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TOP 1000 REZENSENTam 12. April 2012
... war dieses Bandprojekt wie viele andere Musiker aus den Jahren 1966-1970 auch: Eine unwiderstehliche und intensive Mischung aus (modalem!) Jazz, Soul, Blues und Avantgarde brachte Brian Auger zustande mit der unglaublich charismatischen Sängerin Julie Driscoll und anderen Musikern, die später in anderen britischen Combos berühmt wurden. Der treibende und harmonisch ausgefallene Titel "Tropic of Capricorn", das tiefschwarze Cover "When I was a young girl", das programmatisch schmerzhafte "Czechoslovakia", "Light My Fire" so abgrundtief intensiv und rabenschwarz-sexy wie kaum eine andere Version dieses vielgespielten Titels. Man mag kaum auf einzelne Titel eingehen - jede Interpretation und vor allem auch die Eigenkompositionen sind über jeden Zweifel erhaben und gehören zum Besten, was im Grenzbereich zwischen den genannten Musikstilen in den letzten 40 Jahren zu hören war. Dieses Album glüht wie ein Komet, kein Wunder, dass die Band sich kurz darauf in alle Himmelsrichtungen zerstreute.

Über die merkwürdigen Umstände der Entstehung dieses Ausnahmealbums ist bei Amazon und in den Liner-Notes schon viel geschrieben worden. Den großen Zeitdruck hört man den scheinbar oft im first take entstandenen Aufnahmen teilweise etwas an. Aber wenn Brian Auger die tiefen Register seiner Orgel dazu bringt, buchstäblich die Wände wackeln zu lassen. Wenn Julie Driscoll raunt und ihre Stimme in die tiefsten Lagen zwingt, wenn Drummer Clive Thacker ebenso kraftvoll wie präzise den Grenzbereich zwischen Hardrock (entstand mit Jeff Beck's Formation etwa zeitgleich) und Jazz auslotet. Das klingt unfassbar modern, absolut zeitlos und ist übrigens auch (play it loud) sehr gut aufgenommen.

Ein Album für alle, die sich nicht vor intensiver Musik fürchten und wissen wollen, wie weit die moderne Musik schon 1970 war. Und die auch komplexe Harmonien oder heftige Interpretationen vertragen.
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am 15. Mai 2012
ja, ja, lange ist es her, als ich dieses album morgens, mittags und abends spielte !! es ist fuer mich
ein meilenstein der popgeschichte!! alleine der anfang dieses werkes ist schon klasse. meine lieblings
songs dieser scheibe waren damals: tropic of capricorn, czecheslovakia, light my fire (tolle
interpretation des doors songs-jules 10 sterne), indian rope man & all blues. eigentlich gibt es KEINEN
schlechten song auf streetnoise!! die arrangements von brian auger waren schon beeindruckend fuer diese
zeit !!
das bonbon als zugabe: the mod years ist schon sehr erfrischend. hier kann man nachvollziehen, wie
hits zu dieser zeit gemacht wurden....alles in allem, klasse produktion mit vielen infos!! ich wuensche mir, dass bald noch mehr solche sachen auf den markt gebracht werden!! meine empfehlung: kaufen, kaufen, kaufen !! -allerdings nur diese doppel cd, die 2011 herausgebrahte cd von streetnoise, kann man in die tonne werfen!!-
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