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Kundenrezensionen

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am 6. Oktober 2009
Ein fabelhafter Film. Mann muss kein Fan von Asiatischen Film und Erzaehlweisen sein um voll auf seine Kosten zu kommen. Kurz gesagt, junge Frau aus von Schizophrenie schon gezeichnete Familie kommt nach eigene Irrwegen in die Psychiatrie. Trifft auf eine haufen schräge Typen, und findet die grosse Liebe. Eine Liebeskomödie zum halbtotlachen und zugleich eine Liebeserklaerung an die "Verrueckten". Auch ein Portait von der Hilflosigkeit auch ausgebildeten Kraeften, wenn's darum geht zu verstehen und zu helfen. Alles haargenau recherchiert und Lebensecht. Ich hab's, nach einem Seminarwochenende fuer angehende Heilpraktiker/Pschotherapie, als Filmabend fuer meine Arbeitsgruppe vorgefuehrt. Urpsruenglich als leichte Unterhaltung gedacht (ich hatte es das erste mal auf die Berlinale gesehen). Alle Symptome, alle Verhaltensweisen jedoch, waren so gut nachgezeichnet und gespielt, das es fast zu eine lustige Fortfuehrung des Seminars wurde. Unbedingt empfehlenswert fuer alle!
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am 9. Januar 2008
Young-goon muss als Kind miterleben, wie ihre geliebte Großmutter, die sich für eine Maus hält und nur mehr von eingelegtem Rettich ernährt, von Männern in weißen Kitteln in eine Anstalt gebracht wird. Wäre Sie ein Cyborg gewesen, wäre dies nicht passiert. Denn Cyborgs sind stark, Cyborgs sind unaufhaltsam und Cyborgs haben kein Mitgefühl. Bei ihrer Arbeit in einer Radiofabrik stellt Young-goon überraschend fest, dass sie die Stimmen der Maschinen hört. Logische Schlussfolgerung: Sie ist doch ein Cyborg, muss jedoch erst mit Energie aufgeladen werden. Die Pulsadern werden aufgeschnitten, ein Stromkabel angesteckt und mit der Steckdose verbunden.

Als Young-goon wieder erwacht, findet sie sich in einer Anstalt wieder. Von da an beginnt Sie mit den Maschinen zu reden. Ihr großes Problem: Sie braucht Energie und Cyborgs vertragen aber kein normales Essen.

Ein weiterer Insasse ist Il-sun. Er zeigt sich immer mehr fasziniert von Young-goon, beobachtet mit zunehmender Sorge wie sie wegen Nahrungsmangel immer schwächer wird und versucht verzweifelt eine Möglichkeit zu finden, sie wieder zu Kräften kommen zu lassen. Il-Sun ist der Überzeugung, dass er, sobald er auf seine wenigen Eigenschaften als Mensch reduziert wird, für die Welt dermaßen unbedeutend wird, so dass er wie ein kleiner Punkt von der Welt verschwinden muss. Daher hat er die Fähigkeit entwickelt, anderen Personen ihre Eigenschaften und Seelen zu stehlen und sie auf sich selbst zu übertragen.

Young-goon hört die Stimme ihre Großmutter, die ihr befiehlt, die Ärzte in den weißen Kitteln zu töten. Jedoch kann sie dies nicht, da sie von ihrem Mitgefühl zurückgehalten wird. Da bittet Sie Il-Sun diese Eigenschaft von ihr auf ihn zu transferieren. Der junge Mann tut wie ihm befohlen und Young-goon startet zum blutigen Rachefeldzug'

KRITIK:
So ganz scheint Park Chan-wook ("Oldboy", "Lady Vengeance") nicht so recht wegzukommen von seinem Lieblingsthema Rache - auch wenn er einmal eine Liebeskomödie macht. Jedoch sollte man davon Abstand nehmen, diesen Film mit seinen anderen Werken zu vergleichen. Allgemeiner noch, vielleicht sollte man Abstand nehmen, diesen Film ÜBERHAUPT mit irgendeinem anderen Film zu vergleichen.

Wir tun es trotzdem: Es ist eine Liebesgeschichte im Stil von "My Sassy Girl" oder "Science of Sleep", jedoch mit einer Stringenz von "Big Bang Love, Juvenile A" in Brecht'scher Erzählweise. Mancher wird sich fragen, ob Park Chan-wook vielleicht wahnsinnig geworden ist - und tatsächlich findet man seinen Namen im Vorspann u.a. auch auf dem Namensschild eines Irren.

Dies ist auch gleich ein Beispiel für den subversiven Humor, der den Film prägt. Natürlich muss man über die geistesgestörten Insassen und ihre Ideen immer wieder mal schmunzeln - jedoch vergisst der Film nie darauf hinzuweisen, dass hinter dieser lustigen Fassade tiefgründige philosophische und psychologische Ansätze stehen - und verwirrt absichtlich dadurch sicher 85% der RezipientInnen, denn nicht immer ist alles so leicht zu verstehen wie der Titel: Es ist ok ein Cyborg zu sein, solange es nur niemand merkt. Und wenn es jemand merkt, muss man sich entweder selbst ändern - oder die Umwelt solange sich ändern, bis es eben OK wird.

Gespielt wird alles hervorragend von Lim Su-jeong (" A Tale of Two Sisters", "Sad Movie") sowie Neuling Jung Ji Hoon, der für seine Leistung gleich zweimal den Preis als bester Newcomer-Schauspieler einheimste.

Auch der Soundtrack ist wie immer exzellent und knüpft nahtlos an den überarbeiteten klassischen Stil von "Lady Vengeance" an. Schade, dass der hierzulande nicht aufzutreiben ist. Bildtechnisch gibt es wie immer bei Park Chan-wook nichts zu meckern. Klare, bunte Bilder prägen den Film, Schnitt und Cuts wie gewohnt Spitzenklasse.

FAZIT:
Dieser Film wird sicher dem großen Tross der Leute nicht gefallen: Er wird nicht allen Freunden des koreanischen Films gefallen. Er wird nicht allen Fans von Park Chan-wook gefallen. Und schon gar nicht wird er allen Verehrern der Vengeance Trilogie gefallen. Zu anders, zu besonders ist dieser Film - vermutlich seiner Zeit zu weit voraus um von jedermann verstanden zu werden - aber: That's OK.

Der Film lief selbst in Korea nur zwei Wochen lang. International erfreute er sich aber größerer Beliebtheit und gewann sogar auf der Berlinale den Alfred Bauer Preis, der für Filme vergeben wird, die neue Perspektiven der Filmkunst eröffnen. Ein passender Award.

Auf jeden Fall hat das Celluloid großen "Replay"-Faktor für PhilosophInnen und auch Freunde von originellen Liebeskomödien werden voll auf ihre Kosten kommen - sofern sie nicht ruhigen Sequenzen und verwirrenden Zwischensprüngen abgeneigt sind. Mir auf jeden Fall hat's sehr gut gefallen.

WERTUNG: 6,5 von 10 mit Energie aufgeladenen Zehen.
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am 17. Dezember 2007
Ich würde sagen, dass dieser Film zu denen gehört, die man nicht so schnell vergisst. Auf den ersten Blick ist er einfach nur merkwürdig, besonders wenn Young-gyun am Anfang versucht ihre "Batterie" aufzuladen, indem sie ihr Handgelenk aufschlitzt und Drähte einführt, die sie dann anschließt.... Das erscheint doch erst .... hmmm .... ein wenig grausam?
Aber wenn man sich den Film anschaut merkt man, wie liebevoll er gemacht ist. Die Patienten der "Irrenanstalt" sind wirklich und wahrhaftig ansolut durchgeknallt, aber jeder sorgt auf seine besondere Weise für das Wohl der anderen, insbesondere Il Sun, der angeblich die Fähigkeit besitzt, anderen ihre Charakterzüge zu klauen. Es ist einfach nur niedlich, auf welche Art und Weise dies geschieht. Zwischen ihm und Young-gyun entwickelt sich eine Beziehung, als sie ihn darum bittet, ihr Mitgefühl zu stehlen, damit sie endlich ihre Großmutter rächen kann, die damals auch eingewiesen wurde, da sie dachte, sie wäre eine Maus und niemals mehr zurückkam. Wie er ihr dabei hilft und dabei selbst ein "besserer" Mensch wird, ist einfach nur wunderschön zu beobachten.
Ich halte den Film für wirklich sehenswert.. man spürt regelrecht, mit wieviel Liebe er gemacht worden ist. Ein Stern wird abgezogen, da das Ende dann doch wieder verwirrend ist, dem ich aber nicht vorgreifen will....^^
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am 18. Mai 2009
Young-goon muss als Kind miterleben, wie ihre geliebte Großmutter, die sich für eine Maus hält und nur mehr von eingelegtem Rettich ernährt, von Männern in weißen Kitteln in eine Anstalt gebracht wird. Wäre Sie ein Cyborg gewesen, wäre dies nicht passiert. Denn Cyborgs sind stark, Cyborgs sind unaufhaltsam und Cyborgs haben kein Mitgefühl. Bei ihrer Arbeit in einer Radiofabrik stellt Young-goon überraschend fest, dass sie die Stimmen der Maschinen hört. Logische Schlussfolgerung: Sie ist doch ein Cyborg, muss jedoch erst mit Energie aufgeladen werden. Die Pulsadern werden aufgeschnitten, ein Stromkabel angesteckt und mit der Steckdose verbunden.

Als Young-goon wieder erwacht, findet sie sich in einer Anstalt wieder. Von da an beginnt Sie mit den Maschinen zu reden. Ihr großes Problem: Sie braucht Energie und Cyborgs vertragen aber kein normales Essen.

Ein weiterer Insasse ist Il-sun. Er zeigt sich immer mehr fasziniert von Young-goon, beobachtet mit zunehmender Sorge wie sie wegen Nahrungsmangel immer schwächer wird und versucht verzweifelt eine Möglichkeit zu finden, sie wieder zu Kräften kommen zu lassen. Il-Sun ist der Überzeugung, dass er, sobald er auf seine wenigen Eigenschaften als Mensch reduziert wird, für die Welt dermaßen unbedeutend wird, so dass er wie ein kleiner Punkt von der Welt verschwinden muss. Daher hat er die Fähigkeit entwickelt, anderen Personen ihre Eigenschaften und Seelen zu stehlen und sie auf sich selbst zu übertragen.

Young-goon hört die Stimme ihre Großmutter, die ihr befiehlt, die Ärzte in den weißen Kitteln zu töten. Jedoch kann sie dies nicht, da sie von ihrem Mitgefühl zurückgehalten wird. Da bittet Sie Il-Sun diese Eigenschaft von ihr auf ihn zu transferieren. Der junge Mann tut wie ihm befohlen und Young-goon startet zum blutigen Rachefeldzug'

KRITIK:
So ganz scheint Park Chan-wook ("Oldboy", "Lady Vengeance") nicht so recht wegzukommen von seinem Lieblingsthema Rache - auch wenn er einmal eine Liebeskomödie macht. Jedoch sollte man davon Abstand nehmen, diesen Film mit seinen anderen Werken zu vergleichen. Allgemeiner noch, vielleicht sollte man Abstand nehmen, diesen Film ÜBERHAUPT mit irgendeinem anderen Film zu vergleichen.

Wir tun es trotzdem: Es ist eine Liebesgeschichte im Stil von "My Sassy Girl" oder "Science of Sleep", jedoch mit einer Stringenz von "Big Bang Love, Juvenile A" in Brecht'scher Erzählweise. Mancher wird sich fragen, ob Park Chan-wook vielleicht wahnsinnig geworden ist - und tatsächlich findet man seinen Namen im Vorspann u.a. auch auf dem Namensschild eines Irren.

Dies ist auch gleich ein Beispiel für den subversiven Humor, der den Film prägt. Natürlich muss man über die geistesgestörten Insassen und ihre Ideen immer wieder mal schmunzeln - jedoch vergisst der Film nie darauf hinzuweisen, dass hinter dieser lustigen Fassade tiefgründige philosophische und psychologische Ansätze stehen - und verwirrt absichtlich dadurch sicher 85% der RezipientInnen, denn nicht immer ist alles so leicht zu verstehen wie der Titel: Es ist ok ein Cyborg zu sein, solange es nur niemand merkt. Und wenn es jemand merkt, muss man sich entweder selbst ändern - oder die Umwelt solange sich ändern, bis es eben OK wird.

Gespielt wird alles hervorragend von Lim Su-jeong (" A Tale of Two Sisters", "Sad Movie") sowie Neuling Jung Ji Hoon, der für seine Leistung gleich zweimal den Preis als bester Newcomer-Schauspieler einheimste.

Auch der Soundtrack ist wie immer exzellent und knüpft nahtlos an den überarbeiteten klassischen Stil von "Lady Vengeance" an. Schade, dass der hierzulande nicht aufzutreiben ist. Bildtechnisch gibt es wie immer bei Park Chan-wook nichts zu meckern. Klare, bunte Bilder prägen den Film, Schnitt und Cuts wie gewohnt Spitzenklasse.

FAZIT:
Dieser Film wird sicher vielen Leuten nicht gefallen: Zu anders, zu besonders ist dieser Film - vermutlich seiner Zeit zu weit voraus - aber: That's OK.

Auf jeden Fall hat das Celluloid großen "Replay"-Faktor für PhilosophInnen und auch Freunde von originellen Liebeskomödien werden voll auf ihre Kosten kommen - sofern sie nicht ruhigen Sequenzen und verwirrenden Zwischensprüngen abgeneigt sind. Mir auf jeden Fall hat's sehr gut gefallen.

WERTUNG: 6,5 von 10 mit Energie aufgeladenen Zehen.
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am 20. Mai 2012
Der Koreaner Park Chan-wook entführt uns in eine skurrile Welt von Jodlern, Cyborgs, Phantasiedieben, Essstörungen und Identitätsproblemen.

Park stellt uns die junge Fabrikarbeiterin Yeong-gun vor. Schnell merken wir das die junge Frau einen gewaltigen Sprung in der Schüssel hat. Sie hält sich für einen Cyborg, also halb Mensch, halb Maschine. Eigentlich nicht weiter schlimm, wären da nicht das Probleme das menschliche Nahrung, die den Cyborg von innen rosten lässt und das Problem mit der Energieversorgung eines Cyborgs. Es kommt wie es kommen muss, Yeong-gun erwacht in der Nervenheilanstalt, nachdem sie ihre Energie an der Hauptstromleitung der Fabrik aufgefüllt hat.

Eine skurrile Welt in gedämpften Farben und liebevoll schrägen Mitinsassen empfängt Yeong-gun und den Zuschauer. Wenn Yeong-gun sich lieber mit dem Cola-Automaten im Flur, statt mit den Ärzten unterhält und zum Mittagessen an Batterien luscht, ahnt der Zuschauer ' das wird kein gutes Ende nehmen. Ganz nebenbei schildern Rückblicke die Vorgeschichte von Yeong-guns Krankheit. Auf einer ganz ungewöhnlichen Art stellt uns nun Park den sozialen Mikrokosmos Irrenhaus und seine Insassen vor ' aus der Innenansicht von Yeong-gun. Ihre Welt, die Welt eines Cyborgs, wird zu Bildern erweckt und das im besten Stil der asiatischen Popkultur. Schrill, lärmend, einige Splattereffekte und grandiosen Bildern.Doch für Yeong-gun gibt es Licht am Ende des Horizont, oder besser gesagt vor der Standuhr, der Phantasiedieb Il-sun und sein Reis-Metronom für Cyborgs.

Liebe ist, den Anderen so zu akzeptieren, wie er ist -auch wenn er ein Cyborg und kein Psycho ist.
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am 4. März 2009
Dieser kleine, wunderschön fotografierte Film feierte seinen Siegeszug in der westlichen Welt, als er 2007 im Berlinale-Wettbewerb lief und dort sogar den Alfred-Bauer-Preis abstaubte.
Im Grunde bringt es der Titel meiner Rezension (und somit auch der Titel vieler anderer Rezensionen und Kritiken) schon auf den Punkt. Der Film erzählt die (Liebes-)Geschichte einer jungen Frau, die sich für einen Cyborg hält, die Nahrung verweigert, dafür aber mit Cola-Automaten spricht und in einer Irrenanstalt neben vielen weiteren skurilen Personen ihre Liebe findet.
Der Film ist schräg und anrührend wie "Amélie", dadurch aber, dass es sich um einen asiatischen Streifen handelt, doch irgendwie anders. Erfrischend und ideenreich kommt dieser kleine Film daher und bietet knappe 2 Stunden kurzweilige Unterhaltung - immer wieder durchbrochen durch einige blut- und bleihaltige "Shoot-Outs" in den "Traum"-Sequenzen der Protagonistin (sie hält sich eben für einen Cyborg und von daher schon als Tötungsmaschine konzipiert). Für diese Szenen gibt's dann letzten Endes von mir auch einen Stern Abzug, da sie die Dramaturgie und das märchenhaft-letargische Dasein im Zuchthaus stören und zudem fernab der vergebenen FSK-Freigabe (ab 12 Jahre) anzusiedeln sind. Doch dafür sind diese Shoot-Outs ebenso einfallsreich inszeniert und choreografiert.

Die DVD aus dem Hause Rapid Eye überzeugt auf ganzer Linie. Neben dem O-Ton (bei kleinen Labels, die Asia-Filme anbieten leider noch keine Selbstverständlichkeit) mit optionalen Untertiteln befinden sich über eine Stunde an Extras (Interviews, Making Of, Berlinale-Special, Trailer) auf der Disc. Bild und Ton geben keinen Grund zur Kritik.
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am 12. Februar 2008
Werden einige Leute glauben, andere nicht...

Ist jedenfalls genau die Nummer, die man mit Plakat und Titel im Hinterkopf erwarten konnte.

Das Mädchen kann alleine seine Bestimmung nicht finden, droht daran zugrunde zu gehen, und aus einem andern Grund landet sie dann auch noch in der Klapsmühle. Normale Nahrung verweigert sie - die soll für den Erhalt ihres High-Tech-Inneren nicht gerade förderlich sein.
Einem der Insassen ist sie besonders aufgefallen; der tickt ebenfalls auf ganz eigene Art und will das Mädchen nicht unglücklich und schon gar nicht sterben sehen. Auf raffinierte Art und Weise versucht er das seltsame Wesen zu retten...

Zu sehen und zu hören gibt es, was der Ort verspricht!
Was hier zusammengefilmt wurde, kommt nun manchmal auch recht wirr daher, hat Klasse und weckt Erwartungen. Wie damit gespielt wird, wie man an der Nase rumgeführt wird, ist ein guter Spaß, der als Zugabe auch noch nicht chronologisch abläuft.
Und ob gegen Ende passiert, was man auch annehmen könnte, ist dann die große Frage...

Es gibt eine Menge zu entdecken, auch mit vielen denkwürdigen Momenten. Hab den Film bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen. Das ist auf jeden Fall einer, der öfters gleich gut rüber kommen kann - sofern man vom Gebotenen nicht wie vor den Kopf gestoßen wird und dem einfach nicht viel abgewinnen kann.
Anhänger der vorangegangenen Rache-Triologie-Filme erwarten besser gar nichts oder einen Reinfall - anders kann es ja dann trotzdem noch enden.

Clever, skurrill, mit Herz und ziemlich herbem Charme. Wie gemacht für Leute mit viel Sinn für irgendwelche schrägen Sachen, gerade die KÖNNTEN einen Hit sehen. Eine ziemliche Hop oder Top-Sache jedenfalls - und eine Liebesgeschichte, in positivem Sinne so unmöglich, dass sich Leute auch ganz einfach in den Film verlieben werden.
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Als Young-goons Oma von den 'weißen Kitteln' abgeholt, ihr Gebiss aber nicht mitgenommen wird, hat das für Young-goon traumatische Auswirkungen, da ihre Oma ohne Zähne nicht mehr ihren geliebten Rettich wird essen können. Young-goon verweigert fortan jegliche Nahrungsaufnahme und hält sich für einen Cyborg. Auch sie kommt zu den 'weißen Kitteln' in die Psychiatrie. Dort verschlechtert sich ihr Zustand aber zunehmend. Elektroschock und Zwangsernährung durch die Nase bleiben nutzlos. Young-goon spricht mit dem Cola-Automaten und hat Visionen, in denen aus ihren Fingern Pistolenläufe wachsen und sie ein furchtbares Blutbad unter den Ärzten und Aufsehern anrichtet.
Zögerlich nähert sich ihr Il-soon an, der mit Hasenmaske herumrennt und verdächtigt wird, den anderen Insassen Dinge wie Zeit und Fähigkeiten zu stehlen. Wird er Young-goon helfen können?......

Ich gebe zu, der Film ist recht außergewöhnlich. Aber irgendwie konnte er nicht so richtig an meinen Rezeptoren andocken. Ich fand ihn stellenweise doch recht langatmig und mitunter konnte ich mir sogar ein Gähnen nicht verkneifen. Wundere mich selber darüber, da der Film doch redlich bemüht ist, ungewöhnliche Ideen am Band zu entwickeln. Doch irgendwie kam beim Sehen nicht der Charme auf, ein gelungenes Werk zu betrachten. Vergleiche mit "Amelie" halte ich für gänzlich unangemessen. Bei "Amelie" dringt die Lebensfreude aus allen Ritzen; hier herrscht eher eine depressive Grundstimmung. Den Film würde ich eher in eine Schublade mit "Einer flog über das Kuckucksnest" stecken, wenngleich er aber nicht dessen Genialität aufweist.
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am 29. Oktober 2008
In einer Nervenanstalt lernen sich Il-sun und Young-goon kennen. Die junge Frau Young-goon glaubt ein Kampfroboter in Menschengestalt zu sein. Und der junge Mann Il-sun glaubt eine besondere einmalige Fähigkeit zu besitzen und die Charakterzüge anderer stehlen zu können. Young-goon's Fall ist für alle Beteiligten problematischer, denn sie weigert sich Nahrung zu sich zu nehmen und droht zu verhungern. Sie glaubt, menschliche Nahrung würde ihre Systeme beschädigen.

Der einfühlsame Il-sun nimmt Young-goon wahr, als das was sie glaubt zu sein. Young-Goong plant Rache an den Ärzten zu nehmen, die ihr einst die Großmutter stahlen. Doch ihr Mitgefühl verhindert Gewaltanwendung. Il-sun entwendet ihr deshalb diese störende Eigenschaft. Er bespricht mir ihr auch ausführlich das Problem der Nahrungs- bzw. Energieversorgung eines Cyborgs und kommt zu dem Schluss, dass ihr ein wichtiges technisches Teil fehle, dass die Umwandlung von Essen in Energie gewährleiste. Er werde ihr diese Teil beschaffen und auch einbauen. Es folgt ein operativer Eingriff am Rücken von Young-goon. Anschließend kommt es zur Generalprobe, den ersten Essen für Young-goon.

Die Geschichte wird einfühlsam erzählt. Die beiden Protagonisten leben in einer Anstalt und erschaffen sich dort ihre eigene Welt. Viel Gestik und Mimik, sowie kluge Dialoge erschaffen eine raffinierte aufgefallene Filmgeschichte.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Oktober 2012
Die junge introvertierte Young-gun (Lim Soo-jung) arbeitet in der Fließbandproduktion eines Elektronikunternehmens, dort baut sie Radiogeräte zusammen. Das junge Mädchen ist felsenfest davon überzeugt, ein menschlicher Roboter - ein Cyborg - zu sein.
Dort schneidet sie sich die Pulsadern auf, setzt sich unter Strom, weil sie sich direkt an eine Streckdose anschliesst. Sie wird gerettet, kommt aber in die Klapse, wo sie die Aufnahme von Nahrung verweigert. Ihre Mutter (Yong-nyeo Lee), eine Restaurantbesitzerin, gibt der Psychiaterin verzweifelt Auskunft und macht dabei selbst einen etwas sonderbaren Eindruck. Noch absurder klingt die Familiengeschichte, denn Young-guns Großmutter stellte ihrer Tochter irgendwann mal die neuen Geschwisterchen vor...es waren kleine Ratten, die die sonderbare Frau dann aufzog und Rettich zu essen gab. Da sie dann auch nur noch Rettich verspeiste und die ganze Wohnung danach stank, wurde sie ins Altersheim abgeschoben. Für die damals kleine Young-Gun brach eine Welt zusammen. Nun hockt sie in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie und lernt eine ganzen Kosmos durchgeknallter Mitpatienten kennen. Die Leute haben einen Knacks, aber auch immer mal ganz spezielle Fähigkeiten. Während das Mädchen weiterhin hungert, spricht sie mit dem Getränkeautomaten und den Deckenlampen. Der Roboter in ihr versucht verzweifelt an Energie zu gelangen. Il-sun (Jung Ji-hoon) interessiert sich sehr schnell für den Neuankömmling, der junge Mann ist ein Dieb von ganz besonderen Dingen. Als Kleptomane hat er es auf Eigenschaften seiner Mitmenschen abgesehen, die er ihnen versucht zu mopsen...
Der koreanische Filmemacher Park Chan Wook mit einem eher untypischen Film, wenn man "IŽm a Cyborg, but thatŽs ok" mit seiner Rachetrilogie "Old Boy", "Lady Vengeance" und "Sympathie for Mr. Vengeance" vergleicht.
In der Welt der Verrückten kann sich der Filmemacher wieder einmal so richtig austoben. Die wahnwitzigen Charaktere auf der Krankenstation sorgen für eine durchweg lebendige und amüsante Story. Spezialeffekte und phantastische Fantasiewelten runden das Ganze stilsicher ab und sorgen für wunderbare visuelle Highlights, nicht umsonst wird der Film als eine Art koreanische Ausgabe von "Die fabelhafte Welt der Amelie" angesehen. Highlight des Films ist jedoch die äusserst sensible, kleine Liebesgeschichte, die Park Chan Wook so ganz nebenbei erzählt.
Ein kleines, wunderbares Juwel des koreanischen Kinos.
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