeutig auf Steigerungen angelegt: Der Moogtaurus wird immer kräftiger, Banks Keyboards drücken die Gitarren immer weiter weg, er spielt auch mehr, das Musikstück wird regel- und pegelrecht bis ganz oben auf die Klippe gejagt, was den Hörer selbst beinahe in einen ''freudian slumber'' treibt. Da darf nichts weggefadet werden! An mein MP3-File habe ich sogar eine kleine Pause angehängt, um die mitreißende Wirkung des Schlussakkords noch länger zu genießen. - Das Remaster gefällt mir nicht. Es ist Geschäftemacherei. Nur 'Ripples' und 'Los Endos' passen.
Fazit: Gute musikalische Ideen, gekonnte Arrangements und musikalisch-handwerkliches Können machen noch kein Kunstwerk. David Hentschel hat damals den letzten Schritt dorthin vollzogen, und zwar so perfekt, dass ich ein Remaster überflüssig finde! (Sogar im direkten Vergleich!) Liebgewonnene Details haben eben große Bedeutung. Als Titel ''Another trick...'' wäre es ok.
''Genesis in Concert'' bringt nur 2 Stücke aus ''A trick...'.' Beim Schluss von ''Entangled'', wo ich gern der Band auf die Finger geschaut hätte, werden Meereswellen aus der damaligen Showprojektion gezeigt. Verschenkte Zeit! Hackett geht ziemlich unter. - Ich habe alles zurückgeschickt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich!, 18. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Trick of the Tail (Remastered) (Audio CD)
Dieses Album von 1976 ist in aller Hinsicht ein weiteres Meisterwerk von der besten Band. Was sonst erwartet man, wenn doch der Vorgänger ''The Lamb Lies Down On Broadway'' schon ein so träumerisches Musikerlebnis war.
''A Trick Of The Tail'' hat alles was ich unter reifer, wunderschöner Musik verstehe: Es hat die Kraft, die Melodien, die Ausstrahlung und das Potential. Genesis bewiesen schon mit ihrem ersten Album von 1969, dass sie Musik bieten können, die so großartig ist, dass ich jedes Mal, wenn ich sie höre, in eine Traumwelt versinke, besonders auch bei dem Album ''Wind & Wuthering'' von 1977.

Nach dem Weggang von Peter Gabriel, waren sich die übrigen Mitglieder nicht so sicher, ob sie mit ''A Trick ...''
ein weiteren Erfolg landen können. Da kein Sänger mehr vorhanden war, wurde der Drummer Phil Collins zum neuen Sänger ernannt und wurde mit diesem Album zum Frontmann von Genesis. Phil Collins war, wie ich finde, ein wirklich großartiger und beeindruckender Drummer und sein Gesang überzeugt mich immer wieder. Auch seine Solokarriere bewies, dass Collins sich nie abwandte von toller Musik. Wie auch Steve Hackett, Gitarrist bei Genesis von 1971 bis 1977, der ebenfalls eine lange großartige Solokarriere vorzuweisen hat. Nach meiner Meinung nach, ist er der beste Gitarrist überhaupt.

''A Trick Of The Tail'' ist ein überragendes, großartiges Meisterwerk. Am meisten gefallen mir darin die Instrumental-Teile und die Melodien.
Und meine Favouriten sind die Songs ''Mad Man Moon'' mit zum weinen schöner Melodie und großartigem Instrumental, dann''Entangled'', ein wunderschönes Ohrwurm-Gitarrenstück, und ''Ripples''.

Dieses Album hat die fünf Sterne mehr als verdient und ist UNBEDINGT zu empfehlen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was lange währt..., 10. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: A Trick Of The Tail (Audio CD)
Es hat einige Jahre gedauert, bis "trick" vor meinen Ohren die Gnade fand, die seine Vorgänger nicht nötig hatten. Natürlich merkt man dem Album an, dass Peter Gabriel nicht mehr dabei ist. Aber - auch ohne den ihm eigenen Surrealismus sind hier einige Werke enthalten, die man Epen nennen darf. Und "Entangled" und "Squonk" - das sind zwei einmalige Würfe, die sich auch hinter "Nursery crime" oder "Selling England" nicht versteckken müssen.
Und aus heutiger Sicht: wer hätte zu jener Zeit oder auch später noch so etwas fertig gebracht.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ART & GENESIS- ein letztes Mal mit meisterhaftem Tiefgang, 2. August 2004
Von 
Andreas Winzen (Karl-Mantel-Str.29 , 86381 Krumbach / Schwaben) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: A Trick Of The Tail (Audio CD)
A TRICK OF THE TAIL - erschienen nur kurz nach dem (langüberlegten !) Abschied Peter Gabriels als Lead-Sänger & Frontman des wohl tiefgründigsten, psychologischsten & musikalisch reifsten Art-Rock-Projekts der 70er Jahre, entstand unter beinahe unglaublichem Druck ! - Der charismatisch-intelligente Frontman weg - und kein geeigneter Ersatzmann in Sicht! - Hohe Schulden aus der vorangegangenen, künstlerisch grandiosen,aber finanziell katastrophalen "The Lamb lies down..."-Welttournee & Zweifel, ob die hochkomplex-en,thematischen Handlungsabläufe, die die eingefleischten Genesis-Fans so liebten, noch dem Zeitgeist entsprächen....
Die verbliebenen 4 Musiker verzweifelten nicht, sondern betrauten, nachdem sie Dutzende von Frontman-Kandidaten, (darunter auch (damals) reputierte Namen !)ohne rechte Begeiste-rung ausprobiert hatten, kurzerhand Phil Collins nicht nur die Drums, sondern auch die Vocals zu übernehmen- womit ihm ab sofort auch eine Schlüsselposition bei der Neukonzeptuierung der Band zukam - in Zukunft sollte sich das (kommerziell!) auszahlen: Genesis avancierte unter Collins' pop-orientierterem Szepter zu einer der berühmtesten Bands der Achtiger & Neunziger ("Mama" / "Invisible Touch" /"Land of Confusion" usw.) ... "Trick of the Tail" ist davon (Gottlob !) aber noch weit entfernt ! - Ausgefeilte, orchestrale Zusammenarbeit der typischen 12-string-Gitarren, massiven Mellotron- und Orgel-Klängen, komplexe Texte, eine Stimme, die (noch) sehr an Gabriel erinnert, aber auch schon eigene, eher Collins-typische und trocken englisch-humoristische Züge trägt ("Squonk")- sich beißend-ironisch mit Psychoanalyse beschäftigt ("Entangled") - und Fremdenangst sogar auf liebevoll-mahnende Weise kritisiert ("A trick of the Tail")- musikalisch absolut perfekt - abwechslungsreich-schön - Musik...ein (vor-)letztes Mal in bester (alter) Genesis-Tradition -aber (für den aufmerksamen Hinhörer!) schon mit klaren Zeichen, wo's denn bald hingehen wird ! - Für mich das (vor-)letzte Meisterwerk einer der größten Art-Rockbands aller Zeiten- 5 STERNE m. PLUS ! -
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erste Platte nach Gabriels Weggang, 18. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: A Trick Of The Tail (Audio CD)
Auf der ersten Platte nach Peter Gabriels Weggang sind Genesis noch richtig progressiv. Die Stücke sind immer noch komplex und driften nicht in 08/15-Popgefilde ab, was in den 80ern bei Genesis leider nicht mehr der Fall war.

„Dance On A Volcano" ist krummtaktig und verspielt. Mir gefallen besonders die furiosen Moog-Spielereien am Ende. „Entagled" ist dann einfach nur traumhaft. Sehr lyrisch mit Akkustischer Gitarre und tollem Collins-Gesang (wenn er will, dann kann der man wirklich gut singen). Besonders gelungen die Stelle „Madrigal music is playing" und danach diese herrlichen, leicht bedrohlichen Moog/Mellotron-Akkorde. Und die letzten instrumentalen zweieinhalb Minuten sind einfach hervorragend, diese verträumten Moogs/Mellotrons einfach nur göttlich. Ich persönlich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, warum „Entangled" so oft kritisiert wird. „Squonk" ist dann nichts wirklich weltbewegendes, aber mit „Mad Man Moon" folgt dann der nächste Kracher. Beginnend als Klavierballade(mit sphärischen Mellotrons und einer malerischen E-Gitarre im Hintergrund), wird das Stück im Mittelteil in ein Pianointerludium übergeleitet, in dem Keyboardläufe das Ganze noch verfeinern. Danach nimmt das Stück einen krummen Rhythmus an (wieder mit tollem, leicht aggressivem Collins-Gesang), ehe es mit Klavier und Moog endet. „Roberry, Assault and Battery" ist lustig und macht einfach Spaß, ohne jedoch peinlich zu wirken. Mit „Ripples" folgt eine mitreißende Ballade, die keinesfalls kitschig geraten ist wie spätere 08/15-Collins-Ballden. „A Trick Of Tail" ist das kürzeste Stück und hat sehr atmosphärische Sounds. „Los Endos" ist ein Instrumental, das einige Themen der vorhergehenden Stücke noch mal zusammenfasst. Ein vor allem rhythmisch sehr einfallsreiches Stück.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Hit-Album schlechthin !, 21. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: A Trick Of The Tail (Audio CD)
Dieses Album ist der Knaller schlechthin. Kein Mensch hätte je geglaubt, daß sich die Gruppe nach dem Ausstieg von Peter so positiv darstellen könnte. Ein Supersong folgt dem anderen, es ist einfach nicht zu glauben, mit welchem Feingefühl dieses Album zusammengestellt wurde, die Songs komponiert wurden und trotzdem jede Menge Drive darin enthalten ist. "Ripples" ist wohl das unterbewerteste Stück überhaupt, zumal es kaum Live gespielt wurde; Sehr melancholisch, fein und differenziert. Tolles Stück. "Robbery,Assault & Battery" ist ein geniales Musterstück dieser Epoche. "Los Endos", jahrelang der Rausschmeißer bei Konzerten ist zwar ein kurzes, aber dafür heftiges Stück. Und dann "Dance on a Volcano" ...mmmmmmh. Hut ab vor diesem musikalischem Können. Es ist ein sehr wertvolles Album für die Musikgeschichte.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album mit dem Sänger Phil Collins, 8. April 2007
Der Erstling nach Peter Gabriel's Schwanengesang auf dem Überalbum The Lamb Lies Down On Broadway" war eine faustdicke Überrraschung, und zwar in dreierlei Hinsicht: Der Drummer Phil Collins übernahm den Leadgesang, das Album stellte sich als hervorragend heraus und war bis zur W&W der Bestseller der Band. Auch 'A Trick Of The Tail' profitiert von dem Remix, auch hier sind viele Nuancen besser vernehmbar, der Sound ist kräftiger und runder geworden, was besonders 'Dance On A Volcano' zugute kommt. Die Songs sind sehr abwechslungsreich, wenngleich auch partiell schon etwas süßlicher als zu Gabriel's Zeiten, was aber keineswegs als Abwertung zu verstehen ist, eher ist das Album zugänglicher als die Geniestreiche der Gabriel-Phase, insbesondere als 'The Lamb'. Unglaublich beispielsweise die Energie, mit der 'Dance On A Volcano' die Platte einleitet, was für eine Freude, diesem Gitarrenzauber in 'Entangled' zu lauschen, wundervoll die Melodienzüge in 'Ripples' und 'Mad Man Moon', was für ein mächtiger orchestraler Schlusspunkt, den 'Los Endos setzt', exzellent auch die Tracks 'Robbery, Assault and Battery', 'Squonk' und 'A Trick Of The Tail'. Eine Platte ohne jeglichen Ausrutscher, kein Wunder also, dass 'A Trick Of The Tail' das beste Album der Ära mit Collins als Sänger ist. Die DVD beinhaltet als visuelle Boni folgende Extras:

Videos
1. Robbery, Assault And Battery
2. Ripples
3. A Trick Of The Tail

Genesis In Concert 1976
1. I Know What I Like
2. Fly On A Windshield
3. Carpet Crawlers
4. The Cinema Show (part 2)
5. Entangled
6. Supper's Ready (part 2)
7. Los Endos

Qualitativ sind die Aufnahmen in optischer Hinsicht für ihr Alter sehr gut, klanglich gibt es nichts zu bemängeln.
Des weiteren ist ein interessantes Reissue-Interview mit den Künstlern enthalten, allerdings ohne deutsche Untertitel, ferner das 'White Rocks Premiere Programme 1977'. Das Package ist gegenüber der 1994er-Remaster-Serie sehr verbessert worden, die Cover aller Alben sind auf der Rückseite wieder individualisiert worden, die hässliche EinheitsTracklist-Infobox ist entfallen und für jede CD hat man sich wieder eine individuelle Gestaltung der Trackliste einfallen lassen. Besitzer der 1994er-Remaster-Serie sollten also beruhigt zugreifen, dies ist ein Remaster, das seinem Namen alle Ehre macht und Maßstäbe für künftige Wiederveröffentlichungen setzt.
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