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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend wie selten
Ich will mich kurz fassen: Dieser Film ist in seiner Art der für mich beeindruckendste der letzen Jahre. Er zeigt auf einer langen melancholischen, aber doch gefühllosen, Kriechspur eine Fahrt ins Nichts. Manchmal ist es eine Qual den Abläufen und dem tragischen Helden zuzusehen, mal rührend, oft erschütternd. Insgesamt - auch von den Kindern -...
Veröffentlicht am 12. September 2009 von VirtuaK

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Ansatz der aber am Ende im Mittelmaß endet.
In der ersten Stunde ist der Film richtig packend und besitzt auch psychologische Tiefe. Leider verlässt der Regisseur im weiteren Verlauf diesen Tiefgang. Dieser tritt nur noch sporadisch auf, der Film pendelt auf und ab, stellenweise werden Klischees bedient und dann driftet sogar am Ende ins Melodramatische ab. Das schadet dem Film mehr als er gut tut.
Auch...
Veröffentlicht am 22. März 2009 von Heiko Kauffeld


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend wie selten, 12. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
Ich will mich kurz fassen: Dieser Film ist in seiner Art der für mich beeindruckendste der letzen Jahre. Er zeigt auf einer langen melancholischen, aber doch gefühllosen, Kriechspur eine Fahrt ins Nichts. Manchmal ist es eine Qual den Abläufen und dem tragischen Helden zuzusehen, mal rührend, oft erschütternd. Insgesamt - auch von den Kindern - sehr gut gespielt und durchweg glaubhaft. Dieser Film demonstriert, dass es in Amerika mehr gibt als Popcorn-Kino. Er ist jede Minute und jeden Cent wert.

Es sei aber ein jeder gewarnt: Dieses Werk "trennt die Männer von den Knaben". Man mache sich auf einen emotional aufwühlenden Streifen ohne kathartischen Effekt gefasst. Wer mit der Freundin einen gemütlichen gute-Laune-Abend auf der Couch möchte ist hier sicher falsch.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Ansatz der aber am Ende im Mittelmaß endet., 22. März 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
In der ersten Stunde ist der Film richtig packend und besitzt auch psychologische Tiefe. Leider verlässt der Regisseur im weiteren Verlauf diesen Tiefgang. Dieser tritt nur noch sporadisch auf, der Film pendelt auf und ab, stellenweise werden Klischees bedient und dann driftet sogar am Ende ins Melodramatische ab. Das schadet dem Film mehr als er gut tut.
Auch die Musik, die am Anfang theatralisch wirkt und noch einigermaßen passt, unterstützt am Ende das melodramatische Element und das ist am Ende total übertrieben.
Was gut rüberkommt ist, die mangelnde Unterstützung der Soldaten durch die Regierung nach dem Krieg. Was etwas zu kurz kommt, ist der politische Einfluß auf die Soldaten im Krieg.
Obwohl die Kameraführung gelungen ist, finde ich das der Schnitt stellenweise unpassend ist und dadurch "stockt" der Film etwas.
Unabhängig davon liefern die Schauspieler sehr gute und sehenswerte Leistungen. Man hat dadurch stellenweise Mitleid mit den Protagonisten. Gut gemeint, das reicht mir aber nicht! Leider nur Mittelmaß. (6/10)
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Egal was passiert, für Dich komme ich wieder!, 13. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
Das verspricht der Golfkriegs- und Irak-Veteran Jerry(Jamie Draven)seiner kleinen Tochter Celina(Grace Fulton). Aber so einfach ist das nicht. Wie alles in Jerrys Leben. Einen Abschnitt dieses Lebens zeigt uns Francesco Lucente in seinem Film Badland. Einem Film, der aufrüttelt, bewegt, der ergreifend, melancholisch, ja manchmal fast rührend daherkommt. Und der mit absoluter Sicherheit keinen Zuschauer unbeeindruckt zurücklässt. Meine persönliche Prognose: Sollte der Fernsehsender Kabel1 seine Reihe "Die besten Filme aller Zeiten" in den nächsten Jahren fortsetzen, wird Badland dabei sein.

Jerry kehrt aus dem Irakkrieg zurück. Er wurde unehrenhaft entlassen, weil seine Einheit ein Massaker an Zivilisten verursachte. Zu Hause erwarten den psychisch angeknacksten Soldaten seine schwangere Frau Nora(Vinessa Shaw), die beiden Söhne und seine Tochter Celina. Jerry arbeitet an einer Tankstelle, um die Familie über Wasser zu halten. Nora verachtet ihn und hat ihre beiden Söhne mit dieser Verachtung für den Vater bereits infiziert. Als Jerry den Job verliert und anschließend bemerkt, dass Nora heimlich Geld vor ihm versteckt, dreht Jerry durch. Er tötet Nora und beide Söhne. Er bringt es jedoch nicht fertig Celina und sich selbst zu erschießen. Er flieht mit seiner Tochter und eine Odyssee beginnt. Als sich der Medienrummel nach der Bluttat etwas legt, lässt Jerry sich in einem kleinen Kaff nieder und wird bei der Imbissbesitzerin Oli(Chandra West) als Küchenhilfe angestellt. Oli und Jerry kommen sich näher, später zieht er sogar mit Celina in Olis Haus. Aber die süße Celina verändert sich. Zu ihrer bedingungslosen Liebe zum Vater gesellt sich plötzlich ein fast wahnhafter religiöser Glaube und der Wille, die Mutter und die Brüder zurückzubekommen.
Im Laden lernt Jerry den Sheriff Max(Joe Morton) kennen. Auch er war im Irak, ist völlig labil und hängt an der Flasche. Aber Max versteht Jerry, und umgekehrt. Beide freunden sich an und fast scheint es, als ob Celina und Jerry in dem kleinen Ort Fuß fassen könnten. Aber dann erfährt Max, mit wem er es zu tun hat. Jerry muss handeln und der Albtraum beginnt von neuem. Ein Albtraum, der auf die absolute Katastrophe zusteuert...

Selten hat mich ein Film so in den Bann gezogen. Zum einen diese gnadenlos geradlinige Story mit Anspruch und Klasse. Das Ganze gepaart mit einer wunderbar kreativen Kameraführung, die uns Landschaften, Gesichter und Situationen in beeindruckenden Schwenks und Zooms präsentiert. Unterlegt wird Badland von einem Soundtrack, der mitten ins Herz trifft. Egal, ob Klassik, Country oder Bruce Springsteen, da passt jede Note direkt auf die entsprechende Filmszene.

Dann wäre da noch die Besetzung. Jamie Draven und Grace Fulton spielen das tragische Vater-Tochter-Gespann so einfühlsam und lebensecht, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Wie wandlungsreich die kleine Grace Fulton die Celina spielt, das ist atemberaubend. Und Jamie Draven...es gab schon einmal einen Schauspieler der mich in einer ähnlichen Rolle so bewegte. Das war 1976, als Robert de Niro in Martin Scorseses Taxi Driver den Travis Bickle gab. Dieser Vergleich ist, wie ich finde, wahrlich nicht zu hoch angesetzt.

Lucente lässt seine Protagonisten die Schrecken des Krieges in den Wunden ihrer Psyche widerspiegeln. Egal ob Max sagt: Kein Mensch konnte uns sagen, warum wir da waren." Oder aber Jerry feststellt: "Gott ist die beste Ausrede, um zu töten." Wir werden hin- und hergerissen in einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Lucente setzt seinen Jerry dabei voll und ganz ins Unrecht und schafft es doch, dass wir ihn verstehen und sogar Sympathie für ihn hegen.

Als Fazit kann ich nur sagen: Was für ein Film! Badland ist 158 Minuten lang, keine davon möchte ich missen. Mag sein, dass ich mich ein bisschen reichlich ausgelassen habe, aber das musste einfach raus. Hut ab vor Francesco Lucente, Jamie Draven, Grace Fulton und allen weiteren Beteiligten. Badland erklärt und transportiert ein Stück aktueller Amerikanischer Geschichte in Verbindung mit einer spannenden, tief bewegenden Filmstory. Absolut sehenswert!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der brave Soldat., 4. April 2009
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
Der junge Veteran Jerry arbeitet als Hilfsarbeiter in einem Store. Er hat drei Kinder und eine Frau , die nicht zu ihm steht. Als Jerry den Job verliert, dreht er durch und erschießt seine Frau und die zwei Söhne. Nur eine Ladehemmung verhindert, dass er auch seine Tochter Celina tötet.

Gemeinsam mit seiner Tochter flüchtet er vor der Polizei und versteht es seine Spuren zu verwischen. In einer Kleinstadt findet Jerry Arbeit und neue Freunde. Seine Chefin Oli ist ihm zugetan. In dem Polizisten Max, der ebenfalls ein Veteran ist, findet Jerry einen Gesprächspartner. Doch die Vergangenheit in Form von Celina, die ein schweres Trauma hat, lässt Jerry nicht zur Ruhe kommen. Erneut spitzt sich die Lage zu.

Die schmerzhafte Geschichte um einen tragischen Protagonisten geht dem Betrachter unter die Haut. Die Leichtigkeit und Präzision mit der Jerry emotionslos tötet, geschieht so schnell, dass es für den Zuschauer dauert, bis man versteht, was da geschehen ist. Da ist ein harmloser gutmütiger Mensch zu einer Waffe geworden, die jederzeit losgehen kann. Langsame Kameraführung, gute Totale und viel Sinn für Details zeichnen diesen stark bilderlastigen Film aus. Die Dialoge fallen eher knapp und zurückhaltend aus. Regie und Schauspieler leisten gute Arbeit.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviele erreichen zu wollen..., 25. Mai 2010
Von 
Bernd Lange (Kiel, Schleswig-Holstein Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
...kann niemals klappen, weil man es nicht allen recht machen kann. So ist dieser Film, der einen vom Irak-Krieg psychisch schwer angeschlagenen Mann in einer extrem schwierigen Situation zeigt, leider nur Durchschnitt - trotz grandioser Parts und dem sehenswerten Spiel der beiden Hauptakteure, das über weite Strecken sehr glaubwürdig ist und in den wichtigen Passagen des Films heftig an die Nieren geht.

Nur: Kritische Irak-Krieg - Reflektion, Road-Movie und typisch amerikanische Land und Leute - Betrachtungen mit langen und schönen Landschaftsaufnahmen funktionieren hier in Kombination leider nicht, weil der ohne Zweifel ambitionierte Regisseur merklich Probleme damit hat, besagte Elemente so zu verbinden, dass ein organischer Fluss entsteht. Der Film 'Valley Of Elah' hat, obwohl hier ein direkter Vergleich vielleicht unangebracht ist, durch seine klare Struktur und Aussage bedeutend mehr zu bieten. Trotzdem drei Sterne !
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4.0 von 5 Sternen Toll!, 10. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
Also ich habe den Film rein zufällig gefunden und ihn mir dann angeschaut. Ich hatte keine Ahnung über den Inhalt oder sonstiges. Anfangs dachte ich das wäre wieder so eine übliche Geschichte über einen traumatisierten, ehemaligen Soldaten, doch dann wurde ich positiv überrascht. Im Vordergrund der Geschichte steht eine Vater-Tochter-Beziehung, beide Hauptdarsteller machen einen wirklich guten Job, die kleine Grace jedoch besonders. Super ist ebenfalls,dass es ein offenes Ende gibt und der Film dadurch unterschiedlich interpretiert werden kann und Raum zum Nachdenken gelassen wird. Rundum ein tolles Paket für einen Filmabend, der jedoch nicht zu kurz kommt, da der Film eine gute Länge hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es geht kein Weg zurück... BADLAND: ein wichtiger, abseitiger Film, 4. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
Durch Freunde bin ich auf Francesco Lucente's Film "Badland" aufmerksam geworden.
Seltsamerweise war mir der Film bis jetzt vollends entgangen, was mich doch etwas
gewundert hat. Auch hatte ich weder vom Regisseur, noch von den Darstellern weder
vorher, noch danach (!) gehört. Einzig Bruce Springsteen's Song "Devil's & Dust",
den er für den Film zur Verfügung stellte war mir ein Begriff.

Jedem, der den Film noch nicht gesehen hat empfehle ich die nachfolgenden zwei Absätze zu
überspringen und sich vollkommen unvoreingenommen auf den Film einzulassen.

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Zur Story:
Der Irakkriegsveteran Jerry fällt nach seiner Heimkehr in ein emotionales Loch. Am
Rand der Gesellschaft, vergessen und fallengelassen, wird er in einem schlecht
bezahlten Job von seinem Chef diskriminiert und ausgenutzt. Seine Frau gibt ihm
die Schuld an ihrer Armut, lässt ihn täglich ihre Abscheu spüren und hortet
heimlich Geld um mit den Kindern zu verschwinden. Als Jerry eines Tages seinen Job
verliert und herausfindet, dass seine Frau ihn verlassen will bricht alles um ihn
herum zusammen und es kommt zur Katastrophe. Im Affekt erschießt Jerry seine Frau
und die beiden Söhne.
Als er die Pistole auf seine kleine Tochter Celina richtet kommt er plötzlich zu
sich und flüchtet gemeinsam mit dem Kind, taucht unter. In einer Kleinstadt lernt er
die Kellnerin Oli kennen, die ihm einen Job gibt und ihn und Celina bei sich aufnimmt.
Seine Freundschaft zum Polizisten Max, der ebenfalls im Irak gekämpft hat und dieselben
unheilbaren Narben auf seiner Seele trägt, führt zur unausweichlichen Konfrontation
mit seiner Tat und sich selbst...

"Badland" ist ein zutiefst berührender, todtrauiger Film. Was gezeigt wird ist eine
Art des "Sterbens". Der verzweifelte Versuch eines Neuanfangs, wo doch alles verloren
ist und unwiederbringlich. Das alles in einer erbarmungslosen Härte und ohne die für
US-Produktionen typische Rührsehligkeit.
Als Jerry seine Familie auslöscht ist er bereits am Ende und das, fast wie betäubt
wirkende Aufbäumen danach - seiner Tochter zuliebe - ist ein verzweifelter Versuch sich
ans Leben zu klammern und weiter zu machen. Das kindlich-naive Verständnis und die Liebe,
die ihm Celina entgegenbringt geben ihm neuen Auftrieb, neuen Lebensmut.
Von tiefer Trauer erfüllt und emotional am Ende versucht er einen Neuanfang, wird jedoch
von Celina, die den Verlust von Mutter und Geschwistern nicht akzeptieren kann, immerwieder
in die grausame Realität zurückgeholt, was ihm die Tatsache klar macht, dass es für beide
keine normale Zukunft mehr geben kann.
Die Annäherungsversuche von Oli, die sich in ihn verliebt hat, verdrängt er oder weist
sie ab, geht ihr aus dem Weg. Die Last auf ihm ist zu schwer um sich ihr zu öffnen, er ist
unfähig jemals wieder ehrlich zu lieben. Der Polizist Max, der ebenfalls an seinen
Kriegserlebnissen zu zerbrechen droht, spielt eine wichtige Rolle. Er wirkt für Jerry wie ein
Spiegelbild der eigenen Schwäche, der eigenen Verlorenheit. Die Konfrontation mit ihm entfacht
schließlich einen Selbsthass, den er auch auf Max projeziert.
Ich will nicht viel mehr verraten, als nötig. Diskussionen über den Film können sicher Stunden
dauern und lohnen sich auf jeden Fall.
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Unter den Darstellern sucht man vergeblich nach bekannten Namen, jedoch ist "Badland" bis in
die Nebenrollen perfekt besetzt.
Hauptdarsteller Jamie Draven vermittelt die Verlorenheit seiner Figur in einer grandiosen
schauspielerischen Leistung. Sein Blick offenbart eine dermaßen tiefe Trauer, dass sie förmlich
spürbar wird. Ebenso grandios und zutiefst überzeugend spielt die damals erst 11jährige Grace
Fulton in der Rolle der Celina - eine überragende Darstellung.
Der Soundtrack bietet neben dramatisch, jedoch nie kitschigen orchestralen Stücken auch einige
wunderbare, ruhige Americana-/Rootsrock-Stücke - der bekannteste dürfte Bruce Springsteen's
"Devils & Dust" sein, den man nach dem Film mit "anderen Ohren" hört.

"Badland" ist keine große Hollywood-Produktion, was man dem Film allerdings optisch nicht ansieht.
Die Geschichte stieß in den patriotischen USA offenbar auf soviel Kritik, bzw. löste soviele
Kontroversen aus, das sich kaum Geldgeber finden ließen. Der Film entstand schließlich in deutsch-
amerikanischer Co-Produktion und lief in den USA nur in vereinzelten Kinos.

Über das Ende des Films lässt sich sicher streiten, kann man doch sehr viel hineininterpretieren und
es auf verschiedene Weisen auslegen. Fakt ist, das der Film ein großes Gefühl der Bestürzung
beim Zuschauer hinterlässt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich so einen Film in dieser Art und Weise noch nicht gesehen habe.
"Badland" ist ein Film gegen den Krieg, eine klare Verurteilung speziell des Irakkriegs und eine
Abrechnung mit der Sinnlosigkeit und den Folgen für die beteiligten Soldaten, die nach
ihrer Rückkehr mit ihrem Schmerz alleingelassen werden, wie es auch schon im Vietnamkrieg der
Fall war.

Fazit:
"Badland" gehört für mich definitiv zu den stärksten und beeindruckendsten Filmen, die ich bist
jetzt gesehen habe. Ein wichtiger, abseitiger Film, dem die verdiente Anerkennung noch aussteht.
Unbedingt zu empfehlen!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der am meisten unterschätzte Film 2008, 28. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
Für die Redaktion von film-o-meter ist dieser Film - zweifellos das Ergebnis des grandiosen Egotrips eines besessenen Regisseurs - der am meisten übersehene und unterschätzte Film des Kinojahres 2008. In "Badland" scheitert der Irakkriegsrückkehrer Jerry (Jamie Draven) an den Härten des Alltags und den traumatischen Erlebnissen im Krieg, die er mit nach Hause gebracht hat. Nach einem Streit mit seiner Frau läuft er Amok und löscht seine Familie aus. Nur bei seiner Tochter Celina versagt die Vernichtungswut des demoralisierten und seelisch zerstörten Kriegsveteranen. Mit ihr gemeinsam taucht Jerry in einer amerikanischen Kleinstadt unter, aber es ist ein Leben auf Zeit, das Jerry und Celina hier führen. Denn nicht nur die Polizei, auch die Last des eigenen Verbrechens lässt Jerry keine Ruhe...
Handwerklich und schauspielerisch ist "Badland" über jeden Zweifel erhaben. Hauptproblem des Films ist nicht seine Qualität, sondern dass er weitgehend unabhängig produziert wurde und keine Lobby hatte. Der Film fand nur in Deutschland einen Filmverleih. Herausragend ist das eindringliche und sensible Spiel von Grace Fulton, die die neunjährige Tochter des Amokläufers spielt. Als Celina sieht sie im Film einzig in der Zuflucht zum Gebet einen Ausweg aus dem Dilemma, glaubt sogar unerschütterlich daran, dass Gott ihre ermordeten Geschwister zurückbringen werde. Diese starke religiöse Note hat den Film im säkularen Europa möglicherweise ebenso Sympathien gekostet wie seine etwas einseitige politische Tendenz in den USA, denn kompromisslos brandmarkt der Film den Irakkrieg als heilloses Übel. Einziger erheblicher Schwachpunkt ist die im Verhältnis zu lang und auch etwas zu theatralisch geratene Eröffnung, in der das Drehbuch den Film in den Gossenjargon-Streitereien zwischen Jerry und seiner Frau (die dann zum Amoklauf führen) schier erstickt. Was "Badland" wahrscheinlich aber am meisten geschadet hat, ist das hochdramatische Finale. Seit Hitchcocks "Sabotage" ist unter Filmemachern eigentlich bekannt, dass der Zuschauer bestimmte Dinge höchst ungern verzeiht. Man wird das aber unmöglich als Kriterium für die künstlerische Qualität dieser meisterhaft inszenierten Tragödie gelten lassen können.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The american way of war, 13. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
Badland ist in meinem Augen ein kleines Meisterwerk. Filmisch exzellent inszeniert und dank dem hervorragenden Drehbuch auch inhaltlich eine Perle!

Also, Kaufempfehlung!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emutionaler tiefgreifend und ehrlicher Film!, 13. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Badland (DVD)
Hi, ich habe mir den Film bei uns im Kino angeschaut und ich muss sagen, dieser Film hat mich tief berührt, emutional aufgewühlt und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt! Ich freue mich sehr darauf, das der Film jetzt auf DVD rauskommt und ich hoffe natürlich auch auf eine Blu-ray;)!?

Bis dann
christian
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Badland
Badland von Jamie Draven (DVD - 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,87
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