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TOP 500 REZENSENTam 8. Mai 2010
Joseph Haydns Violinkonzerte sind lange nicht so populär wie etwa die Cellokonzerte oder das Trompetenkonzert, sind selten im Konzertsaal zu hören und werden noch seltener aufgenommen. Deshalb würde ich diese CD mit allen drei erhaltenen Konzerten gerne uneingeschränkt loben, kann es aber nicht:

Stilistisch stehen besonders die beiden ersten Konzerte noch stark in der barocken Tradition der Konzerte Vivaldis. Der Solopart besonders des C-Dur-Konzerts ist hochvirtuos. Beide Konzerte stammen aus den ersten Jahren im Dienste des Fürsten Eszterhazy, also in der Zeit, in der Haydn noch dabei war, seinen Personalstil zu entwickeln. Das G-Dur-Konzert ist etwas später entstanden, technisch leichter, gehört deshalb auch ins feste Repertoire jedes Geigenunterrichts, aber stilistisch moderner und eigenständiger. Besonders das Hauptthema des ersten Satzes hat starke Ähnlichkeit mit Mozarts G-Dur-Konzert.

Generell ist Haydn, besonders in seinem Frühwerk, der Komponist der Wiener Klassik, der von der so genannten historischen Aufführungspraxis am meisten profitiert: Im Vergleich zu Mozart sind Haydns Themen meist harmonisch einfacher aufgebaut, im Vergleich zu Beethoven rhythmisch. Sie blühen erst richtig auf, bekommen Spannung, wenn sie mit der damals üblichen, an der menschlichen Sprache orientierten Phrasierung gespielt werden, bei der eben nicht alle Töne gleich wichtig sind, sondern immer auf bestimmte Höhepunkte hin gespielt wird. Erst dann merkt man, dass Haydn kein gemütlicher Märchenonkel war, sondern einer der innovativsten, sicher aber der einflussreichste Komponist seiner Zeit.

Leider ist diese Aufnahme von dieser Erkenntnis noch völlig unbeleckt:

Der 1941 geborene Salvatore Accardo ist ein Virtuose der alten Schule, war mehrere Jahre lang Konzertmeister des auf Vivaldi spezialisierten Kammerorchesters I Musici und hat seine größten Erfolge als Paganini-Interpret gefeiert. So spielt er auch hier: Virtuos, rhythmisch präzise, durchaus auch mit Engagement, aber ohne Risiko. Das Feuer des jungen Komponisten - Haydn war zum Zeitpunkt der Komposition gerade Anfang 30 -, sein Humor fehlen hier. Wirklich frei und in seinem Element klingt Accardo nur in den - romantischen - Kadenzen.

Das English Chamber Orchestra begleitet brav, buchstabengetreu, wenig inspiriert und nicht immer sauber.

Wenn man eine adäquate Aufnahme zumindest des C-Dur- und des G-Dur-Konzerts sucht, muss man schon zu der Aufnahme von Elizabeth Wallfisch mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment greifen. Sonst gibt es nur Einzelaufnahmen, etwa des G-Dur-Konzerts mit Thomas Zehetmair.
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