Kundenrezensionen


1 Rezension
5 Sterne:
 (1)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer schräger Jazz, 2. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Some Other Stuff (Rvg Serie) (Audio CD)
Wie auch Jackie McLean, so schaffte es der Posaunist Grachan Moncur, das Vokabular der Avantgarde mit dem des Hard Bop zu verknüpfen, sodass daraus eine neue, innovative, anspruchsvolle Art von Musik entstand, die jedoch nicht in die chaotischen Untiefen des Free Jazz abtauchte.

Moncurs zweites Album als Leader unterscheidet sich in der Besetzung von seinem Debut "Evolution". Nach drei Platten mit Jackie McLean am Altsaxophon und Bobby Hutcherson am Vibraphon (die beiden anderen sind Jackie McLeans "One Step Beyond" und "Destination Out!"), beschloss Moncur wohl, eine etwas andere Klangfarbe anzustreben und holte sich für dieses Album seine Freunde Wayne Shorter (Tenorsaxophon) und Herbie Hancock (Klavier) in die Band. Gemeinsam mit Schlagzeuger Tony Williams hatter er damit immerhin drei Fünftel des zukünftigen Miles Davis-Quintetts an Bord. Als Bassist holte er den jungen Cecil McBee, der in weiterer Folge einer der wichtigsten Free Jazz-Bassisten der späten 1960er/frühen 1970er Jahre werden sollte.

Wie auf den vorhergehenden Alben beschränkt sich Moncur mit seiner Band auf vier längere Kompositionen, deren Stärke weniger die technische Virtuosität als vielmehr das Schaffen atmosphärisch dichter Klangräume und Melodiestrukturen ist. "Some Other Stuff" ist dabei eine Spur spröder als "Evolution", öffnet sich aber nach mehrmaligem Hören ebenso, und ist wie sein Vorgänger ein wichtiges Werk der frühen Avantgarde.

"Gnostic" ist eine ominöse Komposition, die sich ständig zu entziehen droht, und mit oftmaligen Wechseln von Tempi und Dichte spielt, dabei stets explorativ bleibt und in seiner Abfolge von Düsternis und humorvollen Elementen eine fast Rumpelstilzchenhafte Atmosphäre verbreitet. "Thandiwa", ein afrikanisches Thema, ist eine schnelle Nummer mit zahlreichen Akkordwechseln, die die technische Versiertheit der Musiker demonstriert. "The Twins", Moncurs Neffen gewidmet, erinnert in seiner melodiösen Verspieltheit fast an ein Kinderlied. Den Abschluss macht "Nomadic", ein nahezu achtminütiges Schlagzeugsolo von Tony Williams, zu dem Moncur und Shorter ein clowneskes Thema spielen; zwischendurch hört man mal jemanden murmeln, im Raum herumstapfen und Notenblätter umblättern. Man ist gebannt wegen des Talents, das hier offensichtlich wird und ein wenig belustigt über die Schrulligkeit dieses Albums.

Ein wenig schräg, vielleicht nicht ganz so zwingend wie "Evolution", aber auf jeden Fall empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Some Other Stuff (Rvg Serie)
Some Other Stuff (Rvg Serie) von Grachan Moncur III (Audio CD - 2009)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen