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Kundenrezensionen

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am 22. Februar 2010
Irgendwo in Mexiko-Stadt in einer geschlossenen Wohnanlage. Eine priviligierte Kommune schirmt sich von der Restwelt ab. Es stürmt. Ein Werbebanner stürtzt um und macht den Weg frei für drei Kleinganoven. Einer von ihnen ist Miguel (Alan Chávez). Mit seinen Compañeros bricht er in eines der Häuser der Reichen ein. Als die drei entdeckt werden, müssen Miguels Freunde auf der Flucht sterben. Nur Miguel kann sich retten. Doch der Weg raus aus La Zona bleibt verschlossen. Die Bewohner der Zona beginnen eine gnadenlose Treibjagd auf den harmlosen Jungen. Selbst der Polizei sind Augrund von Machenschaften und Korruption im gesetzlosen Reichensilo die Hände gebunden. Alejandro (Daniel Tovar), der Sohn des La Zona Rädelsführers Daniel (Daniel Giménez Cacho), findet Miguel als erster. Beide werden so etwas wie Freunde. Gibt es jetzt einen Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit? Ich will es nicht verraten. Ein spannender Film rund um die Themen Diskriminierung, Korruption und Selbstjustiz. Regisseur Rodrigo Plá ist ein durchaus bemerkenswerter Film gelungen.
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am 5. März 2010
In "La Zona" beschreibt der mexikanische Regisseur Rodrigo Plá eine düstere Zukunftsvision: die Auswirkung einer extremen Spaltung der Gesellschaft in arm und reich.
In "La Zona", einer Wohnresidenz der Reichen, leben die Anwohner wie in einem goldenen Käfig, eher schon Gefängnis. Eingegrenzt durch Mauern und Stacheldraht, überwacht durch Kameras und Sicherheitsleute liegt ihre vermeintliche Idylle, in der oberflächlich alles sauber und ordentlich und vor allem gut und eigenständig geregelt ist. Auf der anderen Seite der Mauer liegt das "wirkliche" Mexiko (von dem leider im Film nicht viel gezeigt wird), hier leben die Hausangestellten von "La Zona", Menschen, die um ihre Existenz kämpfen müssen, und auch die, die nicht mehr viel zu verlieren haben.
Durch einen Stromausfall bricht eines Nachts das Sicherheitsnetz von "La Zona" für kurze Zeit zusammen. Drei junge Männer von der anderen Seite ergreifen spontan die Möglichkeit, "rein zu gehen" und Beute zu machen. Aber die ganze Aktion endet in einem Fiasko: die Einbrecher werden überrascht, einer von ihnen tötet die Hausbesitzerin, bei der Flucht werden zwei von ihnen erschossen und ein Wachmann aus Versehen gleich dazu. Die Verantwortlichen von "La Zona" haben jetzt ein großes Problem: im Falle eines Gewaltverbrechens verlieren die Bewohner, die laut Selbstschutzabkommen das Recht haben, in eigener Regie für ihre Sicherheit zu sorgen, automatisch dieses besondere Privileg. Auf einer Versammlung spricht sich die Mehrheit dafür aus, die Ereignisse zu vertuschen, um den autonomen Status zu erhalten. Die Polizei wird belogen, die Leichen heimlich "entsorgt". Schnell wird klar, dass es einen dritten Einbrecher gegeben hat, der sich noch innerhalb des Gebiets aufhält, und die Bewohner von "La Zona" machen sich daran, diesen aufzuspüren. Als gejagtes Freiwild im Gehege hat der 16-jährige Miguel so gut wie keine Chance zu entkommen. Nur Alexandro, der Sohn einer der führenden Persönlichkeiten in "La Zona", schlägt sich heimlich auf seine Seite.
Für die Thematik und die Geschichte an sich würde ich auf alle Fälle fünf Sterne geben. Aber irgendwie hapert es aus meiner Sicht an der filmerischen und auch schauspielerischen Umsetzung. Obwohl die Ereignisse von Anfang an an sich hochdramatisch sind, baut sich zunächst kaum Spannung auf und erst gegen Ende des Films wird es wirklich packend. Ich fand es auch schwierig, inhaltlich in die Geschichte hineinzukommen und habe erst beim zweiten Anschauen einige Zusammenhänge begriffen. Hinzu kommt, dass keiner der Charaktere ausreichend Profil gewinnt. Selbst Alexandro, der im Mittelpunkt der Ereignisse steht, bleibt eine eher blasse Figur (von Miguel ganz zu schweigen). Das hat bei mir über lange Strecken zu einem Gefühl der Distanz beigetragen. Die einzige Figur, die ich durchgehend überzeugend verkörpert fand, war Gerardo (gespielt von Carlos Bardem).
Trotz der beschriebenen Kritikpunkte finde ich den Film durchaus sehenswert. Allein schon wegen der Thematik, mit der man sich meines Erachtens nicht genug auseinandersetzen kann.
"La Zona" weist darauf hin, dass es in einer extrem polarisierten Gesellschaft im Grunde keine "Gewinner" gibt; nicht nur "die Armen" kann man als Verlierer sehen, sondern auch für die (materiell) "Reichen" ergeben sich durch die Ausgrenzung und Abschottung Konsequenzen: ein ständiges Gefühl von Bedrohung und Misstrauen, ein Verlust an echter Lebensqualität (Einengung) und letztendlich auch ein Verlust an (Mit-)Menschlichkeit.
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am 29. Oktober 2012
Schon die erste Kameraeinstellung zeigt, worum es in dem Film geht: Zwei Welten, fein säuberlich durch eine Mauer getrennt und doch so nah beieinander, dass sie im Grunde eins sind: Dort die streng gesicherte Reichensiedlung La Zona, hier der mexikanische Großstadtslum.

Das Gesetz der Straße gilt auch in La Zona: Polizisten? Werden geduldet - oder eben auch nicht.

Denn die Menschen hier sind so zivilisiert, so kultiviert, dass sie ihre eigenen Regeln machen - und sich selbst ganz demokratisch zu Lynch- und Selbstjustiz legitimieren.

Sie korrumpieren Polizeibeamte, weil sie diesen Zustand für normal halten. Das Vertrauen in den Staat ist zerbröckelt, es gilt das Recht des Stärkeren.
Die soziale und materielle Not der Armen blenden sie vollkommen aus. Sie sehen in ihnen nur eine konkrete Bedrohung, der sie konsequent Herr werden wollen. Den Menschen, das Schicksal hinter der "Störung" sehen sie nicht.

Und so nimmt das Unheil seinen Lauf - daran ändert auch der hilfsbereite Teenager aus gutem Hause" letztlich nichts. Er kann am Ende nur die Scherben zusammenkehren und diese (wie todesmutig...) mit Papas Geländewagen Made in Sindelfingen "vor die Tür" bringen...

"La Zona" erzählt in eindringlichen, fast dokumentarischen Bildern von der Abschottung, von einer tief gespaltenen Gesellschaft. Er kommt nicht ohne das eine oder andere übliche Klischee aus, aber er verspricht keine süßlichen Lösungen. Deswegen ist er alles in allem ein sehenswerter Film, der mit knapp fünf Steren genau richtig bewertet ist!
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am 6. Februar 2009
Unter Gated Communities versteht man eingezäunte Gemeinschaften, heißt, von der übrigen Gesellschaft oder Stadt abgetrennte Bereiche, zumeist für Reiche, in denen Mittel- oder Unterschichtsangehörige nur selten und sehr schwer Zutritt finden. In der mexikanischen "La Zona" haben die reichen Bewohner sogar mit der Regierung einen Handel abgeschlossen, der ihnen innerhalb ihrer "Zone" die Staatsgewalt gewährt. Soll heißen: jeder, der sich in der Zone gegen dieselbe wendet, wird gnaden- und rechtelos verfolgt.

Doch zunächst ist alles friedlich. Die Blumen blühen in akkurat angelegten Beeten, die Häuser zeichnen sich durch Gleichförmigkeit und Sauberkeit aus und die Bewohner sind durchweg wohlhabend und scheinbar freundlich. Die Rasensprenger untermalen akustisch eintönig das vermeintlich sichere Idyll oberhalb von Mexiko-Stadt. Versteckt auf dem ganzen Gelände finden sich Überwachungskameras und selbst die jungen Mitglieder der Zone fallen nur positiv auf, indem sie in ihrem Areal Schülerlotse spielen und somit ihren kleinen Teil zu Recht und Ordnung beitragen. Von solchen Lebensbedingungen können der 16jährige Miguel und seine Freunde nur träumen. Sie gehören zum großen armen Teil der Bevölkerung und halten sich mehr schlecht als recht über Wasser. Eines Abends, als während eines Unwetters ein Strommast die scheinbar unbezwingbare Festung von "La Zona" zugänglich macht, nutzen Miguel und zwei seiner Freunde die Gelegenheit und dringen ein in diese für sie völlig unbekannte Welt. Ihnen schwebt ein kleiner Einbruch vor, ein paar Wertgegenstände, die sie zu Geld oder Essen machen können. Leider geht alles gründlich schief, die Bewohnerin des Hauses, in das die drei Freunde eindringen, erwischt unsere jugendlichen Kleptomanen und schreit Zeter und Mordio, ebenso ihre Alarmanlage. In Panik wird sie von einem von Miguels Freunden umgebracht. Die Situation eskaliert, als die Nachbarschaft Gewehr bei Fuß steht und zwei der Diebe auf der Flucht erschießt. Miguel kann fliehen, sitzt aber nun dank wieder funktionierendem Stromkreis in der Zone fest. Er hat die unüberwindbare Mauer vor und den wütenden Lynch-Mob hinter sich. Denn wer braucht schon die (sowieso korrupte) Polizei, wo man doch die staatliche Zusicherung hat, solcher Probleme selber Herr werden zu dürfen? Die Bewohner mutieren zu amoralischen und antisozialen Wesen, deren einziges Begehren Rache ist. Menschlichkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit bleiben auf der Strecke. Einzig der gleichaltrige Alejandro, dessen Vater ebenfalls mit Härte und Waffengewalt gegen Miguel vorgehen will, sieht die Sache nach anfänglicher Begeisterung für die Jagd auf Miguel differenzierter und versucht Miguel, der sich im Keller von Alejandros Eltern versteckt hält, aus seiner misslichen Lage zu befreien. Wird er es schaffen, in einem Gebiet, welches jeden Winkel mit der Kamera erfassen kann und in dem ein zu allem bereiter Mob nach dem Leben des Jungen trachtet?

Regisseur Rodrigo Plá zeichnet ein eindringliches und erschütterndes Bild einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Anfangs findet man nur schwer den Zugang zu den hierzulande unbekannten Protagonisten, die mexikanische Mentalität erscheint streckenweise kalt, verworren und schwer nachvollziehbar. Die Dialoge sind belanglos bis unverständlich, erst sehr langsam, dann allerdings gewaltig, entfaltet der Film seine ganze erschütternde Sogkraft. Die ersten 30 der insgesamt 97 Minuten kommen recht zusammenhanglos und beliebig daher, alles scheint mehr oder weniger zufällig zu geschehen, eine Verkettung von Situationen und Umständen, die zwar aufeinander aufbauen, aber in ihren Reaktionen nicht immer nachvollziehbar sind. Nach dem verheerenden Einbruch mit Todesfolgen auf beiden Seiten schließt sich die Nachbarschaft flugs zum gewaltbereiten Auge des Gesetzes zusammen und will mit aller Macht den flüchtigen dritten Dieb dingfest machen, bzw. ihn gleich ganz erledigen. Zweifler und Gegner, die eh schon in der Minderzahl sind, werden mithilfe von Drohungen und Beschwörungen mundtot gemacht und dann geht sie auch schon los, die Hatz auf einen 16jährigen armen Halbwaisen, der sich wie ein Tier im Käfig vorkommt und von Angst und Verzweiflung in immer neue Verfolgungsjagden getrieben wird. Sicher, auch er ist nicht unschuldig, dennoch ist er eher ein Opfer seiner sozialen Umstände und des blinden Hasses der Bewohner von "La Zona" als der Schwerverbrecher, als den ihn La Zonas Bewohner sehen wollen.

Plá gelingt es recht gut, die unterschiedlichen Gefühle für seine Protagonisten zu schüren. Man leidet zunehmend mit Miguel, man begegnet Alejandro mit erst rudimentärem, dann wachsendem Verständnis, man empfindet Ablehnung und Unverständnis für den rachsüchtigen Mob, auch wenn hier eine zumindest teilweise geglückte Differenzierung der "Jäger" stattgefunden hat, man ist fassungslos über das Ausmaß der Korruption bei der Polizei und man fühlt sich streckenweise einfach nur traurig und hilflos, wenn Plá seine Geschichte erzählt und in immer dramatischere Bilder verpackt. Trotz allem bleibt der Film streckenweise kühl und fast unnahbar, vielleicht, weil man über Miguel zu wenig erfährt und der Mob mit seinen vielen verschiedenen Persönlichkeiten auf eine mehr oder weniger homogene, auf Rache erpichte Masse reduziert wird. Der Großteil der Protagonisten bleibt unsympathisch, somit konzentriert sich die Sympathie des Zuschauers allein auf Miguel und Alejandro, die aber wiederum auch nicht durchgängig gutzuheißende Charakterzüge an den Tag legen. Somit bleiben die Identifikationsmöglichkeiten begrenzt, dennoch kommen die Botschaft des Films und sein Anliegen klar und deutlich herüber. Der Graben zwischen Arm und Reich ist tief, besonders natürlich in den Dritte-Welt-Ländern. Je größer die Unterschiede, desto größer auch die Bereitschaft, seine eigene Lage auch mit illegalen Mitteln verbessern zu wollen. Und, auf der anderen Seite, sein Hab und Gut mit allen Mitteln zu verteidigen und dabei eine angemessene Reaktion aus den Augen zu verlieren und somit den Wunsch nach Gerechtigkeit in blinde Vergeltungsmoral umschlagen zu lassen.

Hat der Film erstmal seine volle Wucht entfaltet, bleibt man verstört und entsetzt zurück. Er macht es einem schwer, an das Gute im Menschen zu glauben und öffnet einem die Augen dem eigenen Wohlstand und der Armut anderer gegenüber. Konstant ist der Storyverlauf nicht, die Ereigniskurve schlägt mal nach oben, mal nach unten aus, dazwischen macht sich ein wenig emotionale Leere breit. Die teilweise scheinbar am Reißbrett entworfenen Charaktere bleiben oberflächlich, zu kurz ist die Zeit, so vielen Darstellern den nötigen Raum zur Entfaltung zu geben und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit ihrem Spiel nachhaltig im Gedächtnis des Zuschauers festzusetzen. Die von mir gesehen Version im spanischen Original mit deutschen Untertiteln verleiht dem Film die nötige Authentizität und trägt maßgeblich zum vom Regisseur beabsichtigten Realismus bei. Etwas mehr Stringenz und ein noch etwas konsequenter umgesetztes Timing hätten diesen Film noch eindringlicher gemacht. Dennoch ist es ein guter, ein wichtiger Film, dem man allerdings mit Ruhe und Entschlossenheit, ihn verstehen zu wollen, gegenübertreten muss. Er wird zunehmend eindringlicher und bewegender, bis er einen dann abrupt, aber auch irgendwie passend, aus dem Geschehen entlässt. Mit Gerechtigkeit hat das dann allerdings nichts mehr zu tun. Sehr gute drei von fünf tiefen sozialen Gräben, bei denen zumindest der Versuch unternommen werden sollte, sie zu überwinden.
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am 13. Oktober 2010
Der Film beschreibt ein inzwischen immer weiter verbreitetes Phänomen: die Reichen siedeln in gut bewachten Arealen, geschützt vom eigenen Wachdienst. Die Verfolgung von jugendlichen Einbrechern, die hier einen Beutezug durchführen, findet auf drei Ebenen statt: die offizielle (Polizei), die eigene Bürgerwehr (Wachdienst) und eine Gruppe abenteuerlustiger Teenager. Die ersten beiden werfen sich gegenseitig Korruption vor - womit sie offenbar recht haben und sind meistens damit beschäftigt so viel wie möglich unter den besagten Teppich zu kehren. Die Sicherheit kann nur auf Kosten der Freiheit garantiert werden. Die Mehrheit der Anwohner setzt mit pseudo-demokratischen Mitteln eine Menschenjagd durch. Es herrscht Misstrauen und Angst und es entsteht ein rechtsfreier Raum mit Lynchjustiz, Lieblosigkeit und individueller Katastrophen. Nur Wenige erkennen das Unrecht und die Bedrohung der Freiheit und sind zu einer inneren Wandlung fähig. An der Sache selbst ändert das nichts.
Schockierend realistisch und deshalb sehenswert.
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am 7. September 2015
es tut mir leid, was hier preisgekrönt wurde ist mir schleierhaft.der film zeigt sicher auf daß es auf der welt eine zweiklassengesellschaft gibt aber das ist bitte nichts mehr neues.nicht nur in mexiko auch in anderen ländern wie brasilien oder in den meisten afrikanischen oder asiatischen ländern ist das so. auch die überbordende koruption ist in diesen ländern und nicht nur dort auch bei uns nicht weg zu reden.ich habe mir von diesem film viel mehr erwartet es gibt zu diesem thema viel besseres.ich sehe mir diesen film sicher kein zweites mal an..............
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am 31. Dezember 2011
Mexiko-Stadt. Es stürmt. Eine überdimensionale Werbetafel wird umgeblasen und reißt dabei ein Loch in die Mauer einer geschlossenen Wohlstandssiedlung. Drei Jugendliche eines Armenviertels dringen ein und werden von einer älteren Anwohnerin beim Einbruch ertappt. Dabei wird die Frau getötet. Die Hetzjagd beginnt.

Für mich ist "La Zona" auch als Metapher anzusehen.

Aussagen unerwünschter Personen werden bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, damit das eigene Weltbild wieder passt und man sich an diesen Personen physisch und / oder psychisch austoben kann. Laien erklären andere Laien zu Experten. Menschen machen sich von der Meinung anderer Menschen abhängig. Unfehlbarkeitsansprüche in blinder Selbstüberhebung. Der Rest wird mit Geld geregelt.

Es ist ja so angenehm für jene, die das Sagen haben ... bis ihre Machenschaften bei der nächsten Katastrophe auffliegen ... (und dann will "es" - wie immer - keiner gewesen sein oder zumindest hat "es" keiner "so" gewollt).

Dieser Film von Rodrigo Plá ist absolut sehenswert.
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am 22. Juli 2011
La Zona liefert eine düstere Aussicht zur Trennung von Wohlstand und Armut. Weltweit gibt es bereits genug Beispiele, dass diese Tendenz im Film bereits bittere Realität ist - Willkommen im 21. Jahrhundert.

Hier sind wir ja noch nicht ganz so weit wie in Lateinamerika etc.. aber mit den Zukunftsaussichten kann man sich mit La Zona ja schon mal anfreunden.

Für mich sind das knapp 5 Sterne
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am 14. November 2011
Dieser Film hat wirklich 5 Sterne verdient.
Er zeigt eine Menge Sozialkritik ohne aber dabei über's Ziel hinaus zu schiessen.
Lassen Sie sich auf diesen Film ein, er wird Sie mit nach Lateinamerika nehmen.
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