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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht! Nicht den DVD-Covertext lesen!
Über den Film wurde hier schon einiges gesagt, ich kann ihn auch nur empfehlen, doch gleich vorweg eine Warnung!

Wenn Sie den Film noch nicht kennen, auf KEINEN FALL den Covertext auf der Rückseite lesen! Der Text verrät JEDE(!) Wendung im Film. Das ist eigentlich ein Text wie aus einem Filmlexikon, wo ja so was drin stehen sollte, aber auf einer...
Veröffentlicht am 8. Februar 2009 von Stefan Meyer

versus
23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ACHTUNG SPOILER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! auf der Cover-Rückseite
Das ist unglaublich unfassbar!
Dieser Film ist spannend und gruselig, eine kleine Perle.
Aber auf der Rückseite des Covers und auf dieser Seite bei der Kurzbeschreibung wird bereits im ersten Satz die überraschende Wendung am Schluss verraten, und dann alle übrigen Wendungen auch.
Das ist ein Skandal, der einem den Spass an diesem tollen...
Veröffentlicht am 12. Februar 2009 von Lucas Vischer


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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht! Nicht den DVD-Covertext lesen!, 8. Februar 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Über den Film wurde hier schon einiges gesagt, ich kann ihn auch nur empfehlen, doch gleich vorweg eine Warnung!

Wenn Sie den Film noch nicht kennen, auf KEINEN FALL den Covertext auf der Rückseite lesen! Der Text verrät JEDE(!) Wendung im Film. Das ist eigentlich ein Text wie aus einem Filmlexikon, wo ja so was drin stehen sollte, aber auf einer DVD-Box hat das nichts zu suchen. Am besten die Rückseite gar nicht erst ansehen, schon der erste Satz verrät bereits die Hälfte des Films!
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Nachtrag: Der Covertext wurde inzwischen offenbar überarbeitet, da vielleicht noch alte Cover im Umlauf sind, lasse ich diesen Kommentar als Warnung drin.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein edler Psycho-Thriller der alten Schule, 12. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Wer die alten "Hammer"-Filme, wie "Dracula", "Das schwarze Reptil", etc. mag, wird auch bei diesem ultraspannenden Psycho-Thriller voll auf seine Kosten kommen.

Die Story ist wirklich außergewöhnlich fesselnd und interessant, was vor allem an den (unerwartenden) Wendungen liegt. Wer ist gut, wer ist böse, was ist richtig, was ist falsch? Selten war ich am Ende eines Filmes so überrascht (Deshalb schließe ich mich den Worten meines Vor-Rezensenten an und rate ebenfalls dringend davon ab, sich zuvor die Film-Infos auf dem Back-Cover der DVD durchzulesen !!!).

Dieser Film hat mir als Kind schon immer einen Schauer über den Rücken gejagt. Er ist wirklich unheimlich und nichts für schwache Nerven.

Ein "Hammer"-Film eben, mit exzellenten Darstellern: Susan Strasberg, Ann Todd, Ronald Lewis und natürlich Christopher Lee.

Einziges Manko an dieser DVD sind die fehlenden Extras (außer dem Original-Trailer). Aber was soll's, der Film zählt und der kommt in recht guter Qualität daher.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Klassiker!, 30. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Penny Appleby hat es nicht leicht im Leben. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben, sie selbst ist seit einem Reitunfall an den Rollstuhl gefesselt und nun verunglückt auch noch ihre beste Freundin. Im Internat in Italien ist sie nunmehr ziemlich allein, aber sie folgt der Einladung ihres Vaters, zurück nach Frankreich zu kommen. Sie haben sich zwar seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und wohl auch kein inniges Verhältnis, aber es ist zumindest jemand da, der sich um sie kümmern kann. Leider ist er bei der Ankunft nicht anwesend, aber sie wird von ihrer Stiefmutter herzlich empfangen. Auch der Arzt, ein Freund der Familie ist überaus hilfsbereit, obwohl das alles ein wenig zu sehr bemüht aussieht. Richtiges Vertrauen kann sie nur zu Bob, dem Chauffeur der Familie, aufbauen. Allerdings sieht sie schon bald die Leiche ihres Vaters, die auch kurz darauf wieder vom Erdboden verschwunden ist.

Seth Holt hat hier im Jahre 1961 einen wunderbaren Thriller hervorgebracht. Oftmals in die Tradition von Hitchcock gerückt, was aber bei näherer Betrachtung ziemlicher Nonsens ist, besitzt "Ein Toter spielt Klavier" ein absolutes Eigenleben. Die Story und auch die Dramaturgie besticht nämlich durch viele bemerkenswerte Ideen und war in dieser Form nicht unbedingt alltäglich. Nicht alles was gut ist kann von Hitchcock sein, aber wenn man seine Filme mag, könnte man trotzdem auch hier schnell Freude entwickeln.

Holt geht nämlich andere Wege und setzt dabei neben dem Plot , auch auf seine fantastische Hauptdarstellerin. Susan Strasberg wirkt in ihrem Rollstuhl hilfebedürftig, zerbrechlich und gleichsam wunderschön. Alleine deshalb besitzt der Film schon eine famose Spannung, da man mit ihr von Beginn an mitfiebert und sie in einige heikle Situationen kommt. Zudem ist das Landhaus recht abgelegen und die Insassen nicht sonderlich vertrauenswürdig. Bis auf Bob, zu dem sie auch eine leichte Romanze aufbaut und der ihr immer zur Seite steht.
Aber auch die Sets in der Nähe von Cannes sind wundervoll gewählt. Die zerklüfteten Felsen am Ufer, das Landhaus und seine Abstellkammern und auch die verschiedenen Räume sind toll eingerichtet.
Was sich bisher aber alles bestimmt ganz toll anhört, wird definitiv durch den Plot getoppt. Viel verraten möchte ich an dieser Stelle nicht, aber die Erzählweise sowie der Inhalt, ist einfach nur fantastisch.
Die Spannungsschraube ist konstant auf einem sehr hohen Level, um immer wieder mal gewaltig nach oben anzusteigen. Im Schlußdrittel geht sie dann bis an den Anschlag.
Auch visuell wird das Ganze mit einigen haarsträubenden Bildern untermalt, die sich mit Sicherheit einprägen. Das Timing ist ebenfalls brillant und es kommt zu keiner Sekunde Langeweile auf.
Für Thrillerfreunde also ein Werk, an dem man nicht vorbei gehen sollte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sieh an!Hammer kann mehr als "nur" Horror!, 11. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Da ich seit paar Jahren zur Hammer-Film Gemeinde gehöre,fiel mir schnell dieser Film auf.Zumal auch mal für einen fairen Preis, vieles aus diesem Bereich ist einfach überteuert(z.b. Frankensteins Höllenmonster u. a!)auch Sammler haben Grenzen!Nun zum Film Ein toter spielt Klavier im Original Scream of Fear!Eigentlich ist die Firma Hammer ja eher bekannt für ihre Grusel Klassiker,haben allerdings auch einige Thriller im Backkatalog.Dieser hier glänzt von Anfang an ohne unnötige längen.Die Schauspieler sind allesamt sehr überzeugend !Das Christopher Lee mitspielt schraubt den Kultfaktor noch etwas in die Höhe!Auf den Film selber will ich gar nicht eingehen,man sollte den Rat der anderen Schreiber beachten und den Covertext nicht lesen!Dann macht dieser alte Schwarz/Weiss Krimi total Spass!Hitchcock hätte auch auf dem Cover stehen können!Die Super Kritiken sind absolut wahr!Auch schön das es ein Wendecover gibt der das gelungene Cover rettet!Nostalgie und Krimi Fans machen nicht,s verkehrt!!Super!
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich auf DVD, 12. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Das ist mal eine gute Nachricht: Bald gibt es "Ein Toter spielt Klavier" auf DVD, nachdem er nur als schlechte VHS-Kopie (und das auch nur ganz schwer) erhältlich war. Ich habe diesen Film 1962 als 15-jähriger im Kino gesehen und gedacht, das überlebe ich nicht. Anders als in heutigen Horrorfilmen greift hier das nackte Entsetzen nach dem Zuschauer. Es gibt nicht einen Tropfen Blut - und nur eine Leiche, aber diese taucht in den unpassendsten Momenten immer wieder auf. Der Plot ist genial (würde heute unter Psycho-Thriller laufen, man zittert mit der armen Susan Strasberg in ihrem Rollstuhl. Wärmstens empfohlen für kalte Schauer über den Rücken. Bei mir klappt das auch heute noch. Ich habe den Film ca. 5 mal in den letzten 40 Jahren gesehen, und ich werde bei den ersten sein, die diese DVD bestellen!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ACHTUNG SPOILER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! auf der Cover-Rückseite, 12. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Das ist unglaublich unfassbar!
Dieser Film ist spannend und gruselig, eine kleine Perle.
Aber auf der Rückseite des Covers und auf dieser Seite bei der Kurzbeschreibung wird bereits im ersten Satz die überraschende Wendung am Schluss verraten, und dann alle übrigen Wendungen auch.
Das ist ein Skandal, der einem den Spass an diesem tollen Film nehmen kann. Was haben sie die Macher bloss überlegt? Die sollten zur Rechenschaft gezogen werden
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grusel an der Côte d'Azur...., 30. Januar 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Ein See in der Schweiz: Dort sucht Team von Polizisten etwas, sie finden tatsächlich die Leiche einer jungen Frau.
So beginnt einer der besten Filme von Hammer, er heisst "Ein Toter spielt Klavier" und wurde im atmosphärischen s/w von Seth Holt im Jahr 1962 gedreht.
"Ein Toter spielt Klavier" ist deie Geschichte der jungen Penny Appleby (Susan Straßberg), die durch einen tragischen Reitunfall an den Rollstuhl gefesselt ist und endlich nach 10 Jahren Auslandaufenthalt zu ihrem schwerreichen Vater, der an der französischen Riviera lebt, zurückkehrt.
Dort angekommen erfährt sie von Chauffeur Bob (Ronald Lewis), dass der Vater überraschend verreisen musste und nur die Penny noch unbekannte Stiefmutter Jane (Ann Todd) in der Villa zugegen ist.
Der Empfang der Schwiegermutter ist aber herzlich und so gibt sich Susan vorerst zufrieden, dass der Vater die Geschäftsreise vorzog.
In der Konversation mit dem Arzt der Familie, einem gewissen Doktor Pierre Gerrard (Christopher Lee) kommt auch Pennys sehr labiler Gemütszustand zur Sprache, der auch schon in Vergangenheit krankhafte Züge bekam.
Und dann beginnen die Erscheinungen. Immer wieder sieht Penny die Leiche ihres Vaters in einem Sessel sitzen, sein Auto steht plötzlich in der Garage, aus dem Musikzimmer hört sie Klavierspiel, aber als sie das Zimmer betritt, ist es leer und das Klavier abgesperrt - und der Vater ist angeblich der einzige, der den Schlüssel hat.
Stiefmutter und der Arzt machen sich immer mehr Gedanken über den Geisteszustand der jungen Frau, lediglich Bob scheint den Erscheinungen Glauben zu schenken, zumal er bemerkt, dass einige mysteriöse Beobachtungen tatsächlich darauf hinweisen könnte, dass in Haus die Leiche des Vaters steckt...
Douglas Slocombe (Adel verpflichtet, Tanz der Vampire, Der große Gatsby, Traum ohne Ende, Julia, Löwe im Winter, Ludwig II) galt nicht umsonst als einer der besten Kameramänner aller Zeiten, auch in "Ein Toter spielt klavier" liefert er erstklassige Arbeit aus, die Bilder wechseln von düsterem, dunklem Gruselfaktor zu der Schönheit der Küstenlandschaft an der Riviera, die beide gegensätzlicher nicht sein könnten.
Beim ersten Anschauen wirkt der Gruselfaktor des Thrillers mit Hitchcock-Flair am besten, die Gestalt des toten Vaters löst richtige Gänsehaut aus - die besten Szenen finden in einem Zimmer des gegenüberliegenden Sommerhauses und im Swimmingpool statt: Unvergessen im Gedächtnis des Horrorfans bleibt Fred Johnson als die mit weit aufgerissenen Augen auf dem Poolgrund treibende Leiche mit wellendem, weissen Haar.
Fürs raffinierte, wendungsreiche Drehbuch war Jimmy Sangster verantwortlich. "Ein Toter spielt Klavier" ist für mich neben "Draculas Bräute", "Hände voller Blut", "Blut für Dracula" und "Captain Kronos" zu den besten Filmen aus der Hammerschmiede.
Die klaustrophobische Atmosphäre ist hervorragend durch diese Hilflosigkeit der im Rohlstuhl sitzenden Haupdarstellerin. Das Drehbuch will es, dass sie keinem trauen kann, aber doch auf die Hilfe von anderen Personen angewiesen ist.
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4.0 von 5 Sternen Solide aufbereiteter "hitchcock'scher" Thriller mit bombastischem Finish!, 30. Juli 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Vorweg: Dass mit dem DVD-Klappentext hat sich offenbar tatsächlich überholt - bei meiner DVD-Hülle jedenfalls wird auf der Rückseite nicht zu viel verraten! Und um Ihnen - liebe Leser - nicht auch den Spaß an der Freude zu verderben, habe auch ich mir vorgenommen im Zuge meiner Rezension nicht zu viel vom Plot preiszugeben...

"Ein Toter spielt Klavier" (engl. Originaltitel: "Scream Of Fear") ist eine Produktion der britischen Hammer Studios aus dem Jahre 1961. Als Besitzer eines nachfolgenden Films (nämlich "Haus des Grauens" von 1963) weiß ich nun, dass es sich bei vorliegendem Schwarzweißstreifen um den allerersten Psycho-Thriller aus dem Hause Hammer handelt und dass er bis heute mitunter als bekannteste Produktion dieses Studios gilt. Für das Drehbuch verantwortlich zeigte sich übrigens ein gewisser Jimmy Sangster, der auch die beiden Genre-Nachfolger-Drehbücher (u.a. eben auch "Haus des Grauens") für Hammer lieferte, das sei aber nur am Rande bemerkt...

Technisch gesehen gibt es nicht viel zu sagen. Die DVD ist schlicht verpackt - das Cover allerdings ist meines Erachtens eine kleine Augenweide. Extras bez. Booklet etc. sucht man vergebens, wenn man - so wie ich - allerdings in erster Linie ohnehin nur am Film interessiert ist, spielt das jedoch keine Rolle. Der Film an sich stellt sich ordentlich restauriert dar - das Bild ist durchgehend klar und scharf und auch der Ton ist befriedigend, wenngleich ich die Lautstärke beim Schauen (im Vergleich zu neueren DVDs bzw. Blurays) etwas nach oben drehen musste. Soweit also auch hier alles in bester Ordnung...

Nun zum Film(inhalt) selbst - KEINE Spoilergefahr, ich verrate Ihnen nicht zuviel, keine Angst ;)
"Ein spannender Thriller in bester Hitchcock-Tradition" ist im Anschluss an den Klappentext auf meiner DVD-Hüllen-Rückseite zu lesen. Als bekennender Filmfreund, der freilich schon mehrere Klassiker des Ausnahmeregisseures hat genießen dürfen, nimmt man solche vollmundigen Aussagen äußerst vorsichtig zur Kenntnis. Zwar lassen sich einige Parallelen zum Master of Suspence feststellen, dennoch ist "Ein Toter spielt Klavier" filmisch gesehen doch ein Stück weit vom hitchcock'schen Zenit (ja, der hat auch bessere und schlechtere Filme abgeliefert!) entfernt. Grundsätzlich ist alles solide von der Kamera eingefangen worden und auch die Schauspieler interagieren recht gut miteinander, der eigentliche Knüller ist jedoch die Story an sich (von der ich aber wie versprochen keinesfalls zu viel verraten werde):
Die seit einem Reitunfall im Rollstuhl sitzende Penny Appleby (eine überzeugend spielende Susan Strasberg) will zum ersten Mal seit zehn (!) Jahren ihren Vater an der französischen Riviera besuchen. Als sie der Chaffeur ihres Vaters, namens Bob (Ronald Levis - der besser ist, als man zunächst glaubt), vom Flughafen in Nizza abholt, erfährt sie, dass ihr Vater überraschend eine Geschäftsreise antreten musste. Bei der Luxusvilla des Vaters angekommen, wird Penny herzlich (oder nur so gespielt?) von ihrer Schwiegermutter (Ann Todd) empfangen. Kaum hat sich Penny einigermaßen aklimatisiert, glaubt sie die Leiche ihres Vaters im Gästehaus (einer Rumpelkammer) entdeckt zu haben. Das ruft bald auch einen steifen, unsympathischen Arzt (Christopher Lee), einen guten Freund des Vaters, auf den Plan, der ernsthaft die geistige Gesundheit der jungen Dame in Frage stellt...

Das sollte einmal reichen, um Ihnen - lieber Filmgourmet - den Mund wässrig zu machen. Wie schon gesagt ist der Plot sehr solide, lässt sich zu Beginn jedoch relativ viel Zeit. Wirklich unter die Haut gehen dann aber lediglich die letzten 15-20 Minuten des Films, als sich die Ereignisse zu überschlagen beginnen...
Soviel sei verraten: Die Schauspieler spielen ihre Rollen allesamt gut - erst am Ende werden Sie wissen, warum! Und: Meine Freundin wusste schon am Beginn des Films (der in bester Hitchcock-Manier auf einem idyllisch gelegenen Bergsee bei Tageslicht beginnt), wer da soeben aus dem Wasser gezogen wurde - und im Nachhinein schließt sich dieser Kreis völlig logisch... Irgendwie ist es ja auch eigenartig, dass Tochter und Vater nach 10 (!) Jahren völliger Funkstille wieder in Kontakt treten, aber sehen Sie selbst...

Jedenfalls hinterlässt das tolle Finish einen gänsehauterregenden Nachgeschmack, der möglicherweise in allzu euphorischen Lobgesänge auf eben Gesehenes ausarten könnte (ich verstehe die 5-Sterne-Bewerter also durchaus)... Nüchtern betrachtet - und im direkten Vergleich mit dem Nachnachfolger ("Haus des Grauens") gesehen - offenbart "Ein Toter spielt Klavier" jedoch auch die eine oder andere Überlänge - speziell als sich der Film (die ersten 40-50 Minuten eigentich) mehr oder weniger behutsam aufbaut - ohne großartige filmische Raffinessen. Eigentlich dachte ich bereits nach 30 Minuten alles durchschaut zu haben (aber das bombastische Ende entschädigt dann wirkich ausführlichst)...
Bei "Haus des Grauens" hingegen ist von Beginn weg (was freilich am Plot liegt) eine Art Grundspannung vorhanden, die durch die labilen und zwielichtigen Figuren stets konstant vorangetrieben wird (bis es auch hier zum Äußersten kommt - aber dazu bei jener Rezension gerne mehr!), während die Figuren bei "Ein Toter spielt Klavier" im Grunde stur in ihren Rollen verharren, ehe sie nach Offenbarung aller Fakten (gegenüber des Zuschauers) plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen. Oder anders gesagt: Bei "Haus des Grauens" erwartet man von Beginn an, dass die Filmfiguren etwas zu verbergen haben, wobei man zwischenzeitlich immer wieder geschickt auf falsche Fährten gelockt wird - bei vorliegendem Streifen hingegen hat man gegenüber der darin vorkommenden Charaktere gewisse Erwartungen, die letztlich "nur" (ist in dieser Form aber auch eine meisterhafte Leistung) durch einen großen Bruch völlig zerstört/desillusioniert werden. Oder noch mal (ein letztes Mal) anders gesagt: Bei "Haus des Grauens" wächst man irgendwie mit den Figuren in die Story hinein, macht sich Gedanken über sie, ehe es dann am Ende doch ganz anders kommt, als man zunächst vielleicht glauben mochte, während man bei "Ein Toter spielt Klavier" fixe, scheinbar geradlinige Charaktere vorgesetzt bekommt, die letztlich alleine der Story wegen unerwartete, makabere Züge bekommen... Nun aber genug der Worte.

Mein Fazit: Nicht zu Unrecht gilt "Ein Toter spielt Klavier" als Klassiker der Hammer-Film-Reihe. Zu verdanken hat dies dieser rund 80minütige, ordentlich aufbereitete und inszenierte, Schwarzweiß-Thriller in erster Linie der fantastischen Wende, die so gegen Minute 60 einsetzt! Alles, was man zuvor zu sehen bekommt (mit Ausnahme des Vorpanns) ist recht gemütliche Unterhaltungskost, die mit dem einen oder anderen mulmigen Moment aufgepeppt wurde. Wahren Filmgourmets dürfte wohl einzig das starke Finish in Erinnerung bleiben - das hat's aber dafür umso mehr in sich!
Insgesamt also eine durch und durch solide Angelegenheit, für 5 Sterne reicht's meines Erachtens jedoch nicht ganz. Dafür ist mir die inhaltliche Aufbereitung bishin zur unerwarteten Pointe ganz einfach etwas zu langatmig...

Dennoch ist "Ein Toter spielt Klavier" meiner Meinung nach eine Pflichtanschaffung für Freunde des gepflegten Thrillers!

GELUNGEN!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kleines Schmuckstück des Grusel-Krimis, 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Nichts ist wie es scheint in diesem betörenden, feinsinnig spannenden Gruselstück, das alle Zutaten eines im besten Sinne altmodischen, gediegenen schwarzweißen Schauerfilms beinhaltet.
Die Hammer Studios sonst verantwortlich für den blutroten Technicolor- Horror eines "Frankenstein", "Dracula" inszenierten hier ein schwarzweißes Kammerspiel der rätselhaften Verwicklungen, unheimlichen Visionen, von Angst, Bedrohung und Intrigen.
Vieles wird leider schon auf dem Klappentext der DVD-Hülle verraten, aber auch nicht so viel, daß der Genuß geschmälert werden würde.
Trotzdem gilt, lassen Sie sich soweit wie möglich ohne Vor-Information von dem Film überraschen.
Die versponnene Gruselperle bietet 78 Minuten knisternde Spannung, gedreht in hypnotischen, schwarzweiß Kontrasten und schwebenden eleganten Kamerafahrten.
Flackernde Kerzenleuchter, wehende Vorhänge, eine dunkle Abstellkammer mit allerlei geisterhaften Requisiten, schemenhaft erkennbar hinter ausgestopften Vögeln, gläsernen Puppenaugen,- eine starre Gestalt des Grauens.
Lebend oder tot, was hat es mit einer verschlossenen Kühltruhe auf sich, was mit dem tiefen schwarzen Swimming-Pool hinter dem verwinkelten Landhaus?
Halluzinationen, unwirkliche Bedrohungen plagen die junge Penny Appleby, als sie nach zehn Jahren zum ersten Mal ihren Vater in dessen abgelegenem Haus an der französischen Riviera besucht.
Leidet sie an Verfolgungswahn oder scheinen die Hausangestellte, ihre Stiefmutter, der Arzt des Hauses Dr. Gerard (Christopher Lee) wirklich ein perfides Spiel mit ihr zu spielen.
Seit Jahren ist Penny durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt. Hilflos somit in mehrfacher Hinsicht ihren Mitmenschen ausgeliefert.
Dieser dramaturgische Kniff steigert die mitfühlende Empathie des Zuschauers mit der gelähmten Protagonisten um ein Vielfaches.
Wir selbst leiden mit ihr mit, spüren ihre Verängstigung, ihre Ohnmacht gegenüber scheinbar wohlmeinenden Familienmitgliedern, die Verunsicherung durch augenscheinlich harmlose Vorfälle.
Wer ist Freund , wer Feind und wem kann man in dem alten Anwesen trauen?
Jeder Blick, jede Geste, jeder dunkle Winkel scheint Bedrohung zu signalisieren.
Seltsam das ihr Vater bei ihrer Ankunft gar nicht anwesend ist.
Er musste überraschend auf Geschäftsreise, so wird ihr erklärt.
Doch eines Nachts rütteln die Fensterläden, der schwarze Swimming Pool glänzt unheilvoll im Mondlicht und eine schreckliche Entdeckung wartet auf die gelähmte Penny Appleby.
"Scream of Fear" steht in seiner wundervollen, edel, und schauerromantischen Gruselatmosphäre in der Tradition der grossen Spuk- Klassiker wie "Wiegenlied für eine Leiche", "Tanz der toten Seelen", oder "Die Teuflischen".
Letztlich muß man sagen, daß wir hier ein wirklich kleines, aber perfekt inszeniertes Gruselkammerspiel haben, welches allerdings mit der hochdramatischen, erschreckenden, meisterhaften Inszenierungskraft gerade dieser drei genannten Klassiker nicht ganz mithalten kann.
Gerade durch den ein paar Jahre zuvor erschienenen "Die Teuflischen" der, ohne zu viel zu verraten viele der Schauereffekte von " Scream of Fear" vorwegnimmt, konnte diese Hammer- Film Variante heute wie damals nun nicht mehr so wirklich vom Stuhl hauen.
Die Storyline: hilflose Frau fühlt sich bedroht von unheimlichen Vorkommnissen, niemand glaubt ihr und ein undurchschaubares Komplott scheint vor sich zu gehen, wurde schon facettenreicher verfilmt.
Letztlich müssen hier dann auch unsterbliche Meisterwerke wie "Rebecca" oder "Haus der Lady Alquist" erwähnt werden.
Aber für ein gemütliches, stilvolles, spinnwebverhangenes Kriminalstück reicht "Scream of Fear" dann doch allemal.
Zumal er im letzten Drittel noch einmal mit wirklich überraschenden Storytwists aufwartet, die dann doch die Spannungsschraube noch einmal deutlich anziehen.
Alles schon geahnt? Nun dann warten sie die letzten fünf Minuten ab.
Die vertrackte Auflösung erstaunt fern ab von logischem Hinterfragen dann doch.
Fazit: Solide, schöne Gruselkost für kurzweilige 80 Minuten.
Die Dichte und Perfidie der edleren Glanzstücke "Wiegenlied für eine Leiche", "Was geschah mit Baby Jane" oder "Die Teuflischen" wird jedoch nicht erreicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gruselklassiker, 3. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Toter spielt Klavier (DVD)
Ein Toter spielt Klavier - Ein Gruselkrimi wie man ihn sich wuenscht.
Hat Momente da moechte der Zuschauer nicht zuschauen (Spannung pur)
Ein muss fuer Krimifans.
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Ein Toter spielt Klavier von Seth Holt (DVD - 2009)
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