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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen tolle Neuauflage, jedoch mit Abstrichen im Ton
Ich liebe diesen Film.
Hier zählt noch Schauspielern. Hier sind die Stunts handgemacht. Hier gibt es eine richtige Handlung, durch Charakter-Schauspieler verkörpert und lebendig vorangetrieben.
Die Story ist klassisch aufgebaut, beginnt eher harmlos und wird stets dramatischer und führt zu einem nicht weniger dramatischen Ende.

Für...
Veröffentlicht am 20. Juni 2010 von Elmer Fudd

versus
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider beschnitten !
Zur Qualität des originalen Films muß man wirklich nicht mehr viel sagen. Sowohl die Handlung als auch die Darsteller sind großartig und vermitteln eine packende Athmosphäre. Deshalb freute ich mich umso mehr als dieser Klassiker endlich auf DVD zu haben war. Als ich mir den Film ansah stellte ich mit Bedauern fest, daß wieder einmal einiges...
Veröffentlicht am 22. Mai 2006 von Christoph Faltien


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen tolle Neuauflage, jedoch mit Abstrichen im Ton, 20. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich liebe diesen Film.
Hier zählt noch Schauspielern. Hier sind die Stunts handgemacht. Hier gibt es eine richtige Handlung, durch Charakter-Schauspieler verkörpert und lebendig vorangetrieben.
Die Story ist klassisch aufgebaut, beginnt eher harmlos und wird stets dramatischer und führt zu einem nicht weniger dramatischen Ende.

Für heutige Maßstäbe käme die Kulisse des Films altbacken rüber. Aber es hat Charme. Für den Film genau richtig macht das Bühnenbild ordentlich was her.
Steve McQueen spielt meisterhaft. Kameraarbeit und Beleuchtung sind ebenfalls bemerkenswert. Für einen Film der 60er Jahre damals auf der Höhe der Zeit wurden die verschiedenen wichtigen Teilpunkte Kamera, Licht, Bühne, Maske und Regie wunderbar zusammengebracht.

Zur Blu-ray:
Die Bildaufbereitung ist beispielhaft für eine Restauration alter Filme. Es ist zwar noch Filmkorn anzumerken, aber so minimalistisch das der Charalter der alten Verfilmung zwar erhalten bleibt aber dennoch nicht der Eindruck erweckt würde, der Film wäre von 1966. Eher denkt man hier an die 90er Jahre.
Wo jedoch geschludert wurde ist der Ton.
Während der O-Ton sauber 1:1 neu aufgelecgt wurde, hat es die deutsche Synchro schwer.
Stellenweise unterscheiden sich die Dialoge zweier Darsteller die sich gegenüber stehen erheblich in ihrer Lautstärke. Oft hatte ich das Gefühl als ob einer der beiden Synchronsprecher in den Dialogen zu weit von seinem Micro entfernt stand.
Das ist keine Glanzleistung.

Fazit:
Der Film ist ein Muss, die 3 Stunden eine kurzweilige Unterhaltung. Das Bild ist Bombe. Aber den Ton lieber im Original genießen bzw. sich auf Abstriche gefasst machen.
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiger Film, 28. Juni 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang (DVD)
Dieser Film ist für regnerische, kühle Herbstabende, denn er ist abendfüllend aufgrund seiner Länge und voller Gefühle, die von allen Schauspielern großartig wiedergegeben werden. Am Ende mit dem fast erwarteten Ende, bleibt man wie gebannt sitzen und ist beeindruckt und nachdenklich von diesem Werk. Tränen sind keine Überraschung...
Die Handlung ist nie langweilig und der Spannungsbogen wird langsam aber bewußt aufgebaut. Die Umgebung und die Zeit, in der die Handlung spielt, bieten für das ganze eine hervorragende Kulisse.
Der Matrose Holman hätte von niemanden besser gespielt werden können als von Steve McQueen! Ihm ist diese Rolle des tragischen, einsamen Matrosen auf den Leib geschrieben. Daher ist dieser Film ein Muß für alle Fans des leider viel zu früh verstorbenen Schauspielers.
Alles in allem empfehlenswert und sehenswert!!!!!!!!!!!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassiker in guter HD-Qualität., 8. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein Hohelied an die Leute von Fox,daß sie z.Zeit so liebevoll Klassiker des Studios für das neue Medium in überzeugender Qualität aufbereiten!

Zu dem Kriegsdrama mit dem legendären SteveMcQueen muß man eigentlich keine Worte mehr verlieren,-einer der besten Movies von Topfilmemacher Robert Wise.

Der Transfer auf Bluray ist wirklich sehr gelungen,-hohe Schärfe,sehr guter Schwarzwert und natürliche Farben.
Leider tritt gelegentlich etwas Hintergrundrauschen in Erscheinung,daß aber nie direkt störend wirkt.
Der Ton wurde auf 5.1 aufgebohrt-die alte Originalsynchro also erhalten,-dabei muß man allerdings einige Defekte und leichtes Knistern in wenigen Szenen in kauf nehmen.
Die geniale Filmmusik von Jerry Goldsmith klingt dafür so sauber und glasklar aus den Boxen als ob sie erst letzte Woche eingespielt worden wäre.

Die bisherigen DVD-Versionen stellt diese Veröff. locker in den Schatten,man kann also getrost bei dem Preis zugreifen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Film hat noch Klasse und Charakter!!, 15. September 2001
Von Ein Kunde
Es ist schade, daß man diesen Film nicht kaufen kann, weil das einer der wenigen Filme ist, die man sich noch ansehen kann, die noch Klasse und Charakter besitzen, auch wenn es ein Kriegsdrama ist und der Film schon sehr alt ist (1966). Die Rollen werden sehr gut und auch glaubwürdig gespielt und der Film ist nicht überdreht. Er hat nicht umsonst 6 Oscar-Nominierungen bekommen!! Ich hätte den Film gern gehabt, aber er wird leider nicht mehr verlegt. Schade
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Kanonenbootdiplomatie", 6. November 2014
Von 
Sherry - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang [Blu-ray] (Blu-ray)
"The Sand Pebbles" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Richard McKenna. Dessen Geschichte vermischt wahre politische Erzählungen über den Bürgerkrieg 1926 in China (zwischen nationalistischen Anhängern und Kommunisten) mit persönlichen Geschichten über die Besatzung eines US-Kanonenboot - der USS San Pablo - die am Yangste-Kiang auf Patrouille unterwegs ist, um amerikanische Interessen (US-Eigentum und US-Bürger) zu schützen.

Aus Politik hat sich Jake Holman (Steve McQueen) nie etwas gemacht. Ein Maschinist, der sich nur in aller Ruhe um seine Maschinen kümmert. Er ist das neueste Mietglied auf der San Pablo - die für Teile der Bevölkerung eine Provokation darstellt. Ein Kanonenboot auf dem die Mannschaft alles mit langweiliger Routine erledigt. Die meisten Arbeiten werden von chinesischen "Kulis" ausgeführt, die wie Sklaven gehalten und mit einer Schüssel Reis entlohnt werden. Cpt. Collins (Richard Crenna) wird bald klar, warum Jack Holman, trotz einwandfreiem Dienstzeugnisses in neun Jahren sieben Mal versetzt wurde. Jake ist ein Einzelgänger mit gesundem Menschenverstand, der seine Maschinen nicht den Chinesen überlassen und sich nicht der Routine des Schiffes unterwerfen wird. Durch seine Haltung macht er sich mehr Feinde als Freunde. Nur der von ihm angelernte Chinese Pohan (Mako) und Matrose Frenzy (Richard Attenborough), der sich in die Chinesin Maily verliebt hat, ziehen am selben Strang. Bei der Mannschaft hat Jake keine besonderen Karten und als nach unvorhersehbaren Aktionen die Lage eskaliert, beginnt die Mannschaft zu meutern und möchte Jake am liebsten den Chinesen ausliefern, während Cpt. Collins in seiner Kabine über Selbstmord nachdenkt........

Ein Jahr nach dem Gewinn des Oscar als bester Regisseur für "Sound Of Silence" inszenierte Robert Wise dieses epische Werk, in dem sich die Amerikaner in Landesinterne Angelegenheiten einmischen. Ein Film von drei Stunden, in dem Steve McQueen als Jake Holman im Mittelpunkt steht. Ein Einzelgänger, den man vom Charakter her mit Paul Newman in "Cool Hand Look" vergleichen könnte, der sich dem Zwang der Gesellschaft nicht unterwerfen will. Für Jake gibt es keinen Rassismus und Ausbeutung, die für die Mannschaft an der Tagesordnung sind. Pohan wird von ihm wie ein normaler Mensch behandelt und Politik ist ihm völlig egal, was ihn von der Mannschaft und Cpt. Collins unterscheidet, dessen einzige Interesse es ist - die amerikanische "Präsenz" in China zu manifestieren. Neben den epischem Ambitionen und den spannenden Action-Szenen, wo Joseph McDonalds Kinematografie die chinesischen Landschaften zum pulsieren bringt, gibt es auch die unvermeidlichen romantischen Interessen, die des Jake Holman zu der Missions-Lehrerin (Candice Bergen - bei Drehbeginn 19 Jahre) und die "Verbotene Liebe" von Frenzy und Maily, die .......... enden.

Anmerkungen:
Auf BD und DVD befinden sich nur die internationalen Versionen, während in dt, Kinos eine Version lief, die ca. 12 min. länger war.
Der Film wurde für acht Oscars nominiert.
Es war die einzige Nominierung für Steve McQueen, der Oscar ging an Paul Scofield für "Ein Mann zu jeder Jahreszeit".
Die anderen sieben Nominierungen gingen leer aus.
Robert Wise's erste Wahl für die Rolle des Jake Holman war Paul Newman, der ablehnte.

Die Bildqualität (2.35:1 16:9) ist gegenüber der DVD eine Verbesserung, die auf großen Monitoren richtig zu Geltung kommt. Die Tonqualität wurde zwar auf 5.1 aufgeblasen, stellt aber keine Verbesserung dar.
Bei der Sonderausstattung hat sich Fox einiges einfallen lassen. Neben einem Audiokommentar und dem Trailer werden einige Featurettes mit Erinnerungen an Steve McQueen, Robert Wise und Making-ofs angeboten, die auf der DVD nicht vorhanden sind.

Fazit: Ein zeitloser Film über wichtige Themen: Liebe, Respekt, Rassismus und Ehre.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierender Film und Klassiker, 7. Juli 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang (DVD)
In diesem Film läuft McQueen zur Höchstform auf in seiner Rolle als einsamer Seemann Jake Holeman. Sein Abenteuer in China ist Unterhaltung pur und regt auch zum Nachdenken über die amerikanische Außenpolitik an. Die Actionszenen können sich auch heute noch sehen lassen. Ich habe diesen Kauf keinesfalls bereut.
Der Film ist eben einfach "cool".
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gute Geschichte, in Ruhe erzählt, 7. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang (DVD)
Es ist schön zu sehen, dass es mal Zeiten gab, in denen ein Regisseur in Ruhe eine Geschichte erzählen konnte, ohne dass das Studio Druck macht.

Solche Filme gibt es heutzutage gar nicht mehr . Schade !

Allerdings muß ich zugeben, dass sich mir die ganze Aussage des Films erst beim Hören des Audiokommentars erschloss. Leider ist dieser ohne deutsche Untertitel, sonst hätte ich sicher noch mehr Interessantes erfahren, da scheinbar fast alle Beteiligten zu Wort kommen.

Also ein großes Lob für diesen engagierten Film an den Regisseur Robert Wise, dem ich, um ehrlich zu sein nach "The Sound of Music" so einen ernsthaften Film gar nicht zugetraut habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme der Filmgeschichte, 8. Oktober 2011
Von 
Mladen Kosar (Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang (DVD)
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: Twentieth Century Fox. ASIN: B000066RPZ
Kanonenboot am Yangtse-Kiang (The Sand Pebbles). USA, 1966
Mit: Steve McQueen, Richard Attenborough, Richard Crenna, Candice Bergen, Mako, Andriane Marayat (Emmanuelle Arsan) u. A. Regie: Robert Wise. Literarische Vorlage: n.d.gln. Roman von Richard McKenna. Musik: Jerry Goldsmith
Bild: sehr gut / Farbe / Breitbild. Sprache: englisch. Synchronisation: deutsch, spanisch
Untertitel: deutsch, spanisch, englisch. Filmlänge: 175 Minuten (Originallänge im PAL-Verfahren)
Genre: Historie > Literaturverfilmung > Soldatenfilm > Monumentalfilm
Nominierungen: für acht Oscars
Specials: Audiokommentare

Spoiler-Elemente.
China 1926, Chinesischer Bürgerkrieg. Ein amerikanisches Kanonenboot bekommt die Aufgabe, verbliebene westliche Missionare vor dem Bürgerkrieg in Sicherheit zu bringen.
Steve McQueen spielt einen passionalen, unangepassten und selbständig denkenden Soldaten, der es darum schwer hat, weil er menschlich tiefschichtiger und intellektuell weitsichtiger ist als die Anderen. Sie alle sind einzig Spielbälle ihrer Interessen, Triebe und eingetrichterten Doktrinen - er ist der eigentliche Mensch, beweglich, tolerant, unparteiisch, starrköpfig, innenprinzipientreu, stark, zäh und kämpferisch. Als diesem Typus des gehassten und geliebten Antihelden die junge, reine Candice Bergen begegnet, zeichnet sich eine episch und lyrisch zugleich erzählte Tragödie ab, die man aufgrund der filmischen Charakteristik vorausahnt. Es gibt in diesem Film kein Happy End und dennoch wahre Größe. Man spürt als Zuschauer, dass gemäß der Handlung ein für jeden glücklicher Ausgang nicht möglich ist - schon allein vom Hintergrund des Chinesischen Bürgerkrieges her. Die amerikanischen Soldaten trachten danach, die verbliebenen, gefährdeten Missionare zu retten, aber die Flut der Gewalt überschwemmt das ganze Reich und die Chancen zum Überleben sind gering. Und auch der solidarische, tolerante, liberale Pastor hat keine Chance und wird zerrieben zwischen den gegensätzlichen Kräften. Genauso ergeht es McQueen. Er vermag mittels seiner ganzen Weitsicht nicht, zu retten, was unrettbar verloren erscheint. Am Ende jedoch gelingt ihm ein Wunder, als er seinem Mädchen und den Kameraden den Rückweg deckt. Er stirbt, aber rettet damit seine Liebste.
Dramatisch, packend und faszinierend erzähltes Abenteuerdrama, das historisch-dokumentarischen Wert besitzt.
Es ist nicht möglich in einer Rezension alle genialen Qualitäten des Films in allen Details zu benennen. Es sind wunderbare Episoden mit wunderbaren Menschen und ihren frohen oder traurigen Geschichten.
Bemerkenswert ist die Darstellung des Soldatenlebens auf dem Kanonenboot, die Gestaltung des chinesischen Ambiente, das auf Taiwan nachgebildet wurde. Die Aufnahmen beinhalten meisterliche Bilder gleich Gemälden im Format eines Lawrence von Arabien oder Die Brücke am Kwai. Dieser Film ist den genannten vollkommen gleichwertig. Die Musik von Jerry Goldsmith ist fulminant und gewaltig, ein Ausdruck seiner musikalischen Genialität.
Die Schauspieler großartig: McQueen authentisch, Candice Bergen märchenhaft jungfräulich, Richard Attenborough menschlich nahe, Richard Crenna fatalistisch unsicher, Mako oscarnominiert,...
Zweifellos ein Meisterwerk des historischen Abenteuerfilms.
Mladen Kosar
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schade, daß solche Filme heute nicht mehr gedreht werden.., 28. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang (DVD)
im Mikrokosmos der San Pablo, die sich gemächlich auf dem großen Yangtse bewegt, spielt sich das Zusammenleben der amerikanischen Herren und der chinesischen Sklaven ab - alles könnte so prächtig weitergehen. Wären da nicht die Komplikationen von außen, dem großen chinesischen Makrokosmos der keine Ausländer mehr auf seinem Territorium duldet...
Die gewaltigen Bilder des Bootes auf dem riesigen Fluß sind beeindruckend.
Und beeindruckend ist die Dramatik mit der die Situation eskaliert: an Bord der San Pablo bis fast zur Meuterei (der Kapitän ist brillant gespielt, ein menschlich überzeugender Richard Crenna) - und in den revolutionären Wirren in China.
Steve McQueen ist für mich in diesem Film als tragische Heldenfigur verewigt. Er verkörpert eine Sicht Amerikas die sich gegen die arrogante Außen- und Kriegspolitik der Weltmacht stellt. Bis zur letzten Konsequenz...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Somewhere, 20. Oktober 2011
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Kanonenboot am Yangtse-Kiang (DVD)
Ein kleines weißes Kanonenboot vor einem großen chinesischen Schiff, dessen fast schwarzes Segel am Ende der Credits zu anschwellender Musik (Jerry Goldsmith) bedrohlich das Bild füllt. Dies gibt die Tonlage vor, wir befinden uns im orientierungslosen China des Jahres 1926. Warum im Yangtse-Kiang ausländische Mächte und vor allem die US-Amerikaner mit Kanonenbooten patrouillieren, weiß niemand mehr so genau. Glücklich ist damit ebenfalls niemand, nicht einmal Collins (Richard Crenna), der auf der "San Pablo" Kapitän ist, aber seinerseits Befehle hat, US-Amerikaner zu schützen und sich aus allem anderen herauszuhalten. Ziemlich egal scheint die politische Auseinandersetzung jedoch Maschinist Holman (Steve McQueen) zu sein. Er ist der Loner, der Heimatlose, der zur Marine kam, weil es Ärger mit dem Gesetz gegeben hatte (und vielleicht auch, um die größtmögliche Veränderung zu erreichen, denn in seiner Heimat Utah "gibt's kaum Wasser", wie er einmal lakonisch sagt). Seine neue Heimat sei das Schiff, auf dem er sich gerade befinde. Wir können schon zu Beginn ein bißchen zweifeln: Ein Mann sagt über Holman, solche Männer stellten keine besonderen Ansprüche, wenn sie sich nur an gegebenen Befehlen festhalten könnten und die Marine im Gegenzug für sie sorge. Unmittelbar danach sehen wir Holman einen kleinen, aber für mich entscheidenden Moment grübeln, bevor er geschäftig mit seinem Seesack in die Stadt geht, um sich dienstbereit zu melden. So ganz scheint er seine Heimat doch nicht gefunden zu haben! Dennoch: Wenn er, neu auf der "San Pablo", erstmals den Maschinenraum betritt und alleine sein Reich betrachtet und seine Maschine "begrüßt", ist das wie eine Liebesszene inszeniert, wie eine ganz intime Beziehung Holmans zu dem, wovon er etwas versteht, was er mag und was ihn mehr interessiert als menschlich-politische Ränke. Regisseur Robert Wise wird noch so manches Mal die Breitwand mit Kolben und Rohren füllen, die teils tiefenscharf an den vorderen Ecken ins Weitwinkelbild hineinragen, majestätisch oder auch bedrohlich. Und wenn wir das ebenfalls je nach Lage majestätische oder bedrohliche Stampfen des Geräts als nahezu einziges Geräusch hören werden, lässt sich daran erinnern, dass Wise u.a. als Toncutter das Filmhandwerk gelernt hatte und immer im gezielten Einsatz der Akustik besonders stark war.

Holman wird es natürlich unmöglich sein, sich ganz zu seiner Maschine zurückzuziehen, so wie Collins sich nicht wird auf die Anweisungen von oben zurückziehen können. Die Besatzung der "San Pablo" wird unaufhaltsam in die politischen Wirren hineingezogen, die immer auch mit persönlichen Wirren, vor allem mit Heimat- und Orientierungslosigkeit zu tun haben. In einem von den Soldaten frequentierten Bordell (Zeit, Ort, die kargen Tische in dem großen niedrigen Raum und der geheimnisvoll-fiese "Eigner" der Mädchen erinnern übrigens an den "Limehouse Blues", eine getanzte Musicalfantasie aus Wises nächstem Film "Star!") verliebt sich Holmans Kumpel Frenchy (Richard Attenborough) in Maily (Marayat Andriane). Maily ist ebenfalls eine Heimatlose, eine gebürtige Chinesin, die lange in den USA gelebt hatte. Weil sie eine Schuld abtragen muss, kostet ihre Entjungferung den damals astronomischen Preis von 200 Dollar, das Geschacher um sie sowie eine spätere demütigende "Versteigerung" sind ihr offensichtlich ein Graus. Hier können und wollen Frenchy und Holman nicht mehr teilnahmslos zusehen. Durch ein paar dramatisch-missverständliche Ereignisse wird aus dem persönlichen Konflikt die Eskalation des politischen, wird aus Liebe bzw. unmöglicher Liebe Krieg. Es ist so absurd-tragisch, dass man sich an Operettenstaaten erinnert fühlt, bei denen Diplomat A Diplomat B im übertragenen oder wörtlichen Sinne nur einmal auf den Schlips zu treten braucht, um ein "Das bedeutet Kriiieg" zu evozieren. Hier nun ist Holman der Mann, der eigentlich nur gern seine Ruhe hätte, der aber erkennbar das Herz auf dem rechten Fleck und ein Gewissen hat. Durch Handlungsweisen, die absolut nachvollziehbar sind und gerade zu Anfang gar nicht einmal sonderlich aufrührerisch anmuten, löst er katastrophale Zufälle aus, so dass es auf einmal Todesfälle auf oder im Umfeld der "San Pablo" gibt. Holman ist nie für sie verantwortlich, aber steht immer mit diesen Fällen in Verbindung. Er ist der unschuldige Teil von jener Kraft, die stets das Gute (oder auch mal gar nichts) will und stets das Böse schafft. Diese Kraft, so kritisch scheint es Wise zu sehen, ist Amerika. Oder zumindest das Militär als solches. Im Werkstattgespräch mit Lars-Olav Beier und Robby Müller hatte sich Wise (von dem bekannt ist, dass er akribisch Hintergründe recherchierte) sehr kritisch über das Militär und seine Präsenz im damaligen China geäußert. Einen entscheidenden Hinweis gibt es im Film selbst, Collins lässt einmal mit Holman Gnade walten: "Nicht wegen ihrer schönen Augen, sondern weil Sie sozusagen ein Symbol unseres Landes geworden sind."

Tragische, mitunter tödliche Heimat- und Orientierungslosigkeit allerorten: Ein von Holman unter seine Fittiche genommener chinesischer Kuli namens Po-han wird von Revolutionären abgeschlachtet, weil er sich mit dem "Feind" eingelassen habe (dabei dachte Holman noch, er tue ihm gerade etwas Gutes, wenn er ihn eng an das Schiff binde, was für Po-han anscheinend eine Heimat geworden war und was Holman ein Stück weit ausnutzt, indem er den Mann in einem Boxkampf antreten lässt, um Maily auslösen zu können). Der Traum von Frenchy und Maily, an einen Ort zu gehen, an dem sie sich nicht fragen müsse, ob sie Chinesin oder Amerikanerin sei, wird ein Traum bleiben. Zuvor hatten sich beide in einer zärtlichen Szene nach einem (eventuell chinesischen, eventuell Crossover-)Ritus selbst getraut. Das erinnert fast an die traurige Schönheit der heimlichen Trauung der Outcasts Romeo und Julia. Mit "Make Of Our Hearts One Heart" hatte Wise, der Regisseur der "West Side Story" ja Erfahrung, und eigentlich schreit der ganze Film noch eine andere Sehnsucht des großen Musicals heraus: "There's a Place for us, Somewhere a Place for us...". Bloß fehlt hier der Geistliche, der die Trauung vollzieht. Sicherlich, Frenchy und Maily sind in einem Gotteshaus und haben Holman und Shirley, eine Lehrerin einer Mission, als Trauzeugen. Aber auf eine Art offiziellen Segen und damit auch auf offizielle Billigung, Respektierung, Akzeptanz, gar positive Anerkennung und Unterstützung werden sie verzichten müssen. Übrigens auch Holman und Shirley (Candice Bergen), zwischen denen sich eine Beziehung anbahnt. Sie scheint ihr "Somewhere" gefunden zu haben, in der Mission, in der alle eine Familie seien, in der niemand den anderen frage, woher er komme. Frenchy und Maily könnten dort leben, Shirley und Holman ebenfalls - tja, wenn Fahnenflucht nicht eben ein schweres Delikt sei.

Am Ende, soviel sei verraten, wollen sie es dennoch versuchen. Indes: Die Kampfhandlungen zwischen verschiedenen chinesischen Gruppen haben sich mittlerweile zugespitzt. Ist die Mission noch sicher? Collins glaubt es nicht, und er kann es desweiteren nicht ertragen, dass seine Männer nur herumsitzen, belagert und gedemütigt werden. Man kann ihm kaum einen persönlichen Vorwurf machen, dass er für sie, das Schiff und sich selbst einen Sinn sucht und stiften möchte. So soll die "San Pablo" zur ersten und letzten Bewährungsprobe auslaufen, sollen auch die Männer eine Chance erhalten und die Mission evakuieren, da sie sicherlich bald überfallen werde. Allein, dorthin zu gelangen, ist mit blutigen Auseinandersetzungen verbunden. Nachdem die blütenweißen Uniformen der Marinesoldaten zuvor demütigend mit faulem Obst besudelt wurden, sind sie nun auch noch im wahrsten Sinne des Wortes blutbefleckt. Und die Missionsbewohner werden zwangsbeschützt! (Kennt man das nicht von zahlreichen US-Abenteuern in der ganzen Welt?) Der Gipfel des Themas "Heimatlosigkeit" ist, dass sich alle Missionsbewohner als staatenlos erklärt haben, damit die USA keine Macht mehr über sie haben. Wer ist schon gerne staatenlos? Weltweit und bekräftigt durch völkerrechtliche Abkommen gilt Staatenlosigkeit als möglichst zu vermeidender Zustand! Aber Staaten und insbesondere Flaggen, die immer wieder in den Text und (einmal unheilvoll rauchgeschwängert) ins Bild gerückt werden, dienen hier offenbar als Symbol von Konflikten und mindestens potenziellen Katastrophen, persönlichen wie politischen. Staatenlosigkeit nicht als Übel, sondern als Attribut eines Utopia, eines "Somewhere, somewhen, we'll find a new way of living, we'll find a way of forgiving." Sogar Holman möchte nun hier seine Heimat sehen, der doch sein Leben der Marine gewidmet hatte und nicht einfach desertieren wollte. Aber vielleicht hatte Lehrerin Shirley ja Recht, dass er (wegen der fast väterlichen Beziehung zu Po-han) als Lehrer besser denn als Soldat sei.

Achtung, Spoiler im nächsten Absatz, den übernächsten können Sie weiterlesen.

Werden Collins und die angreifenden Chinesen den Menschen ihren Wunsch lassen, ihr Leben nich nur jenseits, sondern gegen die Zugehörigkeit zu Staat und Flagge zu definieren? Nein! Es kommt zu einem sehr augefeilt inszenierten nächtlichen Kampf in der Mission, bei dem die Chinesen fast immer nur verdeckt arbeiten und vor allem über Geräusche hörbar sind. Ob dies unvermeidbar war oder erst durch das Eingreifen / die vorherige Präsenz der Amerikaner provoziert, lässt der Film angenehmerweise offen. Er ist eine Tragödie statt eines Thesenfilmes mit Schuldzuweisungen. Am Ende redet Holman sterbend, so dass er nur noch Brocken sagen kann, davon, dass er doch "zu Hause sei" (endlich!!!) und das alles "nicht verstehe". Wo doch der Soldatentod angeblich immer einen höheren Sinn habe! Shirley flüchtet über die Berge, es könnte so schön sein wie das Schlussbild aus Wises "The Sound of Music", nur weiß sie noch nicht, dass sie die einzige Überlebende ist und dass sie Holman, den sie liebt, verloren hat. Somit haben sie gemeinsam, dass sie etwas nicht wissen/nicht verstehen. Wises Film zeigt mit Wucht und Konsequenz eine unausweichliche Tragik als Gegenteil dessen, was nach klassischem soldatischen Verständnis Krieg und (Helden???-)Tod eigentlich sein sollten.

Was ist zur filmischen Umsetzung zu sagen? Die Erörterung diverser stilistische Mittel ist bereits oben eingeflossen. Was die Darsteller betrifft, muss insbesondere eine Lanze für Steve McQueen gebrochen werden, über den Til Schweiger gesagt hat, dass er immer noch zwei Gesichtszüge mehr als McQueen drauf habe, wenn es bei Schweiger nur drei seien. Unsinn! Holman ist eben der Loner, der versucht, sich zu seinen Maschinen zurückzuziehen und der eher in sich gekehrt als extrovertiert ist. Wise hat im erwähnten Werkstattgespräch gesagt, McQueen sei wirklich so jemand gewesen, "der es liebte, mit seinen Maschinen, mit seinen Autos, Motorrädern und Gewehren allein zu sein. Er hatte ein tiefes Verständnis für Jack Holman." Auch dafür, dass das Holman eigentlich schon von Anfang an nicht mehr genügt. Wir sehen McQueen oft als aufmerksamen Minimalisten, bei dem winzige Regungen und ein kleines Zögern im Gesicht mehr ausdrücken können als jedes Handwedeln eines Robert De Niro. In früheren Jahren wäre vielleicht Robert Mitchum ein perfekter Jack Holman gewesen.

Insgesamt ist "The Sand Pebbles" also ein sehr zu empfehlendes Drama, das in guter Qualität und Ausstattung vorliegt. Wer nicht weiß, worauf er sich einlässt, wird sich vielleicht ein bißchen an den fast drei Stunden langen Film gewöhnen müssen, der ja zunächst von dem Versuch der Kriegsverhinderung handelt und bei dem es lange dauert, bis "etwas passiert". Aber insbesondere von der zweiten Hälfte her erschließt sich der Film als konsequentes Drama mit tragischer Wucht, das sowohl intellektuell als auch emotional tief berührt.
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