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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Es fällt schwer...
...sein Glück auf dem Unglück anderer aufzubauen. Nicht jeder kann das." Das ist die Grundaussage von Ira Sachs Film Married Life. Ob das wirklich funktioniert, und ob einer der Protagonisten das vielleicht doch hinbekommt, zeigt uns Sachs in sehr kurzweiligen 87 Minuten einer Art Krimikomödie aus den 50er Jahren.

1949. Harry Allen(Chris Cooper)...
Veröffentlicht am 10. Februar 2009 von Thomas Knackstedt

versus
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2.0 von 5 Sternen Eheleben F.F.E.
Die Frage stellt sich, ob man 2007 noch Melodramen wie in den 50er Jahren drehen sollte oder ob man es überhaupt noch kann?
Ira Sachs hat es versucht. Mit einer Mischung aus leiser Ironie, die bisweilen eine schwarze Komödie durchschimmern lässt und etwas Pathos entsteht tatsächlich eine melodramatische Situation ähnlich der in den alten...
Veröffentlicht am 19. Juni 2012 von zopmar


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Es fällt schwer..., 10. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
...sein Glück auf dem Unglück anderer aufzubauen. Nicht jeder kann das." Das ist die Grundaussage von Ira Sachs Film Married Life. Ob das wirklich funktioniert, und ob einer der Protagonisten das vielleicht doch hinbekommt, zeigt uns Sachs in sehr kurzweiligen 87 Minuten einer Art Krimikomödie aus den 50er Jahren.

1949. Harry Allen(Chris Cooper) liebt seine Frau Pat(Patricia Clarkson). So sieht das jedenfalls Harrys bester Freund Richard(Pierce Brosnan). Er ist daher nicht schlecht erstaunt, als Harry ihm sagt, dass er eine Geliebte hat. Kay(Rachel McAdams) ist nicht nur wunderschön, sondern liebt Harry auch noch innig. Der möchte sich aber nicht von Pat scheiden lassen, sondern die Sache irgendwie anders zu Ende bringen. Richard ist nur eines klar: Seit Harry ihm Kay gezeigt hat, kann er an keine andere Frau mehr denken. Er will sie haben, egal um welchen Preis. Und so beginnt eine Charade um die Liebe, die Freundschaft, das Leben und den Tod. Wer am Ende des Katz und Maus Spiels sein Glück findet, davon dürfen sie sich als Zuschauer überraschen lassen.

Ira Sachs hat Married Life mit leichter Hand und dem Charme eines Fred Astaire oder Rock Hudson Films gedreht. Alle Stilelemente der Fiftys sind passgenau vorhanden. Dazu gibt es frische Dialoge und eine Story, mit cleveren Wendungen. Mein Highlight des Films ist die durchgängige Erzählerstimme Richards(Frank Glaubrecht leiht Brosnan hier seine Stimme in phänomenaler Art und Weise), der uns stets auf dem Laufenden hält. Rachel McAdams gibt die verführerische Kay im Stil der Monroe. Brosnan und Cooper sind ein Spitzenduo in den Hauptrollen.

Wieder mal nichts für Actionfans und Ballerfreunde. Aber ein Genuß für Freunde eines guten Plots, sehr guten Schauspiels und eventuell einer Ader für ein wenig Kino-Nostalgie. In jedem Fall sehenswert!
Als kleines Manko empfinde ich allerdings den stattlichen Preis der DVD.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Geniestreich, aber ... Oh, Kay!, 30. Dezember 2009
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
Ein Film, der 1949 spielt, aber etwas anspricht, das 1949 aus einem US-Film gnadenlos herausgeflogen wäre: Ehebruch muss nicht notwendig von Schicksal bestraft werden, und ein Mordversuch auch nicht. Der erfolgreiche Geschäftsmann Harry Allen (Chris Cooper) ist mit Ehefrau Pat mehr oder minder glücklich verheiratet. Obwohl ihm ihre ständigen Wünsche nach Sex angeblich auf die Nerven gehen, fängt er ein Verhältnis an mit der blutjungen, sehr blonden und sehr rotlippigen Kay (Rachel McAdams in einer Styling-Mischung aus Kim "Vertigo" Novak und Scarlett "Black Dahlia" Johansson). Oh, Kay...!!! Er hält es für Liebe, ist aber der Ochs, der die Milch und das Fleisch der Kuh zugleich haben möchte - angeblich möchte er sich nicht von Pat trennen, um sie nicht leiden zu lassen, aber die Gewissheit eines warmen Nestes wird auch eine Rolle spielen. Da ist Freund Richard, der Schwerenöter, ganz anders: Er will Kay haben und gräbt sie mit einer Mischung aus professioneller Eleganz und öligem Schleim an (Pierce Brosnan macht das recht gut, er ist nicht ganz so konsequent böse wie in "Der Schneider von Panama", aber gottlob auch nicht so furchtbar wie in "Mamma Mia" in dieser Mischung aus gewöhnungsbedürftigen Gesangseinlagen und Selbstironiefreiheit). Immerhin weiß er, was er da tut - so sagt er als Off-Erzähler einmal, dass er einen Anmachspruch unverblümt von einem Texaner geklaut hat, und dass der eigentlich grauenvoll sei, aber er wirke nun mal. Harry hingegen macht sich etwas vor und ist ein wenig feige - da er es nicht fertig bringt, Pat die Wahrheit zu sagen und sie um die Scheidung zu bitten, möchte er sie lieber um die Ecke statt um die Illusion einer heilen Ehe bringen. Doch er sollte sich nicht verschätzen, denn Pat macht sich weniger Illusionen als vielmehr ebenso flotte Abende mit einem Lover wie Harry mit Kay...

Diese Ausgangslage führt zu ein paar netten Betrachtungen über die Irrungen, Wirrungen und Verwicklungen von Ehe, Liebe und was verschiedene Menschen dafür halten. Ohne zuviel zu verraten, kann vielleicht dies die Essenz des Filmes sein: Wären alle gleich ein bißchen ehrlicher zu einander und Harry vor allem zu sich selbst gewesen, hätte man sich so manche Verwicklung ersparen können - und manchmal sind es gerade die großen kleinen absurden Zufälle, die einen zu der Erkenntnis führen, worauf es im Leben ankommt, was wichtig ist, was man wertschätzen kann und was man von sich selbst nicht gedacht hätte. Die Liebe ist ein seltsames Spiel und sie führt hier immer zum Unerwarteten. Zumindest bei den beiden Männern lässt sich am Ende sagen, dass man sie nicht vorschnell in charakterliche Schubladen stecken sollte und dass das wohl als verallgemeinerungsfähig gemeint ist: Jedem kann alles passieren, und MIT jedem kann alles passieren, gerade auch innerlich. Der Film widersetzt sich klischeehaften Betrachtungen seiner Protagonisten und fordert dadurch auch den Zuschauer auf, seine Mitmenschen nicht vorschnell be- und abzuurteilen. Weil das aufgrund teilweise recht absurder Wendungen und Ereignisse geschieht, entzieht es sich dem Vorwurf des Moralinsauren, und das ist schon mal gut.

Dadurch ist der Film ein sympathisches kleines (keine 90 Minuten langes) Produkt, das in keine Kategorie passt, was eigentlich für ihn spricht. Auch stilistisch ist er sui generis, und das kann man intellektuell als kongeniale Ergänzung des Inhalts goutieren - allein, aus dem Bauch heraus hätte ich mir etwas mehr Biß gewünscht. Das ist ein bißchen eine Komödie ohne Lacher, eine Satire ohne Boshaftigkeit, ein Thriller ohne Spannung; von allem etwas halt. Und vielleicht ein bißchen zu elegant gefilmt mit diesen schönen warmen Brauntönen, die in den Vierzigern spielende Filme oft aufweisen. Man fragt sich beispielsweise, wieso die alleinstehende Vorstadtwitwe Kay, bei der wir kein Hauspersonal sehen, immer so ein adrettes, blitzblank geputztes und tiptop aufgeräumtes Domizil und Styling hat. Aber so schlimm ist es auch nicht, denn im Detail gibt es kleine, aber deutliche Risse in der Oberfläche und deutliche stilistische Akzente. Wenn es an die herrlich anfängerhafte Planung eines Giftmordes geht, dominieren auf einmal kalte Blautöne (Blau der Nacht, Blau des Medizinfläschchens). Gegenstände und Harrys zunehmend nervöser wirkendes Gesicht erscheinen in Großaufnahme und bringen Irritationen in die ansonsten vorherrschenden halbnahen Einstellungen. Die im Übrigen gediegene und etwas zu redundante Musik bekommt mit einem schnelleren 6/8-Motiv auf einmal einen "Vertigo"-Touch (dass Kay ihr Haar mit dieser Kim-Novak-Vertigo-Schnecke zurechtgemacht hat, deutete ich ja bereits an). Harrys Nerven liegen genauso blank wie die im Winde wehenden Papierschnitzel, die aus der Aktentasche eines Mannes geflogen sind, den Harry in einem entscheidenden Moment aus dem Büro heraus beobachtet. Richard hingegen befürchtet, dass "seine Uhr abläuft", wenn er Kay nicht erobert, bevor Harry sie endgültig heiratet - und so kann Richard eine Vorführung von "Pandora und der fliegende Holländer" im Kino nicht ertragen: In diesem Film geht es auch um eine ablaufende und im Bild schließlich zerspringende Sanduhr, die die Abreise des Holländers ankündigt. Auffällig ist ferner die Wahl von Kays Kleiderfarben: Zunächst sticht ein intensives Grün hervor - Harry ist ja auch im zweiten Frühling. Als sie mit Richard ausgeht, legt sie ein tiefes Rot an, was bereits ihre ihr selbst noch nicht ganz bewusste "Bereitschaft" (...) unterstreicht. Später wird sie mit gedeckten Brauntönen besser mit der Umgebung verschmelzen.

Somit lassen sich also doch unter der glatten Oberfläche ein paar stilistisch klug eingesetzte Extravaganzen beobachten, und dass "Pandora" erst 1951 uraufgeführt wurde, so dass Richard ihn 1949 nicht hätte sehen könne, verzeihe ich dafür gerne. Dies alles gefällt, aber es steht neben allzu Standardmäßigem. Als Beispiel sei hingewiesen auf zwei nervige Polizisten, die Harry wegen einer Kleinigkeit aufhalten, als er den Mord an seiner Frau wieder verhindern will und glaubt, dazu nicht mehr viel Zeit zu haben. Das ist nicht schlecht, aber in diesem und ein paar anderen Momenten leidet der Film darunter, dass er die Elemente mischt und nichts genauso gut und intensiv macht wie seine Vorbilder - im genannten Beispiel ein Suspense-Meister à la Hitchcock. Dennoch sehenswert!

Die DVD lässt keine der üblichen Wünsche offen, so gibt es gute Bild- und Tonqualität und den Originalton mit diversen Untertitelungsmöglichkeiten. Die Rezension basiert nur auf dem Hauptfilm, mit Spannung erwarte ich den Audiokommentar des mir bisher unbekannten Regisseurs Ira Sachs und die drei alternativen Enden. Ich ziehe es vor, meine Deutung hier einmal nur aufgrund des Hauptfilmes in den Raum zu stellen. Mal sehen, ob Sachs mir wenigstens teilweise Recht geben wird oder ob ich erfahren muss, dass die Kleiderfarben ganz zufällig gewählt wurden etc.
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4.0 von 5 Sternen Bonus-Punkte, 31. Dezember 2009
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Hier liste ich ausschließlich ein paar Punkte zum Bonusmaterial auf (basierend auf der Ausgabe Married Life); den Hauptfilm habe ich bereits bei Married Life rezensiert, und alles zusammen würde ein bißchen lang...

Alternatives Ende Nr. 1: Eine ernster Ausblick, der dem Film einen neuen Rahmen gibt, stark gespielt ist und einen Zeitsprung in die Sechziger wagt. Rachel McAdams Styling geht in Richtung 60er-Jahre-Hitchcockblondinen von würdevoller Eleganz à la Tippi Hedren - vielleicht war ja tatsächlich ihre Frisur schon im Hauptfilm, wie ich vermute, von "Vertigo" inspiriert. Beim Audiokommentar macht der ansonsten interessantes erzählende Regisseur Ira Sachs einen Fehler: Eine Kameradrehung in einem Gerichtssaal sei einer Einstellung aus "Das Urteil von Nürnberg" von Otto Preminger nachempfunden. Hmmm, meint er "Das Urteil von Nürnberg" von Stanley Kramer oder den Preminger-Gerichtsfilm "Anatomie eines Mordes"?

Alternatives Ende Nr. 2: Hier gibt es wenig Neues zu berichten, da es sich um eine Version des ersten alternativen Endes handelt, bei der lediglich eine - allerdings entscheidende - Szene fehlt.

Alternatives Ende Nr. 3: Dies ist eine kurze, gar nicht mal schlechte Version des Ausblicks in die Sechziger, der die tragische Wendung fehlt und die sich vielleicht noch besser in den Ton des Filmes einfügt als das tatsächlich ausgewählte Ende (Verharren in der hauptsächlichen Erzählzeit bei gleichzeitig etwas zu langen Off-Kommentaren von Brosnan). Bei Test-Screenings, so Sachs, sei Alternative Nr. 3 am schlechtesten angekommen. Schade - aber das tatsächliche Ende ist so schlecht nicht und harmoniert besser mit dem Gesamtfilm als die doch singulär dramatisch-tragischen Alternativen Nr. 1 und 2.

Audiokommentar des Regisseurs: Er lohnt sich! Wir erfahren einiges über Casting, Schauspielerführung, Entstehungsprozess des Filmes, Buchvorlage, Bedeutung einzelner Szenen und Stilelemente - und bekommen die Erkenntnis bestätigt, dass man nicht unbedingt persönlich erlebt haben muss, worüber man berichtet: Ira Sachs outet sich als schwul, hat aber einen Ehebeziehungsfilm gemacht. Das ist stimmig: Er lebt, wie er am Schluss andeutet, in einer konventionellen monogamen Beziehung, und bei JEDEM intimen Verhältnis zu einem Menschen bestehen ähnliche Gefühle, Freuden, Konfliktpotenziale, ob es sich nun um eine homo- oder heterosexuelle Beziehung handelt, ob es nun einen Trauschein gibt oder nicht.

Weitere Auffälligkeiten: Sachs gesteht nicht seinen Fehler ein, in einem Film, der 1949 spielt, im Kino "Pandora und der fliegende Holländer" (1951) laufen zu lassen, ist aber ansonsten angenehm bescheiden und räumt z.B. ein, dass er sich nicht für einen großen Suspense-Regisseur hält (das stimmt, in den entsprechenden Passagen ist er bestenfalls solide). Die obligatorische Lobhudelei seiner Darsteller hält sich in Grenzen, weil er das immer mit genauen Erklärungen verbindet, was er von der Darstellern wollte und seiner Meinung nach auch bekam - man kann das an diversen Einzelszenen festmachen und nachvollziehen. Einzig die Einschätzung, dass Pierce Brosnan ein besserer Filmschauspieler sei als Sir Laurence Olivier, scheint mir etwas fragwürdig. Hochinteressant wird's, wenn Sachs über seine filmischen Vorbilder und Inspirationsquellen spricht - hier ist vieles gut nachvollziehbar bzw. offenbart einen breiten Blick auf die nicht nur die USA in den Blick nehmende Filmgeschichte (und natürlich war dem schlauen Fuchs Sachs Atmosphäre wichtiger als historische Akkuratesse - man ahnt es, wenn er bei dem "Pandora"-Ausschnitt lieber auf die überbordende Jack-Cardiff-Farbfotografie als auf das Entstehungsjahr hinweist). Sachs nennt Bette-Davis- und Joan-Crawford-Filme (interessanterweise "Suden Fear", der als Suspensefilm Klassen besser als "Married Life" ist) sowie Hitch, dem er aber eher das Styling als den Suspense gelungen nachempfunden hat: Rachel McAdams bringt er zu Recht mit Kim Novak in Verbindung. Das Nachempfinden der Creditsequenz aus Aldrichs "Rattennest" habe ich jedoch als unmotiviert empfunden, und Antonionis "La Notte" kenne ich leider nicht. Was den Ehebruchs-Teil der Geschichte und die Bedeutung von Anrufen dabei betrifft, nennt Sachs "Die süße Haut" von Truffaut, der in der Tat ein kluge, aber auch emotional berührende, intensive Studie eines Dreiecksverhältnisses ist. Schließlich klärt sich - möglicherweise - die von mir beim alternativen Ende Nr. 1 aufgeworfene Frage: Sachs habe sich sehr viele Otto-Preminger-Filme angeschaut. Was die geschickt unauffällige und unspektakuläre Kameraführung mit einer Dominanz von halbnahen Einstellungen betrifft, ist das gut nachvollziehbar.

Und so kann man dem ohnehin schon interessanten, wenngleich aus meiner Sicht nicht überragenden Hauptfilm ein paar wertvolle Erkenntnisse hinzufügen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eheleben F.F.E., 19. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
Die Frage stellt sich, ob man 2007 noch Melodramen wie in den 50er Jahren drehen sollte oder ob man es überhaupt noch kann?
Ira Sachs hat es versucht. Mit einer Mischung aus leiser Ironie, die bisweilen eine schwarze Komödie durchschimmern lässt und etwas Pathos entsteht tatsächlich eine melodramatische Situation ähnlich der in den alten Filmen mit aller gebührenden förmlichen Spießigkeit. Die gut gecasteten vier Hauptdarsteller allen voran der alte Schwerenöter Pierce Brosnan, sowie das blonde Luder Rachel McAdams und die stets unterkühlte Pat Clarkson passen mit Frisuren und Kleidung gut ins Ambiente. Am überzeugendsten ist aber Chris Cooper mit seinem süßsauren Blick. Er leidet so wunderbar verklemmt schön mit einer Mine, wie wenn man in ein Brötchen beißt, dass zuvor in den Sand gefallen war. Es gibt sogar zwei kleinere Überraschungen. Das Meiste ist allerdings vorhersehbar. Wenn da im entscheidenden Moment die Kamera langsam auf die Treppe schwenkt, weiß man, dass Pierce herunterkommen wird. Auch die eheerhaltende Botschaft wird mehrmals wiederholt 'Man kann sein Glück nicht auf dem Unglück eines Anderen aufbauen'.
Die langen Dialoge über Ehe und Treue, über Einsamkeit und Neuanfang ermüden allerdings, Langeweile macht sich breit. Die alten Originale waren besser weil stringenter und konsequenter. Das ist hier letztlich doch nur aufgewärmter Harmonie-Kaffee. Zwar warm, aber abgestanden.
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5.0 von 5 Sternen Perfekt gespielte Filmgeschichte, 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
Ich muss gestehen ich habe den Film nur gekauft weil Rachel McAdams mitspielt und ich sie für eine tolle Schauspielerin halte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Film ist wirklich gut erzählt, die Handlungen sind klar und deutlich. Der Zuschauer wird in eine Geschichte miteingezogen und wird am Ende sehr überrascht sein.
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5.0 von 5 Sternen Sehr gediegen, 29. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
Lustvoll gediegen gleitet die Kamera durchs gehoben plüschige Nachkriegs-Ambiente. Die Handlung hält immer wieder handfeste Überraschungen bereit, die dennoch nicht implausibel wirken und unaufgeregt eintreten. Pierce Brosnan spielt den alten Knaben ungemein lässig, mit einem nonchalanten Hang zum Süffig-Zynischen. Eine Mischung aus Patricia Highsmith und Revolutionary Road/In Zeiten des Aufruhrs (das Buch, nicht der Film).

Einer der Hauptdarsteller erzählt die Geschichte teilweise aus dem Off. In anderen Filmen wirkt das wie eine Notlösung, hier passt es hervorragend.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer diese Zeit (die vierziger Jahre) mag..., 15. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
sollte diesen Film unbedingt ansehen. Es wurde sehr viel Liebe fürs Detail investiert und mit S.Johansson und Pierce Brosnan zwei Super-Stars verpflichtet. Die Geschichte wurde ja zu Genüge beschrieben, deshalb nur kurz: ich fand den Film kurzweilig, anders (die Erzählstimme hat Charme)und in ruhigen Bildern erzählt, so dass man Zeit hat auch richtig in die Geschichte reinzukommen. Es gibt auch überraschende Wendungen, wir bleiben also verschont davon, schon am Anfang zu wissen wie alles endet. Muss man nicht mehrmals gesehen haben, aber für einen Filmabend auf den man sich freut und der vielleicht schon länger geplant ist, ist der Film absolut das Richtige!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was war wirklich geplant, 17. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
Die Schauspieler sind gut, das Set perfekt, aber was ist mit der Story? Man führt die Zuschauer bewusst in eine falsche Richtung und das Ende ist dann mehr als lau. Man hat den Eindruck, hier wurde flux das geplante Ende zugunsten der Moral angepasst. Schade. Hätte mehr erwartet.
Fazit: Zu empfehlen nur für eingefleischte Fans der Schauspieler.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen schöne Idee - hätte man mehr daraus machen können, 28. Juni 2009
Von 
M. Ortmeyer (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
Ich hatte "schwarzen Humor" der Engländer erwartet, denn die Idee bzw. der Inhalt klang danach. Schade. Es fehlt die Frechheit ... der Film erscheint mir zu brav.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, 17. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Married Life (DVD)
Zuerst einmal sollte gesagt werden das der Film wirklich aus guten Schauspielern besteht allem voran natürlich der bekannteste Pierce Brosnan.Dies ist mal ein Film der etwas anderen Art was nichts schlechtes bedeutet.Durch den Film baut sich eine sehr hohe Spannung auf wobei man zwischendurch immer wieder überrascht wird.Die Schauspieler passen alle echt gut zusammen und spielen überzeugend.

Durch die tollen Schauspieler und die hohe Spannung ist dieser Film echt weiterzu empfehlen
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Married Life von John Bingham (DVD - 2009)
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