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am 24. Juni 2009
Der Spielfilm handelt vom Leben von Marcel Reich-Ranicki, der trotz seiner schrecklichen Erlebnisse während der Nazi-Diktatur nicht die Liebe und den Glauben an die deutsche Kultur und Sprache verloren hat. Mit seiner intelligenten und kreativen Schlagfertigkeit überlebt Marcel Reich-Ranicki diese "menschenverachtende" Zeit der deutschen Geschichte. Es macht mich persönlich betroffen, wenn der Vater von dem kleinen Marcel Partei für das deutsche Volk ergreift, indem er auf die Dichter und Denker der Deutschen hinweist (Schiller, Goethe, Kant usw.), und wegen seines jüdischen Glaubens im Konzentrationslager umkommt. Ein beeindruckender Spielfilm, der mich beschähmt und zugleich wütend auf diese Vergangenheit Deutschlands gemacht hat. Marcel Reich-Ranikis hat trozdem seine Passion für die deutsche Sprache nicht verloren und blieb nach dem zweiten Weltkrieg weiterhin in Deutschland! Diese Biographie hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt.
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Dem von mir hochverehrten Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki begegnete ich in den späten 1980ern das erste Mal und zwar an einem Freitag vor einem ersten Adventssonntag auf dem Bahnsteig des Frankfurter Hauptbahnhofs, auf dem die Reisenden enerviert auf einen ICE nach München warteten.

Ich beobachtete Reich-Ranicki, der einen hellbraunen Wintermantel mit breitem Gürtel trug und auch Menschen, die der Literatur nicht nahestehen durch seine elegante Erscheinung auffiel. Gerne hätte ich ihn damals angesprochen, um meiner Bewunderung für ihn und seine eloquenten Kritiken Ausdruck zu verleihen. Doch ich wagte nicht, ihn in seiner Selbstversunkenheit zu stören. Er war, man sah es, mit seinen Gedanken weit weg und ich vermutete er war bei Heinrich Heine, denn er schmunzelte kaum merkbar, wie ich aus dem Augenwinkel entdecken konnte.

Etwa 10 Jahre später schickte ich ihm meine erste Rezension, die ich in meinem Leben vor den Amazon-Rezensionen verfasst hatte und erhielt daraufhin kommentarlos per Post zwei Karten für die Buchvorstellung seiner Autobiographie in den Räumen der Frankfurter Goethegesellschaft am Goethehaus. Die Verfilmung dieser Autobiographie möchte ich heute rezensieren. Der Literaturkritiker berichtete damals so packend aus seinem Buch, dass ich es natürlich sofort zu lesen begann und sehr schnell begriff, weshalb ihm kein anderer Literaturkritiker das Wasser reichen kann: Es ist seine berührende Vita, sind die Brüche in seinem Leben, das Leid, das ihn in jungen Jahren umgab und der unbedingte Wunsch dieses Leid zu überleben, was nur durch die Liebe zu seiner Frau und der großen Liebe zu Büchern möglich war.

Marcel Reich-Ranicki füllte sein Inneres mit Schöngeistigem auf, um die Hässlichkeit der Nazis ertragen zu können. Er befasste sich mit Kultur in einer Weise, wie Kritiker in unserer schnelllebigen Zeit der vielen Sinneseindrücke nicht in der Lage und wohl auch nicht bereit sind, diese sich hart zu erarbeiten. Ein kulturelles Leben ist letztlich immer auch ein klösterliches, ein abgeschiedenes Leben, ein Leben in der Welt der Worte, der Bilder und der Noten.

Ich sah Reich-Ranicki noch weitere drei Male, während er in Mainz, in Wiesbaden und in Frankfurt über Bücher sprach und war immer wieder von seiner Wortgewalt und von seiner tief empfundenen Liebe zum Buch begeistert. Diese Liebe zum Buch kommt auch im vorliegenden Film zum Ausdruck, der mich übrigens zu Tränen gerührt hat.

Der Film endet mit einer Szene, die am Frankfurter Hauptbahnhof ihren Anfang nimmt. Man schreibt das Jahr 1958. Reich-Ranicki kommt in Frankfurt an, wird, wie man einer schriftlichen Einblendung entnehmen kann, vier Wochen später als Literaturkritiker bei der FAZ schreiben und lebt seither, mittlerweile im 92. Lebensjahr schreibend in der Mainmetropole.

Das Werk des Regisseurs Dror Zahavi zeigt nicht das ganze Leben dieses Wahl-Frankfurters, sondern die Filmhandlung befasst sich mit seiner Kindheit, seiner Jugend und den Jahren seiner Lebensbrüche, die möglicherweise die Voraussetzung für den späteren Erfolg darstellten.

Die Handlung beginnt mit einer Verhörszene im Jahre 1949 in Warschau. Reich-Ranicki (Matthias Schweighöfer), der beim polnischen Geheimdienst seit Kriegsende gearbeitet hatte, wird vom Dienst suspendiert und berichtet von seinen zurückliegenden Jahren. Geboren in Polen als Sohn einer deutsch-jüdischen Mutter und eines polnisch-Jüdischen Vaters erlebt er schon als Kind in der Schule in Polen Ausgrenzung. Seine Mutter (Maja Maranow) macht ihrem hochbegabten Sohn schon früh klar, dass er als Jude viel besser sein muss als die anderen, um im Leben Erfolg zu haben. Auf ihr Betreiben gelangt Reich-Ranicki nach Berlin zur mütterlichen Verwandtschaft, um sich mit der deutsche Kultur vertraut und in Berlin auch Abitur zu machen.Reich-Ranicki ist ein hervorragender Schüler, liest zu diesem Zeitpunkt ununterbrochen, geht ins Theater und taucht tief in die Welt der Schöngeistigkeit ein.

Im Film gibt es Einblendungen, nachdem man zuvor nicht nur durch die Filmhandlung, sondern auch durch die Klänge von Chopin die bunte Geisteswelt Reich-Ranickis zu erfassen begonnen hat. Plötzlich sieht man Originaldokumente, die Hitler und seine Schergen zeigen, sieht Bücherverbrennungen und assoziiert das Gesehene mit Heines berühmter Sentenz, die sich, wie wir alle wissen, wenig später im Nazi-Deutschland bewahrheitet hat.

Reich-Ranicki darf trotz bester Noten in Deutschland nicht studieren, wird nach Polen abgeschoben. Hier lernt er seine Ehefrau Theofila kennen, deren Vater sich wenige Minuten zuvor erhängt hatte. Reich-Ranickis Mutter bittet ihren Sohn sich um das trauernde Mädchen zu kümmern und dieser tat es bis zu ihrem Lebensende im letzten Jahr.

Ab 1940 lebte Reich-Ranicki im Warschauer Ghetto und arbeitete dort zunächst als Übersetzer. Er heiratete Theofila und rettet ihr dadurch das Leben.

Im Film erlebt man schreckliche Szenen, die den Größenwahn der Nazischergen zeigen, die sich in ihren Uniformen sehr stark fühlen. Man kann sich einen Eindruck von ihrem Sadismus und ihrer Freude, Juden zu demütigen, machen. Von den 400 000 Juden im Warschauer Ghetto werden die meisten in das Konzentrationslager nach Treblinka verbracht und dort ermordet. Reich-Ranickis Eltern sterben in diesem Vernichtungslager, sein Bruder wird in einem Arbeitslager erschossen.

Reich-Ranicki und seine Frau überleben, weil ein mitfühlender polnischer Schriftsetzer beide versteckt hatte. Diese Szenen im Haus des Schriftsetzers berührten mich besonders, weil sie dokumentieren, dass selbst in dieser furchtbar bedrohlichen Situation, Reich-Ranicki noch immer von der Kulturwelt beseelt war.

Dass er nach der Befreiung aus Dankbarkeit bei der polnischen Geheimpolizei arbeitete, kann ich gut nachvollziehen, dass dies aber nicht seine Welt war, ist sofort erkennbar, denn seine Welt war und ist das Buch, dem er seit 1958 an Goethes Geburtsort und anderenorts huldigt und dem gegenüber er sich stets fair verhalten hat, auch zu Zeiten, wo ihm das beinahe das Leben gekostet hat.

Ein beeindruckender Film, mit vielen Facetten, den ich allen empfehle, besonders jenen, die glauben diesen großen Kritiker beerben zu können. Das wird keinem gelingen, denn Marcel Reich-Ranicki ist einzigartig.

Matthias Schweighöfer hat die Rolle des großen Literaturkritikers mit Bravour gespielt.
Laufzeit ca. 91 Minuten
Bild 16,9 (anamorph codiert)
Ton: Deutsch -Dolby Digital 5.1
Regionalcode: 2
Produzenten Katharina M. Trebitsch, Benjamin Benedikt
Regie: Dror Zahavi
Buch: Michael Gutmann

Sehr empfehlenswert.
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am 18. Oktober 2013
Das Marcel Reich-Ranicki als Kritiker ecken- und kantereich war ist den meisten bekannt, dass er ein Deutschland durchlebte in dem er kuschen musste und jede Kritik Lebensgefahr bedeutet hätte verdeutlicht dieser Film, entstanden anhand Reich-Ranickis lebensabendlicher Biografie. Aus Liebe zu Sprache und Kultur, anders ist Reich-Ranickis Leben nach dem dritten Reich in Deutschland nicht zu erklären. Auch dieser Reichtum Deutschlands, der heute immer weniger Beachtung findet, wird im Film mit Schweighöfer deutlich.
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am 19. Dezember 2015
Dass der Kinofilm seinerzeit von den Kinokritikern nur mit 3-4 Sternen bewertet wurde, konnte ich nachvollziehen. Als ich den Film vor ein paar Jahren im Kino gesehen habe, war ich ausgesprochen berührt vom Schicksal des Herrn Reich (Ranicki) und seiner Frau, aber auch von der Art der Erzählung ansich. Ich finde, dass es ein MUSS ist, diesen Film anzuschauen.
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am 4. November 2013
Ich kannte die Biographie von Marcel Reich-Ranicki noch nicht. Habe den Film zufällig entdeckt... ein Glückstreffer. Die Lebensgeschichte wurde in einen wunderbaren Film verpackt und schauspielerisch brilliant umgesetzt. Das ist wirklich mal wieder ein sehenswerter deutscher Kinofilm, sehr ergreifend, und spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Am liebsten würde ich 6 Sterne vergeben!
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am 31. Dezember 2010
Mit "Mein Leben" bekommt der Filmliebhaber ein klassisches und tragisches Biopic über das Leben des berühmtesten deutschen Literaturkritikers geboten. Eindringlich und präsent wird das Leben Marcel Reich-Ranickis hauptsächlich vor und während des Zweiten Weltkriegs gezeigt und wie er sich und seine Frau vor dem KZ retten konnte und das Warschauer Ghetto nur durch Zufälle überlebte, während die restlichen Familienmitglieder im KZ umgekommen sind.
Der Film zeigt besonders gut wie wesentlich die Literatur Überlebenspotentiale in den stets gefahrvollen Situationen verfügbar machte und wie sehr Marcel Reich-Ranicki durch seine Bildung in der Lage war aus bedrohlichen Momenten Hoffnung zu schöpfen, Mut für Andere zu generieren oder eine Wendung herbeizuführen. Nicht selten zitiert er klassische Texte und leitet daraus Handlungsmaximen ab, die ihm helfen schwierige Situationen zu meistern. Durch das Erzählen der gelesenen Geschichten der Weltliteratur schafft er oftmals Freiräume in Zeiten der Not und Ausweglosigkeit. Dieses Motiv erinnert an Erzählungen in der ebenfalls die Beherrschung einer Kunst bzw. Kunstform den Protagonisten vor dem Holocaust bewahrt, so wie es in dem sich von der Sache recht ähnlichen Werk von Roman Polanski "Der Pianist" gestaltet. Auch dort rettet das Talent im Zusammenspiel mit einem Häufchen glücklicher Fügungen dem Verfolgten das Leben. Parallelen sind bei den beiden Filmen kaum zu übersehen.

Alles in allem spielen die Schauspieler sehr überzeugend, auch wenn Matthias Schweighöfer manchmal zu wenig aus seiner eigenen Haut fährt (man merkt einfach immer zu sehr, dass er es ist, was mir persönlich zu markant für diese Rolle erscheint.)
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am 10. April 2009
Ich habe eben die Fernseh-Ausstrahlung des Films auf ARTE gesehen und bin tief bewegt: In 90 Minuten werden die wichtigsten Weichenstellungen in Reich-Ranickis Leben gezeigt, werden Trauer, Tragik und auch Glücksmomente nacherlebbar gemacht, werden Bilder geschaffen, die zweifellos lange nachwirken werden.
Reich-Ranickis Biografie wird mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt, wirkt in jeder Phase authentisch und steigert sich nicht zuletzt durch das intensive Spiel von Matthias Schweighöfer und Katharina Schüttler zum bewegenden, ja erschütternden Erlebnis.
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am 26. Juni 2011
Die ca. 90minütige Story beginnt um das Jahr 1950 herum, als Reich-Ranicki wegen ideologischer Entfremdung vom polnischen Geheimdienst und der kommunistischen Partei entlassen und zunächst verhört wird (er stellte als Vize-Konsul der polnischen Botschaft in London einem Verwandten ohne Erlaubnis ein Visum aus). Sein Leben lässt man im Rahmen dieses Verhörs für den Zuschauer Revue passieren.

Man verzeiht Ranicki seinen Starrsinn und sonstige Zickereien angesichts dieser heldenhaften Überlebensgeschichte, die höchsten Respekt verdient. Er hat nie studiert bzw. studieren dürfen, hat im Laufe des weiteren Lebens jedoch mehrere Literaturpreise, Ehrendoktortitel und Professuren erhalten.
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am 6. Juli 2013
Schweighöfer brilliert als ernsthafter Schauspieler. Ein packender Film der sowohl für Gänsehaut als auch für Tränen in den Augen sorgt. Hier wird die Geschichte einmal aus der Perspektive der Opfer gezeigt. Ich war zu Tränen gerührt und habe den berühmten Medienkritiker mit anderen Augen gesehen nachdem ich seine Geschichte so brilliant gespielt gesehen habe. Ein absolutes Muß für Schweighöfer Fans.
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am 2. März 2014
Dieser Film ist bedrückend. Nicht, weil er gewisse dramatische Momente hat. Nein, es ist kein Film, sondern eine Autobiografie. Dessen muss man sich jede Minute bewusst sein. Manchmal erschlägt einem die Wucht des Filmes fast.
Matthias Schweighöfer, aber auch Katharina Schüttler spielen es mit solch einer Ernsthaftigkeit und trotzdem so viel Gefühl... Eine bemerkenswerte Leistung.
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