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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ba ba black sheep
Da ich Christopher Lee für eine der schillernsten Gestalten des britischen Kinos halte und ich viele seiner (zugegeben) auch schrecklichen Filme kenne, bin ich beim Durchforsten seiner Filmografie auf den Klassiker "Wicker man" gestoßen, der bei Cineasten einen guten Ruf genießt.

Die Story ist schon in einigen Rezensionen zusammengefasst...
Veröffentlicht am 13. Februar 2011 von Billy Wilder

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechter Film
Was für ein übler Trass. Ich habe mir den Film nur gekauft, weil er in dem Buch "1000 Filme die sie gesehen haben sollten bis ihr Leben zu ende ist" so gebot wurde. Bei der Hälfte des Films hatte ich gehofft, dass mein Leben noch vor dem Ende des Films zünde ist. Ich habe überlebt ;-)
Vor 1 Monat von Nescobar a lop lop veröffentlicht


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ba ba black sheep, 13. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man [UK Import] (DVD)
Da ich Christopher Lee für eine der schillernsten Gestalten des britischen Kinos halte und ich viele seiner (zugegeben) auch schrecklichen Filme kenne, bin ich beim Durchforsten seiner Filmografie auf den Klassiker "Wicker man" gestoßen, der bei Cineasten einen guten Ruf genießt.

Die Story ist schon in einigen Rezensionen zusammengefasst worden, deshalb spare ich mir das und gebe lieber die Stimmungen und Eindrücke wieder.

Edward Woodward spielt brillant, er ist der sittenstrenge, tiefgläubige, obrigkeitshörige Polizeisergeant, der auf eine geschlossene Gesellschaft stößt, in der die Uhren völlig anders ticken, als er sich es je vorstellen konnte. Er vertraut auf die Autorität seiner Uniform, auf markige Sprüche, mit denen er die Inselbewohner bedroht,auf die Macht seines christlichen Glaubens. Für die Inselbewohner ist jedoch Sergeant Howie der Exot, sie begegnen ihm nicht offen feindselig, sondern mit Spott und Kopfschütteln. Sie frönen ihren heidnischen Gebräuchen und sind dabei äußerst sinnenfroh und fühlen sich durch Howie eben belästigt.
Eine der besten Szenen ist in meinen Augen, wenn der Polizist im Lauf seiner Ermittlung in die Dorfschule kommt und feststellen muss, dass die attraktive Lehrerin ihren Schülerinnen gerade mit ernster Miene Phallussymbole erklärt, da stürzt für den verklemmten Howie wirklich eine Welt ein!
Pausenlos werden Howies unterdrückte Triebe herausgefordert, die schöne Wirtstochter bietet sich ihm an, beim Abendspaziergang muss er an kopulierenden Pärchen vorbeigehen, überall begegnen ihnm Phallussymbole, im Bild und in den Liedern. Kein Wunder, dass der arme Mann keinen Schlaf findet und sich schweißnass zwischen seinen Betttüchern wälzt, aber ist es wirklich der Satan, der in in Versuchung führt?

Als Gegenspieler von Edward Woodward agiert Christopher Lee, der zum Zeitpunkt des Filmdrehs ca. 15 Jahre als Draculadarsteller und Filmbösewicht vom Dienst hinter sich hat. Sein Lord Summersisle ist aber nicht der eindimensionale Bösewicht, wie er ihn sonst verkörpern musste. Eher ist er ein äußerst exzentrischer Aristokrat, der als Herr über die Insel und Oberhaupt der Sekte für das Wohl aller Inselbewohner verantwortlich ist. Er spielt die Rolle mit einem Schuss Selbstironie, die er auch braucht, wenn er die Inselprozession in einem Rüschenkleid tanzend und mit schwarzer Langhaarperücke geschmückt, anführt. Es gibt auch Dialogwitz, als Howie entsetzt feststellt, dass nackte Frauen über ein Feuer springen, antwortet der Lord milde lächeln, dass dies sehr vernünftig sei, da die Kleidung zu leicht Feuer finge...Der Vorteil der Originalfassung besteht darin, dass man Lees Originalstimme hören kann, die für mich das Faszinierendste an ihm ist. Wenn er seine Beschwörungen ausstößt, erinnert mich das an seinen Auftritt als Saruman (there are fell voices in the air!), wenn er den Schneesturm herbeiruft.

Die Wirtstochter, die den verlockenden Köder für Howie abgibt, wird von Britt Ekland gespielt, die in den Siebzigern eine der blonden "Sexbomben" des Films war und auch mal ein Bondgirl für Roger Moore gab. Sie wirkt in ihrer Freizügigkeit ganz natürlich und strahlt eine unbekümmerte Sexualität aus.

Mit Ingrid Pitt in einer Nebenrolle ist noch ein ehemaliger Star der Hammerstudios, eine weibliche Ikone des Horrorfilms, vertreten.

Interessant finde ich, dass man für beide Seiten durchaus Sympathie empfinden kann und die übliche Schwarzweißmalerei, hier der Held, da das Monster, fehlt. Howie ist ein Mann, der an seine Werte und an seinen Auftrag bis zur Selbstaufgabe glaubt, umgekehrt praktizieren die Inselbewohner ihren Glauben in der Überzeugung, dass es der Richtige ist. Wer hat Recht? Man kann in den Film Vieles hineininterpretieren, durchaus auch Kritk am Christentum, wenn es penetrant missionierend auftritt und in seiner Lustfeindlichkeit gegen die Natur handelt. Aber es darf nicht verschwiegen werden, dass das fröhliche Inselvolk bei der Ausübung seines Glaubens auch vor rituellen Opfern nicht zurückschreckt....

Die Stimmung auf der Insel ist sehr gut eingefangen, man nimmt alles aus Sicht des "Eindringlings" war, zunächst der Anflug vom Meer aus, der Eindruck einer wilden, aber wunderschönen Landschaft. Im Vorbeigehen registrieren wir Palmen als Teil der Inselvergetation und stutzen, weil wir dies nicht mit einer schottischen Insel verbinden, Lord Summerisle erklärt dieses Phänomen mit dem Golfstrom...Anfangs sind es nur kleine Hinweise auf die heidnischen Rituale, die am Rand auftauchen, bis diese immer drastischer werden und allmählich auch bedrohlichen Charakter annehmen. Einmal wacht Howie auf und sieht neben seinem Bett eine Wachskerze, die einer menschlichen Hand täuschend ähnlich nachgebildet ist, aus jedem Finger ragt ein Docht. Der entsetzte Blick Howies und die brennende Hand machen einen der gruseligsten Momente des Films aus. Die Szene bereitet den Schrecken am Ende genau vor.

Fazit:
Wicker man ist ein faszinierender Film, der sich nicht ganz einfach einordnen lässt. Ich würde ihn nicht als Horrofilm, sondern eher als "Mystery" bezeichnen, denn die Stimmung des latent Bedrohlichen ist hervorragend eingefangen.
Es ist auch ein interessantes Zeitdokument, das die Hippiezeit mit Rückbesinnung auf Naturreligionen, Druidentum, Wicca etc. gut einfängt.
Schauspielerisch und von der Kameraarbeit immer noch hervorragend, gibt es einen Punkt Abzug für die vielen Gesangseinlagen, das ging doch ab und zu ein Mal zu sehr in Richtung Musical ("Aquarius) und hat mich in diesem zusammenhang gestört.
"Wicker man" ist sicher ein Klassiker, der sich aber nur einer kleineren Fangemeinde und keinem breiten Publikum erschließt, dazu ist er einfach zu verstörend. Entweder man mag ihn oder nicht. I liked it.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein klassiker, 18. Januar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man [UK Import] (DVD)
es gibt nicht allzu viele genre-filme, die sich um das thea des riteullen opfers drehen - die wenigen, die's gibt, nutzen das motiv für arg dumme oder blutrünstige szenen, nicht aber der "wicker man", den man sich, wenn man horrorfilme mag, NICHT entgehen lassen sollte! im deutschsprachigen raum nur wenig bekannt, ist der film einer der schönsten britischen filme der 70er jahre, zudem setzt er nicht auf billige effekte, sondern auf subtile spannung... und was uns "the sixth sense" oder "the village" usw. als eine erfindung des neueren us-kinos vorgaukeln wollen, nämlich eine wirklich völlig überraschende schlusspointe, die einen fast dazu zwingt, den film noch mal zu sehen - das gab's auch schon anno 1973. die DVD-ausstattung ist formidabel und garantiert einen oder zwei spannende abende vor der glotze...
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verschollenes Meisterwerk entdeckt..., 7. Februar 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man (Special Edition, 2 DVDs, OmU) (DVD)
Aufgrund der positiven und ausführlichen Rezension von Mathias habe ich diesen Film "blind" gekauft. Tatsächlich ist "Wicker Man" ein grandioser Horrorfilm in der Tradition von "Rosemarys Baby" oder "Wenn die Gondeln Trauer tragen", diese Horrorvarianten, die zunehmend eine bedrückende, beklemmende und auswegslose Atmosphäre schaffen und erst mit dem grausamen Finale ihre ganzen Rätsel preisgeben.
Der Stil des 1973 entstandenen britischen Films von Robin Hardy erinnert auch stellenweise an Hitchcocks Liebe zu makabren Details. Ich hätte mir gut vorstellen können, dass der Master of Suspence von diesem Stoff sehr begeistert gewesen wäre.
Sergeant Neil Howie (Edward Woodward) ist ein aufrechter Christ und ein korrekter, pflichtbewusster Polizist. Er bekommt eine anonyme Nachricht, daß das Mädchen Rowan Morrison auf der Insel Summerisle schon seit Monaten vermißt wird. Bei seiner Ankunft wird er gleich mit dem grossen Misstrauen der sehr verschrobenen Einwohnern konfrontiert. Zuerst kennt keiner das Mädchen und der Sergeant bekommt den guten Rat abzureissen. Die Bevölkerung singt stattdessen gerne alte Folkloresongs mit freizügigen Texten oder veranstaltet gerne alte Tänze. Bald vermutet Howie heidnische Riten einer Sektengemeinschaft...und macht die Bekanntschaft des Lord Summersisle (Christopher Lee)...
"Wicker Man" ist eine echte neue Entdeckung. Ein Film, den ich vorher nicht kannte und der aufgrund seiner brillianten Qualität bei mir sofort zum Meisterwerk erkoren wurde. Ein seltener Fall eines Filmjuwels, dass von vielen gar nicht gekannt wird...
Die Special Edition bietet zwei Versionen, die Kinofassung und der etwas längere Directors Cut. Einziges Manko vielleicht die fehlende deutsche Sprachfassung, da der Film nie in unsere Kinos kam und auch das deutsche TV den Film wohl nicht kannte. Ansgesichts der klasse Qualität sind aber die deutschen Untertitel nicht wirklich ein grosses Problem.
Der Film ist super...sicherlich eine der besten Entdeckungen auf dem Sektor der in Vergessenheit geratenen Klassiker.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der verrücktesten Filme aller Zeiten, 3. Februar 2009
... und das ist 100%ig als Kompliment zu verstehen. Ein Film, der mit ironisch zwinkerndem Auge christlich geprägte Sexualmoral in Frage stellt und damit gleichzeitig die Gesetze des Horror-Genres auf den Kopf stellt. Nie war das 'Böse' sympathischer, verlockender und dem Helden auch moralisch so haushoch überlegen wie hier - es singt und tanzt sogar zu ätherisch schöner Folk-Musik! (die diesem Set dankenswerterweise auch als Audio-CD beiliegt.) Dass es denn auch gerade Sergeant Howies verzweifeltes Festklammern an seinen tradierten puritanischen Wertvorstellungen ist, das ihn am Ende zum Scheitern verurteilt (ohne zu viel vom wirklich furiosen Schluss verraten zu wollen), setzt dem ganzen die subversive Krone auf.

Die hier angebotene Box bietet reichlich Ausstattung fürs Geld. Neben erwähnter Audio-CD liegt der Film im Theatrical und im Director's Cut vor (ich bevorzuge tatsächlich die kürzere Kinoversion), Featurettes und Kommentare runden das Spektakel ab.

Ergo: kaufen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Mysterythriller, 26. März 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man (Special Edition, 2 DVDs, OmU) (DVD)
Als einer der spannensten Filme der 70er wurde "The Wicker Man" vielfach bezeichnet, und dem möchte ich gleich zu Beginn widersprechen. Die Ermittlungen von Sergeant Howie fallen über weite Strecken nicht besonders spannend aus und die meisten Inselbewohner wirken eher bieder und naiv, teils auch komödienhaft, anstatt verschroben und bedrohlich.
Ansonsten ist der Film aber nicht zu verachten, wenn auch ziemlich ungewöhnlich: Auf der Insel Summerisle herrscht sowas wie eine Mischung aus Sekte und Hippiementalität, man singt gerne Folkloresongs, deren Texte entweder relativ freizügig ausfallen, aber auch um Textzeilen im Stil von "Die Kuh macht Muh" keinen Bogen macht. Allerdings ergeben die mitunter seltsamen Texte durchaus einen tieferen Sinn und unterstreichen die Vorgänge auf der Insel.
Während die Nachforschungen von Neil Howie eher betulich wie das kleine Fernsehspiel daherkommen, steigert sich der Film dann aber im letzten Akt enorm. Das Ende ist überraschend und es ist bitter.

Die Special Edition enthält zwei Versionen, die Kinofassung und den Director's Cut. Ich rate dringend zur Kinofassung, denn bei dieser ist nicht nur die Bildqualität deutlich besser (die Langfassung sieht eher aus, als würde man den Film auf Super 8 ansehen), der Film ist auch straffer erzählt und funktioniert sehr viel besser. Beide Versionen wurden nicht synchronisiert (deutsche Untertitel sind vorhanden), da Kinowelt den Film als Nischenprodukt betrachtet. Nicht ganz zu Unrecht, denn "The Wicker Man" ist ein ungewöhnlicher Film, der mit seiner Geschichte voller Mythen, heidnischen Riten, sexuellen Untertönen, Verfall der christlichen Religion und Flowerpower-Freizügigkeit und dem psychedelischen Stil sicher nicht jedermanns Geschmack trifft.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen (Ok-) Kult-Thriller!, 22. Januar 2012
Von 
Seraphina "Indigo-Girlie *-*" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man (Special Edition, 2 DVDs, OmU) (DVD)
*
Ich habe mir vor einiger Zeit das Remake mit Nicolas Cage zu diesem Film angeschaut. Davor war mir nichts zum Thema bekannt. Leider musste ich die Meinung Vieler teilen, dass der Film eher schwach ist. Die Idee fand ich interessant, doch die Umsetzung war mau. Kenner wiesen auf die weitaus bessere Original-Version von 1973 hin. Doch da ich ältere Filme allgemein nicht so sehr mag, zögerte ich mit einem Kauf. Kürzlich habe ich mich allerdings doch dazu durchgerungen ... und es nicht bereut.

Die Original-Version hat all das, was dem Remake fehlt. Was im Remake wirr erscheint ist hier einfach komplex dargestellt.
Und was besonders wichtig ist: Im Original wird der heidnische Glaube in der Dorfgemeinschaft (mit ihrem ganzen Brauchtum) glaubhaft und interessant rübergebracht ... während man dies im Remake weitgehendst missen muss. Stattdessen stehen dort die Ideale eines misandrischen (=männerhassenden) Matriarchats im Vordergrund (welches nach Vorbild einer Bienenkolonie gestaltet wurde).
Original und Remake erscheinen wie zwei völlig verschiedene Adaptionen einer Grundidee. Ein Außenstehender kommt auf eine Insel auf der eine geschlossene Kommunalgesellschaft lebt, um in einem Vermisstenfall zu ermitteln.
Die Thematik eines frontalen Zusammenpralls eines keuschen Christen mit lebenshungrigen Heiden fehlt in der neuen Version völlig.
Und noch etwas ist anders hier. Im Original gibt es viele Nackt-Szenen (z.B. die im Zimmer nebenan nackt tanzende Wirtstochter Willow, welche mit sirenenhafter Singstimme den Polizisten verführen will ... oder eine Gruppe Mädchen, welche unbekleidet um ein Feuer herumspringt ... oder eine entblößte Frau, die auf einem Grab sitzt und weint ... etc.). Davon ist im prüden Ami-Remake nicht mal die Spur einer Spur zu sehen.
Und wo ich grade bei seltsamen Bräuchen bin: Der Zuschauer sieht hier z.B. auch um einen Maibaum tanzende Kinder, die zusammen mit dem Lehrer ein Lied über den Lebenskreislauf singen (z.T. mit sexuellem Inhalt) ... Schwangere, welche halbnackt durch die Felder laufen und Blüten berühren ... stillende Mütter mit einem Ei in der offenen Handfläche ... Mütter, die Töchtern Frösche in den Mund stecken ... etc.).
Gut finde ich es, dass sich die Heiden hier weitgehendst zeitgenössisch (d.h. im 70-er Stil) kleiden. Nun, wieso sollten sie auch wie eine Mischung aus den Amish People und römischen Vestalinnen (=Remake) aussehen? Sie sind eigentlich gar nicht so weltfremd. Wirken auf den ersten Blick eher wie gewöhnliche Dorfleute (wie man sie auch im Urlaub, etc. zu sehen bekommt).
Völlig passend - da man es mit einem Natur-liebenden Volk zu tun hat - ist hingegen die Tatsache, dass die Leute nach Blumen, Sträuchern und Bäumen benannt sind (z.B. ist Rowan das englische Wort für Eberesche).
Sie verstehen auch gar nicht die Empörung des Polizisten Howie.
(Beispiel: - Religionsunterricht? Diese Mädchen springen nackt durchs Feuer! - Natürlich. Es wäre doch sehr gefährlich mit Kleidern durchzuspringen.) *logo*
Es kommt auch zwischen ihm und Lord Summerisle zu amüsanten Gesprächen.
(Beispiel: - Sie lehren absurde Religion! Haben diese Kinder noch nie was von Jesus gehört? - Natürlich. Er war der Sohn einer Jungfrau, die von einem Geist geschwängert wurde.) *touché*

Merkwürdig ... aber wenn der Polizist sich wie ein selbstgerechtes, überhebliches Trampeltier benimmt (das haben übrigens beide Versionen gemeinsam), liegen die Sympathien im Verlauf der Handlung meist beim Inselvolk (was offenbar auch vom Regisseur beabsichtigt wurde ... und im Remake übrigens überhaupt nicht der Fall ist). Wenn Officer Howie also wie ein mittelalterlicher Missionar einen (inzwischen) heidnischen Altar entehrt, indem er wütend die Opfergaben in Form von Früchten & Co runterschmeisst, um darauf ein selbst gebasteltes Holzkreuz aus zwei Latten hinzulegen ... dann kann man über so viel Unverfrorenheit nur den Kopf schütteln (das sollte mal ein Urlauber bei einem Indianerstamm versuchen). Zudem scheint mir der Mann auch sonst nicht besonders helle zu sein. Seine eigene Arroganz blendet ihn.
Und dann kommt eine drastische Wende in der Handlung (wenig überraschend für jene, die das Remake allerdings kennen).

Das Original wird oft als eines der besten Horrorfilme gepriesen. Es fällt mir schwer, dies nachzuvollziehen. Nicht, weil der Film schlecht wäre, sondern weil mir irgendwie der Horror abhandenkommt. Es ist eher ein Mystery-Thriller oder ein (Ok-)Kult-Thriller. Wie schon der Regisseur im Interview sagt, ist es schwierig The Wicker Man" einem speziellen Genre passend zuzuordnen.

Auch die Musik spielt im Film eine große Rolle. Genau genommen ist es zum Teil auch ein Musical. Laut dem Regisseur gehörte Musik zum Heidentum einfach dazu und das will er auf diese Weise zum Ausdruck bringen. Die Song-Einlagen sind übrigens sehr gut. Zumindest für jene, die auf Folk stehen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass der Film nie in dt. Kinos lief und daher auch nie auf Deutsch synchronisiert worden ist. Der Film ist auf Englisch (mit lustig klingendem schottischem Akzent) mit deutschen Untertiteln (einschließlich den Liedern) zu hören.

Als Extras gibt es neben dem Filmtrailer (und anderen Trailern) ein Fernsehinterview mit dem Regisseur Robin Hardy und dem Schauspieler Christopher Lee (welcher Lord Summerisle spielt). Zudem einen halbstündigem Dokumentarfilm zur Entstehung von "The Wicker Man".

Ich würde übrigens die 10 Minuten längere Fassung empfehlen. Diese liefert ein bisschen mehr Hintergrund-Infos und hat auch mehr anstößige Szenen zu bieten.
Allerdings sollte man bedenken, dass diese Extra-Szenen in einer schlechten (d.h. Urlaubsvideo-artigen) Qualität zu sehen sind. Es sind nämlich leider nur die Kopien, da das ursprüngliche Material durch sorgloses Vorgehen verloren ging.

FAZIT:
Meine Rezension ist fast schon zu einem Vergleich von alter und neuer Version von "The Wicker Man" geworden. Ich möchte allerdings all jenen, welche das Remake für mies halten aber denen die Grundidee gut gefällt, diese alte Version empfehlen.
Sehenswert auch für Jene, die einen interessanten (ok-)kultigen Thriller anschauen wollen.

PS:
2011 wurde auf dem Fantasy Filmfest vom selben Regisseur ein zweiter Film mit ähnlicher Thematik gezeigt -> The Wicker Tree
Es ist keine direkte Fortsetzung, obwohl Christopher Lee alias Lord Summerisle mitspielen soll.
Ich warte auf eine deutsche Version
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Obstbäumen, Fruchtbarkeitskulten und heidnischen Opfern, 11. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man (Special Edition, 2 DVDs, OmU) (DVD)
"The Wicker Man" kann man zurecht als wahnwitzigen Kultfilm betrachten.
Sehr, sehr seltsam, hoch innovativ, extrem ungewöhnlich, was dem Zuschauer hier in einer kruden, einzigartigen Mischung aus sonnigen Insellandschaften, erotischen Tanzritualen, Religion, sektenhafter Verzückung, latenter Gefährlichkeit und Bedrohung, dobbelbödigem Horror und ja sie hören richtig frivolem Musical mit jeder Menge nackter Haut, schlüpfrigen Texten, lolitahaften Schönheiten dargeboten wird.
"Wicker Man" ist dem Genre "Wicker Man" zuzuordnen, steht vollkommen für sich, und ist mit nichts vergleichbar.
Aufgrund seiner Freizügigkeit, aber auch seiner schonungslosen Satire über Religionsfanatismus und Bigotterie wurde er nie in deutscher Sychronisation veröffentlicht und liegt einzig und allein in englisch mit deutschen Untertiteln vor.
Er ist ein Erlebnis, so verquer, so voll sprudelnder Übermütigkeit an Ideen, daß man ihn selbst erleben muss.
Dieser Film konnte nur in den frühen Siebzigern entstehen, in einer Zeit in der, gerade auch im Genre des phantastischen Films viele gesellschaftliche Tabus gesprengt, viele bürgerliche Werte auf den Kopf gestellt wurden und die Gesellschaft ganz allgemein einen neuen Aufbruch suchte zwischen althergebrachten Werten, Hippie Kommunen, Freiheitswillen und Selbstbestimmung.
So prallen in "Wicker Man" in faszinierender Weise zwei extrem gegensätzliche Weltanschauungen aufeinander.
Der Clash der Kulturen verkörpert in einem bibeltreuen, christlich, erzkonservativen Polizisten und einer heidnischen, den Sinnenfreuden und den Naturreligionen zugewandten Inselgemeinschaft.
Aus diesem Spannungsfeld zieht der Film seine obskure gGeschichte, die teilweise auch unglaublich groteske, humoristische Züge hat, sich aber mehr und mehr in undefinierbarer Gefährlichkeit zuspitzt, bis zu einem schockierenden, unvergesslichen Ende, bei dem man Erstsehern nur wünschen kann, daß sie so gut wie keine weiteren Informationen vor dem Ansehen in irgendeiner Weise unter die Nase gerieben bekommen.
Skurrilität zwischen knackigen Brüsten, völkischem, maskierten Mummenschanz, katholischer Askese und der sehr unbequemen, bitteren Aussage darüber wie Fanatismus, sei es in der ein oder anderen verschiedenen Kultur letztendlich nur zu unmenschlichem Grössenwahnsinn führt.
"Der ist doch nur mit der Jungfrau Maria verheiratet"- der strenggläubige asketische Sergeant Neil Howie hat auch in seinem verschlafenen schottischen Dörfchen keinen leichten Stand.
Gleich zu Anfang wird er schon einmal aufgrund seiner Bibelfestigkeit von Kollegen auf den Arm genommen.
Ausgerechnet ihn erreicht ein mysteriöser Brief. Absender ist eine Adresse auf der vor der Küste gelegenen Insel Summerisle. Es ist ein Hilferuf. Ein junges Mädchen soll dort verschwunden sein.
Neil Howie, ganz ein Mann, ein Pflichtbewusstsein macht sich mit einem kleinen Flugzeug auf zu diesem Eiland in dem eine ganze eigene, verschrobene, naturgläubige Bewohnerschaft lebt. Es ist eine Reise wie Daniel in die Löwengrube.
Lord Summerisle, der Besitzer der Insel, führt hier in zweiter Generation diese eigenständig, in alten Riten und Gebräuchen verankerte Bevölkerung an.
" Der Christen-Gott hat doch seine Chance gehabt und sie nicht genutzt" wird er später Neil erklären und so regiert hier der Glaube an viele Naturgötter, Fruchtbarkeitstänze, Opferkulte.
Neil Howie stößt hier mit seinem verklemmten aber auch arroganten Auftreten von Anfang an auf Ablehnung.
Herrlich die Szenen, wenn der biedere, die Nase rümpfende Beamte bei seiner Nachforschungsarbeit nach dem verschwundenen Mädchen, welches anfangs hier jedoch niemand kennen will, immer wieder auf die sinnenfreudigen, unbeschwert, hemmungslos sexuellen Lebensweisen der Menschen trifft.
In sonniger- idyllischer Umgebung muß er trällernde Kinderlieder von dem Samen versprühenden Penis und der lustvoll aufnahmebereiten Wirtstochter ertragen, während ihm der Schweiß des Biedermannes aus allen Poren seiner Uniform rinnt.
Aber die Idylle täuscht, mit zunehmender Detektivarbeit zieht der Film seine Spannung an, hinter sonnendurchfluteten Wiesen grollt eine bedrohliche Eskalation.
Immer grotesker, surrealer werden seine Erlebnisse.
Ist das Mädchen tot, vielleicht gefangen.
Eine Szene in der er in arroganter überheblicher Weise heidnische Blumengebinde von einer Grabstätte wirft um darauf ein Holzkreuz zu plazieren, ist durchaus als Symbol des christlichen Kolonialismus und seiner Brutalität gegenüber früheren Naturreligionen weltweit zu verstehen.
Doch auf solche Aussagen läßt sich der Film bei weitem nicht festlegen.
Im furiosen Schockfinale führt er eigentlich alle religiöse, in den Fanatismus überhöhte Gläubigkeit ad absurdum, entlarvt sie als grausamen, archaischen aber sinnentleerten Popanz.
Wir Menschen erschaffen uns unsere eigenen Monster und der Horror ist ein menschlich selbst erschaffener Götze.
Fazit: Ein Fest für Cineasten.
Ein Film, der so eigenständig, unverfroren daherkommt, wie man es heutzutage gar nicht mehr zu sehen bekommt.
Die Amerikaner entblödeten sich nicht eines der denkbar schlechtesten Remakes der letzten Jahre mit Nicolas Cage auf den Markt zu bringen.
Hier wurde brav steril und gesellschaftlich akkurat natürlich auf jedwede nackte Haut verzichtet, die kolonialistischen, christlichen Seitenhiebe vermieden, und der Film zu einer wirren Mainstream- Konserve, die sich in ihrer Form selbst ad absurdum führt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein vergessenes Meisterwerk., 2. Juni 2013
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man (Special Edition, 2 DVDs, OmU) (DVD)
Der Katholisch-Religöse Festlandspolizist Neil Howie bekommt einen anonymen Brief zugeschickt in dem das verschwinden eines Mädchens geschildert wird.
Sofort macht er sich auf zu kleinen Insel Summerisle vor der schottischen Küste.
Via Wasserflugzeug kommt er dort an und muss schnell feststellen das etwas nicht stimmt.
Die Bewohner verhalten sich merkwürdig und verweisen immer wieder auf den Besitzer des Eilandes, Lord Summerisle.
Howie beschliesst diesen vorerst zu ignorieren und beginnt mit seinen Ermitlungen.
Der tiefgläubige Christ glaubt kaum was er sieht und hört.
In Liedern geht es ausschliesslich um Anzüglichkeiten und Fortpflanzung.
Nackte Mädchen tanzen inmitten Stonehenge-ähnlichen Kultstätten ums Feuer.
Es gibt keinen Priester, die Kirche ist eine Ruine und der Friedhof entweiht.
In den Schulen werden Lieder über Sex gesungen.
Das ist aber nur der Anfang.
Der 1. Mai steht kurz bevor und Howie beschleicht das Gefühl daß das Mädchen noch Leben könnte um alten Göttern geopfert zu werden.
Als er wieder aufs Festland will um Verstärkung zu holen streikt der Motor und der wahre Albtraum inmitten einer heidnischen Fruchtbarkeitssekte hat begonnen.

Wow....dieser Mix aus Horror + Sektenkrimi aus dem Jahr 1973 ist einfach nur fazinierend.
Eigentlich hasse ich es ja wenn in Filmen musicalmässig gesungen wird aber die Gesangspassagen hier passen einfach wie die Faust aufs Auge, auch weil die teils schlüprigen Texte den armen Sergeant Howie ganz schön aus der Fassung bringen.
Keine Sorge, Wicker Man ist kein Musical aber es gibt halt das ein oder andere Lied mit hypnothischen Melodien.
Auch der Nackedeifaktor ist relativ hoch was mich für einen film aus Großbritannien im Jahre 73 doch etwas verwundert hat.
Die Dialoge sind passend, der Soundtrack wie gesagt brilliant, die Atmosphäre hervorragend und die Darsteller (Christopher Lee, Edward Woodward, Britt Ekland, Ingrid Pitt) leisten tolle Arbeit.
Da der Film damals nicht in deutschen Kinos gezeigt und auch nie auf Deutsch synchronisiert wurde ist er OmU was mich persönlich jetzt nicht gestört hat hat da ich z.b. japanische Filme ausschliesslich so schaue.
In dieser Special Edition sind die Kinofassung (ca. 84 min) enthalten und der Director's Cut (ca. 99 min) den ich hier bewerte.
Da der Film erst später in dieser Fassung erschaffen wurde schwankt das Bildmaterial zwischen gut und mittlerer VHS Qualität.
Alles in allem ein echtes Meisterwerk das leider nicht den Bekanntheitsgrad hat den es verdient.
Das Remake mit Nicholas Cage aus dem Jahr 2006 ist übrigens weniger gelungen....finde ich zumindest.
Für das grandiose Original Gibts jedenfalls die volle Punktzahl.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein paganer Filmklassiker, 28. März 2007
Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man [UK Import] (DVD)
Man muß wohl was vom alten, naturreligiösen Glauben (Paganismus) verstehen, um diesen Film zu mögen. Der 70er Jahre Charme kommt auch überdeutlich zum tragen *g*

Die Geschichte handelt von einem Polizisten, der das Verschwinden eines kleinen Mädchens auf einer abgelegenen schottischen Insel untersuchen soll. Der tiefgläubige Christ stößt dort auf eine Bevölkerung, die einer, vom Lord der Insel wieder eingeführten, alte Religion folgt. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf eine Mauer des Schweigens. Höchst irritiert und schockiert ist er von den religiösen Ritualen und Gebräuchen der Bevölkerung.

Immer wieder glaubt er sich auf einer Spur, findet Hinweise, wird gelegentlich auf falsche Fährten gelockt. Das Ende ist überraschend!

In die Horror-Abteilung würde ich den Film nicht stecken. Suspense vielleicht, denn er ist durchaus spannend, wenn man in Betracht zieht, daß der Film 1973 gedreht wurde. Das Remake mit Nicolas Cage wird dem Original leider nicht gerecht. Es wurde nur ein tumber Actionreißer, während das Original durchaus differenziert daherkommt und ein für viele Menschen selbstverständliches christliches Weltbild einer andere Welt mit heidnischem Glauben gegenüber gestellt wird.

Ein durchaus guter und interessanter Film, mit tollen Schauspielern, überraschenden Wendungen und einem Blick in eine Welt, die unsere hätte sein können, wenn das Christentum Europa nicht erreicht hätte. Einer der wenigen Filme, die das heidnische nicht als böse und primitiv, sondern nur als ungewohnt und anders darstellen.

Mir hat der Film sehr gut gefallen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrohliche Atmosphäre mit brutalem Schluss, 25. August 2011
Rezension bezieht sich auf: The Wicker Man (Special Edition, 2 DVDs, OmU) (DVD)
Ich kenne das Remake mit Nicolas Cage nicht, daher kann ich keine Vergleiche ziehen.

Ich habe mir beide Fassungen dieser DVD angesehen. Die DVD Hülle ist zwar auf Deusch, beide Filmfassungen sind jedoch auf englisch, mit deutschen Untertiteln:

- 84 Minuten Kinofassung
- 99 Minuten Directors Cut

Die kürzere Fassung habe ich zuerst gesehen mit Untertitel, beim längeren Directors Cut habe ich ohne Untertitel gesehen.

Der Film wirkt im Directors Cut besser, weil der Film von der eigentümlichen Atmosphäre der Inselbewohner lebt, die mit ihren Ritualen wie eine Mischung aus Amish People und Kelly Family leben. Im Directors Cut gibt es viel mehr dieser atmosphärischen Szenen.
Einige Kritiker beschweren sich, dass in dem Film Lieder gesungen werden, und der Horror-Film dadurch wie ein Musical mit Tanzeinlagen wirkt.
Ich sehe das nicht so: Die Songs dieser "Kelly Family" auf der Insel Summerisle gehören zum traditionellen Gut der Inselbewohner. Durch die Stimmung der Songs (teils erotisch, teils bedrohlich, teils kindlich) kommt die Stimmung gut rüber, in der sich Sergeant Howie befindet, der auf der Insel nach einem verschwundenen Mädchen suchen soll.
Immer tiefer wird er in den Rausch und den Wahnsinn der Bewohner getrieben, bis zum schockierenden Schluss.

Einziges Manko an dem Film ist Christopher Lees lächerliche Beat-Frisur. Die passt meines Erachtens nicht zum Rest des Films, der sehr bedrohlich und schockierend ist.
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The Wicker Man (Special Edition, 2 DVDs, OmU)
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