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116 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2011
Ich verstehe das genörgel derer nicht, die hier so schlechte Bewertungen abgeben, weil die Handlung des Film auch in 5 Minuten erzählt hätte werden können. Zitat: "Wird als Opa geboren und stirbt als Säugling - mehr passiert nicht." Ganz ehrlich Freunde, bei welchem Film ist das nicht so? Ich könnte bei jedem noch so aktiongeladenen Film die Handlung derart auf das wesentliche reduzieren:
Alien - Aliens töten alle, bis auf eine. Terminator - Eine menschlich aussehende Maschine tötet bis zur Vernichtung. Butterflyefekt - Ein Typ verändert durch Zeitreisen die Gegenwart. ... Star Wars - Eine Gruppe von Widerstandskämpfern kämpft gegen das böse Imperium.
Ich könnte das endlos so fortführen.

Ich habe mal von jemanden ein Kommentar zu solchen Nörglern gelesen, dass immer wieder alles aussagt, was es dazu zu sagen gibt. Wenn ich weder Pizza noch Spagetti mag, gehe ich nicht zum Italiener, und rege mich dann übers Essen auf.

Ich kann den Film an sich nur empfehlen. Wer ständig Blut, Terror oder schnelle aktiongeladene Streifen braucht, dem sei gesagt, dass er sich hier im falschen Film befindet.

Der Film erzählt das Leben des Benjamin Button logischerweise in Kurzform. Es wird aus einem Tagebuch erzählt, und in einem Tagebuch steht nun mal das, was einen Menschen bewegt. Und hier war es eben die Liebesgeschichte.

Ich würde Ihn wieder kaufen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2010
Im frühen 20. Jahrhundert wird Benjamin Button (Brad Pitt) geboren - als alter Greis. Im Verlauf seines Lebens altert er nicht, sondern wird immer jünger. Als er sich in Daisy (Cate Blanchett) verliebt, wird ihre Liebe zueinander durch Benjamins Besonderheit auf die Probe gestellt, da Daisy immer älter, Benjamin aber immer jünger wird...

"Der Seltsame Fall des Benjamin Button" ist die epische Lebensgeschichte eines Mannes, dessen Alterungsprozess rückwärts läuft die solide, bewegend aber auch aufmunternd von Regisseur David Fincher verfilmt wurde.

Die Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald aus dem Jahre 1921 wurde zweifelsohne "hollywoodtauglich" ein wenig abgeändert. So spielt der Film zum Beispiel im Jahre 1918. Das Buch hingegen startet 60 Jahre früher. Außerdem entwickelt sich Benjamins Geist im Buch von alt nach jung und nicht wie im Film umgekehrt. Aber Hollywood hat schon ganz andere Vorlagen umgekrempelt und hier muss man sagen, was David Fincher an dem Buch geändert hat ist nur von Vorteil für den Film gewesen.

Die Darsteller spielen zweifelsohne gut - auch wenn Brad Pitt zum Ende des Films ein wenig an Tim Robbins erinnert. Die digitale Nachbearbeitung seines "Alters" ist überzeugend und technisch einwandfrei. Cate Blanchett als Daisy hat ein ähnliches elbenmäßiges Auftreten wie als Galadriel in "Herr der Ringe". Später helfen ihr Halbmondbrille und ein strenger Pferdeschwanz als einfach Tricks, um ihr relativ hohes Alter zu suggerieren.

Fazit:
Trotz einiger Längen liefert "Der Seltsame Fall des Benjamin Button" lauter tolle, bildgewaltige Momente, die dramaturgisch perfekt durchdacht sind. So fühlt man sich streckenweise an filmische Klassiker wie "Big Fish" oder "Forrest Gump" erinnert. So bietet auch Benjamin Button erleichternde Momente voller Komik und Slapstick - unterm Strich aber dominiert doch eine gewisse Traurigkeit den Film. Die spätestens am Ende dem einen oder anderen Zuschauer eine Träne wegdrücken lässt - 5 Sterne.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 29. Juni 2011
Die im Sterben liegende Daisy bittet ihre Tochter Caroline ihr aus dem Tagebuch eines Freundes namens Benjamin Button vorzulesen. Benjamin wurde in dem Moment geboren als eine rückwärts laufende Uhr in Gang am Bahnhof von New Orleans enthüllt wurde. Obwohl ein Kind, sieht er bei seiner Geburt aus, wie ein alter Mann. Der Vater ist entsetzt vom Anblick seines Sohnes und setzt ihn aus. Queenie, die Leiterin eines Alternheims, die sich schon lange ein Kind wünscht, nimmt den kleinen Benjamin bei sich auf. Schon bald wird klar, dass Benjamin anders ist, er alter rückwärts. Während er älter wird, wird sein Körper jünger, obwohl er wächst, altert er rückwärts.

Der Film basiert auf der berühmten Kurzgeschichte von Francis Scott Key Fitzgerald von 1922, was man bei 166 min Laufzeit kaum glauben kann. Ich selber kenne die Kurzgeschichte nicht und weiß nicht inwieweit sich der Film an die literarische Vorlage hält.
Der Film an sich ist sehr poetisch. Neben der üblichen Liebesgeschichte zwischen einem jungen und einem Mädchen, spiegelt er Dinge poetisch wieder
1. Jugend ist an die Jugendlichen verschwendet
2. Im Alter werden Menschen wieder zu Kindern
Was wäre wenn man alt geboren würde und somit im Altern die Jugend zu schätzen lernt. Wäre man im Körper eines Zwanzigjährigen mit 60 nicht glücklicher als ein normaler Zwanzigjähriger? Benjamin hat viele Vorteile dadurch, dass er mit 16 schon aussieht wie ein alter Mann, denn dadurch öffnet sich ihm schon früh die Welt der Erwachsenen, sie behandeln ich gleichberechtig und nicht herablassend, wie sie ihn vielleicht in einigen Situationen behandeln würden, wenn er aussehen würde wie alt er tatsächlich ist. Andererseits entfernt er sich im Alter wieder von seinem Altersgenossen, denn sie werden älter und er jünger. Er erkennt, dass seine Tochter einen Vater braucht und keinen Spielkameraden. Die Jungend im Alter macht ihn in gewisser Weise zu einem Ausgestoßenen.
Dadurch, dass er rückwärts altert weiß Benjamin natürlich auch, wann sein Lebensende naht, etwas was für einen normalen Menschen unbekannt ist. Letztendlich ist es jedoch egal ob mein seine Erinnerungen verliert, weil man alt oder wieder zum Kleinkind wird.

Ist die Jugend wirklich an die Jugendlichen verschwendet oder hat nicht doch jedes Alter seine Berechtigung? Eine Frage, die dieser Film, so hollywoodmäßig er auch sein mag, auf wunderbar poetische Weise anspricht.
Natürlich hat auch dieser Film einige Längen, das ist bei dieser Laufzeit auch zu erwarten, aber sie halten sich in Grenzen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2012
Es ist ein wunderschönes Märchen von der großen, ewigen Liebe, die unabhängig vom Alter besteht, selbst wenn die Lebenszeiten der Verliebten in entgegengesetzte Richtungen laufen. Das schildert uns David Fincher in stimmungsvollen Bildern, die meist in Gelb- und Brauntönen gehalten sind und beweist damit einmal mehr, was er kann. Fast drei Stunden (schon etwas lang) sehen wir eine Story, die auf der Klaviatur der Emotionen wahre Symphonien abspielt und mit einem ungewöhnlichen Charme daherkommt. Durch die Rahmenhandlung bekommt das Ganze zwei Ebenen und eine zusätzliche Unterhaltungsgrundlage. Die Maskenbildner hatten hier Konjunktur und leisteten nicht nur bei Brad Pitt ganze Arbeit, sondern auch bei Cate Blanchett. Aber auch ohne die Mithilfe der Visagisten überzeugen Tilda Swinton, die durch ihren Auftritt den märchenhaften Charakter unterstreicht, sowie Julia Ormond, die die erlösende Aufklärung bringt.
Die Komik der Situation unterstreichen Sätze wie 'Wir enden alle schließlich in Windeln'. Der Wandel der Zeiten wird durch markante Musikbeispiele von den Platters oder den Beatles betont. Und das Ende der Liebesgeschichte ist so schön, dass es den Romantikern fast das Herz zerreißt. Durch die Gegenbewegung der Alterungsprozesse wird allerdings eine gewisse Zeitlosigkeit herausgearbeitet. Und durch den eingearbeiteten Exkurs über den Zufall kommt noch eine philosophische Komponente hinzu.
Ein Beispiel dafür, dass Gefühle nicht im Herz-Schmerz-Niveau ertrinken müssen, sondern wenn gut gemacht eine Bereicherung darstellen.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juli 2009
Dieser Film ist definitiv der Film des Jahres. Da mag noch kommen was will.
Als ich vor knapp einem Jahr die Kurzgeschichte von F.Scott Fitzgerald las war ich erst ein wenig irrtiert. Fitzgerald ist einer der Großen und ich liebe seine Sachen wie "Der Große Gatsby" und "Zärtlich ist die Nacht". Aber diese kurze sehr satirische Geschichte lies mich doch sehr verwundert zurück und es passte nicht so richtig zu dem Bild, was mir der Trailer vermittelte.
Der Film selber geht weit über die Kurzgeschichte hinaus. Unglaublich was daraus gemacht wurde.
Es ist eigentlich keine klassische Liebesgeschichte, sondern eher eine Geschichte über Tod und Zeit.
Wie wichtig es ist zu trauern, damit man weiß wie wichtig einem dieser Mensch war.
Das Möglichkeiten unser Leben bestimmen, auch die, die wir nicht nutzen.
Ein immer wieder kehrender Ort im Film sind das Auf und Ab auf den Treppen.
Sie zeigen wie unterschiedlich die Blickwinkel zueinander sein können und wie wichtig es ist, auf Augenhöhe zu sein.
Als Daisy für Benjamin tanzt blickt er zu ihr auf und bekommt es mit der Angst. Als Benjamin Daisy später im Krankenhaus besucht, blickt sie zu ihm hinauf. Erst dann können sie zueinander finden und sind auf gleicher Höhe.
Auch das fast schon zu einer Plattitüde verkommene "Ich liebe dich" kommt in dem Film nicht vor. Stattdessen sagt man sich "Gute Nacht". Bemerkenswert !
Es ist auch erstaunlich, wie ein sonst so zynischer und düsterer Regisseur wie David Fincher eines der großen, emotionalen epochalen Werke unserer Zeit geschaffen hat. Wahrscheinlich brauchte es einen solchen Anti-Romantiker um ein so schönes Sonett an die Liebe zu schaffen.
Es ist mir wirklich schleierhaft, dass er so vernachlässigt wurde bei den Oscars.

Zur Blu-Ray: Auch hier reiht sich der Film zu den ganz Großen ein. Das Bild ist das wohl Beste was Auf Blu-Ray gebannt wurde. Meiner Meinung nach noch besser als bei "The Dark Knight". Beim Ton gibt es auch nix zu meckern. Mit einer entsprechenden hochwertigen Anlage ist auch sicherlich noch einiges rauszuholen.
Das Bonus Material ist, wie bei Fincher üblich, sehr üppig. Tolle Hintergrundinfos. Alles was man sich so wünscht. Interaktivität wäre noch die Krönung gewesen.
Auf jeden Fall ist die Blu-Ray die Sinnvollere Alternative als die DVD SE. Vorallem da sie nur unwesentlich günstiger ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. August 2012
THE CURIOUS CASE OF BENJAMIN BUTTON, im Original mit einem Dolby True HD 5.1 Audio Track ausgestattet, ist ein wunderschönes Beispiel für einen Film mit einer überwiegend sehr ruhigen, aber dennoch äußerst effizienten Tonspur. Die Dialogwiedergabe ist klar und präzise. Durch viel kleine Effekte wird man wird in die Mitte des Geschehens gezogen. Hinzu kommt, dass der Film wunderschön fotografiert ist und die Bildqualität sich auf Referenzniveau bewegt. Die Synchronfassung ist leider nur mit einem langweiligen Dolby Digital 5.1 Track ausgestattet, was bedauerlich ist, da sich die Synchronisation auf hohem Niveau bewegt und nicht entsprechend von den Effekten und Einspielungen der Tonspur unterstützt wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2012
ich liebe diesen film, nachdem ich ihn mehrmals für mich privat gesehen habe, habe ich mir jetzt das video gekauft, um bestimmte szenen immer parat zu haben. ich halte seminare zum thema liebe bzw sich der liebe wieder zu öffnen - und in diesem film sind einfach unglaublich viele berührende momente, aussagen, fast schon weisheiten enthalten. worum es geht lässt sich der kurzbeschreibung ohnehin entnehmen, aber vor welchen emotionalen herausforderungen ein mensch steht, der gegen die zeit altert - diese umsetzung berührt mich am meisten. auch die annäherung mit der liebe seines lebens - wann ist der richtige zeitpunkt für die liebe - wann ist man bereit dafür? einfach wundervoll.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Januar 2009
Man weiß, worauf die Geschichte hinausläuft, aber trotzdem guckt man weiter nur um seine "Theorie" bestetigt zu bekommen.
Interessanter- oder viellleicht schon faszinierenderweise schafft es David Fincher trotz diesem Fakt aber den Spannungsbogen zu halten. Er platziert Situationskomik ("Hab ich dir schonmal erzählt, dass ich sieben Mal vom Blitz getroffen wurde?") so gekonnt neben Schicksalsschläge, dass durch dieses auf und ab der Gefühle keine Sekunde Langeweile aufkommt. Die Skurilität der zugrunde liegenden Geschichte tritt somit ziemlich schnell zu Gunsten der verschiedenen Ereignisse in Benjamin Buttons Leben in den Hintergrund. Sehr angenehm fallen hierbei die Dialoge auf, die nicht gewollt oder gestellt philosophisch daherkommen, sondern einfach nur erzählen. Ob und welchen Gehalt man für sich aus der Geschichte zieht, bleibt jedem selbst überlassen. Brad Pitt ist als Hauptfigur eine erstaunlich gute Wahl. Mich begeisterte, wie er sowohl einen altklugen jungen Mann und (noch besser) einen kindlichen Greis so gekonnt spielen kann.
Mit ruhiger Bildsprache, schön gezeichneten Charakteren und viel Liebe zum Detail hat David Fincher und sein Ensemble hier einen schönen Film über die Relativität des Alter(n)s, den Glauben an sich selbst und die Leute, die man im Leben trifft und bei denen es sich manchmal erst viel später herausstellt, warum man sie getroffen hat.
Der Film hat es geschafft, von mir nach knapp drei Stunden immer noch ein "Wow" zu bekommen. Ein schönes Neuzeitmärchen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Oktober 2014
mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Klasse Schauspieler und sehr gutes Screenplay.
Keine Sekunde Langeweile, trotz der Überlänge. Bitte mehr von solchen Filmen.
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am 13. Oktober 2012
Die Kunst des Films besteht darin, die gewöhnliche, den sattsam bekannten Varianten von Liebesgeschichten eine unerhörte hinzuzufügen. Die gewohnte Dramatik der Leidenschaften wird hier gegen den Strich gebürstet in einer Begegnung zweier Menschen, die das Leben aneinander vorbeidriften lässt, auf unerwartete Art und Weise. Allein durch diesen Kunstgriff gelingt es der Geschichte, Geburt, Kindheit, Altern und Tod so zusammenzubringen, wie man es nie sonst gesehen hat. Das allein verleiht ihm eine Tiefe und emotionale Wirkung, die über die teilweisen Schwächen des Films hinwegtäuschen können.

Es ist immer schwer, in Filmen, die große Zeiträume erzählen, Dichte und Intensität zu erzeugen oder aufrecht zu erhalten. Auch hier entstehen an den Zeitsprüngen Nahtstellen, an denen die vorher erreichte Intensität der Erzählung wieder in sich zusammenzufallen droht. Man könnte meinen, dass Brad Pitt für diese Handlung nicht die glücklichste Besetzung ist - Wie schon bei "Begegnung mit Mister Black" stört mich auch hier seine arg zurückgenommene Spielweise als Benjamin Button. Dadurch kommt zwar seine Grundeinsamkeit und Andersartigkeit zum Ausdruck, führt aber streckenweise zu einer gewissen Blutleere. Man den Eindruck nicht los, Brad Pitt weiß nicht so recht, was er mit der Rolle anfangen soll. Kate Blanchett als die erwachsene Daisy hingegen spielt ihre Rolle hinreißend.

Anstrengend ist auch die Rahmenhandlung, aus der heraus die alte, sterbende Daisy mit brüchiger, klagender Stimme leidend ihrer Tochter (Benjamins Kind) die "seltsame Geschichte" erzählt. Das wäre auch etwas dezenter und weniger sentimental gegangen. Vielleicht ein ängstlicher Griff der Produzenten, um sich wenigstens auf dieser simplen Herz- Schmerz- Schiene beim Massenpublikum anzubiedern, das der Handlung sonst vielleicht nicht so viel abgewinnen kann.
Das hätte der Film nicht gebraucht, seine Geschichte ist großartig, so dass weniger hier mehr gewesen wäre.

Alles in allem ein Film, der vor allem von seiner faszinierenden Geschichte lebt, die jedoch wohl nicht jedermanns Sache ist - das spiegeln auch die Bewertungen hier - Wer empfänglich für die großen Fragen des Lebens ist und wem eine gewisse Bedeutungsschwere zusagt, kann sich von diesem Film bewegen lassen, auch wenn dieser kein filmisches Meisterwerk ist.
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