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Kundenrezensionen

5
4,4 von 5 Sternen
Idomeneo (+Dvd Making of)
Format: Audio CDÄndern
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Mai 2009
Idomeneo steht im Schatten späterer Opern von Mozart. Eine opera seria- von Mozart, gewiss, aber die Meisterwerke sind doch die Entführung, Cosi ,Figaro oder Zauberflöte.

Jacobs räumt mit dem Vorurteil auf, es liege an den Textbüchern für solche Opern."Es gibt jetzt das Fach Librettologie das heißt das Libretto wird als solches studiert und nicht nur als Vorlage zu einer Komposition. Im Falle von Mozarts "Idomeneo" hieß es zum Beispiel immer, das sei ein schlechtes Textbuch. Solche Klischees können durch intensives Studium des Textbuches und seines Dichters relativiert werden. Sicher, das "Idomeneo"-Libretto ist zu lang, aber man kann nicht pauschal sagen, dass es schlecht ist. Jedenfalls werden wir durch eine intensivere Beschäftigung mit dem Libretto auch noch zu anderen musikalischen Interpretationen kommen"
Den Idomeneo gut wiederzugeben erfordert nicht nur gute Solisten. Keine Oper wie diese weist dem Chor eine so prominente Rolle zu.

Speziell unter diesem Aspekt war bisher als einzige die Aufnahme von Gardiner adäquat.

Die aktuelle Kritik zu dieser Aufnahme."Richard Crofts weicher Tenor zeichnet Idomeneo als anrührend-labilen Anti-Helden, während Bernarda Fink als Idamante von der ersten Arie an alle Qualitäten des künftigen Königs spüren lässt. Das helle, jugendliche Sopran-Timbre von Sunhae Im als Ilia atmet Unschuld und Opferbereitschaft, während die Elettra von Alexandrina Pendatchanska in ihrer kalten und düsteren Strenge alle Abgründe der Rolle bloßlegt. René Jacobs hat die Musik so komplett eingespielt, wie sie Mozart ursprünglich konzipiert hatte. Grundlage bildete dabei eine eigens für diese Produktion vom Bärenreiter-Verlag erstellte Partitur, unter Berücksichtigung aller autographen Quellen. Auch deswegen setzt dieser (sogar aufnahmetechnisch rundum großartige) Idomeneo einen Maßstab, der wohl so schnell nicht mehr überboten werden kann und wir"

Die Sänger bei Jacobs sind gut, aber nicht herausragend.Oftmals beschäftigt er ja jüngere, nicht so bekannte Kräfte ( nicht Bernada Fink, die hat bereits viel Zustimmung erfahren). Aber die Sänger-Riege bei anderen Produktionen ist durchaus renommierter.

Sein Chor, der Rias-Kammerchor ist hervorragend. Nicht besser allerdings als der Monteverdi-choir, dem ich mehr Homogenität, bei diesem Stück auch Virtuosität zugestehen würde.

Warum also Referenz ?

Es ist wieder einmal Jacobs selbst. Was er aus einem Orchester herausholt- es ist das Freiburger Barockorchester, eines der besten auf diesem Gebiet-aber , was er aus diesem Orchester herausholt, ist umwerfend.Obwohl man das Stück kennt, auch gute Aufnahme, neben der Genannten von Gardiner auch Norrington von den Salzburger Festspielen,werden so viele neue Aspekte hervorgeholt. Man glaubt, man hört das Stück zu ersten Mal.Das sind beglückende Erlebnisse, die gar nicht hoch genug bewertet werden können.Jacobs schafft es immer wieder, selbst sehr bekannte Stücke in einem neuen Licht erscheinen zu lassen und damit Maßstäbe zu setzen, die schwer zu toppen sind.
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dem neuen Idomeneo kommt insofern besondere Bedeutung zu, als es die erste ungekürzte Studioaufnahme dieses Werks auf Originalinstrumenten ist. Doch die alte Gardiner-Aufnahme, die aufgrund der Livesituation klanglich und technisch einige kleine Mängel hat, bleibt nach wie vor Referenz. Das liegt nicht an der Instrumentalisten- und Sängerriege, die der Gardiners gleichwertig, in der Titelpartie durch den makellosen R. Croft sogar überlegen ist, nein es liegt wieder einmal an den unverständlich eigensinnigen Freiheiten, mit denen René Jacobs in Mozarts Partitur eingreift. An das muntere Fortepiano-Geklimpere hat man sich bei ihm (fast) schon gewöhnt, nicht aber an so unnötige Dinge wie eine überlaute große Trommel als lächerlichem Donnerersatz in der ersten Elektraarie oder im grandiosen Schlusschor des zweiten Aktes, dem dazu noch willkürlich dramatisch absolut kontraproduktive Decrescendi beigefügt werden, in denen eine Windmaschine grotesk aufheult. Damit hat Jacobs ähnlich wie in seinem "Don Giovanni" den Höhepunkt der Oper gründlich verpatzt- und das ärgert einen! Musikalisch völlig unsinnig sind ebenfalls die total überladenen Verzierungen in Idamantes Auftrittsarie, bei denen sich die stimmlich wohl leicht über ihren Zenit geschrittene Bernarda Fink sichtlich unwohl fühlt oder das völlig überdrehte Tempo der ersten Elektraarie, bei der die Sängerin kaum mit Atmen und Deklamieren nachkommt. Unverständlich auch, warum die Allegro überschriebene Ouverture recht behäbig daherkommt, während Idomeneos Bravourarie (mit Allegro maestoso bezeichnet) um ein vielfaches geschwinder musiziert wird. Der meiner Ansicht nach gravierendste Eingriff in den Notentext passiert aber leider ausgerechnet bei Elektras furioser Wahnsinnsarie: Mozart wußte genau, warum er das diabolische Lachen kurz vor Schluß zweimal hintereinander komponierte. Jacobs aber läßt statt der Wiederholung der Staccatotonleiter beim zweiten Mal einfach ein ausgehaltenes hohes C singen, wodurch die perfekt getimte Wirkung dieser Stelle beim Teufel ist, ganz abgesehen davon, dass eine derartige Abwandlung des originalen Materials rein gar nichts mit historischer Verzierungstechnik zu tun hat!
Solche Dinge sind sehr schade, denn immer wieder gelingen wundervolle Momente, so das geniale Quartett im 2. Akt , die extrovertierten Chorszenen oder herrliche Ruhepunkte wie die zweite und dritte Iliaarie, die man nun endlich ohne störende Nebengeräusche genießen kann.
Insgesamt schwankt meine Bewertung zwischen 3 und 4 Sternen, passt aber wegen der ausgezeichneten Sänger, des hohen editorischen Wertes und der wie immer bei Harmonia Mundi exzellenten Bookletausstattung (interessanter und profund rechcherchierter Essay des Dirgenten) mit Bonus-DVD besser in die höhere Kategorie.
Nach wie vor aber bleibt Gardiners fast 20 Jahre alter Idomeneo erste Wahl.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Mai 2009
Bezüglich allem, was wann und wie auch immer an dieser Aufnahme kritisiert wird, möchte ich nur eines - meiner Meinung nach - klarstellen:

Jacobs legt uns immer wieder die Mozart-Opern ohne 19. Jahrhundert vor(ohne jegliche Fehldeutungen, Fehlinterpretationen oder dem schrecklichen "romantischen Touch") und das ist gut so! Wenn man bedenkt, dass Mozart seine Ideen und Fantasien aus Opern der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und nicht etwa aus Werken von Wagner, Verdi oder sonst wem holte, sollte den (Mozart-)Einspielungen von Jacobs mehr Wert zukommen als dies schon immer seltener der Fall ist!

Ohne Jacobs hätte so mancher Mozart-Fan immer noch die total falsche Sichtweise eines Don Giovanni oder vl sogar des Idomeneo!?

Diese Aufnahme ist jedenfalls wärmstens zu empfehlen, nicht nur wegen der tadellosen Besetzung; nein auch wegen dem - wie gewohnt - luxurös ausgestatteten Box-Set! Jacobs ist und bleibt ein Revolutionär der "Alten Musik-Szene".
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10 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2009
René Jacobs folgt strikt seiner im Beiheft ausgeführten Interpretation.
Er gibt den Rezitativen mehr Raum und glaubt damit der Opera Seria zu mehr Leben zu verhelfen. Das Resultat ist, dass aus Accompagnato- Rezitativen Secco-Rezitative werden und die Secco-Rezitative werden noch trockener als sie schon sind, und manche Arien gehen am Ende in Sprechgesang über.
Idomeneo ist in Jacobs Augen eine feige Figur, und er sucht sich den dazu passenden Sänger aus. Ricard Croft klingt so fade, weil er ja ein Feigling ist, sodass er nie irgendwann zupackend Gefühlsausbrüche zeigen kann.
Überhaupt, der Enthusiasmus, den man in anderen Interpretationen bei den Rollen Idomeneo, aber vor allem bei Idamante finden konnte, suche ich hier vergebens. Bernarda Finks Stimme ist weder charakteristisch (Bartoli, Trudeliese Schmidt würde ich sofort erkennen, Fink nicht) noch ziegt sie Emphase. Man höre sich die ihr rein technisch unterlegene Trudeliese Schmidt bei Harnoncourt an !
Alexandrina Pendachanska war zuletzt eine stete Grösse in Jacobs Aufnahmen, aber ihre Stimme klingt ausgetrocknet, vor allem ihr Abgang im letzten Akt bleibt sie im Vergleich zu ihren Rollenvorgängerinnen (Varady, Felicity Palmer im Supplement zu Harnoncourts Aufnahme, Udovic, Moser) vieles schuldig.

Schlimmer noch das Fehlen der Atmosphäre in den im Idomeneo so wichtigen Chorszenen.
Ich komme beim Erscheinen jeder neuen Idomeneo-Aufnahmen nicht umhin, die alte Pritchard-Aufnahme (EMI) von 1956 (Lewis, Simoneau, Jurinac, Udovic) aufzulegen, die mir das Geheimnisvolle dieses Werkes immer noch am besten vermittelt. Von den 'historisierenden' Aufnahmen ist mir immer noch Harnoncourts Pionierarbeit am liebsten, auch wegen der Sänger (Palmer, Schmidt, Hollweg), trotz mancher Unzulänglichkeit.

Ich hätte mir mehr von Jacobs erwartet, vor allem mehr Spannung.
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am 23. Februar 2014
Richard Croft, René Jacobs und die weiteren machen das wirklich ganz hervorragend!
Es ist dies unter allen Aufnahmen meines Erachtens eine Referenzgröße.
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