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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ruhige Wucht der Bilder & Gedanken...
Ich habe mich mit gemischten Gefühlen an diesen Film rangetraut. Als Genre-Fan hatte ich so meine inneren Zweifel, ob diese Story so umzusetzen ist, dass sie überhaupt ansprechend sein kann. Und ich wurde überrascht - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein ünerwältigender Film, auch wenn er in sich sehr ruhig, melancholisch und düster herkommt. Es...
Veröffentlicht am 3. Januar 2012 von Graf Haunsperg

versus
3.0 von 5 Sternen europäisch ungewöhnlich, leider mit vielen Lücken
Was dieser Film definitiv nicht ist: ein Hollywood-Blockbuster der vor Special-Effects überquillt. Nein, genau wie im Buch fühlt man eine drückende, depressive Atmosphäre. Typisch europäisch! Blut und ein paar wenige Schreck-Momente gibt es allemal. Es werden wenig Worte gewechselt. Dies stimmt auch mit dem Buch überein.
Leider wurde,...
Vor 6 Monaten von Julia84 veröffentlicht


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ruhige Wucht der Bilder & Gedanken..., 3. Januar 2012
Ich habe mich mit gemischten Gefühlen an diesen Film rangetraut. Als Genre-Fan hatte ich so meine inneren Zweifel, ob diese Story so umzusetzen ist, dass sie überhaupt ansprechend sein kann. Und ich wurde überrascht - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein ünerwältigender Film, auch wenn er in sich sehr ruhig, melancholisch und düster herkommt. Es ist keiner der üblichen Vampirfilme, in der sich die Untoten vor toller Filmkuslisse theatralisch in Szene setzen. Nein, er spielt in der Nachbarschaft, in den eher einfachen und ärmlichen Verhältnissen desillusionierter Menschen, die vom Leben eh nicht mehr zu erwarten haben als die tägliche Flasche Schnaps und in ihrer Mitte Oskar mit seiner überforderten Mutter, der sich in das einsame und stille Mädchen Eli verliebt. Eine sanfte Liebe, denn obwohl Oskar herausfindet, wer Eli in Wahrheit ist, steht er zu ihr und hilft ihr das Geheimnis zu wahren. Und im Gegenzug hilft sie ihm gegen seine Peiniger in der Schule - das Ende ist ziemlich heftig, insbesondere da man die Bilder nur ansatzweise sieht und sie in den eigenen Gedanken formt und ergänzt. Die sehr subtile Geschichte wird von sehr guten Schauspielern gespielt - insbesondere die Kinder vollbringen hier eine riesige Leistung. Es ist einer der ganz wenigen Filme dieses Genres, der von mir uneingeschränkt 5 Sterne bekommt, denn die Bilder, die Handlung, die Schauspieler, die Atmosphäre - alles ist schlüssig und hervorragend umgesetzt. Die Spannung kommt au s der Geschichte selbst und nicht durch im Drehbuch festgelegte Schock-Effekte. Ach ja - eines wäre noch zu erwähnen: die Filmmusik ist mithin das Beste, was ich in den letzten 10 Jahren gehört habe und untermalt den Film sehr melancholisch und tragend.

Gäbe es nur mehr von diesen Filmen!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ich verstehe es nicht, 5. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht (DVD)
Zwar lässt sich über Geschmack streiten, aber ich verstehe wirklich nicht, wie manche Schrottfilme, nur weil ein bekannter Schauspieler oder Teenieschwärme mitspielen hier Rezensionen bekommen, als ob es große Kunst wäre.

Und dann so ein Film der von Stimmung lebt, von einfachen aber ungaublich eindrucksvollen Bildern, von herausragenden Kinderschauspielern, die etwas für Erwachsene spielen, von Spannung und dem nicht Wissen des Endes, dann hier teilweise so mies bewertet wird.

Aber um das Niveau in diesem Lande zu sehen, muss man an einem Urlaubstag mittags das Fernsehen einschalten. Das erklärt dann solche Bewertungen von selbst.

Dieser Film fesselt einen bereits nach ein paar Minuten, er fesselt in seiner Einfachheit. Er lebt davon, davon und von diesen 2 jungen Menschen.

Klar wer einen Vampirfilm sehen will und gerät an diesen, der versteht ihn nicht und wird wahnsinnig enttäuscht sein. Wenn man auf die Romantik der ersten Liebe steht, wird man hier geschockt sein.

Diese Film ist für mich die Kunst der Leisen Töne, großes Kino ohne fliegende Autos, Explosionen usw. oder auf der anderen Seite der ach so edlen Gesellschaftskritik.

Einfach die Stimmung, die Emotionen, die Naivität des Kindes, seine Unvoreingenommenheit und den Ausbruch aus der Realität, erleben und mitgehen und fast 2 stunden sich gefangen halten lassen.

Und meine Güte wir schauen hier nicht Transformers oder einen animierten Film. Was interessiert mich da so der Ton und die Synchronisation. In der deutschen Übersetzung kommt genau das rüber was ich eben beschrieben habe.
Aber hier zählen einige Erbsen und ziehen deshalb Sterne ab.
Kauft euch lieber HD Actionfilme, habt ihr tollen Sound, super Bild und werdet genau angemessen unterhalten.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kleinod, 25. Februar 2010
Von 
bartgesang - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht (DVD)
Für mich einer der ungewöhnlichsten und bemerkenswertesten Filme des letzten Jahres. Ein Coming of age-Drama, verbunden mit einer Vampirgeschichte, gefilmt in zurückhaltenden, dunklen Bildern. Sehr überzeugende Darsteller. Hier werden neue Wege beschritten und es ist aufregend, verstörend, schön und fesselnd zugleich, das miterleben zu dürfen. Sicherlich kein einfacher Film. Aber eine unbedingte Empfehlung für alle, die Kino mit Magie in Verbindung bringen. Einziger Kritikpunkt ist die deutsche Übersetzung des Filmtitels, die einmal mehr den Kern der Sache verfehlt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster-melancholisches Meisterwerk., 22. September 2013
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht [Blu-ray] (Blu-ray)
Stockholm irgendwann in den 80ern: Der zwölfjährige Oskar lebt ein tristes Leben.
Seine Mutter ist kaum für ihn da und seine Mitschüler mobben ihn fast täglich.
Dann zieht eines Tages das etwa gleichaltrige Mädchen Elin in die Wohnung neben ihm ein.
Was er nicht ahnt....sie ist ein Vampir und der ältere Mann der mit ihr gekommen ist kümmert sich um frische Opfer.
Oskar und Elin beginnen langsam eine Freundschaft aufzubauen was durch diverse blutige Zwischenfälle nicht einfach ist.
Wie lange muss sie sich noch vor ihm verstecken?

Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich erst das U.S. Remake "Let me in" gesehen habe das ich für gut befunden hatte.
Nun nachdem ich das Original gesehen habe muss ich feststellen: Let me in ist zwar immer noch ein guter Vampirfilm, aber er kommt nicht im mindesten an So finster die Nacht heran.
So melancholisch, hypnotisch und fesselnd.....ich bin immer noch faziniert von dieser extrem düsteren Ballade.
Zwar kommt der Film mit viel weniger Blut aus als Let me in, aber dafür ist die Story viel ausgefeilter, die Charaktere viel komplexer und die Atmosphäre vielfach grandioser.
Ein Meisterwerk des abseitigen Films.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino aus Schweden !, 7. März 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: So Finster Die Nacht DVD (DVD)
Dieser Film ist zu Unrecht in den deutschen Kinos baden geraten. "So finster die NAcht" nach dem gleichnamigen Roman von Lindeqvist beinhaltet Teile eines Jugendfims, d.h der erste zarte Umgang mit der Liebe, das grausame Mobbing in der Schule durch sadistische Klassenkameraden ( Das Thema Pädophilie wird nur angerissen, anders als in der recht bedrückenden und ungeschönt beschriebenen Buchvorlage werden IM Film einige Elemente ausgelassen )und beklemmende Teile einer Vampirgeschichte, die hierfür auch als Metapher für das Leben als Aussenseiter fernab jeglicher wahrer Menschenwärme gesehen werden kann. Die traurige, berührende und unheimliche Geschichte zieht einen von der ersten Minute an in ihren Bann und lässt einen in einer MIschung aus Betroffenheit und Genugtuung zurück. Einige Szenen sind recht drastisch ausgefallen, das Prädikat "Reiner Vampirfilm" verdient dieses Filmjuwel jedoch nicht. Wer auf Old - School Vampire - Splatter Movies oder auch reine "Dracula - Stories" steht, wird mit diesem Film vielleicht nicht so viel anfangen können. Alle anderen erwartet ein wirklich hervorragend besetzter und inszenierter Film, dem man, nach Ansicht, mehr als ein müdes Lächeln, ein flüchtiger Gedanke schenken kann ! Hollywood bastelt übrigens fleissig an einem Remake....da bleib ich aber zunächst mal skeptisch !
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Darf ich hereinkommen?", 30. April 2009
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht (DVD)
Wenn sie Tomas Alfredsons Verfilmung von John Ajvide Lindqvists Roman gesehen haben und plötzlich ein kleines, dürftig bekleidetes Mädchen vor ihnen steht, das diese Frage stellt, werden sie ganz sicher "Nein" sagen. Ansonsten...

Wo wir wieder einmal bei der Verfilmung von sogenannten "Kultbüchern" sind. -So finster die Nacht gehört ganz sicher dazu. Der Roman war und ist ein absoluter Bestseller und das zurecht. Zur Story:

Der zwölfjährige Oskar(Käre Hedebrant) lebt in Blackeberg, einem Vorort von Stockholm. Er wohnt mit seiner Mutter zusammen und ist ein Einzelgänger. Oskar ist schüchtern und hat kaum Freunde. In der Schule wird er von anderen gehänselt und findet sich immer wieder als Zielscheibe des Spotts und der Verachtung der Klassenrowdys.
Oskar nimmt interessiert zur Kenntnis, dass in Blackeberg ein Mörder umgeht. Eine völlig ausgeblutete Leiche wird gefunden. Kurze Zeit später wird ein Mann vermisst. Die polizeilichen Ermittlungen laufen auf Hochtouren...ohne Erfolg.
Eines Abends lernt Oskar Eli(Lina Leandersson) kennen. Ein kleines Mädchen, das irgendwie anders ist. Eli läuft im Winter nur mit einem Shirt bekleidet durch die Gegend. Oskar sieht sie nur im Dunkeln. Mit Hilfe eines Zauberwürfels freundet er sich mit ihr an. Eli scheint so klein und zerbrechlich aber doch so alt und wissend zu sein. Sie sieht an einem Tag todsterbenskrank und am nächsten kerngesund aus. Oskar macht sich Gedanken, aber er wirft sie alle über Bord, den endlich hat er einen Freund. Eli lebt direkt in der Wohnung neben Oskar. Sie ist nicht allein. Aber ist Hakan, der mysteriöse Mitbewohner, ihr Vater? Oskar merkt, dass er sich verändert. Elis Gesellschaft sorgt dafür, dass er nicht mehr der Duckmäuser ist. Er begehrt gegen seine Unterdrücker auf. So scheint sich Oskars Leben ins Positive zu ändern. Bis er merkt, dass er sich in Eli verliebt hat. Das ist einerseits nicht schlimm, aber...Eli ist kein Mensch...und Oskar ist das völlig egal. Er will mit ihr zusammen sein.

Was Tomas Alfredson aus diesem Stoff gemacht hat, will ich in zwei Sparten einteilen. Zunächst für diejenigen, die das Buch nicht gelesen haben: Schauen sie sich den Film an und genießen sie ihn. Er ist ein wunderbar anders gestalteter Thriller, der sie unterhalten wird.

Bei denjenigen, die das Buch gelesen haben, wird es da schon schwerer. Das Lindqvist persönlich für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, ist eigentlich kaum zu glauben. Bei einem Romanstoff, der so dicht und spannend ist, kann ich nur schwer nachvollziehen, wie Teile des Plots verändert und andere völlig weggelassen wurden. Die ersten Morde wurden, was Tatablauf und Tatorte angeht, komplett umgestellt. Die Figur des Oskar ist toll gespielt, hat mit dem Oskar im Buch aber nicht sehr viel gemein. Das Kennenlernen von Eli und Oskar wird ziemlich dürftig behandelt und auch die Szene, in der Eli fast "entdeckt" wird, hat mit Lindqvists Roman nicht mehr viel zu tun. Es wird Lindqvists Geheimnis bleiben, warum er seinen Roman in diese Drehbuchform geändert hat.

Sehr positiv ist anzumerken, dass Lina Leandersson die Eli perfekt besetzt. Jeder Leser wird die kleine, seltsame Eli in diesem Gesicht wiederfinden.

So hat(für die Leser des Buches) der Film den Zauber des Romans nicht einfangen können. Die verfilmte Geschichte hapert und hakt an einigen Ecken und Enden, an denen der Roman so glatt und perfekt ist, wie er es nur sein kann.
Nichtsdestotrotz ist -So finster die Nacht- immer noch ein erstklassiger Thriller, der erfrischend neue Wege beschreitet. Er startet etwas schwerfällig, kommt dann aber immer besser in Fahrt. Bleibt zum Schluss wieder nur zu sagen: Entscheiden sie selbst.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eindrucksvoller Film !, 27. März 2009
Von 
billy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht (DVD)
"So finster die Nacht" ist ein Drama mit Horrorelementen der ganz eigenen Art. Der Film erzählt eine besondere Geschichte über Einsamkeit und Freundschaft und begeistert durchweg mit seiner bedrückten Stimmung und düsteren Atmosphäre. Das Erzähltempo ist äußerst langsam und für diesen Film ist das auch genau richtig gewählt. Die Gefühlszustände der beiden Kinder und ihre Beziehung werden somit gekonnt dargestellt und sorgfältig in Szene gesetzt. Der Zuschauer kann jede Szene inmitten der verschneiten Landschaften genießen. Dem Regisseur ist es wirklich sehr gut gelungen zwischen Oskar und Eli eine Romanze zu schmieden die überaus speziell ist. Begleitet wird die Geschichte von gut eingesetzten Horroreinlagen. Die blutigen Szenen werden nüchtern und realistisch dargestellt und passen genau richtig. Teils ist das Ganze auch mit einem treffend schwarzen Humor unterlegt und der Film besitzt durchaus seine Momente die den Zuschauer schmunzeln lassen. Zu guter Letzt seien dann natürlich noch die beiden jungen Hauptdarsteller erwähnt die ihre Sache einwandfrei machen und ihre Rollen perfekt wiedergeben.

"So finster die Nacht" präsentiert uns eine schöne und eindrucksvolle Geschichte umhüllt von Kälte und Tod.

10 von 10
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44 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht so gut wie das Buch dennoch aussergewöhnlich, 25. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht (DVD)
Gleich vorweg ich habe das Buch mittlerweile 2 mal gelesen, den Film letzte Nacht angesehen und ich muss sagen dass die Umsetzung vom Papier auf die Leinwand gut gelungen ist. Natürlich ist es immer schwierig ein Buch zu verfilmen und selbstverständlich sich Kürzungen erwünscht da man halt nicht die Möglichkeit hat alles so wiederzugeben wie es geschrieben ist. Buch und Film sind 2 Welten. Sei es Stephen King oder Harry Potter...
Die Filme sind nie so gut wie das Buch. So auch bei "So finster die Nacht". Einige Stellen wurden 1:1 übernommen dennoch ist der Zuschauer der das Buch nicht kennt verwirrt, denn hier wird genau erklärt wieso bzw. wieso nicht...

Spoiler:

Die Frage die sich dem Zuschauer stellt wer ist dieser Harkan und wieso verübt er die Morde für Eli die ja wie man später sieht auch durchaus allein verübt...Im Roman ist alles genau erklärt: Harkan ist vorsichtig ausgedrückt pädophil und erhält im Gegenzug dafür dass er Eli das Blut bringt wohl was anderes. (Schlüsselszene: Als Oskar Eli beim umziehen in seiner Wohnung nackt sieht)
Dieser wichtige Handlungsstrang wurde im Film komplett entfernt, wieso weiss ich auch nicht, aber er ist sehr wichtig für die Geschichte.
Die Beziehung zwischen Oskar und Eli ist keinesfalls gleichzusetzten mit der Beziehung zwischen Eli und Harkan, denn während Harkan nur Mittel zum Zweck für Eli und umgekehrt ist, verbindet Eli mit Oskar Freundschaft ja sogar Verliebtheit.

Spoiler Ende.

Natürlich lebt der Film von der Atmossphäre und dem Spiel der beiden Kinderdarsteller, hier kann ich nur sagen Hut ab tolle und eindringliche Leistung.
Die Effekte sind für einen schwedischen Film mit relativ niedrigem Budget sehr gut. Vor allem das Gesicht des enstellten Harkan oder die Morde die von Eli verübt werden sind extrem gut dargestellt und genauso wie im Buch beschrieben.

Wie gesagt für Kenner des Buches wird der Film wohl etwas enttäuschend sein da ein wichtiger Handlungsstrang weggelassen wurde aber...

Eigenständig betrachtet ist "So finster die Nacht" ein leiser und feiner Horrorstreifen der sich wohltuend vom Vampireinheitsbrei abhebt. Sehr zu empfehlen vor allem für Leute die ein offenes Auge für gutes Kino abseits des Mainstream haben.
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53 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt...., 17. August 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht (DVD)
"So finster die Nacht" ist ein schwedischer Vampirfilm, der im Original "Låt den rätte komma in" heisst und von Tomas Alfredson in 2008 inszeniert wurde. Die Genreeinteilung ist nicht ganz einfach, denn der Film ist sowohl Horror als auch Drama und schildert das Kennenlernen und die Freundschaft des introvertierten fast dreizehnjährigen Oscar (Kåre Hedebrant) mit dem gleichaltrigen Vampirmädchen Eli (Lina Leandersson). Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Ajvide Lindqvist.
Ein schwedischer Winter im Jahr 1982: Der blonde, hellhäutige Oskar lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einer Plattenbausiedlung in Blackeberg nahe Stockholm. Manchmal verbringt er das Wochenende bei seinem Vater auf den Land. Oskar ist ein ruhiger Junge und wird von seinen Schulkameraden extrem gehänselt, zum sich Wehren fehlt im der Mut. Insgeheim denkt Oskar aber gewalttätige Rachefantasien aus, indem auch das Messer eine Rolle spielt. In die Nachbarwohnung zieht der Rentner Håkan (Per Raknar) mit der jungen Eli ein. Drunten im verscheinten Hof lernen sich die beiden Kids an einem Abend kennen. Elli ist bleich, barfuss und riecht etwas komisch. Sie steckt gleich die Grenzen ab, "Freunde können wir nicht werden" und trotzdem kommen sich die beiden pubertierenden Aussenseiter näher. Da geschehen plötzlich bestialische Morde in der Siedlung. Die Bevölkerung reagiert veränstigt...
Nachdem "Twilight" in diesem Jahr im Blockbusterkino einen echten Welterfolg mit gleicher Thematik landete und dennoch insgesamt zu blutleer und glatt für das Massenpublikum konzipiert war, ist der schwedische Verwandte "So finster die Nacht" ein grosser künstlerischer Wurf.
Tomas Alfredsons Film ist eine grandiose Genrearbeit geworden, die mit wunderbaren kargen Bildern von Kameramann Hoyte van Hoytema eine grandiose Melancholie aufbaut. Der Film wirkt optisch wie eingefroren und zeigt in seinen genialsten Momenten (und da gibt es einige) ein poetisches Meisterwerk im Stile von Romeros "Martin" mit vielen Themen: Erwachsenwerden, Zuneigung, Aussenseiterrolle. Dies alles meistert der Film mit einem perfekten Timing der Balance aus Romantik, Horror, lakonischem Witz, trüber Alltag und tiefer Trauer.
Ich bin sehr begeistert von diesem Independent Film aus Schweden und halte ihn für einen der besten Filme des Jahres.
Inzwischen gibts bereits Pläne für ein amerikanisches Remake...ich ahne Schlimmes.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kinderfilm, den Ihre Kinder nicht sehen dürfen, 26. November 2010
Von 
Hugo Humpelbein "das Viech" (in Sicherheit) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht (DVD)
Für gewöhnlich kann und soll man einen guten Film oder ein gutes Buch, dessen Hauptfiguren erst zwölf Jahre jung sind, einem gleichaltrigen Kind zum Ansehen oder Lesen geben. Aber bei "So finster die Nacht", einer Literaturverfilmung der besonderen Art, ist alles ein bisschen anders als gewöhnlich. So einen Kinderfilm haben Sie noch nie gesehen! Er ist auch erst ab 16 freigegeben.

An der Geschichte ist das Interessanteste, dass es in diesem Horrorfilm (anders als zum Beispiel bei "The Good Son / Das zweite Gesicht") keinen Bösewicht gibt.
Da gibt es ein zwölfjähriges Mädchen, welches das Schicksal hat, ein Vampir zu sein. Dafür kann sie nichts. Wer wollte sie dafür umbringen?
Da gibt es den Mann, bei dem sie wohnt, der ihr Überleben sichern muss, indem er für sie Menschen tötet, um an deren Blut zu gelangen. Das tut er ungern und dabei geht er so umsichtig und langsam vor, dass der normale Horrorfilm-Freak geneigt ist zu schimpfen "Jetzt mach mal schneller, Mann!"
Und dann gibt es den Nachbarsjungen im Hochhaus, einen kleinen, verschüchterten menschlichen Fußabtreter, der von seinen Mitschülern immer drangsaliert wird und in der netten Vampirin seine einzige Freundin findet. Klar, dass auch er zu ihr hält und sie nicht verrät und ihr sogar beim "Beutefang" hilft. Als Dank dafür wird sie ihm auch mal aus einer gefährlichen Lage heraushelfen. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Wer ist also Schuld an den Ermordeten? Dem Zuschauer kommt es so vor, als gäbe es hier gar keinen, dem man böse sein oder vor dem man sich fürchten kann.
Die Machart des Films ist entsprechend zärtlich. Sinnliche Bilder, präzise Charakterzeichnungen, die in diesem Genre sonst nicht üblich und auch nicht gewollt sind. Viele der bekannten Vampirfilm-Klischees (Knoblauchzehen, fehlende Spiegelbilder, bestialische Gesichtsausdrücke, gespitzte Zähne, kreischende und flüchtende Opfer, ein Vampirjäger mit Weihwasser und Christuskreuz) fallen hier flach, so dass "So finster die Nacht" trotz seiner Ausgangsidee gar keine richtige Gruselgeschichte mehr ist, sondern absurderweise zu einem Jugenddrama heranwächst, bei dem sich jeder, der eine spektakuläre Dracula-Variante erwartet, veräppelt fühlen wird. Große Klasse!
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So Finster Die Nacht DVD
So Finster Die Nacht DVD von Tomas Alfredson (DVD)
EUR 14,99
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