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Kundenrezensionen

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am 28. April 2009
Mit meinen mittlerweile 40 Jahren habe ich wahrscheinlich ein typisches Depeche Mode-Fan-Alter erreicht. Gut so, denn vor 20 Jahren hätte ich wohl keine 65 Euro für eine solche Box ausgeben können. Die Band bzw. ihr Management weiß natürlich, dass eine so aufwendige Produktion sich hier lohnt, was wahrscheinlich z. B. bei Tokyo Hotel-Fans aufgrund fehlender Zahlungsmittel nicht der Fall wäre... Sei's drum, je mehr ich mich mit dem Inhalt der Box befasse, desto mehr vergesse ich den Anschaffungspreis und bin einfach nur total hin und weg.

Ich möchte hier keine klassische Rezension zu den einzelnen Titeln verfassen, das können andere sicherlich fundierter, sondern nur" von einem für mich überraschenden Erlebnis berichten. Nach ca. drei Tagen hatte ich mich bis zur CD2 mit den Bonus Tracks und Remixes vorgearbeitet, getreu dem Motto alles schön nacheinander, dann hat man länger etwas davon. Schnell merkte ich, dass ich mit Zimmerlautstärke nicht weiter komme. Also schnell meinen alten Kopfhörer AKG K240 heraus gekramt, der seit 15 Jahren kein Licht - dafür aber viel Staub - gesehen hatte, um die Kids nicht aufzuwecken.

Track 11 erwischte mich völlig unvorbereitet. Es handelt sich um den Remix der aktuellen Single Wrong", deutlich langsamer und deutlich elektronischer als das weiß Gott nicht schlechte Original. Der absolute Hammer. DER. ABSOLUTE. HAMMER. Auch als DM-Fan wusste ich ehrlich gesagt nicht, dass mich ein elektronischer, eigentlich sogar stark technolastiger Sound derart begeistern kann. Ich sage nur, es wurde spät an diesem Abend... Mein Rat: Tut es Euch einfach mal an, reaktiviert Euren alten Kopfhörer oder ignoriert Eure entsetzten Nachbarn. Eine gute Anlage im Auto ist ebenso zu empfehlen bei diesem Song. Viel Spaß dabei und liebe Grüße an alle anderen Kinder der Achtziger".
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am 18. April 2009
Ich hatte bzgl. des hohen Preises zunächst Bedenken. Allerdings ist dieser für die Summe der einzelnen Beilagen und die Größe des Materials tatsächlich gerechtfertigt.

3 CDs + 1 DVD zum einen und zwei Bücher mit sehr gutem Photodruck rechtfertigen alleine den Preis. Dazu kommt noch "Fan-Nippes" wie Anstecker, Postkarten und ein allerdings eher kleines Poster mit dem abstrakten Kreis mit Rechtecken.

Die Musik möchte ich nicht in der Kürze hier rezensieren, allerdings die beiden Bücher. Das eine ist von Anton Corbijn und enthält auf etwas breiterem Format als A4 die Song-Texte sowie SW- und Farb-Photographien der Gruppe im bekannten und exzellenten Corbijn-Stil auf ca. 90 Seiten. Es stellt Depeche Mode gewohnt modebewusst mit teilweise hintergründigem Humor an verschiedenen Locations in detailreichen Portraits dar.

Das andere Buch ist ein kleineres, längliches Format und enthält Photos von Ben Hilier, Daniel Miller, Ferg Peterkin und Luke Smith. Diese waren vor Ort im Studio und haben die Aufnahmen dort mit Digital- und Analog-Kameras begleitet. Anders als die Corbijn-Photographien sind dies hochwertige "Amateur-Schnappschüsse" und erwischen die Band und anderen Beteiligten in authentischen Situationen auf ca. 80 Seiten. Man sieht anhand der Myriade an Synthesizern und Gitarren bis hin zu Überresten von To-Go-Food und Dave's Wasserflasche wie es im Studio live und in Farbe zugeht. Anders als die Corbijn-Photographien transportiert dieses Buch nicht das Image "Depeche Mode & Sounds of the Universe", sondern die Situation und Stimmung im Studio mit Andy, Martin und Dave und andere Beteiligten.

Aufgrund der Art des Druckes und Papier ist jedoch Vorsicht mit Fett und Feuchtigkeit auf den Fingern geboten: Das gibt Abdrücke, die gerade auf dem Schwarz hervorstechen!

Für passionierte Fans, die sich auch für die Band an sich und die Atmosphäre im Studio interessieren, sind beide Bücher hervoragendes Beiwerk. Einfach zum Album anschauen und man ist fast schon im Studio - oder eben im Universe.

Auch die Box ist qualitativ hochwertig und nicht nur zu recyclende Verpackung. Sie trägt den Titel BXSTUMM300. Nichts wäre passender zum demnächst 30jährigen Jubiläum der Band!
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am 17. April 2009
Ich hab mir ja auch erst überlegt, ob 65 Euro nicht ne Stange Geld für so eine Box sind. Aber sie ist vorhin pünktlich gekommen und auch, wenn ich wußte, was drin ist - ich hab nicht schlecht geguckt, als ich die Box aufgemacht hab. Der Preis ist dafür definitiv nicht zu hoch!

Man bekommt
- 3 CDs und 1 DVD
- 2 wunderschön gemachte Bücher
- 5 zufällig ausgewählte Postkarten
- ein Poster
- 2 nette kleine Badges

Allein der erste Posten ist schon viel wert, denn da ist unglaublich viel Musik drauf!

Zur Musik selbst kann ich noch nicht viel sagen, da ich bislang nur das Album selbst gehört hab. Das ist aber super - In Chains ist ein packender Opener, gefolgt von einem ähnlich explosiven Track und dann natürlich der Single, die sich sowieso schon ins Ohr gewurmt hat. Auch die üblichen Titel sind fast ausnahmslos ein Ohrenschmaus. Zwar hörte sich für mich anfangs alles gleich an, aber das kennzeichnet doch auch gute Musik - man muß sie erst kennenlernen.
Mit der Zeit hört man sich da rein und ist wirklich begeistert. Depeche Mode wissen halt einfach, was sie tun...

Für Fans die absolute Kaufempfehlung!
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am 23. März 2013
Das nächste Album Delta Machine is gerade veröffentlicht ubd ist sehr gut gelungen. Ist es besser als Sounds of the Universe von 4 Jahre her ?

Die zwei Platten kann man gar nicht vergleichen weil sie einen ganz unterschiedlichen Sound haben.Delta Machine hat Blues Rock Elemente und ist experimentel. Sounds of the universe ist mehr Synth Pop orientiert. Obwohl beide Alben typische DM Elementen enthalten, sind beide sehr gut.

Was bei beide Alben gleich ist, ist die Tatsache, dass vor Allem die Fans der 80er, die beide Alben negativ bewerten. DM macht andere Musik wie früher und dies wird als Negatives gesehen. Schade, sowohl Delta Machine als Sounds enthalten hervorragende Songs.
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am 29. März 2013
Wie für DM typisch erschliesst sich dieses Album sicher nicht bei zwei dreimal hören sondern braucht einige Zeit sich zu setzen.

Gleich der Opener IN CHAINS bei dem erstmal eineinviertel Minute die Instrumente gestimmt werden wie vor einer grossen Oper ist sicherlich keine seichte Radiokost. Aber nach einer gewissen Eingewöhnung weiss es zu gefallen. Ich würde durchaus 7 von 10 Punkten vergeben.

HOLE TO FEED ist da schon zugänglicher und durchaus eine Gahan-Komposition mit Hitpotenzial. Für mich die stärkste Nummer von Dave auf dieser Platte. 10/10

WRONG war schon bei der Premiere beim Echo ein echter Knaller und gehört zu diesen Liedern für die man die Band einfach liebt, weil sich die Stücke nicht einfach tot hören. Sicherlich der auffälligste Track von SOTU und daher mehr als eine glatte 10/10.

FRAGILE TENSION ist inhaltlich für die Fans sicherlich sehr spannend, geht es doch um die Beziehung zwischen Martin und Dave. Wurde mit Veröffentlichung von SOTU sicherlich in der O2-Werbung etwas totgedudelt, weis aber zu gefallen. 8/10

LITTLE SOUL ist wie der Opener nicht ganz so zugänglich beim Reinhören und braucht eine ganze Weile. Allerdings ist die ungewöhnliche Klangfolge im Refrain mal was anderes und von daher durchaus eine interessante Nummer geworden. 7/10

IN SYMPATHY ist für mich wieder so eine richtig klassische DM-Nummer die rundum gelungen ist und eigentlich jeden Devotee gefallen sollte. Eigentlich wäre es aus meiner Sicht eine Singleveröffentlichung wert gewesen. 10/10

PEACE wurde dann ja die zweite Single und der grösste Flop seit Love, in itself was die Chartposition betrifft. Es ist sehr retro geraten und auf dem Album sicherlich eine nette Reminiszens an die gute alte Zeit. So klingen die 80er also heute. Auf dem Album eine willkommene Abwechslung nur als Single vielleicht doch etwas ungeeignet. 9/10

Bei der nächsten Gahan-Nummer COME BACK hatte es im Vorfeld eine andere Version gegeben und zusätzlich eine Bare-Version die zu gefallen wusste. Wieso jetzt das Lied so wie man es hier hören kann auf das Album gekommen ist weiss ich nicht. Mir persönlich gefällt das Lied so überhaupt nicht, vielleicht weil ich die andere Version vorher schon oft gehört hatte und jetzt enttäuscht wurde. Mir ist die Albumversion zu eintönig und langatmig geraten. 3/10

SPACEWALKER ist das obligatorische instrumentale Zwischenspiel, dass hier angenehm kurz geraten ist, keinem weh tut und zum Albumtitel passt. 5/10

PERFECT ist nicht wie der Titel vermitteln möchte perfekt geraten, aber ein schöner Popsong der sich gut ins Albumgefüge einpasst. 9/10

THE TRUTH IS / MILES AWAY ist wieder von Dave geschrieben und klingt zwar nicht nach einer tiefgreifenden kompositorischen Meisterleistung, aber die Songwritererfahrung von Dave mal vor Augen geführt kann man nicht sagen, er fällt negativ auf mit seinen Liedern. Der Song geht angenehm nach vorn ist eingängig und auch live durchaus unterhaltsam rübergekommen. 9/10

Dann das Martin-Solo JEZEBEL, dass leider nicht mit den Soli der Vergangenheit mithalten kann. Waren es gerade seine Lieder, die auf früheren Alben die heimlichen Stars waren kann man das hier nicht behaupten. Nett anzuhören, aber es hätte wohl auch keiner gross vermisst. 6/10

CORRUPT liefert noch mal richtig ab zum Abschluss des DM-Klanguniversums und ist noch mal ein echter Kracher der aber sicher auch eine Durchläufe braucht um sich dem Hörer zu öffnen. Aber da lohnt sich die Geduld wirklich. 10/10

Nach einigen Minuten Stille folgt dann noch einmal ein Reprise von Wrong als kleine Zugabe.
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TOP 500 REZENSENTam 29. April 2009
Nach "Playing an Angel" war ich dermaßen enttäuscht, dass ich mich ein wenig von Depeche Mode abgewandt habe und auch so gar keine richtiges Interesse auftreten wollte, als eine neue Single erscheinen sollte.

Als ich dann aber "Wrong" hörte war alles anders und "Playing the Angel" vergessen. Sie sind zurück und das mit einem grandiosen Album, das mich wirklich mitgerissen hat.

"In Chains" mit einem wunderbaren Intro das den Einstieg in das Album ganz gemähchlich von sich gehen läßt, bevor Dave Gahan mit seinem Gesang einem in seinem Bann zieht und nicht mehr losläßt.

"Hole to feed" ist ein sehr düsterer Titel mit sehr viel Emotionen von Dave Gahan interpretiert.

"Wrong" war die erste Single und ist für mich ein typischer DM Titel, der auf jeder anderen Platte auch drauf gepaßt hätte. Eines der besten Titel seit Jahren und für mich der erste Grund diese CD zu kaufen, aber zum Glück nicht der letzte.

"Fragile Tension" hier steht wieder einmal der Synthesizer im Vordergrund und wird von der Stimme von Dave Gahan begleitet. Kling ganz anders als die vorigen Titeln, wenn auch nicht ganz so stark wie die vorigen, aber dennoch stark.

"Little Soul" wunderbare einfühlsamer Titel der mich sofort in den Bann gerissen hat, hier paßt alles, für mich ein Highlight der CD.

"In Sympathy" wunderbare Melodie und irgendiwe sympathisch, mit passendem Backroundsinging von Martin L. Gore, toller Titel.

"Peace" erinnert mich ganz stark an die 80er Jahre, vielleicht nicht immer an Dapeche Mode, aber es hätte wunderbar in das Jahrzent gepaßt und ich als Kind der 80er Jahre habe meinen Lieblingstitel auf der CD gefunden.

"Come back" guter Titel der mich aber nicht so wirklich überzeugen kann, denn das klingt alles zu vertraut.

"Spacewalker" nettes instrumentalstück das aber die große Innovation fehlt und ein wenig verloren dahin plätschert.

"Perfect" ein Popsong wie selten von DM, wirkt ein wenig verspielt, aber sehr gelungen.

"Miles away / The thruth is" ein unglaublich starker Titel, der nach "Peace" für mich als Singleauskopplung sich anbieten würde.

"Jezebel" ist ein Ballade gesungen von Martin L. Gore und sehr intensiv und bringt sehr viel Abwechslung in die Cd.

"Corrupt" netter Song, aber für mich der schwächste des ganzen Albums. Nach ein paar Sekunden kommt dann noch ein Instrumentalteil der dem ganzen Album einen runden Klang gibt und ein sehr schönes Abschluß darstellt.

Insgesamt gehört das Album für mich zu den besten von Depeche Mode, wie gut es wirklich ist, wird die Zeit zeigen.

Anspieltipps: Wrong, Peace, In Chains, Miles away und Jezebel
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am 18. April 2009
... und diese kann sich wirklich sehen lassen. Über den quantitativen Inhalt muss sicher nichts mehr gesagt werden, denn davon gibt es hier schon einige Vorredner. Über den qualitativen Inhalt wurde bisher noch nicht berichtet, da diese Box erst gestern erschienen ist. Zuerst einmal möchte ich bezüglich der Platte erwähnen, dass dieses Album sicher nicht das "beste" DM-Album ist. Aber ein würdiger Nachfolger. Soundtechnisch, und für mich sehr überzeugend, wurden doch alte analoge Synthies benutzt, die für die Songs sehr bestimmend sind. Es ist ein ruhiges aber nicht langweiliges Album. Die Songs wurden von Martin und ein paar von Dave beigesteuert.
Aber zurück zur Box. Enthalten sind zwei edle Bücher, die sehr gute Fotos enthalten. In einem Buch wird die Studioarbeit dokumentiert (sehr interessant). In dem anderen Buch sind die Texte und Fotogafien von Cobijn enthalten. Der weitere Inhalt besteht aus zwei hochwertigen Pins, einem Postkartenpackage (habe ich noch nicht geöffnet), einem Poster mit dem Albumcover, zwei Inlets für die Cds/DVD (aber nicht in Cd-Form), einem Echtheits-Zertifikat und natürlich den Cds und einer DVD (leider im Pappcover 4Stk.). Die Remix/Bonus-Cd ist okay (hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen) aber die Demo-Cd mit auch einigen älteren Songs ist endgeil. Aber das liegt sicherlich auch daran, dass ich ein Ur-Fan bin (ich glaube so sagt man das hier *kopfschüttel*).
Außerdem möchte ich noch anmerken, dass diese megaverfrühten Rezis eine riesen Frechheit sind, dafür gibt m.E. Internet-Foren, in denen man sich auslassen kann.
Diese Box ist ihr Geld wirklich wert und kann sie jedem empfehlen, der ein Fan ist und denen, die etwas wirklich besonderes haben wollen...
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am 9. Mai 2009
...müssen Raumfahrt und Astronomie reichlich spröde Wissenschaften sein.
Im Vorfeld der Veröffentlichung habe ich über SOTU in der Musikpresse einigen intellektuellen Firlefanz gelesen. Nachdem bereits der erste Hördurchgang eine trübe Ernüchterung in mir auslöste, wollte diese Grundtendenz auch in der Folge nicht weichen. Warum? Weil das Album nicht ansatzweise so viel Tiefgang und Potenzial besitzt wie ihm teilweise nachgesagt wird. SOTU verbreitet bis auf wenige (allerdings glorreiche) Ausnahmen eine stumpfe und fade Grundstimmung. Man wird von einer Überdosis dröhnender und schleppender Midtempo-Nummern quasi betäubt. SOTU ist eine Symbiose aus eintönig verzerrten Gitarren und gewieften Soundspielereien. Doch wo sind nur die hymnischen Gesangsparts geblieben, die DM seinerzeit ausmachten? Wo die Hooks und Melodien, die diese Band im Schmelztiegel zwischen Pop, Indie und Elektronik von der Masse unterschied? Sorry, aber im Gegensatz zu vielen anderen Rezensenten bleiben mir diese magischen Momente bei etwa zwei Dritteln der Songs verborgen, obwohl ich schier verzweifelt nach Zugang zu diesem Album ringe. Ich würde mich nur allzu gerne zu den Erleuchteten" zählen, doch es mag mir einfach nicht gelingen. Auch ich kann der Scheibe anspruchsvolle Texte und eine hochkarätige Produktion bescheinigen. Und die Songs? Meist grundsolide. Einen Totalausfall kann ich nicht ausmachen. Doch mein Gefühlszentrum erreichen nur die wenigsten Stücke. Wo sind die Emotionen, die großen Gefühle? Fehlanzeige. Stattdessen ein einziges mattes Wehklagen in Moll. Exemplarisch hierfür steht bereits der Opener In Chains". Das elektronische Intro erweckt in mir knisternde Spannung. Auch Gahan`s einsetzender Gesang ist viel versprechend, doch der Song kann nicht nachlegen, er verliert sich im Mittelmaß und beginnt nach etwa 4 Minuten zu langweilen. Gleiches gilt für Hole To Feed", Little Soul", In Sympathy" und, und, und.
Klar, die Produktion verdient größten Respekt. Ich wehre mich jedoch gegen den Anspruch, die wahren Qualitäten eines Albums erst mit Hilfe eines SACD-Players und irgendwelcher Hightech-Kopfhörer erkennen zu können. Offensichtlich verstehen DM dies aber unter Sounds Of The Universe". Mein HiFi-Sound-Universum hingegen ist eher von mittelprächtiger Qualität. Vielleicht kommen die Songs in meinen Ohren deshalb eher in irdischem Gewand daher. Exzellentes Songmaterial sollte über solche technischen Spirenzien eigentlich erhaben sein. Einem wirklich starken Song sollte sogar der schäbigste Abwrack-Ghettoblaster nichts anhaben können. Hierin liegt auch das Hauptproblem des Albums. Es scheint, als sei DM (den einst viel verschmähten Synthie-Poppern) der plötzlich in den letzten Jahren von der Musikpresse entgegengebrachte Respekt zu Kopfe gestiegen. Die Band verliert sich auf SOTU derart in einer pseudo-künstlerischen und gezwungenen Suche nach einer neuen Soundkreation (retro-futuristisch"), dass man es versäumte, gute Songs zu schreiben. Sehr, sehr schade.
Doch nicht alles ist langweiliger Durchschnitt, wahrlich nicht. Natürlich lassen DM auch auf SOTU ihr brillantes Können hin und wieder aufblitzen. Inmitten der schwermütigen Dröhnung wartet das Album urplötzlich mit großartigen Perlen auf. Allen voran das flehende und so herrlich futuristische Peace". Zumindest in diesem Song halten DM ihr Versprechen vom Universum. Mehr noch - sie übertreffen alle Erwartungen. Die Stimmen der Herren Gahan und Gore schaukeln den Hörer (begleitet von spaciger Elektronik) in einen Zustand tranceartiger Euphorie. Besser geht`s nicht. Diesem Song gebührt schon nach kürzester Hörprobe das Prädikat Alltime-Klassiker". Peace" verdient es tatsächlich, dass man ihm das bisher unentdeckte Genre des Elektro-Gospel" widmet. Auch Fragile Tension" überzeugt mich vollauf. Hier wird deutlich, dass DM nach wie vor auch die poppige Spielart beherrschen - ohnehin immer eine Hauptkompetenz der Band. In diesem Song setzt die Band den mit Playing The Angel (PTA) eingeschlagenen Weg fort, was (aus meiner Sicht) kein Fehler ist. Über Wrong" muss man wohl kaum Worte verlieren. Welch mutige Singleauskopplung! Dieser Song schlägt mit seinen Oldschool-Synthies so herrlich rotzig, dreckig und fett in die Gehörgänge ein. Ein echter Energie geladener Geniestreich, der sich wohltuend abhebt. Come Back" ist Gahan`s spannendster Beitrag als Songwriter. Immerhin ein Song, der nach mehrmaligem Hören deutlich wächst. Ein so bewegender Moment wie Nothing`s Impossible" auf PTA bleibt Gahan diesmal jedoch vergönnt. Das unspektakuläre Spacewalker" ist ein nettes, entspanntes Instrumentalstück, welches in mir tatsächlich Assoziationen mit dem Universum weckt. Die Atmosphäre wandelt irgendwo zwischen Spacetrip und Kettenkarusell.
Gore`s Solo-Gesangspart überrascht mich dieses Mal sogar positiv. Auf PTA und auch Exciter waren seine Gesangsbeiträge noch höchst enttäuschend. Auf der Ballade Jezebel" verschmilzt Gore`s Stimme mit warmen Gitarreklängen und den ansonsten so raren melodischen Synthies.
Das abschließende Corrupt" erinnert in Songstruktur und Gesang tatsächlich etwas an Clean" von Violator - von dessen fesselnder Abgründigkeit bleibt es jedoch meilenweit entfernt.
Letztendlich handelt es sich bei SOTU aus meiner Sicht um ein ziemlich sperriges und schwer zugängliches Ungetüm. An den Vorgänger PTA reicht es nicht heran. Alleine die wenigen (aber umso stärkeren) Höhepunkte bewegen mich zu einer Bewertung von 3 Sternen. Die Auswahl der Anspieltipps fällt mir deshalb leicht wie selten - bitte schön: 3, 4 und 7.
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am 17. April 2009
Vorweg: Auch ich hatte nach den ersten Höreindrücken aus dem Netz teils gemischte Gefühle... doch nun haben sich diese gemischten Gefühle mit der echten Scheibe in der Hand und der Stereo-Anlage auf Stufe 10 glücklicherweise in richtige Glücksgefühle verwandelt, womit sich wieder mal gezeigt hat, dass man sich bei Clips minderer Qualität aus dem Netz eben doch keinen objektiven Eindruck verschaffen kann. Ich gehe mal davon aus, dass es Einigen, die das Album im Vorfeld bereits schlechtgeredet haben auch so ergehen wird. Nun aber zu den Sounds des Universums: Für mich die konsequente Weiterentwicklung von "Playing the angel", mit gewissen Moods die auch vom unterbewerteten "Exciter" stammen könnten und den synthetisch analogen Spielereien wie sie Depeche Mode vor allem auf den ersten Alben zelebriert habe. Zudem ist der "Vergleich" mit Violator hier gar nicht mal so unberechtigt. Es ist aber definitiv kein Stadion-Rock-Album wie "Songs of Faith and Devotion" oder "Music for the Masses". Vielmehr sind es teils verschrobene Harmonie-Trouvaillen die es zu erforschen gilt. Man kann Depeche Mode auf jeden Fall nicht vorwerfen, sie hätten den einfachen, sicheren Weg gewählt. Da ist nichts von "älteren, bequemen Herren" zu bemerken. Sie spielen mit den Kompositionen und probieren. Ich find das unglaublich spannend und frisch! Dass das nicht allen Fans passen wird, das ist klar, dafür haben Depeche Mode aber auch einiges gewagt und meiner Meinung nach klar gewonnen!
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am 7. November 2013
Ich war so ein richtig heftiger Depeche Mode Fan bis 1995, habe alle Kassetten, CD's und Maxi-CD's gesammelt und war immer auf Konzerten. Dann mit "Songs of Faith and Devotion" hörte mein Interesse irgendwie auf und DM hatten ihren Zenit eben auch überschritten. Immer neue Alben, aber kaum noch mal ein Hit fürs Radio dabei.
Neulich bin ich durch Zufall auf "Come back" dem Titel Nr. 8 oben genannten Albums getroffen und war baff, ein tolles Stück und auch Fragile Tension, Little Soul, In Sympathy, Peace, Perfect und vor allem Jezebel finde ich wirklich an-hörbar.

Fazit: Ich muss meine Meinung revidieren, Sie haben es immer noch drauf, auch wenn eben nicht mehr ganz so Massenkompatibel wie mit "Enjoy the Silence". :-)
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