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125 von 136 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochklassiges, modernes Einzelspieler-Rollenspiel
Ich schreibe nicht oft eine Rezension, aber wenn, dann habe ich etwas wichtiges zum Objekt zu sagen.
Und dieses Spiel verdient die Mühe, eine Rezension zu schreiben.

Kurz dazu, was Dragon Age Origins ist.
Es handelt sich um ein PC-Rollenspiel (RPG), indem man die Rolle eines Kriegers, Magiers oder Schurken/Barden übernimmt und mittels drei...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2009 von Sascha Liebau

versus
140 von 188 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erzkonservativ und übertrieben kampflastig
Ein schweres Seufzen entfährt mir, als ich das Spiel beende, noch bevor ich es durchgespielt habe.

Das Spiel beginnt mit der Auswahl der grundlegenden Eigenschaften des Charakters. Weibchen, Männchen, Elf, Mensch, Zwerg, Magier, Krieger usw.
Die Origin-Story ist nicht uninteressant, und macht Lust auf mehr.
Doch bereits kurz danach,...
Veröffentlicht am 25. November 2009 von Brakiri


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125 von 136 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochklassiges, modernes Einzelspieler-Rollenspiel, 5. Dezember 2009
Von 
Sascha Liebau "SLi" (Bielefeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Ich schreibe nicht oft eine Rezension, aber wenn, dann habe ich etwas wichtiges zum Objekt zu sagen.
Und dieses Spiel verdient die Mühe, eine Rezension zu schreiben.

Kurz dazu, was Dragon Age Origins ist.
Es handelt sich um ein PC-Rollenspiel (RPG), indem man die Rolle eines Kriegers, Magiers oder Schurken/Barden übernimmt und mittels drei weiterer Gehilfen (die man allesamt selbst steuern kann) eine wirklich spannende und fesselnde Geschichte erlebt. Es ist keine freie große Welt, sondern vergleichbar mit vielen kleinen Instanzen(aus WoW), Gebieten. Es ist ein absolut, reines Singleplayerspiel und kann Offline alleine durchgespielt werden. Insgesamt ist es von der Spielart vergleichbar mit World of Warcraft, Baldurs Gate oder auch Neverwinter Nights.

Nun zum Wichtigen

Systemvorraussetzungen
Trotz offizieller Aussagen! Das spielt läuft auf einem XP Prof SP3, 2 GB RAM 800 MHz, Athlon 64-bit 2,6 GHz und Asus GeForce 7900GTX auf zweithöchster Detailstufe mit 4fach AnisotroperFilterung und 2fach AntiAlising sehr flüssig und sieht sehr, von anderen Games gewohnt, schön aus. Bei mir nicht überragend, aber gut.
Kritikpunkt: Ich muss schon ca. 10-15 Sekunden beim toten Gegner stehen bleiben, bis es "glitzert", heißt, bis ich die Beute aufnehmen kann.
(Das geht bei meinem Kumpel mit besserem PC sofort)

Was gibt es wichtiges über das Spiel zu erzählen?

1. Eine gute, fesselnde und spannende Story, die man durch Dialoge beeinflussen kann. Dein Charakter kann freundlich oder böse sein und auch so antworten. Manchmal verbaut es Dir Türen, manchmal öffnet es welche. Dieses Feature geht soweit, dass ich regelmäßig vor meinem (nicht abbrechbaren) Dialog sitze und mir überlege: "Ja, wie antworte ich jetzt? Wie entscheide ich? Mach ich ihn tot und sicher mir das Wohlwollen von König X, der mir wiederrum bei meinem Hauptanliegen hilft, oder lass ich ihn am Leben und bekomme unerwartete Hilfe in Form von XYZ oder eine wertvolle Rüstung. Kann ich König X vielleicht noch anders überreden?"
Weiterhin haben Deine Entscheidungen Auswirkungen auf die Loyalität Deiner Gruppenmitglieder. Entscheidest Du immer unmenschlich, grausam oder böse, verlassen Dich wohlmöglich Gruppenmitglieder, die durch und durch gut gesinnt sind.
Dieser Gedankengang verdeutlicht die Tiefe des Features, dass man Entscheidungen fällen muss. Es gibt auch Fähigkeiten in dieser Richtung, die der Charakter erlernen kann. So kann man "Einschüchtern" bzw. "Überreden" erlernen, für welches die Charaktereigenschaften "Stärke" und "Klugheit" wichtig sind. Dann hast Du in Dialogen mehr Möglichkeiten zu antworten und kanst versuchen einen Story-Charakter von etwas zu überzeugen oder ihn zu etwas zwingen.
Die Qualität der Geschichte, liegt in etwas auf dem Niveau von Baldurs Gate oder Neverwinter Nights. (Jeder hat ja eh seine Vorlieben und würde jetzt widersprechen oder zustimmen. Ich sage ja nur, dass es keine 0815-Geschichte ist.)

Das Spiel ist insgesamt sehr Dialoglastig. Es gibt Phasen reiner Erkundung und Kampfes und es gibt Phasen in denen man viel Kommunizieren muss und Entscheidungen fällen muss. Es wechselt sich sehr angenehm ab. Insgesamt würde ich es aber zu 60% dem Dialog-Bereich zuordnen. Diese Dialoge sind aber wie gesagt abwechslungsreich, und fordern eine Entscheidung und ein Verhalten, weshalb es kein "Durchklicken" ist. Viel zu lesen hat man meist auch nicht. Alle Dialoge sind vertont und lassen sich mit Maus und Tastatur bedienen.

2. Dein Charakter hat Eigenschaten, Talente, Zauber und kann durch das Sammeln von Erfahrung aufsteigen. So ähnlich wie beim Spiel World of Warcraft.
Das erledigen von Aufgaben für verschiedenste Gruppierungen und das töten von Monstern bringt Dir Erfahrungspunkte. Hast Du genug für ein Level zusammen, steigts Du auf und kann jeweils 3 Eigenschaftspunkte wie Stärke, Konstitution oder Geschicklichkeit usw. vergeben, als auch die nächste Stufe eines Zaubers erlernen, sowie manchmal ein Talent, wie "Kampfausbildung", "Kräuterkunde" oder "Giftherstellung" steigern.
Die Eigenschaftspunkte wirken sich direkt auf Deinen nächsten Kampf aus, so bringen Dir 3 Konstitutionspunkte genau 15 Lebenspunkte. Das Prinzip ist bekannt.
Bei den Zaubern ist es anders als bei WoW. Jeder neue "Zauberpunkt" bringt Dir auch fast immer wirklich einen neuen Zauber oder eine neue Nahkampffähigkeit. Manchmal sind die nicht so hilfreich, aber die Fähigkeit, die durch diese Fähigkeit in der Auswahlliste freigeschaltet wird, ist dann oft sehr gut. Es bestehen also Abhängigkeiten zwischen den Fähigkeiten. Insgesamt kann man aus einer Fülle von Fähigkeiten wählen, so dass man sich schon am Anfang gut überlegen muss, wofür man seine Punkte ausgibt. Alles wird nicht klappen. Als Beispiel gibt es Schildschläge mit Schaden und Betäubungseffekt, Eis-Orkane, Feuerbälle oder Blitze. Man kann Einschläfern, Desorientieren, jemanden verstärken oder auch verfluchen oder sich verwandeln oder etwas beschwören und noch vieles mehr...
Die Talente sind sehr nützlich, deshalb kann man die nicht mit jedem Level-Up steigern. In den Talente sind auch die Berufe versteckt. Spielt man bis zum Schluss, bekommt man zwei Talente bis auf die Maximalstufe vier und hat dann noch ein paar Punkte über. Es empfielt sich, bei jedem Gruppenmitglied andere Talente zu steigern, damit man nicht überall dasselbe hat.
Ja, richtig. Man steigert auch seine Gruppenmitglieder. Jedes hat einen eigenen Erfahrungsbalken, eine Talente, zauber und so weiter.

3. Gruppeninventar. Du hast am Anfang 60 oder 70 Taschenplätze. Jeder in Deiner Gruppe kann darauf zugreifen. Wundumschläge (Verbände) zum Beispiel hast Du einmal im Inventar, musst sie aber jedem Gruppenmitglied einzeln auf seine Aktionsleiste legen. Gegenstände können gleichzeitig von allen Gruppenmitglieder benutzt werden. Die Taschenplätze kannst Du erweitern in dem Du bei manchen Händlern neune Rucksäcke kaufst. Da bekommst dann immer zehn Plätze hinzu, kostet aber Souvereigns(Gold). Und Gold ist nicht soo reich gesähnt. Du musst viel viel sammeln, jede Kiste aufmachen und alles verkaufen, um an Geld zu kommen. Die Quests natürlich nicht zu vergessen.
Du musst auch alle Deine Gruppenmitglieder selbst ausrüsten. Wenn Du ein neues Gruppenmitglied bekommst, dass geschieht durch spontane Aktionen, durch Quests und durch die Storyvorgaben, dann hat dieses neue Mitglied schon eine relativ gute Rüstung. Du kannst ihm aber gefundene oder gekaufte Rüstung und Waffen aus dem Gruppeninventar anlegen. Du tust gut daran, allen eine gute Rüstung zu verpassen, denn Du steuerst ja alle und alle kämpfen mit Dir/für Dich.

4. Du findest immer Deinen Questort. Dragon Age Origins hat keine freie große Welt. Wenn Du eine Aufgabe übernimmst und das nächste Mal an einem vorgegeben Ort einen Ort/ein Gebiet verlässt, erhälst Du eine Karte auf der Einträge sind. Je nach angenommenen Quests hast Du bestimmte Einträge freigeschaltet, wo Du hinreisen kannst(Klick drauf, Ladezeit). Manche Orte sind von der Story vorgegeben, manche erscheinen nur, wenn Du die Quest hast.
Das bedeutet, dass man oft Laden muss, die Gebiete danach aber nicht klein sein müssen, aber auch nicht so groß wie in WoW. Bei meiner PC-Konfiguration(siehe oben), dauert das Laden schon so seine 20-30 Sekunden. Manchmal nervig, aber die Sucht nach dem Spiel macht es erträglich. Dafür das man keine freie Welt hat, kann ich es halt auch noch auf gehobenen Details spielen.

5. Deine einzelnen Gruppenmitglieder, egal ob gerade in Deiner aktiven Gruppe von vier Personen oder im Lager lagernd, haben Dir gegenüber eine gewisse Loyalität. Gespräche und die "richtigen" Antworten steigern diese Loyalität. "Falsche" Antworten oder Fragen können diese aber auch senken. Gibt man sich Mühe, steigt die "Gruppenmoral" und einzelne Mitglieder bekommen dauerhafte Boni. Durch Geschenke aus dem Inventar, kann man Mitgliedern eine Freude bereiten und die Loyalität steigt ebenfalls. Mag Dich ein Gruppenmitglied, kannst Du mit ihm auch andere Gespräche führen, als sie vorher möglich waren, so erfährst Du Stück für Stück mehr von Deinen Gefährten.

6. Charaktertiefe
Deine Begleiter haben allesamt eine eigene Story und Motivation. Jeder ist aus einem anderen Grund in Deiner Nähe. Mal weil sie mit Dir die Welt retten wollen, mal weil Du sie im Kampf bezwungen hast oder aus einem Gefängnis befreit hast. Läufst Du durch die Welt, unterhalten sich auch Deine Gruppenmitglieder untereinander. Sehr witzige Dialoge kommen da zustande und Du fühlst Dich, als sei diese Gruppe echt, diese Leute echt. Bioware hat sich viel einfallen lassen, um wirklich interessante und lustige Gefährten zu kreiren. Regelmäßig muss ich herzhaft lachen, weil der Humor der verwendet wird, wirklich tiefründig ist und es sehr schwer ist, solchen Humor zu erzeugen. Bioware hat das sehr gut drauf und ich kann nur meine unverhohlene Begeisterung äußern, wass die Ideen und die Umsetzung einer tollen Gefährtengruppe betrifft. Dieses Feature ist für mich das herausstechenste an diesem Spiel. Wunder Dich also nicht, wenn Du plötzlich von einem männlichen Gefährten umworben wirst und entscheiden musst, wie Du Dich ihm gegenüber verhälst. Natürlich tuscheln auch die anderen über Dich/Euch :) Eifersucht kann aufkommen...

7. Gameplay-Abwechslung
Nicht nur, dass man sowieso immer vier Charaktere gleichzeitig spielt. Bei mir meistens eine Magierin, einen Tank, einen Zweihandkrieger und einen Schurken. Nein, manchmal wird man durch Quests gezwungen einen Einzelnen auszuwählen und mit diesem eine Aufgabe zu erledigen. Es ist auch nicht immer nur knüppeln, knüppeln, knüppeln, sondern man muss Rätsel lösen, man muss Wege auslosten, man muss die richtigen Charaktere auf die richtigen Gegner schicken. Spielt man nicht auf Leicht, so verursachen Fähigkeiten die Schaden in einem Bereich und nicht auf einen bestimmten Gegner machen, auch Schaden an den eigenen Gefährten. So kommt Stellungsspiel ins Spiel. Die Pausetaste ist Gold wert. Man macht Pause und klickt durch seine Gruppenmitglieder. Bei jedem kann man entscheiden, was er als nächstes machen soll. Dann lässt man die Aktion laufen und macht wieder Pause. Je nachdem wie schwer der Gegner ist. Eine Dreiergruppe "weißer" gegner erledige ich ohne Pause, drei "orange" Gegner gehe ich da gezielter an. Sterben maximal drei Deiner Gefährten, so stehen sie nach erfolgreichem Kampf wieder auf und haben dauerhaften Wunden, wie -10% Konstitution. Durch bestimmte Items oder einem Aufenthalt im "Lager", können diese Wunden geheilt werden. Sterben alle, musst Du vom letzten Speicherpunkt starten. (Speichern kann man fast immer, es sei denn man ist im Kampf oder im Dialog)

8. Verhalten im Kampf einstellen
Man muss nicht immer Pause machen und allen neue Befehle geben. Es gibt ein geniales Feature in Dragon Age Origins, bei dem man jedem Gruppenmitglied vorgeben kann, wie es sich Verhalten soll, wenn man es nicht selbst steuert. Und das ziemlich detailliert. Jedes Mitglied hat je nach Level und Talentfertigkeit eine bestimmte Anzahl von "Taktikplätzen". Ein Taktikplatz kann man als "automatisches Verhalten" erklären. Diese sind nach dem Prinzip "Wenn...dann" aufgebaut. Beispielsweise kann man einem Nahkämpfer sagen, dass wenn ein Ziel weniger als 25% Gesundheit hat, dass dann ein "Kritischer Schlag" erfolgen soll, der meist das Ziel tötet. Oder man sagt der Heilerin, dass wenn ein Gruppenmitglied weniger als 10% Leben hat, dass dann ein spezieller Schutzzauber gewirkt werden soll. Oder dass wenn ein Ziel einen Zauber wirkt, dass dann ein Unterbrechungsschlag kommen soll. Oder das Ziele in weiter Entfernung eingeschläfert werden sollen oder oder oder. Es gibt sehr detaillierte Möglichkeiten das Verhalten von Gruppenmitgliedern, wenn man sie nicht selbst steuert und es macht sehr viel Spaß auszuprobieren, wie gut die Gruppe auch ohne persönliches Einschreiten kommt.
Manko dabei.
Man steuert IMMER genau einen Charakter und wenn man ihn selbst steuert, führt er seine eingestellten Taktiken nicht aus. Ich habe das gelöst, indem ich immer den Tank steuere, der sowieso nicht viel zu tun hat. Man kann ja im Kampf zwischen den Gruppenmitgliedern hin und her wechseln.

Kritikpunkte
Einge wenige Kritikpunkte habe ich, die auch so wichtig sind, dass ich sie der Kritik zu diesem durch und durch guten Spiel nicht vorenthalten kann.

Wirklich unschön ist das Zukaufen von zusätzlichen Quests. Man trifft In-Game Personen die Hilfe brauchen. Für diese Personen kann man durch die Funktion "Onlineinhalte herunterladen" Aufgaben absolvieren und tolle Rüstungen, Geld oder auch neue Gruppenmitglieder erhalten. Eine Quest hat man durch Kauf des Spiels frei, die anderen müssen mit EA-Punkten bezahlt werden. Und die EA-Punkte sind meiner Meinung nach happig teuer. 1800 Punkte kosten 17 Euro. Und für 500 Punkte bekommt man eine zusätzliche Quest. Lohnen tut sich das In-Game schon, denn man erhält möglicherweise Dinge oder außergewöhnliche Gruppenmitglieder, die Spaß machen oder einen echt weiterbringen. Insgesamt finde ich es aber zu teuer. Das sei ja jedem selbst überlassen. Stören tun diese Dinge jedoch nicht. Man kann auch ohne das Spiel durchspielen.

Die Charakterübersicht hat einen riesigen Makel. Für Nah oder Fernkämpfer werden korrekte Schadensanzeigen angeboten(DPS). Für Magier fehlt dies. Jegliche Zauberkraftboni oder überhaupt die Schadensanzeige von Zaubern fehlt.

Einmal angenomme Quests können nicht abgebrochen werden. Aus WoW war ich gewohnt, erst einmal alles anzunehmen. Hier ist das nicht sinnvoll. Man sollte sich die Zeit nehmen VOR Annahme der Quest zu lesen was die von einem wollen. Manchmal ist das gar nicht so erstrebenswert die Quest zu machen. Gibt zwar Geld und Erfahrung, aber möglicherweise schadet es euerer Gesinnung.

TIPPS fürs Spielen
- Nehmt einen Schurken in die Gruppe der sehr schnell, sehr hohe Schlösser knacken kann. Das bringt euch bares Geld, gute Rüstungen und die Möglichkeit, manche Questgegenstände schneller zu finden.

- Entscheidet euch, was euer Charakter gut können soll und fördert gezielt, erstmal diese Fähigkeiten. Sonst habt ihr einen Allrounder, der mit keiner Fähigkeit besonders "durchschlagend" ist.

- F5 ist Schnellspeichern (F9 Schnellladen). Vor Dialogen und Türen immer speichern. Manchmal ist man überrumpelt von der nächsten Situation und wollte es eigentlich anders machen. Oder man möchte aus Interesse wissen, wie es weitergehen würde, wenn man anders entschieden hätte.

- Nutzt die Taktikoptionen. Es macht irre Spaß die Gruppe "alleine" kämpfen zu lassen und zu sehen, wie sie klarkommt. Ich habe Stunden mit der Einstellung der richtigen Taktik für die einzelnen Charaktere gebraucht.

- Sprecht mit euren Gefährten, fragt sie aus. Macht euch Freunde oder auch Feinde :)

So das wars von mir zu Dragon Age Origins.
Das Spiel ist sein Geld Wert. Man bekommt eine tolles, tiefes und technisch gutes Spiel, dass auch noch auf zwei Jahre alten Rechner gut läuft(Ladezeiten mal außen vor). Die Story, das Dialogsystem und die tiefen Gefährtencharaktere machen für mich das Spiel aus. Bei dem Rest vermisst man eigentlich Nichts, was man von solchen Spielen gewohnt ist. (Auch eine tolle Bonus-Rüstung beim Sammeln einer speziellen Drachenschuppe ist ebenfalls dabei.) Ich kann das Spiel jedem empfehlen, der im Speziellen eine gute Story in einem gutem RPG sucht und nicht durch zahlreiche Dialoge gelangweilt wird. Es ist für mich seit Neverwinter Nights das packenste RPG das ich gespielt habe. Und durch meine umfassende Erfahrung mit RPGs oder insgesamt Computerspielen, bedeutet es schon etwas, wenn ich mich dazu entscheide, Sonntags um neun auszustehen, um ein Spiel zu spielen.

Eins noch. Selbst meine Frau, die rein gar nichts spielt und nur ebay und iTunes am PC verwendet, fand das Spiel so gut, dass sie sich beim Spielen neben mich gesetzt hat und zugeguckt hat, weil es, wie sie sagt, "wie ein Film" ist. Wenn das nichts heißt...
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226 von 256 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich verneige mich vor Bioware, 9. November 2009
Von 
Marius Regler "RPG-Fan" (Rüsselsheim, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Ich liebe klassische Part-RPGs. Egal ob The Bard's Tale, DSA, Dragon Wars, Champions of Krynn, Wizardry, Baldur's Gate, Icewind Dale oder Neverwinter Knights, usw. alle diese Spiele und noch einige mehr habe ich mit Begeisterung gespielt. Spiele wie Gothic 1-3, Risen, Morrowind oder Oblivion sind ja auch ganz nett, machen mir aber nicht halb so viel Spaß.

Nun zu "Dragon Age: Origins" (Das Folgende bezieht sich auf die englische Version):
Ich habe das Spiel am Samstag erhalten und es hat mich für den Rest des Wochenendes an den Bildschirm gefesselt. Es begann schon mit der Einführung meines Charakters, die mich echt umgehauen hat. Dies führte dazu, dass ich nachdem ich eine Weile mit meinem ersten Charakter gespielt hatte, noch 5 weitere Charaktere erstellt habe, um die 6 verschiedenen Einstiegssequenzen durchzuspielen. Es ist wirklich unglaublich wie wunderbar all diese Geschichten erzählt sind und wie gut selbst Charaktere entwickelt sind, die vermutlich im weiteren Verlauf keine große Rolle mehr spielen werden.
Auf einige NPCs, die man in diesen Einstiegsequenzen kennenlernt, trifft man aber auch apäter nochmal. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn ich mit meiner Magierin an eine bestimmte Stelle komme, die ich mit meinem ersten Charakter bereits passiert habe. Der Wiederspielwert ist allein schon aufgrund dieser Begebenheiten ungewöhnlich hoch für ein lineares Rollenspiel. Hierzu tragen auch die interessanten Gefährten bei, die sich immer wieder miteinander unterhalten oder streiten und auch bei einigen Dialogen "ungefragt" ihren Senf dazu geben. So kann sich durchaus einiges ändern wenn man sich an bestimmten Stellen für eine andere Zusammenstellung der Begleiter entscheidet.

Die Grafik ist sicherlich nicht atemberaubend wie einst bei Oblivion, aber sie ist auch bei mittlerer Detailstufe nicht hässlich.

Der Sound gefällt mir hervorragend. Die Dialoge sind, zumindest im Englischen (die Deutsche Fassung kenne ich nicht), fantastisch vertont und die Musik ist ebenfalls großartig und unterstriecht wunderbar die emotionale Geschichte.

Das Gameplay ist ähnlich wie das, was man aus Baldurs Gate oder NWN2 kennt. An die Kamerasteuerung musste ich mich erst noch etwas gewöhnen, aber mittlerweile ist das gar kein Problem mehr.

Noch ein paar Anmerkungen zu einigen Kritikpunkten, die hier genannt wurden:

Gefallene Helden stehen nach dem Kampf wieder auf:
Das stört mich persönlich nicht. Mittlerweile ist das Standard bei Part-RPG. Früher musste man zum Tempel oder sonstigen Heiler rennen zwecks Wiederbelebung, heute gehen die Helden stattdessen nur kampfunfähig und lebensgefährlich verletzt zu Boden, so dass sie nur sterben, wenn am Ende keiner mehr steht, der ihnen helfen kann. Ob es so ideal ist, dass sie sich doch recht schnell von selbst regenerieren ist ne andere Frage. Immerhin sorgen die Verletzungen dafür, dass Helden, die zu Boden gingen, anschließend nicht voll bei Kräften sind, sondern mit verschiedenen Mali zu kämpfen haben.

Rasten/Essen nicht nötig:
Das Essen war bisher nur in wenigen Rollenspiel überlebenswichtig (z.B. DSA). Das war zwar realistisch, aber etwas nervte es doch immer wieder Rationen zu kaufen für den Fall, dass die Jagd nicht erfolgreich war. Das Rasten dient in den meisen RPGs, neben der Heilung primär um die Zaubersprüche wieder "aufzufüllen". Da man sich bei DAO für ein anderes Magiesystem entschieden hat, als das von D&D entfällt das hier. Auch damit kann ich ganz gut leben.

Dynamische Tag/Nacht-Wechsel fehlen:
Ist für mich ne nette Spielerei, die sicherlich Atmosphäre schaffen und die Spielwelt lebendiger erscheinen lassen kann, aber bei DAO tragen die Story und die Charaktere sehr viel mehr dazu bei diese Welt mit Leben zu füllen, als es ein Tag/Nacht-Wechsel je könnte.

Begrenztes Inventar:
Das ist in der Tat etwas störend, aber zum Einen gibt es im Spiel Items, die zusätzliche Inventarplätze bringen und zum anderen war ich bisher noch nicht in der Situation, dass ich etwas rumliegen lassen musste, weil ich das meiste sowieso schnell wieder verkaufe. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn es von vornherein eine Möglichkeit geben würde gewisse Dinge zu lagern. Gerade für die Gegenstände, die man fürs "Crafting" benötigt.

Versteckte Zusatzkosten:
Darüber hätte ich mich aufgeregt, wenn es nur ein halbes Spiel gewesen wäre. Aber DAO ist ein vollwertiges umfangreiches, um nicht zu sagen episches Spiel, das für viele Stunden Spielspaß bietet. Von daher finde ich den "Added Content" zum dazu kaufen nicht so schlimm. Natürlich kann man sich daran stören, dass dieser Added Content sich zum Teil auf das Hauptspiel auswirkt, aber für mich persönlich erhöht das nur den Wiederspielwert zu einem späteren Zeitpunkt.
Bedenklich ist die Praxis dagegen bezüglich des Weiterverkaufs des Spiels, da ein Gebrauchtkäufer den heruntergeladenen Added Content nicht mit übernehmen kann.

Noch eine Anmerkung (Ich weiß nicht ob dies auch auf die deutsche Fassung zutrifft):
Dieses Spiel ist definitiv ein Spiel für Erwachsene. Die Gewaltdarstellung ist explizit und Blut fließt reichlich. Aber auch Story und Dialoge sind nicht immer für Minderjährige geeignet.

Fazit:
Für mich "bisher" das beste Spiel, das ich je gespielt habe. Die Geschichte wird grandios erzählt und ist absolut fesselnd. Bei keinem anderen Spiel habe ich jemals so mit den Charakteren mitgefiebert. Es gab Momente, da hatte ich fast Tränen in den Augen. Besonders gut gefällt mir, dass nicht alles schwarz und weiß, gut und böse ist, sondern dass es Graustufen gibt.

Ich werde die Rezension ggf. aktualisieren, wenn mir im weiteren Verlauf, noch Dinge auffallen.
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87 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hervorragendes Spiel, 6. November 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Also, um allen hier eine solide und nicht beeinflusste Rezension abzugeben, die sich nicht weiter mit überteuerten Preisen von Drittanbietern oder Sinn und Unsinn von zusätzliche Inhalten beschäftigt, leg ich mal los.

Zu allererst muss man sagen, dass es ein grundsolides Singleplayer Rollenspiel ist, das durch seine Atmosphäre und durch die Interaktion mit seinen Gefährten und Gefährtinnen lebt. Jeder der Mitstreiter in diesem Spiel hat einen eigenen Charakter, eigene Tiefe und verhält sich seinen Idealen entsprechend. Alistair zum Beispiel ist ein frommer Mensch, wenn er auch mit bissigen Kommentaren nicht geizt, Morrigan, die Zauberin, hingegen ist es lieb und recht wenn man jedem der nicht ihrer Meinung ist einfach aus dem Weg räumt. Allein dafür verdient dieses Spiel gute bis sehr gute Bewertungen, da es diese Tiefe der Charaktere selten bis in keinem anderen Spiel dieser Kategorie zu finden gibt. Erst recht, wenn sich die Entscheidungen des Spielers dynamisch auf die Charaktere und deren Loyalität auswirkt, denn nun muss man sich wirklich vorher überlegen, WEN man in die Gruppe aufnimmt und WIE man mit anderen Charakteren interagiert. Nicht nur deshalb ist der Wiederspielwert enorm hoch, sondern auch, da man aus 6 verschiedenen Origins wählt, die einem einen anderen Start in die Geschichte geben.

Weiterhin muss man sagen, das das Kampfsystem, so "alt" es auch sein mag, immernoch bestens funktioniert, bis auf einige Aussetzer der K.I der Gefährten in engeren Räumen, aber das kann man verschmerzen. Auch, dass die Grafik nicht auf dem "neusten" Stand ist, ist Ansichtssache. Man hätte sie an einigen Stellen polygonlastiger machen können, ja, aber dennoch sollte man nicht vergessen, dass es bei Spielen, die eine wirklich echte, packende und mitreißende Story haben auch gerne grafische einbußen in Kauf zu nehmen sind. Das heißt nicht, dass die Grafik schlecht ist, im Gegenteil. Die Charaktere sind liebevoll animiert, so dass man wirklich ihre Gemüthslage erkennen kann, ebenso die wunderschön schimmernden Rüstungen und nicht zu vergessen die wundervoll inszeniertzen Zwischensequenzen die eine wahre cineastische Pracht sind und einen wirklich beeindrucken, ebenso wie die "finishing moves", bei denen das Spiel dann in Zeitlupe schaltet und eine Sequenz abspielt, die den Gnadenstoß prächtig zur Geltung kommen lässt.

Natürlich gibt es auch bei diesem Spiel ein paar Mängel. Das Waffenarsenal ist zum Beispiel nicht sonderlich groß, es sind vielleicht 4-5 verschiedene Waffen in einer Kategorie zu finden, die man zwar mit Zaubern oder Runen versehen kann um das Aussehen noch etwas anzupassen, allerdings hat man schnell alle Waffen gesehen. Auch, dass die Spielwelt nicht frei erkundbar ist, wie z.B bei Drakensang oder Risen, kann man als Mangel bezeichnen, muss man aber nicht. Die Linearen "Level" dieses Spiels fügen sich nahtlos ein sowohl in die Geschichte als auch in den Spielfluss. Es ist ein lineares Spiel, ja, aber die packende Story, die Entscheidungen die der Spieler trifft und nicht zuletzt der Einfluss und die Tiefe der Mitstreiter machen dieses Spiel zu einem wahren ROllenspiel Meilenstein. Nicht umsonst sind sich Spielezeitschriften einig, dass es wohl das beste Rollenspiel 2009 ist, wenn nicht sogar für etwas länger, denn die Download Inhalte die es gibt, und geben wird, werden noch für einiges mehr an Spielzeit und Überraschungen sorgen. Dazu muss man sagen, dass sie kostenpflichtig sein können aber nicht müssen. Dazu sei noch gesagt, dass man sich die Download Inhalte NICHT herunterladen muss, um ein vollwertiges Spiel zu erleben, denn Dragon Age: Origins bietet auch ohne "Zusätze" eine Spielzeit von etwa 40-50 Stunden.

Aus meiner Sicht ein hervorragendes Spiel, das jeder Rollenspielfan der ersten Stunde haben muss! Aber auch andere sollten sich den Genuss dieses Spiels nicht entziehen ;)
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46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In vielerlei Hinsicht der Inbegriff eines Rollenspiels, 8. Januar 2010
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Als dicke Spatzen Anfang des letzten Jahres Releasetermine von den Dächern pfiffen, war bereits zu erahnen, dass Piranha Bytes Risen und BioWares Dragon Age: Origins (DA:O) den Titel des besten RPG anno 2009 unter sich ausmachen würden. Nun, um es nicht unntötig spannend zu machen: Sieger nach Punkten - Dragon Age: Origins! Ein klarer K.O. scheppert anders, aber am Urteil gibt's nichts zu rütteln. Wartet mit dem Applaus, bis ihr gehört habt, weshalb das deutsche Rollenspiel nennenswerte Chancen hatte und der vermeintliche Favorit ordentlich einstecken musste.

1. Zur Grafik und Steuerung

Wenn der weitgereiste Abenteurer von heute prahlerisch von seinen Heldentaten berichtet und Dritte mit seinen persönlichen Screenshot-Alben langweilt, wird er jene aus BioWare-Spielen sicher gekonnt überblättern. Werke der Spielschmiede glänzten allzeit mit anderen Vorzügen als dem der Grafik. Etwas fürs Auge servierte stattdessen die Konkurrenz mit Oblivion, Gothic 3 oder Two Worlds, wobei es vorerst auch bleiben wird. Kanadas Rollenspielgötter waren in DA:O löblich um eine detailreiche Darstellung der Gesichter bemüht, sonst jedoch abermals nachlässig. Sowohl Animation als auch Schärfe alles anderen lassen zu wünschen übrig. Scrollt man mithilfe des Mausrads in die isometrische 2D-Ansicht, reist man gar in der Zeit zurück. Abgefahren? Wohl kaum! Neverwinter Nights 2 mag ein Klassiker sein, ist aber auch gut drei Jahre alt und humpelte in dem Belang schon damals. Mittels schwacher Grafik wollte ich nicht daran erinnert werden. Annehmbar wird es wieder, wenn man in eine halbschräge Verfolgerperspektive wechselt. Dann jedoch gilt es, die Steuerung umzustellen. Da die Party ständig im Bild steht, ist ein Rechtsklick mit der Maus auf den Boden nur noch unter Umständen möglich. Also müssen die WASD-Tasten her, was das Anklicken einzelner Gegner, einen Zwei-Meter-Qunari vor der Linse, natürlich nicht einfacher macht. Kurzum: Dem Spieler bleibt die Wahl zwischen chicer Grafik und Übersicht, beides gibt's nicht. Nicht jede Einstellung ist mit jeder Steuerung kombinierbar.

2. Die Stimmung: Von vielem inspiriert ...

Schon im August 2008 - ein dicker Promoter lud auf der Games Convention zum Schnupperkurs - hatten die Macher gestehen müssen, sich schamlos an allem ein Beispiel genommen zu haben, was das Fantasy- und Rollenspiel-Genre in den letzten zehn Jahren erleuchtet hat. So erinnert die unterirdische Zwergenbinge Orzammar in ihrer ringförmigen Anordnung nicht zufällig an die in Drakensang, die triste, apokalyptische Stimmung und die plappernde Hintergrundkulisse durchaus an The Witcher und das Scharmützel im ersten Akt ganz klar an den Ansturm Isengarts auf Rohans Refugium im zweiten Teil des Herrn der Ringe. Wer Augen und Ohren offen hält, stolpert noch über viele weitere Referenzen dieser Art. DA:O kupfert dennoch nicht anstandslos ab, sondern versucht sich stattdessen an einer respektvollen Ode an die fulminanten Einfälle der geschätzten Kollegen. Als Spieler sieht man sich lediglich zaghaft an alte Reisen erinnert. Die Glaubwürdigkeit der Welt bleibt also trotz Potpourri-Zügen gewahrt.

3. Der Inbegriff eines Rollenspiels

DA:O ist ein prächtiges Rollenspiel geworden, das der Beschreibung seiner Art in vielerlei Hinsicht alle Ehre macht: Individuelle Charaktererstellung, ein dem angepasstes, ureigenes Vorspiel zum eigentlichen Plot und Möglichkeiten, die eigenen Geschicke und die Darstellung zu beeinflussen, bis in den Epilog hinein. Speziell die Entscheidungsgewalt verleiht dem Begriff "Wiederspielwert" Flügel. Wenigstens vier verschiedene Stellen narrativ tragender Bedeutung würde ich in einem zweiten Durchgang gänzlich anders bewältigen. Mein Blutmagier war, seiner Zauberkunst angemessen, nämlich eher opportunistisch veranlagt und meuchelte im Zweifelsfall auch kleine Kinder ...

Das Besondere an den Entscheidungsmomenten: Nicht selten wird hier sprichwörtlich die Wahl zur Qual. Antworten eindeutiger Gesinnung, bei denen ganz klar ersichtlich ist, wofür sich der Held in strahlender Rüstung und wofür sich dunkle Gemüter entscheiden müssten, sind nicht immer zur Hand. Gewissenskonflikte, der Vorzug des kleineren Übels und nachträgliches Rätseln ob der Richtigkeit des eigenen Handelns heben das zwischenmenschliche Mit- und Gegeneinander auf eine neue Stufe. Just das ist das Leben. Auch hier entpuppt sich das Spiel als eines für Erwachsene. Ich kann mich an keines erinnern, bei dem ich mir bei der Auswahl meiner Erwiderungen so viel Zeit gelassen habe, weil ich schlicht unsicher war. Immer wieder riskierte man nämlich nicht nur, eine unbedeutende Nebenrolle zu opfern, sondern mitunter gar einen Begleiter, der einem schon richtig ans Herz gewachsen war. Die kleine Hexe mit lila Lidschatten erweist sich nämlich nicht nur besonders ... ähm, dankbar ..., sie packt auch ruck zuck die Koffer, wenn man ihr den Beischlaf verweigert.

Beispielhaft ist DA:O nicht zuletzt in puncto Heroik und Pathos. Gewaltige Massenschlachten, bis zu den Knien in Blut badende Wächter der Menschen, Elfen und Zwerge, Drachen mit der Flügelspannweite einer Antonow An-225 - die Drehbuchautoren zogen wahrlich alle Register, um eine Geschichte zu erzählen, wie sie kleine Jungs lieben. Und das nicht nur im Ganzen. Man wartet auf ein bewegendes Ende nicht unbedingt bis zum Schluss, sondern erlebt immer wieder eines, wenn man eine Binnenhandlung abgeschlossen hat. Flimmert dann das verdiente Rendervideo über die Mattscheibe, scheint alles Leid und jedwede Anstrengung dieses Kapitels wie weggewischt.

4. Zur Skillung und Konfiguration

Eines vorweg: Es gibt keine Level-Grenze mehr, wie noch in anderen Spielen BioWares üblich. Dennoch bleibt wenig Platz für Experimente. Gerade Krieger kämpfen meist sehr spezialisiert - entweder beidhändig, mit der Zweihandwaffe oder mit Schild und Schwert. Genau wie es sein sollte ...

Die Herausforderung: Die Kämpfe laufen taktisch auf höchstem Niveau, was gleichwohl bedeutet, dass alle Partymitglieder strategisch ideal konfiguriert sein sollten, wenn man das Gemetzel nicht alle zwei Sekunden unterbrechen möchte, um jeden einzeln zu steuern. Von sich aus verwenden sie Fähigkeiten, Tränke und Zauber nämlich nicht. Diese Anweisungen lassen sich in einem extra Karteireiter nach dem IF - THEN-Muster in einzelnen Taktikfeldern festhalten.

Das Problem: Wie viele dieser Slots einem Charakter zur Verfügung stehen, wird unter anderem vom Attribut Klugheit bestimmt. Um auf die Vielzahl an nützlichen Fähigkeiten und Zaubern auch zurückgreifen zu können, möchte man logischerweise möglichst viele Taktikfelder freischalten. Also muss auch der dumme Zwerg in dicker Rüstung regelmäßig klüger werden, obwohl er das Attribut abseits dessen gar nicht benötigt und es auch stereotypisch untypisch ist. Der Kleine ertränkt jeden sinnigen Gedanken normalerweise in Litern starken Biers. Bei mir hätte er am Ende trotzdem locker seine Dissertation schreiben können.

5. Die kleinen Ärgernisse

Klar, gab es die! Was wäre ein Spielchen ohne ...? Das meiner Ansicht nach Größte ging mir auch bis zum Abspann immer wieder einmal auf die Nerven: In der Zusammenstellung der Party sind dem Spieler viele versteckte Grenzen gesetzt. Und es bleiben nur drei Plätze neben dem eigenen, die es zu stopfen gilt.

Einer davon muss schon einmal an einen Schurken vergeben werden, sofern man nicht selbst einen mimt. Nur ein solcher vermag es, Truhen und Kisten mit Schlössern im Spiel zu öffnen. Und öffnen muss man sie. Das Gold ist derart knapp bemessen, dass jeder noch so rostige Dolch eingesammelt und verhökert werden muss, um sich ab und zu etwas leisten zu können. Vom Rest der Truppe ganz zu schweigen. Wenn der Hauptcharakter aus seiner Rüstung herauswächst, darf sie der Zwerg weitertragen. Klamottenmanagement wie bei den Weasleys. Das Wirtschaftssystem Dragon Age's empfand ich als übertrieben realistisch: Viel Arbeit, wenig Bares und nicht einmal Geld für ein Würstchen auf die Hand. Auf die Robe meiner Träume sparte ich mehr als dreißig Stunden reiner Spielzeit. Das sind Wartezeiten wie im Sozialismus ...

Mindestens ein weiterer Platz geht zudem an einen Magus mit einem Abschluss in Geistheilkunde. Ohne geht es meiner Meinung nach schon auf normalem Schwierigkeitsgrad nur schleppend voran. Der Schaden, den die Gruppe einstecken muss, ist derart enorm, dass Massenheilung Pflicht wird. Wollte man alles mit Verbänden auffangen, kämen die Betroffenen zum einen zu nichts anderem mehr, als sich die anzulegen, und würden zum anderen derart viel davon verbrauchen, dass nur noch mehr Gold für Zutaten dafür draufgänge.

Bleibt nur ein frei zu vergebener Posten übrig. Der wiederum gebührt vorzugsweise jemandem, der einem eine Subklasse beibringen kann, auf die man es abgesehen hat. Beispiel: Spielt man selbst einen Schurken und möchte im späteren Verlauf zum Assassinen werden, bietet es sich an, den "experimentierungsfreudigen" Elfen der Runde einzupacken, der sich seinerseits auf's lautlose Abmurksen versteht. Das lehrt er nämlich nur, wenn man genügend Einfluss auf ihn hat und der lässt sich nicht ausschließlich durch Geschenke manipulieren. Also nimmt man ihn mit, heuchelt Verständnis und hofft auf sein Wohlwollen. Gott gib, dass es nicht mehr bedarf ...

Summa Summarum: Es bräuchte einfach einen weiteren Platz in der Gruppe.

Beklagenswert sind ferner die modischen Optionen für Magi. Zwei verschiedene Roben-Modelle in unterschiedlichen Farben sind einfach armselig wenig, um den eigenen Charakter auch klamottentechnisch zum Ausdruck zu bringen. Versteht mich nicht miss, mir genügt ein Kleidchen, aber ich will es persönlich aussuchen dürfen. Für ein "Haupsache warm!" bin ich nicht Pragmatiker genug.

6. Fazit

Was Dragon Age: Origins Risen voraus hat, ist vor allem eine anständige zweite Hälfte, die der ersten qualitativ ebenbürtig ist. Dass man in BioWares Erzählung Verstärkung erhält, relativiert sich mit dem Umstand, dass die fast vorbestimmt mitgeschleppt werden muss. DA:O glänzt mit einer stattlichen Spieldauer von mehr als sechzig Stunden, vorausgesetzt man bemüht sich um das Gros der Nebenquests, und einer besonders aufwändig vorangetriebenen Haupthandlung, in die offensichtlich viel Liebe zum Detail und Geduld geflossen ist. Ich hatte Rollenspiele in den Fingern, die mich mehr gefesselt haben, möchte dieses hier aber nicht missen und daher jedem Fan des Genres ausdrücklich den Kauf ans Herz legen. Das Geld ist, gemessen an der Spielzeit, vortrefflich angelegt.
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140 von 188 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erzkonservativ und übertrieben kampflastig, 25. November 2009
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Ein schweres Seufzen entfährt mir, als ich das Spiel beende, noch bevor ich es durchgespielt habe.

Das Spiel beginnt mit der Auswahl der grundlegenden Eigenschaften des Charakters. Weibchen, Männchen, Elf, Mensch, Zwerg, Magier, Krieger usw.
Die Origin-Story ist nicht uninteressant, und macht Lust auf mehr.
Doch bereits kurz danach, fällt das Spiel für mich völlig auseinander.
Von der NWN2-Engine abgesehen, die zwar leicht verbessert ist, aber eigendlich nicht mehr auf aktuellem Stand ist, hatte ich das Gefühl, in diesem Spiel schon alles gesehen zu haben.

Die Basisstory ist Herr der Ringe. Damit spoiler ich nicht, dass erfährt man in den ersten 1-3 Stunden.
Im Prinzip gibt es eine grosse dunkle Armee am Horizont, die bereits in der Vergangenheit Ferelden heimgesucht hat, und alle paar Hundert Jahre erneut versucht die Königreiche zu unterwerfen/zu zerstören.
Es gibt eine kleine Gruppe von Leuten die sich dem Kampf gegen diese "Darkspawn" verschworen haben, und jedes mal aufs neue die Völker vereinen um gemeinsam dem Böse zu trotzen.

Die ersten 20 Stunden des Spiels passiert eigendlich nichts Überraschendes. Man kämpft sich durch mehr oder minder grosse Horden um dann irgendwann mit dem Abklappern der damaligen Alliierten, Zwerge, Menschen, Magier und Elfen zu beginnen.

Der beste Teil an dem Spiel, sind die Interaktionen mit den Chars die man unterwegs auflesen kann. Problematisch hier ist, dass nur sehr wenige dieser Charaktere wirklich tief und interessant sind. Um sie zu nennen: Alistair, Wynne und Morrigan, wobei letztere von den meisten Testern extrem stark überbewertet wird. Sie ist zunächst interessant, ja, aber wenn man einen "Guten" spielt, ist sie als Gruppenmitglied nicht zu gebrauchen, da man bei jeder "guten" Quest Zustimmung bei ihr verliert. Ab einem bestimmten Dialogpunkt, kann man auch ihrem "Redemption"-Pfad nicht weiter folgen, und ab diesem Punkt fällt sie in ein reines "evil"-Klisché, ab dem die Unterhaltung keinen Spass mehr macht. Spassig hingegen sind die Unterhaltungen unterwegs, wenn sich Morrigan und Alistair kappeln, oder Wynne ein wenig Seelenbalsam von Leliana erfährt.

Hauptproblem und Hauptbestandteil des Spiels ist aber der Kampf.
Ohne übertreiben zu wollen, besteht das Spiel zu weit über 70% aus Gekloppe.
Meistens wenig sinntragende Kämpfe, die leider auch meistens extrem lange dauern.
Bei Dragon Age leveln die Gegner mit, so dass die "Arbeit", und es ist wirklich nicht anderes als Arbeit, nie wesentlich kürzer oder schneller abgehandelt wird. Hurlocks vom Anfang, die man auf Level 5 getroffen hat, benötigen genausoviel Arbeit, wie auf Level 12, weil sie mehr Rüstung und mehr Lebenspunkte haben, als zuvor. Die gleichen Monster, machen nun dem Level 12 Magier genausoviel Probleme wie zu Beginn.

(Hier möchte ich übrigends anmerken, das sich alle Welt bei TES:Oblivion über das Level Scaling aufgeregt hat, und nun bei Dragon Age wird es von den meisten "professionellen" Testern in den Magazinen unter den Tisch fallen gelassen. Für mich eine klar Ungleichbehandlung, die erwähnt werden sollte)

Normalerweise würde man sagen: Ok, kann ich mit leben.
Dragon Age macht diese Qual aber noch schlimmer.
Um die Kämpfe schwieriger zu machen, werden einem irgendwann immer mehr der gleichen Monster auf einmal geschickt. Es ist nicht selten, dass man 20 Gegner an der Backe hat, und jeder noch so unwichtige Zufallskampf in Ruinen und Dungeons artet in eine epische Schlacht von 10-20 Minuten aus, in denen man ein unglaubliches Mikromanagement betreiben muss, um zu gewinnen, und den einen oder anderen Heiltrank verbraucht, den man sich eigendlich für wichtige Kämpfe aufsparen wollte. Eine Erhöhung des Schwierigkeitsgrades durch geschickte Gegnerkombi oder Taktiken, sucht man hier vergebens.

Das wäre an sich garnicht so schlimm, wenn diese Kämpfe nicht ständig und ständig passieren würden.
In den ersten 30h des Spiels, habe ich ungelogen bestimmt 25 davon im Kampf verbracht. Für jede Zeile Dialog, 30 Minuten Kampf, für jeden Mikrometer Storyfortschritt, 1 Stunde Kampf.

Leider gibt es nur wenig Möglichkeiten, diesen Kämpfen auszuweichen. Die Dungeons und Ruinen sind voll von planlos gesetzten Gegnern, die anscheinend nur den Sinn haben, das Spiel zu strecken. Mit dem Überredenskill auf Maximum konnte ich bisher genau 3 von sicher 100 Kämpfen vermeiden.

Auch bei den Haupt- und Nebenquests sieht es nicht besser aus. Quests wo man reden muss, Rätsel lösen oder Dinge herausfinden, sind Mangelware. Die die es gibt, z.B. Alistairs Quest, sind ohne Kampf, aber kaum 5 Minuten lang. Hier hätte man eine schöne Story mit Herzschmerz erzählen können. Aber es bleibt bei 5min Dialog, nichts ist gelöst, und die Nebenstory ist fertig. Sowas ist einfach nur schwach.

Die restlichen Quests, sei es Haupthandlungsstrang oder Nebenaufgaben, bestehen im Schnitt aus 80-90% Gekloppe. Eigendlich passiert ausser 80% Gekloppe, 10% Dialog, und 10% Sequenzen ansehen, in denen man nicht handeln kann, nichts weiter. Zu erforschen gibt es in den kleinen, schlauchartigen Arealen nichts, ausser das man ab und zu ein paar Kräuter findet.

Auch die Story wird nur sehr mühselig und langsam erzählt. Es hat mich sicher 15 Stunden Gekloppe gekostet, um den Arl zu retten. Ich sage euch, die Dungeons in Haven sind einfach eine grosse lange Qual von ständigen Kämpfen. Ist der Arl gerettet, lässt er 10 Zeilen Dialog los, und wieder muss der Held alleine weitermachen.

Das Abklappern der Alliierten, um sie an ihr Versprechen zu erinnern, beim Kampf gegen die Dunkelheit zu helfen, ist einfach nur Arbeit. Kloppen hier, kloppen dort. Hier stellt sich sogar oft die Sinnfrage, wie einem Leute helfen sollen eine riesige Armee von Darkspawn aufzuhalten, die nichtmal mit ihren lokalen Problemen alleine fertig werden. Wie sollen mir ein paar ausgehungerte und reduzierte Elfen helfen, die nichtmal ihr eigenes Dorf vor Werwölfen schützen können?
Bei meinem Besuch bei jenen Elfen, der etwa 5 Stunden gedauert hat bisher, habe ich 4,5h davon kloppend verbracht, und den Wald von Werwölfen, Dryaden, Bären und ähnlichem entvölkert. Das Zeug ist dann auch noch auf meinem Rückweg zum Dorf respawned, so das ich erneut Kampf nach Kampf hinter mich bringen musste.

Wie schon gesagt, ist die Basisstory eher schwach, weil HdR und das KENNEN wir schon! Der Rest ist wenig überraschendes Beiwerk, welches nur sehr langsam erzählt wird, und aufgrund der ewigen, und zu 99% nicht sinntragenden Kämpfe ständig nur aufgehalten wird. Man KOMMT also faktisch garnicht zur Story, weil die wenigen Schnippsel davon, von ewig langen Reihen an Kämpfen unterbrochen werden! Der Teil bei den Zwergen soll etwas besser sein, aber der ständige Kampf ist mir zu mühselig.

Ein weiteres Problem empfinde ich in der Welt. Dragon Age schafft es bei mir nicht, eine glaubwürdige Welt mit eigenem Flair aufzubauen. Ja, Bioware ist bemüht, ja Bioware hat viel Arbeit reingesteckt, aber eine eigene Seele ist trotzdem nicht vorhanden. Es gibt viele Geschichten, die man aus vielen anderen Werken und Spielen bereits in einer ähnlichen Form gehört hat. Die Gegner sind zu sehr an HdR angelehnt, ebenso die Basisstory, um eine eigene Faszination zu erzeugen. Alles ist so voller Klicheés und aus Basisfantasy zurechtgestückelt, dass keinerlei Faszination von der Welt ausgeht. Auch die Intrigen der Adligen oder die Geschichten um Orlais sind wenig involvierend, und erinnern mich immer an Bretonnien in Warhammer. Ein anderes Wort für Frankreich. Man erkennt einfach zuviel Dinge wieder aus anderen Spielen/Werken. Eine generische 0815-Fantasywelt ohne Seele.

Vom Kampf abgesehen, schafft Dragon Age es auch in anderen Disziplinen nicht, neue Standards zu setzen oder die gesetzen auch nur zu erreichen.
Von den Nebenplots ist der Witcher wesentlich interessanter. Der Hauptplot wird in Mass Effect oder KotOR spannender und mitreissender erzählt. Auch die Dialoge und Charaktere sind nicht annähernd so tief und interessant wie bei anderen Spielen mit einem ähnlichen Dialogsystem.

Als Paradebeispiel, und als ewige Referenz möchte ich Planescape:Torment einbringen. Hier konnte man 95% der Kämpfe durch schleichen, rausreden usw. umgehen wenn man das wollte. Man konnte SELBER entscheiden wieviel man kämpft. In Dragon Age ist dies nur extrem selten möglich. In Torment hatten die Charaktere ihren ganz eigenen tiefen düsteren Flair, ihre emotional mitreissenden dunklen Seiten und Vergangenheiten, die man nach und nach erkunden und vielleicht irgendwann sogar bessern helfen konnte. In Dragon Age erzählt z.B. Leliana viel von Orlais, dem Frankreich von Dragon Age, und es ist einfach langweilig, und wenig interessant, weil grundsätzlich banal. Die meisten Charaktere haben sowas wie "halbe" Geheimnisse die meist weder besonders schlimm, noch wichtig erscheinen, im Vergleich zu den Leuten in Kotor oder Torment. Dadurch ist es schwer sich emotional involvieren zu lassen.

Von der technischen Seite ist Dragon Age eher unspektakulär. Ordentliche Effekte, aber eine leider arg in die Jahre gekommene Engine, die nur Schlauchlevel und kleine Areale ala NWN2 erlaubt, und ein müder Soundtrack, untermauern den enttäuschenden inhaltlichen Eindruck. Selbst die Ladezeiten wurden seid NWN2 kaum verbessert. Von Ort zu Ort sitzt man, wenn man Pech hat, sicher 20-45sec vor dem Bildschirm, wärend sich die Rune auf den Blutflecken dreht.
Obwohl dies keine Punkte sind, die mich von einem guten RPG fernhalten würden, verbessern sie doch den Eindruck nicht wirklich.

Alles in allem, sehe ich ehrlich gesagt den Hype und die hohen Bewertungen nicht im Ansatz gerechtfertigt. Altbackene Technik, gefüllt mit noch altbackenerem, und durchschnittlichem Inhalt, der weder storytechnisch, noch charaktermässig überzeugt, und zu über 70% aus nervend langem, unspannendem und oft unbalanciertem Kampf besteht, den man nicht umgehen kann. Fortschritt in Story und Quests führen durch hunderte von kleinen und grossen Kämpfen, gegen immer grösser werdende Massen mitlevelnde Gegner, bis man sich wirklich jede Zeile Dialog und jeden Mikrometer Storyfortschritt durch Kampf und nochmehr Kampf "erarbeiten" muss.

Dragon Age scheint mehr H&S als RPG zu sein.
Praktisch gesehen, ist Dragon Age ein taktisches H&S-Spiel, mit einem Sequenzen- und Dialogmodus als Sahnehäubchen oben drauf. Eine Verbindung, die nur dann funktioniert, wenn man nichts dagegen hat, Stunde um Stunde immer grösser werdende Massen gleicher Gegner zu bekämpfen.

Da ich persönlich die Questerfolge und Dialoge als zu unbefriedigend für die grosse Kampfarbeit empfand, habe ich das Spiel nach ca. 40h abgebrochen. Noch ein Kampf und noch ein Kampf bis ich endlich mal weiterkomme in der Story, war einfach zu nervig und hat keinen Spass gemacht.

Vielleicht muss ich eines dazusagen: Ich spiele seid C64er Zeiten RPGs, und ausserdem seit fast 20 Jahren regelmässig Pen&Paper-Rollenspiel. Meine Ansprüche steigen natürlich mit jedem CRPG was ich gespielt habe, und mit jeder guten Session P&P-RPG.
Mir, als Rollenspieler dem der Kampf nicht sooo wichtig ist, für den er sinntragend, und dramaturgisch notwendig, oder zumindest spannend sein sollte, gefällt Dragon Age überhaupt nicht. Der Kampf ist der primäre Faktor in Dragon Age. Alles andere ist wirklich nur mittelmässiges Beiwerk. Entfernt man den Kampf aus der Spielzeit, bleiben vielleicht 4 oder 5 Stunden Unterhaltungen/Sequenzen über.

Wenn euch Kampf nicht stört, wenn euch Level Scaling nicht stört, und wenn es euch nicht stört, für jeden kleinen Storyfortschritt lange und zähe Kämpfe zu absolvieren, dann könnte Dragon Age was für euch sein.
Allen anderen, denen Torment wegen den Optionen, den interessanten Geschichten und Charakteren gefallen hat, rate ich von DA dringend ab.

Alles was DA bietet ist stark subpar zu Torment oder Kotor.

Solltet ihr neu in diesem Genre sein, und nur wenig taktische Kampferfahrung haben, rate ich dazu, auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad zu spielen. Die Kämpfe sind kürzer und wesentlich leichter als auf "normal". Der Unterschied zwischen "normal" und "leicht" ist extrem.

Dragon Age ist für mich, nach Risen die zweite grosse Enttäuschung des Jahres 2009.
Ich bete zu Tymora, dass Mass Effect 2 oder zumindest The Witcher 2 besseres Gameplay abliefern.

NACHTRAG: Wer einen Hang zum H&S hat, der hat an dem Spiel sicher mehr Spass. Packt dann ruhig noch 1 oder 2 Sterne drauf. Für "reine" Inhalts-RPGler die am Kampf nur sekundär Interesse haben, ist es weniger geeignet, da die Charaktere nur leidlich interessant sind, und Nicht-Kampf-Quests wie die von Alistair, die traurige Ausnahme bilden.
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37 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bin sehr zwiegespalten..., 7. Januar 2010
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Ein schönes Spiel mit ein paar Einschränkungen und Kritikpunkten. Meine Rezension richtet sich nach der englischen Originalversion!

Zuerst muss ich sagen, das Spiel hat auf jeden Fall suchtpotential, seit Weihnachten habe ich ca. 90h Spielzeit und ungefähr 40% complete. Wenn man sich zu später Stunde sagt "Och nur ma eben noch die quest zu Ende", dann kann das mal schon noch 2-3 Stunden dauern. Eigentlich ist das ein gutes Zeichen, aber es gibt auch einiges was trotzdem nervt, bzw. Kopfschütteln hervorruft.

Sehr positiv:
- Die Dialoge haben direkten Einfluss auf die Handlung und erzeugen so hohen Wiederspielwert. Dialoge sind selten nervig und tragen immens zur Atmosphäre des Spieles bei. Wie das auf Deutsch gelöst ist, kann ich aber nicht sagen. Da das Spiel an sich relativ linear verläuft, ist dies die einzige Möglichkeit wirklich Einfluss auf den Spielverlauf zu nehmen.

- Die Beziehung zu den Spielfiguren hat Einfluss auf die Gruppe. Liebesbeziehungen, auch gleichgeschlechtlich, sind möglich. Macht man sich über den Gegenüber lustig oder verschmäht deren Bemühungen oder Geschenke, kann die Sympathie schnell sinken. Sehr schönes Feature, auch im Hinblick auf Wiederspielen.

Ansonsten von der Story altgebackenes, wie man es vom Tolkien universe (LoTR), Warcraft o.ä. her kennt. Ein Dämon sammelt eine Armee aus Ork-ähnlichen und/oder Untoten (Darkspawn) und will das Land überrennen. Der einzige Ausweg, das Verbünden der Menschen, Zwerge, Elfen und dem Kreis der Magier zum gemeinsamen Gefecht. Find ich aber nicht schlimm, als Rahmenhandlung ist das schon ok. Die Story ist sehr dicht und packend erzählt und das ist für die Atmosphäre das Wichtigste.

Negativ:
- Das Targeting: Es gibt kein Targetfenster, d.h. man sieht nicht wen man gerade anvisiert hat. Das ist umso nerviger, je mehr Gegner sich gerade am Bildschirm befinden. Eine Zielzuweisung ist so selbst bei pausiertem Spiel nicht ganz einfach und unübersichtlich.

- Von KI kann nicht viel Rede sein. Manchmal stehen die Mitstreiter einfach blöd rum nachdem sie ein Ziel bekämpft haben oder greifen immer wieder ein anderes Ziel an, als das was man Ihnen eigentlich gegeben hat. Besonders ist mir das bei dem Zwerg Oghren aufgefallen, vielleicht hat das aber auch mit seiner Vorliebe für Alkohol zu tun... wer weiss. Das gefällt mir z.B. bei Spellforce 2 wesentlich besser.

- In einer Rezension eines Vorredners war die Rede von "schwerer" heisst meist "länger und mehr Gegner", dies scheint sich langsam auch bei mir abzuzeichnen. Ich hoffe das wird nicht schlimmer. Musste man am Anfang kaum einen Kampf pausieren, geht das auch bei vermeintlich einfachen (weiße Schrift) Gegnern später nicht mehr. Sehr fragwürdig auch das Levelkonzept. War ich mit Level 13 stolz den High Dragon nach ein paar Anläufen besiegt zu haben, so bestätigt sich nun der Verdacht dass die Gegner immer um den eigenen Level herum skalieren. Das ist gut für die, die nur die Main Quests machen, eine Belohnung hat der fleissige Spieler, der möglichst alle Quests machen und nichts verpassen will (so wie ich) leider nicht.

- Combat Tactics: unausgereift auf auto, zu umfangreich auf manuell. besonders nervig wenn z.b der healer nach 20sec das ganze Mana für sinnlosen Quatsch verbraten hat.

- "Respeccen", d.h. Talente und Spells neu verteilen geht nur mit einer Mod (Respec Mod), ist vom Spiel so nicht vorgesehen. Stellt man nun alle Charaktere bis auf den eigenen auf auto level up, dann guckt man später (so wie ich), blöd aus der Wäsche, wenn Fertigkeiten in der Lieblingsgruppe doppelt verteilt wurden. Am Anfang hat man keine Lust 4 oder mehr Chars gleichzeitig zu speccen, später ärgert man sich aber dafür. Mit der Respec mod aber zum Glück noch möglich.

- Die Animation der Charaktere ist in Nahaufnahme sehr gut, bei grösserer Distanz aber zu verwaschen. Ich spiele in 1920x1080 mit vollen Details, komischerweise wird das Bild schlechter und verwaschener, je höher man Anti-Aliasing einstellt. Ist bei mir also aus. Die Grafik ist insgesamt etwas enttäuschend. Die Mimik und Gestik in Dialogen könnte ein bisschen ausgereifter sein.

- Audio ist sehr gut, die gesprochenen Szenen klingen nicht gekünstelt (zumindest auf englisch) und glaubwürdig. Einzige Kritik hier: Wieso wird meine Hauptfigur nicht gesprochen. Es ist alles im Spiel vertont, nur was meine Figur sagt nicht?! Traurig.

- Was ich aber fast am enttäuschensten finde, ist, dass es kaum unterschiedliche Ausrüstung gibt. Als Magierin habe ich in 90h gerade mal noch meine dritte Robe und meinen zweiten Stab und bei den anderen Rüstungen ist auch viel zu wenig Abwechslung. Das ist echt schwach, wenn man sich bei WoW schon aufgeregt hat, dass Klamotten recycled werden, (damals als WoW noch schön war), dann wird man hier sehr enttäuscht von der Kleidervielfalt.

Insgesamt überwiegen hier die negativen Punkte, ich verstehe auch nicht die durchweg hohen Wertungen der Spielezeitschriften, aber es ist auf jeden Fall ein schönes Spiel, dass mir bisher sehr viel Spass gemacht hat. Die dichte Atmosphäre, Beziehungen der Spielfiguren machen vieles wieder gut. Bin gespannt auf die restlichen 60% des Spiels.
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38 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für "Baldur's Gate"-Fans!!!, 27. Februar 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Grafik: Der Zeit entsprechend, aber nicht besonders nennenswert. Detailreiche Figuren.
Sound: Stimmungsvoll mit solider Sprachausgabe
Steuerung: Kamera ist anfangs gewöhnungsbedürftig, ansonsten ist zoomen von der taktischen Vogelperspektive bis zum Ego möglich.

Pro und Contra:
+ schöne Hauptgeschichte
+ Beziehungen mit Gruppenmitgliedern möglich
+ viele Nebenquests
+ viele versteckte Kleinigkeiten (genauer hinsehen und jeden ansprechen lohnt sich)
+ stimmungsvolle Dialoge
+ schöne Startgebiete für jedes Volk
+ MOD-freundlich mit bereits großer Community

- keine wirkliche taktische Tiefe (zum Schluss hin nurnoch Gegnerhorden die man mit AOE bombadiert)
- KI sehr schwach (mit kleinen Tricks ist selbst der höchste schwierigkeitsgrad gut machbar: Tank vorlaufen lassen, bzw alle Gegner an ihn binden lassen, mit Tank die Gegner hinter Ecken oder durch weglaufen ständig in Bewegung halten und die restlichen Gruppenmitgliedern einfach auf Abstand geringen schaden machen lassen - so fällt jeder Boss mit wenigen Ausnahmen)
- Hauptgeschichte ist linear, zwar mit scheinbarer großen Entscheidungsmöglichkeiten, aber letztendlich gleiches Ende und ohne sonstige Folgen
- nur eine Gruppe von 4 Charakteren möglich
- viele Gebiete und Level sind im typischen "nur ein Weg"-Wesen gestaltet
- Spielspaß nimmt zum Ende stark ab
- Stoffrüstung (für z.B. Magier) so gut wie garnicht vorhanden und sehr lieblos bis hässlich

"Dragon Age: Origins" ist an sich eines der besten RPG's auf dem jetzigen Markt. Der Einstieg fällt leicht und die Hauptgeschichte ist wendungsreich gestaltet.

Wer aber auf einen würdigen Nachfolger von Baldur's Gate hofft, wird schwer enttäuscht. Die taktische Tiefe wird durch vergleichsweise wenige Zauber und Fertigkeiten neben der reduzierten Gruppenmitgliederanzahl von 4, stark beschnitten. Die Auswahl an Klassen und Völker ist auf das geringste typische Fantasy-"Mensch, Zwerg, Elf"-Mittelalter gekürzt. Die Gebiete sind nur wenig abwechslungsreich und viele Ereignisse vorhersehbar. Gegnerhorden werden im offenen Gebiet einfach geparkt und sind von weiten zu sehen. Ständige Gegnerhorden sind zudem im späteren Verlauf an der Tagesordnung. NPC's sind über einen auf frischer Tat ertappten Diebstahl nicht nachtragend, selbst wenn man sein Hab und Gut direkt vor seinen Augen aus einer Kiste plündert. Besonderheiten wie z.B. von einen Werwolf gebissen zu werden und angesteckt zu werden, oder Untote sind nur durch eine "Reinigung" dauerhaft besiegt.. gibt es nicht. Für mich hat BioWare stark an Glanz verloren.

Über die Möglichkeit sich offizielle Erweiterungen oder Gegenstände oder was sonst in Zukunft noch kommt.. über Steam kaufen zu können, behalte ich meine Meinung für mich.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Monumentales RPG mit enttäuschender Story und fehlendem Tiefgang., 28. Dezember 2009
Von 
Stefan Lehmler (Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Dragon Age: Origins fällt als spiritueller Nachfolger der Baldurs Gate-Reihe gnadenlos durch. Dazu ist es, wie alle Bioware-Rollenspiele seit Star Wars: Knights of the Old Republic, einfach zu simpel ausgefallen. Die Beschneidung auf eine Vier-Mann-Party kostet taktische Möglichkeiten und Klassen-, Magie- und Skillsysteme fehlt es an echtem Tiefgang. Hinter der opulenten Inszenierung und den großartigen Dialogen verbirgt sich darüber hinaus eine äußerst uninspirierte, klischeeüberladene Storyline, die keine Überraschungen bereit hält. So weit, so schade. Doch glücklicherweise funktioniert der Mix aus großartigen Dialogen, nicht linearen Haupt-Quests, Kämpfen und Sammeln als modernes Rollenspiel ganz hervorragend. Auch wenn alte Rollenspiel-Hasen wie ich hier und da die Nase rümpfen werden und sich fragen, wann denn wieder einmal ein wirklich komplexes Spiel von Bioware erscheint, werden viele andere Spieler die Einsteigerfreundlichkeit und den flotten Spielablauf zu schätzen wissen. Hinzu gesellt sich eine zwar nicht sonderlich einfallsreiche, dafür aber extrem detaillierte Fantasy-Welt mit etlichen Hintergrundinfos, interessanten Bewohnern und vergrabenen Schätzen. Technisch geht das Ganze ebenso schwer in Ordnung, auch wenn besonders in punkto Texturen und Ladezeiten mehr beziehungsweise weniger drin gewesen wäre. Die PC-Version bleibt dank der Maus-/Tastatur-Steuerung sowie der Vogelperspektive inklusive pausierbaren Kämpfen übrigens die beste Version. Auch grafisch hat man auf dem Heimrechner wie so oft die Nase vorn.

+ Tolle, detaillierte Spielwelt
+ Großartige, nicht-lineare Dialoge
+ Spaßige Kämpfe mit programmierbaren Party-Mitgliedern
+ Enormer Umfang
+ Viele interessante Charaktere
+ Oppulenter Sound
+ Jederzeit pausierbare Kämpfe für taktische Eingriffe

- Im Kern maue Story
- Sehr lieblose Nebenquests
- Zu uneigenständige Fantasy
- Grafisch nicht immer schön
- Fehlende Komplexität
- Störend integrierter Download-Content
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorbild, 18. November 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Auch wenn meine Rezension nich so lang und ausführlich wird wie viele andere hier, will ich doch eine schreiben weil mir das SPiel wirklich bis zum Ende viel SPaß gemacht hat. Ich fange vorne an:

Die Charaktererstellung: Hier hat man jeeeede Menge Möglichkeiten den Charakter so aussehen zu lassen wie man möchte. Kinnlänge, Augenhöhe, Wangenbreite und viele mehr. Leider fehlt so etwas wie Körpergröße und es gibt nicht viele Frisuren, aber da kann man drüber hinwegsehen :)

Der Anfang: Je nachdem welche Klasse und Rasse man gewählt hat gibt es verschiedene Anfangszenarien die alle gut gelungen und interessant sind. Die Story zu verfolgen macht Spaß.

Später: Wenn man den Hauptteil des Spiels erreicht hat geht es richtig los, die Charaktere lernen sich kennen und es gibt viel zu lachen. Die Kämpfe sind zwar ziemlich schwierig, aber schaffbar auch wenn man mal mehr Versuche braucht. Zum Glück gibt es ne Schnellspeicheroption die man vor jedem Kampf benutzen sollte. Wie es im leichten Schwierigkeitsgrad ist kann ich nicht sagen. Achja, es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade^^

Die Story bleibt durchgehend gut und spannen. Am besten finde ich aber die Möglichkeit selbst zu entscheiden über alle möglichen Dinge. In Gesprächen (Es gibt eine Sprachausgabe) kann man selbst entscheiden wie man antwörtet und das kann entweder fies und böse sein oder nett und freundlich. Je nachdem was man tut passieren andere Dinge, deswegen lohnt es sich auch das Spiel öfter durchzuspielen.

Grafik usw: Ich bin keine Expertin in dem Gebiet, deswegen sollten dafür andere Rezensionen gelesen werden. ich finde aber es sieht alles sehr gut aus.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neverwinter Nights 3 - ohne D&D., 13. Dezember 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age: Origins (Uncut) (Computerspiel)
Ich hab's einfach mit Bioware. Und da ich dazu neige mir Spiele von der Firma fast unbeobachtet zu kaufen tat ich dies natürlich auch mit DAO. Nachdem Mass Effect mehr ein Shooter und Jade Empire allzu sehr auf Konsole getrimmt erhoffte ich mir nichts mehr als einen Nachfolger für NWN. Und das bekam ich auch.
Der Hype um DAO führte aber dazu das ich es mir erst kaufen wollte kurz bevor Teil 2 erscheint da dann billiger, bereits gepatched und mehr Inhalt.

Meine Ansprüche sind nie hoch.
Ein wenig taktieren, differenzierte NPC's von welchen man auch noch dann die Namen und Eigenheiten weis wenn man das Spiel von der Platte geputzt hat, guten Humor, Dialoge welche man gerne liest bzw hört, Moralsystem und eine Welt in welche man gerne eintaucht genügt da schon.
Was ich nicht brauche sind Unmengen an Rüstungsteilen mit oder ohne Setboni, Hack&Slay bis zum abwinken und die ach so hoch gelobten freien Welten wo eh all zu oft nur Langweile aufkommt.
Mir ist es auch völlig egal ob die Story nun HdR like ist oder nicht (ich mag typische High Fantasy nicht im geringsten). Die Welt zu retten ist mir einerlei. Ich hab's einfach mehr mit Robert E. Howard und Terry Pratchett. Aber im Endeffekt geht's oft dorthin und es kommt ja nur darauf an wie interessant" man eine vom Basisplot her uninteressante Geschichte erzählt.
Hat DAO diesbezüglich meine Erwartungen erfüllt? Absolut. Wie gesagt, die Geschichte an sich ist uninteressant (so wie bei 95% aller Spiele, Filme, Bücher) was aber durch die Art der Erzählung locker ausgeglichen wird und das Gesamtbild rund erscheint ... Wenn man sich die Mühe macht den ingame Kodex zu lesen welcher Stück für Stück frei geschaltet wird.

Was oft bemängelt wird ist die Kampflastigkeit von DAO. Verstehe ich ja so was von überhaupt nicht. Wenn ich in eine Kampf gehe bin ich oft schon heiß d'rauf da ich die 10min (Hausnummer) zuvor mit lesen, hören, gucken und erkunden beschäftigt war.
Der Meinung dass man eh nur eine handvoll an Taktiken braucht um die Kämpfe durchzustehen kann ich mich nur anschließen. Hallo? In welchem Spiel ist das nicht so? Im Easy Modus braucht man nur eine da es kein friendly Fire gibt. Sagte ich easy?
Ob ich nun mit AE's arbeite, Crowd Control benutze, meinen Scout vorschicke um zu pullen um harte Encounter zu knacken (was natürlich nicht immer möglich), oder lieber einen Tank mit 3 Scouts und Unmengen an Heiltränken reingehe bleibt mir selbst überlassen. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das eine offensive Gruppe an Mages welche clever gespielt meist leichtes Spiel hat wird ja in diversen Foren oft bekrittelt. Verständlicherweise. Ist ja echt easy und kann durchwegs auch Spaß machen. Sagte ich Hack & Slay? ;)

Die Grafikengine ist alles andere als up to date was mich aber auch nicht kratzt da mir der Stil gut gefällt. Was mir bei weitem wichtiger als Unmengen an Polygonen oder sonstigen Schnickschnack.

Was mir fehlt ist die differenzierte Charaktergenerierung eines NWN. Hier hat Bioware zwar nicht geschlampt aber etwas komplexer hätte mir" gut getan.

Als sehr wohl gelungen empfinde ich die Origins. Unterschiedliche Startorte mit ihren eigenen Geschichten welche sich nahtlos in den Gesamtplot einfügen. Sei es nun von den Locations her wie auch auf die Charaktere bezogen. Dies gleicht die Klassenvielfalt eines NWN locker aus. Wer hat schon in diversen RPG's mehr als 6 verschiedene Klassen gespielt? Die wenigsten von uns.

Die Qualität der englischen Sprachausgabe ist top. Gewohnter Bioware Status eben und kann locker mit Everquest 2, NWN Kingmaker und NWN 2 mithalten.
Der Sound an sich ist, abgesehen von zeitweise wechselnder Lautstärke in den Dialogen, sehr passend und hochwertig.

Elfen welche die Sklaven der Menschen waren, drogensüchtige Templar die Mages unter Kontrolle halten da sich vor der Blutmagie fürchten (und nicht nur das), Das Kastensystem der Dwarfen sind für mich eher untypische Fantasy was mir gut gefällt und Lust auf mehr macht. Eine eigene, neue Welt zu kreieren ist Bioware noch nicht ganz gelungen. Wie auch, man soll mit seinem Erstling (nix D&D sondern eigenes RP-System) ja nicht allzu sehr vom Mainstream abweichen. Aber die Ansätze sind originell.

Des weiteren gefällt mir das meine Handlungen eine direkten Einfluß auf die Chemie meiner Partymitglieder hat. Was dazu führen kann das sie sich gegen mich stellen oder die Party verlassen. Siehe Wynne und Alistair.

Geografisch ist das Spiel recht linear, der Plot verändert sich allerdings durch die Wahl meiner Entscheidungen was auch dazu führt das es mehr als nur ein Ende gibt.

Mir schleierhaft warum nur Schurken Truhen öffnen können. Der Mod Open Lock Spells" hilft hier deutlich weiter.

Das Questbook empfinde ich als etwas Mau da ich es immer wieder schaffe den roten Faden zu verlieren. Aber lieber etwas weniger als zuviel an Info.

Ein Patch welcher fehlende Balance behebt wäre angesagt und wer Bioware kennt weis das sie dies wohl noch in der Roadmap haben. Siehe NWN.
Eine etwas cleverer agierende KI wäre natürlich auch wünschenswert.

Das einzige Problem welches ich bei DAO sehe ist jenes das ein an sich sehr gutes RPG-Konzept allzu sehr auf Mainstream ausgelegt wurde um eben die große Masse zu erreichen. Resultierend daraus fehlt es einfach auch an wirklichem RP.

Fazit:
Mit DAO liefert Bioware ein rundes Spiel ab welches, für mich, durch wenig Schwächen besticht und einen hohen Wiederspielwert besitzt.
Ich brauch' nicht das beste Spiel aller Zeiten mit epischer Story, (pseudo)innovativen Features, Kultstatus und bla bla bla ...
Diese PR-Nummer zieht bei mir nicht.
Gute Unterhaltung reicht mir völlig und davon hat DAO eine ganze Menge zu bieten.
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