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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lohnt sich für Fans
OK COMPUTER ist eine der wichtigsten Alternative-Platten überhaupt und wurde (1997 erschienen) von vielen als das erste Album des 21. Jahrhundert gefeiert. Trotz der Kritik am "Ausschlachten" der bei EMI ausgeschiedenen Radiohead - die Box aus 2 CDs und einer DVD lohnt sich für RH Fans, besonders für diejenigen, die nicht alle Singles zum Album besitzen; CD...
Veröffentlicht am 3. April 2009 von C.

versus
4 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unverständlicher Hype
Diese "Musik" tut echt weh. Ich hab mir die CD gekauft und insgesamt bestimmt 10mal versucht, sie durchzuhören. Es geht nicht! Dieses Album ist so furchtbar, dass ich es nach 2-3 Songs schnell wieder aus dem Player hole. Nun habe ich es aufgegeben und die CD verkauft.
Schlimmes Teil, ganz ganz schlimm!
Veröffentlicht am 17. April 2012 von Dirque


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lohnt sich für Fans, 3. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer-Special ed-2cd+DVD (Audio CD)
OK COMPUTER ist eine der wichtigsten Alternative-Platten überhaupt und wurde (1997 erschienen) von vielen als das erste Album des 21. Jahrhundert gefeiert. Trotz der Kritik am "Ausschlachten" der bei EMI ausgeschiedenen Radiohead - die Box aus 2 CDs und einer DVD lohnt sich für RH Fans, besonders für diejenigen, die nicht alle Singles zum Album besitzen; CD 1 ist das normale Album, auf CD 2 finden sich neben 12 b-side-Tracks zudem auch noch 3 Live-Aufnahmen der BBC (unerreicht schön ist die Live-Aufnahme von No Surprises, die ich noch nie gehört habe!). Die DVD ist hier nicht so überzeugend wie die Bonus DVD in der Bends-Box: Nebendrei Videos zum Album finden sich noch 3 Live-Aufnahmen, die mir bisher nicht bekannt waren. Die Box ist gemessen am Umfang nicht zu teuer und auch nett aufgemacht. Der EMI ist insofern ein Lob auszusprechen, als das Ausschlachten zumindest keinen Ramsch hervorgenracht hat! Dennoch: die Band hält bekanntermaßen von der Verwurstung gar nichts; wir Fans müssen das aushalten, denn wir haben schließlich kein Aufnahmen-Archiv zu Hause...
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164 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Konzept-Album seiner Zeit, das noch lange nachwirkt, 21. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
Ja, noch eine Rezension über "Ok Computer" und noch dazu eine 5-Sterne Wertung. Da dieses Album jedoch solche riesigen, ja fast schon hysterischen Auswirkungen nicht nur für 'Radiohead' selbst hatte, will ich hier dann doch mal versuchen, dessen Stellenwert für Interessierte klarzustellen, denen das Album oder die Band bis heute nicht sonderlich bekannt sind.

Sie fingen eher bescheiden mit dem Debüt "Pablo Honey" an, das für Anfang der 90-er Jahre, genauer 1993, eine nette, kleine Indie-Rock Platte darstellte, die SEHR an 'U2' und 'R.E.M.' erinnerte und eigentlich für lange Zeit so niemanden hinter dem Ofen hervorlockte. Allerdings gab es diese eine unsterbliche Hymne genannt "Creep", die die Band (vor allem durch massive Forderungen bei amerikanischen Radiosendern angetrieben) dann doch in den Pop-Himmel hievte.

Als "One-Hit-Wonder" abgetan brachten sie dann schließlich 1995 ihr zweites Werk "The Bends" heraus, das den grungigen Rock des Erstlings durch perfekt produzierte Pop-Stücke ergänzte, die den Grundstein für den dann sehr typisch werdenden "schwermütigen" Charakter und gebrochene Soundstruktur der Band legte. Da allerdings zu dieser Zeit in den Medien der allseits bekannte Brit-Pop Streit zwischen "Blur" und "Oasis" vorherrschte, beachtete man dieses bemerkenswerte Album auf Kritikerseite eher zurückhaltend, große Fans der Band gab es allerdings schon hier. Jedenfalls erwartete man zukünftig nicht sehr viel von der Band, nur die aufsehenerregenden Videos brachten etwas Glanz.

Das änderte sich schlagartig mit diesem Werk hier, "Ok Computer". Das Jahr war 1997 und in der Welt herrschte eine sehr diffuse, kaum zu beschreibende Stimmung vor, wie man es eigentlich nur "fühlen" kann, wenn man es auch erlebt hat. Es war die Zeit, in der das Wort "Millennium" mit sehr negativen, ängstlichen Gedanken belegt wurde (ich kann mich noch sehr gut erinnern), so als würde man schon damals ahnen, was wir heute mit 09/11 bezeichnen. Endzeitstimmung.

Und diesen Kontext braucht man einfach, um die Relevanz des Albums nachvollziehen zu können, denn das Album transportiert all diese diffuse Mischung aus Zukunftsangst ("Airbag"), Paranoia ("Climbing Up The Walls)", Isolation ("Exit Music") und menschlicher Entfremdung ("Let Down"), was wir heute mit dem Begriff "soziale Kälte" bezeichnen. Die Band wurde zu einer Art Sprachrohr, zur Generationsmusik.

So wie vor ihnen "Nirvana" und vor denen "The Smiths"...

Aus der Generation X, die "Smells Like Teen Spirit" mit Metal-Wut im Bauch und Punk-Attitüde im Kopf ganz allgemein gegen Irak-Krieg, Ungerechtigkeit und gesellschaftliche Institutionen (Schule, Familie) schmetterte, wuchs die Generation Y, die resignierende Gegenseite, die, angeführt durch den alles erklärenden Song ("Paranoid Android"), gegen jede Kommerzialisierung des Menschen war und über die Unfähigkeit jedes Einzelnen im großen Ganzen, ob nun Politik ("Electioneering"), Gesellschaft ("Karma Police") oder Krieg ("Lucky") philosophierte.

Wichtig dabei ist, dass die Musik oberflächlich gesehen zwischen 'Nirvana' und 'Radiohead' sehr unterschiedlich wirkt, aber im Grunde den gleichen Ursprung hat, wie zwei Seiten einer Medaille. Während bei 'Nirvana' die Wut und der Selbstzweifel nach außen ins Große getragen wurden, wurden sie bei 'Radiohead' nach innen ins Kleine getragen ("Subterranean Homesick Alien").

Die teilweise negative Konnotation des Albums in Kritikerkreisen beruft sich dabei immer wieder auf die als spröde und zu "verkopft" bezeichnete Produktion von "Ok Computer"; Ein weiteres Zeichen seiner Zeit, denn die Band wollte mit diesen sehr befremdlich wirkenden elektronischen Sounds nichts weiter, als die schleichende Entmenschlichung durch Maschinen darstellen ("Fitter, Happier").

So kamen viele Vergleiche mit 'Pink Floyd' und deren konzeptionelle Herangehensweise an Musik hoch. Und tatsächlich spürt man schon beim ersten Hören, dass das Album nicht aus einer spontanen Jam-Session heraus entstanden ist, sondern dass es erst die Idee gab, wie die Gedanken zu vermitteln sind und danach die Musik geschrieben wurde.

Aus diesem Grund wird gerade heute von den meisten Leuten, die diese Zeit nicht nachvollziehen können oder wollen, die Musik der Band und vor allem das Album (zu recht!) als "weinerliche Kammermusik" und "depressive Selbstmord-Mucke" bezeichnet.

Auch wenn es böse gemeint ist, aber das ist die ideale Bezeichnung für diese Musik. Es ist die ideale Bezeichnung für die damalige Zeit und den damaligen geistigen Zustand, der auch noch heute in der immer stärker werdenden Anti-Kapitalismus und Anti-Globalisierungsstimmung mitschwingt. 'Radiohead' waren quasi die musikalischen Vorreiter davon ("No Surprises").

Erträglicher wird das Ganze ungemein, da trotz allen Lamentierens doch immer wieder auch ein Fünkchen Hoffnung aufblitzt. Neben ("Airbag"), ("Subterranean Homesick Alien"), (“Let Down“) und ("No Surprises") wird dies besonders durch den Song ("The Tourist") verkörpert, der völlig richtig das Album abschließt.

'Radiohead' wurden schließlich zu einer Band, die polarisiert.

Neben einer riesigen Fan-Gemeinde und übermäßigem medialen Hype, entstand eine kleine aber feine Anti-Radiohead Community, die gegen den jammernden Ton der Band eintrat.

Wie auch immer man nun also zu dieser Band und diesem Meilenstein stehen mag, man muss einfach die ausgesprochene Relevanz des Albums betonen. Besonders natürlich, wenn man all die Bands betrachtet, die nur aufgrund von 'Radiohead' und deren eigenen Sound inspiriert gegründet wurden (Muse, Coldplay, Turin Brakes,...)

Wenn man nur ein wenig die damalige Stimmung nachvollziehen kann oder sie kennen lernen will, ist dieses Album gar ein Muss! Aber auch einfach nur Musikinteressierte im Rock-Bereich sollten sich diesen Klassiker zu Gemüte führen, wenn sie die sehr eigenwillige Produktion und weinerliche (aber fantastische!) Stimme von Thom Yorke schätzen lernen können.

Wer jetzt so ohne weiteres Probleme mit dieser sehr spröden Art des Musikmachens hat, sollte sich doch zuallererst einmal das eingängige Vorgängeralbum "The Bends" geben, das die perfekte Pop-Seite von 'Radiohead' zeigt und gleichzeitig gut in die Schwermütigkeit einführt.

Das ist besser, als gleich mit dem schweren, fordernden Hammer 'Ok Computer' anzufangen. Bei Gefallen muss aber unbedingt dieses Album folgen und ich verspreche euch, einmal in die ureigenste Musik und tiefe Emotionalität von 'Radiohead' eingehört, wird man nicht mehr so schnell davon loskommen!

Aber es gibt ja noch die interessanten Nachfolgealben zu entdecken...
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Album wie ein Film - spannender Hörgenuss!, 11. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
Bevor ich mir damals OK COMPUTER zulegte kannte ich nur die Singles "Creep" und "Karma Police", zwei, unterschiedliche, aber durchaus zugängliche Songs der Band. Nachdem ich dann das Album gehört hatte war ich sehr enttäuscht. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich nämlich eher auf zugänglichere Musik spezialisiert. Dann aber hörte ich mir das Album wieder und wieder an wenn ich mal am PC saß und eines Tages war es das ganze Album das ich hören musste und nicht einzelne Hits wie früher einmal.
Bis heute ist OK COMPUTER mein absoluter Favorit unter all den CDs die ich besitze. Letzlich verdanke ich es diesem Album das ich Lust auf vielseitigere Musik bekommen habe die nicht unbedingt sofort ins Ohr geht.
Bei diesem Album kann man wirklich sagen das Radiohead einen kleinen Hörfilm erschaffen haben denn jedes Lied verbindet sich mit dem anderen und so zieht sich der berühmte rote Faden wie bei kaum einem anderen Album das ich kenne durch die Platte.
Mit "Airbag" fängt es sehr rockig an und geht dann sofort in das vielschichtige "Paranoid Android" (mein Lieblingssong) über bevor man mit "Subterrenean Homesick Alien" endgültig in eine andere Welt eintaucht. Im Prinzip sind alle Songs grandiose Stücke, die gespenstisch und bezaubernd zugleich sind.
Hervorheben möchte ich jedoch noch das wunderschöne "No Surprises" sowie "Lucky", ein teils ruhiger, teils rockender Song der buchstäblich für das Album steht.
Als Fazit möchte ich behaupten das Radiohead mit OK COMPUTER die richtige Mischung aus Experiment und Zugänglichkeit geglückt ist wie bei keinem anderen Album das ich seitdem von Ihnen kenne. Wunderschöne Klänge aus einer anderen Welt, ob Gitarrenstürme oder traurig, schöne Lieder die eher sanft daherkommen. In jedem Fall eine Empfehlung für alle Leute die mehr hören wollen als "gewöhnliche" Hits die hier rein und da raus gehen. Dieses Album hat nachhaltig meine Musikgeschmack geprägt wofür ich Radiohead auf immer danken werde.
"SOLLTE IN KEINEM CD-REGAL FEHLEN!"
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So schön, 29. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
In diesem Album steckt wahnsinnig viel Schönheit.
Diese Schönheit ist allerdings nicht unbedingt direkt zugänglich: Das Album ist ein Produkt seiner Zeit. Wenn du ein Kind des 21. Jahrhunderts bist, dann hast du vielleicht Probleme mit dem E-Gitarrenkrach oder du hast etwas gegen die Falsetteinlagen des Sängers. Vielleicht nervt dich auch das vergeistigte Albumkonzept (es wird in die Seele eines Computers geschaut oder so, und der Computer ist natürlich total traurig und alleine).
Aber das sind alles nur Probleme der Präsentation. Das ist wie mit Shakespeare. Wenn wir heute Shakespeare lesen, müssen wir uns auch durch einen Wust von altertümlichen Formulierungen und Traditionen einer anderen Zeit wühlen, bis wir in der Lage sind die Genialität zu sehen, mit der er menschliche Gefühle dargestellt.
Ähnlich ist es bei „OK Computer" von Radiohead. Es braucht eine Weile, bis man das Drumherum der Neunziger Jahre als solches identifiziert hat und sich auf das Wesentliche konzentrieren kann:
Die sagenhaft schönen Melodien!!!
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das endgültig beste Album aller Zeiten, 13. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
Es ist 2 Uhr nachts , mir ist langweilig und da ich grade mal wieder "Ok Computer" höre , kam mir die Idee eine kleine Rezension zu diesem , meiner Meinung nach , besten Stück Musik zu schreiben , was jemals von Menschenhand geschaffen wurde.
Ich will die Songs nicht einzelnd auseinander nehmen oder musiktheoretisch über die Wichtigkeit dieses Albums referieren , sondern einfach nur meine Liebe zu diesem Album zum Ausdruck bringen:
Eigentlich gibt es wenig zu sagen , was meine Vorredner nicht schon gesagt hätten .. dieses Album ist überlebensgroß , es ist perfekt und es imho noch ein kleines Stückchen besser andere "perfekte" Alben wie z.B. The Velvet Underground & Nico , Dark Side of the Moon oder Sgt. Peppers.
Beim 1. Hören fand ich das Album viel zu kompliziert, zu wenig eingängig... ja sogar weinerlich und langweilig (von Karma Police mal abgesehen) und habe mich gefragt , wie man dieses Alben in einem Atemzug mit oben genannten nennen kann.
Aber ich kann jedem nur raten sich für dieses Album Zeit zu nehmen: Ab dem 3. Mal hören erschliessen sich die Songs langsam und dann wird es mit jedem Mal einfach nur besser und göttlicher. Man kann dieses Album so oft man will , in absolut jeder Stimmungslage , allein oder in Gesellschaft hören , es wird immer perfekt sein!
Es ist mir immer noch ein Rätsel wie diese Band es geschafft ein solches Album zu machen , so perfekte Melodien , so geniale Lyrics , so viele Emotionen... das erscheint einfach übermenschlich.
Dieses Album hat mein Leben verändert und ist sicher eine der wichtigsten Dinge , die das Leben lebenswert machen, ein Stück Lebensqualität :)
Danke Radiohead!
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gebrauchsmusik, 16. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
Die in den Zwanziger Jahren entstandene literarische Richtung der "Gebrauchslyrik" folgte der Maxime, dem Leser in irgendeiner Weise von Nutzen zu sein. Lyrik sollte nicht nur Experimentierfeld für Sprachwissenschaftler und andere Wahnsinnige sein und sich dem einfachen, nicht akademischen Leser zwangsläufig verschließen - nein, sie sollte aufmuntern, belustigen, helfen, trösten. Ähnlich verhält es sich mit dieser Platte. Mal abgesehen davon, dass dieses Album musikalisch größtenteils sehr anspruchsvoll, etwa bei den Arrangements, gemacht ist, ist es wohl in erster Linie die melancholische, manchmal depressive Stimmung von "OK Computer", die polarisiert. Hier würde ich gerne (in Anlehnung an meine pseudo-wissenschaftiche Einleitung) den Begriff der Gebrauchsmusik anbringen. Man könnte zu dem Schluss kommen, dass Menschen in einer Lebenskrise oder mit Liebeskummer hier ihre ideale Leid-und-Jammer-Platte vorgesetzt bekommen und sich - je nach Ausprägung der dazu gehörigen Leidenschaft - mit ihr und mehreren Flaschen dunklen Rotweins eine recht "stimmige" Zeit machen könnten. Lebensfrohe Gemüter wiederum würden dieser These nach einen großen Bogen um diese Scheibe machen. Sicher trifft das in einigen Fällen auch zu. Aber mir fällt in diesem Zusammenhang eine Äußerung ein, deren Urheber ich leider vergessen habe: Nur glückliche Menschen könnten sich erlauben, traurige Musik zu hören, wurde dort sinngemäß behauptet. Eine These, die ich in gewisser Weise nachvollziehen kann. Denn sollte der Typ mit dem Liebeskummer, der OK Computer und rauhen Mengen Rotwein in einem höheren Stockwerk wohnen, ist es vielleicht an der Zeit, den Nachbarn mit dem Zweitschlüssel zu informieren. Glücklicherweise habe ich von solch tragischen Fällen noch nicht gehört. Wohl aber von jemandem, der nach dem Genuss einer halluzinogenen Droge in Verbindung mit dieser Scheibe in der Notaufnahme zu sich kam. Aber das wäre ihm mit Wolfgang Petry vermutlich auch passiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gigantisch, 16. März 2012
Von 
Hardy (Winnenden Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
Radiohead ging irgendwie an mir vorbei. Jetzt entdecke ich die Band und CDs wie OK Computer die inzwischen 15 Jahre auf dem Buckel haben höre ich jetzt zum erstenmal und sie klingt trotzdem wie aus der Zukunft. Man wundert sich wie Gruppen wie U2 oder Coldplay einen solchen Kultstatus haben, wenn man Radiohead hört. Eine tolle Platte wunderbar epochal und zeitlos. Ein Tipp für Radiohead Einsteiger in diesen Kosmos überirdisch guter Musik der Band.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gewaltiges und gewagtes Statement einer genialen Gruppe, 10. April 2006
Von 
Toshé "Toshé" (Inner Outer Space) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
Sie haben den Mut, einfach daß zu tun, was getan werden muß, und wozu heute fast niemand mehr in der Lage zu sein scheint: Eine Platte zu machen, die alldimensional relevant ist und sich nicht scheut, sich mit "vergrabenen" Themen und Gefühlen auseinanderzusetzen.

Mir haben es vorallem die verzweifelten und düster-schwerelosen Stimmungen auf diesem Album angetan. Und die gibt es zuhauf!
Ich kann mir kaum eine zeitgemäße Gruppe vorstellen, die den Mut und auch die künstlerischen Visionen aufbringt, ein ebenbürtiges Werk in der heutigen Zeit zu erschaffen. Nicht mit dieser Tiefe.
Gruppen wie Coldplay machen sich beim leisesten Versuch schon gnadenlos lächerlich...
Wir werden sehen ob Radiohead in etwa die damalige (und teils auch noch heutige) Bedeutung von Pink Floyd auf ihre Weise noch übertreffen werden. Es ist nicht leicht einzuschätzen, aber ich finde, dass sich dieser Vergleich ein wenig aufdrängt.
Auf alle Fälle ist OK Computer eine der ganz wenigen Scheiben, die mit "alten Klassikern" problemlos konkurrieren kann und dabei sogar ihren eigenen Kosmos erschafft, im wahrsten Sinne des Wortes.
Der subtile Wahnsinn, die kontemplative Trostlosigkeit und die kühle Hoffnung dieses Albums wird sicherlich nicht jedem zusagen, aber andererseits klingt es für mich gerade deshalb wie der perfekte Soundtrack zu einer zerrissenen und teils fremdartigen Realität.
Wenn man sich der Sache stellt, entdeckt man sehr große Kunst und sehr große Gefühle.
Ein Meisterwerk!

Wünsche intensive Momente, damit.
Gruß
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Damals nicht absehbar, 14. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
1997 - 2005: Bald 10 Jahre her... Doch was Radiohead damals auf die Menschheit losgelassen hat! In einigen Jahren werden Radiohead als die Grössten bezeichnet werden. Ihre Songs sind melodisch wie auch Textinhaltlich aufs extremste bestechend.
In Österreich gibt's den Spruch: "Das Gulasch wird immer besser je öfter man es aufwärmt." Auf die gleiche Weise verhält es sich mit Radiohead Songs, zumindest seit "OK Computer" Ich kann nur jedem raten sich gute Kopfhörer zu besorgen, ein entsprechend gutes Apspielgerät und einfach nur hören. Tom Yorke müsste gar nicht so herzergreifend singen, die Melodien alleine sind einzigartig.
Ich stelle Radiohead auf eine Stufe mit Beethoven!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Meilenstein von Radiohead, 10 Jahre später, 5. August 2007
Von 
Bjoern Idler "backsteinsurfer" (Aichwald, Baden- Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
Es ist jetzt ungefähr 10 Jahre her, dass dieses Schätzchen von einem Album auf den Markt kam. Kürzlich habe ich mir mal wieder die Kopfhörer aufgesetzt (bei Radiohead sehr zu empfehlen) und "OK Computer" am Stück durchgehört. Es war wie immer: Ich hab wieder einige Kleinigkeiten entdeckt, die ich bisher noch nie bewusst gehört hatte.

Das ist auch nach 10 Jahren das Einzigartige an dieser Platte: Die perfekte Verbindung von Eingängigkeit und Trickyness, Melodieseeligkeit und Verspultheit, Gitarren und Elektronik oder auch Kunst und Kommerz, wenn man's überspitzt formuliert.
Die Stimme von Thom Yorke ist auf ihrem Höhepunkt, die Spielereien so, dass man nicht komplett wie die Kuh vor einem Berg steht (was später nicht immer ganz so geglückt ist), die Rhythmik raffiniert, die Melodien unvergänglich.

Es ist sicher müßig, einzelne Songs herauszugreifen, weil "OK Computer" als absolut eigenständiges Album funktioniert. Besonders hängengeblieben sind trotzdem die Tränendrücker "Exit music", "Lucky" und "No surprises", sowie der Riesensong "Karma Police". Von den etwas verspulteren gefällt mir "Climbing up the walls" am besten.

Radiohead waren 1997 auf der absoluten Höhe ihres Erfolges (was sie wohl auch zur Abkehr von diesem Sound brachte; siehe Kid A...); sie stellten ihre vorhergegangen Alben locker in den Schatten und erarbeiteten sich einen Unfehlbarkeitsstatus, von dem sie heute noch zehren und der ihnen alles erlaubt, wonach ihnen der Sinn steht. Deshalb bleiben Radiohead auch heute noch spannend und wichtig für die gesamte Musikszene.
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