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am 8. Februar 2009
Über den Film wurde hier schon einiges gesagt, ich kann ihn auch nur empfehlen, doch gleich vorweg eine Warnung!

Wenn Sie den Film noch nicht kennen, auf KEINEN FALL den Covertext auf der Rückseite lesen! Der Text verrät JEDE(!) Wendung im Film. Das ist eigentlich ein Text wie aus einem Filmlexikon, wo ja so was drin stehen sollte, aber auf einer DVD-Box hat das nichts zu suchen. Am besten die Rückseite gar nicht erst ansehen, schon der erste Satz verrät bereits die Hälfte des Films!
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Nachtrag: Der Covertext wurde inzwischen offenbar überarbeitet, da vielleicht noch alte Cover im Umlauf sind, lasse ich diesen Kommentar als Warnung drin.
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am 30. Oktober 2011
Penny Appleby hat es nicht leicht im Leben. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben, sie selbst ist seit einem Reitunfall an den Rollstuhl gefesselt und nun verunglückt auch noch ihre beste Freundin. Im Internat in Italien ist sie nunmehr ziemlich allein, aber sie folgt der Einladung ihres Vaters, zurück nach Frankreich zu kommen. Sie haben sich zwar seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und wohl auch kein inniges Verhältnis, aber es ist zumindest jemand da, der sich um sie kümmern kann. Leider ist er bei der Ankunft nicht anwesend, aber sie wird von ihrer Stiefmutter herzlich empfangen. Auch der Arzt, ein Freund der Familie ist überaus hilfsbereit, obwohl das alles ein wenig zu sehr bemüht aussieht. Richtiges Vertrauen kann sie nur zu Bob, dem Chauffeur der Familie, aufbauen. Allerdings sieht sie schon bald die Leiche ihres Vaters, die auch kurz darauf wieder vom Erdboden verschwunden ist.

Seth Holt hat hier im Jahre 1961 einen wunderbaren Thriller hervorgebracht. Oftmals in die Tradition von Hitchcock gerückt, was aber bei näherer Betrachtung ziemlicher Nonsens ist, besitzt "Ein Toter spielt Klavier" ein absolutes Eigenleben. Die Story und auch die Dramaturgie besticht nämlich durch viele bemerkenswerte Ideen und war in dieser Form nicht unbedingt alltäglich. Nicht alles was gut ist kann von Hitchcock sein, aber wenn man seine Filme mag, könnte man trotzdem auch hier schnell Freude entwickeln.

Holt geht nämlich andere Wege und setzt dabei neben dem Plot , auch auf seine fantastische Hauptdarstellerin. Susan Strasberg wirkt in ihrem Rollstuhl hilfebedürftig, zerbrechlich und gleichsam wunderschön. Alleine deshalb besitzt der Film schon eine famose Spannung, da man mit ihr von Beginn an mitfiebert und sie in einige heikle Situationen kommt. Zudem ist das Landhaus recht abgelegen und die Insassen nicht sonderlich vertrauenswürdig. Bis auf Bob, zu dem sie auch eine leichte Romanze aufbaut und der ihr immer zur Seite steht.
Aber auch die Sets in der Nähe von Cannes sind wundervoll gewählt. Die zerklüfteten Felsen am Ufer, das Landhaus und seine Abstellkammern und auch die verschiedenen Räume sind toll eingerichtet.
Was sich bisher aber alles bestimmt ganz toll anhört, wird definitiv durch den Plot getoppt. Viel verraten möchte ich an dieser Stelle nicht, aber die Erzählweise sowie der Inhalt, ist einfach nur fantastisch.
Die Spannungsschraube ist konstant auf einem sehr hohen Level, um immer wieder mal gewaltig nach oben anzusteigen. Im Schlußdrittel geht sie dann bis an den Anschlag.
Auch visuell wird das Ganze mit einigen haarsträubenden Bildern untermalt, die sich mit Sicherheit einprägen. Das Timing ist ebenfalls brillant und es kommt zu keiner Sekunde Langeweile auf.
Für Thrillerfreunde also ein Werk, an dem man nicht vorbei gehen sollte.
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am 12. April 2009
Wer die alten "Hammer"-Filme, wie "Dracula", "Das schwarze Reptil", etc. mag, wird auch bei diesem ultraspannenden Psycho-Thriller voll auf seine Kosten kommen.

Die Story ist wirklich außergewöhnlich fesselnd und interessant, was vor allem an den (unerwartenden) Wendungen liegt. Wer ist gut, wer ist böse, was ist richtig, was ist falsch? Selten war ich am Ende eines Filmes so überrascht (Deshalb schließe ich mich den Worten meines Vor-Rezensenten an und rate ebenfalls dringend davon ab, sich zuvor die Film-Infos auf dem Back-Cover der DVD durchzulesen !!!).

Dieser Film hat mir als Kind schon immer einen Schauer über den Rücken gejagt. Er ist wirklich unheimlich und nichts für schwache Nerven.

Ein "Hammer"-Film eben, mit exzellenten Darstellern: Susan Strasberg, Ann Todd, Ronald Lewis und natürlich Christopher Lee.

Einziges Manko an dieser DVD sind die fehlenden Extras (außer dem Original-Trailer). Aber was soll's, der Film zählt und der kommt in recht guter Qualität daher.
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am 12. Dezember 2008
Das ist mal eine gute Nachricht: Bald gibt es "Ein Toter spielt Klavier" auf DVD, nachdem er nur als schlechte VHS-Kopie (und das auch nur ganz schwer) erhältlich war. Ich habe diesen Film 1962 als 15-jähriger im Kino gesehen und gedacht, das überlebe ich nicht. Anders als in heutigen Horrorfilmen greift hier das nackte Entsetzen nach dem Zuschauer. Es gibt nicht einen Tropfen Blut - und nur eine Leiche, aber diese taucht in den unpassendsten Momenten immer wieder auf. Der Plot ist genial (würde heute unter Psycho-Thriller laufen, man zittert mit der armen Susan Strasberg in ihrem Rollstuhl. Wärmstens empfohlen für kalte Schauer über den Rücken. Bei mir klappt das auch heute noch. Ich habe den Film ca. 5 mal in den letzten 40 Jahren gesehen, und ich werde bei den ersten sein, die diese DVD bestellen!
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am 12. Februar 2009
Das ist unglaublich unfassbar!
Dieser Film ist spannend und gruselig, eine kleine Perle.
Aber auf der Rückseite des Covers und auf dieser Seite bei der Kurzbeschreibung wird bereits im ersten Satz die überraschende Wendung am Schluss verraten, und dann alle übrigen Wendungen auch.
Das ist ein Skandal, der einem den Spass an diesem tollen Film nehmen kann. Was haben sie die Macher bloss überlegt? Die sollten zur Rechenschaft gezogen werden
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am 16. Mai 2015
Die britischen Hammer Films wurden berühmt mit klassischen Horrorthemen (Frankenstein, Dracula, Mumien), sie produzierten aber auch Gruselthriller der raffinierteren Art. Wer mit dem Team Seth Holt (Regie) und Jimmy Sangster (Drehbuch) vertraut ist, wird auf jeden Fall schockierende und überraschende Wendungen erwarten. Scream of Fear (dt. Ein Toter spielt Klavier) aus dem Jahr 1961 war das erste und wahrscheinlich beste psychologische Grusel-Schauer Drama von Hammer Films und segelte im Fahrwasser von Hitchcocks Psycho (1960). Der raffinierte Plot und das Kräftespiel der einzelnen Charaktere erinnern jedoch stärker an Les Diaboliques (1955) von Henri-Georges Clouzot, ebenso wie diese ist Scream of Fear in schwarz-weiss photographiert.

Während des Vorspanns erscheint im Hintergrund ein herrlich altmodisches aber bestens gelungenes Matte-Painting eines Schweizer Alpenpanoramas, während im davorliegenden Bergsee an ihren Uniformen erkennbare Schweizer Kantonspolizisten in Ruderbooten im Wasser stochern bis einer eine Frauenleiche findet und an Bord zieht. Damit beginnt ein Vier-Personen Drama dessen Schauplatz an der sonnigen Côte d'Azur liegt, sich aber meist in einer düsteren Villa abspielt, die hammer-typisch verschwenderisch und überladen ausgestattet ist. Hier ist nichts ist wie es scheint und niemand spielt mit offenen Karten, es entwickeln sich teuflisch berechnende Beziehungen, die sich von Minute zu Minute ändern.

Nach dem Tod ihrer Mutter und einem Reitunfall durch den sie von der Hüfte abwärts gelähmt, verbrachte die junge Penny Appleby (Susan Strasberg) mehrere Jahre in einem Schweizer Internat mit ihrer besten Freundin Maggie. Nun ist Maggie ertrunken und die an einen Rollstuhl gefesselte Penny ist auf sich allein angewiesen, deshalb nimmt sie die Einladung ihres reichen Vaters an, in seine Villa an der Côte zu ziehen, zumal dieser wieder geheiratet hat und sie ihre Stiefmutter Jane (Ann Todd) noch nie gesehen hat. Bei ihrer Ankunft wird sie von Jane betont herzlich empfangen, aber auf ihre Frage nach ihrem Vater erhält sie die ausweichende und distanziert klingende Antwort, er befinde sich auf Geschäftsreise. Etwas später erzählt Jane, der Vater sei erkrankt und zu einer Kur abgereist und Penny fühlt sich zunehmend einsamer in der riesigen Villa, deren einziger regelmässiger Besucher der undurchsichtige Freund und Hausarzt ihres Vaters Dr. Gerrard (Christopher Lee) ist. Die Widersprüche lassen in Penny ausserdem den Verdacht aufkeimen, ihrem Vater sei etwas zugestossen das ihre Stiefmutter sorgsam vor ihr verbergen möchte.

Eines Nachts hört sie Geräusche aus dem verlassenen Gästehaus, dort erblickt sie ihren toten Vater in einem Lehnstuhl sitzend und eine brennende Kerze zu seinen Füssen. Entsetzt schreiend fährt im Rollstuhl rückwärts und stürzt in den Swimming Pool aus dem sie von Bob dem Chauffeur (Ronald Lewis) gerettet wird. Als sie ihr Erlebnis den Anwesenden erzählt, glaubt ihr aber niemand. Eine Durchsuchung des Gästehauses bestätigt, dass hier nirgendwo eine Leiche sitzt oder herumliegt. Nachdem es zu weiteren Zwischenfällen kommt, beginnt Jane offen am Geisteszustand ihrer Stieftochter zu zweifeln. So hört Penny eines nachts Klavierspiel aus dem Musikzimmer, aber als sie die Tür öffnet ist der Raum leer und der Klavierdeckel verschlossen. Hinzu kommt, dass ausser ihrem Vater niemand den Schlüssel zu haben scheint. Nun wird Dr. Gerrard hinzugezogen, der bei Penny eine beginnende hysterische Paranoia diagnostiziert, während sich Bob immer mehr zu ihrem Vertrauten entwickelt. Er will ihr sogar helfen, die Hintergründe aufzudecken und deutet schliesslich an, Jane wolle Penny gezielt in den Wahnsinn treiben. Die überraschenden Entwicklungen und Wendungen des Plots steigern sich bis zum Ende.

Obwohl der Film grösstenteils in einer einzigen Kulisse in England gedreht wurde, gelingt es Seth Holt und dem hervorragenden Kameramann Douglas Slocombe, diesem Gruselthriller eine fast mediterrane Atmosphäre zu verleihen. Die wenigen Aussenaufnahmen wurden sehr geschickt in die etwa 90 % Innenaufnahmen montiert, die in den Elstree Studios entstanden. Slocombe hat hier ganze Arbeit geleistet, indem er ausserdem intelligent Weitwinkel Objektive einsetzt um mit diesen bestimmte Perspektiven der Handlung zu betonen und das Interieur der Villa räumlich so grosszügig wie möglich darzustellen. Ein Beispiel ist der zentrale Swimming Pool, der relativ klein ist, aber wenn Bob hineinspringt um Penny zu retten, durch die Weitwinkel-Unterwasser Aufnahme optisch um mindestens ein Zehnfaches vergrössert wird. Gleichzeitig wird dadurch die Gefahr für Penny und die Leistung von Bob erhöht.

Susan Strasberg (Tochter des Method Acting Lehrers Lee Strasberg) erweckt Sympathie als woman-in-peril, zeigt innere Stärke unter Druck und schlägt beeindruckend ihre Vorgängerin als Scream Queen in Psycho - Janet Leigh hatte allerdings nur einen kurzen Auftritt. Christopher Lee hat sowieso keine Mühe, völlig überzeugend einen undurchschaubaren Arzt zu spielen und die erfahrende Ann Todd hatte bereits unter Hitchcock (The Paradine Case) erfolgreich ambivalente Frauen dargestellt. Insgesamt enthält der Film einige vorhersehbare Szenen, ist aber dank Hammers Star-Drehbuchautor Jimmy Sangster ein durchgehend packender Krimi der klaustrophobische Eindrücke verstärkt indem er die physische Behinderung der Heldin und somit ihre Abhängigkeit von der Hilfe anderer Menschen, denen sie ausserdem nicht trauen kann, immer wieder geschickt dramatisiert bis zu einem geradezu nervenaufreibenden Finale.
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am 4. Januar 2014
Nichts ist wie es scheint in diesem betörenden, feinsinnig spannenden Gruselstück, das alle Zutaten eines im besten Sinne altmodischen, gediegenen schwarzweißen Schauerfilms beinhaltet.
Die Hammer Studios sonst verantwortlich für den blutroten Technicolor- Horror eines "Frankenstein", "Dracula" inszenierten hier ein schwarzweißes Kammerspiel der rätselhaften Verwicklungen, unheimlichen Visionen, von Angst, Bedrohung und Intrigen.
Vieles wird leider schon auf dem Klappentext der DVD-Hülle verraten, aber auch nicht so viel, daß der Genuß geschmälert werden würde.
Trotzdem gilt, lassen Sie sich soweit wie möglich ohne Vor-Information von dem Film überraschen.
Die versponnene Gruselperle bietet 78 Minuten knisternde Spannung, gedreht in hypnotischen, schwarzweiß Kontrasten und schwebenden eleganten Kamerafahrten.
Flackernde Kerzenleuchter, wehende Vorhänge, eine dunkle Abstellkammer mit allerlei geisterhaften Requisiten, schemenhaft erkennbar hinter ausgestopften Vögeln, gläsernen Puppenaugen,- eine starre Gestalt des Grauens.
Lebend oder tot, was hat es mit einer verschlossenen Kühltruhe auf sich, was mit dem tiefen schwarzen Swimming-Pool hinter dem verwinkelten Landhaus?
Halluzinationen, unwirkliche Bedrohungen plagen die junge Penny Appleby, als sie nach zehn Jahren zum ersten Mal ihren Vater in dessen abgelegenem Haus an der französischen Riviera besucht.
Leidet sie an Verfolgungswahn oder scheinen die Hausangestellte, ihre Stiefmutter, der Arzt des Hauses Dr. Gerard (Christopher Lee) wirklich ein perfides Spiel mit ihr zu spielen.
Seit Jahren ist Penny durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt. Hilflos somit in mehrfacher Hinsicht ihren Mitmenschen ausgeliefert.
Dieser dramaturgische Kniff steigert die mitfühlende Empathie des Zuschauers mit der gelähmten Protagonisten um ein Vielfaches.
Wir selbst leiden mit ihr mit, spüren ihre Verängstigung, ihre Ohnmacht gegenüber scheinbar wohlmeinenden Familienmitgliedern, die Verunsicherung durch augenscheinlich harmlose Vorfälle.
Wer ist Freund , wer Feind und wem kann man in dem alten Anwesen trauen?
Jeder Blick, jede Geste, jeder dunkle Winkel scheint Bedrohung zu signalisieren.
Seltsam das ihr Vater bei ihrer Ankunft gar nicht anwesend ist.
Er musste überraschend auf Geschäftsreise, so wird ihr erklärt.
Doch eines Nachts rütteln die Fensterläden, der schwarze Swimming Pool glänzt unheilvoll im Mondlicht und eine schreckliche Entdeckung wartet auf die gelähmte Penny Appleby.
"Scream of Fear" steht in seiner wundervollen, edel, und schauerromantischen Gruselatmosphäre in der Tradition der grossen Spuk- Klassiker wie "Wiegenlied für eine Leiche", "Tanz der toten Seelen", oder "Die Teuflischen".
Letztlich muß man sagen, daß wir hier ein wirklich kleines, aber perfekt inszeniertes Gruselkammerspiel haben, welches allerdings mit der hochdramatischen, erschreckenden, meisterhaften Inszenierungskraft gerade dieser drei genannten Klassiker nicht ganz mithalten kann.
Gerade durch den ein paar Jahre zuvor erschienenen "Die Teuflischen" der, ohne zu viel zu verraten viele der Schauereffekte von " Scream of Fear" vorwegnimmt, konnte diese Hammer- Film Variante heute wie damals nun nicht mehr so wirklich vom Stuhl hauen.
Die Storyline: hilflose Frau fühlt sich bedroht von unheimlichen Vorkommnissen, niemand glaubt ihr und ein undurchschaubares Komplott scheint vor sich zu gehen, wurde schon facettenreicher verfilmt.
Letztlich müssen hier dann auch unsterbliche Meisterwerke wie "Rebecca" oder "Haus der Lady Alquist" erwähnt werden.
Aber für ein gemütliches, stilvolles, spinnwebverhangenes Kriminalstück reicht "Scream of Fear" dann doch allemal.
Zumal er im letzten Drittel noch einmal mit wirklich überraschenden Storytwists aufwartet, die dann doch die Spannungsschraube noch einmal deutlich anziehen.
Alles schon geahnt? Nun dann warten sie die letzten fünf Minuten ab.
Die vertrackte Auflösung erstaunt fern ab von logischem Hinterfragen dann doch.
Fazit: Solide, schöne Gruselkost für kurzweilige 80 Minuten.
Die Dichte und Perfidie der edleren Glanzstücke "Wiegenlied für eine Leiche", "Was geschah mit Baby Jane" oder "Die Teuflischen" wird jedoch nicht erreicht.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Januar 2012
Ein See in der Schweiz: Dort sucht Team von Polizisten etwas, sie finden tatsächlich die Leiche einer jungen Frau.
So beginnt einer der besten Filme von Hammer, er heisst "Ein Toter spielt Klavier" und wurde im atmosphärischen s/w von Seth Holt im Jahr 1962 gedreht.
"Ein Toter spielt Klavier" ist deie Geschichte der jungen Penny Appleby (Susan Straßberg), die durch einen tragischen Reitunfall an den Rollstuhl gefesselt ist und endlich nach 10 Jahren Auslandaufenthalt zu ihrem schwerreichen Vater, der an der französischen Riviera lebt, zurückkehrt.
Dort angekommen erfährt sie von Chauffeur Bob (Ronald Lewis), dass der Vater überraschend verreisen musste und nur die Penny noch unbekannte Stiefmutter Jane (Ann Todd) in der Villa zugegen ist.
Der Empfang der Schwiegermutter ist aber herzlich und so gibt sich Susan vorerst zufrieden, dass der Vater die Geschäftsreise vorzog.
In der Konversation mit dem Arzt der Familie, einem gewissen Doktor Pierre Gerrard (Christopher Lee) kommt auch Pennys sehr labiler Gemütszustand zur Sprache, der auch schon in Vergangenheit krankhafte Züge bekam.
Und dann beginnen die Erscheinungen. Immer wieder sieht Penny die Leiche ihres Vaters in einem Sessel sitzen, sein Auto steht plötzlich in der Garage, aus dem Musikzimmer hört sie Klavierspiel, aber als sie das Zimmer betritt, ist es leer und das Klavier abgesperrt - und der Vater ist angeblich der einzige, der den Schlüssel hat.
Stiefmutter und der Arzt machen sich immer mehr Gedanken über den Geisteszustand der jungen Frau, lediglich Bob scheint den Erscheinungen Glauben zu schenken, zumal er bemerkt, dass einige mysteriöse Beobachtungen tatsächlich darauf hinweisen könnte, dass in Haus die Leiche des Vaters steckt...
Douglas Slocombe (Adel verpflichtet, Tanz der Vampire, Der große Gatsby, Traum ohne Ende, Julia, Löwe im Winter, Ludwig II) galt nicht umsonst als einer der besten Kameramänner aller Zeiten, auch in "Ein Toter spielt klavier" liefert er erstklassige Arbeit aus, die Bilder wechseln von düsterem, dunklem Gruselfaktor zu der Schönheit der Küstenlandschaft an der Riviera, die beide gegensätzlicher nicht sein könnten.
Beim ersten Anschauen wirkt der Gruselfaktor des Thrillers mit Hitchcock-Flair am besten, die Gestalt des toten Vaters löst richtige Gänsehaut aus - die besten Szenen finden in einem Zimmer des gegenüberliegenden Sommerhauses und im Swimmingpool statt: Unvergessen im Gedächtnis des Horrorfans bleibt Fred Johnson als die mit weit aufgerissenen Augen auf dem Poolgrund treibende Leiche mit wellendem, weissen Haar.
Fürs raffinierte, wendungsreiche Drehbuch war Jimmy Sangster verantwortlich. "Ein Toter spielt Klavier" ist für mich neben "Draculas Bräute", "Hände voller Blut", "Blut für Dracula" und "Captain Kronos" zu den besten Filmen aus der Hammerschmiede.
Die klaustrophobische Atmosphäre ist hervorragend durch diese Hilflosigkeit der im Rohlstuhl sitzenden Haupdarstellerin. Das Drehbuch will es, dass sie keinem trauen kann, aber doch auf die Hilfe von anderen Personen angewiesen ist.
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am 14. Februar 2015
WER klopft und rummst da in der Nacht?
WER will Penny in den Wahnsinn treiben?
Und WARUM eigentlich?
Diess tolle Schauspiel ist so beklemmend, so typisch altbacken,
so wunderbar knisternd alt- und natürlich gruselig!
EIN TOTER SPIELT KLAVIER.....ist ein weiterer Meilenstein der ach
so frühen Schwarz-weiß- Kostbarkeiten. Denn auch hier stimmt alles:
Die Atmosphäre, der kalte Hauch des Entsetzens, der blanke Psycho- Horror.
Bewundernswert bei all diesen Perlen sind meiner Meinung nach die perfekten
Synchronstimmen, aber auch im Originalton fast nicht zu toppen.
Darstellerin Susan Strasberg- hier noch blutjung; ein Ohren- und Augenschmaus.
Meine Verehrung, genau wie bei der unvergesslichen Audrey Hepburn.

WER spielt denn hier mit Leichen?
WIESO treibt sich ständig der scheinbar besorgte Hausarzt Dr. Gerrard in
der Villa herum?
Und dann die immer freundlich- scheinheilige Stiefmama...........
WAS geht hier vor? WAS weiss oder verbirgt sie?

Toll, toll, toll. Zum Sterben schön!!

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Story:

Nach einem Reitunfall und längerem Aufenthalt in einem Internat
will die an den Rollstuhl gefesselte Penny( Susan Strasberg )
nach zehn Jahren ihren Vater besuchen. Hier, an der französischen
Riviera, lebt der Witwer mit seiner neuen Ehefrau Jane ( Anne Todd).
Und die empfängt Penny auch herzlich, da der wohlhabender Papa leider
überraschend eine Geschäftsreise antreten musste.
In dieser Villa nun fühlt sich Penny trotz freundlicher Gesten einsam
und eigentlich ziemlich unwohl. Als sie eines nachts im verlassenen
Gästehaus ihren toten Vater erblickt, glaubt ihr niemand...........
.....................!!

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Fazit:

Welch eine Freude ergriff mich, als ich entdeckte, daß nun auch dieses
Altertum- Perlchen auf einen Silberling, DVD genannt , gepresst wurde.
Farblos, immer noch, aber herzklopfenverursachend. Immer wieder.
Vor vielen Jahren eroberten diese Glanzstücke noch das Samstagabend-
Spätprogramm. Liefen rauf und runter. Mindestens einmal im Jahr.
Das übernehmen jetzt die sogenannten Blockbuster, in denen es laut und
vorhersehbar zugeht. Meist. Jau- manche sind geil. Aber............
niemals würde ich einen Action- Kracher eintauschen gegen das Gefühl des
richtigen Grusels, hervorgerufen durch die Glaubwürdigkeit, die viele
dieser Klassiker durchaus noch ausstrahlen. Aufregende Psycho- Thriller,
die ich als Kind nie sehen durfte- da gab es kein Pardon! :-)
Die leise, schleichende Gefahr durch kunstvoll gestrickte Geschichten, jap,
die wir doch heute so gar nicht mehr wahrnehmen können. Weil sooowas nie
mehr gedreht wird.
Und jetzt gehören sie alle in meine Sammlung- d. h...einer fehlt mir noch.:o/
Da geht es um ein taubstummes Mädchen, daß am Telefon in äusserster Gefahr
und unter nervenaufreibender Spannung wieder einen Schrei von sich geben kann.
Sollte jemand wissen, welchen ich meine...so verrate er mir doch bitte den Titel.
Danke! :)

Teuflische Intrigen, verblüffende Wendungen! Edelthriller in klassischem
Ambiente! Was für eine beispielslose Bereicherung!
" Sie sagen, ich bin gelähmt, weil ich mich nicht dagegen wehre?!
Sie irren sich- ich kann mich nicht wehren, weil ich gelähmt bin! "

FÜNF Sterne für einen von vielen, immer wieder gerne gesehenen typischen
Midnight- Betthupferln......aber vorher immer das Licht einschalten.....
man weiss jaaa nie...........
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am 19. März 2016
Einer der am schönsten fotografierten Schwarz-Weiß-Filme der Gerschichte. Das aparte Werk muß als einer der größten Psychothriller, und darüber hinaus als einer der besten Filme überhaupt, angesprochen werden.
Wer Hitchcock und den englischen Film liebt, wird von "Ein Toter spielt Klavier" begeistert sein.
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