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4.0 von 5 Sternen Progressiever Death Metal der Oberliga
Oha, nach den Reunions von Cynic, Pestilence und Atheist scheint eine neue Welle des technischen Death Metals über uns hereinzubrechen. Nachdem die genannten Bands Anfang der 90er zuammen mit etwa Disharmonic Orchestra, Atrocity und natürlich Death federführend im Death Metal waren, ist diese Form der Musik mit ihren Schöpfern irgendwie...
Veröffentlicht am 7. März 2009 von muffy666

versus
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3.0 von 5 Sternen Bitte nochmal ohne Gesang!
Hab den Drummer Hannes gestern live auf dem Rendsburger Musikmarkt gesehen. Er hat dort die Instrumentalplaybacks von Obscura live "bedrummt" und gerade die langsameren MidTempo-Stücke waren echt genial. Hier ist nun alles vollgegrunzt...genauso schade, wie bei Dream Theater - geile Mucke, schrecklicher Gesang :-(
Veröffentlicht am 29. Januar 2012 von HELLSPAWN25


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Progressiever Death Metal der Oberliga, 7. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
Oha, nach den Reunions von Cynic, Pestilence und Atheist scheint eine neue Welle des technischen Death Metals über uns hereinzubrechen. Nachdem die genannten Bands Anfang der 90er zuammen mit etwa Disharmonic Orchestra, Atrocity und natürlich Death federführend im Death Metal waren, ist diese Form der Musik mit ihren Schöpfern irgendwie verschwunden.

Obscura sind eine deutsch-niederländische Band (Basser Jeroen Paul Tesseling hat auf Spheres von Pestilence mitgespielt), die seit 2002 aktiv ist und nach zwei Eigenproduktionen (Illegitimation, Demo 2003, Retribution 2004) nunmehr den ersten offiziellen Longplayer vorlegt.

Zehn Stücke in Rund 50 Minuten, die sämtliche Facetten und Geschwindikeiten des Death Metals auslotet. Hier wechseln Blast-Passagen, Grooves, sphärische Intermezzi und jazzige Cleangitarren. Die Produktion ist sehr klar und druckvoll, jedoc erfreulicherweise nicht so überkomprimiert. Maßgabe war offensichtlich, alle Instrumente so klar und deutlich wie möglich herauszuhören. Dies ist gelungen; wann hört man sonst im Metal außer vielleicht bei Maiden oder Overkill den Bass so deutlich heraus. Gerade der sehr prägnante, näselnde Fretless-Bass lässt unweigerlich Assoziationen zu Individual Thought Patterns von Death aufkommen.

Was Obscura m.E. noch ein ganz kleines Bisschen fehlt, sind "große Refrains" und vielleicht ein Tick mehr dienliche Strukturen. Das ändert nichts daran, daß Cosmogenisis ganz großes Tennis ist und in jede Sammlung gehört, falls man auch nur eine der genannten Band mag.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superlativ !!!, 18. April 2009
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
Meine Güte, was für eine verdammt geile Scheibe !!! Man muss nun wirklich kein eingefleischter Death Metal-Fan sein, um bereits nach wenigen Sekunden des fulminanten Openers "The anticosmic overload" mit Gewissheit sagen zu können, dass das Krach/Prügel-Label Relapse mit dem Signing von OBSCURA einen absoluten Glücksgriff gemacht hat. OBSCURA wer ??? Noch nie gehört ?!? Tja, liebe Freunde...dies soll, wird und muss sich zukünftig definitiv ändern. Bei dieser Band handelt es sich um einen Zusammenschluss ehemaliger Mitglieder von NECROPHAGIST und PESTILENCE, die mit ihrem Zweitwerk "Cosmogenesis" - das Debüt "Retribution" erschien bereits vor knapp 5 Jahren - die weltweite Prog/Death-Szene in ihren Grundfesten erschüttern lassen werden. Natürlich versuchen die Herren Mucker erst garnicht, ihre musikalische Vergangenheit zu verleugnen. Denn die stilistischen Parallelen zu technisch brillianten Meilensteinen wie "Epitaph" und "Onset to putrefaction" (beide NECROPHAGIST) oder "Testimony of the ancients" (PESTILENCE) kann man teilweise überdeutlich heraushören. Für den größten musikalischen Einfluss dieses 10-Trackers zeichnet sich aber zweifelsohne jemand anderes verantwortlich...nämlich der legendäre, leider viel zu früh verstorbene Chuck Schuldiner, der mit seiner Band DEATH bereits zu Lebzeiten Heavy Metal-Geschichte geschrieben hat. OBSCURA haben es auf "Cosmogenesis" geschafft, den mitreißenden Schuldiner-Sound wieder zum Leben zu erwecken...und gehen dabei verdammt nah auf Tuchfühlung mit den alten DEATH-Klassikern. Die süddeutschen Frickelkünstler vereinen auf den 10 Songs die Kompromislosigkeit von "Human" , den jazzig-progressiven Anspruch von "Individual thought patterns" , die mörderische Hit-Dichte von "Symbolic" und die geschliffene Perfektion von "The sounds of perserverance".
Unfassbar geile Songs wie "Universe momentum" , "Infinite rotation" , "Choir of spirits" oder das eingangs erwähnte "The anticosmic overload" haben wirklich ALLES (!!!), was eine erstklassige Prog/Death-Scheibe braucht. Hier gibt es rasiermesserscharfe Riffings mit Ohrwurm-Faktor...gemeine Blast-Beats...filigrane Melodieläufe aus dem Bilderbuch...halb-eingängige Refrains, die jedoch nie zu aufgesetzt klingen...und dazu einen Sänger, dessen Stimmvolumen sich irgendwo zwischen growlen, keifen, Vocoder-Shouting und klarem Gesang eingependelt hat. Das die instrumentalen Fähigkeiten von OBSCURA natürlich zum besten gehören, was die gesamte Szene momentan zu bieten hat, versteht sich von selbst. Hierbei sollte man vor allem den Viersaiter (Jeroen Paul Thesseling ; Ex-PESTILENCE) erwähnen, der mit seinem elegant fingerfertigen Bass-Spiel quasi ununterbrochen für "offenstehende Münder" sorgt. Was für einen Teufelskerl haben sich OBSCURA da blos in die Band geholt. Sensationell !!!
Aber das allergrößte Plus von "Cosmogenesis" ist, dass göttliche Granaten wie "Incarnated" , "Noospheres" oder das abschließende "Centric flow" (nur noch geil!), trotz allerhöchster musikalischer Brillianz, niemals aufgesetzt wirken. Wo vergleichbare Bands wie BENEATH THE MASSACRE oder WHITECHAPEL ihre spielerisches Können in angeberische Art und Weise unters Volk bringen, steht bei OBSCURA stets der Songs im Mittelpunkt. Hier geht es um die Musik...selbstgefällige Prollo-Klischees und seelenloses Gefrickel findet hier keinen Platz !!! Wer etwas anderes behauptet, soll bitte einmal in das rein instrumentale "Orbital elements" reinhören, und danach bitte für immer schweigen.
Fazit: Die süddeutschen Prog/Deathr OBSCURA haben mit "Cosmogenesis" eine der besten Scheiben seit vielen, vielen Jahren vorgelegt, an der sich die gesamte Konkurrenz sicherlich ziemlich lange die Zähne ausbeißen wird. Im direkten Vergleich zu "Cosmogenesis" muss sich sogar das saustarke PESTILENCE-Album "Resurrection macabre" mit dem zweiten Platz begnügen. Alle anderen Bands werden ohnehin unangespitzt in den Boden gerammt. Allen Fans von DEATH , INTO ETERNITY , CYNIC und NECROPHAGIST sei an dieser Stelle der unbedingte Kaufbefehl erteilt. Ach herrje, was soll dieses Jahr blos noch besseres kommen ???
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch anspruchsvoll und dennoch Musik mit Gefühl, 14. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
...so lässt sich Cosmogenesis von Obscura wohl am Besten umschreiben.

Zehn Songs, die nur so strotzen von verschiedenen musikalischen Einflüssen und technischem Anspruch.
Nicht selten erinnern Riffs an Arrangements an Death (hört euch das Introriff von Incarnated an, könnte so auch auf Sounds of Perseverance von Death stehen!), oft werden jazzige Anleihen in den Sound gemixt, die zusammen mit den immer wieder eingesetzten Vocal Effects (z.B. in Nospheres) stark an Cynic erinnern.
Mal gibt es schnelle, death-metal-typische Blast-Beat-Parts, mal träumerische, langsamere und ruhigere Melodieteile, mal sogar atmosphärische Passagen mit cleanen Gitarren (z.B. im Instrumental Oribital Elements).
Selbst beinahe maiden-ähnliche Gitarrenharmonien gibt es zuhauf - wie etwa im absolut göttlich-genialen, langen Outro von The Centric Flow.
Und was auch sehr positiv auffällt, ist, daß hier keines der Instrumente dominiert - sie spielen perfekt zusammen, und jedes Instrument ist klar herauszuhören, bis hin zu einem genialen fretless Bass, den ich in dieser Form noch nie bei einer Metalband gehört habe. Die produktion ist perfekt, sie ist transparent, und das ist bei dieser Art Musik auch dringend notwendig, da sie so geschrieben ist, daß ihre Essenz verlorenginge, würde auch nur ein Bestandteil davon im Klangbrei untergehen.

Diese Beschreibung klingt vielleicht nach einem sehr wirren Mix vieler verschiedener Stile, und nachdem man von so einigen Bands gerade aus dem Bereich des technischen Death Metal vielleicht kennt, daß die Technik oft noch vor gutem Songwriting steht, was nicht selten ein technisch anspruchsvolles, aber langweiliges Hörerlebnis zur Folge hat, könnte man hiervon leicht abgeschreckt werden. Aber gerade das macht Obscura in meinen Augen besonders: Trotz aller Technik, trotz der Verwendung so vieler verschiedener Einflüsse klingt das Album wie aus einem Guss und sehr stimmig. Anders als bei manchen Genrekollegen wurde hier nicht Frickelriff sinnlos an Frickelriff gereiht, sondern die Jungs haben es geschafft, Technik mit gutem Songwriting zu verbinden und Musik zu schaffen, die mitreisst, träumen lässt, Musik, die eingeht - wenn auch aufgrund einer doch gewissermaßen vohandenen Komplexität erst nach mehreren Hördurchgängen.

Cosmogenesis ist ein melodisches, technisches Death-Metal-Album, auf dem bei allem technischem Anspruch sehr darauf geachtet wurde, Musik so zu schreiben, daß sie den einzelnen Songs noch "gut tut".
Und das ist eine Kunst, die man beherrschen muss, sonst ist jede Virtuosität an den Instrumenten vergebens - und Obscura beherrschen diese Kunst perfekt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein!, 14. März 2011
Von 
RJ + YDJ (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
Der Start ins Bandleben von Obscura war alles andere als einfach. Bereits das Debütalbum Retribution war ein Death Metal Geschoss der Güteklasse 1A. Allerdings konnte man nicht wirklich ein geeignetes Plattenlabel finden, sondern musste das Album in Eigenregie veröffentlichen. Daraufhin hat sich die Band in ihre Bestandteile aufgelöst. Aber Bandleader Steffen Kummerer hat nicht locker gelassen, und sich die Dienste von erwiesenen Krachmaten wie den ehemaligen Necrophagist Mitgliedern Christian Muenzner und Hannes Grossmann, sowie des ehemaligen Pestilence Bassisten Jeroen Paul Thesseling gesichert.

Und in dieser Formation hat das Quartett mit Cosmogenesis ein wirklich bemerkenswertes Album eingetütet. Geboten wird pfeilschneller, ultrabrutaler Death Metal in technischer Perfektion. Seit dem Ableben der Death Metal Legende Death habe ich eine solch perfekte Kombination aus brutalem Metal und progressiven Elementen nicht mehr erlebt.
Angetrieben vom genialen Spiel des Bassers peitscht das Schlagzeug die Gitarren nach vorne, dazu die wirklich mörderische Gesangsstimme, die sich mit Firlefanz wie cleanem Gesang gar nicht erst aufhält.

Besonders bemerkenswert sind vor allem die plötzlichen Wechsel vom beinhartem Death Metal zu sehr schönen progressiven Songstrukturen, die sehr geile Melodien offenbaren.

Unbedingt antesten!
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5.0 von 5 Sternen Ungewöhnliches aus Niederbayern, 18. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (MP3-Download)
Man muss es mögen. Ich finde Obscura deshalb so super, weil die Songs völlig anders und die Texte einfach geil sind. Nix zum nebenbei hören - man muß sich vollig darauf einlassen. Ich persönlich mag eigentlch keine Musik, die ins eine Ohr reingeht und nach kürzester Zeit vollig ausgenudelt wieder aus dem anderen rausläuft. Deshalb lieber Obscura, Necrophagist, Centaurus-A und Co.. Da hab ich länger was davon und die Art der Musik gefällt mir auch besser, als der Standard-Schrott.
Die neue "Scheibe" Omnivium is aber noch besser!!!
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5.0 von 5 Sternen Dieses Album sollten sich alle Freunde von technischem Death Metal auf jeden Fall auf den Wunschzettel schreiben., 31. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
"Cosmogenesis" plättet. Schon nach dem ersten Durchlauf sollte man sich in dieses Scheibchen verliebt haben. Technischer Death Metal mit spacigem Approach, schlüssigen, trotz aller Technik nachvollziehbaren Songs und unglaublich geilen Bassläufen. Kein Wunder, schließlich hat OBSCURA-Mastermind Steffen Kummerer den ehemaligen PESTILENCE-Bassisten Jeroen Thesseling ausgraben können, der auch auf "Spheres" [1993], dem umstrittenen Ausflug in technische Gefilde der Holländer, zu hören war. Der Rest der Band ist mit den ehemaligen NECROPHAGIST-Recken Christian Muenzner und Hannes Grossmann ebenfalls nicht unbedingt schwach besetzt.

Aber tolle Musiker bedeuten natürlich noch längst kein gelungenes Album. "Cosmogenesis" ist allerdings trotz allem Gefrickel und atemberaubender Technik in erster Linie ein Songwriting-Manifest. OBSCURA schaffen es mit traumwandlerischer Sicherheit packende Songs zu schreiben, bei denen die Fähigkeiten der Musiker nicht im Vordergrund stehen, sich aber trotzdem zu keiner Sekunde unterordnen. Klar, hier wird gefrickelt ohne Ende, aber eben mit Verstand und Vernunft. Und so kommt es, dass das Album mit "Anticosmic Overload", "Universe Momentum" und "Cosmogenesis" gleich drei astreine Hits am Start hat, was in dem Sektor doch eher unüblich ist. Als Auflockerungen zwischen den Frickelorkanen dienen coole Melodien und mit Vocoder verfremdete Gesangspassagen. Gerade letzteres offenbart die Nähe zu CYNIC, aber auch die spacige Atmosphäre erinnert an "Focus" und "Traced In Air". Der Hauptunterschied beider Bands ist aber natürlich, dass OBSCURA im Kern eine arschharte Death Metal-Band ist, die in manchen Momenten durchaus Geschwindigkeitsrekorde brechen könnte. Einen wirklich passenden Vergleich kann man jedenfalls unmöglich ziehen, dafür sind OBSCURA schon zu eindeutig in den Hafen der Eigenständigkeit eingekehrt.

Dieses Album sollten sich alle Freunde von technischem Death Metal auf jeden Fall auf den Wunschzettel schreiben. Es ist teilweise einfach unglaublich, was die Band hier auf ihrem offiziellen Labeldebüt abliefert. "Cosmogenesis" ist jedenfalls ein angehender Klassiker derber Tonkunst und mit Sicherheit eines der stärksten Metal-Alben aus deutschen Landen, das je veröffentlicht wurde. Pflicht.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch höchst anspruchsvoller Prog-Death-Metal lässt grüßen!, 26. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
Freunde von höchst anspruchsvollem, progressiven Death Metal haben bestimmt schon lange auf die Rückkehr von Obscura gewartet. Bandkapitän Steffen Kummerer hatte wohl alle Hände voll zu tun, um das Bandgehege mit Namen wie Hannes Grossmann, Christian Muenzner (beide Ex-Necrophagist) und Jeroen Paul Thesseling (Ex- Pestilence) zum Jahreswechsel 2008 zu füllen und das neue Album Cosmogenesis mit seinen zehn Tracks aufzunehmen.

Lässt der Zuhörer die Energie von Obscura auf sich einwirken, ist es bereits zu spät und man wird von dem extrem technisch gefrickelten Sound erfasst und gewürgt. Gewürgt im positiven Sinne die mit übermenschlichen Instrumentalpassagen versehene Platte lässt einem bereits nach den ersten Durchläufen nicht mehr los und macht Lust auf mehr.

Cosmogenesis, so der Albumtitel der deutschen Metaller, geht ab wie Sau, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Jeder Song des Albums schafft es, den Hörer voll und ganz mitzunehmen, obwohl die Songs alles andere als eingängig sind. Ähnlich wie Gojira spielen die Jungs facettenreichen, schnellen, aggressiven Death Metal, ohne dabei ins Schwanken zu kommen bzw. zum technischen Poser zu mutieren. Mit beinahe kosmischen Soundwalls, kräftigen Shouts und schwer melodischen Gitarrenläufen trumpfen die Deutschen auf, und reißen alle Genre-Mauerwerke ein. Hier wird auf höchstem technischem Niveau geplättet, was das Zeug hält, was auch bereits zu Beginn an der Opener Anticosmic Overload beweist. Denkbare musikalische Verzweigungen zu Death oder Cynic wären möglich, aber aufgrund ihrer erlangten Eigenständigkeit und Spielstils weit entfernt und nicht gerechtfertigt.

Auf Cosmogenesis wird aber nicht nur geknüppelt. Die bei Relapse Records unter Vertrag stehenden Metaller verstehen es geschickt, Spannung durch langsamere Passagen und Betonung verschiedener musikalischen Elementen, wie zum Beispiel arg verspielten Bass-Solis siehe "Universe Momentum" aufzutrumpfen und die Platte für spätere technische Hochergüsse zu lockern. Genau diese Punkte geben der Platte Eier mit auf den Weg ins Metalbusiness, um in der heutigen Zeit durch Langzeitmotivation bestehen zu können. Das sauber produzierte Teil verschlingt soundmäßig nichts und lässt auch den wachsamen Zuhörern die kleinsten Spielereien verfolgen. Die stimmige, spacige Atmosphäre wird nicht nur Fans von Necrophagist, Death oder Pestilence süchtig machen.

Eines ist gewiss Obscura schmeißen mit Cosmogenesis eines der stärksten Metalalben unserer Zeit auf den Markt. Man hat trotz wahnwitzig, verspielter Solis und etlichen Spannungsbögen das Gefühl, den roten Faden vor seinen Augen nie zu verlieren. Nach zahlreichen Durchläufen stellt sich nur mehr die Frage, ob dieses progressiv-kosmische Death-Metal-Geplänkel der feinen Art beim nächsten Album noch überboten werden kann?

Wertung: 9/10

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jazz-Death triffts wohl ganz gut..., 2. März 2009
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
Wow, also Obscura waren ja vorher schon ein Anspielen wert, aber mit dem Album haben Sie sich übertroffen. Da sind Soli wie bei Necrophagist und Konsorten und eine Hülle und Fülle an Riffs und Melodien wie bei einer Synphonie. Ich habe bereits nach Anspielen des ersten Songs direkt gekauft und es war kein Reinfall. Beim Zuhören der Platte sollte man sich jedoch zurück lehnen und enspannen denn dieses Album zieht einen bereits nach dem ersten Song so in seinen Bann, dass ich beim autofahren fast die Strasse vergessen hätte, so verliert man sich in den Songs.
Einfach Hammer diese Platte.
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5.0 von 5 Sternen Technik trifft Melodie, 12. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
Eins Vorweg, wer die Band auf Youtube oder MySpace gesehen hat, der braucht hier nicht mehr weiter zu lesen!
Alle anderen:
Schonmal einen Fretless-Bass im Metal gesehen oder gehört?
Nein, hier auf der Platte ist ER!!!
Woher die Jungs ihr Melodie und Aragements nehmen, keine Ahnung, aber sie machen es Verdammt Gut!!!

Zu den Gitarren: Rhytmus Gitarre versus Melodie, und doch bilden sie eine Einheit. Um immer wieder auf einen Nenner (Riff) zu kommen das einen nach vorne treibt. Solis die manchmal garnicht als solche zuerkennen sind, aber grade die das Sahnehäubchen ist!
Das Druming ist preziese treibend mit dem nötigen Druck produziert. Es wechselt in manchen Songs von "einfach" bis zu Blastbeat! Kein Schlag ist zuviel!
Der Gesang meist in Shout unud Crowls gehalten, hier und da kommt etwas Cleangesang zum vorschein, der aber keineswegs aufgesetzt oder fehl am Platz ist.
Der Bass. Was soll man sagen? So viel Technik das er nicht im Hintergrund versauert, sonder ein Teil, wenn gar das "Teil" mancher Songs ist! Einfach nur geil!!!
"Chior of Spirits" sag ich da nur.
Die CD bietet von Anfang an Abwechselungsreichen Deathmetal der gehobenen Technik ohne das der geneigte Hörer überfordert wird.
Melodieparts eingestreut, zwischen Blasts, Grindgeholze mit einfachen Riffs die einen in jede Radarfalle fahren lassen ;-)

Vergleiche zu anderen Bands: "Incarnated" erinnert an Death. Ansonsten; Gorod, Spawn of Possession, Fleshcrawl
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4.0 von 5 Sternen Fast die Höchstnote, 8. Mai 2009
Von 
mshannes (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Cosmogenesis (Audio CD)
2009 scheint für den Tech-Deather ja ein ganz fettes Jahr zu werden. Erst Februar und schon liegen mit den Releases von Centaurus-A, Sympathy, Havok und The Faceless einige wirklich gute Scheiben aus diesem Sektor des Extremmetalls vor. Und als wäre das noch nicht genug, steht mit dem neuen Werk von Obscura schon der nächste Kracher aus Deutschland in den Startlöchern.

Die Münchner, die demnächst mit Cannibal Corpse auf große US-Tour gehen werden, reihen sich mit Cosmogenesis nahtlos in den Qualitätsstandard oben genannter Kapellen ein. Ihr Relapse-Debüt strotzt nur so vor Spielfreude, hier trifft sich intelligentes und forderndes Songwriting mit technisch exzellentem Spiel. Nie werden die Frickeleien zum Selbstzweck, immer steht der Song selbst im Vordergrund. Und trotzdem bleibt das ganze Werk sehr anspruchsvoll, von einer Verflachung ist nirgends etwas zu spüren. Man merkt deutlich, dass da Ausnahmemusiker am Werk sind, was aber auch nicht wundert, denn immerhin hier sind (Ex-)Mitglieder solch bekannter Combos wie Necrophagist und Pestilence am Werk; technisch kann da ja gar nichts schief gehen. Tut es auch nicht und ich werde mir hier sparen, ein oder zwei Bandmitglieder besonders zu erwähnen, denn alle sind Meister ihres Fachs und das hört man auch.

Aber Obscura vermeiden den Fehler vieler Frickel-Combos, denn pure Zur-Schau-Stellung der jeweiligen Fähigkeiten der Musiker findet man hier nicht. Alles passt organisch zusammen und stellt sich in den Dienst der Songs. Und diese haben einen recht hohen Wiedererkennungswert, haben jeder einzelne ein eigenes Gesicht. Eingängig wäre vielleicht ein zu gewagter Begriff, denn ein paar Durchgänge braucht das Album schon, um seine Wirkung richtig zu entfalten. Aber unzugänglich ist es auch nicht, es verlangt nur ein wenig mehr Aufmerksamkeit vom Hörer als ein Durchschnittsalbum. Umso höher ist die Halbwertszeit der einzelnen Stücke, diese CD kann man getrost mehrmals anhören, ohne dass einem dabei langweilig wird.

Einziger kleiner Kritikpunkt meinerseits sind ein paar Passagen, die etwas vor sich hinplätschern und dabei ein wenig den Fokus verlieren. Es sind zwar nicht sonderlich viele solcher Parts auf dem Album zu hören, aber die Höchstnote wird dadurch leider verpasst. Bleiben aber trotzdem noch fünf bärenstarke Punkte für ein richtig gutes Album.
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Cosmogenesis
Cosmogenesis von Obscura (Audio CD - 2009)
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