Kundenrezensionen


164 Rezensionen
5 Sterne:
 (110)
4 Sterne:
 (36)
3 Sterne:
 (11)
2 Sterne:
 (4)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


123 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Verfilmung!
"Jane Eyre" ist mein (bisher ungeschlagener) Lieblingsroman, ich liebe ihn von vorn bis hinten und jede einzelne Seite und könnte ihn immer und immer wieder lesen.

An die Verfilmungen habe ich mich lange nicht getraut, aus Angst, enttäuscht zu werden. Zuerst wagte ich mich an die Verfilmung mit Samantha Morton und Ciarán Hinds heran und war...
Veröffentlicht am 12. Februar 2008 von Vampyress "Coffee and Book...

versus
277 von 282 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Traumhaft schöner Film - die deutsche Übersetzung ist jedoch ein Albtraum
Der 2006 gedrehte BBC-Vierteiler "Jane Eyre" gewann zahlreiche Preise und wurde von britischen Kritikern überschwenglich gelobt. Zu Recht. Denn besser kann Charlotte Brontees viktorianischer Klassiker kaum verfilmt werden.

Erzählt wird die Geschichte der jungen Gouvernante Jane Eyre, die auf dem Anwesen von Edward Rochester eine Stellung erhält...
Veröffentlicht am 11. Januar 2008 von Flora123


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön, leider aber..., 11. Mai 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre [2 DVDs] [UK Import] (DVD)
für mich ist Jane Eyre wirklich eines meiner aller liebsten Bücher. Deshalb war ich sehr gespannt auf den neuen Film. Ohne Zweifel haben sich alle grosse Mühe gegeben. Ruth Wilson spielt ihre Rolle sehr gut. Mr Rochester ist bei mir nicht ganz so gut angekommen.Zunächst ist er nicht so wild und unnahber wie er im Buch dargestellt wurde. Deshalb ist sein Wandel am Schluss des Films nicht so deutlich. Die Schlüsselbotschaft dieses Romans, dass Mr Rochester sich zum Guten hinwendet, nachdem er Jane getäuscht hat kommt hier nicht zur Geltung.

Zweitens ist er so Machomässig in seinem Auftreten.

Die erotisierenden Darstellungen vor Janes Weggang von Thornfield waren wirklich mehr als unnötig, sie verdrehan sogar den Sinn, da ja Jane gerade in diesem Moment in ihrer Tugendhaftigkeit und Charakterstärke glänzt.

ES hat mich sehr traurig gemacht, dass diese Szenen anscheinend nötig waren um ein "modernes" Publikum einzufangen.

Schade, schade, trotzdem sind einige Dinge schön dargestellt und deshalb habe ich mich dazu entschlossen den Film doch nicht wegzuschmeissen, obwohl mir der Film mit Ciaran Hinds besser gefällt, aber der ist nicht so ausführlich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Beide DVD's defekt, 16. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set) (DVD)
Da ich bei Stolz und Vorurteil schon das Problem mit der 3. DVD hatte und diese auch mit der Ersatzlieferung nicht funktionierte, sind hier nun gleich beide DVD's nicht in Ordnung. Ich habe sie zurückgeschickt und um Erstattung gebeten, weil mir sonst eventuell das Gleiche mit der Ersatzlieferung blüht. Alle sonst von mir bestellten DVD's funktionieren tadellos, so dass es nicht an meinem Player liegen kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


51 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jane Eyre auf Daily Soap Niveau, 14. Januar 2008
Die vielen positiven Bewertungen, die man über die Adaptation von "Jane Eyre" aus dem Jahre 2006 liest, könnten einen vermuten lassen, dies sei die definitive Verfilmung von Charlotte Brontës unsterblichen Roman. Nun, sie ist es nicht. Tatsächlich ist sie die schlechteste der 7 Verfilmungen, die seit 1944 von dem Roman gemacht wurden. Nichts von dem, was seit über 150 Jahren Generationen von Lesern an dem Buch "Jane Eyre" fasziniert hat, wurde in dieser Adaption berücksichtigt. Obwohl die Länge dieser Mini-Serie eine werkgetreue Umsetzung erlaubt hätte, wurden entscheidende Szenen des Romans entweder weggelassen, im hohen Maße verändert oder durch solche ersetzt, die nicht nur nichts mehr mit der literarischen Vorlage zu tun haben, sondern auch an Intelligenz, Subtilität und Aussagekraft den Originalszenen weit unterlegen sind. Dasselbe gilt für die Sprache: Der Roman ist unsterblich geworden für die unübertroffene Schönheit und Originalität der Dialoge zwischen Rochester und Jane, in dieser Version jedoch wurden sie durch banale und stumpfsinnige Unterhaltungsfetzen ersetzt. Es ist schwer, sich die Beweggründe der Drehbuchautorin vorzustellen. Wollte sie Charlotte Brontës außergewöhnliche Prosa vereinfachen, modernisieren oder meinte sie gar, sie verbessern zu können? Nun, das einzige, was ihr zweifellos gelang, ist, ein literarisches Meisterwerk auf das Niveau einer Soap Opera zu bringen. Und als ob das nicht alles schon schlimm genug wäre, sind auch die Charaktere in einer Weise dargestellt, die einen daran zweifeln lässt, ob irgendeiner der Beteiligten jemals das Buch gelesen hat. Wessen Schuld es auch immer sein mag, die der Regisseurin, der Drehbuchautorin oder der Darsteller - Fakt ist, dass Toby Stephens' Rochester und Ruth Wilsons Jane so gut wie nichts mehr mit den Protagonisten des Romans gemein haben. Besonders Toby Stephens kann die Rolle des herrischen, launischen, autoritären und charismatischen Rochester in keinster Weise ausfüllen. Wo sind Rochesters innere Zerrissenheit, sein Gewissenskonflikt, sein Bedauern über die Vergangenheit, wo sind seine Originalität und sein Humor? Toby Stephens macht aus dem komplexen, dreidimensionalen und unwiderstehlichen Rochester einen eindimensionalen Schwächling. Ruth Wilson tut ihr Bestes, aber die emanzipierte, selbstbewusste und selbstsichere junge Frau, die sie spielt, entspricht nicht der zurückhaltenen und scheuen Jane des Romans.

Auch die Darstellung der Beziehung zwischen Rochester und Jane ist eine Farce im Vergleich zur literarischen Vorlage. Anstatt die subtile, graduelle Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen den Hauptfiguren darzustellen - eine Liebe zwischen Seelenverwandten - beschränkt man sich in dieser Adaption darauf darauf, lediglich die sexuelle Anziehung zwischen Rochester und Jane zu betonen, womit eine der interessantesten und komplexesten Liebesbeziehungen der englischen Literatur ihrer Besonderheit und Schönheit beraubt wird. Anscheinend hielten die Filmemacher die Betonung der Sexualität für ein angemessenes Mittel, um ein junges und scheinbar oberflächliches Publikum für diese Produktion zu interessieren. Und das ist genau die Krux dieser Verfilmung: Natürlich hat jeder Regisseur das Recht, einen Roman nach seinen Vorstellungen zu adaptieren, Handlung, Sprache und Charaktere zu verändern und den fertigen Film Jane Eyre zu nennen - aber diesen Film dann in der Mitte des 19. Jahrhunderts spielen zu lassen und dabei völlig die Sprache und das Benehmen jener Zeit und die damaligen Regeln von Moral und Anstand zu ignorieren, ist schlicht und ergreifend schlechte Filmkunst. Diese Jane Eyre ist eine Telenovela in der Tarnung einer Literaturverfilmung, in der die Darsteller so reden und sich so benehmen, wie man es aus den täglichen Unterhaltungsserien kennt. Das im negativen Sinne beste Beispiel dafür ist die Szene nach der geplatzten Hochzeit - die wichtigste und beeindruckendste Szene des Romans, in der Jane alle Versuche Rochesters, sich ihr zärtlich zu nähern, abweist. Wenn man bedenkt, was mit dem Rest der Handlung gemacht wurde, sollte es einen nicht überraschen, dass in dieser Version Rochester auf Jane liegt, sie sich küssen und kurz davor scheinen, miteinander zu schlafen. Das ist nicht nur eine Perversion von Charlotte Brontës Meisterwerk, sondern auch eine völlige Fehldarstellung des Verhaltens in der damaligen Zeit.

Es gab viele hervorragende Literaturverfilmungen in dem letzten Jahrzehnt, die werk- und epochengetreu waren, und die das Publikum begeistert haben, obwohl sie nicht mit erotischen Elementen modernisiert wurden. Die Macher der neuesten Jane Eyre haben leider nicht erkannt, was zeitlos an dem Roman und was unabänderlich an seine Zeit gebunden ist. Die 2006 TV Produktion ist daher ein Beispiel für einen völlig unsinnigen und unsensibel ausgeführten Versuch, einen klassischen Roman entsprechend dem Diktat moderner Geschmacklosigkeit zu verfilmen. Als ein Kostümfilm ist diese Adaption eine Farce - als eine Verfilmung von Charlotte Brontës Jane Eyre ist sie eine Beleidigung der Autorin.

Sucht man nur eine bessere Jane Eyre Verfilmung, so kann man jede andere nehmen, sucht man die beste, so ist es die BBC Miniserie mit Timothy Dalton und Zelah Clarke aus dem Jahre '83. Freunde von Hochglanzproduktion mit gefühlvoller Filmmusik werden sich zwar mit dieser Adaption schwer tun - wahre Jane-Eyre-Enthusiasten werden sich dagegen an der werkgetreuen Umsetzung der Dialoge und der Handlung erfreuen. Neben dem genialen Drehbuch sind es vor allem aber die Hauptdarsteller, die mit ihrem sensiblen Spiel diese Adaption zu einem solch herausragenden Genuss machen. Besonders Timothy Dalton ist eine Offenbarung als Rochester. Wie kein anderer Schauspieler vor oder nach ihm in dieser Rolle gelingt es Dalton, all die unterschiedlichen Seiten von Rochester perfekt darzustellen. Zudem verfügt er über die speziell für diese Rolle unerlässlichen Eigenschaften: Er hat eine beeindruckende physische Präsenz, großes Charisma und eine Aura der Autorität und Überlegenheit. Timothy Dalton ist der einzig wahre Rochester, unübertroffen und unübertrefflich, und wenn man ihn in dieser Rolle gesehen hat, ist es klar, dass Rochester niemals wieder von einem anderen Schauspieler so brillant wird dargestellt werden können.

Zelah Clarke ist ebenso hervorragend in der Rolle der Titelheldin und verkörpert Jane genauso, wie sie im Roman beschieben wird - als eine nach außen scheue, unerfahrene und zurückhaltende junge Frau, die aber eine große Gefühlstiefe und eine ebenso große Willensstärke besitzt. Das Zusammenspiel von Clarke und Dalton ist großartig, und es gelingt ihnen - ganz ohne die Mittel billiger Erotik und ohne von der literarischen Vorlage abzuweichen - all die Intensität und Leidenschaft des Romans wiederzugeben. Diese phantastische Adaptation ist und bleibt die einzig wahre "Jane Eyre".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Jane Eyre Verfilmung, 22. Oktober 2007
bin auch völlig der Meinung das diese Umsetzung die mit Abstand beste ist! habe das englische Original schon x-mal gesehen und habe mir soeben die deutsche Version vorbestellt :o) Schade das es noch bis zum Februar dauert.Aber ich freue mich jetzt schon riesig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht der beste, 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set) (DVD)
Ich habe mir auch diese Version gekauft, weil ich sie einfach alle haben muss! Sie ist sehr gut gemacht und bleibt auch bei der Buchvorlage, allein die Schauspieler selbst wollen nicht so recht in mein Bild von Jane Eyre und Mr. Rochester passen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Movie, sehr empfehlenswert, 17. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set) (DVD)
Uneingeschränkt weiter zu empfehlen. Top Qualität ohne Beanstandungen. Jederzeit sehr gerne wieder. 1A Online Händler. Schnell und zuverlässig. Vielen Dank - AMAZON
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen enttäuschend, 21. Mai 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre [2 DVDs] [UK Import] (DVD)
Tja, tut mir leid ... aber ich war irgendwie sehr enttäuscht. Diesmal stimmt zwar die Technik, an den Schauspielern liegt es auch nicht (die sind durchwegs gut und rollendeckend), die Umsetzung des Buches stimmt ganz einfach nicht. Über die Kindheit von Jane wird ziemlich großzügig hinweggegangen. Ihre Freundschaft zu Helen Burns völlig falsch gezeigt. Auch daß Jane Freundschaft mit Miss Temple (der Schluleiterin) schließt einfach ignoriert (auch die zu dem Kindermädchen Betsy). Die Entmachtung von Mr. Brockelhurst und die damit verbundenen besseren Zeiten in Lowood findet einfach nicht statt. Und die "erotische Szene" vor dem Weggang von Thornfield zwischen Jane und Rochester ist völlig unnötig. Wer soll damit beeindruckt werden? In dem Buch kommt doch genug Erotik vor (Pride and Prejudice, North and South kommen auch ohne Gestöhne aus und sind trotztem voll mit erotischen Momenten). Jane zeigt im Buch gerade hier ihre Charakterstärke. Auch die mehr als um drei Ecken gehende Erklärung des Cousins (St.John) wie er herausgefunden hat wer Jane wirklich ist - da hätte man sich ganz einfach an das Buch halten sollen. Ich habe hier nur enige Beispiele herausgegriffen.

Schade, meine Erwartungen waren wohl zu hoch. Es gibt zwei BBC Miniserien die (abgesehen von der Technik)ausgezeichnet sind. Ich verstehe auch, daß es schwierig ist was NEUES und BESSERES zu machen. Hier ging das aber daneben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen es geht so...., 17. August 2008
Es ist schon erstaunlich das in unserer (ach so modernen und coolen Zeit) mit so viel Begeisterung und Leidenschaft über die Verfilmung eines Romans diskutiert wird, der im 19. Jhd. angesiedelt ist und auch immer Entstehungszeit-getreu verfilmt wird. Zum Glück lässt die BBC weder Charlotte Bronte noch Jane Austen "ruhen" und alle paar Jahre kommt eine neue Verfilmung heraus. Im letzten Jahr war wieder meine geliebte "Jane Eyre" an der Reihe.
Es sollte dieser neuesten Version zum Vorteil gereichen, das sie auf mehrere Teile angelegt ist und so dem Buch gut folgen könnte. Doch das ist nur sehr bedingt der Fall. Für mich ist dem Film u.a. genau das gleiche anzulasten wie dem mit Samantha Morton und Ciaran Hinds: er will unbedingt irgendeine abstruse Art von Modernität vermitteln. Bei Morton/Hinds ist es vor allem die allererste Unterhaltung zwischen den beiden (kein Gentleman der damaligen Zeit hätte sich diesen Ton und die Antworten von einer Angestellten gefallen lassen).
Im neuesten Film möchte ich nur ein Beispiel anführen: gerade wegen seiner aufrichtigen Gefühle für Jane hätte sich ein Edward Rochester nie dazu hinreißen lassen sich ihr gegenüber so zu verhalten wie hier nach der geplatzten Hochzeit. Genau solch ein Verhalten war damals nur für eine Geliebte vorbehalten und Rochester lehnt das im Roman auch auf Grund seiner Erfahrungen mit Celine Varens inzwischen vehement ab! Warum ist es so schwer zu akzeptieren, das es eine Zeit gab in der man mit der "Frau für's Leben" eben nicht gleich ins Bett hüpfte sondern sie tatsächlich erst heiratete!

Es wurden trotz mehrerer Filmteile soviel tolle Dialoge zwischen den beiden Hauptpersonen gekürzt oder weggelassen, das es wirklich schade ist. Zum Beispiel diese wundervolle Unterhaltung nachdem der verletzte Mr. Mason heimlich weggebracht wurde oder eben die Szene nach der geplatzten Hochzeit in der Rochester Jane erklärt wie er zu seiner Ehe gedrängt wurde und dabei seine Seele förmlich bloßlegt und dann natürlich die letzten Unterhaltungen des Films als Jane nach Ferndean kommt und Rochester aus seiner Lethargie reißt.
Ruth Wilson ist nicht schlecht, es ist die erste Verfilmung in der ich die Darstellung der Jane sogar besser finde als die des Rochesters. Toby Stephens ist für mich in dieser Rolle völlig gesichtslos,(naja eigentlich hat er immer den gleichen Gesichtsausdruck), ohne die im Roman beschriebenen charakterlichen Brüche glaubhaft machen zu können und damit der schlechteste Rochester den ich bisher in einer Verfilmung gesehen habe. Da hat sogar George C. Scott noch mehr Biß!
Die rein optische Umsetzung ist sehr attraktiv, da gibt es wirklich nichts zu nörgeln. Haddon Hall in ist ja nun schon zum zweiten Mal Thornfield Hall (auch bei Gainsbourgh/Hurt) und passt einfach fantastisch.

Diese neueste Verfilmung bleibt meilenweit hinter der mit Timothy Dalton und Zelah Clark zurück. Die beiden sind für mich einfach das absolute Traumpaar in diesen Rollen und die oft fast kammerspielartige Inszenierung von 1983 wird dem Roman auf wunderbare Weise gerecht. Das Timothy Dalton manchmal vorgeworfen wird, er agiere in manchen Szenen etwas zu übertrieben, kann man so sehen - ich finde es aber nicht.
Für mich ist Zelah Clarke schlichtweg d i e Jane Eyre und Timothy Dalton d e r Edward Rochester. Es gibt nur einen Punkt in dem er, für meinen ganz persönlichen Geschmack, nicht mit der Romanvorlage übereinstimmt: ich finde ihn außerordentlich attraktiv aber das schmählert seine Leistung überhaupt nicht!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


24 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Mißachtung des Romans, 10. Februar 2008
Ich finde die Interpretation des Romans auf dieser DVD entsetzlich mißlungen und bin sehr enttäuscht. Die Romanvorlage wird auf unverschämte Weise mißachtet, sowohl im Hinblick auf den Drehbuchtext als auch bezüglich des Umgangs der Charaktere miteinander, der absolut nicht in die damalige Zeit paßt. Gerade die unüberbrückbare Kluft zwischen den Schichten (hier vor allem zwischen Rochester und Jane) ist ein Kernthema des Romans. In dieser Filmversion gehen Jane und Rochester aber auch auf eine sehr familiäre, lockere Art miteinander um, was damals unmöglich gewesen wäre. Auch, daß Jane sich zu Rochester's "illustren" Gästen setzen darf und sogar explizit um ihre Meinung zum Thema Kindererziehung gebeten wird, ist absolut absurd. Es ist mir unverständlich, wie jemand, der diesen Roman wirklich gelesen hat, auf eine derartig abwegige Idee kommen kann, eine solche Szene zu drehen. Die subtile, und deshalb so hochgradig prickelnde Erotik zwischen Jane und Rochester wird auf ein banales Niveau (sich keuchend und stöhnend auf einem Bett zu wälzen) reduziert - hierfür bedarf es keinerlei schauspielerischer Leistung. Bis gestern war für mich die Version von 1983 mit Zelah Clarke und Timothy Dalton auch die beste - beide Schauspieler sind einfach phantastisch, auch wenn Dalton - meiner Meinung nach - manchmal zu übertriebener Theatralik neigt. Seitdem ich aber gestern die Version von 1973 mit Sorcha Cusack und Michael Jayston gesehen habe, möchte ich diese wärmstens empfehlen. In dieser Version ist die Entwicklung und die Magie der Beziehung zwischen den beiden einfach überzeugender. Vor allem ist den beiden Schauspielern der Aufbau der Spannung zwischen ihnen phantastisch gelungen. Zwar sind Clarke und Dalton für sich allein genommen sehr gut, aber Clarkes Jane ist zu gehemmt und verhalten und Daltons Rochester zu dämonisch-gutaussehend und zu sexy, als daß für mich deren gegenseitige Anziehung vollständig nachvollziehbar wäre. Jayston gefiel mir noch besser, als Dalton, denn ohne gut aussehen zu müssen und ohne allzuviel an Dramatik gelingt es Jayston, alle Facetten der erotischen und zerrissenen Persönlichkeit Rochesters sehr überzeugend zu vermitteln. Diese Version hält sich, ebenso wie die von 1983, sehr eng an die Vorlage.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mit Stärken, aber auch Neigung zum Kitsch, 25. Mai 2010
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre [2 DVDs] [UK Import] (DVD)
In der Verfilmung des Romans von Charlotte Bronte geht es um die Geschichte der Titelfigur. Sie wächst als angeblich schwieriges Kind ungeliebt zunächst bei einer Tante auf. Die gibt sie dann in ein Waisenhaus, wo sie auch nicht recht glüclich wird, aber immerhin Lehrerin. Sie wird dann Hauslehrerin auf dem Schloss des wohlhabenden Edward Rochester, und zwar von dessen kleiner Tochter, die bei ihm lebt, und (eventuell) das Kind einer früheren Affäre in Frankreich ist. Damit beginnt die eigentliche Haupthandlung der Miniserie mit vier Folgen mit je ca. 60 Minuten. Der Hausherr und Jane kommen sich langsam näher, obwohl es Standesunterschiede gibt und er als eher mürrischer Mann und sie als eher verschlossene Frau nicht gerade das ideale Paar sind, um sich näher zu kommen. Schließlich wollen sie heiraten, was aber durch ein dunkles Geheimnis aus Rochesters Vergangenheit (das vorher schon reichlich angedeutet wird) verhindert wird. Jane geht weg, findet den Weg zu entfernten Verwandten, erbt überraschend und trifft Edward schließlich wieder.

Mir hat die Serie im ganzen nicht so toll gefallen, v.a. nicht im Vergleich zu ähnlichen Period-Dramas (wie Sense and Sensibility oder North and South). Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich nur aus zweiter Hand sagen, wo Schwächen des Films aufgrund ungünstiger Umsetzung der literarischen Vorlage herrühren:
* Im Film ist die Liebesgeschichte zwischen Jane und Edward sehr stark betont, mir zu stark, v.a. weil sie wenig Entwicklungen bietet und auch psychologisch nicht so ausgefeilt ist wie z.B. oft bei Jane Austen. Es fehlt der Kosmos der Figuren außenrum, die ein Sittenbild der Zeit entwerfen und der Liebesgeschichte die notwendige Szenerie geben. Am Anfang der ersten Folge ist das mal kurz besser und auch wenn Jane zu Beginn von Folge 4 auf einen entfernten Vewandten trifft, aber das ist zu kurz. Laut Wikipedia ist dies eine Änderung von Film zu Roman, in dem Janes Zeit im Waisenhaus und bei den Verwandten mehr Zeit eingeräumt wird. Das hätte dem Film auch gut getan.
* Die Dialoge sind z.T. recht schwach. Die Figuren reden wie Menschen der heutigen Zeit und zu sehr in vorgestantzen Formen wie (nicht unbedingt wörtlich zitiert) "I love you more than I ever loved before...", etc, etc.... Den Rezensionen auf der Amazon-UK-Seite zufolge ist das eine Änderung zum Buch.
* Die beiden Hauptdarsteller agieren rein schauspielerisch recht gut, haben aber Typ-Probleme: Ruth Wilson hat leider eine rechte Schnute, die dann auch noch übertrieben eingesetzt und ausgeleuchtet wird. Tony Stephens Nach-hinten-Schmeiß-Frisur halte ich für äußerst ungelungen. Vielleicht gebe ich ja zuviel auf Äußerlichkeiten, aber ich konnte mich der Assoziation "Andre Rieu meets Daisy Duck" nie ganz entziehen und wem es ähnlich geht, dessen Vergnügen wird beim Zusehen eingeschränkt.
* Das dunkle Geheimnis von Rochester ist aus heutiger Sicht zum einen etwas ausgelutscht und kitschig und zum anderen - auch wenn man das an der Zeit relativieren muss - etwas rassistisch und psychologisch sehr unaufgeklärt.

Trotz allem bleiben aber sehr gute schauspielerische Leistungen, hochwertige Photographie, Kostüme, Kulisse, deutlich höhere dramaturigsche Qualität, wenn es nicht um die Liebesgeschichte geht, so dass man die Serie ganz gut sehen kann, auch wenn es kein Hochgenuss ist.

Fazit: Ein vergleichsweise schwächerer Vertreter des Genres, speziell durch die veränderte Sprache und simplifizierte Handlung auch kein typischer Vertreter. Ich denke eher etwas für Zuseher, die bei Love Period Dramas, den Schwerpunkt auf Love setzen und weniger auf Period oder Drama.

Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln. BBC-typisch akkustisch gut zu verstehen und durch den Wechsel auf neuzeitliche Sprache diesbezüglich zugänglicher.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set)
EUR 11,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen