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TOP 500 REZENSENTam 10. April 2013
Der Film bedient nicht die gängingen Klischees: Junge, gutaussehende Menschen erleben die Liebe ihres Lebens mit (normalem) Happy-End.
Meryl Streep spielt die Farmerfrau Francesca mittleren Alters, die mit iher Familie auf einer Farm in Iowa lebt. Sie ist nicht wirklich unglücklich. Ihr Ehemann, ein einfacher aber nicht liebloser Farmer, und ihre 2 heranwachsene Kinder sind zu ihrem einzigen Lebensinhalt geworden.
Die feinfühlige Jazzliebhaberin zuckt zwar immer noch zusammen, wenn ihre Familie Türen gedankenlos zufallen lässt.Sie aktzeptiert, dass ihr Lieblingssender sofort gegen einen Sender mit populärer Musik getauscht wird sobald sich die Familie zum Essen versammelt. Eigentlich hat sich die gebürtige Italienerin gut integriert und denkt nur noch an das Wohl iher Familie. Sie selbst existiert ausschließlich als Mutter und langjährige Ehefrau.

Bis zu dem Tag, als der Fotograf Robert (Clint Eastwood) nach dem Weg zu einer überdachten Brücke fragt. Francescas Familie ist 4 Tage verreist und dann beginnt eine kurze, tiefe Liebesgeschichte.

Die Verwandlung der etwas biederen Hausfrau zur attraktiven Geliebten, die erotische Spannung zwischen Francesca und Robert, all das ist so gut inszeniert und bar jeder Peinlichkeit. Zart, liebevoll und erotisch entsteht die ganz große Liebe, die auf ihre Weise nie endet.
Der Film spielt in 2 Zeitebenen. In Rückblenden erlebt man die wunderschöne Liebesgeschichte zweier Menschen mittleren Alters.

Sowohl die Darstellung der beiden Hauptfiguren, als auch die Regie ist beeindruckend und schafft eine intensive und wunderschöne Atmosphäre.

Tief berührt bleiben viele der Zuschauer mit rotgeweinten Augen zurück.

Absolut sehenswert!
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am 15. Dezember 2011
An diessem Film müssen sich zwangsläufig die Geister scheiden. In solche, die diese tiefgründige Verbindung zu einem anderen Menschen kennenlernen durften in ihrer letztlichen Unerklärbarkeit, Verschmelzung und in die anderen, die so weit nie gegangen sind, die sich nie so an einen anderen verloren haben. Nun kann man nicht behaupten, dass solch eine tiefe Liebe zwangsläufig glücklich macht oder jedes Mal, wo so etwas geschieht, zu einem gemeinsamen glücklichen Lebensweg führt, aber die Gefühle für den anderen bleiben auch aus der Ferne ewig. Beglückend und das Schmerzhafteste gleichermaßen. Die Menschen, die so etwas nicht erlebt haben, bleiben vom Leben selbst seltsam ungeschoren und solche Menschen äußern sich hier über diesen Film, sie fänden ihn schlicht langweilig. "Frauenfilm" urteilen diejenigen Männer, die sich auf Verschmelzung ebenfalls nicht einlassen können oder konnten. Alle anderen sind tief berührt, denn die Geschichte bietet Identifikation mit den Liebenden, so sehr, dass eigene tiefe Gefühle und Erinnerungen irgendwann die Regie übernehmen. So erging es mir,an Schlaf ist nach dem Film heute nicht mehr zu denken, nur noch daran, eine Rezension darüber schreiben zu wollen. Meryl Streep und Clint Eastwood intensiv wie nie zuvor. Ganz großes Kino, das ein Menschheitsphänomen erzählt, und gottseidank nur erzählt und nichts zu erklären versucht.
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Wenn Sie den Film noch nicht kennen, gucken Sie ihn auf keinen Fall im Privatfernsehen, wo am Schluss kaltherzig der wundervolle Nachspann abgeschnitten wird, sondern kaufen Sie ihn gleich auf DVD. Besser noch heute als morgen. Und kaufen Sie auch umgehend eine Wagenladung Taschentücher mit ein, denn mit nur einer Packung wird es in der letzten halben Stunde eng.

Natürlich ist das einer der schönsten, wenn nicht sogar DER schönste Liebesfilm aller Zeiten, und natürlich ist es ein cineastisches Wagnis, über 129 Minuten lang quasi nur zwei Schauspieler zu zeigen (eingerahmt in eine kurze Nebenhandlung, die aus Sicht der erwachsenen Kinder der gerade verstorbenen Francesca das Hauptgeschehen in ferne Vergangenheit rückt). Aber das cineastische Wagnis wird zu einem Kinderspiel, weil wahre Leinwandgrößen wie Clint Eastwood und Meryl Streep den Film bestreiten. Obwohl man von Anfang an weiß, dass die zwei Liebenden sich nicht kriegen können (weil die Kinder vom heimlichen Liebhaber nie was mitgekriegt haben) spielt das Gehirn dem Zuschauer einen Streich und wir hoffen, vielleicht geht für den Fotografen Robert und die Hausfrau Francesca ja doch noch alles gut aus. Aber die ethischen Konventionen einer Farmerfamilie im Iowa der 60er Jahre ließen nicht zu, einer tiefen außerehelichen Liebe eine Chance zu geben.

Robert James Wallers Romanvorlage zu diesem zu etwa 95% aus Dialogen bestehenden Liebesdrama wurde von Meryl Streep als ausgesprochen mittelmäßig eingestuft. Angesichts dieser Weltklasse-Verfilmung scheint das undenkbar. Hauptdarsteller und Regisseur Clint Eastwood befolgte den Rat seiner Mutter, Meryl Streep als weibliche Hauptakteurin zu nehmen, obwohl das Studio eine Jüngere wollte. Die von Eastwood und Lennie Niehaus komponierte Musik ist ein Traum! Schönere Orchesterklänge hat man im Kino selten gehört. Das Liebesthema rührt und trifft unweigerlich den härtesten Zuschauer bis ins Mark.

Wer jung ist und diesen Film deshalb bisher verpasst hat, dem muss ich befehlen, ihn sich unverzüglich anzuschaffen. Ihnen entgeht sonst was.
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am 11. März 2007
Das alte Thema: Du lebst mit jemandem zusammen, der Alltag und die Normalität beherrschen Dein Leben. Da begegnest Du in einem günstigen Augenblick einem anderen Menschen, der Dich in seinen Bann zieht. Er öffnet Dir neue, faszinierende Perspektiven (Brücken) und Du kannst Dich dem nicht entziehen. Doch dann spürst Du, dass Dir beides wichtig ist: Die Menschen in Deinem bisherigen Leben und der "Andere". Du stehst zwischen diesen beiden Ufern und fragst Dich auch, "Wie wäre es, wenn Du ganz in die 'neue Welt' hinüberwechseln würdest?" Was fehlte Dir dort, wie wäre der Alltag 'auf der anderen Seite'?

Wo Du nicht bist, ist das Glück?

Und Du kommst zu dem Ergebnis: Du willst beides nicht mehr verlieren! Kann dieser unglaubliche Spagat für den Rest Deines Lebens gelingen?

Ein unglaublich schöner Film mit Dialogen und Bildern, die alles auf den Punkt bringen und einem in ihrer Tiefe den Atem rauben. Ich hätte nie gedacht, dass ein US-Film so eine Intensität fernab jeglicher Klischees gelingen könnte!
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am 28. Dezember 2009
Nachdem ich seit vielen Jahren das Buch "Die Brücken am Fluss" in meinem Besitz habe und es auch schon unzählige Male gelesen und mich immer wieder neu in die Geschichte verliebt habe, kaufte ich mir letzte Woche endlich den Film dazu. Es war Jahre her, seit ich ihn irgendwann mal im TV gesehen hatte und er ging mir nie aus dem Gedächtnis.
Es ist ein Film, der haften bleibt, der so viele Gefühle in einem wachrüttelt, dass man es am Schluss kaum ertragen kann. Zweimal habe ich ihn mir gestern angeschaut, einmal mit, einmal ohne meinen Mann. Auch er war fasziniert und gefesselt von dieser unfassbar romantischen und realistisch dargestellten Liebesgeschichte zweier Menschen mittleren Alters. Es ist einer dieser leisen Filme, die mit ungeheurer Intensität gespielt sind und die man nie wieder vergisst. Meryl Streep und Clint Eastwood spielen so authentisch, dass man sich einfach immer wieder wünscht, dass die Beiden doch zueinander finden.
Ein Film, bei dem ich am Schluss nur noch weinen musste und es ist wirklich selten, dass der Film besser ist, als die Romanvorlage. Hier ist es gelungen. Die Filmmusik ist so schön, dass man wirklich bis zum letzten Wort des Abspanns gebannt sitzen bleibt und dann immer noch überlegt, ob man aufstehen und die DVD aus dem Player nehmen soll. Man sitzt nur da und hat eigentlich keine Worte mehr.
Ein unvergleichlicher, unvergänglicher Filmklassiker, den man unbedingt in seinem Besitz haben muss und den man sich immer wieder dann anschauen sollte, wenn der Alltag zu sehr Alltag wird.
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am 6. April 2010
Diesen Film habe ich schon viele Male gesehen- trotzdem sehe ich ihn von Zeit zu Zeit wieder-denn das Thema ist zeitlos....Es gibt die wahre echte große Liebe und Eastwood hat es wie kein anderer verstanden aus dem Werk etwas Besonderes zu machen. Man hat den Eindruck, dass die beiden Hautakteure sich selbst spielen, nie überzogen, immer leidenschaftlich. Dabei geht es nicht nur um die Liebe- Familie und Kinder,das Verständnis für andere, das Gefühl im Leben etwas verpasst zu haben werden in Szene gesetzt. "Die Brücken am Fluss" ist kein Frauenfilm- nein er berührt alle, die in eine Welt eintauchen wollen, die sie vielleicht schon lange verloren glaubten.Der Fotograf und die Hausfrau aus Madison County finden für wenige Tage ein Glück, das ihnen die Kraft gibt, ihr Leben auch ohne den anderen zu meistern.Taschentücher sind ein unbedingtes Muss. Jeder der sich für diesen Film entscheidet, wird ihn lieben, denn er hinterlässt Spuren - ob man will oder nicht.
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am 11. Oktober 2004
Es gibt wohl kaum einen Liebesfilm, der leiser, emotionaler und ehrlicher daherkommt. "Die Brücken am Fluss" ist das Gegenteil von Kitsch. Die anrührende und tragische Geschichte wird ungemein zurückhaltend erzählt. Trotz sparsammer Mittel zieht einen der Film von Anfang an in seinen Bann. Das liegt nicht zuletzt an den beiden großartigen Hauptsdarstellern: Meryl Streep als einsame Hausfrau zwischen Sehnsucht nach Leben und Pflichterfüllung, und Clint Eastwood als raubeiniger, sensibler Abenteurer. Sie leben in völlig unterschiedlichen Welten, und doch will es das Schicksal, dass sich ihre Wege kreuzen - für vier wundervolle, schmerzliche Tage. Ein unglaublich schöner Film, der zu Tränen rührt und das Herz erwärmt.
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am 25. Oktober 2014
Einer der besten Filme, den ich je gesehen haben. Auch nach mehrmaligem Gucken wird er nicht langweilig. Im Gegenteil, ich entdecke immer noch Neues. Er geht so unter die Haut.
Hauptdarsteller Meryl Streep und Clint Eastwood spielen exzellent.
Die Geschichte: Iwoa 1965. Die Farmersfrau Francesca verliebt sich in den durchreisenden Fotografen Robert Kincade und für einen Augenblick sind ihre Träume von Glück ganz nah. Aber die Liebe darf nur vier kurze Tage dauern.
Der Fim ist so realistisch erzählt, dass es weh tut. Man wünscht den beiden, dass sich ihre Liebe erfüllt. Weiß auf der anderen Seite, dass das Leben anders tickt.....
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 13. Oktober 2011
Gibt es "normale" Stars? Vielleicht lohnt es sich, einen kurzen Blick auf das Leben der Hauptdarsteller zu werfen, wenn man die überwältigende Wirkung und den unglaublichen Erfolg des Liebesdramas "Die Brücken am Fluss" verstehen möchte.

Mary Louise Streep wurzelt ein wenig in Irland, der Schweiz und väterlicherseits in den Niederlanden, wurde aber 1949 in New Jersey geboren. Meryl Streep absolvierte ihren Master of Fine Arts in Yale und erhielt ihren Ehrendoktor in Princeton. Ihr erster Mann wurde nach nur zwei Jahren Ehe Opfer einer schweren Krankheit. Mit ihrem zweitem Mann, einem Bildhauer, ist sie seit 1978 bis heute verheiratet und hat vier Kinder. Zwei Oscars und 16 Nominierungen belegen ihren Ausnahmestatus als Filmschauspielerin.

Der kalifornische Schwimmlehrer Clinton Eastwood jr. ist 19 Jahre älter. Er hatte nach einigen kleineren Rollen erst 1964 mit Sergio Leones Italo-Western Für eine Handvoll Dollar den Durchbruch geschafft - und die stolze Gage von 15.000 US$ verdient. Vom Western- ins Action-Fach wechselte Eastwood mit Dirty Harry unter der Regie von Don Siegel. Angebote für James Bond 007 lehnte er ab - er sei kein Brite... In den 80ern machte er sich als Regisseur einen Namen. 86-88 war Eastwood parteiloser Bürgermeister von Carmel-by-the-Sea auf der Monterey-Halbinsel, wo er sich für Kleingewerbe und Umweltschutz einsetzte. Als Regisseur und Produzent von Erbarmungslos und Million Dollar Baby gewann Clint Eastwood gleich vier Oscars. Für "Million Dollar Baby" schrieb er sogar die Musik... Seine Kinder Kimber, Kyle, Alison, Scott, Kathryn, Francesca und Morgan sind sämtlich im Filmgeschäft tätig.

Der Roman The Bridges of Madison County von Robert James Waller führte die beiden Ausnahmekünstler 1995 zusammen. Clint Eastwood (65) produzierte den Film, führte Regie, stellte den Soundtrack zusammen und spielte den Fotografen Robert Kincaid, der eben diese Brücken für ein Magazin fotografieren möchte. Dort trifft er die Italien-stämmige Farmersfrau Francesca Johnson (Meryl Streep, 46), die wegen eines Viehmarktes für ein paar Tage ohne Kinder und Mann zurückgeblieben war.

Francesca hängt ihren Träumen nach - nach dem zweiten Weltkrieg war sie mit einem G.I. in die USA übergesiedelt, aber statt den Duft der großen, weiten Welt zu atmen im Provinzmief von Iowa gelandet. Da erwies sich der weitgereiste Fotokünstler mit dem Flair eines Filmstars als geradezu unwiderstehlich - und die Gelegenheit durch Abwesenheit der Familie als zu verlockend.

Dem Rausch der großen Liebe folgt die Ernüchterung, als der Abschied näher rückt. Erst fürchtet sie, nur eine von vielen Liebschaften am Wege der lohnenden Fotomotive gewesen zu sein. Als er aber selbst seine Liebe bekennt, fehlt ihr der Mut, die Familie zu verlassen - zu sehr ist sie inzwischen selbst abhängig von ihrer Rolle. So gibt ihr die in der Erinnerung nochmals erhöhte große Liebe die Kraft, ihre Ehe bis zum Ende durchzustehen.

Meryl Streep mit braunen Haaren und strammen Hüften gab sicher keine schlechte Italienerin ab. Vor allem aber gelang ihr der Übergang zwischen den verschiedenen Phasen der kurzen Beziehung gradios und glaubwürdig. Ähnliches gilt auch für Clint Eastwood, der wunderbar vorsichtig, sensibel, rücksichtsvoll und verletzlich spielte. Neben diesen dominierenden Rollen blieben die Kinder, die in einer Rahmenhandlung das Erbe der verstorbenen Mutter ordneten, fast zwangsläufig blass, ohne eigentlich schlecht gespielt zu haben. Zumindest gaben sie dem Melodram einen humorigen Touch.

Die Tränen fließen nicht in Strömen wie zum Beispiel bei Message in a bottle. Darauf hat es Eastwood auch wohl nicht angelegt - eher berührt die Tragik der unerfüllten Liebe und die Ruhe der Bilder, insbesondere auch die Regenszene beim Abschied, versetzen in eine melancholische Stimmung.

Gelegentlich geäußerte Kritik an "ungelenken, plakativen" Dialogen kann man nachvollziehen - muss man aber nicht. Es ist zu bezweifeln, dass es in der Absicht der Macher lag, "große Kunst" zu schaffen, Eastwood sieht sich sicher weder als Brecht noch als Antonioni. Eher wollte man doch eine nicht ungewöhnliche Konfliktkonstellation "normaler" Menschen beispielhaft darstellen. Aber wer würde sich im echten Leben schon so geschliffen ausdrücken wie in diesem Film? Und warum sollten Menschen in solchen Situationen nicht auch banale Sätze von sich geben?

Wer den Anspruch nicht überzieht, wird diesen Film schätzen und lieben können. Stoff für zwischengeschlechtliche Diskussionen liefert die Geschichte zudem. Als filmisches Kammerspiel zählen "Die Brücken am Fluss" durchaus zu den bemerkenswerten - und sehenswerten! - großen Filmen wie z.B. die Klassiker Wer hat Angst vor Virginia Woolf? oder The Rainmaker.

Im Original 135 Minuten im Format 1,85:1 auf 35 mm Film, DTS DD (IMDB)

film-jury 5* A0502/A0753 16.2.2011/13.10.2011
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am 23. April 2015
Zwei erwachsene Geschwister aus Iowa sichten den Nachlass ihrer verstorbenen Mutter Francesca Johnson, die im ländlichen Amerika des vergangenen Jahrhunderts ein Leben als Farmersfrau und Mutter geführt hat. Die gebürtige Italienerin hatte ihren Mann Richard, einen GI, in Europa kennengelernt und war ihm mit vielen Träumen nach Amerika gefolgt. Die Ehe ist mehr eine Freundschaft: es existiert Sympathie, zwei Kinder, eine Farm, die der Mann nie verlassen würde und die bewirtschaftet werden will, sowie viele Desillusionierungen. Als Richard und die Kinder vier Tage zu einer Landwirtschaftsausstellung fahren, ist Francesca glücklich über Zeit für sich selbst. In dieser Zeit begegnet ihr das Schicksal in Gestalt des durchreisenden Fotografen Robert Kincaid, der sie nach dem Weg zu eine bestimmten Brücke fragt, die er für den National Geographic fotografieren will. Da Francesca Zeit hat und der Weg etwas komplizierter ist, begleitet sie ihn und die beiden verlieben sich unsterblich. Nach vier wundervollen Tagen voller Liebe kommt die Familie von Francesca zurück und sie muss sich entscheiden. Obwohl beide Partner überzeugt sind, die große Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, entscheidet sich Francesca gegen Robert und für ihre Kinder, ihren Mann, Sicherheit, aber auch für Langeweile, Desillusionierung, ungelebte Träume. War diese Entscheidung richtig? Die Geschichte ist deshalb so gut, weil sie den Zuschauer ohne Patentrezept zurücklässt: Vielleicht hätte die neue Partnerschaft für Francesca auch nicht geklappt, vielleicht wäre sie an den Problemen mit der Herkunftsfamilie gescheitert. Aber ich finde, dass es sehr problematisch ist, immer nur den Sicherheitsaspekt zu sehen. Francesca denkt jeden Tag ihres restlichen Lebens an Robert, an ihren Geburtstagen macht sie eine regelrechte Wallfahrt zu den gemeinsam besuchten Plätzen. Wie erträgt sie es, ihn so zurückgelassen zu haben? Nach vielen Jahren stirbt Francescas Mann Richard und die versucht vergeblich, Robert zu erreichen. Nach einer Zeit schickt ihr der Anwalt Roberts seinen Nachlass. Er hat offensichtlich auch den Rest seines Lebens an sie gedacht. Nach dem Tode Francescas bittet sie ihre Kinder, ihre Asche an dem Fluss zu verstreuen, zu dem sie Robert begleitet hat. Der Anblick der an dem Brückenboden vorbeifliegenden Asche als Ausdruck der Vergänglichkeit und der verpassten Chance lässt keine Zuschauer ohne Tränen zurück. Francesca bittet ihre Kinder, so viel wie möglich in diesem Leben glücklich zu werden. Beide Kinder ziehen daraus unterschiedliche Konsequenzen. Auch das ist die Stärke des Films!
Alles in allem unbedingt sehenswert!
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