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am 24. Januar 2010
Es gibt sie noch, die neuen und unverbrauchten Bands, die durchaus in der Lage sind, absolute Kracheralben zu produzieren. Rein zufällig stolperte ich kürzlich auf amazon.co.uk über den Link zu diesem Album und bin seitdem ein absoluter Fan davon!

Million Dollar Reload kommen aus Nordirland und legen hier mit ihrem Debütalbum ein Werk vor, welches mit Sicherheit noch in vielen Jahren als Meisterwerk gelten wird. Bereits der Opener "Get it up" gibt die Richtung vor: schnörkelloser, harter Geradeausrock mit einem hervorragenden Sänger namens Phil Conalane, der wie eine Mischung aus Georg Dolivo (Rhino Bucket) und Josh Todd von Buckcherry klingt und dem Sound erst die richtige Würze gibt.

Natürlich erfinden M$R das Rad nicht neu. Es finden sich in ihrer Musik Anleihen von Bands wie Guns'n Roses, Buckcherry, AC/DC, Rhino Bucket oder den frühen Bon Jovi und Mötley Crüe, aber man hat nie den Eindruck, dass hier simple Kopien auf den Tisch kommen. Ganz im Gegenteil, Bewährtes wird mit ganz eigenen Ideen gemischt und führt zu exzellenten Songs wie z.B. dem genialen Midtempokracher "Livin' in the city" . "Dead like you" oder "You can't stop me..." sind absolute Schädelputzer, und auch alle anderen Titel knallen zu 100 Prozent in die Birne des Hörers. Mein persönlicher Favorit ist "Cold hard day", ein Song mit riesigem Hitpotential, der das Zeug hat, zum Klassiker zu werden.

Es ist Classic-Rock pur, modern dargeboten - so muss Rockmusik heute klingen. Die Gitarren hämmern satt und voll aus den Boxen, das Schlagzeug kommt so druckvoll rüber wie es sein muss. Alles in allem eine äußerst gelungene Produktion der 5 Nordiren. Jetzt fehlt mir zu meinem Glück nur noch ein Livekonzert von M$R!

Was lernen wir aus dieser Rezension? Es lohnt sich durchaus, auch mal auf unbekannte Bands oder Scheiben zu klicken und reinzuhören.

Abschließend kann ich jedem Rockmusikfreak nur empfehlen: KAUFEN!!!!
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am 8. Juli 2012
diese nordiren hören sich an als wären sie aus australien. stimmlich geht es in richtung rhino bucket und BON SCOTT !
allein das lied " THE LAST ICON " dass dem grössten sänger aller zeiten, BON SCOTT, tribut zollt, ist der hammer. man sollte sich das video ansehen in dem BON vorkommt. gänsehaut pur !!!!!!
get it up, give it all und superslave gehen ab wie die eins. travel ist eine wunderschöne ballade. ein richtig gutes album das einfach nur rockt und spass macht.
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am 7. Juni 2013
Das Interesse am klassischen, bluesigen Hard Rock erstarkt in der letzten Zeit wieder unheimlich, was nicht nur die Chartplatzierungen und Ticketverkäufe von AC/DC zeigen, sondern auch alte Weggefährten wie ROSE TATTOO wieder mehr Beachtung seitens der Öffentlichkeit beschert. Da ist es natürlich kein Wunder, wenn Bands nach- und in den Fokus rücken. AIRBOURNE, wie AC/DC und ROSE TATTOO ebenfalls aus Australien, ist eine solche Band. Aber auch in Europa weiß man den Hard Rock mit Blues-Schlagseite zu schätzen.

MILLION DOLLAR RELOAD kommen aus Nordirland und spielen einen Sound, der eher nach den Vereinigten Staaten klingt. Das musikalische Potpourri, das dem Hörer auf “Anthems Of A Degeneration“ geboten wird reicht von AC/DC über alte BON JOVI, ein bisschen GUNS 'N ROSES und MÖTLEY CRÜE bis hin zu Poser Rock der Marke POISON. Wobei die Elemente letzt genannter Richtung sich glücklicherweise dezent im Hintergrund halten und lediglich dafür sorgen, dass die fünfzehn Songs des MILLION DOLLAR RELOAD-Debüts noch ein wenig radiokompatibler daher kommen, als sie es sowieso schon tun.

Die Nordiren geben sich aber nicht mit den typischen Songstrukturen und Ingredienzien (Talk Box und Cowbell dürfen natürlich nicht fehlen) zufrieden, wie man sie von oben genannten Bands kennt. Sie versuchen vielmehr den vorhandenen Bausteinen ihren eigenen Stempel zu verpassen. Dabei heraus kommen Stücke wie “Cold Hard Day“, das sogar ein wenig Southern Rock-Luft atmet. Generell ist Abwechslung ein Wort, welches bei MILLION DOLLAR RELOAD groß geschrieben wird, wobei die Einflüsse der Band zwar heraus zu hören sind, die Iren aber nicht dreisten Diebstahl betreiben. Man hat irgendwie immer das Gefühl, dass gleich “Dr. Feelgood“ mit großem “Appetite For Destruction“ vorbei kommt, um dann festzustellen, dass es doch eigene Riffs und Melodien sind, die man gerade hört. Das zeigen beispielweise der Opener “Give It All“, “Fire Your Guns“ oder auch “Tattoos And Dirty Girls“, die ohne Ende rocken, eigenständig sind, einfach Spaß machen und ihre Einflüsse trotzdem nicht verhehlen.

Die Produktion ist klar und besitzt die nötige Härte, um das Album nicht als Weichspülerscheibe durchgehen zu lassen. Die Gitarren braten ordentlich, Schlagzeug und Bass erzeugen genau den Druck, den die Songs der Band braucht und der Gesang balanciert gekonnt zwischen melodischen und rotzigen Passagen. Die Zutaten auf “Anthems Of A Degeneration“ stimmen einfach. Das fängt bei der guten Produktion an und hört bei den sehr starken Songs der Iren auf. Klar, das Rad erfinden MILLION DOLLAR RELOAD nicht neu. Den Stil, den sie spielen sicherlich auch nicht. Sie machen aber Spaß und klingen frisch. Und das alleine zählt.
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