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26
4,3 von 5 Sternen
Insurgentes CD+DVD AUDIO
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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Mai 2009
Wenn Sie irgendwo den Namen STEVEN WILSON aufschnappen, dann können Sie sich zweier Dinge absolut sicher sein: Sie werden erstens hochklassige Rockmusik hören und diese (zweitens) in brillanter Audioqualität.

STEVEN WILSON, Brite, Mastermind der Bands PORCUPINE TREE, NO-MAN, BLACKFIELD, BASS COMMUNION und I. E. M., begabter Gitarrist, Keyboarder, Sänger, Soundtüftler und Produzent (u. a. bei OPETH, MARILLION oder FISH), grast auch bei seinem ersten Solo-Album in diversen musikalischen Revieren und liefert mit INSURGENTES eine repräsentative Werkschau seiner vielen, oben genannten musikalischen Projekte ab. Und somit entzieht sich auch die Musikrichtung eigentlich jeder Schublade. Ich würde INSURGENTES als Art-Rock bezeichnen in bester Tradition von z. B. PINK FLOYD, die den meisten ihrer Alben meist ein Konzept zu Grunde legten, dem sich die musikalische und instrumentale Umsetzung immer unterordnete.

Insofern würde ich auch INSURGENTES als Konzept-Album bezeichnen, weil die Stimmung in sich geschlossen ist - bei aller Verschiedenheit der Stile - und weil kein Lied irgendwie unpassend wirkt. Dabei verwirklicht WILSON einmal mehr seine musikalische Vision, ohne sich an massentaugliche Hörgewohnheiten anzubiedern, und damit erfreut er das Herz jedes Prog-Rockers und jedes Suchers nach musikalischen Träumen.

Perfekt fügt sich eingängiger Poprock (HARMONY KORINE) ins Konzept ein zusammen mit anrührenden Balladen (VENENO PARA LAS HADAS und INSURGENTES), treibendem Prog (SALVAGING), Jazz-Metal (NO TWILIGHT WITHIN ...) und anderen Titeln, die ich stilistisch so gar nicht zuordnen kann. Die Grundstimmung ist (dem Cover entsprechend) düster, melancholisch, traurig, mal in gefühlvoller Zartheit, mal bedrohlich, mal fast morbide, dann geht wieder ein hoffnungsvolles Licht auf, untermalt von einem Orchester, und dann wieder schnappt hinterhältig eine böse E-Gitarre nach der Seele ... das Ganze ist gewaltig, emotional und am überzeugendsten in seinem breitflächigen Entwickeln von Stimmungen - weniger in progressivem Gefrickel oder atemberaubender Filigranität.

INSURGENTES ist in sich perfekt und eine Kaufempfehlung für jeden, der sich gerne auf musikalische "Soundtracks" einlässt und sich dabei nicht um irgendwelche Schubladen schert.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2009
Einen grandioseren Einstieg für Steven Wilsons Solo-Platte, als die melancholisch-rockige Single-Auskopplung "harmony korine", könnte man sich wohl kaum wünschen. Diese Nummer würde sich jederzeit auch auf Porcupine Tree-Alben wie "Deadwing" heimisch fühlen -- ein gemeiner, kleiner Scherz, den sich Hr.Wilson da mit den Erwartungen seiner Fans erlaubt, so könnte man meinen. Denn derart eingängig und hitverdächtig wird es hernach nicht mehr.

"Insurgentes" ist eines dieser schwierigen Alben, deren Potential und versteckte Qualitäten sich erst allmählich offenbaren, die einem mit jedem Durchhören mehr und mehr ans Herz wachsen. Das Tempo der meisten Nummern ist gemäßigt, die Stimmung beinahe durchgehend beklemmend, nur gelegentlich unterbrochen von zaghaft hoffnungsvollen Tönen. Musikalisch zieht Wilson alle Register, kein Stück klingt wie das andere, und nicht selten entwickeln sich die Songs in überraschende Richtungen: "no twilight within in the courts of the sun" schlägt, nach einem improvisiert-jazzig anmutenden Anfang (für meine Ohren dem akustischen Äquivalent von, sorry, Verdauungsstörungen), etwas - im besten Sinne - konventionellere Töne an und stimmt mich damit prompt wieder versöhnlich. Im fast schon romantisch klingenden "Significant Other" begeistert Gast-Vokalistin Clodagh Simonds im Duett mit Wilson. In "Abandoner" wird eine zärtliche Melodie unvermittelt von brutalem White Noise-Geschramme verstümmelt, ein dramaturgisches Element, das Wilson gekonnt - in ähnlicher Form - auch an anderer Stelle einsetzt. Andere Tracks, wie die düstere Gitarrennummer "only child" oder das stille, herzzereißend schöne Klavierstück "insurgentes" kommen ohne übermäßig viel Schnick-Schnack aus und reihen sich doch wunderbar ins Gesamtbild.

Würde die Stimmung nur ein, zwei Male etwas aufgelockert werden von schnelleren, rockigeren Nummern im Stil des Openers, eine Höchstwertung meinerseits wäre dem Album sicher. So vielseitig und großartig, so wunderschön "Insurgentes" zuweilen klingen mag, so sehr bleibt es ein schwieriges Vergnügen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Februar 2009
... Korine, heißt der erste von 10 Titeln des ersten, 55-minütigen Soloalbums von Steven Wilson. Der Song besticht durch exzellenten Gitarreneinsatz, super Drums, interessanten Harmoniegesang und einen kraftvollen Refrain. 10 Sterne dafür, wenn es so viele zu verteilen gäbe.

Insurgentes bleibt aber nicht so harmonisch oder eingängig. So gelungen das Album auch ist, so schwierig wird es streckenweise. Insurgentes ist eine Wilson-Werkschau, die man mehrmals hören sollte. Neben eingängigem Rock a la Porcupine Tree und ruhigen, pianounterlegten und teils sphärischen Nummern (Veneno Para Las Hadas) im Stil von No-Man finden sich schleppende Progabschnitte, die erst in Vangelishafte Streicher mit Spieluhrmelodien münden und dann krachig experimentell enden (Salvaging). Ungewöhnlich, aber fraglos gut gemacht.

Ganz anders klingt es wieder in Twilight Coda, einem sehr ruhigen, aber spannenden Instrumental, das auf Akustikgitarre vor sphärischem und mit Effekten hinterlegten Background setzt. Zum Ende hin mischt sich ein Piano darunter, das dann im nachfolgenden Track, Get All You Deserve, den leisen Auftakt bestreitet. Später mischen sich kurze E-Gitarren Riffs darunter, bevor es dann apokalyptisch endet und in den Schlusstrack Insurgentes mündet- einen erneut pianounterlegten Track mit schwermütiger Akustikgitarre und erstklassigen Vocalharmonien.

Zwischendrin gibt es auch mal Prog-Gitarren-Jazz mit Headbanging-Elementen und akustischer Ruhe mittendrin (No Twilight Within The Courts Of The Sun), Akustikgitarre auf minimalistischem Elektrohintergrund (Abandoner) und richtigen Lärm (Abandoner und Significant Other) zu hören. Das alles wird mit jedem Hören schlüssiger, kompakter und besser. Toll gemacht.

Kurzum: Insurgentes ist vielschichtig. Das Album lässt alles hören, was Wilson bis dato kann und zeigt auf, was vielleicht noch kommen könnte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. März 2013
...ist Steven Wilson. Der könnte auch am offenen Klofenster eine Stunde Kinderlieder auf dem Kamm blasen, ich würd's immer noch toll finden und mir die CD kaufen. Insofern bin ich nicht ganz ernstzunehmen. Seht euch die profunderen Rezensonen an, um mehr Details zu bekommen. Ich finde das Album großartig.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 2014
ich mach's relativ kurz:

Steven Wilson zeigt sich auf diesem Album von seiner Noise-Seite, viel Ambient, Noise und post-einflüsse. Was für eine herrliche Melancholie dabei verbreitet wird, ist einzigartig und sucht selbst unter Wilson-Werken seines gleichen. Meiner Meinung nach liegt hier einer der emotionalsten Wilson-Outputs vor, der einfach genossen werden will. Die Musik bietet sich vorallem für die späteren Stunden des Tags an. Die Grundstimmung würde wohl mehrheitlich als düster bezeichnet werden, dabei strahlen die Lieder auch oft noch mehr aus. Die große Stärke liegt für mich in der Einzigartigkeit der Sounderlebnisse und deren Emotionen (salvaging strahlt besonders) außerdem finden sich mit "Get all you deserve" und "Insurgentes" zwei der genialsten Wilson-Balladen wieder.

In Sachen emotionaler/gefühlsechter Musik weitab vom Mainstream stellt dieses Album für jeden ein absolutes Muss dar! Wilson folgt seiner Vision der Musik, die ihn in seinen Bedürfnissen stillt und somit millionen (hoffen wirs mal!) anderer das selbe empfinden lassen, und dieses Gefühl der Unabhängigkeit vom musikalischen Mainstream merkt man zu jeder Sekunde.

Dieses Album kann jedem gefallen. Für alle Interessierten in die Richtungen Progressive/postrock/ambient/shoegazing ist es jedoch ein absolutes Muss um mitreden zu können ;)

!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juli 2009
als "Neueinsteiger" in die Musikwelt von Porcupine Tree bzw. Steven Wilson gibts bisher nur eins zu sagen - bin absolut überwältigt von der musikalischen Finesse dieses Ausnahmegitarristen.
Zum Album: Von schön laut bis schön leise ist alles dabei und trotz Werkartiger Stücklängen von über 6min wirds zu keinem Zeitpunkt langweilig. Allein der Opener "Harmony Korine" ist das Geld der Platte wert. Die Stücke sind inhaltlich und musiklisch weitreichend, verfolgen dabei aber stets eine Richtung, so dass nicht das Gefühl eines "zusammengewürfelten" Albums entsteht. Jeder Titel ist eigen und besonders, passt sich aber ins Gesamtkonzept wunderbar ein.
!!! Also für alle Freunde des experimentellen, progressiven Rocks eine nennenswerte Erweiterung der CD-Sammlung!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 19. Mai 2015
"Insurgentes" ist das erste offizielle Solo-Album von Steven Wilson.
Es erschien 2009 als CD mit Bonus-DVD,jedoch war es über die Website als Limited Edition mit zusätzlicher Bonus-CD schon 2008. zu bekommen.
Da Wilson auch schon zu diesem Zeitpunkt an diversen sehr unterschiedlichen Projekten gearbeitet hatte,stellte sich natürlich die Frage,in welche Richtung die Musik wohl gehen würde.
Um es vorwegzunehmen:
"Insurgentes" ist eine Art Collage sämtlicher Stilrichtungen,die man von ihm schon gehört hatte.
Da ist viel Porcupine Tree drin,allerdings mit deutlich weniger harten Gitarrenriffs,als bei den letzten Alben der Band,ruhige,minimalistische Parts,die an No-Man erinnern,da sind poppige Allüren a la Blackfield und schließlich Noise- und Drone-Sounds,die in Verbindung mit experimentellen Klangflächen an Bass Communion angelehnt scheinen.
Wilson selbst beschreibt die Musik als das experimentellste songorientierte Album,das er bisher gemacht hat.
Der Name des Albums geht übrigens auf die längste Straße von Mexico-City zurück.
Der Abwechslungsreichtum des Albums wurde auch schon als unstrukturiert und sperrig gedeutet.
Tatsächlich würde ich "Insurgentes" trotz einiger eingängiger Melodien als fordernd beschreiben;es ist kein Album,das man schnell mal im vorbeigehen hört und dann beurteilen kann.
Wilson schrieb die Musik allein,sang,spielte akustische,elektrische Gitarren,Keyboards,Synthesizer,Harmonium,Mellotron,Piano,Baß,brachte Loops,Drums und Percussion ein.
Dazu beschäftigte er hochkarätige Gastmusiker,wie zB Tony Levin (Baßgitarre),Gavin Harrison (Drums),Theo Travis (Flöte,Violine,Saxophon,),Jordan Rudess (Piano) und sorgte für weitere Abwechslung,indem er mit Baß-Koto und Streichern das Klangfarbenspektrum erweitertern ließ.
Auch Jazz-Anklänge sind herauszuhören.
Und da Wilson dies alles höchst ansprechend zusammenführte, halte ich "Insurgentes" für mehr als gelungen.
Es wirkt deutlich abwechslungsreicher als die letzten Porcupine Tree-Alben,ohne sich dabei in überzogener Experimentier-Freude zu verirren.
Leider ging das Album etwas unter;hätte SW es unter dem Namen Porcupine Tree vermarktet,wäre es sicherlich zig-fach mehr verkauft worden.
Dennoch blieb der Künstler seiner Linie treu und brachte mit "Grace For Drowning","The Raven That Refused To Sing..." und "Hand.Cannot.Erase." weitere Alben unter seinem Namen heraus.
Und mittlerweile füllt er mit diesem Namen auch größere Hallen,kann sich über ausverkaufte Touren freuen.
Vielleicht entdeckt manch einer "Insurgentes" nun nachträglich und freut sich über ein verschollenes Juwel.
Diese Scheibe hätte es verdient.
Wie gewohnt ist die Veröffentlichungspolitik des SW eigen und umfangreich.
Es gibt unzählige Editions,für Fans ein Füllhorn oder Alptraum,je nach Sichtweise und vielleicht Geldbeutel.
Da gibt es eine CD-Edition mit Bonus-DVD,welche die Musik im 5.1 Surround-Sound und in zwei hochauflösenden Stereo-Versionen enthält.
Die Auflösung beträgt jeweils 24 Bit/48 KHz.Eine HighRes Stereo-Spur ist auch auf Video-DVD-Playern abspielbar,ansonsten braucht man einen Audio-DVD- (kompatiblen) Player.
Daß es die Scheibe (n) mal im Jewel Case,dann im Super Jewel Case,als DigiPak,als Japan Edition,in verschiedenen Vinyl-Ausgaben,auch ohne die DVD,mit verschiedenen Begleitheften bzw mit Buch gibt,ist bei SW nicht anders zu erwarten.
Den Limited Editions,die es 2008 per Mail-Order (3000 Stck) gab,lagen noch eine Bonus-CD,welche zusätzliche Tracks und einen Video-Clip
enthielten,bei.Auch Vinyl (2000 Stck) gab es als Pre-Order,diese enthielten das Bonusmaterial (natürlich ohne Clip) ebenfalls.
Mittlerweile gibt es eine CD-Ausgabe,die als Extra eine Remix-Ausgabe des Albums enthält.
Wer sich das Album zulegen will,sollte also genauestens recherchieren,welche der unzähligen Versionen die perfekte ist.
Der 5.1 Surround-Mix auf der DVD gilt als hervorragend,er wurde von SW selbst erstellt,ebenso,wie das Mastering.
Bei dem Mastering für die CD hat Andy Vendette leider die Dynamik brutal plattgemacht und bis zum Anschlag ausgesteuert.
Noch mehr Loudness War geht kaum noch.
Zu den hochauflösenden Stereo-Spuren der DVD kann ich leider nichts schreiben,ich höre nur die Vinyl-Ausgabe und die klingt gut.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2009
Harmony Korine, ein richtiger Ohrwurm, bildet den Auftakt zur ersten Solo-Reise von Tausendsassa Steven Wilson. Was folgt klingt sperriger als Porcupine Tree und Blackfield, der Grundtenor ist eher düster, schon fast schwerfällig, man ist sofort fasziniert, ohne wirklich hingerissen zu sein. Mit Veneno Para Las Hadas, Significant Others und Insurgentes schrammt Wilson knapp am Kitsch vorbei, eine Kunst, die er schon immer meisterhaft beherrschte. Ruhige, sehr atmosphärische Songs, die einem von mal zu mal mehr ins Ohr gehen. Die richtig gute Gitarren-Nummer Only Child bildet eine regelrechte Ausnahme auf dem Album, da sie ohne jedes Gefrickel überzeugt.

Die klangästhetischen Höhepunkte der Platte bilden meiner Meinung nach Salvaging, das mich durch seine stilistische Gebrochenheit an Anesthetize erinnert, sowie das energetische No Twilight Within The Courts Of The Sun und die wenig später folgende quasi-Fortsetzung Twilight Coda - Jordan Rudess' Piano-Variante. Auch das fast schon lethargisch anmutende Abandoner gehört in diese Reihe. Bei diesen Stücken zeigt Wilson wohl am beeindruckensten, was er kann. Get All You Deserve bleibt leider auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich hängen; kein wirklicher Ausfall, aber der einzige Ausrutscher ins Mittelmaß. Den Abschluss bildet das schon genannte Titelstück Insurgentes, ebenfalls wunderschön begleitet von Dream-Theater-Pianist Rudess.

Man hat den Eindruck, Wilson warf einen interessierten Blick zurück in die Vergangenheit bis hin zu seinen Anfangstagen und arbeitete seine verschiedenen Stationen mit zwanzig Jahren mehr Erfahrung noch einmal auf. Herausgekommen ist nichts anderes, als das vertonte Lebenswerk Wilsons, eine selbstkreierte Werkschau. Es ist kein Album, das man vom ersten Moment an liebt, aber ich verneige mich davor!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juli 2013
Um dieses Album aufzunehmen hat Wilson scheinbar eine Menge Aufwand in Kauf genommen. Für den gleichnahmigen Titeltrack "Insurgentes" wurden zum Beispiel gleich zwei räumliche Aufnahmehürden überwunden. 1. Das "Steinway piano" wurde extra in der "St. Bartholemew's Church" in Brighton aufgenommen; 2. "17-String Bass Koto" wurde von Michiyo Yagi in einem Studio in Tokyo eingespielt. Dies waren nur einige Beispiele für das Aufnahmeprozedere dieses Albums.
Über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten - oder man lässt es einfach und beginnt damit diese Musik lieben zu lernen.
Die Soundqualität der CD ist überragend und die Bonusdisk mit Souround, sowie Stereo-Mixen in noch besserer Qualität tun den Rest für eine ausschließlich positive Bewertung.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. März 2009
Alle Achtung, was dieser Mann uns an kreativem Output beschert. Neben seiner Hauptband "Porcupine Tree" und vier Nebenprojekten nun auch noch ein Album unter eigenem Namen...
Um es kurz zu machen: Auch dieses Album ist kaum verzichtbar und stellt so ziemlich das Beste dar, was im Moment an progressiver Rockmusik zu haben ist.

Das Album hat seine stärkste Momente immer dann, wenn man meint, SW`s andere Standbeine herauszuhören. Eine Kategorisierung in Schubladen wird zwar diesem Album nicht gerecht, aber ich tu`s trotzdem mal, um Interessierten einen ungefähren Eindruck zu vermitteln.

"Harmony Korine" als Opener und vielleicht bestes Stück klingt ein wenig wie eine komprimierte Version von "Arriving somewhere..." (also PT hymnisch rockig). "Veneno para las hadas" mit seinem eher ambientlastigen Charakter könnte von "No-Man" stammen. "Significant other" hätte auch ein tolles "Blackfield"-Stück abgegeben (allerdings hier mit weiblicher Gesangspartnerin und am Ende aufgebäumt zu einem Shoegazer-Wall-of-Sound a`la "My Bloody Valentine"). "Insurgentes" ist dann wieder PT (im Stile bekannter Piano-Balladen). Allein für diese vier Stücke lohnt sich die Anschaffung.

"Only child" mit seinen düsteren, mehrschichtigen Vocals ist ebenfalls noch recht gefällig (geht ein wenig Richtung Gothic-Rock). Der Rest der Stücke beinhaltet mehr oder weniger große Anteile an Experimental-/Psychadelic-/Industrial-/Noise-Rock. Hier verwendet Wilson u.a. auch elektronische Elemente (z.B. Trip-Hop a`la "Massive Attack"/"Portishead" in "Abandoner"), lässt Remineszenzen an Krautrock, "Radiohead/Thom Yorke" und "NIN" erkennen und setzt mehrfach auf Post-Rock-typische laut/leise-Kontraste, die schonmal in etwas anstrengenden Lärmeskapaden ausufern können. Allerdings gerät das Ganze trotz der Stilvielfalt und enormen technischen Versiertheit nie zu selbstverliebter Frickelei.

Vielleicht noch erwähnenswert, dass SW zwar viele neue Dinge ausprobiert, dafür aber auch einige Sachen weglässt, die zuletzt bei PT vereinzelt kritisiert wurden. So fehlen fast komplett die Nu-Metal-Anklänge und Drummer Gavin Harrison hält sich auffällig zurück (spielt aber trotzdem sehr virtuos). Bleibt abzuwarten, ob das als Fingerzeig in Richtung neues PT-Album 2009 zu werten ist.

8,5 / 10
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