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Kundenrezensionen

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am 5. März 2009
Um dieses Album zu bewerten muss ich dann schon ein bißchen weiter ausholen:
Ich bin mit U2 groß geworden. Mit 12 hörte ich "Joshua Tree" rauf und runter, dann "Rattle and Hum", dann kam "Achtung Baby" - fantastisch!
Nachdem ich dann das zu unrecht weit unterschätzte "Pop" nochmals richtig gut fand, wurde es mir auf den beiden letzten Alben endgültig zu radiokonform. Insbesondere "Atomic Bomb" hatte eine Grundlinie und das Songwriting einer Band, die sich nach über 20 Jahren nur noch mäßig selbst kopiert.
Mit entsprechend geringen Erwartungen ging ich an "No Line" heran - und bin absolut positiv überrascht. Es scheint als wären Bono und vor allem The Edge in einen Jungbrunnen gefallen, denn allein die schönen Gitarrenmomente die die Scheibe bereit hält, lohnen schon den Kauf.
Weg sind die pathetische Weinerlichkeit und die kalkulierte Songstruktur von Stücken wie "Beautiful Day".
In "No Line" geht an einigen Stellen richtig die Post ab, so rockig war seit "Achtung Baby" kein Album mehr. Ob die Rückkehr in die Hansa-Studios daran Schuld war ?

Nun mal zur Einzelkritik:

"No Line on the Horizon"
Ein Midtempo-Opener mit britischem Einschlag, der zunächst etwas sperrig daher kommt, sich aber schon beim dritten Hören ganz tief ins Ohr beißt.
Atmet den Geist der 80er.Die OhhhOhhhOhhh-Hookline geht nicht mehr weg....

"Magnificent"
Der absolute Höhepunkt - Die ersten 3 Sekunden denkt man an die White Stripes, die sich anschließende Synthie-Passage könnte auch von Depeche Mode anno Violator stammen - und dann beginnt eine makellose bombastische überproduzierte Hymne, die einfach zum niederknien und sowas wie eine Revue großer U2-Momente im Zeitraffer ist. Da denke ich an "Sunday" oder "Whose gonna ride" - nur eben in ganz fett.

"Moment of surrender"
Reduzierte Piano-Ballade mit schönem Edge-Solo und leichtem Gospel-/Ethnochorus. Packend und in keiner Sekunde, seicht und klebrig

"Unknown Caller"
Erinnert mich persönlich an das "Pop"-Album. Großer Ohrwurm. Wieder ein "OhhOhhOhh", dass sich einprägt. Refrain mit 4 Stimmen und laanges Edge-Extro zum guten Schluß. Gelungen.

"I ll go crazy"
Der gefällt mir nicht besonders. Zu hohe Schnulzigkeit, zu vertaute Synthies, aber kein Problem, nach dem Start könnt ihr Euch das doch leisten...

"Get on your Boots"
Ungewöhnliche Singleauswahl. Respekt. Von der Struktur ein typischer kleiner 70er-Rocker. Und der Chor-Refrain? Eins zu Eins Queen. Selbst Bono schafft es da exakt wie Freddie zu klingen. Kein Meilenstein, aber gut!

"Stand-Up Comedy"
Das ist ein ganz dicker Fisch. Genialer Text, Led-Zeppelin-Gitarrenback und eine ungewohnt große Portion Härte! Respekt !

"White as Snow"
Sehr stille Gitarrenballade, nachdenklich und traurig - auch hier erfreulich unpeinlich - fast ergreifend

"Fez Being Born"
Hier wird mal wieder U2s Faible für Weltmusik deutlich. Fast ein Instrumental mit einem entrückten Bono im Hintergrund. Grroßartig umgesetzt, aber sicher nicht jedermanns Sache

"Breathe"
Da ist er mal wieder. Der typische U2-Song. Erinnert an viele gute alte Sachen, großer Ohrwurmcharakter und eine perfekte Single. Pop pur.

"Cedars of Lebanon"
Sprechgesang in einer absolut ruhigen Ballade im Stile von "Streets of Philadelphia" vom Boss. Hier steht der Text zurecht im Vordergrund.

Als Fazit muss man schlicht und einfach sagen, dass U2 mit diesem Album ein grandioses Comeback hinlegen. Kein anderer Musik-Dino hat in den letzten Jahren eine ähnlich starke Platte vorgelegt.
Und all die Jungen können davon noch viel lernen...
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am 28. Februar 2009
No line On The Horizon: "Ultra Violet" lässt grüßen. Der Song überzeugt mich nicht, da ich das Gefühl nicht loswerde, dass er nicht weiß, was er eigentlich will. Die meisten Elemente des Songs sind einfach aus gen. AB-Stück zusammengesetzt. Das Lied hat irgendwie keinen erkennbaren Aufbau und wirkt unfertig. Der langweilige Refrain bestärkt noch das eher negative Gesamtbild. 5/10

Magnificent: Dieses Stück ist nett anzuhören und Bono singt eine wirklich wunderschöne Melodie. Trotzdem kommt das Lied nicht in die Gänge und wirkt insgesamt etwas zu lang. Lässt mich eher kalt. 6/10

Moment Of Surrender: Das bisher überzeugendste Lied. Die Überlänge fällt nicht negativ ins Gewicht, lediglich dieser ohohoh-Part ist ein wenig zu viel. Die Strophen sind toll gesungen und es ist ein Aufbau durch die verschiedenen Arrangements der Instrumente zu erkennen. Der Refrain wirkt allerdings ein wenig einfallslos. 7/10

Unknown Caller: Das vielleicht beste Stück des Albums. Vertraute U2-Klänge während des Refrains und wirklich wunderbar gesungene Strophen mit innovativen Ansätzen in der Auswahl der Instrumente. Der Refrain ist auch sehr gelungen, Brian Eno klingt dort sehr dominant. Die Orgel passt auch wunderbar und Edges Solo ist perfekt platziert. Vielleicht ein U2-Klassiker. 9/10

I'll Go Crazy If I Don't Go Crazy Tonight: Das mit Abstand nervigste Lied, das es meiner Ansicht nach von U2 gibt. Der Text ist absolut austauschbar und besitzt diese Holzhammer-Moral, die ich einfach nicht ausstehen kann. Ein perfekter Radiotitel und auch irgendwie typischer U2-Song, den es in dieser Art schon zigmal zu hören gab. Vom gleichen Schlag war auch "Window In The Skies", allerdings hatte der noch einen schönen Text und eine ansprechende Melodie. Ich bin seit ATYCLB Fan von U2, davor kannte ich zwar einige Songs, konnte sie aber der Band nicht zuordnen. Als ich zum ersten Mal "Walk On" hörte, wusste ich intuitiv, dass dies ein typischer U2-Song sein würde, keine Ahnung aus welchem Grund. Bei "I'll Go Crazy If I Don't Go Crazy Tonight" geht es mir genauso. Es fällt mir dennoch wirklich schwer das Lied ganz anzuhören und werde es in Zukunft wohl meiden. 1/10

Get On Your Boots: Ja, das Lied passt an dieser Stelle hervorragend in das Album. Für sich allein wirkt es auf mich allerdings zu gewollt. Es hat eigentlich alles, was einen Hit ausmacht. Eine geile Bassline, ein markantes Gitarrenriff und einen vorantreibenden Schlagzeug-Part. Leider funktioniert das Lied nicht als Ganzes und wirkt daher eher einschläfernd. Der Drum-Part am Ende wertet das Stück aber nochmal etwas auf. 4/10

Stand Up Comedy: Das Lied macht Spaß und wird von dem vll. prägnantesten Gitarrenriff des gesamten Albums getragen. Der Text ist richtig gut und es macht Spaß mitzusingen. In der Tat eine leichte Rückbesinnung an die 70iger Jahre. Allein der etwas einfallslose Refrain mindert die Ausdruckskraft des Songs. 7/10

FEZ-Being Born: Nett, erinnert irgendwie an TUF, hat aber leider keinen Höhepunkt und plätschert so vor sich hin. Ein klarer Aufbau ist auch nicht erkennbar, was von U2 und Co aber auch so gewollt war und meiner Bewertung keinen Abbruch tut. Ein experimentelles Stück, was man nicht unbedingt braucht. 5/10

White As Snow: Anfangs fand ich das Teil sehr einschläfernd und kitschig. Jedoch muss man sich in den Song erstmal reinhören, mehr als in jeden anderen Track dieses Albums. Eine sehr schöne Gesangslinie und einige Stellen erzeugen echte Gänsehaut-Atmosphäre. Der Song wird eigentlich zu fast keinem Moment langweilig, da Bono hier schön mit seiner Stimme spielt. Leider erscheinen mir jedoch einige Elemente, wie der an Arcade Fire erinnernde Posaunen-Part, nicht vollends genutzt. 6,5/10

Breathe: Ein weiterer klassischer U2-Song, aber im positiven Sinne. Die gerappten Strophen klingen zwar etwas bemüht, aber als Ganzes weiß "Breathe" (auch textlich) durchaus zu überzeugen. Die frühere Version des Songs (Beach-Clip) wirkt auf mich aber irgendwie rockiger und die Bridge nach dem zweiten Refrain wurde hier bedauerlicherweise auch rausgenommen. Schade! Ich kann aber auch durchaus die Kritiken derer nachvollziehen, die den Song langweilig finden. Irgendwie hat man das Gefühl, dass was fehlt. Ähnlich ging es mir auch bei "When I Look At The World". 7/10

Cedars Of Lebanon: Ein sehr schöner und leiser Abschluss, der mich auch an das unterschätzte "Grace" denken lässt. "Cedars Of Lebanon" und "White As Snow" machen auf mich den Eindruck, dass Daniel Lanois hier den größten Einfluss hatte. Die Tracks erinnern mich auch an den sehr gelungenen Soundtrack von "The Mollion Dollar Hotel". "Cedars Of Lebanon" ist der heimliche Höhepunkt des Albums. 7/10

Fazit: Insgesamt ein gutes und sehr persönliches Album, das durch die Kombination der Songs lebt. Man merkt, dass die Band et al. viele Emotionen in die Songs gesteckt haben. Es hat das, was man an HTDAAB vermisst hat: einen roten Faden. Qualitativ finde ich die meisten Songs der Bombe besser, allerdings bilden sie dort keine Einheit. Ich bin schon etwas von NLOTH enttäuscht, weil die versprochenen Innovationen ausgeblieben sind und viele gute Ansätze nicht zu Ende gedacht wurden. Aber das Album funktioniert und ich werde es in Zukunft sicher gerne und oft anhören.
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am 10. August 2010
Das Album ist nun gut ein Jahr auf dem Markt, daher habe ich der CD auch genug Zeit gegeben, sich zu "entwickeln", was leider nicht passiert ist. So platt es klingt, aber der "u2-typischte" Song auf der CD, nämlich MAGNIFICENT, ist dann auch nach einem Jahr das unumstrittene Highlight der Veröffentlichung. BEING BORN und WHITE AS SNOW, sowie STAND UP COMEDY, stechen ebenfalls noch als Glanzstücke aus einem erschreckend einfallslosem und vor allem grauenhaft einlullendem Album heraus, das in einem unsäglichen CEDARS OF LEBANON seinen einschläfernden Klimax findet. Vielleicht hat man GET ON YOUR BOOTS mit Absicht als erste Single veröffentlicht um somit erfolgreich die Erwartungshaltung an das Album herunterzuschrauben. Dass nach diesem musikalischen Komplettausfall ( bis auf den LET ME IN THE SOUND Part ), das Album im ersten Moment wie ein Meilenstein erschien, mag man vielen Rezensenten nachsehen. In der Gesamtschau der U2 Werke rangiert es aber für mich - zusammen mit Zooroopa - auf den hintersten Plätzen des Backkataloges der Band. In jedem Fall aber meilenweit hinter HOW TO DISMANTLE....und dem - meiner Ansicht nach zu unrecht - viel gescholtenem POP Album. Offenbar teilt die Band diese Ansicht selbst, anders ist es kaum zu erklären, dass nur noch 4 Lieder das aktuellen Albums im 2. Teil der Europatournee gespielt werden......!
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am 20. Mai 2009
Alle reden von dem neuen U2-Album, man hört dies man hört das... da wird dann gelästert und gelobt. Da ich nur selten das konventionelle Radio anhabe, ist die Scheibe zunächst an mir vorbei gerauscht, so dass ich nun dazu gekommen bin, sie mir anzuhören und am Anfang war das etwas seltsam. Der opener war irgendwie zu krachich für mich und somit fiel der Einstieg in das Album ein wenig schwer. Und als die Scheibe dann das erste mal am Ende war, hatte ich das Gefühl, dass mir das Album einfach nicht zusagt. Also habe ich die Scheibe erst mal zurück ins Regal gestellt, um ihr zu einem späteren Zeitpunkt noch eine Chance zu geben.... damit habe ich dann ehrlich gesagt gute zwei Wochen gewartet und als ich es gerade noch mal mit ihr versucht habe und mir die Stücke mal in Ruhe angehört habe stellte ich fest: Sie ist super. Die ganze Scheibe ist genial, doch man muss sich auch die Zeit für die Lieder nehmen und dann mag man auch den krachigen opener, von dem ich immer noch das Gefühl habe, dass er an der Stelle des Albums, also gleich zu Beginn, ein wenig deplaziert wirkt.

Für alle U 2- Fans: Nehmt euch einfach ein bischen mehr Zeit, hört Euch die Stücke mehrmals an und vielleicht werdet Ihr dann das gleiche Phänomen erleben wie ich, nämlich dass Ihr Euch dann doch verliebt.... ich drück Euch allen die Daumen !
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am 7. März 2009
Ich mußte mich in diesem Album ersteinmal richtig reinhören, das dauerte so ganze 2 Durchläufe. Aber dann erschloß sich, "No Line On The Horizone" als ein unwahrscheinlich kompaktes, bombastisches Soundalbum. The Edge, kommt mit seiner Gitarre endlich mal so richtig wieder zum zuge, er präsentiert uns ergreifende Gitarrensounds. U2 haben bei jedem Song riesigen Spaß, und das kommt jedem Song positiv zu gute. Sie experimentieren, frickeln an dem Sound bis er a la carte sitzt. Bono präsentiert sich hier als ein sehr guter Dichter, Lyriker und singt gnadenlos gut.
Ich kann das Album jeden empfehlen, weil es super gute innovative Ohrwürmer besitzt, die sich in die Ohrmuschel einnisten und sich nicht mehr entfernen lassen!!!

Die besten Songs sind: -No Line On The Horizone
-Magnificent(Hammersong, gigantisch gut!!!)
-Make It Surrender
-Unknown Caller
-White As Snow
-Fez-Being Down
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am 1. März 2009
Das soll nicht heißen das die letzten Alben nicht gut waren, aber was die Jungs diesmal abgeliefert haben übertrifft bei weitem alles. Dieses Album ist mindestens genauso beeindruckend wie Joshua Tree, wenn nicht sogar noch mehr. So facettenreich und voller Emotionen hat man U2 lange nicht gehört ! Und es ist wahr, bei jedem erneuten Hören entdeckt man wieder etwas Neues und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Die handvoll von Nörglern die hier das neue Album durch den Kakao ziehen, sollten sich nicht U2-Fans nennen und lieber mal zum Ohrenarzt gehen !
No Line on the Horizon ist einfach sensationell ! Schräg,emotional und rockig - eben U2 !
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am 27. Februar 2009
...also, hier ein paar Worte zum Set (und noch nicht zur Musik). Ist schon toll: Ein sehr aufwendiges Objekt, das zumindest denjenigen viel Spaß machen wird, die nicht zur Download-Fraktion gehören. Immerhin haben U2 mit der geschachtelten Edition von THE JOSHUA TREE ganz eindeutig eine der besten "boxed editions" überhaupt geschaffen. Dort stimmte nicht nur der Aufwand, sondern auch das gestalterische Konzept - diese Jubiläumsausgabe war durchdacht. Da konnte man dann auch darüber hinwegsehen, daß die Silberlinge in schäbigen Papphüllen daherkamen, die auf Dauer der Beschichtung schaden können.

HORIZON hingegen macht eher den Eindruck, daß die verschiedenen Formate der anderen Albumausgaben irgendwie unter einen Hut gebracht werden müssen. Es fehlt ein bißchen an Stimmigkeit - und auch an Sinn. Werfen wir also mal einen Blick:
- das POSTER: Na, dem Kinderzimmeralter bin ich entwachsen. Gefaltete Drucke sind eh überflüssig, oder? Stört aber immerhin nicht.
- das BUCH: Es handelt sich offenbar um die Magazine Edition, allerdings im festen Einband und dankenswerterweise fadengeheftet. Viele Fotos und ein langes Interview. Ganz nett, aber auch etwas kühl und antiseptisch aufbereitet.
- die DVD: Eindeutig der Hauptgrund, sich das Set zuzulegen. Doch warum kommt der empfindliche Datenträger in einer kratzharten Papphülle? Hier wäre jede andere Lösung besser gewesen.
- die CD: Die Digipak-Edition. Ein Geständnis: Ich kann die Dinger nicht ausstehen. Was an den selbst bei sorgfältigster Behandlung schnell welkenden Lapprigkeiten so toll sein soll, hat sich mir bislang nicht erschlossen; ich weiß aber, daß der Rest der Welt dies offenbar anders sieht. Pluspunkt: Das 32seitige Booklet hat anderes Bildmaterial als die reguläre Ausgabe (mit 24 Seiten). Allerdings ist das schmucke Stück (wieder fadengeheftet - danke!) in der Hülle festgeklebt, was sich im Umgang als unpraktisch erweist. Und: Das zusätzliche Poster braucht auch niemand. Hier zeigt sich die Edition derjenigen von THE JOSHUA TREE als unterlegen.
Schließlich: Die SCHACHTEL. Ja, da haben sehr kluge und weitsichtige Menschen einen Aufkleber draufgepappt. Ich hatte immer gehofft, dies würde auf der Versiegelung geschehen, aber weit gefehlt: Das Ding prangt auf dem Karton und läßt sich zwar leicht, aber eben nicht rückstandslos ablösen: es bleibt ein durchsichtig glänzender Film zurück. Glückwunsch an den Vollhonk, der sich das ausgedacht hat. Und was steht denn auf dem Aufkleber? "FSK ab 0 freigegeben". Da bin ich aber beruhigt, daß U2 embryonentauglich sind.

Also Fazit: Wer auf aufwendige Editionen steht, wird gut, aber nicht exzellent bedient; die Klasse von THE JOSHUA TREE bleibt unerreicht. Wichtig ist vor allem die DVD. Für den Aufkleber kann weder die Band noch die Plattenfirma etwas; hier sind wir alle gehalten, uns in Gelassenheit zu üben - oder im Ausland zu bestellen. Aber man muß den Kult ja vielleicht nicht gänzlich übertreiben.
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am 28. Februar 2009
Ich habe mir das neue Album jetzt 3mal angehört und bin hin und weg. Da ist den Jungs doch tatsächlich ein neues Meisterwerk gelungen. Ein in sich absolut schlüssiges Album, ohne "Skip-Songs". So was hatte ich schon lange nicht mehr zwischen den Fingern. Es gibt sicherlich nicht die Gassenhauer oder die radiotauglichen Stücke, welche dann bis zum Erbrechen auf und abgespielt werden. Und das ist gut so! Das macht eben U2 aus, sich von dieser 08/15 Massenware abzugrenzen, und das ist ihnen schon lange nicht mehr so gut gelungen. Meine Favoriten sind "No line on the horizon", "Magnificent", "Unknown Caller", "FEZ, being born", "White as snow" und "Cedars of Lebanon" (also fast das ganz Album) und die anderen Songs kommen nur wenig Abstand dahinter :-)
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TOP 50 REZENSENTam 28. April 2009
Ich höre die CD jetzt schon einige Zeit, vor allem auch beim Joggen, und bin begeistert. Die alte U2-Fülle schwingt mit und doch ist alles irgendwie leichter, weniger melancholisch, die Songs sind weiter, weiser, tragender. Der treibende Rhytmus ist irgendwie im Hintergrund noch da, aber eine melodiösere Einspielung im Vordergrund, wolkenleicht, optimistisch und neu.

Diese CD ist ein stückweit U2-Tradition, die Wurzeln eines unvergleichlichen Rythmus vermittelnd, der sich jedoch konsequent weiterentwickelt hat und einen neue Balance eingegangen ist. Die Lieder der 80er und 90er schreien die Botschaften hart und unmissverständlich in den Raum, die neuen Songs zelebrieren weisere Inhalte, zögerlicher, fragender, liebevoll mitfühlend:

See what you need
Then you'll see there's no other way to be
Take your time, don't be shy
It's your time to shine
(5. Strophe aus No line on the horizon)

Die Lieder aus den 80ern oder 90ern haben mich beim Joggen an den Rand der Leistungsgrenzen gebracht, diese CD lässt mich gleichmäßig optimistisch laufen. Sie ist weniger jugendlich, weniger rebellisch, dafür klarer, heller, strahlender - auf Höhen, die einem das Atmen leichter machen. Das Liebeslied "Magnificent" ist für mich der Hinhörer schlechthin, sowohl musikalisch als auch textlich, das eigene U2-Selbstverständnis:

I was born
I was born to be with you
In this space and time
I was born to sing for you
I didn't have a choice but to lift you up...

Die gesamte CD ist wie eine Hochebene, in die man sich katapultiert fühlt, auf der man besser, ruhiger und freier laufen kann, während viele der alten Lieder in den Berganstiegen hängen geblieben, dort als ewiges Echo selbst mir (manchmal) auf die Nerven gegangen sind. Es ist die beste CD von U2 heute, gestern waren die alten CDs die besten. U2 muss nicht im Zeitgeist schwimmen, sie steuern ihre Musik einem eigenen Rhythmus folgend auf immer neue (Hoch-)ebenen. Ein echter Hörgenuss.
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am 13. März 2009
Die Amazon-Redaktion sieht das Album gar als auf die Wurzeln von Joshua Tree zurückgehend. Da erhebe ich mal Einspruch! Soooo gut finde dieses Album nicht. Mit Joshua Tree ein Album zu vergleichen, kann ja auch nur in die Hose gehen. Aber nun zum Album: Ich habe es jetzt über eine Woche lang jeden Tag mindestens 2 mal gehört. "No line on the horizon" ist wohl gelungen, auch die "oh oh oh oh's...", aber da scheint es ein Problem zu geben. Aufgefallen ist mir, dass sich das im 2.Song wiederholt - nein - nicht die Melodie, aber dieses "oh oh oh.." Im dritten Song wird fortgesetzt mit dem "oh oh oh" und als Krönung, nachdem ich beim 3.Song davon schon leicht genervt war, kommt nochmals dieses "oh oh oh..." aber das nur "nebenbei"....
Der Startsong besticht durch Bonos Gesang und einem tollen Rhythmus, "Magnificent" klingt modern und dennoch nach U2, so wie die meisten Songs. "Moment of surrender" erinnert auch mich an "Acrobat", langsam und ruhig mit tollem Gesang, wie ich finde. "Unknwon caller" ganz klasse mit Ausnahme des angesprochenen oh oh oh... "I'll go crazy" könnte vom Album "ATYCLB" stammen, sehr eingängig. "Get on your boots" ist rockig und fetzig. "Stand up Comedy" halte ich NICHT für eine typischen U2-Song, da vor allem der Gitarrenriff mich viel eher an Led Zeppelin erinnert, z.T. auch an Red Hot Chilli Peppers. Trotz allem aber sicher auch toller Song. "FEZ-Being Born" muss man einfach sehr oft hören, damit der Song sich einem erschließt. Ich finde, es ist eines der besten Intros, die man in der Musikgeschichte findet. "White as snow" ist einfach nur schön. "Breathe" halte ich für einen typischen U2-Song, der sicher noch als Single-Auskopplung erscheinen wird. Tja, und "Cedars of Lebanon" beschließt dieses Werk.
Nach einmaligem Hören war ich schlichtweg enttäuscht. Nur "No line on the horizon" konnte mich anfangs begeistern. Jetzt, nachdem ich die CD mindestens 2 Dutzend Mal gehört habe, kann ich nur sagen, sie ist empfehlenswert. Natürlich sollte man nicht "The Joshua tree" oder "Achtung Baby" als Vergleich heranziehen. Da kann sie nur schlecht abschneiden. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne.
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