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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es wurde Zeit...
...dass diese Geschichte endlich verfilmt wurde. Wer schon einmal vor der Nordwand stand und die Tragödie um die Seilschaften von Toni Kurz, Andi Hinterstoißer, Willi Angerer und Edi Rainer kennt, der fragte sich seit Jahren: Wieso wurde diese hochdramatische Geschichte noch nicht, mit neuer Technik, auf Zelluloid gebannt? Philipp Stölzl hat sich an die...
Veröffentlicht am 5. April 2009 von Thomas Knackstedt

versus
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn schon wahre Geschichte, dann bitte richtig!
Packendes Bergsteigerdrame in einer beeindruckenden Inszenierung mit tollen Schauspielern, aber leider einigen Schönheitsfehlern:
Wenn sich ein Regisseur eine wahre Geschichte vornimmt, dann sollte er auch ganz bei der Wahrheit bleiben und nicht Handlungen erfinden, verfälschen und Personen erfinden oder massiv abändern.

1. Andreas...
Veröffentlicht am 2. Januar 2011 von margret hale


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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es wurde Zeit..., 5. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
...dass diese Geschichte endlich verfilmt wurde. Wer schon einmal vor der Nordwand stand und die Tragödie um die Seilschaften von Toni Kurz, Andi Hinterstoißer, Willi Angerer und Edi Rainer kennt, der fragte sich seit Jahren: Wieso wurde diese hochdramatische Geschichte noch nicht, mit neuer Technik, auf Zelluloid gebannt? Philipp Stölzl hat sich an die Arbeit gemacht und mit Nordwand einen fast authentischen Film über die erste, europaweit in den Medien übertragene, Live-Katastrophe der Neuzeit gedreht.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Zeitungsvolontärin Luise Fellner(Johanna Wokalek). Im Dritten Reich, wir schreiben das Jahr 1936, fiebert das Land den Olympischen Spielen in Berlin entgegen. Fast gleichzeitig scheitern immer wieder Bergsteiger an der sagenumwobenen Eiger Nordwand. Die Wand, ständig ohne Sonnnenlicht, immer feucht und mit losem, gefährlichem Gestein versehen, gilt als unüberwindbar. Kein Wunder, dass das Regime, passend zur Olympiade, deutsche Helden präsentieren möchte, die diese Wand bezwingen. Der Berliner Reporter Arau(Ulrich Tukur) sucht genau diese Helden. Seine Volontärin Johanna, die aus Reichenhall stammt, kennt die beiden Gebirgsjäger Toni Kurz(Benno Fürmann) und Andreas Hinterstoißer(Florian Lukas). Beides, begeisterte Bergsteiger. Während der draufgängerische Hinterstoißer sofort Feuer und Flamme für die Idee ist, scheint dem besonnenen, nachdenklichen Kurz das Risiko zu groß.
Als die beiden jedoch erfahren, dass die Österreicher Edi Rainer und Willy Angerer, Freunde des nationalsozialistischen Regimes, den Aufstieg wagen, steigen auch Kurz und Hinterstoißer mit in das Rennen um den Gipfel ein. Das Medieninteresse ist gewaltig, als die beiden Seilschaften in den Berg einsteigen. Was dann passiert, das ist die Geschichte einer Tragödie, wie es sie in den Alpen seitdem nie wieder gegeben hat.

Stölzl hat sich sehr eng an die wirkliche Geschichte gehalten. Lediglich mit dem Einbau der Luise Fellner und ihrer Liebe zu Toni Kurz, die am Ende des Films den Mittelpunkt der Handlung einnimmt, hat er die Story kinotauglich ausgeschmückt. Das ist dann aber auch schon der einzige kleine Schwachpunkt der Verfilmung. Grandiose Bergaufnahmen, gepaart mit einer intensiven, atemberaubenden Geschichte und dem Gedanken, dass es sich so, oder so ähnlich, abgespielt hat, sind die Grundpfeiler des Films. Dazu brilliert Ulrich Tukur in der Rolle des Reporters Arau, bei dem man sich fragt, ob er Mensch oder Reporter ist. Fürmann und Lukas sind als Mimen absolut bergtauglich und Johanna Wokalek verbindet die Charaktere der Handlung. Wenn Kurz Hinterstoißer mit Graupensuppe bekocht, oder die beiden den Führergruß stets mit erhobener Hand und einem Servus quittieren, dann transportieren die beiden Schauspieler den Alpinismus der Kriegszeit perfekt. Am Berg wird Hinterstoißers Motto "Geht nicht, gibts nicht" zum zentralen Thema der Begegnung Mensch-Natur. Die Aufnahmen der Besteigung, in Verbindung mit der damaligen Ausrüstung und den technischen Schwierigkeiten, sind beeindruckend.

Nordwand verbindet eine schon fast dokumentarische Aufarbeitung einer Bergsteigertragödie, mit hollywoodtauglichem Kinomaterial. Das ist Philipp Stölzl fast perfekt gelungen. Der Zuschauer wird es ihm danken. Und wer noch nie vor der Nordwand gestanden hat, dem kann ich nur raten: Schauen sie sich das in Natura an. Sie werden niemals glauben, dass ein Mensch dort hinauf steigen kann!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn schon wahre Geschichte, dann bitte richtig!, 2. Januar 2011
Von 
margret hale (irgendwo zwischen Hamburg und München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
Packendes Bergsteigerdrame in einer beeindruckenden Inszenierung mit tollen Schauspielern, aber leider einigen Schönheitsfehlern:
Wenn sich ein Regisseur eine wahre Geschichte vornimmt, dann sollte er auch ganz bei der Wahrheit bleiben und nicht Handlungen erfinden, verfälschen und Personen erfinden oder massiv abändern.

1. Andreas Hinterstoißer starb schon beim Sturz und schnitt sich nicht selber vom Seil ab, wie es der Film erzählt.

2. Die Freundin Luise war in Wirklichkeit nicht vor Ort und spielte auch nicht die Rolle der "Drängerin", die Toni Kurz zu dem waghalsigen Vorhaben überredete. Sie ist in dieser Form im Film frei erfunden.

Warum Philip Stölzl diese Änderungen vornahm, ist mir unbegreiflich, bietet die tragische Bergsteigergeschicht doch genug dramatischen Stoff.

Ganz ehrlich, sowas stört mich ungemein, diese Mischung von Historischem und Fiktion, wenn aber gleichzeitig suggeriert wird, dass eine wahre Geschichte authentisch erzählt wird.

Ansonsten wartet der Film mit beieindruckend beängstigenden Bildern auf und einer Story, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt und jeden übertriebenen Ehrgeiz im sportlichen Bereich auf Schärfste verurteilen lässt.

Interessieren würde mich allerdings, ob der echte Toni Kurz, toll dargestellt von Benno Führmann, in Wirklichkeit auch der besonnene Mahner und vernunftbegabte Bergsteiger war, wie es uns der Film erzählt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen I ka nimmer, 21. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
Hier wurde eine der tatsächlich geschehenen bekanntesten Bergsteigertragödien von der Eiger Nordwand verfilmt. Spannend in der Handlung, mit tollen Aufnahmen ist diese Produktion für deutsche Verhältnisse recht gut gelungen um auch im Ausland wahrgenommen werden zu können. Das Ganze ist massen-und damit kinotauglich gemacht. Verpackt in eine Liebesgeschichte ist man zum Schluss des Films tief beeindruckt. Dazu noch tolle Aufnahmen vom Berg. Insofern bis dahin 5 Sterne.

Wenn man nun ein wenig recherchiert und nüchtern alles passieren lässt, fällt spätestens da der Umgang mit den damaligen Verhältnissen auf, der neuzeitlich "politisch korrekt" ausgelegt ist. Natürlich haben da die beiden Protagonisten als Gebirgsjäger keinen Sinn für den Zeitgeist des Nationalsozialismus, ganz im Gegenteil werden Nationalsozialisten als gesichtslose Dumpfbacken in die Rahmenhandlung mit eingebunden. Neben dem kommt man beim recherchieren schnell darauf, dass sich alles doch etwas anders zugetragen hat und dennoch nur so vor Spannung strotzt und eine tolle Geschichte hat. Warum also der Quatsch mit den Schweizer Bergrettern, die in Wahrheit nicht so einen schlechten Job machten, der zweiten Seilschaft aus Österreich, was fast beleidigend für diese ist und der dem Fräulein Wunder, was ohne jede Ausrüstung fast bis an ihren Liebsten in Not kommt im Schneesturm bei Nacht?
Und für alle die das lesen und nicht wissen, wieso der Titel "I ka nimmer" heißt, dies waren die tatsächlichen letzten Worte von Toni Kurz. Und da hätte er nur noch ein Messer am Seil hochziehen müssen um das Problem um den Seilknoten zu lösen was nicht durch den Karabinerhaken passte. Die letzten Aktionen vor seiner Rettung, wenn er nicht so erschöpft gewesen wäre.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ambitionierter film!, 4. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
ein toller authentischer bergfilm nach einer wahren begebenheit, realistisch, spannend, dramatisch (aber nicht überzogen pathetisch) ... einfach gut! vor allem die schauspieler bieten eine überzeugende leistung und die kulisse ist wunderbar. allein die schwarz-weiss zeichnung der nazizeit und vor allem die darstellung der zwei österreichischen bergsteiger kommt sehr klischeehaft und unsympatisch an. daher 4 sterne, aber auf jedenfall sehenswert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sie riskierten viel und verloren alles, 17. Juli 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
Die Geschichte des Films ist schnell erzählt: 1936 , im Jahr der Olympischen Spiel, soll die Eiger-Nordwand endlich bezwungen werden. Zwei Seilschaften wagen sich an der Herausforderungen. Was hoffnungsvoll begann, endet durch einen Weterumschwung für alle tödlich. Erst 1938 konnte die Eiger-Nordwand erklettert werden.

Das Schicksal von Toni Kurz und Andi Hinterstoisser hatte ich erst vor wenigen Wochen in einer älteren GEO-Ausgabe gelesen, demzufolge war mir die Geschichte und deren Ausgang bekannt. Ich war daher sehr gespannt darauf, wie die Geschichte und die Unberechenbarkeit des Berges auf Film gebannt worden ist. Um es vorweg zu nehmen: Ich war positiv überrascht über die Produktion. Mitreißende Naturaufnahmen, gute schauspielerische Leistungen und eine gelungene Umsetzung der Hintergrundsgeschichte.

Das Bonusmaterial ist insgesamt gut. Das "making-of" zeigt den Zuschauer wieviel Arbeit hinter der Entstehung eines Film steckt und läßt erahnen, mit was für Schwierigkeiten eine Filmcrew tagtäglich fertig werden muß. Ich hätte mir jedoch noch ausführlicheres Hintergrundmaterial zum Berg an sich gewünscht.

Insgesamt bewerte ich den Film mit 4 von 5 möglichen Sternen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen tolle Schauspieler, toller Film mit einem Schönheitsfehler, 7. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
Was hat man von der Nordwand nicht schon alles gehört, man mußte kein Alpinist oder
Bergsteigerfan sein, um sich an die Legenden zu erinnern.
Gestern war es also soweit, die DVD war geliefert und lachte mich sprichwörtlich an...
also war das Abendprogramm gefixt.
Was würde mich erwarten? Eine große Geschichte als deutscher Low-Budget???... oder Schauspieler,
den man dieses Wagnis nicht abnehmen würde?

Weit gefehlt!! Die Umsetzung, Ausstattung, visuellen Effekte und und und sind wirklich erste
Sahne und lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. In der Machart, Umsetzung muß sich der
Film nicht hinter anderen ausländischen und amerikanischen Produktionen verstecken! Bild und
Ton sind immer überzeugend!!
Noch mehr, die Hauptakteure sind ohne Ausnahme großartige Schauspieler und absolut überzeugend!
Ich gebe zu, zuerst konnte ich mir Benno Fürmann in dieser Rolle nicht vorstellen aber Respekt,
das war kein Statist vor einem Bluescreen! Das gilt auch für die weiteren Darsteller...ganz groß
Florian Lukas und Ulrich Tukur! Ich war/bin tatsächlich begeistert und werde den Film auch
Freunden empfehlen. Wirklich großes deutsches Kino!

Leider gab es aber auch ein paar Schönheitsfehler... und das an Stellen, die der Film und der
Stoff nicht nötig gehabt hätten:

1. Eine etwas undankbare Rolle hatte die wunderbare Schauspielerin Johanna Wokalek! Natürlich
spielt sie die Luisa toll aber sie ist eben der für diesen Kinofilm erfundene und fiktive,
in der tatsächlichen Geschichte nicht vorkommende Part. Ein paar Sequenzen erscheinen dann eben
etwas überzogen. Und diese Rolle ist das Bindeglied zu Punkt 2....

2. Den Film überzieht ein überflüssiger Schwarz/Weiß/Politisch/Korrekt Schleier über
die deutsche Vergangenheit. Sehr klischeehaft werden die Lager gezeichnet. Es läßt vermuten,
daß sich der Regiseur bereits im Vorfeld einer Verherrlichung der 1936er Jahre ersparen wollte
und so diesen Weg einschlägt.

Fazit: Ein großer deutscher Kinofilm! Fantastisch gespielt und hervorragend in Szene gesetzt!
Empfehlung an ALLE, die auf großes Dramenkino stehen!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nordwand (Blu-ray), 2. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Nordwand [Blu-ray] (Blu-ray)
Unter der Regie von Philipp Stölzl entstand 2008 das Bergsteigerdrama "Nordwand". Der Film erzählt die Geschichte der Berchtesgadener Bergsteiger Toni Kurz und Andi Hinterstoisser, die im Jahr 1936 aufbrachen, um als erste Seilschaft die Nordwand des Eiger zu bezwingen. Benno Fürmann und Florian Lukas spielen ihre Rollen sehr gut und vermitteln für einen Bergsteigerlaien wie mich in jeder Situation absolute Glaubwürdigkeit. Unterstützt werden Sie von Johanna Wokalek, Ulrich Tukur, Simon Schwarz und Georg Friedrich. Als Österreicher hätte ich mir im Sinne der Glaubhaftigkeit gewünscht, daß man die Salzburger Seilschaft auch in passender Mundart miteinander reden läßt (bei dem Rettungsteam aus dem Berner Oberland hat man das ja auch gemacht). Obwohl etliche Klischees massiv bedient werden, empfand ich den Film als sehr spannend und mitreißend. Den vielen internationalen Kritikern, die dem Film fahrlässigen Umgang mit der NS Thematik vorwerfen, kann ich mich in keinster Weise anschließen. Man sollte das Thema meiner Meinung nach nicht bei jeder Gelegenheit überstrapazieren. Das Bild ist grundsätzlich gut, hat allerdings in dunklen Szenen einige Schwächen. Darüberhinaus fehlt es manchmal deutlich an Schärfe. Der deutsche DTS-HD Ton ist äußerst gut gelungen und trägt maßgeblich dazu bei, daß man manchmal glaubt selbst in der Wand zu hängen. Die Extras sind in Ordnung, hätten aber bei diesem Thema etwas umfangreicher sein dürfen.

Film: 8/10
Bild: 8/10
Ton: 9/10
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter Film, aber keinesfalls dokumentarisch, 18. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
Ich war sehr gespannt auf den Film Nordwand und er hat mich weitestgehend nicht enttäuscht. Packend und realistisch wird der tragische Versuch der Besteigung dieser Wand dargestellt. Die Schauspieler sind hervorragend, das Setting wirkt sehr realistisch (im Gegensatz zu anderen Bergfilmen) und auch die Rahmenhandlung beinhaltet eine nicht uninteressante Kritik. Für den uninformierten Filmfan kann man den Film beinahe uneingeschränkt empfehlen. Im Gegensatz zu Filmen wie Vertical Limit bleibt auch die bergsteigerische Logik nicht auf der Strecke, was ich als sehr wohltuend empfinde. Allein der Alleingang der Fotografin und Freundin von Toni Kurz mit einem spontanen Biwak im unteren Teil der Wand ist etwas abstrus. Bis hierhin wären aber 5 Sterne drin gewesen.

Den Abzug muss ich allerdings ansetzen, da ich bei einem solchen Film wenig Verständnis dafür aufbringen kann, warum man nicht einfach (neben der erfundenen Rahmenhandlung) einfach die realen Geschehnisse abgebildet hat. Viele kleine Details stimmen einfach nicht und die Handlung hätte nicht darunter gelitten, wenn man sie einfach gelassen hätte. Einige Beispiele: Hinterstoisser und Kurz hatten Urlaub und waren nicht außer Dienst, das Verbot der Besteigung wurde erst nach dem Drama beschlossen, den Stein hat sich Angerer erst viel höher eingehandelt, die 2 Seilschaften haben sich schon vor dem Quergang verbunden, sie kamen nur bis zum Todesbiwak und nicht bis zum Bügeleisen, Hinterstoisser hat sich nicht das Seil selbst durchgeschnitten, usw.. Die wahre Geschichte hat soviel Wucht und Dramatik, dass man hier einfach bei den Fakten hätte bleiben können. Schade, weil dann wäre der Film wirklich perfekt geworden.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Groß inszeniert.., 8. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
..aber irgendwie hat mir etwas gefehlt.
Und dieses fehlende Etwas lag mit Sicherheit nicht an den Darstellern. Hier spielen nahezu alle wirklich absolut überzeugend. Gerade zum Finale hin brilliert nicht nur Benno Führmann mit seiner Rolle.
Es lag ganz klar auch nicht an den einzigartigen Kamerabildern oder dem Bombast-Sound. In diesen Punkten gibt es ganz großes Kino, das sich eindeutig nicht hinter internationalen Produktionen verstecken muss.
Jetzt hab ich's! Es hat nichts gefehlt. Es war etwas zu viel. Etwas zu viel Kitsch und Klischee (der beinharte Redakteur, der über Leichen geht und seine Praktikantin ins Bett kriegen will- na klar) und noch mehr Phantasie. Denn dass die Geschichte ja bekanntlich auf wahren Tatsachen beruhen soll, aber wie so oft nur der eigentliche Kern erhalten geblieben ist, finde ich persönlich sehr schade. Dass ich im Vorfeld keine Kentnisse über die zwei berühmten (?) Bergsteiger Toni & Andreas hatte, macht es auch nicht besser.

Mein Fazit: Eine gute Bergsteiger-Story, die in einmalige Naturaufnahmen verpackt und durch große Schauspieler getragen wurde, mich aber nicht gänzlich überzeugen konnte.

Alternativfilm: Am Limit
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich authentisch, mit verzeihbaren Schwächen, 20. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nordwand (DVD)
Dieser Film ist einer der besten deutschen Filme die ich kenne. Die bergsteigerischen Szenen wirken unglaublich authentisch, man kann als Zuschauer Kälte, Sturm und die Verzweifelung ungefiltert spüren. Insbesondere gegen Schluss, wenn Toni Kurz versucht sein Seil aufzutrennen und sich abzuseilen. Man spürt und sieht förmlich seine Erfrierungen(gute Maske !), da wirkt nichts steril und gekünstelt. (Man schaue sich mal z.B. Vertical Limit an, da weiss man wie steril und unnatürlich amerikanische Filme seien können). Das was Philip Stölzl schon im Videoclip 'Die Flut' vorgemacht hat, das Nachempfinden einer frühen Stummfilm Ästhetik, findet hier eine gewisse Fortsetzung und Höhepunkt. Wirkliche 5 Sterne !

Ulrich Tukur spielt brilliant, alle anderen auch. Der einzige Wermutstropfen des Films ist nicht die eingebaute Liebesgeschichte an sich, sowas braucht so ein Film. Und so ein Film muss auch nicht 100% exakt sein. Aber für den unsäglichen Einfall, mal eben die 'Luise' am Berg rumkraxeln zu lassen und eine Nacht in der Wand verbringen zu lassen (Hallo, wir reden die ganze Zeit von der Eiger Nordwand, liebe Leute !!!), gehören die Verantwortlichen geprügelt. Also wirklich unfassbar blöd.

Trotzdem mag ich noch 5 Sterne geben, weil die Authentizität, Ästhetik, Ausstattung und schauspielerische Leistungen alles wieder gut machen. Sehenswert !
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Nordwand
Nordwand von Benno Fürmann (DVD - 2009)
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