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Kundenrezensionen

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am 1. Februar 2010
Ich weiß gar nicht wie man diesen Film weniger als 5 Sterne geben kann?!?!
Die Fans der alten Van Damme, mögen zwar enttäuscht sein, aber für die ist der Film auch wohl nicht produziert worden.
Als ich das erste mal von dem Film gehört hatte war ich doch sehr skeptisch, habe einige Filme von Van Damme gesehen.... einige waren ganz ok, man merkte aber auf Anhieb das er für solche getrimmt/geschaffen wurde... naja egal...
Als ich JCVD in den Player rein schmiss, war ich wie beschrieben doch schon sehr skeptisch was das eigentlich für ein Film sein sollte... eine Hommage? eine Satire?...

Spoiler:

Aber allein die Szene in dem Jean auf einem Kran in die Luft schwebt und über sein Leben als "Schauspieler der zufällig Karate kann", seine Scheidungen, seine Drogenabhängigkeit usw. erzählt hat es mich doch schon ergriffen das er überhaupt so glaubwürdig daherkommt...

Also ich bin sehr begeistert von diesem "Meisterwerk"
Hab den Film glaube ich zum 4 mal gesehen und ich empfinde ihn als ein wirklich der Widerstandslosesten besten Film überhaupt mit Van Damme!

Also einfach den Film einwirken lassen und keine voreiligen Kritiken ausüben!

Hätte am liebsten mehr Sterne vergeben...
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am 19. Juni 2009
Das ist zunächst alles, was Jean Claude Van Damme(der sich selbst spielt) zu den drei seltsamen Typen in der Bank einfällt. Als er dann feststellen muss, dass er in einen Banküberfall geraten ist, kommt die Erkenntnis bereits zu spät. Aber der Reihe nach:

Van Damme ist in Hollywood so ziemlich am Ende. Die Rollenangebote bleiben aus, oder aber es handelt sich um trashige B-Filme. Dazu wird unser Star von dem Sorgerechtsprozess um seine eigene Tochter ziemlich mitgenommen. Jean Claude braucht eine Auszeit und fliegt nach Belgien. In Brüssel ereilt ihn die Nachricht, dass er den Prozess verlieren wird, wenn er nicht sofort Geld überweist. Aber Van Dammes Scheck ist geplatzt und seine Kreditkarte funktioniert nicht. Als er daraufhin eine Bank aufsucht, landet er mitten in einem Überfall. Zu allem Unglück nutzen die Bankräuber dann auch noch Van Dammes Berühmtheit, um der Polizei vorzugaukeln, dass Van Damme der Bankräuber ist. Inspektor Bruges(Francois Damiens) ist jedenfalls felsenfest davon überzeugt. Und so wird die Bank von Spezialeinheiten belagert, Schnell finden sich auch Hunderte von Van Damme Fans, für die ihr Jean Claude einfach Belgisches Allgemeingut ist, und zum Schluss auch noch Van Dammes Eltern, am Tatort ein.
In der Bank muss Van Damme währenddessen feststellen, dass der Bankräuber Arthur ein echter Fan von ihm ist. Jean Claude fasst einen Plan, um den Raub zu beenden. Aber ob der funktioniert? Schließlich ist das hier kein Kino, sondern die Wirklichkeit.

Mabrouk El Mechri hat mit -JCVD- ein kleines Filmjuwel abeliefert. Egal, ob er uns mit Zeit- und Rückblenden kreuz und quer durch die Story jagt, oder die Szenen in der Bank mit Sepiafarben und jeder Menge Licht und Schatten präsentiert. Der Beginn des Films ist fantastisch gelungen und das Ende steht dem in nichts nach. Dazwischen gibt es eine Story zwischen Slapstick und Tiefgang, voll surrealer Komik und cleveren Wendungen. Der schräge Polizist Bruges schlägt sein Hauptquartier in einer Videothek auf, während Van Damme dem Bankräuber Arthur unbedingt noch diesen "Move" aus Bloodsport zeigen muss.
Als Mabrouk El Mechri dann noch, mitten aus der Story heraus, seinen Star Van Damme ins "Off" schickt und ihn über sein Leben und seine Karriere sinnieren lässt, ist das nicht nur ergreifend, sondern auch bewegend und kreativ gemacht.

Bleibt für mich festzuhalten: -JCVD- war für mich eine absolut positive dicke Überraschung im DVD-Regal! Wer Van Damme aus seinen Filmen kennt(und ich bin ehrlich, außer -Bloodsport- und -Leon- fand ich die nicht immer gut), der wird ihn in auch in dieser Rolle lieben. Wer nicht auf Action- und Karatefilme steht, darf den Silberling trotzdem ohne Bedenken in den Player befördern, denn Mabrouk El Mechri hat keinen Karatefilm, sondern ein Stück intelligentes, kurzweiliges, hochinteressantes Kino produziert.

Das Van Damme hier mitspielt und sich dabei auch selbst kräftig in Frage stellt, dazu kann ich nur sagen: Hut ab, Herr Van Damme! Dieser Mut wurde mit einem herrlichen Film, weitab aller eingetretenen Pfade, belohnt!
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am 17. Februar 2009
Die gute alte Schauspielregel trifft bei diesem Film exakt zu. Regisseur Mabrouk El Mechri hat ganze Arbeit geleistet, um für Van Damme den Grundstein in eine neue Filmzukunft zu legen.

Ich bin mit Van Damme und seinen Filmen aufgewachsen gehöre aber wahrhaftig nicht zum Kern der Fans, die ihn über all die Jahre "begleitet" haben. Hatte ich mir vor 18-20 Jahren noch seine Filme im Kino angesehen, störten mich die immer wieder gleichen Choreographien und Mimiken. Damals noch in jedem Film einen Spagat vollziehend nutzte sich das für mich persönlich schnell ab, so dass ich um fast alle weiteren Filme einen Bogen machte.

Irgendwie bin ich dann auf den Trailer zu JCVD gestoßen und muss sagen, dass er mich schon sehr neugierig machte, denn im Trailer ist schon zu erkennen, dass die Filmemacher es nicht ganz so ernst nehmen mit Van Dammes Vergangenheit und dabei nichts auslassen. Sorgerechtsstreit, Drogenprobleme, ausbleibende (gute) Filmprojekte, Scheidungen, alles wird in JCVD aufgegriffen und diese ehrliche "Abrechnung" mit der Vergangenheit schien mir interessant zu sein, weshalb ich den Film beim britischen amazon bestellte.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich wage mich mal nach vorne und gebe dem Film 5 Sterne. Mit dieser Wertung gehe ich normalerweise sehr sparsam um, aber dieses Mal würde ich mich freuen, wenn der Film Erfolg hätte, denn für "Van Damme Verhältnisse" ist er sehr gewagt und ich möchte damit diesen Schritt würdigen.

Fans, die Action erwarten, muss ich allerdings enttäuschen, denn auch da gilt die oben genannte Regel. Die Hand- und Fußtechniken in diesem Film kann man an einer Hand abzählen. ;-) Aber genau dieses sparsame Umgehen mit dem sonst Üblichen bereichert den Film und macht ihn authentisch.

In einer Szene wird Van Damme von jemandem mit einer Pistole provoziert, aber er bleibt einfach nur stehen und beide starren sich eine halbe Minute lang an. Anschließend wendet sich Van Damme ab, schiebt es zwar darauf, dass der andere bewaffnet ist, aber er wirkt damit um einiges verletzlicher und menschlicher als in den vorherigen Filmen.

Und solche Momente gibt es sehr oft und genau das macht den Film nachvollziehbar und anders.

Die Kernszene ist ein fast 7 minütiger Monolog von Van Damme zu seinem Leben, bei der er geschickt inszeniert, von den anderen Schauspielern isoliert wird, um dann wieder nahtlos in die ablaufende Szene eingebunden zu werden (ohne Schnitt). Toll.
Insgesamt gibt es sehr viele lange Einstellungen und die tragen auf subtile Art und Weise zur Gesamtatmospäre bei.

Daran sind natürlich auch die anderen Schauspieler "schuld", die ihre Charaktere sehr gut verkörpern. Insgesamt haben die Filmemacher um Regisseur Mabrouk El Mechri eine sehr gute Wahl mit dem übrigen Ensemble getroffen.

Bitte nicht vom DVD Cover in die Irre führen lassen, es ist kein Actionfilm.

Diese Version des Films enthält englische Untertitel nur an den Stellen, an denen französisch gesprochen wird. Englische Sprache wird nicht untertitelt und ein Untertitelmenü fehlt komplett. Es wird überwiegend französisch gesprochen, was dem ganzen eine zusätzliche Note gibt.

Technisch meckern muss ich ein bisschen über die Musikspur, die anscheinend nicht richtig konvertiert wurde und manchmal etwas leiert.

Die Bonus DVD zeigt "Making Of" und ein langes Interview mit Van Damme während eines Tages in Brüssel. Dort bekommt man ein Gespür für die Unsicherheiten des Schauspielers, der offen über seine Vergangenheit und sein Leben spricht. Schade, dass nicht die zusätzlichen Trailer und Teaser den Weg auf die DVD geschafft haben. Es gibt zum Beispiel einen rund 10-minütigen Kurzfilm, in dem Van Damme in das Casting zu seinem eigenen Film kommt. Witzig, aber leider nicht auf der DVD.

Insgesamt jedoch ein sehr abgerundetes Werk, was eventuell nicht interessant ist für jemanden, der mit Van Dammes Werdegang nichts anfangen kann.
Für mich war es eine Überraschung und damit möchte ich den Film all denen empfehlen, die auch an einer filmischen Entwicklung Van Dammes interessiert sind.
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am 27. November 2009
Ich war ja anfangs sehr skeptisch, ob sich dieser Film von den letzten (eher schundigen) Filmen von Herrn van Damme hervorhebt- und tatsächlich, er hat!
Die Action tritt eher in den Hintergrund, dafür spielt sich Jean Claude die Seele aus dem Leib.
Die Geschichte handelt von ihm selbst, einem in die Jahre gekommenen Actionstar, der wegen einer Scheidung und den folgenden Sorgerechtsverhandlungen total pleite ist. (Dies ist zum Teil fiktiv). Duch unglückliche Zufälle schlittert er dann in einen Banküberfall mit Geiselnahme- und jeder denkt, er wäre der Täter.

Brillanter Film, der viel von JCVD's Leben preisgibt und die "was wäre wenn"- Seite ein wenig beleuchtet.
Sollte man unbedingt gesehen haben!
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am 9. Juli 2014
Dieser Film ist mit Abstand einer der besten Filme mit einem überholten Actionstar aus den 80ern. Wo man sich bei Expendables noch fragt, warum jedes Mitglied so aussieht, als hätte es seit dreißig Jahren nichts anderes als ein Fitnesstudio gesehen, sehen wir hier den echten Jean-Claude van Damme. Dieser Film darf nicht als Actionfilm betrachtet werden, vielmehr ist er in ironisches Selbstportrait eines Stars der 80er und erzählt in einer gelungenen Handlung eine sehr tiefgehende Geschichte. Man könnte fast glauben, dass so etwas tatsächlich passieren kann.

Von mir eine absolute Empfehlung, wenn man nicht mit der Erwartung eines typischen van Damme Films rangeht.
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am 13. Juli 2009
und wie...!
In seiner bislang ehrlichsten und überzeugensten Rolle. Nicht nur für Van Damme Fans (aber für die ganz besonders) ist dieser Film absolut sehenswert. Es ist ein Mix zwischen Situationskomik, Insiderwitzen und ernsten Szenen, die in sich stimmig und absolut überzeugend sind. Ich hätte nie gedacht, dass Van Damme solch ein professionelles Comeback bringt. Der Film hat mehr Potenzial als nur ein B-Movie. Meines erachtens eine Schande, gerade in anbetracht der überwiegend schlechten Filme, die derzeit in den Kinos laufen. Aber gut, worauf es ankommt ist der Film selbst. Nicht nur, das Van Damme sich selbst auf die Schippe nimmt, er liefert ein Geständnis zu seinen vielen Problemen (Drogen, Frauen usw.), die sich in der Hochphase seiner Hollywoodkarriere ausbildeten. Er spielt sehr emotional und zeigt, dass er mehr drauf hat, als Martial-Arts Movies. Dieses Geständnis oder die Einsicht, hat mich als Fan, ich will nicht sagen berührt, aber es hat vieles erklärt.
Für mich ein must-have Film und DIE Überraschung 2009.
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am 31. Juli 2009
...um von diesem kleinem Filmjuwel begeistert zu sein. Vielmehr als ein Van Damme Streifen mit viel Action, zeigt dieser Film eine ehrliche Selbstreflexion eines ehemaligen Actionstars, der die "besten Jahre" hinter sich hat. DIe Schattenseiten Hollywoods, bekommt man erst wirklich zu spüren, wenn man sich harte JAhre an Erfahrung erarbeitet hat. Van Damme ist einer dieser "Stars" und nimmt sich in diesem exzellent fotografierten Drama ein wenig selbst auf die Schippe. Seine Selbstironie ist einfach nur herrlich, dabei berührt der Film mit traurigen, als auch amüsanten Momenten, wenn Van Damme auf dem Weg zur Post, von zwei VIdeothekaren um ein Autogramm gebeten wird, die sich vorher lauthals über Klischeeschurken in Actionfilmen ausgelassen haben.
Ein kleines Filmjuwel, dem man ne Chance geben sollte.
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am 24. Oktober 2009
...er kann auch schauspielen - und das sehr gut, wie ich finde !

Um es hier direkt vorweg zu nehmen: Ja, ich bin ein Fan von Van Damme, bzw. habe ihn als Teenager sogar sehr verehrt. Er hat meine Jugend geprägt, wie kein zweiter Filmheld. Seinetwegen habe ich damals Kampfsport gelernt, habe seinen berühmten 360°-Sprungkick geübt, bis ich ihn perfekt beherrschte. Ich habe mich mit Dehnübungen geplagt, bis ich auch den Spagat zwischen zwei Stühlen fast perfekt ausführen konnte. Jean-Claude Van Damme war mein absolutes Idol.

Wenn ich seine Filme ansah, habe ich ihn seiner sportlichen Fähigkeiten und seines durchtrainierten Körpers wegen zutiefst bewundert. Was ich aber nie beachtet habe, waren seine schauspielerischen Fähigkeiten. Auf so etwas achtet man halt als 16-jähriger einfach nicht. Die Action stand ganz klar im Vordergrund.

Mit den Jahren wurden die Filme immer besser. Sein Karriere-Höhepunkt waren sicher die Produktionen der Universal Studios und Columbia Pictures. Danach wurden die Filme leider immer schlechter. Irgendwann war ich, selbst als großer Fan, nicht mehr von den billigen Veröffentlichungen angetan. Zu abgedroschen waren die Stories, zu banal war der Action-Anteil.

Die allermeisten seiner Filme der letzten Jahre habe ich schlicht ignoriert. Zwischendurch habe ich dem ein oder anderen Titel eine Chance gegeben, die Begeisterung hielt sich dabei aber sehr in Grenzen.

Vor kurzem habe ich wieder Lust bekommen, mir die guten alten Van Damme-Filme anzuschauen, Erinnerungen aus der Jugend aufzufrischen, ein wenig Retro-Feeling zu bekommen. Auf der Suche danach bin ich auf diesen Film gestoßen - JCVD - !!! Zunächst war ich sehr erschrocken, als ich das Cover sah. Ein alter gebrochener Mann - das war mein erster Gedanke. Ich hatte Van Damme Jahre nicht mehr gesehen, vor kurzem nur eine handvoll seiner alter Filme aus den 80ern und 90ern. Es stimmte mich irgendwie traurig, den Mann so verändert zu erblicken. Seine Drogen-Geschichten, von denen ich am Rande mitbekam, scheinen sehr tiefe Spuren hinterlassen zu haben.

Allerdings wurde ich auch neugierig. Ich schaute mir also Trailer an und las mir aufmerksam die Rezensionen hier durch. Jetzt hatte es mich gepackt. Sollte er es tatsächlich geschafft haben, einen besonderen Film zu machen, den sogar seine "Nicht-Fans" mögen können ? Ich sollte es bald heraus finden.

Und jetzt, nachdem ich den Film gesehen habe, ist Van Damme nicht mehr nur mein Martial Arts-Idol aus meiner Jugendzeit. Nun habe ich zum ersten Mal den Schauspieler hinter der Akrobatik entdeckt.

Über die Story muss sicher nichts mehr gesagt werden. Der Film wird recht intelligent erzählt. Er enthält einige Rückblenden, Zeitsprünge und Perspektiven-Wechsel, die die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln der Charaktere zeigen. Diese erfordern eine gewisse Aufmerksamkeit des Zuschauers. Wer den Film unkonzentriert schaut, könnte schnell den Faden verlieren. Auch bedient sich der Film einiger interessanter und durchaus besonderer Stilmittel. Das "Hinaufschweben" Van Dammes, bevor er seinen wirklich gelungenen Monolog hält oder die Szene am Ende, nachdem er nach den Ereignissen die Postfiliale wieder verlässt, sind da sicher hervor zu heben. Der Film hat auch echt lustige Momente, von einer Komödie kann hier dennoch nicht die Rede sein. Es ist generell nicht einfach den Film ein Genre zuzuordnen, dafür enthält er zu unterschiedliche Elemente.

Es ist tatsächlich ein besonderer Film, mit einem eigenen Stil und mit einem völlig anderen Jean-Claude Van Damme, als ich ihn aus meiner Teenie-Zeit her kenne. Ich jedenfalls bewundere ihn wieder seiner Fähigkeiten wegen, diesmal aber seiner schauspielerischen und nicht seiner sportlichen.

Fazit:

Der Film lebt schon zum großen Teil von seinem Hauptdarsteller. Ich denke, man muss Van Damme zumindest ein bißchen kennen und mögen, um auch etwas mit der Geschichte anfangen zu können. Die Grund-Story ist meines Erachtens etwas dünn, wird aber durch die Struktur der Erzählweise (Rückblenden/Zeitsprünge/Perspektiven-Wechsel) sehr interressant, da man erst im Verlauf des Films die tatsächlichen Ereignisse versteht. Ausserdem sind die lustigen Momente und da die selbstironischen Elemente Van Dammes sehr sehenswert. Leute, die mit den bisherigen Filmen des gebürtigen Belgiers nie etwas anfangen konnten, sollten deshalb diesem Film vieleicht mal eine Chance geben.

Mit "JCVD" hat der Namensträger seine Reifeprüfung als Schauspieler abgeliefert und sie meines Erachtens definitiv bestanden. Für die Zukunft hat Van Damme wohl noch einige neue Projekte in Arbeit, wie ich erfahren habe. Ich werde jedenfalls wieder mehr als in der letzten Zeit seinen Veröffentlichungen Beachtung schenken. Das hat Monsieur Jean-Claude Francois Camille van Varenberg nach diesem Film mehr als verdient.
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am 4. Mai 2009
So, nun ist es passiert... Jean-Claude Van Damme, unser Lieblings-Hau-Drauf-Bursche aus dem Land der leckeren Waffeln und Schokoladen, wechselt ins Charakterfach! Das kann ja nur in die Hose gehen, oder? Wenn Jean-Claude etwas anderes als seine Fäuste sprechen ließ, ist das bisher immer schief gegangen. In "JCVD" jedoch... mitnichten. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass diesem Film eine "richtige" Handlung zugrunde liegt, und er nicht nur aus ein paar Dialogfetzen besteht, die lediglich dazu dienen, zum nächsten Kampf überzuleiten. Wer ist hierfür zur Verantwortung zu ziehen? Mabrouk El Mechri heißt der Mann, der van Damme so filmt, wie er bisher noch nie auf der Leinwand zu sehen war: alt, müde, desillusioniert, weinend und (fast) kampfunfähig. El Mechri, hierzulande noch völlig unbekannt, hat ein paar Kurz- und andere Filme gedreht und einige Drehbücher geschrieben, bis er aller Welt bewiesen hat, dass Jean-Claude van Damme unter der richtigen Regie ein wirklich respektabler Darsteller ist. Sicher, für einen Oscar wird es nicht reichen, was van Damme hier abliefert, aber El Mechri schafft es tatsächlich, unserer belgischen Kampfwaffel mit der charmanten Beule auf der Stirn neue Nuancen hinzuzufügen. Wie das?

Nun, wie gesagt, der Film hat eine Handlung, etwas, womit van Damme-Filme ja normalerweise nicht aufwarten. Des Weiteren wird hier ein Held des Action-Genres erst einmal von Thron gestoßen, nur, um ihm dann die Krone wieder aufzusetzen. Die Nebendarsteller tun ein Übriges, um aus diesem kleinen Film etwas Besonderes zu machen, sie sind witzig, skurril und reden viel, was durchaus Charme hat. Einzig die Umsetzung des Drehbuchs weist Schwächen auf, da durch den Schnitt und das Erzähltempo und die nicht ganz stimmige Story einige Längen entstehen. Dafür bekommt man aber einen van Damme, wie man ihn vorher noch nie gesehen hat.

Jean Claude ist kaputt. Er ist 47 Jahre alt und hat somit langsam Schwierigkeiten, die Action-Szenen in seinen Filmen ohne Pause zu absolvieren. Er verliert den Sorgerechtsstreit in den USA um seine Tochter, die lieber bei der Mutter leben will, da ihre Mitschüler sie ob ihres Vaters hänseln und auslachen. Die immensen Anwaltskosten für den Prozess lassen ihn zudem fast pleite zurück. Neue Rollen werden auch rar, eine ist bereits an Steven Seagal gegangen, der sich dafür sogar den unsäglichen Pferdeschwanz abgeschnitten hat. Also, auf in die Heimat, Kraft tanken und das Ego ein wenig stärken, denn in Belgien ist van Damme DER Held des Landes und wird fast kultisch verehrt. Allerdings sind die Belgier erfrischend natürlich, und wenn van Damme maulfaul im Taxi sitzt, muss er sich von der Fahrerin Einiges anhören, was sein unverschämtes Benehmen angeht, schließlich sei er ihr Idol und so geht's ja nun mal nicht. Herrlich!

Als er dann, in Brüssel angekommen, eine Bank betritt, wird er unversehens in einen dort gerade stattfindenden Überfall samt Geiselnahme verwickelt. Einer der Bankräuber ist natürlich van Damme-Fan und nötigt ihn, als "erfahrenen" Mann in schwierigen Situationen, die Verhandlungen mit der Polizei zu übernehmen und nebenbei noch ein paar seiner Karatetricks vorzuführen. Für die am anderen Ende der Leitung befindliche Polizei stellt sich die Lage allerdings so dar, dass der bankrotte Schauspieler gerade eine Bank überfällt. Dumm gelaufen' Zudem skandieren aufgebrachte Belgier vor der Bank und fordern die Befreiung ihres Stars. Eine wahrlich verzwickte Situation, innerhalb und außerhalb der Bank.

Durch die Erzählstruktur erreicht der Film leider nur bedingt Tempo und Spannung. El Mechri wechselt ständig zwischen Rückblenden zu van Dammes Sorgerechtsprozess und Gesprächen mit seinem Anwalt und seinem Agenten, der sich bemüht, für ihn noch ein paar adäquate Rollen aufzutun. Dann wird wieder zum Geschehen innerhalb und außerhalb der Bank gewechselt, wo doch Einiges drunter und drüber geht. Der Polizeieinsatz muss erst einmal koordiniert werden, was Kommissar Bruges vor Schwierigkeiten stellt, da auch er natürlich ein großer van Damme-Fan ist. So muss er sich mit Vorgesetzten, aufgebrachten Fans und dann auch noch mit den Eltern van Dammes, die er extra hat holen lassen, auseinandersetzen. Und auch in der Bank kommt es zu Differenzen zwischen den Bankräubern und den Geiseln, die auch Jean Claude nicht immer schlichten kann. Also nimmt er sich im letzten Drittel des Films einfach mal 5 Minuten Zeit und sich aus der Handlung raus und referiert über sein Leben. Dieser - im Übrigen von van Damme komplett improvisierte - Dialog gehört zu den Höhepunkten des Films. Van Damme, streckenweise den Tränen nahe, reflektiert sein bisheriges Leben: wie er von den Medien behandelt wurde, seine gescheiterten Ehen, Drogenerfahrungen, wie er von anderen wahrgenommen wird und wie er wirklich ist. Er findet nicht immer wirklich klare Worte, stammelt ein wenig und redet ein bisschen wirr, aber man gewinnt den Eindruck, dies ist der echte van Damme' und falls nicht, beweist er hier, dass er wirklich ein großartiger Schauspieler ist, zumindest in diesen 5 Minuten!

El Mechri ist hier ein kleiner, feiner belgischer Film gelungen, der zwar manchmal etwas wirr erscheint und dessen Storyaufbau latent konfus ist, dessen großer Pluspunkt aber ein Jean Claude van Damme ist, der hier erstmalig zeigen kann, was wirklich hinter dem Sixpack und dem beeindruckenden Bizeps steckt. Mit Sicherheit hat man van Damme so noch nicht gesehen, und das sollte man sich nicht entgehen lassen, auch, wenn hier sonst Einiges noch ein wenig unbeholfen und holperig erscheint. Der Film ist nicht unbedingt sehenswert, aber er ist definitiv eine Erfahrung. Wer nur auf tumbe Action steht, ist in diesem Film natürlich komplett falsch. Aber alle, die mal einen Blick hinter die mittlerweile latent faltige Fassade eines der bekanntesten Actionhelden der 80er und 90er Jahre werfen möchten, sind hier genau richtig. Was an Logik und Kontinuität fehlt, wird durch Witz und Charme der Belgier wettgemacht. Somit wird van Damme hier ein einzigartiges filmisches Denkmal gesetzt, da ist es dann auch nur konsequent, den Film nach seinem Hauptdarsteller zu benennen. Drei von fünf schwarzen Gürteln und einen als Bonus obendrauf, weil van Damme hier Mut und Ironie beweist, sich so auf der Leinwand zu zeigen und somit sein eigenes Image zu sabotieren.
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am 21. März 2010
Obwohl ich mit van Damme's Filmen groß geworden bin und ein paar seiner Filme geliebt habe, war ich nie so ein großer Fan, der alles von ihm angeschaut hat.
Ich fand ihn aber schon immer sympathisch und unverwechselbar.
Aus diesem Grund habe ich mir JCVD gekauft, natürlich mit vorheriger Info.

Also was Mabrouk El Mechri aus meinem 80er Jahre Star und der Geschichte raus geholt hat ist schlicht und einfach ein Meisterstück.

Meine Kritik in Stichpunkten:

Geschichte: 4 Sterne
Die Story ist so banal wie genial. JCVD braucht Geld, geht zur Bank und wird kurze Zeit später für einen Bankräuber gehalten. Wie und warum ist schon kurios.

Erzählweise: 5 Sterne
Die Geschichte wird oft durch Rückblenden unterbrochen, die die Vorgänge vor oder parallel von der Überfallgeschichte erzählen bzw. erklären.
Man muss schon ein wenig konzentriert den Ablauf verfolgen um die Zusammenhänge zu erkennen. Allerdings haben wir es nicht mit einem Hitchcock-Thriller zu tun, so dass eigentlich jeder mitkommen sollte. Aber gerade diese Erzählweise ermöglicht es erst, die Verhaltensweisen der anderen Darsteller plausibel zu zeigen. Tatsache ist, dass nur durch die Rückblenden, die komisch und überspitzt aber immer interessant gestaltet worden sind, der Film die richtige Würze erhält und auch nach dem 3. anschauen (in meinem Fall) nicht langweilig wirkt.
Würde man die Geschichte geradlinig zeigen, täten einige Gags verpuffen und es täte sich hinziehen wie Kaugummi.

Schauspieler: 5 Sterne
Jean-Claude van Damme spielt sich selbst, aber mit so einer Kraft, dass man ihm ohne Weiteres auch andere Rollen abnehmen würde. Der Mann hat einfach auch als Verlierer so eine Ausstrahlung, die man gesehen haben muss.
Aber auch die anderen Schauspieler fügen sich nahtlos ein. Ob die lästige Taxifahrerin, die begeisterten Videothek-Besitzer, der genervte Kommissar, der van Damme Fan- Geiselnehmer und der Geiselnehmer, der eigentlich der Chef ist aber es nicht unterlässt zu behaupten "Du bist doch das Hirn". Jeder spielt seine Rolle ein wenig überzogen aber niemals mit ausufernden Overacting. Es macht einfach Freude dabei zuzusehen.

Optik: 5 Sterne
Ich gebe zu, beim ersten Mal, habe ich mit Hochglanz Hollywood Produktionen verglichen. Beim zweiten ansehen fand ich die matte Farbenwahl und das Weichzeichnen der Bilder einfach zu 100 Prozent passen, angenehm und auch schön. Ich kann mir jetzt keine andere Optik vorstellen. Und sie ist mit Sicherheit nicht billig, wie einige hier geschrieben haben, sondern gewollt und deswegen anders. Und wir wollen nicht die Kotz-Optik von Indy 4 vergessen. Hochglanz in einem Indy-Film. Man fasst es nicht.

Kameraführung: 5 Sterne
Einfach genial. Ich habe in manchen großen Produktion nicht so eine abwechslungsreich und immer passende Kameraführung gesehen wie in JCVD.
Ob in großen Bahnen, interessanten Wegen, mit Wackelkamera nah am Geschehen, oder Spielereien mit der Tiefenschärfe, immer passend zum Geschehen und nie nervig.
Das Auge dankt es einem.

Extras: 5 Sterne
Ich möchte nicht zu viel verraten. Aber Jean-Claude van Damme kommt in den Extra noch sympathischer und "menschlicher" rüber als im Film.
Einen Tag lang begleitet ein Reporter van Damme, der mit ihm alles Mögliche Private spricht. Tolle Idee und gut umgesetzt.
Im Making of wird detailreich die Entstehung des Filmes gezeigt und auch hier wieder zeigt sich van Damme von seiner persönlichsten Seite.

Toller Film mit einem van Damme der auch ohne Spagat im Gedächtnis bleibt.

5 Sterne
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