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Kundenrezensionen

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4,3 von 5 Sternen
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am 31. März 2010
Rom ist wirklich eine Historienserie der Spitzenklasse - großartig produziert, überzeugend gespielt und ansprechend und authentisch ausgestattet!
Inhaltlich spielt die Serie im antiken Rom zur Zeit der ausgehenden Republik; die erste Folge (Staffel 1) setzt ein, nachdem Iulius Caesar bei Alesia gesiegt hat und Vercingetorix sich ihm ergibt. Die letzte Folge (Staffel 2) endet kurz nach Einführung des Prinzipats durch Augustus.

Die Geschehnisse in diesem Zeitraum werden durch ein interessantes und witziges Drehbuch und sehr lobenswerte schauspielerische Leistungen dargestellt - die politischen Ereignisse (hier stehen natürlich Caesar, Marcus Antonius, Cicero, Brutus, Octavius etc. im Mittelpunkt), die Intrigen eifersüchtiger, heuchlerischer Frauen (allen voran Atia, Geliebte von Antonius, Mutter von Octavius, und Servilia, Mutter von Brutus), geheime Liebschaften und nicht zu vergessen das Leben des durchschnittlichen Römers. Letzteres kommt sehr gut heraus, da man zwei historisch unbedeutende Figuren, deren Handlung in der Serie fiktiv ist, als Rahmencharaktere eingesetzt hat: Titus Pullo, Legionär der "13.", und Lucius Vorenus, Centurio derselben. Beide fügen sich - von exzellenten Schauspielern dargestellt - sehr harmonisch in den Handlungsbogen ein, sind irgendwie überall mit dabei und führen den Zuschauer hinaus aus den Prunkvillen der Politiker in die engen Gassen des alten Roms, wo sich das eigentliche Leben in der Hauptstadt abspielte.
So viel zum Inhalt.

Vor allem besticht die Serie durch die liebenswerten Charaktere und die andauernde Spannung. Mir persönlich gefällt sie sehr gut, auch wenn historisch einige wenige (!) Ungenauigkeiten auftauchen.

Zur FSK 18: Die komplette Staffel 2 ist ab 16 freigegeben, in Staffel 1 ist lediglich eine Folge, in der es in der Arena wirklich extrem blutig zugeht, ab 18.
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am 1. Juli 2011
Anfangs habe ich ein paar Folgen auf "Premiere", heute Sky, gesehen, aber die Zeit fehlte, sie weiter zu verfolgen. Nun hat "ARTE" die Wiederausstrahlung begonnen und ich habe reingeschaut. Weil in Media-Ketten die gesamte Serie bis vor kurzem ungefähr 100 € kostete, bin ich immer vom Kauf zurückgeschreckt. Nun habe ich bei Amazon ein günstiges Angebot gefunden und hatte es schon 48 Stunden nach der Bestellung zu Hause. Fast 48 Stunden brauchte ich auch, um mir alle Folgen anzuschauen, ein Marathon, gewiss. Aber die Handlung ließ mich nicht mehr los. Beinahe so, als ob es erst gestern war, wird eine Zeit lebendig, die doch schon 2000 Jahre zurück liegt. Beeindruckend wird der Widerspruch und der Zusammenhang zwischen römischer Hochkultur und grausamster Brutalität gezeigt. Gut, dass der Grossteil der Serie erst am FSK 18 ist. Zu brutal manche Szene, zu ordinär manches Wort. Einzigartig und unerreicht die Leistung der Schauspieler, welche ihre Rollen nicht spielten sondern lebten, man nimmt ihnen die Charktere ab.
Fast alle Dargestellten gab es tatsächlich. Nur, die Figur der Atia von den Juliern ist geschichtlich nicht korrekt, aber das sei nach 2000 Jahren die Freiheit des Dramas und der Kunst.
Leider gibt es wohl keine Fortsetzung, die kann man sich aber selbst anhand der Geschichte zusammendenken. Oktavian wird Kaiser, wird Augustus und begründet für die nächsten 5 Jahrhunderte das Imperium Romanun, von dem wir heute noch voller Achtung und zugleich mit Schauder denken und das der Menschheit nicht nur Dunkles sondern auch viel Gutes gab.
Wie wird man von uns nach 2000 Jahren denken?Rom Superbox - Die kompletten Staffeln 1 & 2 [11 DVDs]
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. November 2009
50 vor Chr.: Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die römischen Soldaten Lucius Vorenus und Titus Pullo, die es vom Schlachtfeld mitten in den aufflammenden Bürgerkrieg zwischen Cäsar und Pompeius verschlägt. Während Lucius die Chance ergreift, bis zum Senator aufzusteigen, verdingt sich Titus als gemeiner Handlanger und schließlich Mörder. Kurz vor Cäsars blutigem Ende finden sich die ehemaligen Kriegskameraden Seite an Seite im Gladiatorenkampf in der Arena wieder.

Teuerste Serie aller Zeiten mit 100 Millionen Dollar Produktionskosten, gestemmt von vier TV-Sendern (HBO, BBC, RAI, EOS), 3000 Statisten, das größte Filmset in der Geschichte der römischen Cinecittà Studios - das sind Daten, mit denen sich wunderbar angeben lässt. Tatsächlich ist das gewagte Experiment, den Flair von Ridley Scotts GLADIATOR fünf Jahre später wiederzubeleben, vorwiegend gelungen und in USA, Großbritannien und zuletzt auch im deutschsprachigen Raum erfolgreich aufgenommen worden. Einen Vergleich mit der visuellen und erzählerischen Wucht von Scotts Epos anzustellen wäre der falsche Ansatz. Vielmehr handelt es sich bei ROM um den Transfer der klassischen Soap-Opera amerikanischen Zuschnitts - wie DALLAS oder DYNASTY - zu den Anfängen des römischen Imperiums. Da es sich beim federführend produzierenden US-Sender HBO um eine privat finanzierte Sendeanstalt handelt, konnten die Macher indes im Gegensatz zu ihren keimfreien Vorbildern die Sau rauslassen, was die Darstellung von Sex und Gewalt angeht. Prüde Gemüter mögen sich daran stoßen, dass die der Oberschicht angehörenden Damen der Epoche als intrigant und äußerst promiskuitiv porträtiert werden. Zum teils düster-dreckigen, brutalen Ambiente des glaubwürdig rekonstruierten Stadtlebens in Rom passen diese zum damaligen Alltag genauso wie Essen und Kämpfen gehörenden, nur allzu menschlichen Gelüste wiederum perfekt. Polly Walker als stets rollig anmutende Atia sticht dabei aus dem Ensemble zeigefreudiger Aktricen heraus.

Die dem breiten Publikum bislang überwiegend unbekannten Hauptdarsteller verkörpern ihre Rollen überzeugend und leidenschaftlich. Kevin McKidd als zentraler Charakter und Identifikationsfigur des Zuschauers interpretiert Lucius Vorenus konzentriert und manchmal fast zu ernst als zwischen Familie und Politik hin- und hergerissener Offizier, der durch Schicksals Fügung von Cäsar in die Senatorenrunde aufgenommen wird. Den intellektuell schlichter gestrickten Gegenpart gibt Ray Stevenson als Titus Pullo, der als grober Klotz mit gutem Kern der eigentliche Sympathieträger der Show ist. Sind Vergleiche mit Russell Crowes Maximus gar nicht so abwegig, so darf Stevenson in der vorletzten Episode der 1. Season mit vollem Engagement eine Light-Version des Gladiatorenkampfes abliefern, die in ihrer blutspritzenden, einem Splatterfilm zur Ehre gereichenden Detailfreudigkeit das Original sogar zu übertreffen vermag.

Als gelungenstes Typ-Casting darf man die Besetzung Cäsars mit Charakterkopf Ciarán Hinds bezeichnen. Sah man den charismatischen Mimen bislang eher in - zwar stets wohlwollend wahrgenommenen - Nebenrollen wie in DER ANSCHLAG, MÜNCHEN oder MIAMI VICE, ist die Energie und sein Enthusiasmus bei der Gestaltung seiner ersten großen Hauptrolle in jeder Szene spürbar. Ebenbürtiger Kontrahent ist der britische Theaterschauspieler Kenneth Cranham (GANGSTER NO. 1, HOT FUZZ) als Pompeius, der jedoch ein etwas abruptes Ende findet, als er bei der Einreise nach Ägypten enthauptet wird. Diese Episoden gehören für Historiker mit Sicherheit zu den unfreiwillig komischsten, nicht nur wegen der Portraitierung Cleopatras. Diese ist mit Lynsdey Marshal zwar durchaus sexy besetzt, allerdings mit der im kollektiven Filmbewusstsein untrennbar mit der Königin des Nils verbundenen Elizabeth Taylor nicht einmal ansatzweise vergleichbar.

Wer mit jeder der kurzweiligen 24 Folgen eine Geschichtsstunde erwartet, geht ohnehin mit völlig falschen Voraussetzungen an diese Ausnahmeserie heran. Nur wer frische Erinnerungen an seinen letzten Geschichts- oder Lateinunterricht hat, wird die historischen Ungenauigkeiten und großzügig genommenen Freiheiten bei der Darstellung überlieferter Personen wahrnehmen. Alle anderen, die sich bereitwillig auf die reizvolle Zeitreise einlassen, bekommen ein TV-Konventionen sprengendes Spektakel für alle Sinne geboten.

Die Blu-ray bietet eine deutlich sichtbare Steigerung zur bisherigen DVD-Ausgabe. Erst jetzt offenbart sich die Detailfülle der zu großen Teilen real errichteten Kulissen oder auch der Kostüme. Bei Massenszenen wie Soldatenaufmarsch oder dem Gladiatorenkampf Ende der 1. Season lässt das Bild erst richtig die Muskeln spielen. Der Ton braucht sich ebenfalls hinter gleichgearteten Kinoproduktionen nicht zu verstecken, wenngleich wie so oft der Orignalton die Nase vorn hat in Sachen Dynamik und Räumlichkeit. So kostspielig der Tausch auch sein mag - als Fan der Serie kommt man nicht um diese an TV-Verhältnissen gemessen hervorragende Umsetzung nicht herum.
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am 27. Juli 2009
Ich habe mir die Rom - Superbox (ohne Notizheft) zugelegt, kurz nachdem die zweite Staffel hier im Free TV anlief. Man erhält die beiden Einzelboxen, identisch zu den einzeln erwerbbaren und dazu eben eine dekorative, sehr stabile, aufklappbare Pappbox, in der man bequem beide DVD Boxen verstauen kann. Die Boxen selbst sind ebenfalls (mehrfach) aufklappbar und die DVDs sind in PLastikhalterungen untergebracht, fliegen also nicht "wild" durch die Gegend. Jeder Staffel ist ein kleines, mehrseitiges Heftchen beigelegt, dass einen Kurzüberblick über die Episoden und deren Inhalt, sowie über die Haupt- und Nebencharaktere der Staffel gibt.
Allerdings sucht man, wie fast schon Standard bei solchen Boxen, nach zusätzlichem Behind-the-Scenes Material oder neuen Features gegenüber den Einzel-Boxen vergeblich, weshalb sich hier die Anschaffung nur lohnt, sofern man noch keine der Einzelboxen besitzt. Die bisher auch auf den Einzelboxen vorhandenen Interviews und Dokumentationen, sind auch hier vorhanden.
Ansonsten eine hübsche Box für eine geniale Fernsehserie, die (leider, leider) nicht fortgesetzt wird.

Zum Inhalt der Serie schreibe ich nichts, da Foren etc. dafür besser geeignet sind. Gesagt sei nur, dass der 5.1 Sound sehr klar und gut abgestimmt ist und daher der Serie voll gerecht wird. Auch das Bild ist sehr gut und auch auf großen LCD Bildschirmen voll zu genießen.

Ich kann den Kauf für Freunde von guten Serien empfehlen. Zum exakten Geschichtsstudium sicher nicht geeignet (auch wenn ein Feature der DVDs etwa eine historische Episodenbegleitung in Form von Infotafeln ist; vom historischen Berater der Serie), aber für Fernsehgenuss bestens.

Ein Hinweis bleibt noch zum Schluss: Die Box ist aufgrund des Ratings einer Folge FSK 18 ! Daher nicht vergessen, dass bei Bestellung über Amazon diese personalisiert erfolgt (d.h. bei Lieferung ggf. Ausweisvorlage) und daher Versandkosten von 5 Euro pro Lieferung anfallen (Spezialversand für Artikel ohne Jugendfreigabe). Daher vielleicht bei der Bestellung überlegen, was man noch aus dem FSK 18 Bereich brauchen könnte.
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am 24. November 2009
Diese Veröffentlichung habe ich mir innig gewünscht, seit ich meine allererste Bluray besitze! Diese Serie ist angefüllt mit Tempo, Spannung, Überraschung und Gewalt, Nacktheit und Farben! Wer dröge Historienschinken befürchtet, der/ die wird angenehm überrascht! Die Achtzehn in dem roten Feld ist kein Scherz.

Hier ist nichts bieder oder spießig. Manche Dinge sind in ihrer Härte und teilweise verrückten Konsequenz so seltsam nah und seltsam fremd, daß man im Hinterkopf träumen mag, diese Serie, die hier in ihrer kompletten Fassung vorliegt, beschreibe die Psyche und die sozialen Regeln, die Normen, den Glauben, die Liebe und die Hoffnungen eines antiken heidnischen Imperiums viel "wahrer" als es all die Historienschinken konnten. Lebendiger wirkt diese Welt, als wir es sind, wir Konsumenten!
Wie auch immer! Hier wird Rom als Seriengenuß noch einmal verdammt lebendig!
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am 24. Mai 2010
Jetzt muss ich endlich auch mal Eine schreiben.
Ich hatte Rom schon auf DVD und mir die Serie ich weiss nicht wie oft angesehen. Hier stimmt einfach alles. Durch die Bank weg einfach nur hervorragende Schauspieler, die ihre Rolle bis in die kleinste Mimik und Gestik absolut überzeugend abliefern und einem dadurch ans Herz wachsen. (Egal, wie groß oder klein die Rolle auch sein mag.) Bravo, bravo, bravo! (Im Theater hätte ich tagelang applaudiert.) Und ich entdecke immer wieder Neues und bin einfach nur entzückt.
Dazu hatte die DVD schon ein top Bild und einen klasse Ton. Ich dachte, dieses wäre auf Blu-ray nur schwer zu toppen.
Ich sollte mich täuschen.
Mit der Blu-ray haben sich Bild und Ton an die schauspielerische Leistung angeglichen!

Bravo, bra... .....!
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am 21. Oktober 2015
Gekauft habe ich mir die Serie, da ich ein großer James Purefoy ' Fan bin. An den Inhalt hatte ich zunächst keine Erwartungen, aber mir war eigentlich klar, dass mir die Serie gefallen würde, da mir bisher alle Filme und Serien mit diesem Schauspieler gefallen haben. Trotzdem konnte mich die Serie noch angenehm überraschen.

Realismus

Ein kleines Manko hat die Serie Rom allerdings. Der Realismusgehalt ist nicht existent. Ein bisschen weniger 'Sex sells' hätte der Serie an dieser Stelle gut getan. Ich interessiere mich sehr für die Geschichte, und daher sind mir schon einige Fehler aufgefallen. Hier haben sich die Regisseure dann lieber für nackte Haut und gegen den Realismus entschieden. Beispielsweise war es im alten Rom und auch noch zu späteren Zeiten nicht üblich, dass Frauen auf der Bühne präsent waren. Auch Frauenrollen wurden von Männern übernommen, aber das verkauft sich heute einfach schlecht, also laufen auf der Theaterbühne dann schonmal barbusige Traumfrauen herum. Ich denke, dass sich die Serie auch ohne diese Szenen gut verkauft hätte, denn sie bietet eigentlich genug von allem, und damit für jeden was!

Inhalt

Auch ohne den Realismus hat man aber durch aus genug gute Unterhaltung um ein paar Nachmittage zu füllen. Ich würde sagen, die Serie hat Suchtfaktor, und man fragt sich häufig nach einer Episode 'und wie geht's jetzt weiter'. Der Zuschauer wird häufig den Kopf schütteln über all die Intrigen. Man fragt sich: Wie konnte Rom so lange bestehen?

Aber was wird denn nun eigentlich erzählt?
Erzählt wird die Geschichte zweier ungleicher Freunde wider Willen. Zwei Soldaten aus Cäsars Armee erleben den Aufstieg und Fall desselben aus nächster Nähe, und müssen dabei so manches Abenteuer überstehen. Haudegen und kräftig sind sie beide. Der eine hat eine spitze Zunge und frönt dem Motto 'Sex, drugs and Rock'n Roll'. Der andere ist verheiratet, aber deswegen nicht weniger grobschlächtig, was dann zu mehr als einer prekären Situation führt. Gemeinsam reisen die beiden mit Cäsars Armee beispielsweise ins alte Ägypten wo einer der beiden Kleopatra (dargestellt als laszive sexbesessene Harpie) schwängert. Das Kuckuckskind wird dan Cäsar als sein eigen verkauft. Überhaupt ist das alte Rom die Zeit der freien Liebe, und so steigen Frauen mit Frauen ins Bett, oder mit Männern wahlweise, wenn es gerade politisch geschickt ist.
Es geht hier aber um mehr als nur Sex. Gezeigt werden in der Serie politisches Kalkül und wie damals (vielleicht) das römische Reich geführt wurde. Dabei spielen nicht zuletzt Frauen (ja man glaubt es kaum) eine äußerst wichtige Rolle.
Wird also das Schicksal Roms im Bett entschieden?
Keineswegs! Auch wenn man bei den Sexszenen nur müde lächelt, gibt es noch genügend witzige, spritzige und auch intelligente Szenen um alle zu begeistern. Aber ich muss zugeben, in der Serie wird nicht mit nackter Haut gespart. Stören tut das eigentlich nicht, da die Charaktere dabei so überzeugend sind, dass man trotzdem wissen möchte, wie es ihnen ergeht.

Charaktere und Schauspieler
Ich habe selten eine Serie gesehen, die so überzeugend besetzt war, dass es authentischer kaum geht. Außerdem habe ich selten so starke Frauen gesehen. Intrigen sind dabei natürlich vorprogrammiert.
Bis in die kleinste Nebenrolle grandios gespielt!
Da gibt es die blasierten und eingebildeten Senatoren und andere hochrangige Politiker. Es gibt berechnende und starke Frauen. Ob man diese Charaktere dann immer symphatisch findet steht auf einem anderen Blatt, allerdings machen die Schauspieler ihren Job ja gerade dann gut, wenn man denkt 'wie kann der oder die sowas nur machen'. Ich finde gerade die unsymphatischten Rollen haben die besten Schauspieler.

Beispiel Atia:
Bei ihr handelt es sich eigentlich um meinen Lieblingscharakter, denn ihre blasierte und berechnende Art ist unglaublich witzig (grandios gespielt)
Sie leitet die Geschicke der Julier (ja sie ist verwandt mit Cäsar) häufig aber nicht ausschließlich im Bett. Dabei berechnet sie für die ganze Familie, wer sich wie, wann zu verhalten hat, und ja auch wer am besten mit wem schläft. Erschreckend dabei: Wenn eine Frau noch verheiratet ist, dann wird schon mal gelogen oder gemordet um den Weg ins bessere (will sagen politisch geschicktere) Ehebett freizumachen. Für Atia ist vor allem der Schein wichtig. 'Leider' ist ihr Sohn so gänzlich unmännlich, liest und schreibt lieber Gedichte und hat keinerlei Interesse an Sex, sehr zum Leidwesen von Atia. Ihre Tochter hat nicht ihren Sinn für Schönheit geerbt, und kleidet sich 'wie eine Sklavin', was es Atia nicht immer leicht macht ihre politischen Intrigen zu schmieden. So versucht sie selber mit den richtigen Männern zu schlafen und schiebt ihre Kinder wie Schachfiguren umher. Die Charaktere in den Fängen dieser Frau können einem einfach nur leidtun!

Servilia:
Servilia scheint der Sündenbock der Geschichte. Als betrogene Geliebte des Cäsar nimmt sie irgendwann die Geschicke selber in die Hand (naja nicht so ganz, sie benutzt dafür Brutus ihren Sohn ' und der dürfte jedem ein Begriff sein)

Marc Anton (gespielt von James Purefoy darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen)
Dieser Charakter tritt in der ersten Staffel eher wenig in den Vordergrund. Tut er es aber, so überzeugt seine spritzige Art (Marc hat eigentlich immer ein Lächeln auf den Lippen). Die Rolle wirkt jung und dynamisch und man merkt dem Schauspieler an, dass diesem die Rolle sichtlichen Spaß macht, was ansteckend ist. Über Cäsars politisches Kalkül kann Marc nur lachen.

Kleopatra
Eigentlich finde ich sie die furchtbarste Gestalt in der ganzen Serie. Sie wirkt wie eine Randfigur, die außer Sex und Drogen nichts im Sinn hat. Versucht sie die Geschicke Ägyptens aus dem Bett heraus zu leiten, so wirkt das bei ihr lächerlich bis pathetisch und äußerst frivol. Sie entbehrt jeglicher Anmut und bleibt dadurch eine Schattenfigur.

Cäsar
Witzige und überzeugend blasierte Darstellung. Cäsar wirkt so dermaßen von sich überzeugt, dass man fast damit rechnet, dass er diesmal ewig an der Macht bleiben wird. Seine politischen Entscheidungen sind dabei manchmal äußerst fragwürdig, aber immer gut durchdacht. Ein Händchen für Frauen hat der Ärmste dabei leider nicht, was ihm dann letztlich auch "das Genick bricht" und auch dieser Cäsar stirbt natürlich im Senat, mit einer Menge Filmblut und in einer äußerst unästhetischen Szene.

Überhaupt wirken die letzen zwei Folgen überaus brutal und mit einer Menge Filmblut gestaltet. Ob das jetzt unbedingt nötig gewesen wäre?

Technische Ausstattung

Menü
Das Menü ist ein wenig fummelig, da es sich um eine Bluray handelt. Zurück kommt man nicht mit den Pfeilen für Links oder Rechts, sondern indem man ein paarmal nach oben oder unten drückt. Mit dem Nach Oben Pfeil geht es schneller. Audio und Untertitel sind im gleichen Menü und man hat keine Möglichkeit nur schnell die Tonspur zu ändern und dann zurück zur Folge zu springen. Leider ist die Hintergrundmusik nervig und laut, so dass man besser schnell alle Einstellungen vornimmt.
Die Ladezeit der Bluray ist recht lang und bei mir hat sie sich mehr als einmal aufgehängt, sobald ich die Audiospur eingestellt hatte, manchmal aber auch schon beim Start.

Sprachauswahl und Übersetzunge
Da ich Sprachen sehr liebe, finde ich es toll, dass die Disk auch mit verschiedenen Tonspuren aufwarten kann. Dabei muss ich sagen, dass die Übersetzungen sehr gelungen und überzeugend gestaltet sind, so dass man auch ohne das Original in den vollen Genuss der Dialoge kommt. Einziges Manko: Die schönen Akzente der Schauspieler kommen in den Übersetzungen natürlich nicht raus.

Fazit:
Ein wunderbarer Spaß, wenn auch nicht gerade für zartbesaitete Zuschauer, besonders gegen Ende hin. Die Serie macht süchtig und bietet gute Unterhaltung, und ich würde sie jedem empfehlen, der nicht gerade auf Komödien steht, denn die Serie ist schon eher ein Krimi als eine Komödie.

Ein Feedback kann der Serie auch an dieser Stelle nicht vollständig gerecht werden, da es nicht möglich ist, über alle Intrigen und Storylines zu berichten und man würde auch zuviel vorwegnehmen. Die Serie hat auf jeden Fall soviel mehr zu bieten als Blut und Sex. Die Charaktere und das Ambiente überzeugen vollends und auch der Handlungsstrang ist spannend. (Die Sexszenen sind eine Rahmenerscheinung, die aber durchaus überzeugend in die Geschichte eingeflochten sind)
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am 3. Juli 2014
Ich bin zu "Rom" erst ziemlich spät gekommen - und das obwohl mich Serien und Filme mit historischem Hintergrund sehr interessieren.

Diese Serie ist absolut faszinierend gemacht - wenn auch sicherlich nicht über jede Kritik erhaben, was historische Ungenauigkeiten bzw. Eigenmächtigkeiten zugunsten der Handlung betrifft. Das Gesamtpaket das hier geliefert wurde ist aber in jedem Fall näher an der historischen Realität als praktisch jeder der gängigen "Sandalenfilme".

Ebenso konsequent umgesetzt ist diese DVD-Gesamtbox. Ich war zwar versucht, direkt die BluRay Ausgabe zu bestellen, doch konnte ich feststellen dass die DVD-Umsetzung meine Ansprüche vollkommen erfüllt, so dass sie vom Preis-Leistungsverhältnis klar mein Favorit ist.

Etwas schwer nachvollziehbar ist, warum diese Ausgabe wegen einer oder zwei enthaltener Episoden als Ganzes die FSK-18 Beschränkung bekommen hat - zumal unter den FSK-16 DVDs dieser Box manche Szenen zu finden sind, bei denen man sich wirklich fragt, wo die Selbstkontrolle denn hier bitte die Grenze zieht. Auch verglichen mit manchen Filmfreigaben halte ich FSK-18 zumindest in der heutigen Zeit für diese Sammlung für überzogen.

Die Serie - top. Die DVD-Box - top. Danke. Und zum schwachen Trost räumen ja auch die Produzenten selbst ein dass es einer ihrer größten Fehler war, die Serie nach nur zwei Staffeln einzustellen - vielleicht ist es auch gut so, denn ein brillant umgesetztes Thema verliert ja leider gern im dritten oder vierten Durchlauf stark an Fahrt.
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am 26. April 2014
Für mich - als Fan von Monumentalfilmen und römischen TV-Mehrteilern mit Abstand die beste aller TV-Serien, die das Alte Rom zum Inhalt haben. Weitaus komplexer, anspruchsvoller und nunancierter gespielt als die berühmt-berüchtigte "Spartacus"-Serie (von der ich ebenfalls ein großer Fan bin), Klassen besser als die thematsch sehr ähnliche, doch einfacher gehaltene "Imperium"-Serie (nette Unterhaltung) und mindestens in einer Liga mit Ridley Scotts "Gladiator"oder Petersens "Troja" (Antikes Griechenland, nicht Rom - nur in der Langfassung gut), wenn nicht besser, da von höhem Niveau. Letzteres gilt vor allem für die superbe erste Staffel, in der - für mich - einfach alles stimmt. Besonders aber gefielen mir die Charaktere Titus Pullo - und Octavian (der spätere Kaiser Augustus), jedoch allein in der Verkörperung des Schauspielers Max Pirkis, der zu meinem großen Leidwesen in der 2. Staffel nach wenigen Folgen - bedingt offenbar durch einen Alterssprung - durch einen neuen Schauspieler namens Simon Woods ersetzt wird. Woods ist - das muss ich fairerweise zugeben - ein durchaus talentierter, guter Schauspieler, der es durchaus schafft, die Manierismen seines Vorgängers aufzugreifen und der Rolle neue Aspekte zu verleihen, doch Max Pirkis war in meinen Augen der weitaus facettenreichere, schauspielerisch begnadetere Darsteller. War er auch jünger so bot er dennoch in Mimk und Gestik eine ganz andere, viel nuancierte Bandbreite, als Woods. Ich verstehe die Umbesetzung aus den Altersgründen, doch gefällt sie mir überhaupt nicht. Ich denke Pirkis wäre durchaus, mit etwas Nachretuschierung, Maske computerbearbeitung etc. durchaus in der Lage gewesen, auch den nun erwachsenen Octavian zu verkörpern. Schade. Mit Liam Mc Intyre als Nachfolger des leider verstorbenen Andy Whitfield in der Rolle des "Spartacus" hatte ich seinerzeit deutlich weniger Probleme (wobei auch hier gielt: Das Original war besser!) Insgesamt schwächelt die zweite Staffel aber ein wenig, weil zuviel abgehandelt wird und diese quasi Mafiageschichte mit Lucius Vorenus zum einen sehr aufgesetzt wirkt, zum anderen nicht so recht in den sonstigen Ablauf passt. Ganz mies ist auch die Besetzung der legendären Cleopatra, um nicht zu sagen fehlbesetzt. Ich erwarte kein Rollenklischee a'la Liz Taylor, aber diese untalentierte Allerweltstussie musste es ja nun auch nicht sein. Trotzdem hat auch die zweite Staffel Spaß gemacht und es tat mir leid, als sie zuende war. Es bleibt zwar dabei- wie bei Spartacus - das die erste Staffel unerreicht bleibt und die nachfolgenden durchaus schwächeln, dennoch bleiben auch die schwächeren Staffeln dieser beiden Serien immer noch um Klassen besser, als mindestens 80% der sonstigen Serien und Kinofilme. Besonders der rauhbeinige Draufgänger Titus Pullo (brilliant verkörpert durch den bis heute völlig unter Wert vermarkteten Ray Stevenson) wird mir fehlen. Die BluRay selbst ist qualitativ hervorragend in Bild und Ton. Habe ich im Laufe der Jahre bereits viermal gesehen und macht immer noch Spaß! Für Fans dieses Genre ein absolutes Must have!
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am 4. Februar 2014
Die Box enthält beide Staffeln einzeln in Pappschuber verpackt, der Karton selbst ist auch stabil und hochwertig. Insgesamt ist die Gestaltung dieser Box so gut gelungen, dass es mir unbegreiflich ist, wie sie durch das FSK18-Symbol entstellt werden konnte. Dieses befindet sich nämlich leider nicht nur auf der Plastikfolie, sondern ist mit aufgeruckt! Damit wären wir beim nächsten Punkt: Die nicht vorhandene Jungendfreigabe. Diese bezieht sich im Grunde nur auf eine DVD mit der Folge, in der Caesar ermordet wird. Völlig unsinnig, da sowohl Nacktheit als auch Gewalt in epischer Breite in mehreren Folgen zu sehen sind...Weiterhin führt dieser Umstand dazu, dass 5€ Extrakosten auf den Käufer zukommen, was aber in erster Linie auf Amazon selbst zurückzuführen ist. Das ist ärgerlich, da leider auch niemand sonst das Paket annehmen darf. Daher ein Stern weniger.

Zum Inhalt: Es geht mit Caesars Aufstieg los und endet mit dem Triumphzug Octavians. Es werden die Lebens- und Leidensgeschichten der näheren Betroffenen erzählt, dabei ist allerdings zu beachten, dass sicher nicht alles historisch korrekt ist, also für Erbsenzähler vielleicht nicht das Richtige. Meiner Meinung nach sind die Charaktere und ihre Entwicklung im Laufe der Handlung glaubwürdig erstellt worden, die Stärke der Serie liegt weniger in ihrer Bildgewalt als in ihrer Fähigkeit die Beklommenheit der Beteiligten nachzuempfinden, die in diesem Machtkampf unausweichlich war. Im wahrsten Sinne des Wortes eine Serie mit Charakter! (Meine Lieblingsfigur ist übrigens Marcus Antonius geworden, wer hätte das gedacht?)
Extras wie Kommentare etc. gibts natürlich auch, die mir persönlich nicht so wichtig sind, aber als Ergänzung sicher ganz nett.
Wer sich also von dem Versandmurks und dem roten Schild (das hier natürlich nicht im Bild ist) nicht abschrecken lässt, wird sicher nicht enttäuscht sein.
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