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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelassen und gereift: Adams fühlt sich wohl bei den Cardinals., 29. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Cardinology (Audio CD)
Nach seinen faszinierenden aber etwas erratischen frühen Jahren und dem 2005er Hattrick (Cold Roses, Jacksonville City Nights, 29) hat sich der produktivste Songwriter der Neuzeit (10 Alben in 8 Jahren plus geschätzte 100 unveröffentlichte Songs) offenbar vorgenommen, seine Karriere etwas ruhiger und nüchterner anzugehen. Die Cardinals sind ihm dabei eine grosse Stütze und liessen bereits das Easy Tiger Album (2007) mehr nach Band- denn Soloalbum klingen. Cardinology, im Titel bereits ein Dankeschön dafür, schliesst vom Sound wie in der Qualität an dieses feine Album an. Will heissen, Cardinology lebt weniger von Überraschung als von der Konsolidierung. In anderen Worten, Band und Songwriter liefern eine Sammlung ebenso entspannter wie melodiöser Songs mit dem bekannten gelegentlichen Country-Touch ab, dazu gibt's Adams sehnsuchtsvolle Stimme und abgeklärt romantische Texte und die wie stets unaufdringlich perfekte Gitarrenarbeit von Adams und Neal Casal. Besonders schön vereinen sich alle diese Elemente etwa in Cobwebs" oder "Sink Ships", in dem überraschend rockigen Magic" bevor die Band in dem wunderschöne Schlusslied Stop" gemeinsam verlöscht. Cardinology ist damit auf stille Weise etwas eher seltenes: ein klassisches Singer/Songwriter-Album, das von einer ganzen Band getragen wird und deren Mastermind damit zufrieden ist, sich einzufügen, statt den Chef raushängen zu lassen. Zugegeben, der unberechenbare Solo-Adams der ersten Alben war vielleicht etwas aufregender, aber dafür ist es um so wohltuender zu hören, wie wohl er sich als Teil (s)einer Band zu fühlen scheint.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen musikstoffwechsel, 6. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Cardinology (Audio CD)
was, nur ein album im jahr? das ist für adams, der gefühlt bis jetzt etwa so viele alben veröffentlicht hat wie v-lee rezis hier auf amazon, ja geradezu nichts. dem kreativ verhaltensauffälligen, der songs stoffwechselt wie andere leute ... naja, stoffwechselprodukte eben, wird doch nicht die inspiration den dienst verweigern?

natürlich unfug, ganz im gegenteil: dass er sich ein bisschen beruhigt hat, offenbar weniger sauft, dass er sich diesmal ganz als teil einer band gibt (was bis zu einem gewissen grad auch pose ist - immer noch stammen alle songs von ihm), hilft dem material. es wirkt weniger kurzatmig, weniger aufgeregt, weniger ungeduldig. nicht, dass ungeduld, aufgeregtheit und kurzatmigkeit nicht auch etwas schönes sein können, zumal, wenn sie von ryan adams stammen - aber es ist durchaus fein, ihn einmal so entspannt und in sich ruhend zu hören.

würde ich jemandem, der noch nie etwas von ryan adams gehört hat (im doppelten sinn), den herrn vorstellen müssen, ich tät dazu entweder seine bisher größte arbeit (also "gold") nehmen - oder ihm dieses album vorspielen. denn hier ist alles, was ihn ausmacht, und was er sonst über mehrere alben verteilt, gleichberechtigt drauf: der country, der folk, die balladen, die indie-americana, die neil-young-verweise, der rock. ja sogar die von "rocknroll" bekannte aggression und die "love is hell"-mäßige tiefe, unheilbare verzweiflung sind da - zumindest als geschmacksnote.

highlights? im prinzip steht jedes lied gleichberechtigt neben dem anderen. aber wie er am ende, beim letzten track "stop" am klavier beinahe zu versterben scheint, während dazu die geige klagt - das ist schon ein besonderer moment.

ein sehr schönes album, dem es vielleicht an der allerletzten dringlichkeit mangelt. ein guter gag - beabsichtigt oder unbeabsicht - ist auch drauf: "magick" beginnt mit den ganz genau gleichen gitarrenakkorden wie "one night love affair". natürlich entwickelt sich das stück dann anders, aber da auch der gitarrensound genau gleich ist, kann man gar nicht anders, als an dieser stelle an den anderen adams zu denken, von dem ihn nur ein "b" - und eine ganze welt - trennen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eines seiner besten Alben, 3. November 2008
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Cardinology (Audio CD)
Ohne Zweifel ist Ryan Adams einer der bedeutensten und talentiertesten songwriter der Gegenwart, was er auch mit diesem Album erneut unter Beweis stellt. Cardinology ist stilmäßig nur wieder viel näher an seinem ,Erfolgsalbum' ,Gold' als die letzten Veröffentlichungen mit den Cardinals, die doch eher in die traditionellen country Nische einzuordnen waren. Hier wird manchmal auch wieder gerockt (,Magick', ,Go Easy'), die Mehrzahl der songs aber ist dem introspektiven songwriting und stilistisch dem Folkrock zuzordnen, aber es ist trotzdem eines der vielfältigsten Alben in seiner bisherigen Biographie geworden. ,Americana' paßt hier als Etikett noch am ehesten. Manchmal wird man an andere große acts der Musikgeschichte erinnert, so würde ,Fix It' beispielsweise Neil Young gut stehen, und man kann sich ,Cobwebs' durchaus gut von U2 interpretiert vorstellen, Adams nun aber Plagiarismus vorzuwerfen wäre unfair; es ist eher so, daß er sich mit diesen songs als songwriter für die genannten acts empfiehlt, sollten diese mal einen kreativen Durchhänger haben.

Die Faszination von Adams besten Platten besteht ja darin, daß Sie schon beim ersten Durchhören eingängig klingen und eine ganz besonders heimelige Atmosphäre versprühen, die bei öfterem Hören noch intensiviert wird, kurz gesagt: es sind wunderschöne songs auf die man sich immer wieder nur allzu gern einläßt und die melodisch nie langweilig werden.

Viereinhalb Sterne würde ich diesem Album gerne geben, für fünf reicht es angesichts der benchmark die sich Adams selbst mit Gold gesetzt hat nicht ganz, aber es gehört auf jeden Fall zu seinen Besten. Ich freue mich jetz schon auf seine nächste CD, und noch mehr würde ich mich über eine Zusammenarbeit mit Neil Young freuen - da könnte wahrlich Großes entstehen.
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4.0 von 5 Sternen "Ich wollte nie ein Star sein!" - Ziel verfehlt Herr Adams!, 13. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Cardinology (Audio CD)
Cardinology ist in neun Jahren als Solokünstler Adams' zehntes Studioalbum. Ein Durchschnittskünstler bringt es im gleichen Zeitraum bestenfalls auf die Hälfte. Man sollte glauben, dass es in so kurzer
Zeit kaum möglich ist nur wertvolles Material in die Läden zu bringen. Doch wie auf den meisten der neun bisher veröffentlichten Platten (Ausnahme ist vielleicht Demolition" von 2002) ist es wieder einmal beeindruckend, welche Fülle an Qualität in so kurzer Zeit aus dem Kopf des 2001 vom Rolling Stone als neue Stimme seiner Generation" titulierten Sängers und Songwriters sprudeln kann.
Wer aufgrund des Zusatzes ...and the Cardinals" eine andere, größer Band erwartet als auf dem großartigen Vorgänger "Easy Tiger" von 2007, täuscht sich, da es sich um die exakt gleiche Formation handelt. Allerdings klingt sie auf Cardinology" größer und vor allem besser. Adams steht nicht mehr alleinig im Mittelpunkt wie noch auf seinem Debüt-Album "Heartbreaker" von 2000 und Gold" mit dem ihm 2001 der internationale Durchbruch gelang. Das liegt unter anderem daran, dass die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Produzenten Ethan Johns seit geraumer Zeit beendet ist.
Adams ist zu sehr Vollblutmusiker um auf eine vielseitige und begabte Band, was die Cardinals zweifellos sind, zu verzichten. "Heartbreaker" und "Gold" sind nach wie vor Adams' herausragende Platten, doch wären weitere Platten mit seiner Person als Dreh- und Angelpunkt irgendwann zu fade geworden.
"Cardinology" lebt von seiner musikalischen Vielfalt. Americana ist das Stichwort. Das Album führt uns durch etliche Stilarten der amerikanischen Musikwelt. Vom Folk- ("Go Easy") zum Country-Rock ("Let us down Easy") über den Blues ("Fix It") zu tanzbarem alternative- Rock ("Magick"). Der Opener Born Into A Light" ist ein großartiges Country- Soul Stück mit Gospel Elementen. "Cobwebs" und "Crossed Out Name" sind Seitenhiebe auf Bands wie Coldplay, U2 oder Snow Patrol. "Cobwebs" könnte aus Bono's Feder stammen, bis zu dem Punkt an dem Adams sich dazu entschlossen hat die Spannung, die sich im gesamten Song aufbaut, nicht in einem Höhepunkt aus E-Gitärren Getöse zu entladen. Als wolle Adams sagen "Warum tut ihr das? Habt ihr Angst, dass den Leuten eure Songs sonst nicht gefallen?". Gerade diese tracks wissen hier jedoch ganz besonders zu gefallen.
Die Stimme des extrovertierten Amerikaners aus Jacksonville klingt von Album zu Album labiler und intensiver. Die Textinhalte reichen vom halb vollen bis zum halb leeren Glas. Einmal schreibt Adams von Hoffnung und vom nicht-Aufgeben (Born Into A Light), ein ander mal vom Schmerz einer verflossenen Liebe ("Go Easy"). Auf "Magick" wird Adams politisch und spricht vom Wunsch geheime Kräfte zu haben um all die Machtgeilen "clowns" zu finden, damit er ihnen das tanzen bebringen kann, um während dessen die Truppen zu entwaffnen. Spirituell wird Adams auf dem herrlich country lastigen Song "Let Us Down Easy" und singt von seiner Angst von Gott für seine Sünden (es dürften einige sein) bestraft zu werden und bittet ihn dies, falls nötig, sanft zu tun. "Crossed Out Name" könnte vom Debüt Album "Heartbreaker" stammen. Wie kaum ein anderer versteht Adams es den Schmerz des verlassen werdens und die Sehnsucht nach der alten Liebe in Worte zu fassen. "...And when I close my Eyes, I feel like a page, with a crossed out name."
Man kann Ryan Adams nicht nur wegen seiner Musikrichtung als Vertreter des Americana einordnen, sondern auch wegen seiner Fähigkeit uns ein realistisches Bild seiner Heimat zu verleihen, jedoch meist mit seiner Person im Mittelpunkt der Handlung. Das Album schließt grandios mit dem traurigen "Stop" in dem Adams ein zweites mal politisch wird und von den Kindesmisshandlungen durch amerikanische Priester singt und von der Notwendigkeit in schwierigen Situationen nach Hilfe zu suchen.
Cardinology trägt sowohl musikalisch, als auch textlich die Handschrift eines nun endgültig erwachsenen Ryan Adams, der sich nicht mehr zu schade ist auch über den Tellerrand hinaus zu schauen. Er stellt eine große Ausnahme im heutigen business dar. Dem Rolling Stone sagte Adams eins: Ich wollte nie ein Star sein. Ich will es immer noch nicht. Ich hoffe es wird mir nicht angeboten, weil ich sonst einfach `nein sagen würde. Wenn er so weiter macht wird er in Zukunft noch sehr oft `nein sagen müssen.
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4.0 von 5 Sternen Das Große Finale, 12. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Cardinology (Audio CD)
Der Vorhang fällt. Ryan Adams gibt sich hier zum letzten Mal mit den Cardinals die Ehre und legt ein perfekt produziertes Alt-Country Album voller Hits vor. Der Einstieg fällt leicht über das eingängige "Born into a light" und das daran perfekt anschließenden "Go easy". Und man ist direkt drin im musikalischen Kosmos der Cardinology. Mit der nach seiner Band benannten Platte beendet Ryan Adams ein weiteres Kapitel seines Schaffens, wirkt entspannt und ordnet sich dem Bandgefüge unter. Einen peinlichen Ausrutscher in Richtung Stadion-Rock gibt es mit "Magick" auch hier wieder (aber das gabs ja auch schon auf "Easy Tiger" und "Cold Roses"). In einem Interview sagte Adams mal, dass er "Cobwebs" für den besten Song hält, den er jemals geschrieben hat. Aber dass ein Künstler nicht sein eigenes Werk beurteilen sollte ist ja gemeinhin bekannt. Ich als Empfänger sehe in "Cardinology" einen würdigen Abschluß der Bandphase, erfreue mich an kleinen Gitarrenstücken wie "Evergreen" oder "Crossed out Name" ebenso wie an den großen Hymnen der Platte ("Sink Ships" und eben "Cobwebs", dessen Finale tatsächlich durch und durch gelungen ist) und dem tottraurigen Endpunkt "Stop", ganz alleine am Piano, wie einst bei "Goodnight Hollywood Blvd" oder "Elizabeth, you were born to play that part". Die Band hat die Bühne verlassen, nun geht auch der Sänger. Licht aus und Applaus. CardinologyCardinologyCardinology (Vinyl) [Vinyl LP]Cardinology
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Jahr ohne Ryan Adams Album!, 2. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Cardinology (Audio CD)
Man musste ja schon befürchten, dass der kreative Sonderling aus North Carolina es dieses Jahr nicht mehr schafft, doch - hurra! - pünktlich zu Halloween gibt es das neue Album, bei dem schon im Titel klar wird, dass Mr Adams sich nicht mehr so sehr als Solo-Künstler begreift, sondern die Leistung seiner fantastischen Band angemessen würdigt.
Musikalisch ist "Cardinology" eine Mischung der Stile der letzten Alben, mit Ausnahme von "29", denn diesen Singer/Songwriter-Ton trifft er diesmal nicht. Einige rockige Stücke erinnern gar an das zwiespältig aufgenommene "Rock'n Roll", die anderen eher an "Easy Tiger" oder "Love is Hell". Leider kommt der Ton von "Cold Roses" oder "Gold" zu kurz, denn der neuen CD fehlt es ebenso an der Dynamik des Großwerks "Cold Roses" als auch an der Intellektualität von "Gold". Aber zum Glück ist es nicht ganz so belanglos-poppig wie "Easy Tiger" es bisweilen war, Adams scheint reifer geworden zu sein, was man der Platte anhört; und das ist gut so.
Am stärksten ist er mal wieder bei den eher ruhigen Stücken, in denen mehr als nur ein bisschen Americana durchschimmert.
Insgesamt: wieder ein gutes Niveau und die Messlatte wurde gewohnt hoch gelegt, aber sicher nicht sein bestes, wenn auch vielleicht sein reifstes Album.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Americana auf höchstem Niveau, 31. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Cardinology (Audio CD)
Wie sagte der Buchautor Steven King in einem Interview 2007: "I won't say Adams is the best North American singer-songwriter since Neil Young...but I won't say he isn't, either.". Na, mit dieser Platte zeigt er mal wieder wo der Weg hingeht. Klasse songwriting und eine Stimme ..., wow.
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Cardinology
Cardinology von Ryan Adams (Audio CD - 2008)
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